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Als Paar länger getrennt - Fremdgehen vorprogrammiert?

NRajo|na_2x1 hat die Diskussion gestartet


Hallo ihr Lieben,

ich frage mich, ob es vorprogrammiert ist, dass einer von beiden irgendwann fremdgeht, wenn ein Paar mehrere Wochen/ Monate getrennt ist? Ich habe schon viel über Frauen/ Männer gelesen (auch seltener mal im persönlichen Umfeld mitbekomme), die auf Geschäftsreise, im Urlaub, aufgrund einer Fernbeziehung oder aus anderen Gründen fremdgegangen sind.

Mir ist schon klar, dass es dafür keine längere Trennungsphase braucht, aber die Wahrscheinlichkeit, dass einer der beiden währenddessen fremdgeht, ist dann doch anscheinend höher. Ich möchte jetzt auch nicht pauschalisieren; klar trifft das auf viele, aber längst nicht alle Paare zu.

Ich habe jetzt immer ''einer von beiden'' geschrieben, kann natürlich auch bei beiden der Fall sein.

Gründe, weshalb das wohl immer wieder passiert:

- die Menschen sind generell Fremdgeher

- die Menschen möchten keine Sexpause und befriedigen ihren Trieb mit anderen Sexpartnern

- die Menschen denken sich ''Was dort passiert, wird auch dort bleiben'' und empfinden solche Aktionen als Nervenkitzel, sehen sie als Abenteuer an und sind sich sicher, dass sowieso nichts rauskommt

- der Partner wird vermisst, und die fehlende Nähe wird durch andere kompensiert

- man verliebt sich in Abwesenheit des Partners in jemand anderen

Ich habe bestimmt noch mögliche Gründe vergessen... können natürlich auch mehrere gleichzeitig auftreten...

Mich würde interessieren, ob ihr bei einer längeren Abwesenheit eures Partners/ euer Partnerin fremdgehen würdet oder ob ihr Angst hättest und euch große Sorgen machen würdet, dass er/ sie es tun wird? Was habt ihr in solchen getrennten Phasen für Erfahrungen gemacht bisher?

Das würde mich jetzt mal einfach so aus Neugierde interessieren.

Ich habe mal für mich überlegt, und ich würde vermutlich die ganze Zeit mein Kopfkino nicht abschalten können. Fremdgehen würde ich nie im Leben, bin da absolut nicht der Typ für.

Danke für eure Antworten, ich bin gespannt. :-)

Antworten
kglei%ner_drarchens#terxn


Ich hatte in meinem Leben schon mehrere Beziehungen, in denen man für längere Zeit getrennt war.

Interessanterweise hatte keiner von uns in diesen Beziehungen jemals Sex mit anderen Menschen, obwohl es offene Beziehungen waren, es also kein Problem dargestellt hätte.

Wahrscheinlich, weil deswegen der Reiz des Verbotenen weggefallen ist ;-D und weil man nach 16 Stunden Arbeit auch andere Probleme hat als Sex.

Suunf/lo\werx_73


Mich würde interessieren, ob ihr bei einer längeren Abwesenheit eures Partners/ euer Partnerin fremdgehen würdet oder ob ihr Angst hättest und euch große Sorgen machen würdet, dass er/ sie es tun wird? Was habt ihr in solchen getrennten Phasen für Erfahrungen gemacht bisher?

Nein, ich würde nicht fremdgehen. Warum auch? Ich liebe meinen Partner und werde die Beziehung garantiert nicht wg. beliebigem Sex riskieren. Gleiches gilt für meinen Partner. aber ich war vor der Beziehung (gut 2 Jahre) mehr als 5 Jahre Single und komme auch gut allein zurecht.

Erfahrungen (mein Freund ist seit 9 Monaten auf einer Weiterbildung und wir sehen uns nur 1-2x im Monat für 1-2 Tage): Viel Sehnsucht. Viele WhatsApp und nach Möglichkeit Telefonate.

L?or7d Hoxng


Ich habe in meiner letzten Beziehung meine Ex 13 Monate nicht gesehen, also auch kein Skype. Telefonieren ging so alle 2 Wochen mal.

Fremd gegangen bin ich nicht, obwohl es dazu einige Gelegenheiten gegeben hätte.

M:ann0x42


Ähmmm ja, Lord Hong,

da sie jetzt trotzdem deine Ex ist, war deine Abstinenz scheinbar doch umsonst. Sorry, Lord Hong, konnte ich mir jetzt einfach nicht verkneifen.

Je nach Dauer des Getrenntseins und Gelegenheit würde ich schwach werden. Definitiv. Und, wenn's lang wäre, dann würde ich die Gelegenheit sogar suchen. Bei meiner Beziehung ist das rein hypothetisch, aber ich habe das meiner Freundin auch so schon so gesagt. Bei uns bin ich der mit dem Trieb.

C,leo ERdwardds v. *Davonnpoxort


Wer ein Jahr abzwitschert, kann auch gerne den Rest seines Lebens abzwitschern. Ab einer gewissen Dauer der Trennung stellt sich nicht die Frage nach dem Fremdgehen, da ist die Beziehung beendet.

