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Irritierendes Verhalten eines Dozenten mir gegenüber

E@hemailOiger Nut%zerF (#586x592)


Ja ich möchte auch gern mit den Menschen gut auskommen . Und wenn jemand mit dem ich häufiger zu tun habe ein etwas seltsames Verhalten an den Tag legt versuche ich es natürlich auch erst mal zu ergründen warum er sich so verhält .

Sollte sich das aber aus irgendeinem Grund nicht genau erklären und herausfinden lassen und spekulieren bringt mich ja dann auch nicht unbedingt weiter gebe ich auf

jeden Fall auf und verschwende nicht weiter meine wertvolle Lebenszeit und Energie mit dem warum oder weshalb .

Es sei denn ich habe ein anderes Interesse an ihm welches über das berufliche hinaus geht .

Du fragst dich ja nun schon sehr lange an was es liegen könnte und versuchst es haargenau zu analysieren . Eine Antwort wirst du darauf aber wohl vermutlich nicht bekommen zumindest hat dies bis jetzt noch nicht funktioniert.

Dies wirkt schon ziemlich extrem - sorry

s(uEnlfXlow~exr4


So mit etwas Abstand, so weit es mir selbst eben möglich ist, betrachtet, scheint sich der Dozent ja ähnlich in gewisser Hinsicht zu verhalten, wie meine Eltern bzw mich irgendwie an deren Verhalten zu erinnern, was bei mir wiederum Eindruck hinterlässt... Jedenfalls ist er manches Mal insofern etwas unzulässig, als dass er die Übungen nicht, wie gesagt, online einstellt; einmal hat er meine HA vergessen zu korrigieren und meinen Nachnamen sagt er zum Semester Ende hin immer wieder falsch - das ist jetzt im dritten Kurs bei ihm schon zum dritten Mal passiert. Er ist ja auch etwa im selben Alter wie meine Eltern... Wobei er zwar auch schon älter ausschaut, aber noch so einen Schwung an den Tag legt wie einer in den 30ern. Als wir uns heute auf dem Flur im Institut von weitem gesehen und ich ihn angelaechelt habe, hat er richtig freudestrahlend zurück gegrüßt und als wir uns drei Minuten später wieder über den Weg liefen, gruesste er mich nochmals freudig. Als wir uns 20Minuten später auf der Treppe über den Weg liefen, wirkte er irgendwie irritiert - ich musste lachen, weil ich das so merkwürdig fand.

So Aktionen wie Unzuverlaessigkeit oder Namen verwechseln kenne ich von meinen Eltern. Und fand es immer nicht schön. Wobei das bei ihnen oft Stress bedingt war und auch bei meinen Geschwistern passierte. Naja. Er erinnert mich wohl an meine Eltern und ich beschäftige mich wohl deswegen so mit ihm.

sDunfloNwerx4


Wahrscheinlich wäre es für mich gut, zu akzeptieren, dass meine Eltern nicht zuverlaessigsten sind; man hat halt so seine Wünsche und Bedürfnisse und Erwartungen und Bilder an Eltern ( wie auch andere ) - und dann gibt es die Menschen und die Realität. Heißt ja nicht dass deswegen alles falsch und schlecht ist.

s!unfleower4


@ CoteSauvage

Inwiefern kannst du mein Verhalten denn nun besser verstehen? Welche Zusammenhänge siehst du?

@ Pythonist:

Interessante Sichtweise. Er erzählte mir vor gut einem Monat von der Krankheit einer ihm nahe stehenden Person; allerdings zeigte er sich früher bereits fürsorglich, nicht in dem Ausmaße wie jetzt, aber auch schon im Ansatz. Wobei er das ja auch nur per E-Mail macht - ist ja nicht so, dass er das im Kurs oder danach oder so thematisiert, zum Glück ist er vertrauenswürdig.

s>unfolowexr4


Vielen Dank an dieser Stelle für die neuen Sichtweisen und Hinweise @:)

E{hemalAiger NutEzera (#58|6592x)


Vielleicht solltest du dich einfach etwas von deinen Eltern distanzieren wenn dir ihr Verhalten dass sie dir gegenüber an den Tag legen so nahegeht und dich belastet .

Dieses Thema kann ich nur zu gut verstehen habe ich doch auch mein ganzes Leben im Schatten meiner fiesen Mutter gestanden .

Und jetzt seit ihrem Tod beginne ich erst mich richtig frei zu fühlen .

