» »

Gutes Verhältnis zum Expartner nach Trennung der Kinder wegen

Aornol.d6x7 hat die Diskussion gestartet


Hallo Forum,

ich möchte hier mit einem Anliegen um Rat fragen, das mir als Außenstehender und Freund eines getrennten Paares gewisse Verständnisprobleme bereitet.

Ein guter Freund von mir hat sich vor ca. 2 Jahren von seiner (Noch-)Ehefrau getrennt und ist ca. 30km weg zu einer neuen Frau gezogen, die sich ihrerseits von ihrem Mann zuvor getrennt hatte. Diese neue Partnerin ist inzwischen geschieden.

Was mich irritiert:

Der Mann hat regelmäßig Kontakt zu seiner Noch-Ehefrau. Sie bereden ständig alles, fahren gemeinsam(!) zu jedem Arztbesuch für die Kinder, Schulfest, Elternabend usw. D.h. sie sitzen auch zusammen bei Veranstaltungen. Die Partnerin ist dann ausgeschlossen.

Sie schickt ihm Bilder der Kinder direkt aus dem Urlaub, weil er über die Kinder informiert sein möchte.

Von der neuen Partnerin habe ich erfahren, dass ihr das schwer zu schaffen macht, weil sie nicht weiß, wie sie sich in dieser Beziehung einordnen soll. Akzeptiert aber seinen Wunsch nach Harmonie mit der Expartnerin.

Er hingegen sagt, er steht voll und ganz zu seiner neuen Partnerin, unternimmt die Gemeinsamkeiten mit der Nochehefrau nur wegen der Kinder. Er habe ein schlechtes Gewissen, weil er die Kinder verlassen hätte und er wolle keinen Streit, der möglicheweise dann vor Gericht landet. Auch seine eigenen Eltern hätten sich von ihm distanziert, weil er die Familie für eine andere verlassen hat.

Ferner regeln sie auch die Scheidungsdetails mit nur einem Anwalt und verfügen noch über eine gemeinsame email-Adresse (für z.B. Schulpost).

Nun meine Frage:

Ist diese "gespielte" Harmonie für die Kinder sinnvoll? Ist das wirklich positiv, wenn die Kinder denken, die Eltern wären noch zusammen, auch wenn sie nicht mehr zusammen wohnen?

Verstehen die Kinder überhaupt, warum es zur Trennung gekommen ist?

Oder anders gesagt, warum trennt man sich von seiner Frau, wenn man nicht wegkommt?

Mir tut die neue Partnerin Leid, wenn sie das Gefühl bekommt, die Exfrau steht einen Rang höher oder sehe ich alles einfach nur falsch? Bei der neuen Partnerin war die Scheidung eine Schlammschlacht. Details zum Umgang der Kinder bei ihr sind immer noch gerichtsanhängig.

Beide haben mit mir schon gesprochen. Ich tendiere zu der Ansicht der neuen Partnerin, er solle sich von seiner Ex mehr lösen. Man müsse nicht auf dem Elternabend gemeinsam wie ein Paar nebeneinander sitzen und sogar gemeinsam mit nur einem Auto dorthin fahren. Er kann auch die Bilder aus dem Urlaub später sich von den Kindern zeigen und muss diese nicht live von vor Ort erhalten und zwar von ihr!

Antworten
A^rn#olXd67


Ergänzend möchte ich noch anmerken:

Die Expartnerin ist die verlassene Ehefrau, er hatte sie ohne große Vorankündigung verlassen und ist dann sehr schnell zur neuen Partnerin gezogen.

Wie sie zu der ganzen Situation steht weiss ich nicht, ob sie ihn zurück haben möchte weiß ich auch nicht, aber sie kann natürlich leicht den moralischen Zeigefinger heben und auch bewusst oder unbewusst intrigieren.

Ich gehe davon aus, dass die neue Partnerin in ihren Augen eine billige Schlampe ist, die ihr den Ehemann geraubt hat.

IjnQdovixna


Also ich finde es vorbildlich, wenn sich auch geschiedene Eheleute noch gemeinsam als Eltern zeigen und Angelegenheiten, die die Kinder betreffen, zusammen regeln und es nicht dem einen Elternteil überlassen bleibt, bei dem die Kinder schlussendlich leben. Egal ob Elternabende, Arztbesuche oder auch nur wenn über auffälliges Verhalten gesprochen werden muss. Beide sind die Eltern!

Die neue Partnerin sollte eigentlich auch wissen, dass nicht alle Scheidungen in so einer Schlammschlacht enden, die noch dazu auf dem Rücken von Kindern ausgetragen werden. Neidet sie ihm denn die einige Trennung?

Und warum sollten sie denn nicht gemeinsam zu den Elternabenden fahren? Bestehen berechtigte Bedenken, dass da irgendetwas passiert, das nicht sein sollte? Ist es nicht so, dass es andere Mittel und Wege gäbe, wenn da noch etwas wäre zwischen den beiden? Immerhin gab es Gründe, warum sie sich scheiden lassen.

Wenn zwischen den beiden Ex-Eheleuten eine freundschaftliche Basis herrscht, warum sollte denn nicht auch die Mutter Fotos aus dem Urlaub schicken? Du hast selbst gesagt, es geht um die Kinder, oder schickt sie Bikinifotos von sich?

Wenn die neue Partnerin sich hinter der Ex-Frau zurückgesetzt fühlt, dann ist das (nach den bisherigen Angaben wenigstens) wohl eher eine gute Portion Eifersucht und Mißtrauen. Denn es klingt, als ob es sich wirklich nur um die Kids dreht bei diesen Kontakten, es geht nicht um die Ex.

Und ich persönlich finde, solange es sich in diesem Rahmen bewegt, sollte die Neue Partnerin dieses verantwortungsvolle Benehmen ihres Partners schätzen. Ich fände es traurig, wenn sie mit ihm anfängt darüber zu diskutieren, warum er denn unbedingt mit seiner baldigen Ex-Frau zusammen zum Elternabend fährt und nicht alleine, um sie dann dort zu treffen. Oder soll er sich auch woanders hinsetzen? (mal etwas provokant gefragt)

MZoKyi


Also ich sehe jetzt eigentlich nicht was ein gemeinsamer Elternabend mit noch ein Paar sein und sich nicht lösen können zu tun hat. Das ist ganz klar Elternebene!

Und das die neue Partnerin ausgeschlossen ist liegt vielleicht an der noch frischen Trennung und neuen Beziehung? Oder sind die Eheleute schon länger getrennt und die neue Beziehung ist bereits auch schon länger? Wenn nicht, also alles noch frisch, dann wird eine Beteiligung schon noch kommen, allerdings ist die Mutter dann trotzdem da, oder soll die dann zuhause bleiben, bei Schulfesten?

Wen die neue Partnerin ihre Schlammschlacht mit ihrem Ex echt besser findet, weil das besser in ein getrennt ist getrennt Bild passt , dann naja. Übrigens kapieren Kinder shcon auch ohne das sich die Eltern nur noch wie Fremde behandeln, das Mama und Papa getrennt sind. Kinder sind nicht so blöd und das ist siher weniger schädigend als vorgelebt zu bekommen, das Trennung das Ende von guter zwischenmenschlicher Beziehung ist und man zwischen zwei fremden und irgendwie verfeindeten Welten pendeln muss.

Für mich ist sogar das Optimum nach einer Trennung, das man freundschaftlich verbunden bleibt, gerade wenn man Kinder, gemeinsame Freunde und ähnliches hat.

Ein bisschen mehr Distanz kommt da in der Regel mit der Zeit von alleine rein, wenn mal alles entspannt läuft und die neuen Partner immer mehr auch Teil einer Familie werden.

IIndoUvinxa


Wie alt sind die Kinder denn? Also ab einem gewissen Alter merken sie sicherlich, dass Papa nicht mehr zuhause wohnt und nur noch zu Anlässen kommt, die mit ihnen zu tun haben.

Und warum die Eltern sich getrennt haben, könnte man ihnen (je nach Alter) erklären oder auch nicht. Das muss aber nicht die Sorge der neuen Partnerin sein, das ist Angelegenheit der Eltern.

