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Depressiv trotz oder wegen Beziehung?

M(elp$omexne


Zuviel Nähe ??? Die beiden führen eine Wochenendbeziehung.

Auch das kann zuviel Nähe sein, wenn man von der Woche total geschafft ist und am liebsten zwei Tage mal nur herumgammeln und gar nichts machen möchte, aber man dann das Gefühl hat, dem Partner etwas "bieten" zu müssen, eben weil man sich ja nur am Wochenende sieht. Damit meine ich jetzt nicht nur etwas bieten in sexueller Hinsicht, sondern generell, was Unternehmungen, kochen, früh(er) aufstehen usw. angeht. Manchmal will man halt niemanden bespaßen, sondern nur bis 16 Uhr im Bett liegen oder im Schlafanzug vorm Fernseher hocken. Oder das Gegenteil: Endlich mal den Frühjahrsputz machen. Aber wenn sich dann der Partner ankündigt und das jedes Wochenende, dann kann man sich selbst (nichtmal von Partner-Seite) schonmal den Druck machen, dann jetzt gefälligst die wenigen Tage auch "Paarzeit" machen zu müssen, auch wenn man eigentlich so gar keinen Bock drauf hat.

Und ja, ich habe lange in einer Fernbeziehung gelebt und kenne das. Mein Mann und ich haben das dann so gelöst, dass wir uns gesagt haben, dass wir uns so grob mindestens jedes zweite Wochenende sehen wollen, aber das immer ganz spontan entscheiden. So kam es, dass wir uns in der Uni-Prüfungsphase von mir auch mal einen Monat nicht gesehen haben und in anderen Monaten jede Woche. Manchmal wirklich nur jede zweite Woche, manchmal zwei Wochen hintereinander und dann zwei Wochen nicht... immer, wie es uns gerade ging. Dabei muss man aber auch sagen, dass wir beide keine "Klammeraffen" sind und beide kein sehr großes Nähebedürfnis haben.

DNadeSwaxrn


Auf dem Weg nach Hause habe ich eine super lange Antwort geschrieben und jetzt ist sie weg :(. Ich hätte fast aufgegeben, aber das Thema ist verdammt nochmal wichtig. Also nochmal. Soo viele Fragen und Vorschläge.. (Danke für alle Meinungen).

[...] es ist wohl an der Zeit zu neuen Ufern aufzubrechen, ihr werdet in dieser Beziehung wohl beide nicht mehr glücklich, wenn diese "schlechte Phase" schon 2 Jahre anhält ist es eben nicht nur eine Phase, [...]

Dieser Gedanke ist bei mir natürlich in letzter Zeit extrem dominierend. Ich frage mich aber schon, ob es nicht in echt die "bequeme" Lösung ist. Die, bei der man nicht arbeiten und seine Probleme eingestehen und bekämpfen muss. Und dann ein paar Jahre später (weil man sich vor der Lektion gedrückt hat) wieder an der selben Stelle befindet. Was unsere Sicht auf die Welt, unser Distanzbedürfnis im Allgemeinen und viele andere Dinge angeht, passen wir so gut zusammen. Ich kann mit niemandem so offen reden wie mir ihr. Andererseits habe ich schon weitgehend die Schnauze voll. Ich bin genau auf der Grenze.

ich habe auch den Eindruck, Du nimmst Dich total zurück (dass z.B. nur einer von zweien die Initiative ergreifen "darf", finde ich irgendwie... unfair) und bist unglücklich dabei.

Zu dieser Regelung muss ich wohl etwas erläutern. Wir haben natürlich besonders um alle Probleme herum viele, viele Gespräche geführt. Wir sind sehr lange zusammen, ich bin ihr erster Freund. Am Anfang unserer Beziehung hat sie, weil sie so unerfahren und ängstlich war, keine Rücksicht auf sich genommen. Vor circa einem Jahr hat sie mir erzählt, dass sie am Anfang unserer Beziehung viel vorgespielt hat. Sowohl was ihre eigene Lust angeht, als auch was ihr gefallen hat und natürlich unzählige Orgasmen. Vor allen Dingen hat sie sich aber auch gezwungen, meinen Avancen nachzugeben, auch wenn sie absolut nicht wollte. Sie hat mitgespielt und so getan, als wäre es total gut, obwohl es ihr nachher dreckig ging. Ich war natürlich total schockiert, dass zu hören.

