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Gutes Verhältnis zum Expartner nach Trennung der Kinder wegen

T%haldina


Da würde ich sehr schweren Herzens wohl vor allem auf Abstand zu den eigenen Eltern gehen. Nicht aber zu den eigenen Kindern.

Mir scheint, das ist auch weniger ein Problem mit der Ex sondern mit dem eigenen Verhältnis zu den Eltern.

Und ja, da würde ich mich dann abgrenzen.

KOulrt


Ich habe nicht alle Beiträge gelesen, halte es aber selber, wie die beschriebenen Eltern.

Ich bin seit 4 Jahren getrennt von meiner Frau, übernehme aber soviele Aufgaben/Termine mit den Kindern, wie geht und wenn es die Zeit zulässt (bzw. bei Terminen, die für die Kinder eine große Bedeutung haben, da nehme ich mir schlicht die Zeit) auch gemeinsam.

Aus finanziellen Gründen bleiben wir auch noch verheiratet, erst wenn sich Änderungen ergeben, z.B. meine Frau einen Job findet, mit dem sie wieder 100% auf eigenen Beinen steht, oder einer von uns beiden erneut heiraten will, dann werden wir uns scheiden lassen ... und ganz sicher aus Kostengründen nur einen Anwalt benötigen (wenn es nicht über eine mediatorische Trennung sogar ganz ohne geht)

Meine neue Partnerin ist selber alleinerziehend, nach der Scheidung hat sich allerdings der Vater nicht mehr um seine Tochter gekümmert und inzwischen ist er verstoben.

Insofern unterstützt sie mich sogar, wenn ich mich mehr als jedes 2. Wochende um meine Kinder kümmere.

Für uns beide war klar, dass die Kinder jeweils einen großen Teil unserer Leben einnehmen und deshalb der Partner dann evt. zurücksteckt ... so ist das nunmal, wenn man sich als Elter um seine Kinder kümmert.

IQn`dovi:na


Das stimme ich Thalina voll und ganz zu. Aber das ist ja ebenfalls das Problem des Mannes und nicht seiner neuen Freundin. Solange er jedoch da keinen Handlungsbedarf sieht, ist es eben so.

Er soll dann aber nicht bei seiner neuen Freundin jammern und im Gegenzug nichts tun. Seine Eltern könnten da schon mal eine Ansage vertragen. Zur Not wirklich abgrenzen in diese Richtung.

Woher kommt diese Ergänzung jetzt? Von seiner Seite oder von ihrer? Du bist ja mit beiden befreundet, wenn ich das richtig verstehe?

TXh(alinxa


@ Indovina

Da stimme ich Dir vollen Herzens zu. Er sollte seine neue Partnerin nicht noch runterziehen indem er ihr jeden Blödsinn weitergibt den seine Mutter usw von sich geben und notfalls auf Abstand gehen. Grenzen setzen ist nötig, ich denke hier würde ich als Frau wenn der Mann nix tut dann irgendwann sagen, dass er seine Eltern gerne alleine besuchen kann wenn er es nicht schafft da klar zu sagen "behandelt sie ordentlich!"

I?ndov>inxa


@ Thalina

Daher meine Nachfrage, von wem der TE diese Information denn hat. Er scheint ja mit beiden befreundet/bekannt zu sein, obwohl er eher für die "Nöte" der neuen Freundin Verständnis hat.

AArn:oldx67


@ Thalina

diese Ergänzung kommt vom Mann.

Er sagt, er habe fast alle Freunde verloren, er wird als eben als der betrachtet, der seine Familie verlassen hat (für eine andere, was möglicherweise auch stimmt, ich weiss aber auch, dass es in der alten Beziehung schon viele Jahre nicht mehr rund gelaufen ist).

Er leidet darunter, dass seine Ex quasi den ganzen Freundeskreis auf ihrer Seite hat, dass sich die Eltern von ihm abgewandt haben und er befürchtet, er könnte auch die Kinder verlieren.

Darum ist er so massiv auf Harmonie bedacht.

