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Trennung nach 6 Jahren und Heimweh

K(a4millDe20x15 hat die Diskussion gestartet


Hallo,

ich (31) habe mich gerade nach 6 Jahren Beziehung von meinem Freund getrennt. Ich habe über ein Jahr gezweifelt und war nicht glücklich. Ich konnte ihm auch schon sehr lange nicht mehr sagen, dass ich ihn liebe und wir hatten im letzten Jahr nur dreimal Sex. Wenn ich das schreibe, klingt es für mich logisch, dass wir uns getrennt haben.

Doch hat er mich nun quasi aus unserer gemeinsamen Wohnung geworfen und ich konnte erstmal bei meiner besten Freundin in einem winzigen Gästezimmer unterkommen. Natürlich suche ich nach einer Wohnung, aber innerhalb von einer Woche geht das nicht.

Nun plötzlich zweifle ich, ob die Trennung richtig war. Vielleicht hatte ich zu hohe Ansprüche und wollte die perfekte Beziehung, die es aber nicht gibt. Ansich war er der perfekte Partner zum heiraten und Kinder bekommen. Unkompliziert, intelligent, lieb, fürsorglich. Wir haben uns ein tolles Heim eingerichtet die letzten drei Jahre.

Und ich habe nun furchtbares Heimweh...ich möchte einfach nur in MEIN Bett. Möchte in meine Küche und in meinem Badezimmer duschen. Ich möchte mit ihm den Wocheneinkauf machen und zu Abend essen.

In manchen Minuten geht es mir ganz ok, aber mich begleitet permanent ein Angstgefühl. Ich kann nur noch mit Tabletten schlafen und esse auch sehr wenig. Ab und an übermannt mich ein enormer Gefühlsschwall von Panik, Heimweh und Zweifel. Ich bekomme Probleme mit der Atmung, möchte heulen, schreien und bekomme wirklich richtig Panik, dass ich zittere.

Ich will doch eigentlich nur ein einfaches Leben - heiraten, Kinder, ein schönes Heim, zufrieden mit der Arbeit. Letzteres habe ich glücklicherweise.

Ich fange an zu überlegen, ob es falsch war, mich zu trennen. Vielleicht müsste ich einfach Abstriche machen in der Beziehung. Vielleicht bin ich selbst dran schuld. Er hat mir gesagt, dass er mich liebt und dachte, dass ich die Frau bin mit der er sein Leben verbringt. Und ich habe ihn ein Jahr zurück gewiesen und mich entfernt.

Antworten
jFust_lo>oki.ngx?


Du hast jetzt ein Jahr gezweifelt und warst unglücklich. Wie lange hättest du das denn sein wollen? Bis die Kinder groß sind? Bis ans Lebensende?

K>amillue2015


Sind denn alle Paare 100% glücklich?!

jZust_looxking?


100% nicht, aber das hier

Ich habe über ein Jahr gezweifelt und war nicht glücklich. Ich konnte ihm auch schon sehr lange nicht mehr sagen, dass ich ihn liebe und wir hatten im letzten Jahr nur dreimal Sex.

klingt mir nicht mal nach 50%.

CIotefSauxvage


Wenn du ein Jahr gegrübelt hast und dich schließlich für Trennung entschieden hast, wirst du ja wohl Gründe dafür gehabt haben. Erinnere dich mal dran, was das für welche waren und schreib sie hier in aller Ausführlichkeit auf, damit du das immer wieder lesen kannst, wenn du einen solchen Anfall (ist nichts Ungewöhnliches) bekommst.

Wie kann er dich aus einer GEMEINSAMEN Wohnung rauswerfen?! Sowas bespricht man gefälligst, wenn eine Trennung im Raum steht.

Und ich habe nun furchtbares Heimweh...ich möchte einfach nur in MEIN Bett. Möchte in meine Küche und in meinem Badezimmer duschen. Ich möchte mit ihm den Wocheneinkauf machen und zu Abend essen.

Für mich ist ein Partner mehr als nur Staffage bzw Einrichtungsgegenstand.

L$ogV Laxdy


Ich will doch eigentlich nur ein einfaches Leben - heiraten, Kinder, ein schönes Heim, zufrieden mit der Arbeit. Letzteres habe ich glücklicherweise.