Mit mehr Erfahrung und Selbstbewusstsein hat sie irgendwann angefangen, da mehr auf zu ihre Bedürfnisse zu achten. Was ich natürlich unterstütze und gut finde, sie soll sich ja nicht von mir "benutzen" lassen. Auf meine Fragen, warum sie denn nichts gesagt habe, kam zurück dass es ein zu komplexer Mischmasch war. Scham über das Vortäuschen usw. Aber ich wusste davon nichts. Aus meiner Perspektive verlor sie einfach mehr oder weniger schlagartig das Interesse an mir und es fiel von 3 - 4 Mal die Woche (mein perfektes Wohlfühlniveau) auf weniger als ein Mal die Woche. Während sie behauptet, es wäre alles in Ordnung und es hätte sich doch gar nix geändert.

Long story short: Weil sie weiß, wie wichtig mir das Thema ist und sie schon geahnt hat, dass es Probleme gibt, und weil einfach die klassische Spirale (Sie hat keine Lust -> Er ist frustriert, kann Nähe und Zärtlichkeit nicht aushalten -> Sie spürt seine Anspannung und hat noch weniger Lust) war auf beiden Seiten das Thema extrem negativ belegt. Die Abmachung war dazu gedacht, sie ihre Lust wieder entdecken zu lassen und Druck von ihr zu nehmen. Laut ihrer Aussage hat es auch funktioniert, sie kann schon deutlich positiver daran denken und ich spüre auch, dass sie wirklich scharf ist, falls sie denn mal scharf ist.

Das ändert aber alles nichts daran, dass ihr normaler Pegel mit durchschnittlicher Alltagsbelastung bei ~3 Mal in zwei Wochen liegt (sobald mal 'ne Hausarbeit ansteht, fällt es dann auf die Hälfte) und meiner eher bei ~3 Mal die Woche.

Hör doch mal auf so unterwürfig zu sein und denk an Deine eigenen Bedürfnisse, grenze ab und lass Dir das nicht mehr gefallen. Dauernd gehts nur um sie. Sie gibt die Nörgelprinzessin und Du bemühst Dich, ihre Bedürfnisse zu erfüllen, und verhungerst dabei auf allen Ebenen (emotional, sexuell). Aus welchem Grund haben ihre Bedürfnisse mehr Recht und Gewicht als Deine!?

Es kann auch gut sein, dass die Beziehung deutlich besser wird, wenn Du mal mehr abgrenzt. Quasi endlich mal ein echter Kerl bist, der sich nicht alles gefallen lässt. Möglicherweise fehlt ihr genau das, und sie ist sich dessen nicht so bewusst (und nörgelt deswegen rum, weil sie allgemein unzufrieden ist). Verschaffe Dir Respekt.

Im Prinzip ein gute Idee. In der Praxis irgendwie schwierig anzupacken. Wenn mir eine Sache wichtig ist, dann bestehe ich eigentlich schon auf meinem Standpunkt und setze mich durch. Beim Sex ist das wirklich eine Ausnahme, Lust auf Sex kann man ja nicht herbei diskutieren - das wirkt eher gegenteilig meiner Erfahrung nach. Ansonsten, so auf emotionaler Ebene habe ich eigentlich nicht das Gefühl ständig nachzugeben. Und einfach irgendeine Diskussion vom Zaun brechen, des Prinzips wegen, passt so gar nicht zu meiner Natur.

Was das sexuelle angeht, sitzt derjenige mit dem niedrigeren Drive ja faktisch am längeren Hebel. Wenn sie nicht von außen erinnert wird, können je nach den Umständen mehrere Wochen vergehen, bis sich bei ihr was regt. Das Spiel kann ich ja nur verlieren.

Ich breche mal ab, mir schwirrt der Kopf und es ist spät.

I*ndo_vixna


Ich finde hier schon ein paar gute Ansätze. Grundsätzlich stimme ich L.vanPelt in vielen Punkten zu. Am besten gefiel mir "mach Dich gerade!"

Und da geht es natürlich nicht um den Sex (da gibt's echt keinen Diskussionsspielraum), sondern eher um das Drumherum. Sie nörgelt, setz Dich auf den Balkon. Sie mosert, geh ne Runde um den Block. Am allerbesten fände ich natürlich ein offenes Gespräch.

Allerdings weiß ich nie so recht, was ich mit sowas

(L.vanPelt) Vielleicht wünscht sie sich sehnlichst, dass Du in diesem "Machtkampf" mal gewinnst und nicht ihre schlechte Laune oder Nörgeligkeit das ganze Zusammensein bestimmt.

anfangen soll. Vielleicht fehlt mir da das notwendige Einfühlungsvermögen, aber, herrje, soll sie halt aufhören, zu nörgeln, dann leidet keiner der beiden darunter. Aber etwas selbst in Gang zu setzen und sich dann zu wünschen, dass ER das abstellt, findet irgendwie keinen Platz in meiner Logik?

Ist doch nicht so, dass ihr das von außen "passiert", nein, sie selbst macht.

Und wie sollte das praktisch denn aussehen? Um bei einem Beispiel zu bleiben, sie initiiert Sex, direkt danach mosert sie über die verlorene Zeit. Wie sollte man da denn (praktikabel) einen "Machtkampf" gewinnen?

Das hier wäre meiner Meinung nach der allererste Schritt, Ursachenforschung und Lösungsansätze:

(Ralph_HH) Irgendwas muss sie da auch gewaltig stören und es spricht nicht sehr für Euch, dass ihr nicht in der Lage seid, so offen darüber zu sprechen, dass ihr die Ursache findet

Hier sehe ich den besten Ansatz. Ein offenes, klares Gespräch, in ruhiger Atmosphäre, was warum passiert und wie man es gemeinsam in den Griff bekommen könnte. Und es sollte Euch beiden dabei klar sein, dass ein Wendepunkt bevorstehen könnte, wenn Ihr das nicht auf den Tisch bringt.

LeaRcucoxla


anfangen soll. Vielleicht fehlt mir da das notwendige Einfühlungsvermögen, aber, herrje, soll sie halt aufhören, zu nörgeln, dann leidet keiner der beiden darunter. Aber etwas selbst in Gang zu setzen und sich dann zu wünschen, dass ER das abstellt, findet irgendwie keinen Platz in meiner Logik?

Ich find das gar nicht so unlogisch. Vorsätzliches aus-der-Reserve-locken durch ständiges Genörgel, um ihn eeeendlich mal dazu zu bringen, ein echter Kerl zu werden und mit der Faust auf den Tisch zu hauen. Damit er endlich mal wieder jemand wird, vor dem sie Respekt empfinden kann, und der sich nicht alles gefallen lässt.

b;daxk


Och Mensch, habe ich dich wieder solange vergessen? Schon wieder so weit?

Na gut, komm ich helf' dir eben mal ein bisschen

Als würde sie versuchen, mich auf allen möglichen emotionalen Ebenen klein zu stutzen, damit ich nicht auf die Idee komme, wegzulaufen.

Und ich glaube, es ist an der Zeit, mit einer anderen zu probieren. Die Frau tut dir nicht gut, das ist schon mal klar. Anscheinend spielt sie mit der Sexualität, um dich damit zu kontrollieren. Es ist die Frage, ob du dich dabei "umformen" lässt – oder so bleibst, wie du bist. Dich entwickelst, so wie du willst und wonach dir ist – oder nach ihrem vorgegebenen Muster.

Für die Freundin hat Sex ganz offensichtlich eine extrem untergeordnete Priorität.

Oder sie macht das, unbewusst absichtlich.

InndSovinxa


Das empfinde ich persönlich als total unlogisch und mächtig überflüssige Spielchen. Kann ich nicht mal im Ansatz nachvollziehen. Kann man durch Genörgel jemanden zu einem echten Kerl machen ??? Und das kann auch sowas von in die Hose gehen, dann ist sie ihn vielleicht ganz los. Denn wer sagt denn, dass der echte Kerl in ihm auch genau so reagiert, wie sie sich das wünscht?

Sie hatten ja früher ein etwas anderes Verhältnis zueinander. Dann erzählt sie ihm, wie sie für ihn Dinge getan hat, die sie eigentlich nicht wollte, kastriert ihn damit (sehr überspitzt formuliert !! aber eine andere Wahl hatte er nicht, um nicht ein egoistisches Arsxxx zu sein), und ewige Zeiten danach dann will sie ihn dazu provozieren, wieder "ein echter Kerl" zu werden ??

@ Dadeswarn

Wir scheinen uns jedoch alle mehr oder minder einig zu sein, dass Du dem Gemöpper mal etwas entgegensetzen solltest. Und falls Du das tust, wird sich ja herausstellen, ob sie sich seufzend an Dich lehnt, oder ob Du was auf die Ohren bekommst.

R#axlph_VHH


Ihr beide habt ein Problem und ihr wisst nicht, was es ist. Du scheinst das rein am Thema Sex festzumachen. WAs ist denn ihr Problem? Warum nörgelt sie ständig an Dir herum? Warum ist sie unzufrieden?

Das Problem an Fernbeziehungen ist, dass man nur dieses kurze kostbare Wochenende hat. Das muss dann alles aushalten: Zeit zum kuscheln, Zeit für Untenehmungen, Sex, Zeit zum Probleme lösen. Das ist schlicht unmöglich. Ich habe keine Ahnung, wie man in Fernbeziehungen zeitlich mit Krisen umgeht, aber ihr werdet Euch die Zeit nehmen müssen, zu klären, woran das bei Euch liegt.

R:a/lphx_HH


Was das sexuelle angeht, sitzt derjenige mit dem niedrigeren Drive ja faktisch am längeren Hebel. Wenn sie nicht von außen erinnert wird, können je nach den Umständen mehrere Wochen vergehen, bis sich bei ihr was regt. Das Spiel kann ich ja nur verlieren.

Sie sitzt nicht an einem Hebel, mit dem sie ein Spiel gewinnt. Das ist weder ein Spiel, noch geht es da um gewinnen oder verlieren. Sie ist mit der Situation, weniger Sex zu wollen aber einen Partner zu haben, der unzufrieden ist mit Sicherheit ebenso unzufrieden. Entweder sie mag Sex ganz und gar nicht, dann musst Du überlegen, was Du damit machst. Oder aber sie mag Sex aber ist wegen irgendwas lustlos und gehemmt. Dann gilt es, das anzugehen. Ob des gemeinsamen schönen Erlebnisses wegen, um Eurer Beziehung wegen nicht weil Du dann "gewinnst". Hat sie traumatische Erlebnisse? Hat sie eine Erziehung genossen in der ihr vermittelt wurde, dass Sex etwas schlechtes ist? Ist der Hormonspiegel in Ordnung?

Aber wie gesagt, das mit dem Sex ist eine Frage von vielen. Bei Stress und Ärger sinkt die Lust, da braucht man das nicht als erstes klären. Das Gesamtpaket ist wichtig.

b3dak


Es kann gut sein, dass (1) sie in dieser ganzen Zeit ein Liebhaber hatte – und bei dir das nur so vorgespielt hat. Oder (2), sie hat überhaupt keine sexuellen Bedürfnisse. Null. Von daher, musst dich damit "arrangieren". Entweder mit ihr so leben, wie sie ist – in der Hoffnung, dass (2a) wenn man zusammen lebt, dann wird sich das alles ändern. Oder (2b) es wird sich gar nichts ändern, und sie wird auch weiterhin keine Lust haben. Es gibt auch solche Frauen – und wahrscheinlich, gar nicht so wenig.

BzlaueeRosxe12


@ TE,

ich denke die Sache kann man zu einem Satz zusammenfassen: sexuell passt ihr nicht zusammen.

Und da sie dir schon von Anfang an was vorgespielt hat beweist diese Tatsache.

Wenn ihr zusammenbleibt, wird sie dir entweder immer mal wieder was vorspielen müssen oder du wirst austrocknen. Du merkst selber, dass das ganze Reden und Diskutieren eigentlich nichts bringt, es kommt immer auf den "alten" Zustand zurück.

Die Frage ist, ob man das so will.

DradelSwa:rxn


Ich antworte mal nicht mehr Zitat basiert, das wird irgendwie echt anstrengend :-| .

Stattdessen versuche ich mal die einzelnen Ansätze und Gedanken aufzufassen.

Zu dem Thema Fernbeziehung und schon mal zusammen gewohnt/wieder auseinander

Der deutlich überwiegende Teil der 10 Jahre war eine Fernbeziehung. Gerade was Thema angeht, haben wir beide ziemlich große Opfer gebracht. Sie wahrscheinlich das größere. Sie hatte eine extrem behütete Kindheit und wollte nach der Schule raus in die Welt, ein paar Jahre im Ausland verbringen. Meine Kindheit und Jugend waren .. schwierig. Entsprechend waren meine Bedürfnisse sehr gegensätzlich. Ich wollte anfangen, mir ein stabiles Leben aufzubauen. Wir haben versucht, das Beste daraus zu machen: Sie hat Erasmus gemacht, ist mit der Wahl der Unis, die sie besucht hat, in pendelbarer Entfernung zur "Homebase" geblieben. Insbesondere was das Pendeln angeht, hat sie viel von der Belastung geleistet. Vor ein paar Jahren hat sie es dann in der Stadt, in der ich wohne, probiert. Wir sind zusammen gezogen. In der Zeit habe ich extrem viel gearbeitet. Leider hat die Uni sie nach mehreren Bewerbungen nicht genommen. Mit der Stadt kam sie auch nicht zurecht. Zu groß für ihren Geschmack, das Temperament der Leute gefällt ihr nicht so, sie war hier extrem unglücklich. Sie hat eine Weile in eine andere große Stadt zur Uni gependelt, aber was das Freunde finden angeht war dieses Leben auch nicht sehr hilfreich. Also ist sie irgendwann in diese Stadt gezogen. Wir haben sehr, sehr viel miteinander geredet und sie hat mir immer wieder versichert, dass es nichts mit mir zu tun hat, sondern mit den Umständen drumherum. Ich glaube ihr das auch.

Zu der "Sie hat einen anderen"-Theorie

Es gab Zeiten, wo ich davon beinahe überzeugt war. Aber es stimmt glaube ich nicht. Selbst wenn, fände ich es nicht so schlimm, denn sie versucht schon, mir zu zeigen, dass sie mich liebt. Unsere Treue war schon immer mehr auf emotionaler Ebene definiert und nicht so sehr körperlich. Solange nicht jemand "meinen" Sex vollständig bekommt.. Sie tut wirklich extrem viel dafür, Zeit mit mir zu verbringen. Sie ist extrem aufmerksam, versucht mir Freuden zu machen (einen schönen Tee zubereiten oder sowas), versucht meinen Kritikpunkten entgegen zu kommen, soweit es aus ihrer Sicht irgendwie möglich scheint. Sie investiert schon sehr viel.

Zu den Sex-Drives

Ich würde sagen ihr Bedürfnis (3 Mal in zwei Wochen +/-) ist jetzt nicht krankhaft wenig. Ich würde sagen, sie liegt einfach in Richtung der unteren und ich nahe der oberen Grenze des "normalen" Spektrums. In meiner Erfahrung ist es auch relativ normal, dass Männer Sex tendenziell eher als Kraftquelle empfinden können und Frauen eher Bock auf Sex haben, wenn sie sich kraftvoll und ausgeruht fühlen.

Unsere Bedürfnisse liegen einfach nur himmelsfern auseinander und daraus entstehen die ganzen Probleme, die hier schon recht ausführlich ausgebreitet wurden.

Zu dem "gerade machen"

Da ist in der einen oder anderen Form sicher etwas dran.

So einleuchtend diese Theorie für mich klingt, so diffus ist es für mich auch, da irgendetwas ändern zu wollen. Ich habe, abgesehen vom Thema Sex, eigentlich nicht das Gefühl, mich groß zu verbiegen. Hm, ich könnte mal wieder ab und zu verweigern, zu ihren Eltern fahren ]:D . Im Ernst jetzt, ich weiß nicht, wo ich das anders anpacken sollte. Aus Prinzip irgendwas anders durchzusetzen als sie es will, auch wenn mir die Sache eigentlich schnurz ist, fühlt sich für mich überhaupt nicht authentisch an. Die Nörgelei lasse ich mir eigentlich nicht mehr gefallen, ich spreche sie häufig darauf an und dann rudert sie auch zurück. Aber ob sie nun still und leise vor sich hin blubbert oder wir uns gegenseitig anmotzen: eine schöne Stimmung kommt so nicht auf. Ich will einfach nur mal wieder unbeschwert und gut gelaunt mit ihr reden können. Inzwischen habe ich eigentlich gar keinen Bock mehr mit ihr zu reden (gleichzeitig sehne ich mich aber danach).

Auf abstrakter Ebene fühle mich in letzter Zeit extrem ausgelaugt und neurotisch. Wie eingangs erwähnt bin ich ziemlich sicher am Beginn einer depressiven Episode. Sowieso habe ich ziemlich viel "Gepäck" aus meiner Kindheit und Jugend. Ich habe vor einigen Jahren die Chance bekommen, mich wirtschaftlich und sozial aus dem Milieu zu entfernen und versuche diese so gut ich kann zu nutzen. Wenn ich noch ungefähr 18 Monate durchhalte, bin ich mit dem Master fertig. Vielleicht wäre es gut gewesen, das früher anzugehen. Ich habe es gelassen weil die Chance zur Hochschulbildung nur einmal kommt (finanzielle und familiäre Umstände). Ich bin ziemlich sicher, dass wenn ich das Fass anbohre, ich erst mal richtig platze, bevor es dann vielleicht mit viel Arbeit besser wird.

Es gibt noch viel zu diesem Themenkomplex zu sagen, aber ich muss gleich mal wieder arbeiten.

Gründe fürs Nörgeln

Wir haben darüber schon tausend Mal geredet. Es gibt natürlich so kleine Sachen, mit denen sie tatsächlich unzufrieden ist. Sie würde immer gern ein bisschen mehr investieren (von mir investiert sehen) in Sachen Hausarbeit. Extrem häufig sagt sie aber, zur Rede gestellt, dass es mit mir gar nichts zu tun hat und sie einfach mit sich selbst unzufrieden ist. Sie ist in ihrer Uni nicht so weit, wie sie gerne wäre, sie weiß immer noch nicht, was jobmässig aus ihr werden soll. Sie bekommt viel weniger gebacken, als sie gerne würde. Trödelt (ihrer Ansicht nach) durch ihr Studium. Von den Eltern kommt Druck, langsam mal finanziell auf eigenen Beinen zu stehen. Sie schämt sich extrem, noch nicht mit dem Studium durch zu sein. Will aber eigentlich auch nicht fertig werden, weil sie schon ahnt/weiß, wie kacke arbeiten ist.

ich denke die Sache kann man zu einem Satz zusammenfassen: sexuell passt ihr nicht zusammen.

Ausnahmsweise doch ein direktes Zitat. Beim Schreiben dieses Beitrags ist es mir (mal wieder) schmerzlich bewusst geworden: Wir passen bei extrem viel Themen eigentlich nicht zusammen. Wir haben viele Jahre versucht, uns entgegen zu kommen und dabei riesige Kompromisse gemacht. Das hat auch erstaunlich gut funktioniert, weil wir eigentlich aus meiner Sicht eine sehr offene und gute Kommunikation haben. Ich würde auch sagen, dass wir beide sehr selbstlose und empathische Menschen sind, irgendwo her muss die Basis ja kommen, warum wir 10 Jahre mit häufiger räumlicher Trennung noch zusammen sind.

D>ad[eSwaxrn


Die Frage ist, ob man das so will.

Das ist die Frage, die ich mich in häufiger werdenden Abständen stelle. Sie weiß das auch und ist darüber todunglücklich. Sie sagt, (auch wenn natürlich nie irgendwas perfekt passt), dass sie sich nicht vorstellen kann, jemanden zu finden, bei dem es so gut passt. Sie gibt sich wirklich so viel Mühe, versucht mir in meinen Hobbies entgegen zu kommen.

Ich bin völlig unentschlossen. Ich weiß nicht, wonach ich das entscheiden soll. Meine Gefühle sagen mir, dass ich sie noch liebe und eigentlich nur will, dass wir wieder unbeschwert zusammen sein können. Wie vor 2, 3 Jahren. Ich will sie nicht noch unglücklicher machen. Ich will wieder mit ihr glücklich sein können. Manchmal glaube ich zu wissen, dass der Kampf aber sinnlos ist. Dass unsere Bedürfnisse einfach zu weit auseinander liegen. Manchmal glaube ich, dass sie sich selbst belügt und eigentlich wegen mir und der liegen gelassenen Chancen zum Weltenbummeln unglücklich ist. Dass ich uns beiden einen Gefallen tun würde, wenn ich Schluss machen würde. Eine Minute später ist alles wieder anders herum. Besonders wenn ich sehe, wie sie sich eigentlich bemüht.

Vielleicht ist es wirklich nur der Sex? Was mir halt auffällt ist, dass ich leide, wenn ich sie sich so bemühen sehe. Auf rationaler Ebene sehe ich es durchaus und es ruft auch ein bisschen Gefühle hervor. Aber das ist ihre Love-Language. Meine sind Zärtlichkeit, Sex, versaute Gedanken austauschen.

Und weil ich gerade so scheiße drauf bin, misstraue ich sowieso allen meinen Urteilen. Laufe ich vor meinen Problemen weg? Müsste ich mich mehr mit meinen psychischen Problem auseinander setzen, als mit der Beziehung? Sie vielleicht auch mit ihren? Würde dann auch zwischen uns alles besser werden? Oder ist es doch eher so, dass ich aufhören muss, meine Bedürfnisse zu leugnen und die Beziehung keine Zukunft hat in der wir beide glücklich sind? Wäre Schluss zu machen der erste Schritt, um für mich gerade zu stehen und den Kopf frei für eine Heilung zu machen? Oder bedeutet es doch was, dass wir 7 Jahre ziemlich glücklich waren? Ich mein, sie hat schon Recht, in keiner Beziehung passt alles zu 100%. In diesen Fragen wühle ich mich seit Monaten herum.

Ich kann nicht mal sagen, wie rum die Kausalität läuft. Ich grübele seit Monaten über diese Fragen. Bin ich deswegen schlecht drauf? Oder habe ich mich im restlichen Leben übernommen und projiziere meine allgemeine Unglücklichkeit auf sie/die Beziehung?

Z!abrixski1e Poixnt


ist ja sowieso immer schwierig in Beziehungsfragen eine schwarz-weiss Antwort zufinden. Sein Gefühlschaos im Leben allgemein zu entwirren.. Die ultimative Lösung zu finden.

Aber Thema Sexualität könnte man schon etwas schwarz-weiss betrachten.

Mein.. in schon fast 10 -Jahren alten Fäden von dir, kommt ein gewisse "Zu wenig-Unzufriedenheit" zum Vorschein. Und jetzt ist es noch weniger. Da muss du dich schon mal allein zu diesem Punkt fragen: Hebt die Beziehung im gesamten diesen Verzicht auf?

Dann lass es los.. oder lass sie los.

DWadeS{warn


Witzig, ich habe nach dem Faden gesucht! Hast du den Link nochmal?

Z@abVrgisNkie Po!int


Uff.. weis ich nicht mehr. (Gestern gelesen).

Beim einten gings um: "Wie lange könnt ihr" aus 2007. Du: "soundsolange.. nacher länger, aber dann will sie nicht mehr."

Den zweiten Faden bring ich nicht mehr zusammen.. hast ja auch einige. :)z

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