Um Sex alleine geht es nicht, also Fremdgehen wäre dann die Folge des Ausbleibens an allgemeinen "Paardingen", die ich brauche, gerne hätte. Ein Monat in etwa wäre die Grenze, kommt aber drauf an was der Grund des Wegbleibens wäre. Berufliches und Vergnügen sind für mich keine Gründe das hinzunehmen.

Syun&fl$owerj_73


Berufliches und Vergnügen sind für mich keine Gründe das hinzunehmen.

Hängt für mich - aus beiden Perspektiven - sehr mit der Relevanz zusammen. Ich meine mich zu entsinnen, dass Lord Hong sich an einem sehr außergewöhnlichen Ort befand. Wenn ich richtig liege, kann ich nur sagen: Sowohl als derjenige, der dort hingeht als auch derjenige, der den Partner gehen lassen muss, wäre es für mich kein Problem.

Bei mir kann es auch sein, dass ich die Chance auf einige Monate Auslandsaufenthalt bei einem Kooperationspartner unseres Projektes habe. Das wäre genial - und ich würde es machen. Und mein Freund wüsste, wie genial es ist - und würde es akeptieren.

Eine Freundin von mir hat über ein Jahr eine Fernbeziehung Deutschland - Australien geführt. Nachdem sie ein Jahr dort und der Partner ein Jahr hier war und man erkannte, dass er hier keine Chancen hat. Mittlerweile ist sie ausgewandert, Haus gebaut - und nächsten Monat kommt Baby.

Wenn die Chancen für jemanden genial sind und der Partner für etwas brennt, dann ist meine Haltung, dass der Partner sich dann mitzufreuen hat. Also meiner täte es ganz unegoistisch, trotz Trennungsschmerz. Ich ebenfalls.

srchnecKk:e1S985


Wenn die Chancen für jemanden genial sind und der Partner für etwas brennt, dann ist meine Haltung, dass der Partner sich dann mitzufreuen hat. Also meiner täte es ganz unegoistisch, trotz Trennungsschmerz. Ich ebenfalls.

Ich sehe das auch so.

Ich bin auch schon mit einer Freundin weggefahren, als er gerade mit Chemo im Krankenhaus lag. Er hat sich für mich gefreut und ich konnte wieder Luft holen.

Letztes Jahr war er knapp einen Monat im Dschungel. Da habe ich ihn schon vermisst und mir auch bisschen Sorgen gemacht, einfach wegen der Distanz. Aber mich mega-mitgefreut, dass er Nasenbären, Affen und tausende von Blumen gesehen hat :-D x:)

Und übers Fremdgehen nachzudenken kommt mir nicht in den Sinn. Wir sind immer mal wieder getrennt (und genießen das auch), aber über Fremdgehen habe ich mir dabei noch nie Gedanken gemacht.

KMuTrt


Ich habe mal für mich überlegt, und ich würde vermutlich die ganze Zeit mein Kopfkino nicht abschalten können. Fremdgehen würde ich nie im Leben, bin da absolut nicht der Typ für.

Ich habe auch immer gedacht, es gibt Menschen, die sind treu und es gibt solche, die können oder wollen nicht treu sein.

Und ich dachte auch, dass ich zu den Treuen gehöre und ich hätte meine Hand dafür ins Feuer gelegt.

Heute weiß ich, ich hätte sie mir gehörig verbrannt.

Für mich ist die Frage einfach zu beantworten, da ich keine monoamore/monogame Beziehung habe und mit Sicherheit auch keine mehr eingehe.

Aber damit wäre es dann ja auch kein Fremdgehen oder Betrug mehr, sondern meine Partnerin(nen) wüßten ja davon.

Ctleo CEdwardos v. Davxonpoort


Getrennter Urlaub ist für mich okay, aber eine Weltreise nicht. Eine Fernbeziehung von Anfang ist auch okay, aber wenn er beruflich ins Ausland möchte auf Monate, kann ich auf ihn dauerhaft verzichten. Das Australienpaar war ja dort und hier und wieder dort... aber gemeinsam?!

Beruflich bedingt ist mein Partner seit ein paar Wochen unter der Woche weg, schöne Sache mal ein paar Tage Ruhe zu haben, Monate hingegen... Nein.

C7leo Ed*wardsQ v. DavLonpooxrt


Galt Sunflower und dem Zitat

wrave_?sev)en


Ich bin auch schon mit einer Freundin weggefahren, als er gerade mit Chemo im Krankenhaus lag.

