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Trennung ja oder nein

N`ameonlos4


@ _Parvati_

Dass sie nicht doch irgendwann von allein weggehen weiß letztendlich keiner. Kann sein, muss aber nicht. Aber völlig ausschließen sollte man es nicht.

Die Ärzte haben uns da keine Hoffnung gemacht. Sie sagten dass es mehrere Arten von Dornwarzen gibt und ihre zu den therapieresistenten gehören. Wegen der gewaltigen Tiefenausdehnung würde auch bei einer kompletten Entfernung so viel zerstört dass die Entfernung mehr Schaden verursacht als die Warzen die ja letztlich harmlos sind. Wir haben uns danach schlau gemacht und viel gegoogelt. Es ist wohl tatsächlich so dass es Dornwarzen gibt gegen die man nichts machen kann und soll.

Wenn man seine Gedanken zu sehr auf den Schmerz fokusiert, nimmt man diesen natürlich stärker wahr, als wenn man sich ablenkt.

Dann ist aber der Gedanke mit den stärkeren Schmerzmitteln doch eigentlich sinnvoll oder nicht?

acn!_re


Also Dornwarzen. Da hilft in den meisten Fällen echt nur Psychologie. Lasst die Ärzte aus dem Spiel und geht zu einem Psychologen. Schaden kann es nicht und eine bessere Möglichkeit gibt es nicht.

aen_rxe


Schmerzmittel sind sinnvoll, denn sie muss vom Gedanken das sie Warzen trägt, wegkommen.

Cqom:raxn


Ich habe nichts gegen die Warzen, wohl aber dass meine Freundin so darunter leidet. Für mich wäre es völlig ausreichend wenn sie beschwerdefrei wäre und sie weitherhin die Warzen hätte. Für meine Freundin wäre es neben der Schmerzfreiheit auch wichtig warzenfreie Sohlen zu haben

OK, das ist ja schon mal eine klare Aussage. :)z

Siehst du denn die Freizeiteinschränkungen nach einigem Nachdenken immer noch als so dramatisch an? Könntest du damit leben, einige Dinge eben mit anderen Menschen zu machen als mit deiner Freundin und im Paarleben ein paar Kompromisse einzugehen?

Wenn du das schaffst, bleibt eigentlich nur noch die Belastung durch die Stimmung deiner Freundin. Und gerade hierfür braucht sie einen Partner an der Seite, der sie konstruktiv fördert, empathisch ist und der sie aufmuntern kann. Wenn sie merkt, dass du ein Problem mit der ganzen Warzengeschichte hast, dreht ihr euch im Kreis und sie wird noch mehr darunter leiden. Einer von euch beiden muss jetzt mal den Anfang machen und da ausbrechen und nach vorne schauen. Den anderen mitreißen. Du könntest dieser jemand sein. Du erwartest es aber von ihr, dass sie über ihren Schatten springt und damit deine Laune hebt. Ich glaube, ganz so einfach geht es nicht. Sie hat den ersten Schritt gemacht und die OP gewagt. Jetzt ist es an dir, den nächsten Schritt zu machen und Vorschläge zu bringen, wie ihr mit dem Handicap umgehen wollt. Dass du ihr trotzdem die Füße streichelst ist ein super Anfang. Aber sie braucht auch Mut und Zusprache, damit sie sich ändert. Und nicht das Gefühl, dass du mitleidest.

_=PaIr[vatDix_


Die Ärzte haben uns da keine Hoffnung gemacht. Sie sagten dass es mehrere Arten von Dornwarzen gibt und ihre zu den therapieresistenten gehören. Wegen der gewaltigen Tiefenausdehnung würde auch bei einer kompletten Entfernung so viel zerstört dass die Entfernung mehr Schaden verursacht als die Warzen die ja letztlich harmlos sind. Wir haben uns danach schlau gemacht und viel gegoogelt. Es ist wohl tatsächlich so dass es Dornwarzen gibt gegen die man nichts machen kann und soll.

Es gibt auch Spontanheilungen. Auch, wenn es schwer zu glauben ist. Nichts ist unmöglich.

Und die Psyche wurde letztendlich auch nicht näher beleuchtet. Wäre schon allein wegen der Scham und Angst deiner Freundin zu empfehlen, und vielleicht liegt auch in der Psyche die Ursache der Entstehung der Warzen begraben. Das ist häufig der Fall, wenn alle physischen Behandlungen nicht helfen. Da steckt das Problem oft tiefer.

Dann ist aber der Gedanke mit den stärkeren Schmerzmitteln doch eigentlich sinnvoll oder nicht?

Nicht nur. Mir ging es mehr um die psychische Beeinflussung von Schmerzen und weniger um die Beeinflussung durch Schmerzmittel. Umso mehr deine Freundin auf ihre Warzen, Scham, Ängste und ihre Schmerzen fixiert ist, umso mehr und umso stärkere Schmerzmittel wird sie auch benötigen. Wenn sie jedoch lernt, sich auf andere Dinge zu fokusieren, die ihr gut tun und lernt, dass sie sich führ ihre Warzen nicht schämen braucht, umso weniger (starke) Schmerzmittel wird sie benötigen. Das muss sie aber erst lernen. Am besten durch eine Schmerztherapie und einen Psychotherapeuten. Zu Beginn ist es aber sinnvoller, erst mal stärkere Schmerzmittel einzunehmen. Eine Dauerlösung ist das aber leider nicht.

NgamenIl{os4


@ Comran

Könntest du damit leben, einige Dinge eben mit anderen Menschen zu machen als mit deiner Freundin und im Paarleben ein paar Kompromisse einzugehen?

Da wir beide berufstätig sind sehen wir uns nicht eben häufig. Wenn ich dann frei habe möchte ich auch bei ihr sein. Natürlich könnte ich gewisse Aktivitäten auch mit Freunden und Bekannten unternehmen. Das wäre auch nötig denn ich habe mich von denen ihr zuliebe schon sehr zurückgezogen. Gemeinsam können wir sowieso nichts unternehmen wegen ihren Schmerzen und weil sie natürlich auch nicht möchte dass jemand von ihren Warzen erfährt. Sie würde es zwar verstehen wenn ich mich mal mit Freunden treffe aber glücklich wäre sie nicht, also verzichte ich meist darauf.

Wenn ich ganz ehrlich bin sehe ich mich eigentlich als denjenigen der Kompromisse eingeht.

Wenn sie merkt, dass du ein Problem mit der ganzen Warzengeschichte hast, dreht ihr euch im Kreis und sie wird noch mehr darunter leiden. Einer von euch beiden muss jetzt mal den Anfang machen und da ausbrechen und nach vorne schauen. Den anderen mitreißen. Du könntest dieser jemand sein.

Was könnte ich denn da tun?

Nla=menl2os4


@ _Parvati_

Und die Psyche wurde letztendlich auch nicht näher beleuchtet. Wäre schon allein wegen der Scham und Angst deiner Freundin zu empfehlen, und vielleicht liegt auch in der Psyche die Ursache der Entstehung der Warzen begraben. Das ist häufig der Fall, wenn alle physischen Behandlungen nicht helfen. Da steckt das Problem oft tiefer.

Das glaube ich eigentlich auch. Mir ist auch aufgefallen dass die Warzen häufig dann besonders stark schmerzen wenn es ihr auch psychisch nicht gut geht oder sie irgendwelchen Ärger bei der Arbeit hat. Ich habe das zuerst umgekehrt gesehen dass es die Warzen sind die für ihre schlechte Stuimmung sorgen, aber es kann sehr gut auch umgekehrt sein (oder beides?)

_?Par-vatxi_


Mir fällt gerade noch ein: War deine Freundin auch mal beim Orthopäden? Bein- und Fußfehlstellungen stehen auch im Verdacht Warzen entstehen zu lassen.

Gemeinsam können wir sowieso nichts unternehmen wegen ihren Schmerzen

Um welche Unternehmungen handelt es sich genau? Spaziergänge jetzt mal ausgenommen...

Davon abgesehen stößt mich wieder dieses "wir können eh NICHTs unternehmen" auf. Dir wurden hier schon zig Beispiele genannt, dass man trotz Einschränkungen aktiv sein kann. War denn nix dabei, was ihr mal versuchen könntet umzusetzen?

und weil sie natürlich auch nicht möchte dass jemand von ihren Warzen erfährt.

Wie soll das jemand erfahren? Wenn man Schuhe an hat, sieht man doch die Fußsohle nicht. Und wenn man humpelt, würden andere doch nicht gleich auf Warzen schließen.

CDomra~n


Wenn ich ganz ehrlich bin sehe ich mich eigentlich als denjenigen der Kompromisse eingeht.

Naja, sie leidet doch mehr als du. Sie hat Schmerzen beim Spazieren, du musst lediglich verzichten (was sie ja auch tut). Wer ist nun schlimmer dran?

Sie würde es zwar verstehen wenn ich mich mal mit Freunden treffe aber glücklich wäre sie nicht, also verzichte ich meist darauf.

