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Trennung ja oder nein

EPhemaliger Nnutwzer x(#15)


Ich lese auch von Anfang an mit und wollte das Ganze erst mal sacken lassen, also so meinen allerersten Eindruck nicht gleich niederschreiben.....

Aber nun möchte ich mich auch _Parvati_ anschließen, dieser allererste Eindruck hat sich irgendwie nur noch bestätigt - irgendwie sehe ich da so wenig Akzeptanz, ehrlich gesagt hauptsächlich von Deiner Seite. Stichwort "eierlegende Wollmilchsau" um es mal auf einen platteren Kern zu bringen.

Vor der OP hatte sie ja auch schon die Warzen und heftige Schmerzen, aber die hat sie in Kauf genommen und sogar schöne Schuhe mit Absätzen getragen. Das war schon damals grenzwertig für sie, aber sie hat es trotzdem gemacht. Und genau das vermisse ich heute dass sie sich einfach aufrafft und trotz der Schmerzen einen kleinen Spaziergang macht. Vielleicht geht es ja jetzt wirklich nicht mehr und ich verlange zu viel. Aber ich sehe nur noch Resignation bei ihr.

Für mich klingt das eher, als hätte sie sich sehr lange Zeit für Dich (?) verbogen und kann jetzt einfach nicht mehr.....das ist keine Resignation in dem Sinne, dass sie nicht mehr die Dinge macht/machen kann die sie selbst will - sondern eben nichts mehr was DIR gefallen hat (gefällt). Das geht jetzt zwar ein wenig in die spekulative Richtung, aber ich wüsste sonst keinen Grund warum sie z.B. Schuhe mit Absätzen tragen sollte, Spaziergänge machen etc. - trotz ihres Problems, als es einem anderen Menschen "recht" machen zu wollen. Ich möchte an dieser Stelle betonen (siehe oldie49), dass es hier nicht um eine "Schuldfrage" geht, sondern mehr um eine Dynamik. Denn was mir dabei auch auffällt ist, dass Du auch damals ja wohl schon wußtest, dass es ihr nicht leicht fällt und trotzdem nichts gesagt hast? So in der Richtung "Mensch, wenn es Dir damit nicht gut geht - dann lasse es doch!". Oder hast Du?

Wenn mein Partner und ich unterwegs sind und mein Rücken mich plagt (ist nicht chronisch, kommt ab und zu vor), dann geht er darauf ein, macht Pausen mit mir oder fragt von Fall zu Fall auch ob wir lieber umdrehen sollen etc. pp.. Und wenn dadurch irgendwas Geplantes nicht klappen sollte - dann ist das eben so. Sowas passiert. Und wenn ich hohe Schuhe anziehen würde und dann "jammern" - er wäre der Erste der sagen würde: "Dann ziehe sie doch nicht mehr an!" - und umgekehrt mache ich es genauso. Ich meine, man hat doch den Partner nicht dafür, dass er dafür sorgen muß sämtliche eigene Bedürfnisse zu erfüllen?

Klar gibt es auch hier Grenzen - diese sehe ich aber fast ausschließlich im Verhalten des Anderen mir (oder anderen Menschen) gegenüber, in einer in der Basis stimmigen Lebenseinstellung - aber nicht in den Umständen von Außen.

Sicher magst Du jetzt sagen, es ist ja auch ihr Verhalten welches die Umstände prägt - nur, was soll sie denn machen? Du schreibst immer so lapidar von "stärkeren Schmerzmitteln" - weißt Du eigentlich, wie ungesund Schmerzmittel sind? Was sie sich damit (und vor allem noch stärkeren) auf lange Sicht antun würde? Bedenkst Du das? Nur damit Deine Bedürfnisse erfüllt werden?

Ok, ich weiß, mein Beitrag ist etwas subjektiv geprägt - aber ich weiß mit Sicherheit: Wärst Du mein Freund und ich würde diesen Faden hier lesen, dann hätten wir heute Abend noch ein ernstes und bestimmt auch schmerzvolles Gespräch.

_sPa)rvaxti_


Für mich klingt das eher, als hätte sie sich sehr lange Zeit für Dich (?) verbogen und kann jetzt einfach nicht mehr.....das ist keine Resignation in dem Sinne, dass sie nicht mehr die Dinge macht/machen kann die sie selbst will - sondern eben nichts mehr was DIR gefallen hat (gefällt). Das geht jetzt zwar ein wenig in die spekulative Richtung, aber ich wüsste sonst keinen Grund warum sie z.B. Schuhe mit Absätzen tragen sollte, Spaziergänge machen etc. - trotz ihres Problems, als es einem anderen Menschen "recht" machen zu wollen.

