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Beste Freundin wohl größte Feindin

M9orVit z271


Das hier könnte ich mir auch denken: (aber das war ja früher)

Ihr Überlebensinstinkt ist stark ausgeprägt, instinktiv schlägt sie sich auf die Seite der Stärkeren / der Agressoren, um nicht selbst in die Schußlinie zu kommen--das hat sie von Kindesbeinen an so gelernt. Das waren keine gezielte Aktionen gegen dich, sondern instinktiver Selbstschutz. Jeder von euch hatte unterschiedliche Überlebensstrategien.

Aber wenn ich das von heute lese:

- ich lade ein FAcebookphoto hoch: Angeblich suche ich Aufmerksamkeit

- ich habe als Hobby Sandmalerei: Angeblich um meine Einsamkeit zu kompensieren

- ich spiele 1x die Woche Fußball: Um mich bei meinem Sohn beliebter zu machen

- ich habe viele Bekannte und einen größeren Freundeskreis: Um angeblich von mir selbst abzulenken (als ich GAR KEINE anderen Freunde als sie hatte, meinte sie immer: Such dir mehr Freunde!)

Das für gibt es keinen Grund. das ist ganz einfach schlecht.

Du hast etwas erreicht, stehst über ihr sozusagen, und das paßt ihr nicht.

Zu einer Freundin gehört, dass man sich über Erfolge der Freundin freut (und sogar dabei hilft). Bei ihr ist es das Gegenteil.

Mal ne Frage:

wenn ihr euch trefft, freust du dich darauf so richtig?

Und nach dem Treffen, sagst du, "oh, das war mal wieder schön"?

M7atzeIB/erxlin


Hast du sie mal auf ihre Defizite hingewiesen?

H,ase5nLreixch


Ich persönlich hab ein ganz schlechtes Gefühl dabei, wenn ich diese Geschichte so lese - für ein Kind, das niemals gelernt hat, für andere einzustehen, mag diese Verhaltensweise ja noch irgendwie erklärbar sein - auch wenn ich diese fragwürdigen Verhaltensweisen nicht billigen kann :-( ..........

Dass Du damals in Deinem kindlichen Denken natürlich an Trost und Freundschaft gedacht hast, als sie Dich - hinterher (!!!) "trösten" kam - ist aus Deiner Position heraus und für ein Kind nur zu verständlich.

Aber das Verhalten JETZT: Du hast eine Therapie gemacht hast Dich hochgeschafft, hast Hobbies - und SIE will Dir nun (immer noch!!!!!) alles klein reden, will DICH klein reden - da frag ich mich wirklich: Willst Du Dir sowas - IMMER NOCH antun ???

Das ist nach meinem Verständnis keine Freundschaft mehr, sondern eine äußerst ungesunde Abhängigkeit, sie von Dir und Du von ihr..................ich persönlich würde Dir raten, mach Dich frei von ihr, löse Dich sanft und unauffällig aus ihren Fängen - mit sanft und unauffällig meine ich: Nicht abrupt den Kontakt abbrechen sondern sanft auslaufen lassen, zu den Geburtstagen (ihrer und der Kinder) Karten oder E-mails schreiben aber nicht mehr auf alles, was von ihr kommt antworten und vor allem auch mal keine Zeit haben und das dann halt immer mehr, bis der Kontakt halt ausläuft...

Mich erinnert Euer Verhältnis sehr stark an diesen Film: "Meine böse Freundin":

[[https://de.wikipedia.org/wiki/Meine_b%C3%B6se_Freundin#Handlung]]

M7oritCz2&7x1


Aber irgendwie komme ich nicht umhin, sie gern zu haben, schwesterlich natürlich. Wir kennen uns so lange, haben so schwere Biographien.

Der zweite Satz läßt mich nachdenken. Ist es eine teilweise Begründung des "gern habens"?

Und was heißt das überhaupt, das "gern haben"?

Gern haben heißt für mich: gern mit jemanden zusammen sein, gern jemanden zu besuchen - und auch damit verbunden, hinterher nach Hause zu fahren mit dem Gedanken "das war ein schöner Tag".