In mir lösen sich gerade so einige negative und verletzende Gefühle auf dies ist so ein enormer positiver Schub für mein weiteres Leben und ich traue mir plötzlich auch mehr zu und gehe ganz anders durchs Leben

Was ich damit sagen möchte ist dies ich habe immer versucht meiner Mutter alles recht zu machen und in ihrer Nähe war ich einfach " unsichtbar " doch nachdem ich mich von ihr abgegrenzt und ihr etwas weniger Raum in meinem Leben gegeben habe ging es mir immer besser .

Wir haben das Recht ein eigenständiges Leben zu führen und sind nicht das Eigentum und der Spielball unserer Eltern .

C oteSaDuvage


Inwiefern kannst du mein Verhalten denn nun besser verstehen? Welche Zusammenhänge siehst du?

Du schreibst doch selber, dass auch deine Eltern sich ambivalent verhalten haben, dich durch ihr Verhalten verunsichert haben, usw.

sxunf]lowQer4


Leider finde ich bis heute das Verhalten meiner Eltern merkwürdig und sehr komisch. Sie selbst hätten ohne die Hilfe ihrer Eltern ihre Familie nicht geregelt bekommen; jetzt, wo diese Hilfe brauchen und beide Zuhause sind, grenzen sie sich ab. Es geht sogar soweit, dass sie sie ablehnen und behaupten, nur sie hätten Probleme, sie selbst seien es nicht - genau das, was sie sich früher anhören durften. Wieso meckert man so sehr über seine Eltern und versagt dann, wenn man selbst auf gleiche Weise gefordert ist, genauso - also warum schaffen es meine Eltern nicht, ihr Gemecker produktiv zu nutzen, um es eben so zu machen, wie sie es sich von ihren Eltern wünschen?

Was mich auch beschäftig, ist die Situation, dass meine Eltern mir böse sind, weil ich, als meine Oma und Mutter jetzt sehr krank waren, mich abgegrenzt habe, indem ich nicht meine Ausbildung und meine Jobs aufgab, sondern tunlichst bemüht war, weiterzumachen - nichtsdestotrotz war ich dasjenige Kind, welches am gezieltesten und zuverlaessigsten geholfen hat, nüchtern, um selbst nicht auszurasten. Geweint habe ich wenn denn dann zuhause alleine. Trotzdem steht der Vorwurf im Raum, ich würde meine Familie im Stich lassen. Meine Schwestern sehen das, nachdem sie indoktriniert wurden, auch s so - so läuft das bei uns: man redet den anderen in der Familie und Verwandtschaft und Freunden schlecht, diese lassen sich natürlich beeinflussen. Was soll denn das? Was steht dahinter? Wieso behandelt man die eigene Tochter/Schwester so schlecht? Ich vermute, dass meine Eltern meine schwierige Geburt nie verarbeitet haben - sie halten mir ja heute noch vor, dass ich fehlerbehaftet bin, sie selbst sind es natürlich nicht. Ist das wirklich möglich, dass Eltern so sind? Allgemeiner formuliert: dass Menschen so verletzt sind, dass sie ein Leben lang nicht aus dieser Verletzung herauskommen und so sehr verdrängen, dass sie der Tochter, die ziemlich taff und stark ist, Unrecht tun? Mich verletzt das, wobei einem meine Eltern wohl eher leid tun sollten, dass sie sich selbst auch nicht helfen also lieber leiden und unglücklich sind...

E{hemaliger hNutzerE (#V586592x)


Ja natürlich ist es möglich dass Eltern so sind du erlebst es doch immer wieder mit deinen Eltern .

Aber du hast ja auch die Möglichkeit es zu verändern indem du dir dein Leben so gestaltest wie du es für richtig hälst und entwickelst damit auch Zutrauen in dich selbst.

Ausserdem trittst du so nicht in die Fußstapfen deiner Eltern und veränderst dadurch eure bisher bestehende Dynamik .

Doch dazu gehört Stärke und der Mut Dinge verändern zu wollen .

sKunflo3werx4


@ criecharlie

In meiner Schulzeit und in meinem Studium habe ich - abgesehen von den Dozierenden, für die ich auch gearbeitet habe - wirklich niemanden erlebt, der sich so um seine Studis kümmert. Er erstellt ja auch immer noch Materialien für uns, die wirklich top sind. Er ist meiner Erfahrung nach, was den Umgang mit uns betrifft, wirklich herausragend.

Ich verstehe seine Fürsorge auch nicht ganz, denn ich werde sowieso bald wieder weg sein. Und herausragend bin ich mit meinen Leistungen nicht, dafür aber ziemlich gut.

Aufgefallen ist mir, dass er bei meinen Wünschen für ihn reserviert bis gar nicht reagiert - dafür umso mehr Sorge um mich zu haben scheint. Finde ich schade, denn die Krankheit der ihm nahe stehenden Person scheint ihn zu belasten. Vlt ist es ja wirklich Übertragung, wie hier vorgeschlagen.