Bei Schulveranstaltungen oder Elternabenden hat ein neuer Partner auch nichts verloren. Bei Festen oder ähnlichem kommt es natürlich auf das Verhältnis aller Parteien untereinander an. Wie versteht sich denn die neue Partnerin mit den Kindern oder deren Mutter?

AkufDelrArbxeit


Unglaublich.

Ein guter Freund von mir hat sich vor ca. 2 Jahren von seiner (Noch-)Ehefrau getrennt und ist ca. 30km weg zu einer neuen Frau gezogen

Die (Noch)Ehefrau kann einem echt Leid tun. Es ist sicherlich keine einfache Situation, wenn der Mann zur neuen Frau zieht.

Der Mann hat regelmäßig Kontakt zu seiner Noch-Ehefrau. Sie bereden ständig alles, fahren gemeinsam(!) zu jedem Arztbesuch für die Kinder, Schulfest, Elternabend usw. D.h. sie sitzen auch zusammen bei Veranstaltungen. Die Partnerin ist dann ausgeschlossen.

Für die Kinder absolut richtig. Bei Veranstaltungen, bei denen es um die Kinder geht, haben die Eltern der Kinder (und nicht fremde Partner der Eltern) dabei zu sein. Viele Veranstaltungen sind auch in der Personenzahl begrenzt.. und wenn nur zwei zu der Veranstaltungen hingehen können - dann bitte auch die Eltern und keine fremde Person (auf die Kinder bezogen).

Die Kinder führen keine Beziehung mit den neuen Partner ihrer Eltern. Das wird gerne mal vergessen. Sowas kann sich irgendwann entwickeln (freundschaftlich) aber auch dann werden es nie die Eltern.

Von der neuen Partnerin habe ich erfahren, dass ihr das schwer zu schaffen macht, weil sie nicht weiß, wie sie sich in dieser Beziehung einordnen soll. Akzeptiert aber seinen Wunsch nach Harmonie mit der Expartnerin.

Für die Kinder kann man sich nur wünschen das die Eltern harmonisch miteinander umgehen können. Aber nett das es "akzeptiert" wird. Da klingt wahnsinnig viel Egoismus der neuen Partnerin mit...

Die neue Partnerin sollte sich vor Augen fühlen, das ihr neue Mann schon eine Familie hatte und diese für die neue Partnerin verlassen hat. Was will sie noch mehr? Der Mann hat Kinder um die er sich kümmert! Wenn ihr das nicht passt, sollte sie einen kinderlosen Partner nehmen.

Ferner regeln sie auch die Scheidungsdetails mit nur einem Anwalt und verfügen noch über eine gemeinsame email-Adresse (für z.B. Schulpost).

Hervorragend. Sparrt viel Geld und Ärger.

Ist diese "gespielte" Harmonie für die Kinder sinnvoll? Ist das wirklich positiv, wenn die Kinder denken, die Eltern wären noch zusammen, auch wenn sie nicht mehr zusammen wohnen?

Die Kinder haben die Trennung der Eltern sicher erkannt. Erwachsene sollten sich zusammenreissen und durchaus harmonische Eltern sein können, auch wenn die Beziehung zwischen ihnen zuende ist. Man kann diese Eltern nur bewundern das sie es schaffen, das ist nämlich gar nicht so einfach.

Mir tut die neue Partnerin Leid, wenn sie das Gefühl bekommt, die Exfrau steht einen Rang höher oder sehe ich alles einfach nur falsch? Bei der neuen Partnerin war die Scheidung eine Schlammschlacht. Details zum Umgang der Kinder bei ihr sind immer noch gerichtsanhängig.

Die Kinder stehen im Rang über der neuen Partnerin und das ist richtig so. Die "harmonische" zur Noch-Ehefrau hilft der gemeinsamen Sorge für die Kinder.

Das die neue Partnerin eine Schlammschlacht aus ihrer Trennung gemacht hat, ist für die Kinder eine Katastrophe. See hat wohl alles falsch gemacht, im Gegensatz zu ihrem neuen Freund. Mir drängt sich gerade der Gedanke auf, das sie auf ihren Mann und seiner "harmonischen" Trennung eifersüchtig ist.