Meine Frau hat auch eine alte Schulfreundin (seit 40 Jahren), und immer, wenn sie sich getroffen haben, kommt sie mehr oder minder genervt nach Hause. Aber wenn ich was sage, heißt es: "ich kenne sie doch schon so lange".

Es ist die Frage, hat sie sie gerne, oder sind es die gemeinsamen Erinnerungen? Oder die Gewohnheit?

Deshalb meine Wiederholung: Kontakte soll man nur pflegen, wenn man nach dem Besuch sagt: das war schön, hoffentlich treffen wir uns bald mal wieder. Und ich will das Gefühl haben, der Jemand gibt sich Mühe mit mir.

Epmotiosna*le


Hi "Freya",

mein Eindruck ist, kurz gesagt: Du bist über sie hinausgewachsen und sie versucht, Dich auf ihr Niveau zurückzuziehen.

Seltsam auch, dass sie sich anscheinend regelhaft eher mit Leuten solidarisiert, die Gewalt ausgeübt haben als mit denen, auf die sie ausgeübt wurde (wäre das nur einmal der Fall gewesen, hätte ich gesagt, naja, vielleicht mochte sie den Opa halt irgendwie trotzdem lieber, aber es scheint ja schon mehrfach der Fall gewesen zu sein).

Was mich Deinerseits ein wenig wundert ist, dass Du gleich das Wort "Feindin" verwendest, wenn das Wort Freundin offenbar nicht mehr passt. Wenn jemand blöde Sachen sagt oder macht, wenn ich Kontakt mit ihm oder ihr habe, dann werde ich denjenigen wahrscheinlich nicht mehr als Freund empfinden, insbesondere wenn das anhält... Menschen entwickeln sich u.U. auseinander, gleich ob sie sich lange oder kürzer kennen. Wenn es so ist, ist es so. Deswegen ist jemand aber noch kein "Feind", es sei denn er läuft mir hinterher, um mir an den Karren zu fahren (und auch dann ist es hoffentlich noch kein Feind, sondern vielleicht nur eine zeitweilige Nervensäge).

Ich habe das Gefühl [...] und eigentlich müsste ich mich aus dieser Freundschaft lösen.

Dann hast Du Dir die weitere Richtung ja schon selbst gezeigt :-) und auch Mann und Freundeskreis halten Dich nicht davon ab. Klingt doch soweit gut.

LG

Alias 724814


Hallo!

Super, vielen Dank für die tollen Beiträge! Finde das sehr spannend und erleuchtend, was ihr dazu schreibt @:) :)_ Ich trage die Geschichte schon lange mit mir herum, das ist das erste Mal, dass ich sie so zusammengefasst habe :-)

Ich versuche jetzt mal, auf einige Fragestellungen einzugehen und hoffe, ich vergesse nichts :)z |-o

Auf die Frage, ob wir schon mal darüber geredet haben!

Ansätze dazu gab es auf jeden Fall. Meine Freundin ist in Sachen Kritik sehr, sehr schwierig :-/ . Dasselbe auch bei ihrem Mann, was aber auch mit seinem Borderline zu tun hat (trotzdem ist er tendenziell noch der Kritikfähigere). Kritik, egal wie konstruktiv, trifft bei ihr sofort auf einen wunden Punkt. Das ist ebenfalls nicht auf mich beschränkt. Auch auf der Arbeit geht es nicht, Kritik an ihrer Arbeitsweise = böse. Als sie versuchte, Abi nachzuholen, waren die Verbesserungsversuche ihrer Lehrer an ihren Arbeiten auch zuwider. Neulich hat sie bei FAcebook ein Bild hochgeladen, wo sie eine andere Freundin besucht hat. Sie hat einen falschen Ort getaggt. Die andere Freundin schrieb: ,,Aber ich wohn doch in XY, nicht Z! :-) " worüber sich meine Freundin furchtbar bei mir aufgeregt hat.

Es ist ganz schwer, sie konkret mal auf etwas hinzuweisen, es kommt einfach im ganz falschen Empfänger-Ohr an.

Probiert habe ich es natürlich dennoch.

