» »

Sex mit Minderjährigen straffrei und legitimiert dank Kinderehe?

l2erUche'nz,unge


schöner Spruch:

"Andere Kulturen sind nicht gescheiterte Versuche so wie wir zu sein!"

Natürlich kann man der Auffassung sein (und diesen Meinung vertete auch ich zu gewissem Grad), dass Menschen deren Kultur nicht zu Deutschland passt, nichts in Deutschland zu suchen haben. Dann aber müsste die gesamte Flüchtlingspolitik Deutschlands in Frage gestellt werden und nicht nur die Mehrehe oder die Verheiratung Minderjähriger!

qquzm8raxn


@ lerchenzunge

Falsche Schlussfolgerung.

Die durchschnittliche Lebenserwartung im Mittelalter war 30 Jahre.

Eine erwachsene Frau ist dennoch meist älter als 40 geworden!

Da damals die Kindersterblichkeit sehr hoch war und jedes zweite Kind entweder bei der Geburt oder in den ersten Lebensjahren gestorben ist.

Lwouis!ian{a


Es geht mir nicht um Vergleichbarkeit, sondern es geht mir darum, dass ich es nicht sinnvoll finde, jemanden zu erlauben Sex zu haben und eventuell Kinder zu bekommen und ihm gleichzeitig zu verbieten zu heiraten.

Wie gesagt, das Problem ist, dass Jugendliche körperlich immer eher reifer werden, aber andererseits immer länger brauchen, bis sie selbständig sind und für sich selbst sorgen können. Man kann mit 12 oder sogar noch etwas eher schwanger werden, aber die meisten verdienen mit 18 noch nicht ihr eigenes Geld, von dem sie sich selbst ernähren können. Bleibt die Frage, was Jugendliche zwischen 12 und 20 tun sollen? Die Hormone spielen ja beizeiten verrückt. Früher wurde dann eben beizeiten geheiratet, damit eben kein uneheliches Kind zur Welt kommt. Egal, ob die "Frau" dann erst 14 war oder nicht.

Dennoch sehe ich einen Unterschied zwischen Ehe und Sex. Einerseits finde ich es wichtig, dass man sich selbst erst mal etwas besser kennenlernt und sich ausprobiert (wie soll man wissen, was man in sexueller Hinsicht mag und was nicht, wenn man es nicht erst einmal ausprobiert?), andererseits birgt Sex unter Jugendlichen auch diverse Risiken, die für diese eigentlich nicht überschaubar sind bzw sein können. Ich glaub manchmal, dass die Jugendlichen, aber auch durchaus Erwachsene durch die ganzen Verhütungsmöglichkeiten gar nicht mehr auf dem Schirm haben, dass Sex eigentlich zur Zeugung von Nachwuchs gedacht war und der Spaßfaktor ein angenehmer Nebeneffekt. Heute sieht man es eher andersherum, Spaß zuerst, und evtl, wenn überhaupt, könnte man auch irgendwann mal ein Kind dabei zeugen.

Aber auch wenn ein gezeugtes Kind das bisherige Leben auf den Kopf stellt, eine Ehe, geschlossen mit einem unmündigen Kind, wird dieses in seiner Entwicklung eingrenzen.

Ich habe mal mitbekommen, wie sich eine Inderin (?) in einer Massagepraxis einer Physiotherapie mit der Physiotherapeutin unterhalten hat. Sie meinte, die arrangierten Ehen hätten auch Vorteile. So müsse man sich z.B. überhaupt nicht selbst darum kümmern, einen Partner zu suchen, das würde einem also abgenommen. Man könnte die Zeit, die andere für die Partnersuche aufwenden würden, viel besser für andere Dinge wie Bildung, Arbeit und Hobbys nutzen. - Nur sprach dort eine erwachsene, für mein Empfinden auch selbstbewusste und selbstreflektierte Frau und kein minderjähriges Mädchen.

Eehemalig3er NutzFer (Q#515x610)


Ich glaube schon, dass arrangierte Ehen auch in etlichen Fällen funktionieren können. Und das vielleicht nicht mal so schlecht, weil nicht immer die romantische Liebe der Grundstein für eine erfolgreiche, glückliche Beziehung sein muss.

Ich bin dennoch froh, dass wir die Möglichkeit haben uns unsere Partner selbst zu suchen. Weil für mich, und ich glaube für die meisten anderen Menschen auch, Verliebtheit, gegenseitige Attraktivität, das sich-Riechen-können und das ganze wunderbare Drumherum auch wichtig sind.

Vielleicht wäre es aber eine Idee, auch eine Art Partnerbörse zu gründen, bei der Menschen sich quasi Beziehungen arrangieren lassen? ":/ Gibt's sowas?

L!ouisixana


Ich könnte mir vorstellen, dass es so was gibt.

Den romantischen Aspekt, den wir in einer Partnerschaft ja eigentlich prinzipiell erwarten, erwartet man in anderen Kulturen nicht unbedingt. Dort ist dann die Rede davon, dass man sich lieben lernen kann. Und dass Verliebtheit ja sowieso überbewertet ist. Und leider spielen ihnen natürlich unsere westlichen Scheidungsquoten und Teenager-Schwangerschaftsabbrüche in die Karten.

