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... du solltest jetzt gehen, Ben.

J)ulyi2x006


Wenn ich mal lese was du in den letzten 2 Jahren über Männer geschrieben hast sieht es so aus:

(...)

Dein Problem ist nicht Ben, dein Problem ist deine Einstellung. Du bist auf der Jagd nach Männern, was im Prinzip nicht schlimm ist, wenn du keinen festen Freund hättest. Deshalb überlege dir, ob du nicht deine Beziehung aufgibst, denn das wäre fair deinem Freund gegenüber. Den auch wenn du Ben wegschickst, wirst du morgen einen Anderen treffen und das Spiel geht von vorne los.

temare

Auch, wenn ich sicherlich alles andere als "auf der Jagd" bin (mit mir passiert das irgendwie eher), hast du eigentlich Recht. Allerdings hast du den wichtigsten Faden anscheinend nicht gelesen. Er heißt "Mein Mann hat sich verliebt - in SIE". Das im Detail zu schildern, führt sicher zu weit - aber es gibt schon einen Grund dafür, dass ich mein Herz nicht mehr verschenken und keinen Mann mehr zum Mittelpunkt meines Lebens machen möchte. Ich möchte eigenständig bleiben, mein Glück darf nie wieder so sehr von jemand anderem abhängig sein wie damals. Ich bin stolz darauf, dass ich das alles überstanden hab, ohne verbittert zu sein. Aber nochmal schaff ich das nicht.

Mein Freund kennt die Geschichte sehr genau und versteht das alles schon - aber er kann eben wohl auch nicht aus seiner Haut. Auch er hat eine Ehe hinter sich, einen Sohn im Teenageralter und ist überdies zwanzig Jahre älter als ich. Es ist nicht so, dass ich die Frau bin, mit der er nun sein Familienleben gestalten müsste. Ich glaube sogar, er will es gern locker sehen, aber er tut es nicht. Die sexuelle Offenheit gegenüber anderen ist abgesprochen und definiert für beide, aber das ist nicht der Punkt. Er möchte mein Herz - das ist es eben. Und das bekommt er nicht, auch vor Ben nicht und nicht danach. Nicht, dass er es nicht verdient hätte - er ist wirklich ein wahrer Schatz und das weiß ich auch. Aber ich möchte es einfach nicht riskieren.

Gibt es überhaupt die Perspektive mit ihm (Ben) glücklich zu werden, wenn er gerade in einer Beziehung ist? Oder bist du für ihn nicht mehr als eine Affäre, die genau das auch bleiben soll?

Nein, es gibt keine Perspektive mit ihm - er hat drei Kinder mit seiner Frau. Offene Sexualität oder verwirrende Gefühle sind das Eine - aber den Kindern den Vater wegnehmen das Andere. Das würde ich niemals tun - das war von Anfang an klar und ist es bis jetzt. Es geht also keinesfalls um "weg vom Freund - hin zu Ben".

Hat sich denn in der Beziehung zu deinem Partner irgendetwas verändert? Wenn ja, was? Und was könnt ihr tun, damit es wieder so wird? Wenn du das überhaupt willst.

MrsHide

Verändert hat sich zwischen uns nichts, weder Randbedingungen noch Gefühle. Aber inzwischen frage ich mich immer mehr, ob es nicht falsch ist, was ich da tue. Er liebt mich aufrichtig und gestaltet sein Leben um mich herum. Für mich gilt das nicht. Von Anfang an nicht.

Obwohl er Gegenteiliges beteuert, träumt er von einer exklusiven Beziehung, von Zusammenziehen, das Leben gemeinsam verbringen, vielleicht sogar wieder heiraten.

Woher weißt Du das, wenn er etwas anderes sagt?

Indovina

Er ist immer der Bittsteller, ich die Gönnerhafte. Ich gerate immer in eine Rechtfertigungsposition - wenn ich den Abend gern zuhause verbringen möchte oder mit Freunden unterwegs bin, wenn ich wieder ein Hobbyprojekt annehme, dass mich über Wochen vereinnahmt. Zeit, die ich nicht mit ihm verbringe kratzt ihn total. Das betont er immer wieder. Freundlich zwar, mit einem Augenzwinkern, aber unmissverständlich. Ich bin vor Monaten in eine neue Wohnung gezogen, innerhalb meines Heimatortes. Nie stand zur Debatte, dass er mit einzieht - aber er bringt das Thema auch jetzt immer wieder zur Sprache und ich merke, wie enttäuscht er ist. Aber er ist schließlich nicht doof - er spürt sicher, dass ich weg bin, sobald er die Zügel anzieht...

Insofern:

er gibt mir Freiheiten, die er sich wiederum nicht nimmt. Dieses Ungleichgewicht spüre ich eigentlich immer schon - einfach gesagt will er mehr von mir als ich von ihm. Obwohl er Gegenteiliges beteuert, träumt er von einer exklusiven Beziehung, von Zusammenziehen, das Leben gemeinsam verbringen, vielleicht sogar wieder heiraten.

Au weia... Der ärmste

Ralph_HH

Du sagst es. Und obwohl ich immer fair und ehrlich war, was unsere Beziehung angeht klar, abgesehen von genauen Details in der Ben-Intensität,, habe ich ein schlechtes Gewissen. Warum eigentlich? Ich habe doch immer mit offenen Karten gespielt. War das falsch? Hätte ich für ihn mitdenken müssen? Es tut mir einfach leid, dass ich nicht mehr für ihn sein kann. Und dass jemand wie Ben mir dann noch unter die Nase reiben muss, was mein Freund alles nicht ist.

J_ulBi2006


Was ich damit sagen will: es wäre wirklich oberflächlich, wenn du Ben deinem Partner nur wegen des besseren Körpers und besseren Sex vorziehen würdest. Das ist etwas, was du "legal" haben darfst. Du musst für dich ergründen, warum dich Ben so emotional verwirrt. Das kann doch nicht allein das Ästhetische und die Haptik im Bett sein? Das wäre schade. Aber vielleicht tickst du wirklich so und kommst zum Schluss, dass du tatsächlich auf der Jagd nach dem bestaussehendsten Mann bist?

Comran

Ich verstehe, was du meinst. Aber natürlich ist es nicht das Äußere allein - auch mein Freund ist für mich körperlich attraktiv. Vielleicht ist es eher... hm ... die Aura an sich. Die ganze Ausstrahlung. Mein Freund hat mich zu keiner Zeit so umgehauen wie Ben. Ihm saß ich nie gegenüber und dachte das ganze Gespräch über nur ichwillmitdirschlafenichwillmitdirschlafen. Unser Sex ist toll, keine Frage. Aber er hat nie ... hm... meine niederen Instinkte angesprochen. Schwer zu erklären.

Kannst Du es eigentlich einfach genießen oder ist es so, dass Du mit Ben zusammen bleiben möchtest? Ich meine damit, was willst du eigentlich? Wie stellst Du Dir den weiteren Weg vor?

Peddi

Ich glaube, FaSoLa trifft es ziemlich gut. Wahrscheinlich sollte ich mich einfach gar nicht mehr binden. Mein Freund sieht in mir anscheinend eine Partnerin, die ich nicht sein kann. Und obwohl ich an seiner Seite glücklich bin, wäre es wahrscheinlich falsch, das fortzuführen. Eine Zukunft mit Ben steht nicht zur Debatte - er ist anscheinend der Katalysator in dieser Geschichte.

Ist Ben einer dieser typischen Bodybuilder?

Dann stell dir einfach vor wie er sich jeden Morgen seine Testesteronspritze in den Popo setzt. Dann dürfte der Junkie seinen Sexappeal schnell verlieren.

lenny_len

;-D

Igitt, nein. Nicht jeder ist ein Supertyp... Ein Mann sah in meinen schönsten Phantasien schon immer aus wie ein Mann. Wie Ben. Ein großer, gut und kräftig gebauter Mann mit Haaren dran. Nicht so ein überdefinierter Pumper.


individuelleMeinung

Mir stellt sich an dieser Stelle die Frage, wie Dich unter dem "Doping" Deiner Verliebtheitsgefühle Dein eigener Partner fühlt. Bemerkt er Deine emotionale Veränderung nicht? Immerhin hat sich Deine Begeisterung über einen längeren Zeitraum aufgebaut.

Diese Frage stellt sich mir auch. Wahrscheinlich ist es die Fernbeziehung, die da ihr Übriges tut. Ich glaube nicht trotz allem, dass mein Freund etwas derart emotional Ausgeprägtes vermutet.

Wenn Du genau weißt, dass Ben in seiner festen Beziehung bleiben will, Du für ihn "nur" die kurze Auszeit aus seinem Alltag bist, würde ich an Deiner Stelle versuchen Nägel mit Köpfen zu machen. Es bleibt auf Dauer eine für Dich unlösbare Situation, wenn Du Dich noch tiefer emotional verliebst. Deine Wünsche deutlich größer werden außerhalb eurer sexuellen Vereinbarung als Affäre.

Ich tu mich schwer damit, überhaupt einen Wunsch zu definieren. Der Mann ist nunmal nicht frei für mich, und das ist auch gut so. Ich würde mich viel zu sehr auf ihn einlassen, da mach ich mir nix vor, und am Ende steht dann ein neuer med1-Faden "Ben ist gegangen - unendlicher Liebeskummer"

Zudem wäre es für Dich gut, kritischer zu hinterfragen welches Lebensmodell für Dich langfristig erfüllend genug ist. Ist es für Dich sinnvoll (unabhängig von den Gefühlen zu Ben), eine einseitig offen gelebte Beziehung zu haben? Vorallem mit der Kenntnis darüber, dass Dein fester Partner (für sich in Bezug auf Deine Person) andere Sehnsüchte und Beziehungswünsche hat.

Ja, du triffst es ziemlich gut. Aber ich finde und finde keine Antwort darauf. Und wenn ich in mich hineinhorche, weshalb ich keine Antwort finde, kriege ich Angst davor, dass ich einfach nur zu feige bin. Zu feige, meinem Freund wehzutun :°(

R|aNlp[h_xHH


Wenn ich das alles so lese.. Da müsstest Du doch eigentlich zufrieden sein. Du hast gleich zwei Männer, Du hast super tollen Sex, fühlt Dich begehrt und angehimmelt und, Dein Wunsch, sich nicht zu binden, wird Dir erfüllt bzw. Du lebst ihn kompromisslos. Warum also überhaupt dieser Faden? Was quält Dich?

Man könnte vermuten, dass bei Dir ganz im Unterbewusstsein vielleicht doch die heimliche Sehnsucht nach der großen Liebe schwelt, die Du aber nicht zulässt, die Du verdrängst. Die Liebe, die Du in Ben gefunden hast, aber da erst recht nicht zulässt, weil er gebunden ist, weil Dein Freund als Dein schlechtes Gewissen hinter Dir steht. Aber das ist nur eine Vermutung, dazu reichen die paar Zeilen im Forum nicht, um Dich da tiefsinnig zu hinterfragen. Glücklich wirkst Du nicht.

Dein Freund weiß selber, worauf er sich einlässt. Er ist alt genug, um zu wissen, was ihm diese offene Beziehung bringt und was nicht. Es gibt sicher einige Beziehungen, wo man sich verbiegt, um der Kinder willen zusammen zu bleiben, das ist bei Euch kein Thema, er tut das ganz freiwillig. Die meisten Männer, die eine feste Beziehung wollen, eine exklusive in der Liebe und Sex nur in der Beziehung stattfinden, die ein zusammen leben unter einem Dach wünschen, hätten Dich so nie als Freundin genommen. Oder sie wären nach ein paar Monaten angesichts der Realisierung Deiner Phantasien wieder verschwunden. Es ist seine freie Entscheidung, sich von Dir permanent weh tun zu lassen.

t"e[mqarxe


@ Juli2006

Allerdings hast du den wichtigsten Faden anscheinend nicht gelesen. Er heißt "Mein Mann hat sich verliebt - in SIE".

Tur mir leid, aber den faden kann ich nicht lesen, da mir nur die erste Seite deiner Beiträge angewzeigt wird und ich ihn dort nicht finde.

Diese Erfahrungen sind natürlich eine logische Erklärung für dein Verhalten.

Das im Detail zu schildern, führt sicher zu weit - aber es gibt schon einen Grund dafür, dass ich mein Herz nicht mehr verschenken und keinen Mann mehr zum Mittelpunkt meines Lebens machen möchte. Ich möchte eigenständig bleiben, mein Glück darf nie wieder so sehr von jemand anderem abhängig sein wie damals.

Wenn du diese Position vertrittst musst du eigentlich mit Ben Schluss machen, da die Gefahr besteht dass er der Mittelpunkt deines Lebens wird. Da er gebunden ist besteht die Gefahr, dass du wieder verletzt wird.

Ich nehme auch stark an, dass der Altersunterschied in deiner jetzigen Beziehung eine große Rolle spielt für das Verhalten deines Freundes. Eine zwanzig Jahre jüngere Freundin will er nicht verlieren und gestattet dir deshalb die offene Beziehung, die er bei einer gleichaltrigen Partnerin wahrscheinlich nie eingehen würde. Trotzdem ist jede Sache die die du tust (Umzug ohne ihn )um Distanz zu halten oder zu schaffen ein Nadelstich in sein Herz. Er nimmt was er kriegen kann dankbar an, denn er weiß, wenn er dich eineingt bist du weg. Ob das fair ist, sich nur die guten Seiten von ihm zu nehmen musst du beurteilen.

Auf Basis deiner jetzigen Beziehung gibt es eigentlich keinen Grund Ben in die Wüste zu schicken. Zu glauben, dass ine offene Bezeihung für Andere auschließen kann, wäre naiv.

Umgekehrt würde ich etwas überspitzt sagen, dass es nur Sinn macht Ben in die Wüste zu schicken, wenn du mit deinem jetzigen Freund bereit bist eine engere Beziehung einzugehen.

tQemaxre


Auf Basis deiner jetzigen Beziehung gibt es eigentlich keinen Grund Ben in die Wüste zu schicken. Zu glauben, dass eine offene Bezeihung für Andere Gefühle auschließen kann, wäre naiv.

Smozjey


Und wenn ich in mich hineinhorche, weshalb ich keine Antwort finde, kriege ich Angst davor, dass ich einfach nur zu feige bin. Zu feige, meinem Freund wehzutun.

Was auch sehr gerne etwas ist, das man - bewusst oder unbewusst - vorschiebt, da man damit eine Rechtfertigung hat, sich die Tür offen zu halten...

Pvythoxnist


Wenn ich mal lese was du in den letzten 2 Jahren über Männer geschrieben hast sieht es so aus:

Im Sommer 2014 warst du auf den Typen aus dem Fitnessstudio scharf.

Im November 2015 hat dich der Mann der um 7:55 Uhr Frauen datet interessiert.

Jetzt berichtet du über eine Affäre, die seit einem Jahr andauert.

Den auch wenn du Ben wegschickst, wirst du morgen einen Anderen treffen und das Spiel geht von vorne los.

-- temare

Dem kann ich mich anschließen. Juli, du hast was tolles wie du über jede neue Liebe und jeden neuen Flirt unsterblich verliebt schreibst. Mit Wolke 7, Supertyp, flauschigen Laken, bester Sex ever, andere Liga. Du solltest echt Romane schreiben oder Love Stories.

Aber merkst du dein eigenes Muster nicht? Kriegst du da nicht selbst irgendwie mehr Konstanz rein? Weniger Hype und Übertreibung am Anfang und dann aber auch ein langsameres Abklingen und mehr echte, dauerhafte Basis?

ISnFdo#vkina


kriege ich Angst davor, dass ich einfach nur zu feige bin. Zu feige, meinem Freund wehzutun

Ich befürchte, weh tust Du ihm in jedem Fall. Glaubst Du, dass er glücklich ist in der Bittsteller-Rolle? Oder glaubst Du, dass es weniger schmerzhaft wäre, wenn Du erst in ein paar Jahren gehst?

Denn mir scheint es so, als ob Ihr beide in der Illusion einer Liebesbeziehung vor Euch hinlebt, er in der passiven leidenden Position, Du in der gewährenden und bestimmenden. Ihr denkt beide, dass Du Deinen Freund liebst, was ich ernsthaft bezweifle, denn du verwehrst ihm Dein Herz vehement (für mich ist das Herz der wichtigste Faktor, wenn ich liebe). Während ich aufgrund Deiner flammenden Lobeshymnen den Verdacht habe, bei Ben würde das (ohne Kinder und Anhang) möglicherweise anders aussehen.

Ich denke, auch wenn Ben der Auslöser ist, solltest Du Dir unabhängig von ihm klar werden, wohin Deine Reise mit Deinem Freund führen soll und/oder ob sie in Deinen Augen ein Ablaufdatum hat.

M6ar%ixe27


Uuuh, ein komplexes Thema. Da bist Du wirklich nicht zu beneiden :|N

In meinen Augen solltest Du als allererstes an Deinen Freund denken, das kam mir hier bisher zu kurz. Als ihr eine offene Beziehung eingegangen seid, war da sicher nicht vereinbart, Gefühle für einen anderen zu leben und sogar zu stärken, oder? Korrigier mich bitte notfalls. Ich finde es Deinem Partner gegenüber mehr als unfair, um nicht zu sagen, eine Schweinerei, sorry. Das ist Betrug.

Zudem ist er Deiner Meinung nach sowieso nicht ganz glücklich mit Euren unterschiedlichen Einstellungen zu einer Beziehung. Ja, er ist als genug und hat sich da wissentlich drauf eingelassen. Du kannst es Dir leicht machen und sagen, er macht das auf eigene Verantwortung, ja. Aber meinst Du nicht, dass Du auch was beitragen könntest? Wenn ich merken würde, dass mein Freund mit meiner Einstellung / Beziehung unglücklich ist, dann würe ich das zumindest (noch) mal auf den Tisch bringen. Macht mir ja auch keinen Spaß wenn ich merke, dass der andere eigentlich mehr will.

Zu Ben - da wurde schon alles gesagt. Selbst wenn Dein Freund nicht wäre, hätte das keine Zukunft, das sagst Du selbst. Aber gut, Du steckst da jetzt nun mal drin und ich fürchte, das wird so oder so zu Liebeskummer führen. Du bist ihm ja schon ziemlich verfallen.

Ne, also nochmal: Prio 1 hat in meinen Augen Dein Freund, die Fairness ihm gegenüber und Eurer Beziehung. Selbst wenn ihr Euch doch aufeinander einigt, dann hast Du ihn immer noch emotional betrogen. Überleg Dir, wie Du damit umgehen möchtest.

RWalDphx_HH


Meiner Meinung passen diese zwei Ansätze überhaupt nicht zusammen:

aber es gibt schon einen Grund dafür, dass ich mein Herz nicht mehr verschenken und keinen Mann mehr zum Mittelpunkt meines Lebens machen möchte

Seit fünf Jahren lebe ich in einer wundervollen "offenen" Beziehung mit einem ebenso wundervollen Mann, der mich auf Händen trägt, trotzdem mit beiden Beinen im Leben steht und sein Ding macht, mit dem ich mich super verstehe und der mich über alles liebt. Eine liebevolle, freundliche, leichte, doch innige Partnerschaft

Liebst Du Deinen Freund eigentlich?

J7uliP20x06


Ich nehme auch stark an, dass der Altersunterschied in deiner jetzigen Beziehung eine große Rolle spielt für das Verhalten deines Freundes. Eine zwanzig Jahre jüngere Freundin will er nicht verlieren und gestattet dir deshalb die offene Beziehung, die er bei einer gleichaltrigen Partnerin wahrscheinlich nie eingehen würde. Trotzdem ist jede Sache die die du tust (Umzug ohne ihn )um Distanz zu halten oder zu schaffen ein Nadelstich in sein Herz. Er nimmt was er kriegen kann dankbar an, denn er weiß, wenn er dich eineingt bist du weg. Ob das fair ist, sich nur die guten Seiten von ihm zu nehmen musst du beurteilen.

temare

Tu ich das wirklich? Mir nur die guten Seiten nehmen?! Uff. Das ist hart. :-/

Aber tut er das nicht andersherum auch? Schließlich gibt er mir doch bewusst oder unbewusst über Jahre hinweg das Gefühl, ihm nicht genug zu geben - aber so schlimm kann's ja nicht sein, denn abschießen will er mich ja auch nicht. Da nimmt man den guten Sex und die unkomplizierte Frau gern noch ein bisschen weiter mit. Provokativ... aber ich bin halt immer dafür, alles von zwei Seiten zu betrachten.

Und wenn ich in mich hineinhorche, weshalb ich keine Antwort finde, kriege ich Angst davor, dass ich einfach nur zu feige bin. Zu feige, meinem Freund wehzutun.

Was auch sehr gerne etwas ist, das man - bewusst oder unbewusst - vorschiebt, da man damit eine Rechtfertigung hat, sich die Tür offen zu halten...

Sozey

Jetzt überleg ich aber gerade echt ernsthaft: Will ich mir hier echt eine Tür offen halten? Also die Freund-Tür? Will ich nur einfach nicht allein sein, alle Optionen behalten?

Ehrlich gesagt: im Gegenteil. Es gibt nicht wenige Momente, in denen ich mir wünsche, dass mein Freund alles beendet. Eine Hinhalterin auf Kosten anderer bin ich ganz bestimmt nicht - ich bin vieles, aber das nicht! Aber ich gebe zu, dass ich lieber den Weg des geringsten Widerstandes gehe - und darauf bin ich sicher nicht stolz...

Juli, du hast was tolles wie du über jede neue Liebe und jeden neuen Flirt unsterblich verliebt schreibst. Mit Wolke 7, Supertyp, flauschigen Laken, bester Sex ever, andere Liga. Aber merkst du dein eigenes Muster nicht? Kriegst du da nicht selbst irgendwie mehr Konstanz rein? Weniger Hype und Übertreibung am Anfang und dann aber auch ein langsameres Abklingen und mehr echte, dauerhafte Basis?

Pythonist

Da musste ich jetzt doch schlucken

Genau diese Diskussion hätte ich mir unter alias erspart - aber ich weiß natürlich, dass sie wichtig ist. Denn natürlich hab ich das auch selbst bemerkt - eigentlich sind es die tollen Geschichten, die mein Leben füllen. Allerdings dreht es sich dabei nur am Rande um gejagte und erlegte Männer - da entsteht hier dann doch ein etwas eindimensionales Bild... Aber ich bin nunmal ein Mensch, der sich (soviel zum Thema Hype und Übertreibung) sehr gern über Dinge freut - und seien sie noch so klein und unbedeutend. Zum Beispiel auch darüber, dass ich als zunächst ewig lang Verschmähte in meiner Jugend nun plötzlich Aufmerksamkeit von Männern bekomme, die mich damals noch ausgelacht und gepiesackt hätten. Das ist gut für mein armes Ego, das gebe ich zu, aber ich möchte dabei unbedingt betonen, dass ich versuche, mich anderen Menschen gegenüber immer bedacht und wohlwollend zu verhalten. Wenn Juli als die männermordende Egosch*** rüberkommt, dann kann ich das zwar aufgrund einiger Themen hier nachvollziehen - es entspricht allerdings zu nullkommanull Prozent den Tatsachen. Umso mehr treibt es mich um, dass mein Freund wahrscheinlich unglücklich ist - und es wohl an mir liegt, das zu ändern.

Ich befürchte, weh tust Du ihm in jedem Fall. Glaubst Du, dass er glücklich ist in der Bittsteller-Rolle? Oder glaubst Du, dass es weniger schmerzhaft wäre, wenn Du erst in ein paar Jahren gehst? (...) Ich denke, auch wenn Ben der Auslöser ist, solltest Du Dir unabhängig von ihm klar werden, wohin Deine Reise mit Deinem Freund führen soll und/oder ob sie in Deinen Augen ein Ablaufdatum hat.

Indovina

:-(

Ja, so ist es wahrscheinlich. Er ist sicher nicht rundum glücklich über seine Rolle - aber ich erlebe ihn so, dass das Positive in unserer Beziehung das in seiner persönlichen Rechnung wohl aufwiegt. Wir haben auch eine wirklich schöne Zeit, wir verstehen uns sehr gut und teilen viel. Rein faktisch läuft es wunderbar mit uns, aber das schwebende Missverhältnis ist - zumindest für mich - immer da.

Du kannst es Dir leicht machen und sagen, er macht das auf eigene Verantwortung, ja. Aber meinst Du nicht, dass Du auch was beitragen könntest? Wenn ich merken würde, dass mein Freund mit meiner Einstellung / Beziehung unglücklich ist, dann würe ich das zumindest (noch) mal auf den Tisch bringen. Macht mir ja auch keinen Spaß wenn ich merke, dass der andere eigentlich mehr will.

Marie27

Das stimmt - oooh, du weißt ja gar nicht, wie sehr das stimmt! umso schlimmer, weil ich das alles aus meiner Ehe kenne - in der ICH immer die Gefühlsbittstellerin war Und deshalb, ich schrieb es schon, hab ich das auch von Anfang an klargestellt. Wir kamen im Laufe der Zeit auch ab und an mal wieder zu einem Punkt, der dieses Ungleichgewicht hervortreten ließ. Zum Beispiel die neue Wohnung. Und natürlich habe ich da erneut klar und deutlich in liebe Worte gefasst, wie ich die Beziehung sehe - und wie nicht. Dass ich seine Erwartungen spüren kann, sie auch verstehe - aber sie nicht erfüllen kann. Wir sprachen viel darüber... und sind trotzdem noch ein Paar. Ich weiß nicht, wie ich mich hätte besser verhalten sollen. Wahrscheinlich schon bei der ersten Diskussion einen Schlussstrich ziehen. Aber mit welcher Begründung?

"Ich kann keine so enge und nahe Beziehung führen, wie du sie dir wünschst!"

"Okay. Hm. Naja. Nicht so schlimm. Ich bin doch glücklich mit dir."

"Nein, nein, das geht aber nicht. Das ist nicht gut für dich und deshalb entscheide ich jetzt, was das Beste für dich ist und trenne mich von dir."

So etwa?

Seit fünf Jahren lebe ich in einer wundervollen "offenen" Beziehung mit einem ebenso wundervollen Mann, der mich auf Händen trägt, trotzdem mit beiden Beinen im Leben steht und sein Ding macht, mit dem ich mich super verstehe und der mich über alles liebt. Eine liebevolle, freundliche, leichte, doch innige Partnerschaft

Liebst Du Deinen Freund eigentlich?

Ralph_HH

Nicht so wie er mich. Also nicht genug.

Das ist nicht schön, aber so ist es. Er ist mir wichtig, ich liebe den Menschen sehr, so wie ich meine Familie liebe, meinetwegen auch meine beste Freundin. Mein Freund und ich tun uns unheimlich gut - aber Liebe, wie ich sie kenne, fühle ich für ihn nicht. Es gruselt mich, das zuzugeben, aber es stimmt. Ich sehe in ihm nicht diese Einzigartigkeit, die es dazu braucht. Er ist ein wunderbarer Mann und ich bin dankbar für diese Lebenszeit mit ihm, wahnsinnig dankbar und glücklich darüber - aber auch nicht mehr als das.

JSulXi2L006


Nachtrag:

Hätte meine Glaskugel (oder Lebenserfahrung) mir in unserer Anfangszeit gesagt:

"Dein Freund wird dich lieben, immer mehr und immer stärker - und egal, was er auch behauptet: es wird immer viel intensiver sein als das, was du für ihn fühlst" , dann hätte ich mich gar nicht erst auf mehr eingelassen. Weil ich doch selbst erfahren habe, wie grausam das sein kann.

Unsere Ausgangssituation damals war aber, dass wir beide eine lange, gescheiterte Beziehung hinter uns hatten und nichts davon nochmal wollten. Wir haben schnell gemerkt, wie gut wir uns tun, haben erstaunt festgestellt, dass wir gleichzeitig beste Freunde sein und fantastischen Sex haben können. Wir hatten uns einfach sehr, sehr gern, hatten großes Vertrauen in uns und empfanden die Mischung aus Distanz (Fernbeziehung) und Nähe als wunderbar.

Für mich ist all das auch so geblieben, nichts davon hat nachgelassen.

Für ihn hat es sich verändert.

MKrsXHidxe


Was ist nun das, was dich so umtreibt?

Wie du die Gefühle für Ben los wirst? Oder ob du sie aufrecht erhalten sollst? Wie es mit ihm weiter geht?

Oder eher was jetzt mit deiner Beziehung passiert - ob du mit deinem Freund über alles sprechen sollst? Ob die Beziehung überhaupt richtig ist oder ob du sie lieber beenden solltest?

Du sagst, du willst niemanden mehr in dein Herz lassen. Es klingt aber auch so, als würdest du im Moment merken dass es vielleicht doch Menschen gibt, bei denen das vorstellbar wäre - bei Ben, bei deinem Freund reicht es jedoch nicht dazu.

Wird dir gerade klar, dass die Beziehung zu deinem Freund eben doch nicht so ideal ist? Und zwar gar nicht aus objektiven Gründen, sondern einfach weil die Gefühle für ihn nicht so tief sind, wie sie idealerweise sein sollten?

Weiß dein Freund was du für ihn empfindest und was nicht?

Rmalp>h_HxH


Weiß er das?

Solange er das weiß und sich die ganzen anderen Sachen freiwillig antut, wo ist dann das Problem?

Ich hätte an dem Punkt Schluss gemacht, wo meine Freundin nach Jahren der Beziehung eine eigene Wohnung nimmt. Wäre nicht meine Vorstellung von einer Beziehung. Aber wenn es für ihn ok ist?? Es fällt hier vermutlich allen schwer, sich vorzustellen, dass er glücklich ist und alle raten zu Konsequenzen und Änderungen. Aber das kann er ja frei entscheiden, solange Du ihn nicht belügst. Ob man geliebt wird, fühlt man und offenbar empfängt er da Gefühle, die er als ausreichend empfindet. Seine Entscheidung. Aber die emotionale Komponente zu Ben hast Du ihm ja offenbar in allen Details noch nicht offenbar.

Die Gefahr ist da, dass Du - schwer verliebt in den Traummann - den Respekt vor Deinem Freund verlierst, wenn er selbst sowas mitgeht. Wer respektiert schon einen Waschlappen, der sogar einen Nebenbuhler hinnimmt?

Die Frage ist, ich wiederhole mich: Bist Du glücklich? Was brauchst Du? Warum der Faden hier? Dein Freund kann für sich selbst entscheiden, aber was treibt Dich um in Gedanken? Der Wunsch, Dein großes Glück mit Ben mit jemandem zu teilen, weil Dein Freund sich da ja nun nicht wirklich eignet? Meiner Meinung nach sehnst Du Dich nach der großen Liebe, die Du in Deinem Freund nicht findest und die Du in Ben nicht haben kannst. Konsequent wäre die Trennung von beiden und die Suche nach dem neuen großen Glück. Aber das ist ein riskanter Weg, den bequemeren gehst Du gerade.

L/olaxX5


ich möchte dabei unbedingt betonen, dass ich versuche, mich anderen Menschen gegenüber immer bedacht und wohlwollend zu verhalten. Wenn Juli als die männermordende Egosch*** rüberkommt, dann kann ich das zwar aufgrund einiger Themen hier nachvollziehen - es entspricht allerdings zu nullkommanull Prozent den Tatsachen.

Auf die Frau von Ben nimmst du (wie er) allerdings keinerlei Rücksicht! Zumindest wenn man von der Annahme ausgeht, dass sie nichts weiß und auch nicht betrogen werden will.

Du glaubst wahrscheinlich, dass du ihr gegenüber großzügig bist, weil du ja "nur" Sex mit ihm hast und ihn ihr nicht "wegnehmen" willst. Aber vielleicht findet sie Betrogenwerden ja viel schlimmer als Verlassenwerden?!

Vater kann man übrigens auch nach einer Trennung sein. Schwieriger wird es allerdings, wenn man die Mutter der gemeinsamen Kinder vorher verarscht und betrogen hat. :-/

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