Guter Gedanke. Ich hätte den Faden gedanklich gar nicht so weit gesponnen, aber das mit dem Verbiegen klingt einleuchtend.

Ich denke auch, dass ihre Schamgefühle durch bestimmte Ängste begleitet werden. Vielleicht hat sie auch generell eher Angst statt Scham, nämlich Angst abgelehnt zu werden, Angst, dass ihr Freund sie verlassen könnte, weil sie so krank und eingeschränkt ist usw. Ich kenne diese Sorgen und Ängste ebenfalls, und um meinen Mann in seiner Lebensqualität nicht allzu sehr einzuschränken, mache ich hin und wieder nur ihm zu liebe bestimmte Aktivitäten mit. Das ist aber, finde ich, nicht weiter tragisch, sofern es nicht überhand nimmt. Wenn man sich jedoch nur noch für seinen Partner verbiegen würde, raubt das Kraft und Energie. Das hält man nicht lange durch.

O)ldiPe49


@ namenlos

ich gehe auf deine Antwort an mich ein.

Du erwähnst das Thema Schuld. Wir haben darüber nie gesprochen aber ich glaube dass es ein schwelendes Thema ist das jeder für sich behält. Sie hat mir nie Vorwürfe wegen der OP gemacht, aber trotzdem fühle ich mich an dem jetzigen Zustand mitschuldig, weiß auch nicht so recht wie sie darüber denkt.

Und so geht es in deinem Beitrag immer weiter unter der Überschrift "Wir haben nicht darüber gesprochen, ich weiß nicht, was sie darüber denkt". Die schlechte Nachricht ist, dass ihr damit eure Beziehung sehr gefährdet habt. Denn eine Liebesbeziehung existiert nur dann, wenn eine große "emotionale Nähe" vorhanden ist. Die Nähe der Gefühle also, die Offenbarung der Gefühle, den Austausch der Gefühle. Eine Liebe ist also nur dann lebensfähig, wenn die Partner bereit und in der Lage sind, sich über die jeweiligen Gefühle ganz offen auszutauschen, dem anderen anzuvertrauen, wobei man glücklich und wobei man unglücklich ist.

Die gute Nachricht wäre dann, dass es dazu nie zu spät ist und ihr das noch nachholen könnt. Dazu braucht es starker Motivation. Bei dir erkenne ich die, weil du sagst, dass dir klar wird, sie nicht verlieren zu wollen.

Wenn ich jetzt über sie schreibe merke ich wie wichtig sie für mich ist und dass ich unsere Beziehung auch aufrecht erhalten möchte.

Ob auch deine Partnerin motiviert ist, weiß ich nicht. Einer allein kann es nicht, das ist dir sicher klar.

Ich glaube nicht dass sie eine Lösung sucht. Sie hat die Warzen akzeptiert, das muss sie auch denn das wurde ihr von verschiedenen Ärzten geraten.

Ich finde es verstörend, dass ihr darüber nicht sprechen könnt.

Ich verstehe nur nicht dass sie nichts gegen die Schmerzen unternimmt. Es besteht tatsächlich die Gefahr dass sie sich in der Opferrolle gefällt und lieber leidet als ihren Zustand zumindest etwas zu verbessern. Sie hat ja auch nur mich als Ventil um über ihre Schmerzen zu sprechen weil sonst niemand von ihren Warzen weiß.

Nun, leider sucht nicht sie hier um Rat, sondern du alleine. Sie über dich zu erreichen, scheint mir sehr schwierig. Es kann viele Gründe geben, Schmerzmittel abzulehnen. Du könntest sie danach fragen, dann weißt du es.

Dass sie sich in der Opferrolle einrichtet, bedeutet aber noch nicht, dass sie sich dort auch wohl fühlt. Es bedeutet zunächst nur, dass sie keinen anderen Weg für sich sieht. Und das mag daran liegen, dass sie sich mit dem, was sie erlebt und fühlt, alleine sieht. Das bedeutet: Wenn sich das ändert und sie sich nicht mehr alleine fühlt, kann sie vielleicht auch aus der Opferrolle heraus kommen. Also ist da eine Chance.