CNotDeSa?uPvagxe


sunflower, ich finde du solltest jetzt aufhören, dir Gedanken über deinen Dozenten zu machen, denn das ist ein Nebenkriegsschauplatz.

Viel wichtiger ist jetzt, dein Verhältnis zu deinen Eltern aufzuarbeiten, denn die haben da was bei dir angerichtet, was solange wirken wird, bis du einen passenden Umgang damit gefunden hast. Und auch da lohnt sich die Frage nach dem "Warum sind die so" oder "Wie können Menschen so sein" nicht, denn darauf wirst du in deinen Gehirnwindungen genausowenig eine Antwort finden wie bei dem Dozenten. Es ist auch egal für dich, warum jemand so ist wie er ist, da du daran nichts ändern kannst, selbst wenn du die Ursache herausgefunden hättest. So eine Erkenntnis hätte auch keine Rückwirkung: an dem was deine Eltern mit dir gemacht haben, kannst du nichts mehr ändern.

Das einzige was du ändern kannst und wo dir eine Änderung dann auch für die Gegenwart und Zukunft was bringt, ist deine Einstellung zu deinen Eltern und deinen Umgang mit deinen Eltern.

Dazu kann ich dir leider keine guten Tips geben, weil ich glaube, dass meine Methode für dich nicht passen würde. Ich kann sowas anscheinend analysieren und dann konsequent die Gefühle in Bezug auf etwas/ jemanden runterfahren, das/ der mir schadet. Dazu brauch ich auch keine professionelle Hilfe. Ob derjenige mit mir verwandt ist, spielt dabei für mich keine Rolle.

Vielleicht solltest du dich mal mit einem Profi darüber unterhalten.

s8unfClowerx4


Danke für die Hinweise. Sicherlich möchte ich nicht komplett den Kontakt abbrechen - das hast du schon richtig festgestellt bzw. sehr gut eingeschätzt.

Mir hilft es schon in gewisser Hinsicht, das Verhalten von Menschen, was mich verletzt hat bzw. einfach mal verletzend ist, zu verstehen - um dadurch etwas Distanz zu gewinnen und gleichzeitig die Schuld, die mir idR aufgedrückt wurde, zu lindern. Die Trennung von meinem Ex konnte ich so auch zu einem Teil verarbeiten - und so, wie er heute aussieht, lag ich mit meinen Rückschlüssen, nämlich dass er selbst nicht einmal in der Lage ist, Verantwortung für sich zu übernehmen, richtig. Das war dann doch in gewisser Hinsicht die Genugtuung, die ich erhalten habe :) Und nach und nach sehen dass auch diejenigen, die ihm ebenfalls auf den Leim gegangen sind, so.

Über das Verhalten meiner Eltern habe ich mir auch schon etwas Gedanken gemacht - sie sind halt selbst auch nicht in der Lage, selbstständig zu leben; ihre Eltern waren so oft da bzw. sind es heute noch. Jetzt, wo sie selbst nicht mehr können, schimpfen sie auf sie und fühlen sich im Stich gelassen. Ich finde das ziemlich egoistisch, resultiert aber wohl aus der Überforderung heraus, dass meine Eltern im Rentenalter nun lernen müssen, ohne ihre Eltern auszukommen. Und genauso sehe ich ihr Verhalten mir gegenüber auch von Machtspielen geprägt - wer selbst mit Druck aufwächst und so unterdrückt wird bzw. mit dem die Eltern selbst solche Machtspiele spielen, der kann ja zwangsläufig nicht anders - wenn er sich nicht Mühe gibt und es wirklich anders machen möchte. Ich mache einige Sachen bereits anders als meine Eltern in meinem Alter: Ich bin viel selbstständiger und habe auch eine andere Einstellung zu diesem Thema als sie. Es fällt mir immer noch schwer und die Vorwürfe meiner Familie machen es nicht leichter - zu sehen, dass ich aber selbst nach der Trennung meines Exfreundes meinen Weg, so gut es damals ging, weitergegangen bin und meine Ziele weiter verfolge, tut sehr gut. Natürlich gibt es immer Kritiker - Menschen, die es selbst schlechter machen, also die weitaus unselbstständiger sind. Da übertrumpfe ich sie schon - und deswegen meine ich auch aktuell solche Probleme zu haben. Ich bin halt schon stark und selbstbewusst - das stinkt dann vielen, weil sie eben insgeheim wissen, dass sie unterlegen sind. Ist schade und dumm, aber ist so.