Ich lese da heraus, dass Dir da die Trennung einen Strich durch die Rechnung gemacht hast. Entsprechend hast Du Panik, weil Du Angst hast, dass Dein Lebensentwurf sich nicht mehr verwirklichen lassen wird. Ich lese allerdings nirgends, dass Du Deinen Ex als Menschen vermisst, sondern nur die Rolle, die Du ihm in Deinem Leben zugedacht hast.

Keam;il1le20x15


Er ist ein toller Mann. Also er hatte jetzt keine furchtbare Eigenschaft, die ich hier nennen könnte und wir hatten auch keinen Streit. Deshalb verstehe ich einfach nicht, dass ich überhaupt unglücklich war und ich ihn nicht mehr so lieben konnte, wie er es verdient hätte. Ich hab den perfekten Mann für das, was ich möchte und schaffe es nicht, ihn zu lieben.

C>ote!Sauvxage


Also dein Trennungsgrund war nun genau was?

bnfai


%:| Wenn Du ihn nicht liebst ist doch doof, gemuetliche Wohnung kann man wieder finden..und womoeglich einen Mann den man liebt dreimal im Jahr Sex, ach Du meine Guete, das kanns ja nicht sein.. Also ich sag immer lieber alleine ungluecklich als zu zweit ]:D

C?omr0an


Kann es sein, dass du eigentlich dein Zuhause vermisst und nicht ihn?

Wenn du so lange an der Beziehung gezweifelt hast, wirst du kaum zurückkehren können und alles funktioniert plötzlich prächtig. Nutze den Schwung und schau nach vorne. Nicht zurück. :)*

KKamilXle201x5


Ja, ich vermisse wohl eher die Rolle, die er eingenommen hat, als ihn selbst. So habe ich das noch nie gesehen - danke. Und ja, ich vermisse mein zuhause unglaublich; fühle mich obdachlos. Ich habe Angst und kann mich nicht in mein eigenes Bett verkriechen. Angst zu haben ist das ein, aber sich dann nicht mal in eine gewohnte Umgebung flüchten zu können, eine andere.

Ich habe ja auch davor schonmal alleine gewohnt und habe meine Wohnung und das alleine wohnen geliebt. Damals.

Ich bin gerade einfach total überfordert. Der Schlafmangel ist auch furchtbar. Ich nehme jetzt Reisetabletten, die als Nebenwirkung müde machen, um überhaupt schlafen zu können. Dazu habe ich einfach keinen Appetit und in einer Woche 3 Kg abgenommen und ich wiege bei 1,70m nun 56 Kg). Ich versuche vernünftig zu sein und zwinge mich trotzdem als zu essen, weil ich weiß, dass ich muss. Aber ständig zittrige Beine und diese Panikanfälle.

Ich möchte nicht auch noch gesundheitliche Probleme, aber schaffe es gerade alleine nicht raus.

DvieDoksismach%tdaxsGift


Trennungsgrund war der gewichtige

und schaffe es nicht, ihn zu lieben.

Das ist ein Zustand, den man nicht lange vor sich selbst und nur in begrenzter Halbwert-Zeit vor dem Partner verheimlichen kann.

Für mich ist es ein Akt der Fairness, wenn es noch genügend Respekt und Achtung voreinander gibt, dass man seinem Partner die Möglichkeit gibt ein erfüllteres Leben mit einer ihn liebenden Partnerin leben zu können. Wenn nur noch 3 Mal Sex miteinander im Jahr geteilt wird und das in einem Alter, wo es nicht "nur" die Dazugabe in der Partnerschaft sein, sondern von beiden Seiten erfüllt und gewollt gelebt werden sollte, passt eine wichtige Säule eures Paarlebens nicht mehr.

Es wäre ein Fehler Deinen Ex-Freund nur als Erfüllungsgehilfen Deiner Lebensträume weiter an Deiner Seite zu 'dulden', aber vom Herz und der Seele nicht mehr begehrt/geliebt zu erleben.

Nur mal als Zwischenfrage, hast Du Deine Verhütungsmethode verändert? Dies kann u.U. mit eine massive Rolle spielen, wenn ein langjähriger Partner "plötzlich" nicht mehr anziehend für den Sex und die intime Nähe empfunden wird. (nur ein Gedanke der mir in den Kopf kam)

Es kann viele Gründe geben, warum eine Liebe sich abschwächt und eher in den platonischen Freundschaftsmodus übergeht. Das kann unterschwellig damit zusammenhängen, dass man glaubt nicht genug erlebt zu haben, bis hin zur Erkenntnis das der Alltag von zu wenig Höhen oder Tiefen, also zu ruhig dahin plätschernd erlebt wurde. Gleichförmigkeit die zur inneren Platzangst erwächst, dass dies nicht das Leben ist welches Du leben willst.