:-o

Das wiederum wäre für mich ein absolutes No Go. Sowohl in der Rolle als Patient, als auch als Angehöriger. Mein Partner hatte auch Chemo (und Bestrahlung). Es war mir wichtig, ihn in dieser Zeit zu unterstützen (was bedingt, dass man auch sehr sehr schwierige Momente durchsteht) - auch er sagt, dass er es ohne mich nicht geschafft hätte (hätte er sicher, aber es ist für mich eine Bestätigung, wie wertvoll eine Unterstützung in dieser Zeit ist).

m#el^inka


Nein, ich würde in einer als monogam festgelegten Beziehung nicht fremdgehen, auch nicht bei längerer Abwesenheit meines Partners. Offenbar finde ich ja diesen einen Menschen so toll, dass ich mit ihm all diese Exklusivitäten teilen möchte - und obwohl das nicht heißt, dass ich plötzlich blind und taub gegenüber meiner Umwelt bin, hebt sich das doch nicht auf, nur weil eine größere Distanz zwischen uns liegt. Entsprechend hätte ich andersherum auch wenig Sorge, weil ich vermutlich jemanden zum Partner habe, der das ähnlich empfindet. Und Vertrauen etwas ausgesprochen Feines in einer Partnerschaft ist.

wave_seven

Ich finde den Smiley von dir unangebracht. Jeder geht mit so einer Belastungssituation anders um und es ist keinesfalls verwerflich, sich in Absprache mit dem Betroffenen ein paar Tage Auszeit zum Luft holen und Energie tanken zu nehmen.

Mann042

Bei uns bin ich der mit dem Trieb.

Und ich dachte immer, Trieb wäre das, was wir Menschen so gut kontrollieren können, weil wir doch so viel weiter entwickelt sind als alle anderen Lebewesen auf dieser Erde. Ernsthaft: das ist die Begründung?

CZomrxan


Ich sehe vor allem die Gefahr des "Entliebens" bei einer langen Trennung. Die Gegenwart des Partners schwindet schleichend, paar Monate sind sicher problemlos möglich, aber ein Jahr sehe ich schon kritisch und als starke Probe für eine Beziehung.

Die Folge, dass man aus emotional zunehmender Distanz dann mit jemand anderem was hat, ist daher nicht das eigentliche Problem. Nur eine mögliche Konsequenz. Es wird ja nicht toller, wenn der Partner wiederkommt und sagt: "Hey, ich war dir treu! Aber meine Gefühle für dich sind eingeschlafen.". Kein Grund zum Jubeln.

Ich glaube auch, dass die Dunkelziffer bei langen Trennungen extrem hoch ist. Allein wegen der geringen Gefahr, aufzufliegen. Auch wenn viele ihre Gefühle nach Rückkehr wiederfinden und reaktivieren ist das keine Garantie, dass dies über die ganze Zeit so war. Man lebte an einem anderen Ort mit anderen Menschen und sozialen Bindungen und das über sehr lange Zeit, in der ja auch Bedürfnisse wachsen. Eigentlich ist das ja bei ausreichender Dauer so eine Art Zwischenleben. Ich glaube, wenn man knallharte Ehrlichkeit erzwingen würde, wäre man überrascht, nach wievielen Wochen schon die ersten "Ausfallerscheinungen" auftreten.

In einem solchen Fall müsste man die Möglichkeiten und den Umgang damit mit dem Partner erst diskutieren. Für mich wäre wichtig, knallharte Ehrlichkeit zu vereinbaren. Und zwar vornehmlich über die Gefühle, sollten sich diese ändern. Irgendwie hält man heutzutage ja immer Kontakt. Was das Körperliche betrifft könnte man die Beziehung für diese Zeit mit verantwortungsvollen Regeln öffnen (was viele gar nicht oder nur schweren Herzens schaffen) oder eben auch hier die Kraft und das Vertrauen aussprechen, dass man die Zeit auch mit seinen geschickten Fingern übersteht.

Najona, warum stellst du die Frage? Steht bei euch eine längere Trennung an?

Noaj3onay_21


Interessante Antworten bisher...

Da ich schon so viele untreue Menschen kennengelernt und von welchen im Internet gelesen habe, habe ich mittlerweile wirklich Angst davor, selber betrogen zu werden. Viele Betrogene denken sich ja auch, dass ihr Partner sowas ja nicht machen würde, weil man sich ja liebt etc. Aber bei vielen kommt es dann doch anders; das macht mich wirklich traurig, und würde mir das passieren, würde meine Welt zusammenbrechen.

Es ist immer wieder schön zu lesen, dass Treue bei vielen groß geschrieben wird und als selbstverständlich gilt.

@ Kurt

Für mich ist die Frage einfach zu beantworten, da ich keine monoamore/monogame Beziehung habe und mit Sicherheit auch keine mehr eingehe.

@ Mann 042

Tut es nicht weh, wenn die eigene Freundin auch etwas mit anderen Männern am laufen hat?

Bei meiner Beziehung ist das rein hypothetisch, aber ich habe das meiner Freundin auch so schon so gesagt. Bei uns bin ich der mit dem Trieb.

Würdest du dasselbe auch deiner Freundin zugestehen? Aber so wie ich das verstehe, hat deine Freundin keinen so ausgeprägten Sexualtrieb wie du. Was hat sie denn dazu gesagt, wenn ich fragen darf?

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