Das ist - ganz unabhängig von den Warzen - eine tendenziell schlechte Basis. Generell müsst ihr eure Kommunikation über Bedürfnisse verbessern und mehr Verständnis füreinander aufbringen.

Was könnte ich denn da tun?

Zuallererst mal solche Gedanken wie "Trennung ja oder nein" wegschieben und den ganzen Frust, den du hast. Das wird sie merken - 100%. Du könntest akzeptieren, dass du eine Freundin hast, die bestimmte Dinge nicht oft oder lang tun kann. Das wäre der allererste Schritt. Und aus dieser unterstützenden harmonischen Zweisamkeit heraus könntest du deine Bedürfnisse ihr gegenüber auf fruchtbarerem Boden formulieren. Paarleben bedeutet, an drei Menschen zu denken: an sich als Paar, und an sich selbst als Mensch. Und ich glaube, dass mit einer wirklich empathischen Unterstützung auch ihre Laune spürbar besser werden würde. Versprechen kann ich es nur nicht - ich kenne sie ja nur aus deinen Texten ;-)

Ein Tipp übrigens noch am Rande, der mir mal bei Warzen geholfen hat: mit einer Rasierklinge oberflächlich den Hornanteil abhobeln und dann Tesafilm draufkleben (oder Stückchen Panzertape, hauptsache luftdicht). Alle Tinkturen hatten versagt, Tesafilm half. Regelmäßig wiederholen und erneuern. Mir sind nach 2 Monaten Warzen verschwunden, die ich schon Jahre hatte.

Kopf hoch, nicht aufgeben, und positiv nach vorn schauen - egal was kommt! :)^ :)z

tOemarqe


Erst einmal muss ich grundsätzlich sagen, dass ich es nicht gut finde, wie hier Einige den Stab über dich brechen.

Das Recht dich für deine Trennungsgedanken hat, wenn überhaupt nur jemand, der mit einer ähnlichen Situation schon mindestens 5 Jahre gelebt hat.

Nun aber zum Problem:

Wie Oldie49 schon geschrieben hat spielt die Schuldfrage keine Rolle.

Ob die Warzne deiner Freundin heilbar sind oder nicht, kann ich nicht beurteilen. In jedem Fall gibt es bei Warzen eine psychische Komponente und dir spielt bei ihr mit Sicherhit eine Rolle.

Sie nimmt ihre Krankheit nicht an sondern verdrängt sie. Ihr könntet so viel Flexibiität zurückgewinnen, wenn sie zu ihrer Krankhiet stehen würde und sich zum Beispiel in einen Rollstuhl setzen würde. Ihr könntet wieder IEnkaufen gehen, weg gehen etc.

Als liebender Partner kann man von dir nur verlangen bei ihr zu bleiben, wenn sie endlich die Krankheit annimmt und gegen die Einschränkungen angeht. Dazu braucht sie psychologische Hilfe und sie muss diesen Weg selbst wollen.

Rede mit ihr, sag das du sie liebst un deine Verpflichtung ernst nimmst. Sag ihr aber auch, dass sie eine Verpflichtung dir gegenüber hat, nämlich die partnerschaftbezogenen Einschrnänkungen so weit als möglich zu reduzieren.

Wenn sie bei ihrer sturen Haltung bleibt, ihre Krankheit zu negieren, würde ich gehen.

aKn_xre


@ temare

Sie nimmt ihre Krankheit nicht an sondern verdrängt sie

Ich bin da anderer Meinung. Sie hat ihre Krankheit angenommen und denkt so ziemlich jede Minute daran. Daher wäre es hilfreich, wenn sie diese verdrängen würde. Logisch mit psychologischer Hilfe.

N\amenloxs4


Mir fällt gerade noch ein: War deine Freundin auch mal beim Orthopäden? Bein- und Fußfehlstellungen stehen auch im Verdacht Warzen entstehen zu lassen.

Sie hat Senk-Spreizfüße und musste als Jugendliche deswegen Einlagen tragen. Geholfen haben die kaum und die Warzen hat sie trotzdem bekommen.

Um welche Unternehmungen handelt es sich genau? Spaziergänge jetzt mal ausgenommen...

Eigentlich alles wozu man die Füße braucht, z.B. Besichtigungen und Ausstellungen.

Fahrradfahren wäre wohl möglich und sie liebt Schwimmen sehr, aber sie kann nicht mehr barfuß laufen, das ist das Problem.