Ich könnte mir eine arrangierte Beziehung nie vorstellen. Aber in anderen Kulturen sieht man das eher pragmatisch.

lyerchepnzungxe


Vielleicht wäre es aber eine Idee, auch eine Art Partnerbörse zu gründen, bei der Menschen sich quasi Beziehungen arrangieren lassen? ":/ Gibt's sowas?

[[https://www.youtube.com/watch?v=cJsW2nqTgVg]]

:-p

B@lUack yG~uxn


Ich glaube schon, dass arrangierte Ehen auch in etlichen Fällen funktionieren können. Und das vielleicht nicht mal so schlecht, weil nicht immer die romantische Liebe der Grundstein für eine erfolgreiche, glückliche Beziehung sein muss.

eine bekannte von mir ist aus indien und hat mir den unterschied mal ganz simpel verdeutlicht: ihr im westen heiratet den menschen, den ihr liebt. wir in indien lieben den menschen, den wir heiraten.

prinzipiell halte ich es aber schon für erfolgversprechender und auch erstrebenswerter, wenn man sich seinen partner selbst aussuchen kann. die arrangierten ehen mögen in vielen fällen, vieleicht sogar in der mehrheit der fälle, funktionieren. aber in den fällen, in denen die arrangierten ehepartner wirklich nicht miteinander können, führt das ganze wohl zu viel leid und unglück. zumal gesellschaften, in denen ehen arrangiert werden, tendenziell auch diejenigen sind, in denen scheidungen nur schwer bis gar nicht möglich sind.

BwlueraJbbixt8x9


1) nicht vergessen sollte man, dass für viele minderjährige Flüchtlingsmädchen die Ehe einen Schutz darstellt, einmal, weil damit ein Mann da ist, der sich für ihre Sicherheit rund um die Uhr verantwortlich fühlt, aber auch weil Sexualstraftäter in den Flüchtlingslagern aus kulturellen Gründen oftmals vor Übergriffen auf verheiratete Frauen zurückschrecken, hingegen aus gleichen kulturellen Gründen Übergriffe auf unverheiratete Mädchen nicht als Verbrechen betrachten! Angesichts der Vielzahl von Übergriffen innerhalb von Flüchtlingslagern ist offensichtlich, dass der Staat einen entsprechenden Schutz der Flüchtlingsmädchen nicht garantieren kann!

Wenn hier also vorgeschlagen wurde, Ehepaare, bei denen die Frau minderjährig ist, zwangszutrennen, dann bedeutet das im Effekt, das Risiko für diese Mädchen zu erhöhen! Ich kann mir nicht vorstellen, dass irgendjemand das will...

Das ganze greift aber nur solange es nicht um Zwangsehen geht, welche grad bei solchen Kinderehen recht oft vorkommen (ich würde sogar so weit gehen zu sagen dass wahrscheinlich die Mehrheit dieser Ehen nicht aus freien Stücken geschlossen wurde). In dem Fall würde der "Verbrecher" nämlich genau nebendran schlafen. Und ja, ich gehe jetzt mal frech davon aus dass in einer solchen Zwangsehe auch der Sex nicht unbedingt freiwillig ist.

Ich glaube schon, dass arrangierte Ehen auch in etlichen Fällen funktionieren können. Und das vielleicht nicht mal so schlecht, weil nicht immer die romantische Liebe der Grundstein für eine erfolgreiche, glückliche Beziehung sein muss.

Wobei man in dem Fall klar zwischen "arrangiert" und "gezwungen" unterscheiden muss. "Arrangiert" heißt ja erstmal nichts anderes als das die Partnersuche in fremde Hände gegeben wird und man dann erstmal sieht was dabei rauskommt (meist gibts ja trotzdem erstmal eine Art "Kennenlernen" und co).

Vielleicht wäre es aber eine Idee, auch eine Art Partnerbörse zu gründen, bei der Menschen sich quasi Beziehungen arrangieren lassen? ":/ Gibt's sowas?

Mehr oder weniger, denn genau genommen passt diese Beschreibung ja auf jede Dating-Seite die Vorschläge liefert bzw auf jedes Blind-Date dass von Freunden arrangiert wurde.

M-akka%bi


nicht vergessen sollte man, dass für viele minderjährige Flüchtlingsmädchen die Ehe einen Schutz darstellt, einmal, weil damit ein Mann da ist, der sich für ihre Sicherheit rund um die Uhr verantwortlich fühlt

Nicht vergessen sollte man, dass die Schutzgeldzahlungen an die Mafia für die betroffenen Restaurants einen Schutz darstellen, weil damit eine Gruppe da ist, die sich für deren Sicherheit rund um die Uhr verantwortlich fühlt.

Mpak%ka9bi


Edit: insofern ist es nur logisch, das Bremen in solchen Fällen nur noch nach einer Anzeige ermitteln will.