Mit meinen Eltern habe ich auch angefangen, eine Familientherapie zu machen - sie leugnen viel und tun dann so auf liebevolle Eltern; das bringt nichts und ändert nichts. Es tut weh, sehr weh, aber aktuell denke ich, dass ich einfach doch so weitermachen sollte, wie ich nach meinem Auszug angefangen habe: Weniger Kontakt und weiterhin selbstständig leben, soweit möglich. Meine Schwestern versuchen zwar weiterhin gegen mich zu arbeiten und meine Eltern lassen sich leider doch davon beeindrucken, wie früher, aber das ist dann eben so; meine Eltern haben ohnehin ausgesprochen widersprüchliche und v.a. unrealistische Erwartungen an mich. Da sieht man auch, dass sie auch Hilfe bräuchten - aber das brauchen ja immer nur die anderen, sie selbst nicht.

Erschreckend und sehr traurig, wie diese Machtverhältnisse bei uns sind. Mir macht es sehr zu schaffen, dass solche Machtspiele in einer Familie anstehen - für mein Verständnis ist das keine Familie. In der vergangenen Beziehung mit meinem Exfreund gab es auch ähnliche Machtkämpfe, die von außen - seiner Mutter und seinen Freunden - sehr angefeuert wurden. Er war da sehr anfällig für. Leider. Aber gut, Abgrenzung ist schwer und Familie und Freunde haben halt so ihre Macht, weil sie einem ja wichtig sind.

EnhemaQliger ^NutzerK (#x586592)


Liebe Sunflower

versuche mehr bei dir zu bleiben und bei dir was zu ändern denn die Anderen kannst du nicht mehr verändern .

Da kämpfst du dann gegen Windmühlen und dies kostet dich sehr viel Lebensenergie die du sinnvoller einsetzen könntest.

Und auf deine Fragen warum manche Menschen so oder so handeln wird dir auch niemand antworten .

Versuche mal die Dinge und Menschen so anzunehmen wie sie sind ich denke dann wird es dir irgendwann auch besser gehen .

Denn es vereinfacht manches wenn man sich nicht gegen unvermeidliches auflehnt.

Irgendwie habe ich jedoch etwas das Gefühl du möchtest andere analysieren um nicht bei dir selbst bleiben zu müssen - kann dies sein oder irre ich mich da total ???

s\un.flowexr4


Vielen Dank für die Hinweise - es fällt mir in der Tat schwer, bei mir zu bleiben, da ich aktuell ziemlich angeschlagen bin.

Gerade rief mein Vater an und hat mich erst einmal wieder versucht zu provozieren - meine Eltern wissen, dass ich bald Prüfung habe und kommen dann an mit "hast ja nichts zu tun". Mich ärgert das und ich finde es absolut sch* von meinem Vater, dass er dieses Verhalten immer wieder an den Tag legt. Er weiß, dass es mich ärgert und verletzt und mich dann in der Prüfungszeit noch so zu provozieren, finde ich ausgesprochen egoistisch von ihm. Ich glaube wirklich, er gönnt mir meinen Erfolg nicht - obgleich er dann wieder an mir herum kritisiert und mir meine Krankheiten vorhält. Wahrscheinlich ist das bei Kontrolleuren und Machtmenschen so. Wir haben keine zwei Minuten telefoniert - ich habe auch keinen Bock auf dieses passiv-aggressive, wo er dann doch nur mir die Schuld zu geben versucht. Ich finde so ein Verhalten kindisch - am besten kurz halten.

Ich bin überlastet, weil mich vieles beschäftigt und ich unter Druck stehe wegen der Prüfungen. Außerdem wurde mir immer beigebracht, zuerst an die anderen zu denken und mich für sie aufzuopfern, alles andere ist kindisch. Vielleicht bin ich deswegen mehr bei anderen als bei mir. Jedenfalls übe ich, falle in extremen Stresssituationen aber immer wieder zurück in alte Verhaltensmuster. Wahrscheinlich muss ich das einfach akzeptieren.

E"hemalfiger N5utzerW (#58x6592)


Indem du dir bewusst machst dass dein Verhalten gerade im Moment falsch ist machst du doch schon einen Schritt in die richtige Richtung .

Das wird besser werden je öfter du dir eventuelle Fehler vor Augen führst und diese dann versuchst zu ändern .

Learning by doing sozusagen .

Und wie du schon richtig erkannt hast beende Telefonate die dir nicht gut tun und dich zusätzlich stressen einfach so bald wie möglich .

Du musst nicht als Prellbock für deine Eltern fungieren das hast du nicht nötig .

Viel Glück beim lernen und deinen Prüfungen

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