Die Ex hat keinen neuen Partner, ist die "Betrogene" und bezeichnet die neue Partnerin als "Schlampe".

Ich könnte mir durchaus vorstellen, dass sie ihn wieder zurücknehmen würde, wenn sich die Chance ergeben würde, wobei er sagt, es sei aus für immer.

Die Trennung dürfte jetzt 2 Jahre her sein. Ein Scheidungsantrag ist noch nicht eingereicht.

Ich weiss das deshalb, weil ich auch versucht habe (bzw. gebeten worden bin) zwischen beiden neuen zu vermitteln, zumal ich die alte Partnerschaft zumindest in den Grundzügen kenne.

Diese Beziehung wurde bereits in der Schulzeit gegründet und dürfte mindestens 30 Jahre bestehen.

TXha>lin,a


Hallo,

Mir scheint, Dein Bekannter möchte einerseits das Neue haben, aber gleichzeitig nicht damit leben dass das nicht jeder toll finden wird.

So hart es ist, es reicht nicht wenn er jetzt braver Familienvater bleibt. Er ist Vater, wie wichtig und richtig ich es finde das er sich weiter so kümmert, habe ich schon betont.

Fakt ist aber - und damit muss er leben, es war seine Entscheidung - das er jetzt nicht erwarten kann das er alles so laufen lassen kann und sich ständig und nur um die Befindlichkeiten seiner Ex, Seiner Eltern oder seines Freundeskreises drehen kann.

Jetzt einen "auf Harmonie zu machen" aus einer Art schlechtem Gewissen heraus kann gar nicht klappen. Hat eine Entscheidung gefällt, zu der sollte er stehen.

Erwarten würde ich:

1. von ihm: das seine Kinder weiterhin so gut umsorgt und das er zugleich klare Ansagen macht wenn irgendjemand seine neue Partnerin mies behandelt. Gerade gegenüber den eigenen Eltern würde ich sehr deutliche Worte verlangen. Was die Kindsmutter von der Neuen hält ist nicht relevant.

2. von ihr: das sie ihren Frust nicht auf die Kinder verlagert

Und: Ich würde tatsächlich als Neue in dieser Konstellation nicht zu Familie feiern mitgehen *wollen* Als Neue möchte ich meinen Partner, nicht unbedingt seine Familie. Dann ist es vielleicht au h leichter zu ertragen wenn er sich so intensiv um die Kinder kümmert.

C&ytexx


Das ist hart. Aber Harmonie bringt es hier nicht. So machen sie ihn fertig und kochen ihn weich. Ich würde ein wenig härter auftreten, jedenfalls voll zur neuen Partnerin stehen.

Auf solche Freunde könnte ich gerne verzichten. Was waren das für Freunde, die seine Gründe nicht nachvollziehen können?

Wie stehst Du denn dazu? Was hat zum Bruch geführt?

A?rnolxd67


@ Cytex

Sie kennen sich schon aus der Schulzeit, für beide die erste Beziehung + Ehe + Kinder. Sie ist ein Kluckentyp. Ihre Kinder sind die besten, sie muss alles wissen.

Küngelt mit Freundinnen, sie hat tendenziell den Tagesablauf bestimmt, er dürfte sich gefügt haben.

Wenn er beim Sport war (Mannschaftssport) ist sie anfangs mitgegangen und hat beim Training zugeschaut, wollte ihn nicht alleine lassen.

Eifersüchtig ist sie auch gewesen, dabei war er viel zu "naiv" um irgendwelche fremden Begehrungen, sofern sie denn stattgefunden hatten, zu registrieren.

Nachdem die Kinder da waren hat sie abends immer auf ihn gewartet, bis er vom Sport zurück kam. Sie konnte nicht alleine schlafen.

Sexuell dürfte fast nichts gelaufen sein, hier hat er sich nie explizit geäußert, aber es kam so rüber, am Geburtstag und an Weihnachten dürfte er mal. Sie war generell sehr prüde. Hat sich nie vorteilhaft gekleidet sondern sich eher in Schlabberpullis und dicken Schals versteckt. Profil habe ich nie gesehen.