Du hast im Kern recht, aber "schwer krank"? Die Warzen sind als Krankheit ja zum Glück harmlos. Alles andere als harmlos sind die starken Schmerzen beim Gehen und Stehen. Psychisch ist die Belastung auch nicht ohne, denn sie tut alles um ihre Schmerzen nach aussen hin zu verbergen und "normal" zu laufen. Sie schämt sich unheimlich Warzen unter den Füßen zu haben. Das alles zusammen ist schon ein heftiges Paket aber ich würde sie deswegen nicht "schwer krank" nennen.

Das ist mir völlig klar, darum habe ich es ja so formuliert. Ich vermute Folgendes:

Eure verstörende Sprachlosigkeit führt automatisch zu einer nonverbalen Kommunikation. Und die geht so, dass du unterschwellig verharmlost und sie dir Recht gibt, weil sie deiner Verharmlosung wenig Konkretes entgegensetzen kann. Es sind ja "nur Warzen". Also muss auch sie unterschwellig und nonverbal kommunizieren, dass es ihr viel schlechter geht, als du es wahr haben willst. Das kann nun noch lange so weiter gehen, aber du hast hier ja geschrieben, weil du etwas ändern willst und um also neue Erkenntnisse zu erlangen. Ich rate dir also dazu, diese nonverbale Phase zu beenden, solange es dazu noch nicht zu spät ist.

Einen Plan in dem Sinne haben wir nicht gehabt, wir haben unsere gemeinsame Sympathie füreinander für ausbaufähig gehalten und das hat sich auch bis jetzt als richtig erwiesen.

Also habt ihr nichts Konkretes besprochen

Wir wohnen getrennt, tragen uns aber mit dem Gedanken zusammenzuziehen.

Wieder habt ihr nichts Konkretes besprochen

Über gemeinsame Kinder haben wir nicht gesprochen, sie hat eine Tochter aus erster Ehe.

Eine Heirat ist für mich nicht zwingend notwendig aber vorstellbar. Sie meint auch dass wir erstmal zusammenziehen sollten.

Über einen Lebensplan haben wir ansonsten nie gesprochen.

In allen drei Bereichen nichts Konkretes besprochen. Das ist sehr aufschlussreich. Ihr traut euch also nicht. Und das hat einen doppelten Sinn. Die Gründe dafür kenne ich nicht.

Wir lieben uns zweifellos, aber darüber gesprochen haben wir eher selten.

Da frage ich mich natürlich: Warum handelt man so? Wieso liebt man sich, aber sagt es sich nicht? Warum möchte man eine gemeinsame Lebensplanung, redet aber nicht darüber? Warum redet man nicht über Heirat, wenn sie "vorstellbar ist", und über Kinder, wenn man es aber auch nicht ausschließt? Antwort wieder mal: Weil ihr euch nicht traut – im doppelten Sinn. Weil euch die Nähe fehlt, das gegenseitige Verstehen, das Vertrauen. Weil ihr unsicher seid, weil ihr euch nicht festlegen wollt, weil ihr "im Moment" leben wollt, ohne Perspektiven.

Es ist wirklich sehr wenig was an Unternehmungen noch möglich ist. Das betrifft auch die Urlaubsplanung. Den geplanten Winterurlaub mussten wir canceln weil die Wunden 6 Wochen nach der OP noch immer nicht vollständig verheilt waren und jetzt im Sommer bleibt nur der klassische Strandurlaub…..

Auch ich sehe es so, dass bei euch dem Urlaub offensichtlich mehr Wert beigemessen wird als der Lebensplanung. Es ist ja auch leichter, einen Urlaub zu planen, als ein Leben. Wenn es aber schon hier nicht gelingen will…

sie und ich haben die Warzen zwangsläufig akzeptieren müssen und sie bestimmen vollständig den Alltag. Für mich ist die Schwierigkeit die dass meine Freundin seit der OP nicht mehr dieselbe ist. Das betrifft einmal die viel größere Gehbehinderung durch noch mehr Schmerzen, aber auch ihre Resignation und Passivität.

Da ich sie ja nicht kenne, kann ich nur Vermutungen anstellen. Aber es scheint mir offensichtlich, dass sie ihre gesundheitlichen Probleme nicht annehmen will. Denn es soll ja niemand wissen. Es ist natürlich sinnvoll, gegen eine Krankheit zu kämpfen, aber das sind zwei unterschiedliche Dinge. Ich kann nur gegen etwas kämpfen, das ich annehme, ernst nehme.