Man lernt ja in den Kursen, wie das so schön geht, mit Ich-will-dich-nicht-verletzen-aber....So in dem Stil habe ich dann auch mal angefangen und gesagt: ,,Du, ich find das nicht so gut...immer machst du alles schlecht, was ich mag. Versteh ich nicht, warum machst du das?"

Das ist noch nicht einmal so lange her.

Darauf hat sie mit Heulen und Wegrennen reagiert. Ich saß da wie ein begossener Pudel. Aber so sehr gewundert hat es mich nicht, ich kenne die Art von ihrer Mutter, die hat das auch so gemacht. Daraufhin ignorierte sie mich mindestens 3 Wochen. Nachdem ich mir schließlich große Sorgen machte, habe ich mit ihrem Mann wieder Kontakt hergestellt, der meinte, dass es ganz schön schwer war, sie wieder aus dem Tief rauszuholen. :-/

Sie probiert es da mit emotionaler Erpressung, wie gesagt war das schon immer die Ecke, aus der ihre Eltern kamen.

Ich bin leider so "blöd" und zieh mir den Schuh auch jedesmal an.

In unserer Jugendzeit habe ich auch immer mal wieder Versuche gestartet, mich zu emanzipieren ihr gegenüber. Das wurde quittiert mit: ,,Du verstehst keinen Spaß! Bist total humorlos." Oder ich wurde ausgelacht, weil es angeblich süß sei, wie ich mich aufrege.

Die Bezeichnung Feindin

****

Ja, ich weiß, dass das eigentlich voll hart ist. Leider kommt es mir phasenweise wirklich so vor, als wolle sie mir Schaden zufügen, wenigstens emotional. Heute habe ich einige nette Freunde, von denen ich auch wirklich Anerkennung bekomme und bei denen ich wirklich den Eindruck habe, dass ihnen etwas daran liegt, dass es mir in der Freundschaft auch gut geht :) Wenn ich das so vergleiche, ist das echt ein ganz schöner Unterschied.

Was mich noch bei ihr hält

Darüber abe ich jetzt mal länger nachgedacht. Ich habe immer die Hoffnung, dass unsere Freundschaft nochmal in richtige Bahnen kommt. Sozusagen sie irgendwann Zufriedenheit erlangt und wir dann endlich auf Augenhöhe miteinander umgehen können. Je mehr ich diese Augenhöhe versuche, langsam durchzusetzen (ich bin ja für sie noch in der Opferperspektive) Desto mehr fühle ich, wie sie mir entgleitet und das macht mich traurig :-(

CIar;amalxa 2


"Du, ich find das nicht so gut...immer machst du alles schlecht, was ich mag. Versteh ich nicht, warum machst du das?"

Das wird sie dir nicht sagen können, weil es ihr wunder Punkt ist. Man kann mit solchen Menschen umgehen lernen, wenn man Verständnis für ihr Verhalten in sich selbst aufbauen kann. Mit Verständnis meine ich kein gut heißen, sondern das man nachvollziehen kann, warum sie dir gegenüber so agiert.

Ich interpretiere es so:

Deine Freundin braucht jemand Schwächeres, um selbst stark sein zu können. Sie hat in ihrer Jugend stark sein müssen, weil die anderen schwach gewesen sind. Und dann hat sie die Not zur Tugend gemacht und über die Schwächeren gelebt, indem sie für sie da gewesen ist. Wenn sie jemandem, der schwächer ist als sie selbst, aufbauen kann, dann gibt ihr das eine Befriedigung, so als würde sie dies für sich selbst tun. Wenn jemand auf Augenhöhe ihr begegnet, dann kann sie nicht mehr stark sein und sie spürt dadurch die eigenen Defizite, z.B. dass sie nie für sich selbst hat da sein dürfen. Sie lebt über die Schwäche anderer, weil sie es nicht anders gelernt hat.

An deiner Stelle würde ich versuchen, sollte es so sein, das innerlich einmal zu durchdenken. Und dann kannst du auch anders auf sie zugehen. Vielleicht kann sie sich dann öffnen, evt. selbst eine Therapie machen oder, wenn sie kann, sich selbst das alles bewusst machen. Es kann aber auch sein, dass sie sich ganz zurückzieht und sie das Interesse an dir verliert, wenn du ihr nicht mehr geben kannst, was sie braucht.

Ptowe!rP\uffi


Je mehr ich diese Augenhöhe versuche, langsam durchzusetzen (ich bin ja für sie noch in der Opferperspektive) Desto mehr fühle ich, wie sie mir entgleitet und das macht mich traurig

Auch sie hält aus denselben Gründen an dir fest. Für sie ist deine Opferrolle Augenhöhe: Ein Teil deiner Opferrolle ist ja immer noch vorhanden. Jeder andere Menschen hätte schon längst aus Selbstschutz die Beine in die Hand genommen. Aber du bleibst, du investierst immer noch in sie. Du hälst ihr praktisch die Beute vor die Nase, doch sie kommt nicht ran.

Ich würde an deiner Stelle meine Position festlegen. Dass du sie sehr schätzt, aber dich nicht mehr respektlos behandeln lässt, sofern sie dich weiter runterputzt. Dann weiß sie, dass du nicht mehr in diese Position zurückfällst und ganz klar auch die Unabhänigkeit besitzt, aus dieser destruktiven Beziehung auszubrechen.

Sie wird dann entweder versuchen, an ihrem Verhalten zu arbeiten oder eben die Freundschaft beenden. Dann hast du die notwendige Klarheit, auch wenn sie eventuell wehtut @:)

Mbori8tzx271


Hallo Alias

Das Thema interessiert mich, da ich ja ähnliches von meiner Frau bzw. ihrer Freundin kenne. Nicht in bezug auf Schlechtmachen, aber so, dass meine Frau immer frustiert von Treffen heimkommt. Und dass sie, eben wegen der 40 jährigen Bekanntschaft es nicht fertigbringt, sich (auch innerlich) loszusagen.

Ich habe immer die Hoffnung, dass unsere Freundschaft nochmal in richtige Bahnen kommt. Sozusagen sie irgendwann Zufriedenheit erlangt und wir dann endlich auf Augenhöhe miteinander umgehen können.

Sie ist 41 jahre, deine Hoffnung ist, dass sie irgendwann mit dir auf Augenhöhe verkehren kann. Ich könnte ganz provokativ fragen: glaubst du das, dass sie sich so total ändert, dass sie also ein anderer Mensch wird?

Dazu müßte man wissen, ob sie mit anderen Freundinnen anders, also respektvoller, verkehrt. Ist dieses "Niedermachen" deiner Erfolge usw. auf dich bezogen, oder einfach ein Charakterzug von ihr?

Die Frage ist, ob sie, wenn sie innerlich bereit wäre, dich respektvoll zu behandeln, überhaupt noch an einer echten Freundschaft interessiert wäre.

Man lernt ja in den Kursen, wie das so schön geht, mit Ich-will-dich-nicht-verletzen-aber....So in dem Stil habe ich dann auch mal angefangen und gesagt: ,,Du, ich find das nicht so gut...immer machst du alles schlecht, was ich mag. Versteh ich nicht, warum machst du das?"

Das ist noch nicht einmal so lange her.

Darauf hat sie mit Heulen und Wegrennen reagiert.

Wäre es vielleicht eine probierenswerte Option, so etwas nicht, wie oben, in einem Vorwurf zu formulieren, sondern z.B. bei der Sache mit dem Fußballspielen, ganz einfach sagen: "du die Bemerkung macht mich traurig."

Hast du ihr schon einmal (nach einer solchen "Attacke") zu verstehen gegeben, dass du unter solchen Umständen den Kontakt beendest. einfach weil du es nicht magst, traurig nach Hause zu gehen.

Wie würde sie denn reagieren, bzw. agieren, wenn sie wüßte, z.B. solch ein beschriebener Facebook-Eintrag würde zum Kontaktabbruch führen? Würde sie es trotzdem schreiben?

g$u^ter raSt i*st teuexr


Hi,

dein Problem ist ziemlich interessant, weil es genau das gleiche ist, was meine Freundin auch hat!

Sie kann sich derzeit nicht aus einer Kindheitsfreundschaft lösen, obwohl sie selbst schon gemerkt hat, dass sie ihr nicht gut tut. Die Freundin war früher in deren Schulzeit wohl die Tonangeberin, meine Freundin eher die, die alles eingesteckt hat. Das Blatt hat sich längst gewendet, aber die Freundin kapiert es nicht und will immer noch den Ton angeben.

Meine Freundin will nicht so recht einsehen, dass sie diese Freundschaft längst verloren hat. Hofft auch immer, dass sich das noch gibt.

Ganz ehrlich, für mich ist das Festhalten an alten Gewohnheiten. Man sollte es einfach mal ohne probieren und sehen, wies einem damit geht.

Klar, alte Freunde sind ein Stück Biographie...sicher gibts auch Freundschaften, die ein leben Lang halten, aber das finde ich eher selten. Und auch nicht wirklich notwendig...man findet ständig neue Freunde, die zur aktuellen Lebenslage passen.

In deinem Fall finde ich übrigens auch, dass du ohne es zu wollen eine Nummer zu groß für sie geworden bist. Deine Freundin scheint auch nicht die hellste Leuchte am Firmament zu sein und vor allem null kritikfähig. Ohne Kritikfähigkeit kann man sich aber kaum verändern.

ETmotvioTnaxle


Hi,

sich reflektieren muss jeder selbst. Du hast es mit gewaltfreier Kommunikation :)^ versucht, die vermutlich eine Kommunikation auf Augenhöhe hätte eröffnen können - das Ergebnis war, dass sie weggelaufen ist, weil sie keine Kommunikation auf Augenhöhe will ... Sie kann damit offenbar nicht umgehen - da bist Du machtlos.

LG

HYa,se/nreigch


Darauf hat sie mit Heulen und Wegrennen reagiert.

Sie probiert es da mit emotionaler Erpressung,

In unserer Jugendzeit habe ich auch immer mal wieder Versuche gestartet, mich zu emanzipieren ihr gegenüber. Das wurde quittiert mit: ,,Du verstehst keinen Spaß! Bist total humorlos." Oder ich wurde ausgelacht, weil es angeblich süß sei, wie ich mich aufrege.

Ich hab hier mal einzelne kurze Zitate herausgepickt - und bitte, beantworte ganz ehrlich für DICH selbst die Frage:

Reagiert so eine FREUNDIN ???

Ich glaube, ganz tief in Dir selbst weißt Du, dass es NIEMALS eine Freundin auf AUGENHÖHE werden kann, deshalb hast Du auch selbst den Begriff "Feindin" gewählt................

Du bemühst Dich also schon seit Deiner Jugendzeit, Dich zu emanzipieren, und SIE lässt Dich nicht hochkommen.

Ja, ich weiß, dass das eigentlich voll hart ist. Leider kommt es mir phasenweise wirklich so vor, als wolle sie mir Schaden zufügen, wenigstens emotional.

Ja, es IST hart!!! - Und sicher auch furchtbar schmerzhaft, wenn man erkennen muss, man KANN einen Menschen nicht ändern.......

Und ich kann Deine Trauer darüber sehr gut verstehen, wenn man erkennen muss dass es wirklich so ist und sich nie ändern wird.........

Ich habe eine ganz ähnliche Beziehung in meiner engsten Verwandtschaft, meine Verwandte lässt mich - immer noch - nicht hochkommen, meint mich bevormunden zu müssen usw. - Da hilft nur eines: Räumliche WEITE Entfernung - zu meinem eigenen Glück ist es so, dass wir räumlich sehr weit auseinander wohnen, so dass Besuche kaum möglich sind - nur so ist es für mich einigermaßen zu schaffen, mein ganz eigenes Leben zu führen, ohne ihre ständige Mit- und Dreinsprache.............

Wir haben schriftlichen Kontakt, schreiben auch ab und zu Mails, aber mehr möchte ich nicht..................

Manchmal sage ich scherzhaft, wenn ich 90 bin, dann ist sie weit über 90 - aber dann bin ich immer noch die "Kleine, Dumme, die nicht erwachsen werden kann" - genau das ist die treffendste Beschreibung wie unsere Beziehung abläuft - deshalb hilft nur: Räumliche Trennung - sonst komme ich mir vor wie jemand, "dem die Luft zum Atmen abgeschnürt wird" - im Bild gesprochen - die Luft zum Atmen entspricht hier dem Aufbau eines eigenen Lebens mit eigenen Interessen und eigenem Freundeskreis usw.

Heute habe ich einige nette Freunde, von denen ich auch wirklich Anerkennung bekomme und bei denen ich wirklich den Eindruck habe, dass ihnen etwas daran liegt, dass es mir in der Freundschaft auch gut geht :) Wenn ich das so vergleiche, ist das echt ein ganz schöner Unterschied.

Das ist der richtige Weg! :)^ :)z Mach weiter so! - Bau Dir etwas auf und lass es Dir nicht wieder kaputt machen! - Du brauchst echte Freundschaften, Menschen, denen etwas an Dir liegt, Du hast eigene Hobbies - das ist der beste Weg, Dich von ihr zu befreien! - Wenn eine räumliche Trennung nicht in dem Maß möglich ist, wie ich es von mir beschrieben habe, so versuch doch wenigstens, Dich weniger mit ihr zu treffen, triff Dich lieber mit Deinen neuen Freunden, die wirklich Interesse an Dir haben und denen daran liegt, dass es Dir gut geht!

Hab Mut Deinen eigenen Weg zu gehen, Deine neuen wirklich guten Kontakte unterstützten Dich dabei! :)z :)* :)* :)* @:)

BRrigxie


Offensichtlich habt ihr euch gegenseitig gebraucht. Das passte alles zusammen wie Schloss und Schlüssel. Nun habt ihr euch - vor allem du dich - weiterentwickelt und braucht euch nicht mehr so sehr; dadurch wird dir die Ambivalenz eurer Beziehung bewusster. Sicher mögt ihr euch auch, aber es ist eben keine rein wohlwollende Liebe, sondern eine Kosten-Nutzen-Freundschaft, falls es so etwas gibt.

Vielleicht suchst du mit ihr einmal das schonungslos offene Gespräch? Ich bin ziemlich sicher, das könnte zur Lösung eurer Beziehungsprobleme oder zur Lösung der Beziehung selbst führen - auf jeden Fall würde es die Luft zwischen euch reinigen.

Alias 724814


Hallo allerseits :-)

Danke für eure Beiträge!

Ich habe einiges davon in unser Gespräch einfließen lassen.

Ja, ich habe tatsächlich versucht, mal Butter bei die Fische zu machen. Wobei das nicht so einfach war. Ich wollte auch nicht nur rumjammernd wie ein gekränktes Kind rüberkommen. Jedenfalls hatte ich ihr angekündigt, dass ich gerne mal intensiver reden wollte mit ihr, so über die letzte Zeit und wie es mit uns weitergeht.

Sie war sofort interessiert!

Haben uns dann verabredet. Ich wollte das Treffen gemütlich angehen lassen, aber sie hat jeglichen Smalltalk abgelehnt und hat mich gleich direkt festgenagelt :-/

Nun ja, ich hab es dann so verpackt, dass ich das Gefühl habe, dass sie in mir immer noch das Kind sieht, das ich mal war, das die Rolle des Versagers hat. Und nicht nur das, das man offenbar auch wie einen Versager behandeln darf. Anhand verschiedener Beispiele fiel es mir ja leicht, zu belegen, wo sie das tut. Ich blieb freundlich. Meinte auch, dass ich das aber nicht möchte, sondern gerne eine Beziehung auf Augenhöhe mit ihr hätte und dass das doch viel schöner sei.

Entgegen meiner Erwartung stritt sie das NICHT an! Sie hat es sich bis zu Ende angehört und meinte am Ende, ja, sie könne es verstehen "dass mir das so VORKOMMT".

Ich: Du probierst aber nicht, mir jetzt zu unterstellen, dass ich mir das einrede?

Sie: Nee, ich weiß ja dass das durch deine Biographie so ist, dass dir die Dinge so erscheinen.

Ich: Ehrlich, lass das mal...du stellst es jetzt eben doch so hin, dass ich hier wieder nur wegen schlechtem Selbstwertgefühl mir was einrede. Ist aber nicht so, du nimmst mich immer wieder aufs Korn und das mit voller Absicht. DAs machts echt schwer, mit dir umzugehen und das ist eben schade. (Beispiele genannt!)

Daraufhin brach sie das Gespräch ab, wurde wütend so wie ich es eigentlich eher nicht kenne. Sie ging darauf nicht ein, sondern kam nur mit Beschwichtigungen: Das ist doch total gelogen, du kannst echt gut lügen, weißt du das? DU bist doch diejenige, die es provoziert, dass man dich so behandelt!

Ich: Aha, okay. Kannst du das mal erklären, warum das so sein sollte??

Nun, sie wank ab und meinte: Das hat keinen Sinn hier. Melde mich nach der Fortbildung wieder (Sie ist 4 Tage auf Fortbildung gewesen).

Ich habe dann mal gedacht: Naja, lass mal ein paar Tage ins Land ziehen. HAbe aber per What's App nochmal nachgehalt, was sie damit meint, warum ich angeblich provoziere, schlecht behandelt zu werden?

Darauf kam ne Woche lang nichts. Dann lag die Antwort im Mailfach.

Was ich darauf antworten soll, fällt mir beim besten Willen nicht ein:

Sie schrieb, nun, ich müsse sie auch mal verstehen! Sie und ihr Mann würden 7 Tage die Woche hart arbeiten (die arbeiten zum Teil auch Schicht) und abrackern. Trotzdem seien ihre Jobs schlecht bezahlt und selbst die Fortbildungen hätten nicht mehr eingebracht. Sie träumen beide wohl auch von einem Studium (Sie Medizin, er Jura. Davon hab ich noch nie was gehört ":/ Gut, dann haben sie wohl mit keinem drüber gesprochen), aber das könnten sie sich finanziell, selbst wenn sie wollten, nicht leisten (was seltsam ist, zumal das Abi ja schon angefangen wurde für den angeblichen Berufswunsch Lehramt). Viele Verluste hätten sie schon hinnehmen müssen (kA, was damit gemeint ist).

Jetzt kommts aber, nämlich: Es sei vor diesem Hintergrund sehr ungerecht, dass manchen Leuten alles in den Schoß falle, wirklich alles, und die sogar die Zeit haben, sinnlosen Hobbys nachzugehen. (gemeint bin ich) Für Hobbys hätten sie und ihr Mann gar keine Zeit, weil sie so hart arbeiten müssten (sie haben 6 Stunden Schichten). Ich hätte alles, was ich erreicht habe, ja auch nur durch meinen Mann geschafft. Das wäre bei den beiden halt nicht möglich, wegen seiner Erkrankung. Sie müssten sich viel Mühe geben, ihren Freundeskreis zu halten, während es mir leichter falle, mich bei anderen "einzuschleimen".

Schlussendlich ist sie auch darübr verärgert, dass ich heute guten Kontakt mit meiner Mutter habe, sie aber nicht.

Das würde sie schon lange ärgern.

Außerdem würde ich mit meiner Art zu lachen, zu reden etc. Erinnerungen an ihre Mutter triggern (was aber rein objektiv Quatsch ist, die ist ein ganz eigenes, schweres Kaliber!).

So, ich glaube, da hat sie sich wirklich mal ausgekotzt.

Ich weiß überhaupt nicht, was ich darauf sagen soll. Meinen Mann hat es verärgert, was da steht, er möchte keinen Kontakt. Bin ehrlich gesagt auch verwirrt momentan.

Vielleicht fällt euch dazu ja was ein :-(

LG

L$aRuYco@la


Der Fall scheint doch nun relativ klar. Eine gestörte Persönlichkeit, die Energie aus anderen absaugen muss um ihre eigenen Defizite zu stopfen.

Das Muster, Bestätigung als "toller Helfer" zu bekommen, aber auch kein Interesse daran zu haben, wirklich zu helfen, sondern den anderen klein zu halten um weiterhin Bestätigung beziehen zu können, ist ja nun auch relativ typisch und weit verbreitet.

Das einzige was da sinnvoll scheint ist die Beziehung zu beenden.

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