Sie hat es geliebt, mit anderen Frauen zu tratschen und über andere, die alle schlechter sind, herzuziehen.

Die neue Partnerin hat er dann irgendwann kennen gelernt, sie wäre bereits von ihrem Mann getrennt gewesen (nicht geschieden) und er muss sich dann binnen 1-2 Monaten für die neue Partnerin entschieden und zu ihr hingezogen sein. Mit seiner Frau hätte er klar Tisch gemacht, angeblich wäre es vorher keine Affäre gewesen, was die Ex anders sieht.

In meinen Augen kann ich den Schritt des Mannes nur nachvollziehen. Er war total eingeengt, wobei gleichzeitig Sie immer entscheiden wollte bzw. entschieden hat.

Die neue Partnerin ist sehr extrovertiert, das absolute Gegenteil seiner bisherigen Beziehung!

Sie sitzen zusammen und sie streichelt dabei seinen Arm, usw. Das habe ich in der alten Beziehung, auch in guten Zeiten, nie gesehen.

CFytexx


@ Arnold67

Na dann scheint er ja das Richtige gemacht zu haben. Es tut ihm doch sogar gut, wenn er sich ein neues Umfeld aufbaut, sich neue Freunde sucht etc. Das könnte er doch als Herausforderung ansehen, als Abenteuer, erneuernd.

Den Kontakt mit der Ex und den Kindern würde ich regulierter gestalten. Klarer abmachen wann wo und wie. Wichtig scheint mir, dass er den Kindern so viel wie möglich von seiner neuen, lebensfroheren Welt mitgeben kann, also die Kinder bei sich hat, und sie auch zwanglos an die Neue heranführen. Davon haben sie viel mehr als von verkrampfter heile Welt mit der Ex. Das ist der Vorteil von Patchworkfamilien, finde ich: Kinder lernen verschiedene Welten kennen.

Ich als sein Freund würde ihn jedenfalls darin bestärken.

Und seine Ex, besteht Hoffnung, dass sie sich aus der Verbitterung löst?

Kourt


@ Thalina

Was die Kindsmutter von der Neuen hält ist nicht relevant.

Hier möchte ich widersprechen.

In meinem Fall war meine Frau es, die einen Neuen hatte, die Beziehung zerbrach allerdings recht schnell wieder und meine Frau war schon ein wenig sauer, dass ich mich mit einer anderen getröstet hab (es war tatsächlich erst Freundschaft+ wo Gefühle dann langsam dazu gekommen sind) und nun glücklich mit der Trennung war ... sie aber unglücklich Single.

Wie auch immer, ich habe da auch sehr deutlich gesagt, dass sie zwar von meiner jetzigen Partnerin nicht begeistert sein muss, aber schlecht über sie reden verbitte ich mir ... erst recht vor den Kindern.

Ich denke es ist wichtig den Kindern nicht nur zu sagen, sondern es auch zu leben, dass die Liebe zwischen den Eltern zwar nicht mehr so ist, wie sie mal war, dass aber die Liebe zu den Kindern immer da sein wird und die Eltern auch noch als Eltern zusammenarbeiten und dass auch neue Partner daran nichts ändern.

Dazu gehört aber ein gewisser Respekt (in Worten und auch gelebt) gegenüber der Neuen Partner seitens des anderen Elternteils.

Zurück zur ursprünglichen Geschichte ... was den Mann und sein Verhältnis zu den eigenen Eltern angeht, da kann ich Anderen nur zustimmen, da sollte er auch ein klares Zeichen setzen.

Egal wieviel Einblickt die Eltern in die tatsächliche Situation haben, es steht ihnen nicht zu darüber zu urteilen, wer nun mehr oder weniger falsch gemacht hat.

Wenn sie sich an die Ex halten, um einen guten Kontakt zu den Enkeln zu behalten, das kann ich noch nachvollziehen ... aber trotzdem würde ich da der Trennung gegenüber eine Neutralität erwarten und das auch entsprechend kommunizieren.