Und wenn man humpelt, würden andere doch nicht gleich auf Warzen schließen.

Ich gebe dir recht aber sie empfindet das anders. Sie hat Angst auf Leute (vor allem Bekannte) zu st0ßen die sie fragen was sie hat. Sie hat dann immer vom "verstauchten Knöchel" gesprochen aber wenn dieselben Personen nach Monaten sehen dass sie immer noch humpelt ist das natürlich ein Problem. Das macht ihr große Angst.

_mParivaLtix_


@ an_re

Ich bin da anderer Meinung. Sie hat ihre Krankheit angenommen und denkt so ziemlich jede Minute daran. Daher wäre es hilfreich, wenn sie diese verdrängen würde. Logisch mit psychologischer Hilfe.

Es ist alles andere als hilfreich zu verdrängen. Man sollte schon lernen die Krankheit anzunehmen - sie als momentanen Bestandteil des Lebens zu sehen. Nur, wenn man seine Krankheit annimmt, wird man versuchen trotz allem das beste aus seinem Leben zu machen. Erst wenn man den Ist- Zustand akzeptiert ist man offen für Veränderunen, die die Erkrankung eventuell mit sich bringt.

Die Freundin von Namenloser ist da noch lange nicht angekommen, das zeigen schon allein ihre Schamgefühle.

RialWph_zHH


Eine Beziehung ist ein Ding zwischen zwei Menschen, die sich lieben und die die fundamentalen Dinge des Lebens gerne miteinander teilen, die die selben Dinge mögen und gemeinsam machen. Man passt zusammen. Nun stellst Du gerade fest, dass die Frau mit ihren körperlichen Einschränkungen nicht mehr so recht passen will. Oldie hat den gemeinsamen Lebensentwurf angesprochen, dazu wäre noch Dein ganz persönlicher Lebensentwurf zu hinterfragen.

Ansich kommt nach einer Phase des Verliebt seins früher oder später der Check, ob man alltagstauglich zusammen passt und man zusammen bleibt, oder ob das alles so gar nicht harmoniert und man trotz Liebe nur im Streit lebt und sich dann besser trennt. Dummerweise sind das hier gesundheitliche Probleme, für die sie nichts kann. Und so tritt an die Stelle des nüchternen überlegens, ob es noch passt das schlechte Gewissen. Was ist man für ein Arsch, dass man die kranke Freundin sitzen lässt?

Die Frage wäre, wie weit darf man Arsch sein? Jeder ist für sein Leben selber verantwortlich und niemand kann gezwungen sein, aus moralischen Gründen sein eigenes Leben aufzugeben um einen Partner zu unterstützen. Das kippt sicher mit der Zeit, wenn man nach 30 Jahren liebevoller Ehe den Partner plötzlich im Rollstuhl schieben muss, wird das niemand als Trennungsgrund akzeptieren. Aber bei Euch steht das ganz am Anfang der Beziehung. Da muss die Frage erlaubt sein, ob das mit den eigenen Vorstellungen vom Leben vereinbar ist. Es nutzt niemandem, wenn man ein Leben lebt, dass man nicht mag. Du wirst ggf. ein Leben lang unglücklich sein ob allem, was Du verpasst, Deine Freundin wird unglücklich sein ob allem, was sie Dir vorenthalten muss, unglücklich, weil sie ihren Partner unglücklich macht. Es ist nur normal, dass man in dieser Situation über alle Optionen nachdenkt. Die Verurteilungen wegen Egoismus hier im Thread finde ich abstoßend! Das Urteil steht niemandem zu.

Letztlich müsst ihr beide gucken, ob es Euch möglich ist, Euer Leben auch mit dieser Einschränkung zu leben. Gelingt es Dir, Deine Interessen wahrzunehmen - Reisen, Sport, Hobbies, ggf. Kinderwunsch? Gelingt es der Freundin, mit Deiner Lösung klar zu kommen? Einen Versuch wäre es wert, aber wichtig ist es, das auch ganz bewusst zu versuchen. Sucht nach Lösungen. Ein in den Tag hinein leben und mit dem Schicksal hadern bringt Euch nicht weiter.

Wenn diese Lösungen dann nicht funktionieren und ein gemeinsames Leben bedeuten würde, dass Du Deines aufgibst, dann wäre die Trennung die letzte Option. Aber sie sollte nicht die erste sein.

ajnG_rxe


@ Parvati_

Die Dornwarze ist ein Symptom der Psyche, da hilft verdrängen sehr wohl. Bei anderen Erkrankungen gebe ich dir uneingeschränkt Recht.

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