Wenn Deine Gefühle nicht voll hinter eurem Zusammenleben stehen, wäre es nur ein Experiment, ob das Lebensmodell Heirat und Familiengründung mit diesem Mann "aushaltbar" bleibt oder nicht.

Was Du jetzt im Moment so massiv vermisst, ist die Gewohnheit der Alltagsstruktur. Die gewohnte Umgebung, die die Abläufe von Montag-Sonntag vorgab. Was Du offenbar wenig bis gar nicht vermisst, ist der Mann und Mensch der mit diesem Leben verbunden war.

Ich hab den perfekten Mann für das, was ich möchte

Das sind nur die äußeren Rahmenbedingungen, denen offensichtlich das emotionale Innenleben fehlt. Deshalb halte ich Deinen Schritt für wichtig und richtig.

Meine Empfehlung wäre, im Freundes- und Familienkreis alle Kräfte zu mobilisieren, um eine Art "Schlachtplan" für das Leben nach der Trennung zu entwerfen. Viele Augen und Ohren hören und sehen mehr. Ideen von außen eröffnen Möglichkeiten, auf die man so kurz nach einer Trennung nicht von selbst im Focus hat, weil die Gefühle in den Seilen hängen. Du trauerst jetzt um Dein gewohntes Leben, dass Dich begleitet hat bisher, die Ordnung und Struktur. Ich denke, dass hat mit dem Ex-Freund selbst jedoch nicht sehr viel zu tun. Zumindest klang es nicht danach in Deinen Zeilen.

Es stand Du vermisst

ich möchte einfach nur in MEIN Bett.

Möchte in meine Küche und in meinem Badezimmer duschen.

Dir fehlt die eigene Intimssphäre, Du bist jetzt nur Gast bei einer Freundin. Diese Gefühle sind normal. Aber was Du nicht so sehr vermisst, ist der Mensch mit dem Du gemeinsam die Küche und das Badezimmer geteilt und benutzt hast. Das wird seinen Grund haben, dass Du mein statt unser in Deiner Aufzählung verwendet hast. Das solltest Du ernst nehmen, und nicht aus Eigennutz in ein Leben zurück wollen, in dem Du Dich selbst nicht mehr als erfüllten Menschen erlebst.

KIamilSle201x5


Ich habe tatsächlich meine Verhütungsmethode verändert bzw. ich habe die Pille aus gesundheitlichen Gründen abgesetzt. Habe sie 15 Jahre durchgehend genommen.

Meine Eltern sind leider gerade in Urlaub und kommen erst in gut zwei Wochen zurück. Diese Unterstützung fehlt mir gerade sehr und dass ich nicht mit meiner Mutter sprechen kann :-(

Meine Freunde sind alle für mich da, nur leider wohnen die meisten weiter weg. Ich kann aber viel mit ihnen telefonieren und schreiben. Unter der Woche unternehme ich nach der Arbeit auch viel bzw. habe Wohnungsbesichtigungen.

Manche raten mir, erstmal zu lernen wieder alleine zurecht zu kommen. Andere raten mir direkt, ich solle unter Menschen, um Männer kennenzulernen. So ist es mit 31 auch nicht mehr ganz so einfach, wie als 25jährige Sudentin.

DaieDosi1smachYtdas}Gift


Manche raten mir, erstmal zu lernen wieder alleine zurecht zu kommen.

Diese Empfehlung würde ich Dir so kurz nach einer Trennung auch geben. Das sollte aber nicht bedeuten, sich von allen Ereignissen zurück zu ziehen die in rund um Deinen Alltag passieren.

Du hast jetzt den zweigeteilten Spagat vor Dir, einem alt gewohnten Paarleben zu entwachsen und Dir gleichzeitig ein neues persönliches Leben aufzubauen, in dem neue Menschen Platz nehmen werden als es zurückliegend der Fall war.

Eine gewisse Reflektion auf das was Du für Dich leben willst braucht etwas Ruhe und Zeit. Ergründe warum es für Dich an einem bestimmten Punkt nicht mehr gepasst hat zwischen Deinem Ex-Partner und Dir. Ein gewisser Einfluss hat sicher der Wechsel der Verhütungsmethode, aber einzig und allein DER Grund war es sicher auch nicht. Meist ist es ein Mosaik aus vielen Kleinigkeiten, die für sich erkennen lassen das aus dem ehemals "perfekten" Partner nur noch der platonische Freund wurde.

Deine Trennung war keine Affekthandlung aus einem Streit, sondern eine lange vorher sich entwickelnde Idee die Du in die Tat umgesetzt hast.

Deine Eltern kommen bald wieder und dann lassen sich die Gespräche, die Dir gerade fehlen nachholen. Man braucht in solch schwierigen Situation vertraute Menschen um sich, die Dich so gut kennen und einschätzen, dass Du ihrem Urteil oder ihren Sichtweisen aufgrund eigener Erfahrungen vertrauen kannst.

Gib Dir die Zeit und den Raum der Trauerarbeit, die auch jemand durchlebt der die Beziehung aktiv verlassen hat. Das gehört als Reifeprozess dazu. Du wirst Dich heute anders verlieben als mit 25. Schon deshalb, weil Du zum jetzigen Zeitpunkt andere Lebensziele damit verbindest. Das Zeitfenster eine eigene Familie zu gründen ist ein anderes. Die Männer welche Du heute triffst als potentielle Partner sind ebenso weiter gereift und haben ihre eigenen Paarerfahrungen (emotionalen Blessuren davon getragen) gesammelt. Man ist nicht mehr so unbedarft, wenn man mit Anfang 20 vom Leben noch ungeschliffener ist.

Aber hab den Mut und die Konsequenz diese im Augenblick schwierige Phase durchzustehen. Lieber heute so als in Jahren mit dem Paket einer Familie im Rücken, die dann nicht mehr weiter existiert, weil die Liebe leise gegangen ist. Hol Dir hier im Forum Input und Zuspruch. Viele von uns haben ähnliche Phasen durchlebt. Man darf traurig sein, trauern und auch um die guten Phasen der Ex-Beziehung leiden. Das gehört zum sich lösen können mit dazu. Dafür viel Kraft, gute Zuhörer/innen in Deinem sozialen Umfeld. :)_ :)* :)*

S[chö<nesWet|terHeutxe


Ich denke das Gefühl das du beschreibst kennt fast jede(r).

Ich selbst war in einer sehr schwierigen und unglücklichen Beziehung. Die Beziehung war im Nachinein ein echter Albtraum. Trotzdem hatte ich das Selbe Gefühl wie du. Man hat einfach Heimweh und der Mensch ist eben ein Gewohnheitstier. Obwohl ich eigentlich froh war ihn "los" zu haben, war ich nicht glücklich und ich wäre fast wieder schwach geworden.

Spätestens in ein paar Monaten wirst du merken wie befreit du bist. Das Leben ist zu wertvoll um es mit jemanden zu verbringen, den man nicht aus vollem Herzen will.

Ich kann deine Sorgen bezüglich deines "Lebensplanes" sehr gut nachvollziehen. Bin ich doche ine Frau mit den selben Wünschen. Es gibt genügend Männer, die sich nach dem Selben sehnen und ich denke du wirst schon noch den passenden finden :)*

Meine Schwester hatte sich auch mit 30 von ihrem langjährigen Freund getrennt. Auch sie hatte die Selben Bedenken wie du. Nun ist sie bald 34, ist sehr glücklich verheiratet und schwanger. Zwar ist das alles zwar später eingetreten als "normal" aber so ist es dann doch besser. Die Trennung war übrigens auch die Zeit, als sie ihre Pille absetzte, voraus gegangen.

Wegen dem Absetzen der Pille und deren Auswirkungen kannst du dir ja mal diese Thread durchlesen.

[[http://www.med1.de/Forum/Beziehungen/476971/]]

Da beschreiben viele Frauen, dass sie durch das Absetzen auf einmal ihren Partner nicht mehr "riechen" konnten und langjährige Partnerschaften zerbrachen. Einzelne Studien untermauterten diese Vermutungen auch. Hormone haben einen unglaublichen Einfluss auf unsere Psyche und unsere Partnerwahl. Manchmal kann es gut ausgehen (wie bei mir - ich fande meinen Freund noch viel besser als vorher |-o - bei manchen nicht.

Das war warhscheinlich nicht der einzige Grund aber vielleicht ein Auslöser. Sei froh, dass du das JETZT bemerkt hast und nicht dann wenn schon Kinder im Spiel sind.

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