Man müsse nicht auf dem Elternabend gemeinsam wie ein Paar nebeneinander sitzen und sogar gemeinsam mit nur einem Auto dorthin fahren.

Die beiden Sitzen dort zusammen als ELTERN! Und das ist gut und richtig so. Sie werden immer die Eltern ihrer Kinder bleiben. Sie werden sich immer um ihre Kinder GEMEINSAM kümmern.

Ich frage mich gerade ernsthaft, wie man das in Frage stellen kann.

Er kann auch die Bilder aus dem Urlaub später sich von den Kindern zeigen und muss diese nicht live von vor Ort erhalten und zwar von ihr!

Ist die neue Partnerin eifersüchtig auf die Kinder ihres neuen Partners?

Mvoxyi


Die Expartnerin ist die verlassene Ehefrau, er hatte sie ohne große Vorankündigung verlassen und ist dann sehr schnell zur neuen Partnerin gezogen.

Die neue soll froh sein, das die verlassene Frau so vernünftig ist, nicht ihren Schmerz auf dem Rücken ihrer Kinder auszutragen. Vielleicht kann sie sich menschlich ja eine Scheibe von seiner Ex abschneiden :-X

Ehrlich jetzt, erst den Mann direkt übernehmen und dann noch jammern wenn der es wagt nicht auch noch die Ex zu meiden wie der Teufel das Weihwasser....

Ich habe da echt keinerlei Verständnis für. Ich bin als Ex gerade in einer ähnlichen Lage und auch mit einer Neuen konfroniert die alle Kontakte auf nötig oder unnötig prüft, sogar meine Nachrichten liest >:( ( wobei ich da echt schon überlegt habe, wirklich mal ein Nacktbild zu schicken) und bisher wohl zufrieden ist, wie nett von ihr ":/

Bei allem Verständnis für Unsicherheit am Beziehungsanfang, man muss auch mal vertrauen können. Oder aber ich eingestehen, das man zu einem Mann der leicht aus einer Beziehung zu lösen war, kein Vetrauen haben kann, us Angst das einem selbst dann auch so geht.

CVyxtex


Ich gehe davon aus, dass die neue Partnerin in ihren Augen eine billige Schlampe ist, die ihr den Ehemann geraubt hat.

Das ist eine unfaire Unterstellung!

Mir scheint es auf jeden Fall gut, wenn sie sich Mühe geben wegen der Kinder. Er hat sich ja von seiner Frau getrennt und sich offen zur neuen Beziehung bekannt. Die neue Partnerin braucht etwas Geduld und Vertrauen - ich denke, das ist hier gerechtfertigt. Der klassische Fall ist doch, ewig als Geliebete hingehalten zu werden.

T/hal inxa


Gespielte Harmonie? Sehe ich da eigentlich gar nicht. Beide Elternteile spielen ja nicht vor, noch ein Paar zu sein - sie bleiben aber ein Team als Eltern.

Und das ist für die Kinder keine Augenwischerei, es zeigt ihnen nur dass sie ihre Eltern nicht verloren haben nur weil diese kein Liebespaar mehr sind.

Genau das muss ein neuer Partner, eine neue Partnerin ertragen.

Die Familie ist noch da, auch wenn die Eltern getrennt sind und sich nicht mehr Lieben. Eine gemeinsame Familie hat er dennoch mit der Ex und er zieht offenbar mit dieser als Eltern an einem Strang.

Solche Eltern würden sich auch manche Kinder in vermeintlich "heilen" Elternhäusern wünschen.

Das muss sich jeder der eine Beziehung mit einem Vater oder einer Mutter eingeht bewusst machen. Sie bleiben Eltern und es ist völlig ok wenn beide zu Ärzten, Elternabenden usw gehen. Eifersucht ist da absolut daneben.

