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Streit mit Mutter - Kontaktabbruch?

L[i+schegnswelxt hat die Diskussion gestartet


Hallo zusammen @:)

Ich brauche gerade mal ein bisschen geistigen Input....

Vorgeschichte:

Ich bin allein bei meiner Mutter groß geworden. Von meinem 7. bis zu meinem 19. Lebensjahr hatte ich einen lieben Stiefvater, der leider verstorben ist. Von da an bis zu meinem 24. Lebensjahr haben wir wieder allein gelebt. Das Verhältnis zu meiner Mutter war nie gut und immer von Streit bis hin zu Gewalt geprägt. Das ging nicht nur von ihr aus, auch ich habe mich oft schäbig verhalten. Eskaliert ist es, als ich meinen Mann kennengelernt habe. Ich bin nicht freiwillig ausgezogen. Ich wurde rausgeschmissen, weil ich ein Auto gekauft habe. Meine Mutter hat ihn nie akzeptiert. Sie hat mir immer Steine in den Weg gelegt, ist psychisch krank, arbeitslos, gesundheitlich sehr angeschlagen.

Im Jahr 2015 wurden wir Eltern einer kleinen Tochter. Seit dem hat sich das Verhältnis etwas gebessert. Meine Mutter liebt die Kleine abgöttisch. Leider werde ich als Mutter nicht ernst genommen.

Aktuell

Meine Mutter und ich streiten sehr oft zur Zeit. Meistens geht es darum, dass sie mit der Kleinen etwas nicht so macht wie ich das will. Gestern ist es vollständig eskaliert. Ich hatte darum gebeten im Kinderwagen bei 24 Grad den Fußsack wegzulassen und die Kleine nach 16 Uhr zu wecken, damit sie abends pünktlich ins Bett geht. Beides hat meine Mutter nicht gemacht. Das Kind war klatsch nass geschwitzt und hat um 17 Uhr noch geschlafen. Deshalb haben wir diskutiert. Meine Mutter sagte dann auf offener Straße: "Manche Kinder können einem Leid tun. Die haben einfach blöde Eltern." Insgesamt hat sie mich noch als blöde Mutter beschimpft. Sie redet immer sehr abwertend von uns als Eltern. Unsere Tochter tut ihr einfach nur Leid. Ich habe sie dann ebenfalls beschimpft und ihr gesagt, dass sie L. nicht mehr sehen wird wenn sie sich so benimmt.

Meine Mutter droht nun damit mir das Jugendamt zu schicken und beim Familiengericht das Umgangsrecht einzuklagen. Finde ich schwachsinnig, denn gegen mich muss man nicht klagen. Natürlich darf sie ihr Enkelkind sehen. Sie beschimpfte mich per WhatsApp noch mit den folgenden Worten: "Ich schäme mich dich als Tochter zu haben." und "Du hättest nie ein Kind bekommen dürfen."

Eigentlich würde ich gerne den Kontakt abbrechen, aber: L. ist nun 11 Monate alt und fühlt sich bei Oma sehr wohl. Ich möchte gerne, dass sie eine Oma hat. Ich hatte keine. Ich muss dazu sagen, meine Mutter hatte immer nur Ärger. Sie ist so ein Typ Mensch, der sich immer als Opfer sieht und keine Kontakte pflegen kann. Sozial nicht integriert, keinen Kontakt zur Familie, keine Freunde, keinen Job.

Ich selbst arbeite als Pädagogin. Eine Anzeige beim Jugendamt würde zumindest in diesem Bereich die Jobchancen zunichte machen.

Ich weiß gerade nicht was ich machen soll. Kurz zu uns, ich bin 28, mein Mann 40 Jahre alt. Wir sind verheiratet und führen ein ganz solides Leben. Und das zerstört sie irgendwie gerade :°(

Antworten
TSamZbiourixn


Deine Mutter ist unmöglich. Ich würde den Kontakt vorübergehend abbrechen, bis sie mal einsichtig wird.

Dann würde ich mich erkundigen, ob und unter welchen Umständen es möglich ist, dass sie ein Umgangsrecht einklagt. Wenn du darüber genau Bescheid weißt, musst du dir keine sinnlosen Sorgen machen.

Lsisc~hens}welt


Die wird halt nicht einsichtig. Meine Mutter hat 30 Jahre keinen Kontakt mehr zu ihren Eltern bis die gestorben sind. Wenn ich abbreche, wird es nie mehr ein Zurück geben.

EOhemaliXger N9utzer (#2k828.7x7)


Soweit ich das bisher mitbekommen habe (wenn es mal in die Medien kam) können Großeltern kein Umgangsrecht einklagen.

Aber: L. ist nun 11 Monate alt und fühlt sich bei Oma sehr wohl

Die Frage ist nur: bleibt das auch so. Wenn sie mitbekommt wie die Oma die Mama beschimpft? Das bei Omas andere Regeln gelten als zuhause ist ja nun kein großes Geheimnis. Aber ein respektvoller Umgang miteinander gehört dazu. Schließlich lebt ihr dem Kind vor wie Familie funktioniert.

Eine Anzeige beim Jugendamt würde zumindest in diesem Bereich die Jobchancen zunichte machen.

Sicher? Ich denke mal beim Jugendamt haben die Erfahrung mit solchen Konstellationen. Da wirst du nicht die einzige sein die da Probleme hat.

LpischAenswWelxt


@ Aleonor:

Wir können ihr nicht vorleben wie Familie geht, da ein respektvoller Umgang nicht möglich ist. Der Tag gestern hat gut angefangen und plötzlich ist es eskaliert. Es gibt nie Voranzeichen. Heftige Gefühlsschwankungen. Ich weiß nie, wenn zu meiner Mutter fahre, wie der Tag zu Ende geht. Das ist nicht gut für ein Kind. Das ist mir bewusst, aber sie ist so gerne bei ihrer Oma, deswegen meine Zweifel....

ZAwer]genfrxau


Falls du den Kontakt nicht ganz einstellen magst, würde ich nur noch Besuche bei und mit dir zulassen. Ggfs. mit Anwesenheit deines Mannes.

Umgangsrecht ist durch die Großeltern einklagbar (bei uns aktuell der Fall). Aber erkundige dich mal genauer, wegen ein paar Wochen Kontaktabbruch bestimmt nicht realistisch (ich bin leider der einzige Nicht-Jurist in dem Teil der Familie).

Meinst du wirklich, dass sie so weit geht?

Wegen einem Gespräch mit dem Jugendamt wirst du hoffentlich keine Probleme im Job bekommen. Da könnte ja jeder alles behaupten. Aber auch hier würde ich mir notfalls Rückendeckung durch einen Anwalt holen.

D3ie Se*hxerin


warum gehst du denn nicht einfach in "vorleistung"? bei unserem jugendamt gibt es beratungsstellen, die auch unterstützung für probleme mit den großeltern anbieten! wende dich doch an eine solche stelle und schildere dort die ganze thematik... wenn deine mutter dann tatsächlich dort aufschlagen würde, kennen sie deine sicht der dinge schon (von der sachlich-professionellen seite her, die du dort eingenommen hast ;-) )

SNheilxagh


Hallo Lieschenswelt :)_

Es tut mir leid zu lesen, dass du mit einem solchen Hintergrund groß werden musstest und aktuell solche Probleme mit deiner Mutter hast.


Leider werde ich als Mutter nicht ernst genommen.

Da gehören immer 2 dazu. Wenn Du das nicht klar und unmissverständlich (!) einforderst und Deine Grenzen setzt, wird sie das nicht ändern bzw. Dich da auch nicht als Autorität wahrnehmen (können).

Das soll jetzt keine Schuldzuweisung sein, sondern Soll Dich vom "Opfer" wieder zum handlungsfähigen Gestalter dieser Beziehung machen! :)z

Ihr Verhalten/Ihre Einstellung kannst Du ausschließlich indirekt verändern:

Indem Du Dein eigenes Verhalten modifizierst und sie dadurch auch anders reagiert.

Ursache -> Wirkung.

Meine Mutter und ich streiten sehr oft zur Zeit. Meistens geht es darum, dass sie mit der Kleinen etwas nicht so macht wie ich das will. Gestern ist es vollständig eskaliert. Ich hatte darum gebeten im Kinderwagen bei 24 Grad den Fußsack wegzulassen und die Kleine nach 16 Uhr zu wecken, damit sie abends pünktlich ins Bett geht. Beides hat meine Mutter nicht gemacht. Das Kind war klatsch nass geschwitzt und hat um 17 Uhr noch geschlafen. Deshalb haben wir diskutiert.

Hier gibt es nichts zu streiten und zu diskutieren!

Deine Mutter hat hier überhaupt kein Mitspracherecht, kein Stimmtecht und keine Entscheidungsgewalt.

DU machst die Regeln für DEIN Kind. Punkt.

Sobald Du Dich auf eine inhaltliche Diskussion einlässt, dich rechtfertigst und erklärst, warum du möchtest dass dies oder jenes mit deiner Tochter so oder so gehandhabt wird, und Dir ihre Sicjtweise anhörst zeigst du deiner Mutter dass sie hier ein Mitspracherecht hat, da du dich auf eine Diskussion mit ihr einlässt.

Die einzig wirksame Reaktion hier ist jedesmal wenn sie Dich kritisiert, gebetsmühlenartig diese (oder ähnliche) Sätze zu wiederholen:

"Ich diskutiere nicht mit Dir über Thema X, bei meiner Tochter gelten meine Regeln."

"Ich möchte hierzu keinen Rat von Dir - ich entscheide so und so."

"Ich erwarte, dass Du Dich an die Regeln hältst, sonst kann ich Dir unserer Tochter nicht mehr alleine überlassen."

Du, liebe Lieschenswelt musst eine klare Entscheidung treffen, ob Du Dich weiter wie ein unmündiges Kind behandeln lassen willst. Mit allen Konsequenzen. @:)

Meine Mutter sagte dann auf offener Straße: "Manche Kinder können einem Leid tun. Die haben einfach blöde Eltern." Insgesamt hat sie mich noch als blöde Mutter beschimpft. Sie redet immer sehr abwertend von uns als Eltern. Unsere Tochter tut ihr einfach nur Leid. Ich habe sie dann ebenfalls beschimpft und ihr gesagt, dass sie L. nicht mehr sehen wird wenn sie sich so benimmt.

Dazu kann ich nicht viel sagen.

Außer dass ich diese Art des Streitens unterirdisch finde.

:(v

Auch hier gilt: Du entscheidest was Du wie sagst, und über das Niveau DEINER Aussagen. ":/

Bei solchen Vorwürfen (es fällt mir schwer mir das vorzustellen aber ich habe es einmal versucht) hätte ich meine Mutter stehen lassen. Und sie hätte erst mal ein paar Wochen nichts von mir gehört.

Nach einer angemessenen Entschuldigung wäre ich unter Umständen (!) wieder bereit gewesen ihr als Oma vielleicht noch eine Chance zu geben.

Eine Frage drängt sich mir auf: möchtest du wirklich das deine Tochter deiner Mutter aufwächst? :-/

Ich selbst arbeite als Pädagogin. Eine Anzeige beim Jugendamt würde zumindest in diesem Bereich die Jobchancen zunichte machen.

Eine unrechtmäßige (!) Anzeige beim Jugendamt hat keinerlei negative Auswirkungen. Auch nicht, falls Du Beamtin bist. Keine Sorge.

Das wäre ja noch schöner, da bräuchte man also einfach jemanden anzuschwärzen und würde ihm damit seine Karriere versauen. Gott sei Fank ist das nickt so einfach! ;-)

Wir sind verheiratet und führen ein ganz solides Leben. Und das zerstört sie irgendwie gerade :°(

Nur wenn Du es zulässt. :°_

Ich wünsche Dir den Mut, die Kraft und die Entschlossenheit aus der Opferrolle heraus zu treten!

:)* :)* :)* :)*

SShei'lamgxh


Eins noch!

Das ist nicht gut für ein Kind. Das ist mir bewusst, aber sie ist so gerne bei ihrer Oma, deswegen meine Zweifel....

DU (und Dein Mann) entscheidest was Du für Dein Kind willst, welchen Umgang Du für gut und richtig hältst.

Aber sicher nicht Dein Kind. Trau Dich auch da mehr in die Mutterrolle.

Übrigens: Solltest Du den Kontakt in den nächsten 2 Jahren abbrechen, wird Deine Tochter später keine bleibenden Erinnerungen an Deine Mutter haben.</p>
<p>Und die wird schon nach ganz kurzer Zeit auch nicht mehr fragen.

SbheEilagh


Falls du den Kontakt nicht ganz einstellen magst, würde ich nur noch Besuche bei und mit dir zulassen. Ggfs. mit Anwesenheit deines Mannes.

:)^

Ich persönlich würde mein Kind (egal wie alt!) niemals mit einer solchen Person - wie Du Deine Mutter schilderst - alleine lassen.

S^heilhagh


Oha. Bitte Tippfehler entschuldigen. Ist ja peinlich. ;-D |-o

T1ambo]urixn


Sheilagh :)^ :)^ Damit ist alles gesagt.

Denk noch mal darüber nach, ob deiner Tochter der Umgang mit deiner Mutter auf Dauer wirklich gut tut.

Mag ja sein das sie es momentan toll findet, aber das wird sich vermutlich schnell ändern, wenn sie ein bisschen älter ist und die Situation besser versteht.

Allein würde ich deiner Mutter das Kind auf gar keinen Fall mehr geben.

g?raxum


Eigentlich würde ich gerne den Kontakt abbrechen, aber: L. ist nun 11 Monate alt und fühlt sich bei Oma sehr wohl. Ich möchte gerne, dass sie eine Oma hat. Ich hatte keine.

Lischenswelt. du hast Angst vor deiner Mutter und kannst deine Tochter nicht vor ihr schützen.

Stell dich nicht hinter das Kind und sage "ach sie hätte doch so gerne eine Oma" . Nein, DU hättest gerne eine Oma gehabt die dich vor deiner Mutter schützt.

Es ist deine Aufgabe negative Einflüsse von deinem Kind fern zu halten, auch wenn es die Oma ist.

_;Parvxati_


DU machst die Regeln für DEIN Kind. Punkt.

Sobald Du Dich auf eine inhaltliche Diskussion einlässt, dich rechtfertigst und erklärst, warum du möchtest dass dies oder jenes mit deiner Tochter so oder so gehandhabt wird, und Dir ihre Sicjtweise anhörst zeigst du deiner Mutter dass sie hier ein Mitspracherecht hat, da du dich auf eine Diskussion mit ihr einlässt.

Die einzig wirksame Reaktion hier ist jedesmal wenn sie Dich kritisiert, gebetsmühlenartig diese (oder ähnliche) Sätze zu wiederholen:

"Ich diskutiere nicht mit Dir über Thema X, bei meiner Tochter gelten meine Regeln."

"Ich möchte hierzu keinen Rat von Dir - ich entscheide so und so."

"Ich erwarte, dass Du Dich an die Regeln hältst, sonst kann ich Dir unserer Tochter nicht mehr alleine überlassen."

Genau so, wie Sheilagh es hier geschrieben hat, würde ich es auch machen. Auf KEINEN FALL auf eine inhaltliche Diskussion einlassen! Setze Grenzen! Ein kurzer knapper Satz wie oben beschrieben zu deiner Mutter und keine weitere Erklärung dazu. Falls sie dann immer noch diskutieren will, dann kündige an, dass du sonst ihre Wohnung verlässt bzw. sie deine verlassen kann. Vielleicht wird sie es irgendwann schnallen, dass sie zu weit geht.

LjisKchenswhelt


Ich danke Euch @:)

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