Vor der OP hatte sie ja auch schon die Warzen und heftige Schmerzen, aber die hat sie in Kauf genommen und sogar schöne Schuhe mit Absätzen getragen. Das war schon damals grenzwertig für sie, aber sie hat es trotzdem gemacht. Und genau das vermisse ich heute dass sie sich einfach aufrafft und trotz der Schmerzen einen kleinen Spaziergang macht. Vielleicht geht es ja jetzt wirklich nicht mehr und ich verlange zu viel. Aber ich sehe nur noch Resignation bei ihr.

Siehst du das Wörtchen "einfach"? Es ist dieses "einfach", das sie fertig machen könnte. Denn es zeigt ja, dass niemand das wirklich ernst nimmt. Dann fällt es schwer dazu zu stehen.

Ich glaube dass wir beide dieses ständig präsente Thema einmal ansprechen müssen sonst ändert sich nichts. Ich komme mir nur ungerecht vor weil ich mich über Einschränkungen beklage für die sie nichts kann. Das ist mein eigentliches Problem.

Es ist wahrlich erstaunlich, dass ihr so wenig darüber redet.

Ändert das. Nehmt es ernst, sucht nach gemeinsamen Lösungen, gemeinsamen Unternehmungen, die trotzdem möglich wären. Hilf ihr, dazu auch offen zu stehen, denn wenn du es nicht ernst nimmst, wie soll sie es wagen, es Außenstehenden gegenüber zu offenbaren? Ihr neigt beide zur Vermeidung und Verdrängung, notwendig ist aber die Suche nach der Lösung. Redet darüber, gib zu, wie du dich fühlst, sag ihr, dass du sie trotzdem liebst (wenn es stimmt), nimm sie so, wie sie ist.

_3Parv1ati_


Auch ich sehe es so, dass bei euch dem Urlaub offensichtlich mehr Wert beigemessen wird als der Lebensplanung. Es ist ja auch leichter, einen Urlaub zu planen, als ein Leben.

Ich musste gerade schmunzeln ;-D Es ist einfach so gut formuliert und auf den Punkt gebracht :)^

N1amenFlosx4


Wir hatten gestern abend ein langes Gespräch bis in die Nacht. Ich habe sie auf stärkere Schmerztabletten angesprochen, die sie sich verschreiben lassen soll, um zwischendurch mal mehr Lebensqualität zu bekommen. Sie hat sich lange gewehrt mit der Begründung dass sie es leid ist ständig wegen der Warzen zum Arzt zu rennen und dass sowieso niemand diese Schmerzen begreift. Daraus hat sich dann die Diskussion entwickelt ob ich auch dazugehöre. Es stellte sich dann heraus dass sie sich völlig alleine fühlt mit ihren Schmerzen. Ich sagte ihr dann dass das auch an ihr liegt wenn sie mit niemandem darüber spricht. Sie meinte dann dass sie früher den Fehler gemacht und von ihren Warzen erzählt hätte, sie hätte so viel Verletzendes erfahren, das würde sie sich nicht mehr antun.

Um es kurz zu machen, ich habe sie so weit dass sie zu ihrer Ärztin geht und sich wirksame Schmerztabletten verschreiben lässt. Sie soll sie nur dann nehmen wenn wir mal spazierengehen wollen oder sie einfach beruflicherseits lange auf den Füßen sein muss.

Auch ich sehe es so, dass bei euch dem Urlaub offensichtlich mehr Wert beigemessen wird als der Lebensplanung.

Der Urlaub hat bei uns in der Tat einen hohen Stellenwert. Das liegt aber daran dass meine Freundin ihre Wohnung nur noch zur Arbeit und zum Einkaufen verlässt. Wenn das Wetter schön ist hole ich sie am Wochenende mit dem Auto ab und wir fahren in eine einsame Gegend wo sie schamfrei humpeln kann und wo es ausreichend Bänke gibt. Für sie bedeutet Urlaub inzwischen nicht gehen und stehen zu müssen. Das ist mir auf Dauer etwas zu wenig...

Ich hoffe jetzt sehr dass sie bald Schmerzmittel hat die endlich wirken damit sie aus diesem tiefen Loch kommt.

Chomr*axn


Namenloser, mir ist noch ein Gedanke gekommen, den ich gerne noch hinterfragen würde: wie steht es mit der ästhetischen Akzeptanz der Warzen auf deiner Seite? Wir schreiben jetzt die ganze Zeit über das eingeschränkte Freizeitverhalten, welches du zum Thema gemacht hattest. Ich frage mich die ganze Zeit im Inneren, warum sich ein Mensch in deinem Alter so auf die Bespaßung als Lebensziel konzentriert (weswegen ich das Alter in meinem ersten Beitrag ja auch kurz thematisiert hatte). Und da kam mir der Gedanke, ob dies vielleicht nur eine Projektion deines Unwohlseins ist? Liegt vielleicht auch ein Grund darin, dass es dich einfach stört, dass deine Freundin Warzen hat und dass du dir diese unbedingt wegwünschst? Hast du darüber mal nachgedacht, ob es wirklich die Bewegungseinschränkungen sind, oder ob du vielleicht insgeheim diese Warzen generell als "Mangel" ablehnst?

Darüber solltest du nochmal in Ruhe nachdenken, denn ich will nicht ausschließen, dass dein Problem eigentlich größer ist, als du im Moment vermutest. Wären die Warzen weiterhin an den Füßen und sie hätte keine Beschwerden - wäre dann innerlich Friede-Freude-Eierkuchen, oder würdest du sie dann immer noch gerne weghaben?

Was die Freizeitplanung angeht ist ja schon vieles gesagt worden. Meine Frau hat sich vor 2 Jahren bei einem Unfall den Arm gebrochen. Dieses Jahr wurde daraufhin Arthrose und eine verkümmertes Band im Handgelenk aufgrund des Traumas diagnostiziert. Sie hat einen Dauerschaden und wird einige Dinge (Wasserkästen heben, Kletterwald, manche Gartenarbeiten und Sportarten) nur noch eingeschränkt tun können. Es besteht immer die Gefahr, dass jemand in einer Beziehung Einschränkungen erfährt. Immer weglaufen wird keine Lösung sein - zumindest langfristig nicht. Man muss sich von beiden Seiten aufeinander zubewegen und Schnittmengen finden, die gegenseitigen Belange akzeptieren und respektieren. Was auch einschließt, dass du manche dir liebgewonnenen Aktivitäten auch mit anderen machen kannst. Du bist nicht im Gefängnis.

Das Freizeit-Problem ließe sich leicht lösen. Und auch für Urlaub gibt es ja mehr als "3-Tages-Wanderung" und "Am-Strand-Liegen". Hier ist jetzt Ausprobieren und Fantasie gefragt. Und vor allem gegenseitige Unterstützung.

Wie siehst du das, nachdem du darüber nun ein paarmal schlafen konntest? Und wie funktioniert eure partnerschaftliche Kommunikation zu dem Thema? *:)

apn_re


Hallo, um welche Walzenart handelt es sich? Ansonsten habe ich es überlesen.

Vielleicht wäre es besser einen Spezialisierten Psychologen aufzusuchen als zu erneut zu einem Arzt zu gehen. Ich hatte auch mal Warzen, wenn auch nur Dornwarze. Beim Arzt war ich, hat nich geholfen. Bei mir lag es an der Psyche, hab heute keine mehr.

NSamen|los4


@ Isabell

Du schreibst immer so lapidar von "stärkeren Schmerzmitteln" - weißt Du eigentlich, wie ungesund Schmerzmittel sind? Was sie sich damit (und vor allem noch stärkeren) auf lange Sicht antun würde? Bedenkst Du das? Nur damit Deine Bedürfnisse erfüllt werden?

Starke Schmerzmittel sind mit Sicherheit (vor allem auf Dauer) nicht gesund. Aber hierbei geht es nicht um meine Bedürfnisse sondern um ihre. Wenn sie nach einem langen Tag von der Arbeit nach Hause kommt ist sie vor Schmerzen kaum in der Lage zu sprechen. An manchen Tagen dauert es Stunden bis sich die Warzen beruhigt haben, sie kann ja deswegen sogar manchmal nicht einschlafen.

Ich weiß dass das schwer glaubhaft ist, ich wusste vorher auch nicht dass Warzen so stark schmerzen können. Wenn jedes Gehen und Stehen höllische Schmerzen bereitet dann geht es nicht mehr ohne starke Schmerzmittel finde ich. Mir geht dabei wirklich um sie, ihre eingeschränkte Lebensqualität und Bewegungsmöglichkeiten (z.B. auch Einkäufe), die gemeinsamen Unternehmungen stehen nicht im Vordergrund.

a@n_re


Sorry, meine eingeschaltete Rechtschreibprüfung schreibt Worte um.

Nuamenloxs4


@ Comran

wie steht es mit der ästhetischen Akzeptanz der Warzen auf deiner Seite?