SIhoxjo


Ich glaub manchmal, dass die Jugendlichen, aber auch durchaus Erwachsene durch die ganzen Verhütungsmöglichkeiten gar nicht mehr auf dem Schirm haben, dass Sex eigentlich zur Zeugung von Nachwuchs gedacht war und der Spaßfaktor ein angenehmer Nebeneffekt.

Das ist so nicht ganz korrekt, insofern ist es ganz gut, dass das viele Leute "nicht mehr auf dem Schirm haben". ;-D

Sfhoyjo


2) wir sollten auch nicht vergessen, dass wir alle nicht mehr leben würden, wenn früher nicht auch in Europa das Heiratsalter viel niedriger gewesen wäre. Bei einer mittleren Lebenserwartung von deutlich unter 30 Jahren im Mittelalter war es unabdingbar, so früh wie möglich Kinder zu kriegen, um diese noch so lange unterstützen zu können, bis diese selbst heiraten konnten.

Lerchenzunge, das ist ja sehr, sehr süß, aber ich glaube, neben der Frage, wie die Berechnung der niedrigen Lebenserwartung früher zustandekam, hast Du auch in Sachen mittelalterlicher Eltern-Kind-Beziehung so einiges nicht verstanden.

H]o/rst HFofrPstYensxen


Sollten bei uns generell Ehen (anders als bisher ab 16 Jahren) erst ab 18 Jahren erlaubt sein, um noch deutlicher zu machen, dass Kinderehen bei uns nicht (mehr) üblich sind?

Nur mal so am Rande... Generell erlangt man hierzulande die Ehemündigkeit erst mit 18 Jahren. Siehe BGB § 1303 Ehemündigkeit: (1) Eine Ehe soll nicht vor Eintritt der Volljährigkeit eingegangen werden.

Eine Eheschließung ab 16 Jahren ist in Deutschland nur in Ausnahmefällen möglich:

(2) Das Familiengericht kann auf Antrag von dieser Vorschrift Befreiung erteilen, wenn der Antragsteller das 16. Lebensjahr vollendet hat und sein künftiger Ehegatte volljährig ist.

(3) Widerspricht der gesetzliche Vertreter des Antragstellers oder ein sonstiger Inhaber der Personensorge dem Antrag, so darf das Familiengericht die Befreiung nur erteilen, wenn der Widerspruch nicht auf triftigen Gründen beruht.

(4) Erteilt das Familiengericht die Befreiung nach Absatz 2, so bedarf der Antragsteller zur Eingehung der Ehe nicht mehr der Einwilligung des gesetzlichen Vertreters oder eines sonstigen Inhabers der Personensorge.

Zum Thema: Wenn die Ehe nach syrischem Recht gültig ist, dann sollte sie mMn auch hier gelten.

Bslapck GOun


Zum Thema: Wenn die Ehe nach syrischem Recht gültig ist, dann sollte sie mMn auch hier gelten.

beinhaltet das auch den "vollzug" der ehe?

ANntouni@o Vinvaldi


Ja, Black Gun, das ist ja genau der Punkt; wenn hier z.B. ein Paerchen 13/22 aus Syrien oder sonstwoher eintrifft, darf der Mann das Maedel "rannehmen", nur weil (u.U. angeblich - vgl. nur die Tatsache, dass viele Nicht-Syrer ihre Paesse vernichtet und sich dann als Syrer ausgegeben haben) sie verheiratet sind. Solange er es nicht voellig uebertreibt und sie nicht anderweitig informiert ist (woher sollte sie das sein?), wird sie wohl kaum den Weg einer entsprechenden deutschen Frau waehlen und ihn wegen Vergewaltigung in der Ehe anzeigen. Er hat also eine ziemliche Narrenfreiheit, was das sexuelle Beisammensein mit ihr betrifft.

Das koennte man dann so weiter stricken, dass ein Deutscher, der es auf sehr junge Maedchen als sexuelle Gespielinnen abgesehen hat, ein junges Maedel mit Geschenken und anderen Ueberredungskuensten zur Hochzeit ausserhalb von Deutschland bringt und dann nach seiner Rueckkehr die Anerkennung dieser Ehe einfordert. So kann er, wenn er es geschickt anstellt, mit hiesiger staatlicher Legitimation etwas nachgehen, was ihn ohne den kleinen Umweg ueber das Ausland direkt hinter schwedische Gardinen bringen wuerde.

Es mag den Fall vielleicht noch nicht gegeben haben, aber ich finde den Widerspruch schon erheblich zwischen strenger Strafe und ehrfuerchtiger Anerkennung fremder Sitten und Gebraeuche einschliesslich einer zusaetzlichen Foerderung, die hier Eheleuten kraft ihrer Ehe durch den deutschen Staat zuteil wird. Der allgemein anerkannte Gleichheitsgrundsatz zwischen den hier lebenden Menschen ist damit kaum in Einklang zu bringen.

@ alle

Herzlichen Dank fuer die interessanten Diskussionsbeitraege - ich hoffe, dass noch mehr Denkanstoesse kommen werden. @:)

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Beziehungen oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

Psychologie · Erziehung · Sexualität · Homo, Hetero, Bi


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH