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"Phase" meiner Frau wird immer mehr zum Problem - wie helfen?

LniscGhens(welt


@ Alias:

Du bist ein toller Partner @:) Schön, dass du trotz der blöden Situation immer gut von ihr sprichst und das mit dem Frühstück ist eine super Idee @:)

G<rape7fruit!saft


Hallo Alias,

ich sehe es nicht ganz so optimistisch, wie du gerade klingst.

Ein gemeinsames Frühstück ohne Kinder wird es nicht rausreißen, wenn die Kommunikationsstrategien schon sehr im Argen liegen. Es ist dann auch nicht einfach, eingeschliffene negative Strukturen wieder aufzulösen. Hier wäre wahrscheinlich professionelle Hilfe z.B. in Form einer Paartherapie angezeigt. Würdest du das auch für dich in Erwägung ziehen?

Ich finde es übrigens sehr unangenehm, dass die Missstände hier im Kontext ursächlich deiner Frau zugeschoben werden und würde dir zunächst Mal nahe legen, die eigenen Ansprüche sorgfältig zu überdenken und nach dir selber zu schauen.

Wenn das gelingt, kann auch ein gemeinsames Gestalten von "Inseln im Alltag" in Angriff genommen werden. Falls deine Frau das aktuell überhaupt möchte…

LG

Alias 726368


@ Lischenswelt

Vielen Dank. @:) *:)

Ich komme nachfolgend nochmals drauf zurück!

@ Grapefruitsaft

Auch Dir vielen Dank für Deinen Text.

Mir ist vollkommen klar, dass ein gemeinsames Frühstück ohne Kids keine generelle Lösung für unser Problem ist.

Aber es ist vielleicht ein Anfang, um mal in Ruhe über alles sprechen zu können.

Unsere Kommunikation leidet durchaus unter dem ganzen Alltagsstress - in diesem Ambiente fällt vielleicht manches leichter und kann ohne Stress durchgesprochen werden.

Sollte eine Paartherapie helfen, unseren gemeinsamen Lebensweg wieder auf die richtige Bahn zu lenken, hätte ich absolut kein Problem damit, eine solche zu machen. Aber: meine Frau sperrt sich generell gegen "Einmischung" von aussen. Das ist ja eines der Hauptprobleme.

Auf eines möchte ich nochmals näher eingehen - vielleicht wichtig für alle MitleserInnen:

Ich finde es übrigens sehr unangenehm, dass die Missstände hier im Kontext ursächlich deiner Frau zugeschoben werden und würde dir zunächst Mal nahe legen, die eigenen Ansprüche sorgfältig zu überdenken und nach dir selber zu schauen.

Ich bin weit davon entfernt, meiner Frau eine Schuld zuzuschieben.

a) ist vollkommen bewusst, dass ich sicherlich auch nicht alles richtig mache. Im Gegenteil! Ich bin nicht der heilige "Alias", sondern auch nur ein Mensch, mit Fehlern, Ecken und Kanten. Sicherlich kann ich einiges verbessern - nur fehlt mir aktuell auch die Kraft für große Veränderungen. Zu sehr haben mich die letzten Monate ausgelaugt.

und

b) ich hatte in diesem Faden darum gebeten, anderer UserInnen Erfahrungen und Tipps mit einzubringen. Von daher hat sich recht schnell das Bild mit der "Depression" ergeben.

War auch irgendwo abzusehen, weil meine Schilderungen (und nur diese kennen ja die LeserInnen hier) auch in diese Richtung gingen.

Ich kann jedoch für mich selber sehr wohl einordnen, dass die Vermutungen hier und die Realität nicht unbedingt übereinstimmen müssen! Nichts liegt mir ferner, als meiner Frau irgendeine Krankheit anzudichten.

Wir werden hoffentlich gemeinsam einen Weg finden, wie wir unsere Beziehung und die Familie an sich wieder stabilisieren können. Dazu muss es aber meine Frau wieder besser gehen. Sonst klappt das nicht.

Um auszuschließen, dass sie psychisch erkrankt ist, möchte ich sie dazu bewegen (Achtung: dazu bewegen heisst nicht zwingen!!!), sich in diese Richtung untersuchen zu lassen. Zeitgleich kann ich ihr anbieten, bei mir das selbe machen zu lassen. Vielleicht fällt es ihr dann bei ihr leichter.

Sollte dann weiterhin eine Paartherapie helfen können, lasse ich mich sehr gerne darauf ein.

Es war mir wichtig, dies noch klar zu stellen.