Damit hat eigentlich nur meine Freundin ein ganz massives Problem. Sie schämt sich sehr deswegen weil sie auch früher negative Erfahrungen gemacht hat die sie sehr verletzt haben. Sie tut ja alles um die Tatsache zu verbergen dass sie Warzen hat, in ihrem jetzigen Bekanntenkreis weiß nur ich davon.

Natürlich sind ihre Fußsohlen mit den Warzen nicht gerade schön zu nennen aber der anfängliche Schock hat sich ziemlich schnell gelegt. Inzwischen habe ich mich an den Anblick gewöhnt und bin sogar in der Lage sie ihr nach einem langen Tag zu streicheln (was sie sehr gern hat).

Wären die Warzen weiterhin an den Füßen und sie hätte keine Beschwerden - wäre dann innerlich Friede-Freude-Eierkuchen, oder würdest du sie dann immer noch gerne weghaben?

Ich habe nichts gegen die Warzen, wohl aber dass meine Freundin so darunter leidet. Für mich wäre es völlig ausreichend wenn sie beschwerdefrei wäre und sie weitherhin die Warzen hätte. Für meine Freundin wäre es neben der Schmerzfreiheit auch wichtig warzenfreie Sohlen zu haben

N;ame.nlosx4


@ an_re

Hallo, um welche Walzenart handelt es sich?

Sie hat Dornwarzen, aber wohl ziemlich ungewöhnliche mit gewaltiger Tiefenausdehnung. Ihr wurde gesagt dass der Durchmesser in der Tiefe noch größer ist als oben sichtbar, also wie bei einem Eisberg. Das sind jedenfalls keine gewöhnlichen Viruswarzen die irgendwann von alleine weggehen oder durch Warzenmittel entfernt werden können. In der Uniklinik haben sie sogar Fotos von ihnen gemacht.

Die Ärzte waren von Anfang an gegen eine Entfernung, erst recht gegen eine OP. Leider hatten sie recht, seitdem ist alles viel schlimmer als vorher.

w'interRsonn8e 0x1


kann sie ihren Job wechseln, damit sie ihre Füße nicht belastet?

NSamjen.losx4


@ _Parvati_

Ich denke auch, dass ihre Schamgefühle durch bestimmte Ängste begleitet werden. Vielleicht hat sie auch generell eher Angst statt Scham, nämlich Angst abgelehnt zu werden, Angst, dass ihr Freund sie verlassen könnte, weil sie so krank und eingeschränkt ist usw.

Sie hat Angst dass ich sie wegen ihren Warzen hässlich finde und sie deswegen verlassen könnte. Da steht bei ihr aber mehr die Optik im Vordergrund als die täglichen Einschränkungen durch die Warzen. Ich versuche ihr diese Angst zu nehmen indem ich ihr sogar die Warzen streichle. Aber die Angst ist trotzdem nie verschwunden. Das hängt sicher auch damit zusammen dass sich ihr Mann von ihr getrennt hat und ihre Warzen dabei wohl auch eine Rolle spielten.

NEamenloos4


@ wintersonne 01

kann sie ihren Job wechseln, damit sie ihre Füße nicht belastet?

Schwierig. Sie arbeitet als Bibliothekarin, da kann sie ja sogar zwischendurch sitzen. Trotzdem hat sie abends wenn sie nach Hause kommt höllische Schmerzen.

_ZParvhatxi_


Das sind jedenfalls keine gewöhnlichen Viruswarzen die irgendwann von alleine weggehen oder durch Warzenmittel entfernt werden können.

Dass sie nicht doch irgendwann von allein weggehen weiß letztendlich keiner. Kann sein, muss aber nicht. Aber völlig ausschließen sollte man es nicht.

Leider hatten sie recht, seitdem ist alles viel schlimmer als vorher.

Heißt aber nicht, dass es nicht doch irgenwann wieder etwas besser wird.

Ich habe das Gefühl, dass ihr beide davon ausgeht, das der Zustand so bleibt. Wenn man sich das lang genug einredet, wird das wahrscheinlich auch so eintreten. Die Psyche sollte man daher bei der Problematik nicht unterschätzen. Sei es bei der Entstehung der Warzen oder auch bei der Symptombehandlung. Auch die Schmerzstärke kann durch die Psyche beeinflusst werden. Wenn man seine Gedanken zu sehr auf den Schmerz fokusiert, nimmt man diesen natürlich stärker wahr, als wenn man sich ablenkt.

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