Ibnd_ovi,na


Wie auch immer, ich habe da auch sehr deutlich gesagt, dass sie zwar von meiner jetzigen Partnerin nicht begeistert sein muss, aber schlecht über sie reden verbitte ich mir ... erst recht vor den Kindern

Grundsätzlich ist das natürlich richtig, fraglich ist nur, wie man das durchsetzen will, wenn sich der Expartner schlicht nicht daran hält?

Natürlich könnte er aufstehen und gehen, wenn sie seine Forderung nicht respektiert, und dann? Damit bricht er ja auch den Besuch bei den Kindern ab. Das könnte im schlimmsten Fall dann zu sehr kurzen Zusammenkünften führen.

Stell ich mir wirklich schwierig vor. Da scheint mir dann Thalias Gedanke (irrelevant, was sie denkt) als durchaus geeignet, damit umzugehen. Die Kinder sind mit 15 und 12 jetzt nicht zu klein, um nicht mit ihnen darüber reden zu können, wenn es zu bunt wird.

Tehal]ina


Ich glaube, das kam jetzt auch etwas falsch rüber.

Natürlich würde auch ich sehr deutlich machen, dass ich nicht möchte das vor den Kindern schlecht über meinen neuen Partner gesprochen wird!

Nur, wie ich glaube einfach das ältere Kinder nicht mehr ganz so klein sind und sich gerade wenn derartig enger Kontakt zu Vater und neuer Partnerin besteht, nicht mehr so manipulieren lassen wie Kindergartenkinder oder GSK.

Ich glaube genau wie Indovina, dass Kinder mit 12 und 15 sehr gut verstehen können, das Mama nicht gerade gut auf die neue Frau an der Seite des Vaters zu sprechen ist und lernen können einzuschätzen wie das Einzuordnen ist.

Zumal, wenn sie ja wahrscheinlich auch die Neue öfter mal selbst erleben und kennen lernen.

Ich hatte in der fünften Klasse eine Freundin deren Eltern sich gerade sehr schmutzig getrennt hatten. Der Vater hatte eine neue Freundin, die Mutter hat pausenlos über sie geschimpft aus. Und meine Freundin und ihre achtjährige Schwester liebten diese Freundin. Sie wussten einfach: Mama ist sauer weil Papa nicht mehr bei ihr ist.

Kinder sind nicht zu unterschätzen.

KDurxt


fraglich ist nur, wie man das durchsetzen wil

Es hat bei mir schon funktioniert, weil meine Kinder mögen meine neue Partnerin und sagen das zuhause auch ;-D

Man muss eben einen weg finden trotz Harmoniebedürfnis nicht zu "unterwürfig" zu sein und trotzdem seine Meinung zu sagen.

Es muss ja nicht immer gleich in einen Rosenkrieg umschlagen.

Aber in der Tat lassen sich Kinder ab einem bestimmten Alter auch nicht mehr so leicht manipulieren und wenn die Mutter da auf Gegenwind stößt, dann wird sie auch irgendwann aufhören es zu versuchen.

g]raxum


Der Mann muss seine Ehe klären.

Kinder hin oder her, neue Beziehung hin oder her. Er muss sich mit seiner Frau zusammensetzen und mit ihr bereden weshalb die Ehe gescheitert ist. Und beide sollten im günstigsten Fall zu den Schluss kommen, dass eine Trennung das beste war. Solange die Frau noch meint er kommt vielleicht zu ihr zurück , oder sie kann seine neue Partnerin mit Missachtung strafen , solange wird das keine wirkliche Harmonie geben. Das ist doch alles völlig verkrampft. Sie hat alle Freunde und seine Familie auf ihrer Seite, und scheint das auch nicht ändern zu wollen. Sie könnte doch auch zu seinen Eltern sagen : Trennung war ok. wendet euch nicht von euren Sohn ab.

Aber was soll man von Eltern erwarten, die einen Fortbestand der (kaputten) Ehe über das Wohlergehen ihres Sohnes stellen.

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