@:) *:)

D.ie ASeOherxin


Um auszuschließen, dass sie psychisch erkrankt ist, möchte ich sie dazu bewegen (Achtung: dazu bewegen heisst nicht zwingen!!!), sich in diese Richtung untersuchen zu lassen.

ich lese schon eine weile still mit und bekomme gerade ein ganz seltsames "nein - tu es nicht - gefühl" im bauch! ich bin mir nicht so ganz sicher, dass du damit nicht absolut kontraproduktiv agierst!?

wenn ich mich in deine frau hineinversetze, dann kann ich mir vorstellen, auch sie fühlt sich nicht wohl in sich selber, sie findet sich gerade auch nicht so toll und sie versucht aschon in sich hinein zu horchen, an was das denn liegen könnte. und wenn ich an ihrer stelle wäre, würde ich mir keine lösungsvorschläge á la "lass doch mal schauen, ob du depressionen hast" wpnschen, sondern ich würde mir wünschen, dass sich mein mann mir öffnet... dass er erzählt, wie es ihm gerade geht, wo er das "uns" gerade einschätzt...

... und dass er an meiner seite ist, wenn ich (auf meine art) überlege, wie ich "uns" wieder stärker machen möchte!

ps: bei mir war es übrigens damals gar nicht so unähnlich und es war keine überforderung, sondern eine unterforderung! (körperlich/zeitlich ständig am limit, aber zu tode unterfordert, weil es nur um kinder-küche-kirche-kaiser ging!)

Alias 726368


Hallo Seherin,

vielen Dank für Deinen Einwand.

Ich bin mir selbst nicht so sicher, ob mein Vorschlag besonders produktiv sein wird. Vermutlich wird sie blocken.

Aber irgendetwas muss ich tun... :-/

Sie ist sich dessen volkommen bewusst, dass ich an ihrer Seite bin und ihr jederzeit helfe, wenn es mir irgendwie möglich ist.

Diese gutgemeinte und von Herzen kommende Hilfe nimmt sie auch oft in Anspruch.

Das ist ja auch ein Grund dafür, dass ich so ausgelaugt bin und dass sich langsam ein "genervt sein" einschleicht (dies versuche ich jedoch, so gut wie möglich vor ihr zu verbergen).

Wenn irgendwo ein Licht am Ende des Tunnels sichtbar wäre, dann würde mir das sehr helfen... aber aktuell ist da nichtmal ein Funken.

Vermutlich ist es das beste, wenn ich ihr doch mal meine Sicht der Dinge schildere (z. B. beim "dem" Frühstück). Ich muss es nur hinbekommen, dass sie das Ganze nicht als Vorwurf sieht. Da ist sie nämlich gerade sehr empfindlich.

Ihr merkt - ich bin selbst hin und hergerissen. Ich weiß nicht so recht, was richtig und was falsch ist.

Oh je... %:| wo sind wir da nur reingeraten.

R-alp}h_HxH


Ihr beide habt ein Alter erreicht, wo man sich nach jahrelanger Beziehung in und auswendig kennt. Und auch die Beziehung funktioniert nach lange erprobten Mustern tadellos. Und auf einmal klappt das nicht mehr.... Um das Problem zu lösen ist es nötig, die Ursache zu erkennen und dazu ist es zunächst mal nötig, dass sich beide Partner einig sind, dass da ein Problem ist. Deine Frau wird weder einer Paartherapie noch einem Besuch beim Psychologen zustimmen, wenn für sie die Welt noch in Ordnung ist. Dummerweise ist die Welt in Ordnung, solange Du sie in Watte packst und solange Du sie liebst, wirst Du sie in Watte packen.. Ein Dilemma.

Du wirst einen Weg finden müssen, bei aller Liebe, ihr deutlich zu machen, dass ihr Verhalten seit nunmehr einiger Zeit absolut inakzeptabel ist. Dass ihr Gefahr lauft, Eure Liebe, eure Ehe dadurch zu gefährden, zu zerstören. Leider sind die verbalen Keulen, die es braucht, um aus der Komfortzone aufzuwachen mitunter sehr drastisch, manch einer braucht die Beinahe Trennung um zu sehen, dass da offenbar doch ein "klitzekleines Problem" existiert. Empfindlichkeit ist dabei ein schwieriges Thema, wie überbringe ich schlechte Nachrichten ohne die Gegenüber zu verletzen? Kaum möglich. Versuch in der Ich Form zu bleiben "ich fühle mich schlecht bei dem und dem Verhalten..." statt "Du hast neulich..."

Die Alternative wäre, das Problem totzuschweigen, bis Du irgendwann so genervt bist, dass Du sie so ebenso mies behandelst, bis einer von Euch genug hat und geht. Keine wirkliche Option oder?

Wenn ihr beide dann mal darüber klar seid, dass da etwas ist, dann kommt danach die Frage, wie man das löst. Eine Paartherapie löst keine Depressionen, ein Psychologe keine Paarprobleme. Aber hey, eine Paartherapie kann kaum schädlich sein, sie ist nie verkehrt und nicht selten sitzen da ausgebildete Psychologen, die sicher merken, wenn da pathologische behandlungsbedürftige Dinge auftauchen.

Rralph_xHH


Und neben den möglichen Ursachen "Paarkrise" und "Depression" sollten dann natürlich auch die möglichen organischen Ursachen abgeklopft werden, die hier schon mal genannt wurden. Vitamin D Mangel, Schilddrüse, Hormone etc.

B#ambiIene


Du wirst einen Weg finden müssen, bei aller Liebe, ihr deutlich zu machen, dass ihr Verhalten seit nunmehr einiger Zeit absolut inakzeptabel ist.

Also! Ralph, du warst auch schon mal feinfühliger!

Ich bin ja nach wie vor der Meinung, dass deine Frau ganz dringend eine Auszeit braucht, um sich ein wenig zu erholen, um mit Hilfe von Fachleuten mal hauptsächlich nach sich selber zu schauen. Und das nicht weil irgendwelche Pseudofachleute aus dem Internet ihr eine Depri diagnostizieren. Deshalb weiter oben meine Empfehlung zu einer Mutter-Kind-Kur.

Alias, du planst doch dieses gemeinsame Frühstück wo du in Ruhe mit ihr reden möchtest. Wäre das nicht eine gute Gelegenheit sie drauf anzusprechen? Ich kann mir vorstellen, dass es ihr auf jeden Fall gut tun würde, ein paar Wochen die Verantwortung abzugeben. Oder zumindest ein Großteil davon.

Was meinst du?

Bmambixene


Diese gutgemeinte und von Herzen kommende Hilfe nimmt sie auch oft in Anspruch.

Das ist ja auch ein Grund dafür, dass ich so ausgelaugt bin und dass sich langsam ein "genervt sein" einschleicht...

Übrigens es gibt auch die Vater-Kind-Kur.

[[http://www.kur.org/vater-kind-kur/vater-kind-kur/]]

Für Mütter-Kuren gilt:

... dreiwöchige, stationäre Vorsorge- oder Rehamaßnahmen für Mütter zusammen mit ihren Kindern

... sind medizinisch erforderliche Gesundheitsmaßnahmen, deren Notwendigkeit von Ihrem Arzt in einem Attest bestätigt wird

... sind Pflichtleistungen der gesetzlichen Krankenversicherung, die die Kosten nach Prüfung übernimmt

... kein Urlaub! Im Mittelpunkt steht Ihr individuelles Behandlungsprogramm, stehen Therapien und Anwendungen

... für Ihre Kinder ein Erlebnis. Sie werden in altersgerechten Gruppen betreut und gefördert. Wenn auch für die Kinder ein ärztliches Attest vorliegt, werden Sie zusätzlich entsprechend ihrer Indikation behandelt

Das Behandlungskonzept in Mutter-Kind-Kuren ist ganzheitlich, es liegt ein bio-psycho-soziales Modell der Medizin zugrunde. Im Klartext: die psychosomatischen Erkrankungen der Mütter sind vielschichtig, sie haben viele Ursachen und viele unterschiedliche Symptome. Um Müttern wirksam zu helfen, muss man an vielen Punkten ansetzen, ein Arzt oder eine Ärztin allein kommt da oft nicht weiter. In den Mutter-Kind-Kliniken der Kur + Reha GmbH werden Sie von interdisziplinären Teams unter ärztlicher Leitung betreut.

Deshalb beginnt Ihre Mutter-Kind-Kur mit einer gründlichen Eingangsuntersuchung. Ihre Erkrankung und Ihre Bedürfnisse stehen dann im Mittelpunkt des Therapieprogramms, das genau auf Sie zugeschnitten wird. Ärztliche Behandlung und Versorgung, Gespräche mit Psychologen, Entspannungstherapie und Gesundheitsschulung... Dazu kommen "aktive" Angebote der Sport und Bewegungstherapie, Übungen, die Sie zuhause weiter machen, um kontinuierlich etwas für Ihre Gesundheit zu tun.

Wichtig bei einer Mutter-Kind-Kur ist aber auch, dass Sie endlich die Gelegenheit haben, zur Ruhe zu kommen. Deshalb werden Ihre Kinder in altersgerechten Gruppen betreut. Und nicht zu vergessen: die Gespräche mit den anderen Müttern, die in einer ähnlichen Situation stecken wie Sie selbst. Das gegenseitige Verständnis tut gut und baut auf

Ich finde so eine Kur wäre ein guter Einstieg für eine Behandlung, sollte es sich bei deiner Frau um eine Depression oder was Organisches handeln.

RLal#p1h_HlH


Also! Ralph, du warst auch schon mal feinfühliger!

Danke :-)

Das Ding ist, wenn man immer vorsichtig, feinfühlig, sensibel gegenüber dem Partner die Meinung ganz leise äussert, dann passiert da meist gar nichts. Ob sie nun aufwachen muss und erkennen muss, dass es eine Ehekrise gibt, oder ob sie merken muss, dass sie nicht einfach müde ist sondern das chronisch, krankhaft ist und man die Ursachen suchen sollte.

Ohne Druck von aussen neigt der/die Betroffene oft dazu, das einfach so hinzunehmen und nichts zu tun. Dann muss man dann als Partner doch mal sehr vehement sein. Feinfühlig ja, man muss nicht beleidigend, verbal agressiv oder unhöflich sein, aber doch deutlich! Wenn sie das ohne Druck angehen will, umso besser. Aber das lese ich da nicht heraus.

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