ASnd0rejk1a


Also ich finde es unmöglich, dass Du hier anprangerst, was selbstverständlich sein sollte. Nämlich, dass man sich sehr wohl von einem Partner scheiden lassen kann, aber nicht von den Kindern. Wenn man schon direkt von der Ehefrau zur neuen Geliebten zieht, sind die Kinder doch weiterhin Teil des Lebens und dazu gehören eben die entsprechenden Verpflichtungen wie Elternabend, Arzt etc. Ich bin selber so ein Scheidungskind und ohne das weiterhin bestehende "gute" Verhältnis meiner Eltern meinetwegen, wäre vieles in meinem Leben nicht so harmonisch verlaufen. Also unterstütze Deinen Freund im Umgang mit seiner Frau und mach es ihm nicht madig. Seine neue Partnerin muss das akzeptieren, sie hat ja gewusst worauf sie sich einlässt.

Aqrnyold6x7


Danke für die ersten Antworten.

Ich bin ja nicht 100% involviert, möchte aber noch etwas mehr input geben.

Die Kinder sind ca. 15 und 12.

Die Expartnerin will die Neue nicht sehen, sie darf nicht kommen. Sie bezeichnet die neue als Schlampe. Die Eltern wollen den Sohn nicht bei "ihr" besuchen kommen. In den Augen der Eltern hat sie die Beziehung ihres Sohnes kaputt gemacht.

Er fährt fast jedes WE zu seinen Kindern, weil die lieber zu Hause bleiben als zu ihm zu kommen. Er trifft auch unter der Woche regelmäßig seine Expartnerin. Sie fahren nicht nur gemeinsam zu "Schulfesten", es gibt da eben alle Punkte mit den Kindern gemeinsam, Sportturniere, Routinebesuch der Kinder beim Zahnarzt, usw.

Die neue Partnerin finde ich persönlich sehr verständnisvoll. Egoismus kann ich da nicht erkennen, evtl. ist das falsch rüber gekommen. Ich aber als Außenstehender und kann nur wiedergeben, was ich erzählt bekomme bzw. was ich mir denke. Ich habe mich aber schon mehrfach mit der neuen Partnerin lange unterhalten, weil ich mit dem Mann gut befreundet bin und sie hat mir teilweise berichtet, wie sie sich fühlt in der Beziehung.

Er sagt, fast alle Freunde haben sich von ihm abgewandt. Darunter leidet er.

Bei Familienfesten, sofern die neue Partnerin dabei ist, sitzt er bei seiner Ex und seinen Eltern. Die neue sitzt irgendwo am Rand, abseits.

Die neue Partnerin hat sich von ihrem Mann getrennt, vor oder während der neue Mann aufgetaucht ist. Das gab dann wohl eine Schlammschlacht, sie sagt, von ihm aus kam die Initiative, weil sie deren Ex ja auch verlassen hat. Die Scheidung ist durch, sie hat 3 Kinder, um das jüngste streiten sie sich, weil es bei ihr ist, der Ex das Kind aber auch haben will und vor Gericht zieht. Die Zeit ist für sie bestimmt nicht leicht. Sie ist auch Mutter!

TlhaJl&ina


Mein Ex hat seine neue Partnerin unangekündigt mit zur Taufe unseres Sohnes mitgebracht. Er fragte mich dann allerdings, während sie noch im Auto saß, ob es mich stören würde wenn sie mit in die Kirche und zur Feier kommt. War für mich kein Problem, für mich war er einfach der Vater und ich war nicht eifersüchtig.

Aber sie - sie weigerte mich, mit mir auch nur Smalltalk zu betreiben, sobald er mal einen Augenblick mal den Rücken zudrehte glühten ihre Augen förmlich vor Hass ... Und Eifersucht. War er dabei, riss sie sich zusammen.

Mein ganz starker Eindruck: Sie war eifersüchtig weil ganz klar Harmonie herrschte zwischen mir und meinem Ex. Sie konnte es kaum ertragen mich zu sehen, erst Recht weil wir uns eben nicht stritten. Im Nachhinein denke ich, sie konnte mit der ganzen Situation nicht umgehen und er hat das einfach nicht gesehen.

Mir geht das durch den Kopf wenn ich hier lese wie die neue Partnerin auf die Mutter der Kinder ihres Partners reagiert.... Ich glaube das eine andere Frau ein Kind mit dem geliebten Mann hat ist für manche Frauen kaum zu ertragen, vor allem wenn sie Harmonie erleben statt Streit und das selbst mit ihrem eigenen Ex nicht so harmonisch erleben...

A%ufDerAArbexit


Es tut mir ja leid für die neue Partnerin - aber sie hat sich das so ausgesucht. Das sind die Konsequenzen wenn man zwei Familien auseinander reist - und das haben sowohl sie als auch dein Freund getan.

Was hat sie denn geglaubt wie das läuft? Das die alte Familie aus dem Leben ihres Freunds verschwindet? Das sie den Platz der Mutter an seiner Seite einnimmt und die "alte" Mutter seiner Kinder verschwindet? Sie wird nie mehr die alte heile Familie haben. Die hatte sie, und die hat sie für das neue Glück aufgegeben. Er genauso. Und jetzt sind sie eine Patchwork Familie - mit allem drum und dran.

Die Wunden bei allen Beteiligten sind noch frisch... hier hilft nur Geduld. Ich denke in ein paar Jahren wird es besser werden.

T~halXina


Ich finde es persönlich sehr unglücklich eine neue Partnerin zu Familienfeiern mitzubringen wenn nicht das Verhältnis besonders gut ist. Es geht der Neuen garantiert nicht gut dabei, und ich sehe auch nicht warum das unbedingt sein muss. Dass züchtet Probleme und quält ja nur.

Das sie auch Mutter ist spielt hier irgendwie nur eine Rolle insofern das es für sie eventuell schwer ist auszuhalten das zwischen ihr und ihrem Ex eben so eine Distanz und irgendwie keine gemeinsam empfundene Elternschaft herrscht sondern eher Konflikte und sie nicht wirklich nachvollziehen kann wie es anders laufen kann....

Auf mich wirkt das leider wirklich eifersüchtig, nicht böse gemeint, ich verstehe sie sogar. Die Frage ist was sie sich konkret dann wünschen würde und ob sich das mit der Elternschaft ihres Partners verträgt.

I!ndovi3nxa


Er fährt fast jedes WE zu seinen Kindern, weil die lieber zu Hause bleiben als zu ihm zu kommen. Er trifft auch unter der Woche regelmäßig seine Expartnerin. Sie fahren nicht nur gemeinsam zu "Schulfesten", es gibt da eben alle Punkte mit den Kindern gemeinsam, Sportturniere, Routinebesuch der Kinder beim Zahnarzt, usw.

Wir sind immer noch bei Aktivitäten, die die Kinder betreffen, die eben nun mal auch seine sind. Warum sollte die Mutter da alleine auftreten?

Wenn sie so klar sieht, dass bei jeder dieser Aktionen die Kinder im Mittelpunkt stehen, dann sollte sie sich damit arrangieren. Wann die Kids bereit sind, die neue Partnerin des Vaters sehen zu wollen, werden sie in dem Alter wohl selbst entscheiden. Ist aber immer noch seine Angelegenheit, nicht die der neuen Partnerin. Man kann niemanden zwangsintegrieren in ein Familienkonstrukt, und in Bezug aufs Elternsein, besteht diese Familienbande weiterhin. Auch haben diese Vorgänge nichts damit zu tun, dass sein Eltern sie nicht sehen wollen. Kann sein, dass das alles einfach noch etwas Zeit braucht.

Gegen seine Kinder sollte/darf sie sich nicht zurückgesetzt fühlen. Wenn sie Zweifel an ihm hat, was sie als seine Partnerin betreffen, dann sollte sie das nicht in Zusammenhang mit diesen Angelegenheiten bringen, sondern mit ihm klären. Ob sie mehr Aufmerksamkeit braucht oder andere Zeichen seiner Zuwendung, was auch immer, ist eine Paarsache. Wie er das dann regelt, dem nachzukommen, muss er sich kümmern. Die Kinder würde ich bei einer solchen Unterhaltung aber tunlichst heraushalten, da gäbe es nichts zu "gewinnen".

Aber ich bin raus, ist müssig, wenn die Betroffene nicht selbst hier schreibt.

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Beziehungen oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

Psychologie · Erziehung · Sexualität · Homo, Hetero, Bi


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH