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Beste Freundin wohl größte Feindin

Alias 724814 hat die Diskussion gestartet


Hallo Foris :-)

Ich weiß eigentlich gar nicht, warum ich das hier schreibe. Irgendwie begleitet mich die Story schon mein Leben lang und ich konnte nie wirklich mit jemandem darüber reden und dadurch auch keine Außenperspektiven gewinnen.

Ich fürchte, der Beitrag könnte was länger werden, weil ich quasi bei Adam und Eva anfangen muss, in meiner Kindheit. Es geht um eine wohl destruktive Freundschaft, die das Leben lang besteht, von der ich einfach nicht recht freikomme.

Zu mir, ich bin schon 40, die Freundin 41.

Wo gehts los?

Nun ja, kennen gelernt habe ich sie in der Klasse 5. Wir kommen aus relativ schwierigen Verhältnissen (Eltern arbeitslos, Alkoholismus) und haben unterschiedlich auf diese Erfahrungen reagiert. Ich war ein Typ, der den Frust nach innen gefressen hat, im wahrsten Sinne. Ich war sehr dick und ohne Selbstbewusstsein, wurde in der Schule viel gemobbt. Jahrelang ging ich nur mit großer Angst in die Schule.

In dieser Zeit lernte ich sie kennen. Sie war ganz anders, ein sehr temperamentvoller und eher extrovertierter Typ. Zwar lachte sie mit den Mobbern über mich ":/ aber NACH der Schule war sie eine Freundin, quasi wenn es keiner sah ;-) Ihre Familienverhältnisse waren noch schlimmer, sie kümmerte sich um ihre jüngeren Geschwister, was mich faszinierte.

Auf der einen Seite war sie eine Freundin, auf der anderen machte sie sich lustig über mich, erzählte Gerüchte usw. Ich denke, ein selbstbewusster Mensch hätte die Freundschaft sicher beendet, aber sie war damals die einzige Person, von der ich halbwegs Zuwendung bekam, das gefiel mir und dadurch verzieh ich ihr.

Diese Ambivalenz (auf der einen Seite eine gute Freundin sein, auf der anderen total gegen mich arbeiten) blieb bis heute bestehen. In der Oberstufe wurde ich von einer Schlägerin bedroht, nach der Schule abgefangen und auch verprügelt (von ihr und ihren Typen), regelmäßig. Meine Freundin tröstete mich auf der einen Seite, auf der anderen Seite freundete sie sich ausgerechnet von allen Menschen mit dieser Schlägerin an, die ihre zweitbeste Freundin wurde, sozusagen. Irgendwann wurde die Schlägerin abgemahnt und sie musste sich von mir fern halten. Damit ließ meine Freundin sie auch fallen, sie hatte ja keine Bedeutung mehr für sie bzw. mich.

Konftontiert habe ich sie nie. Ich hatte Angst, dass sie mich fallen lässt, wo sie doch meine einzige Freundin war.

Meine Freundin und ich hatten auch immer mal phasenweise angenehme Hochs in unserer Freundschaft. Beispielsweise die Zeit nach der Schule, als wir unterschiedliche Ausbildungen machten und uns seltener sahen. Der Kontakt riss nie ab. Es war aber auch so, dass sie in ihrer Ausbildung ERfolg hatte und ich die Auswirkungen meines nicht vorhandenen Selbstbewusstseins noch lange spürte. Darum gelang mir gar nichts! Ich fing verschiedene Ausbildungen an, brach sie wieder ab. Zeitarbeit, schlecht bezahlte Minijobs. Überall wurde ich wegen meiner Opferhaltung erneut gemobbt und kündigte schnell wieder. Es war hart. Zwischen 20 und 30 war ich quasi beruflich überhaupt nicht erfolgreich. Mit 31 Jahren stand ich ohne jegliche Ausbildung und nur mit Hauptschulabschluss da.

Sie war aber stets da, um mich zu beraten und aufzubauen.

In der Zeit habe ich geheiratet, sie war meine Trauzeugin. Ich auch ihre.

Ich bekam meine Söhne, sie war Taufpatin.

Sie bekam ihre Töchter, ich war Taufpatin.

Die Ambivalenz war aber trotzdem immer da. Ich war WENIGER erfolgreich als sie (ihr ist btw der Erfolg sehr wichtig), trotzdem habe ich den Eindruck, sie fühlte sich nicht komplett im Leben. Denn sie wollte sie alles, was ich auch habe. Sie ahmt mich nach. Ich heiratete, sie heiratete. Ich wurde schwanger, drei Monate später sie auch. Ich kaufe ein neues Auto, bald drauf sie hat dasselbe. Ich schaffte mir als Haustier einen Hund an, zwei Monate später hat sie auch einen.

Mit 31 kam bei mir die Wende.

Ich machte insgesamt 3 Therapien, 12 Entschleunigungsveranstaltungen, VHS Kurse in punkte: "Sich wehren", "Rhetorik", "Selbstbewusstsein aufbauen", eine Kunsttherapie, fing neue Dinge an (Sprachen, Kurse, Freundschaften) und machte Abitur nach. Während ich gleichzeitig an einer Schule im Sekretariat auf 400€ arbeitete, studierte ich Realschullehramt, ein alter Traum von mir.

Meine Freundin fing sofort auch an, Abi nachzuholen, um Gymnasiumlehramt zu studieren, was angeblich ihr Lebenstraum sei (ich fand das anfangs sehr toll und hätte mich ehrlich gefreut, wenn wir beide es geschafft hätten und quasi denselben Beruf haben). Doch es klappte nicht, sie fiel durch. Seitdem meldet sie sich seltener bei mir.

Ich habe seit einiger Zeit auch andere Freunde und fühle mich endlich mal wohl im Leben. Seitdem versucht sie, mir psychische Krankheiten zu unterstellen, wo keine sind. Z.B.

- ich lade ein FAcebookphoto hoch: Angeblich suche ich Aufmerksamkeit

- ich habe als Hobby Sandmalerei: Angeblich um meine Einsamkeit zu kompensieren

- ich spiele 1x die Woche Fußball: Um mich bei meinem Sohn beliebter zu machen

- ich habe viele Bekannte und einen größeren Freundeskreis: Um angeblich von mir selbst abzulenken (als ich GAR KEINE anderen Freunde als sie hatte, meinte sie immer: Such dir mehr Freunde!)

- Ich lache auf meinem WhatsApp Foto: Angeblich würde ich so fertig und niedergeschlagen aussehen?

Wenn wir uns treffen, wartet sie immer darauf, dass mir kleine Missgeschicke passieren und lässt es so aussehen, als sei ich nervös wegen ihr.

Sie wendet dieses Schema auch bei anderen an:

- Ihre Mutter wurde von ihrem Opa körperlich schwer misshandelt -> sie sucht speziell Kontakt zu Opa, lässt die Mutter fallen

- Ihr Mann wurde von seinen Eltern geschlagen und hat eine Boarderlinestörung. -> sie geht ganz besonders auf seine Eltern zu, bezeichnet diese als ihre "Ersatzeltern".

Lange Rede, kurzer Sinn. Ich habe das Gefühl, so lange ich für sie der Pechvogel bin, ist alles ok und eigentlich müsste ich mich aus dieser Freundschaft lösen. Mein Mann und andere Freunde sind der Meinung, sie nutzt mich zudem aus. Aber irgendwie komme ich nicht umhin, sie gern zu haben, schwesterlich natürlich. Wir kennen uns so lange, haben so schwere Biographien.

Und denkt ihr nicht auch, dass sie mich auch mag, sonst hätte sie den Kontakt ja eigentlich schmeißen können? Unsere Verbindung besteht ein Leben lang.

Stimmt ihr mir zu, dass sie eher eine Feindin ist?

Wie würdet ihr generell ihr Verhalten einschätzen? Es ist ja nicht nur auf mich beschränkt.

Ich würde mich über Stimmen freuen :-)

Danke fürs Lesen,

sagen wir mal Freya

Antworten
D'ieKIruemxi


mhhh..... ihr hattet beide eine schwere Kindheit und habt euch aufgrund dieser Erfahrungen unterschiedlich (fehl-) entwickelt. Dennoch gab es schon früh ein Band zwischen euch.

Ihr Überlebensinstinkt ist stark ausgeprägt, instinktiv schlägt sie sich auf die Seite der Stärkeren / der Agressoren, um nicht selbst in die Schußlinie zu kommen--das hat sie von Kindesbeinen an so gelernt. Das waren keine gezielte Aktionen gegen dich, sondern instinktiver Selbstschutz. Jeder von euch hatte unterschiedliche Überlebensstrategien.

Vergiß nicht, du bist ihr einen Schritt voraus, indem du dir mit 31 Hilfe gesucht hast und dein Leben in die Hand genommen hast. Die Therapie auslassend will sie dir nun nacheifern--und scheitert. d.h. du bist nun die stärkere von euch, hast die Monster der Vergangenheit überwunden. Damit kommt sie nicht klar. Ggf erreicht ihr irgendwann eine andere Ebene der Freundschaft, auf der du ihr helfen kannst.

Ganz loslassen würde ich diese Freundschaft nicht--wenn du es erträgst.

kQeinsitePin


Ich sehe es ähnlich!

Ihr feindliches Verhalten würde ich mir zum Teil auch mit Selbstschutz erklären. Damit versucht man in erster Linie, Verletzungen zu umgehen. So problematisch werden mögliche Verletzungen gesehen. Das Schema wird mitgenommen ins Erwachsenenalter.

Dass sie zu jedem, nicht nur dir, so ist, spricht dafür!

Das Problem ist ihrerseits die nicht vorhandene Einsicht in die Bedürftigkeit einer Therapie, um das Geschehene zu verarbeiten, um Verletzungen anders zu begegnen als damals. Therapie bedeutet eben auch, Schmerz zu begegnen und das kann sie noch nicht zulassen.

Ihr Motto ist wohl: Niemals der Unterlegene sein! Denn das ist ihr Überlebensinstinkt.

Das ist menschlich und nachvollziehbar.

Für dich ist es natürlich scheiße!

Eure Freundschaft hat euer Leben lang nur Potential, kann sich aber nicht entwickeln und du steckst zurück, weil du darin die Rolle des Dummen hast.

Manchmal ist das aber leider so, und man kann nichts tun, außer sich zu entziehen. Und zu hoffen, dass sie irgendwann reift. Dann kann die Freundschaft eine neue Qualität bekommen.

s$eventFhree


Glückwunsch das du mit 31 Jahren geschafft hast das Ruder rumzureißen, das schaffen nicht viele

Du warst ihr Kompass, solange sie besser war als du hatte sie Bestätigung und mit den Kontakt zu den Personen die über dir standen gehörte sie eindeutig zur Gruppe der Starken/ Erfolgreichen. Daraus holte sie ein Stück weit ihr Selbstwertgefühl. Das gleiche bei Mann und Mutter. Was bei Dir jahrelang super funktionierte, wendet sich nun gegen sie weil du erfolgreicher und stärker bist als sie. Damit gehört sie nicht mehr zu den Starken/ Erfolgreichen und mit Krankheitsunterstellungen versucht sie deinen Erfolg zu mindern um irgendwie mit dir mithalten zu können.

Sie war beides, Freundin und Feindin, ich denke es besteht oder bestand ein gegenseitiges Abhängigkeitsverhältnis. Ob sie dich tatsächlig mag ist deshalb als Außenstehender kaum zu beurteilen. Und ob sie aus ihrer Rolle zwischen Euch ausbrechen kann und will ist ungewiss.

Du musst selbst wissen ob du an der Freundschaft festhalten willst, aber ehrliche Freundschaft und Zuneigung kannst du wahrscheinlich auch weiterhin nicht von ihr erwarten. Aber Menschen können sich andererseits auch ändern, du bist der beste Beweis.

Cwara1ma&lax 2


Ich kann mich meinen Vorrednern nur anschließen.

Sie selbst hat im Gegensatz zu dir anstelle der Angst, eine bestimmte Form der Macht gewählt, um ihre eigenen Defizite auszugleichen. Das funktioniert bei ihr gut und sie bewundert Menschen, die über andere Macht ausüben, weil sie sich selbst darin wiedererkennt. Solche Menschen wie deine Freundin, benutzen auch ein Stück weit die Gewalt, vor allem sich selbst gegenüber, denn von ihnen wird oftmals schon in frühen Jahren Verantwortung abverlangt (Geschwister versorgen, schwere Familienverhältnisse), die sie im Grunde noch ganz nicht leisten können. Da bleibt oftmals nur die Wahl zwischen Hilflosigkeit, Selbstaufgabe, schwaches Selbstbewusstsein oder sich über die eigenen Bedürfnisse/Schwächen hinwegzusetzen und nach außen eine Stärke, Macht zu demonstrieren und diese auch aufrecht zu erhalten, um sich gegen andere durchzusetzen. Deine Freundin hat die letzte Variante gewählt. Das ist ihre Überlebenstaktik, die die meisten noch nicht einmal als Schwäche ansehen, sie selbst auch nicht, denn diese Menschen sind scheinbar stark. Dies ist aber keine echte Stärke, die einen wirklich auf Dauer glücklich macht. Das weiß deine Freundin nicht wirklich, denn sie macht dass, was ihr im Grunde am meisten fehlt, jetzt an dir schlecht. Auch sie bräuchte eine Therapie und eine wirkliche Auseinandersetzung mit sich selbst, denn ihre Bedürfnisse sind in der Kindheit damals auf der Strecke geblieben.

p`hiloso0matiscxh


Diese Freundin wollte wohl wirklich immer deine Freundin sein, aber hatte keinen Arsch in der Buxe und mußte sich aus Angst auch gleichzeitig immer mit deinen Feinden, die Dich mobbten, anfreunden, damit die sich nicht gegen sie wandten, wovor sie wohl Angst hatte.

Ok, ist nicht gerade nett, aber halt menschlich. Trotzdem hätte ich wohl keine Lust mehr auf diese Freundin. Kommt aber ganz drauf an, was Du für sie noch fühlst. @:) :)*

PTowezrPBuffi


Oh seine eine Freundin habe ich auch. Meine sagt mir immer, wie schlimm meine kleine Wohnung in der Großstadt sei, obwohl sie mit Mitte 20 noch in ihrem Kinderzimmer wohnt.

Lass dir sowas nicht gefallen. Da kannst du nichts mehr machen. Wenn du ehrlich bist, bist du dieser Freundschaft längst entwachsen. Das einzige, was dich noch hält und aushalten lässt, ist Nostalgie.

Ist es das wert? Wie bereichert sie dich? Wenn diese Bereicherung nur aus Erinnerungen besteht, verlierst du nichts.

Freunde, die sich so verhalten, sind keine Freunde. Sie auszusortieren, ist kein Verlust.

Von der obigen Freundin hab ich mich übrigens auch distanziert. Unser Verhältnis war ähnlich wie eures. Es begann ab der 5. Klasse und liebt auch trotz großer Entfernungen immer bestehen. Seitdem ich aber die Rolle der Schwachen verlassen habe, alleine wohne, einen Partner habe, erfolgreich bin, mich viel im Ausland befinde etc., versucht sie ständig, meinen Erfolg zu schmälern und alles schlecht zu reden. Das ist vermutlich auch dem Gedanken geschuldet, dass sie sich denkt, dass so ein schwacher Mensch wie du gar nicht erfolgreicher sein kann als sie. Sie missgönnt es dir, besser zu sein als sie.

Srilobermwondaugxe


Und denkt ihr nicht auch, dass sie mich auch mag, sonst hätte sie den Kontakt ja eigentlich schmeißen können?

Wahrscheinlich hat SIE niemanden sonst.

Was bringt DIR der Kontakt noch ? Bloß weil ihr euch seit 30 Jahren kennt ?

Jeder Mensch hat seine Fehler. Aber es ist ein Unterschied ob jemand "Macken" hat wie Unpünktlichkeit oder Ungepflegtheit oder Auto fährt wie eine gesengte Sau - oder ob jemand (mit Absicht oder aus "innerem Zwang") fies zu anderen ist.

K`tefxan


Hallo "Freya" ;-)

Das, was Du mit deiner Freundin durchlebst, ist das ganz normale Verhalten von Menschen. Sie verhält sich nicht mal bewusst so destruktiv.

Als ihr beide euch kennengelernt habt, wart ihr in einer ähnlichen Situation. Es hat sich zwar unterschiedlich bei euch gezeigt, aber die Mechanismen, die hinter eurem Verhalten standen, waren dieselben. In eurem damaligen Leben habt ihr bestimmte Rollen füreinander eingenommen und euch auf eine ganz bestimmte Weise zu einem Ganzen ergänzt. Völlig ohne Wertung, ob das nun gut oder schlecht für euch war, so, wie ihr damals wart, habt ihr zueinander gepasst.

Nun kam aber in deinem Leben ein Moment (oder eine Phase), in der Du dein Verhalten verändert hast. Plötzlich hast Du nicht mehr die Position einnehmen können, die sie dir in ihrem Leben zugeteilt hat (die Verbündete im Leid).

Darauf reagieren Menschen unterschiedlich. Manche lassen dies zu und arrangieren sich mit der neuen Rollenverteilung, andere wiederum lösen eine Freundschaft (oder auch Partnerschaft) in diesem Moment auf und wenden sich ab. Die meisten Menschen aber versuchen, den ursprünglichen Zustand wiederherzustellen.

In einer Gruppe haben die Mitglieder (in diesem Fall ihr beide) immer einen festgelegten Platz und eine festgelegte Rolle. Welche das ist, wird nicht von außen bestimmt, sondern ergibt sich aus der Gruppe heraus. Wenn nun einer aus der Gruppe (Du!) seinen Platz verlässt und sich bewegt, sind alle anderen Gruppenmitglieder dazu gezwungen, sich auch zu bewegen, um wieder ein Gleichgewicht herzustellen. Das sind ganz banale Gesetze über das Verhalten einer Gruppe.

Deine "Freundin" hat offenbar den Weg gewählt, den alten Zustand wieder herstellen zu wollen. Das tut sie, indem sie dich wieder zu dem Opfer macht, das Du mal warst. Und ich setze das Wort Freundin bewusst in Anführungszeichen, denn eigentlich ist sie gar keine Freundin mehr.

Welchen Weg Menschen wählen, um das Gruppengleichgewicht zu erhalten hängt stark vom Persönlichkeitstyp ab. Wie sie sich ihrer Mutter und ihrem Mann gegenüber verhält ist nur eine Fortsetzung ihres alten Schemas: Sich ganz offen bei Anfeindungen zu beteiligen (sich den Tätern zuzuwenden) und sich im Geheimen (also in der privaten Zweierbeziehung Sie<->Mutter und Sie<->Mann) mit dem Opfer zu solidarisieren.

Dass sie sich zudem noch einen Borderliner als Mann gesucht hat, weist auf eine stark ausgeprägte Persönlichkeitsstörung ihrerseits hin. Wirklich lange halten Menschen es nur mit Borderlinern aus, wenn sie selbst eine Co-Abhängigkeit zu ihm entwickeln und damit entweder eine bereits vorhandene Störung zeigen oder gar erst eine entwickeln. Auf jeden Fall aber scheint sie von je her prädestiniert dafür zu sein.

Als Feindin würde ich deine "Freundin" nun nicht bezeichnen wollen, aber zumindest als sehr, sehr krank (und zudem unsicherer Bindungstyp). Weiterer Kontakt zu ihr macht dich auf Dauer kaputt. Lös dich von ihr, dringend. Viel Erfolg.

R&alYph_xHH


Die Beweggründe der Freundin wurden ja schon ausreichend erläutert. Vermutlich braucht sie Dich als untergeordnetes Wesen, damit sie sich besser fühlt. Diese Rolle spielst Du gerade nicht mehr.

Wenn sie Dir wichtig ist, dann könntest Du versuchen, sie mit ihrem Verhalten zu konfrontieren, ihr zu erklären, was sie da seit Anbeginn Eurer Freundschaft eigentlich mit Dir macht. Ich vermute mal, ihr selber ist das gar nicht so offensichtlich bewusst. Wenns ganz toll läuft, kannst Du sie vielleicht zu einer Therapie überzeugen. Aber das muss sie selber wollen, dazu muss sie selber erkannt haben, dass mit ihr etwas nicht stimmt, das ist schwierig.

Insgesamt hast Du erkannt, dass Dir diese Frau nicht gut tut. Ob sie nun Freundin oder Feindin ist, ist doch egal, Fakt ist, Du leidest unter ihr. Wenn Du sie nicht ändern kannst, dann lass das Kapitel hinter Dir. Für Familienangehörige würde ich da in so einem Fall ein Verantwortungsgefühl haben und nicht jemanden einfach fallen lassen. Aber das ist sie für Dich nicht. Es ist nicht Deine Aufgabe, sie zu heilen. Du musst nicht Dein eigenes Glück für sie opfern! Ich würde den Kontakt abbrechen.

C[araZm alax 2


@ ktefan :)^

interessanter Denkansatz

@ Ralph

Für Familienangehörige würde ich da in so einem Fall ein Verantwortungsgefühl haben und nicht jemanden einfach fallen lassen.

Da stimme ich dir zu. Aber man muss seine eigenen Grenzen kennen, sonst wird aus dem Verantwortungsgefühl mit der Zeit ein Ausnützen durch den anderen.

K"teflan


Caramala schrieb:

@ ktefan :)^

interessanter Denkansatz

Das waren nicht meine Ideen, das sind Grundlagen der Sozialpsychologie.

S=ilbeJrmonxdauge


Für Familienangehörige würde ich da in so einem Fall ein Verantwortungsgefühl haben und nicht jemanden einfach fallen lassen.

So wie das z.B. die Mutter der "Freundin" tut ? Ich verstehe als nie was das mit Verantwortung zu tun hat - sich niedermachen zu lassen. Klar, kann jeder halten wie er / sie will aber ein "Fallenlassen" ist das nicht.

C:y/texx


Ist doch alles normal. "Gott beschütze mich vor meinen Freunden mit meinen Feinden werde ich selber fertig."

s_eve3nthrxee


in einem Ratgeber zum Glücklichsein steht das man sich mit Menschen umgeben solle die einem gut tun

wenn sie Dir trotz ihrer Defizite gut tut, dann halt an der Freundschaft fest, wenn nicht dann brich den Kontakt ab

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