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Bis ans Ende der Welt, aber dann keinen Schritt weiter

i@ndividJuelleMeqinuxng


Oh je, dann war eure Wahl für diese Region von beiden Seiten vermutlich übereilt und nicht ausgewogen ausgewählt. Allerdings ist es immer schwer als Berufseinsteiger alle Fronten gleichzeitig zu bewältigen. Genaue Schritte nach einem weiten Umzug zu planen ist kaum möglich, da ist viel improvosieren angesagt.

Welche Gründe auf seiner Seite überwiegen mögen, die zu euer Trennung geführt haben. Es ist meist so, wenn Menschen mit ihren getroffenen Entscheidungen nicht gut zurecht kommen, dass es leichter zu Streit und Missverständnissen kommt. Gerade auch, weil man in solchen Situationen kaum zusätzlich belastbar ist, und nur ein seelisches "Notprogramm" fährt.

Das Dein Ex-Freund nun selbst in einer persönlichen Krise steckt, macht eure Situation insgesamt nicht leichter, leider.

Du hast ihm voll vertraut, weil er offensichtlich eine Persönlichkeit hat, die mit Veränderungen leichter umgehen kann, wenn er bereits mehrere Ortswechsel hinter sich gebracht hat. Dies trifft für Dich wie es aussieht nicht ganz so zu. Schade, dass ihr zwei an dieser Aufgabe gescheitert seid, eueren beruflichen und persönlichen Start als gemeinsame Herausforderung zu meistern.

Denkst Du nun auch an einen erneuten Umzug gen Heimat nach?

hRinte)rmmUoxnd


Nein, ich habe hier zu viele Baustellen aufgemacht. Erstmal möchte ich bleiben und beruflich so sicher werden, dass ein neuerlicher Wechsel mit weniger Nervenaufwand verbunden ist. Ich müsste ja auch die Wohnung noch ein ganzes Jahr weiter bezahlen, Auto exportieren etc. Das will ich nicht und schaffe ich derzeit auch finanziell nicht.

iEndiEvidguelleMeixnung


Das finde ich absolut super, dass Du Dich in dieser Situation den Aufgaben stellst die vor Dir liegen. Und wer weiß, vielleicht bringt Dich gerade diese Herausforderung es vor Ort zu meistern aus dem seelischen Tief der Trennung raus. Ich drücke Dir dafür die Daumen und das sich Deiin Einsatz am Ende auszahlen wird. :)^ :)z

h4inte&rmmOond


Danke iM für deine aufmunternden Worte. Meine Gefühle durchlaufen eine Achterbahnfahrt, aber zumindest gibt es über den Tag somit auch ein paar emotionale Hochphasen, in denen ich gedanklich abgelenkt bin.

d4ie SeoraWfixna


Meine Gefühle durchlaufen eine Achterbahnfahrt, aber zumindest gibt es über den Tag somit auch ein paar emotionale Hochphasen, in denen ich gedanklich abgelenkt bin.

Das ist doch schon mal was! Ehrlich. Die Achterbahnfahrt halte ich für völlig normal, eine Trennung ist meistens eine totale Ausnahmesituation, die bei dir durch den den Umzug ins Ausland und den Einstieg ins Berufsleben nochmal heftig verschärft wurde. Ich rate in solchen Situationen immer zum "Alkoholiker-Ansatz": immer einen Tag nach dem anderen durchstehen. Einen Tag schafft man nämlich immer irgendwie. Nicht in gößeren Zeitdimensionen denken, immer nur bis zum Abend/nächsten Morgen. Nicht darüber nachdenken, wie das Leben ohne ihn nur gehen soll, sondern möglichst konsequent im Jetzt bleiben. Ich drück dich mal virtuell feste und wünsch dir alles Gute! :)_

gXato


Gibt es das? Die Option, dass man doch wieder Gefühle entwickelt, sobald der Stress nachlässt und man mit sich selbst wieder ein bisschen klar kommt? Oder haben Beziehungen, nach so einer "Pause" ohnehin auf ewig einen Knacks weg?

Ja, es gibt diese Option. Ob ihr diese Option habt, weiss ich nicht. Ich befürchte aber, dass eure Rahmenbedingungen suboptimal sind.

Es ist und wäre nicht anders möglich. Ich habe die nahestmögliche Arbeitsstelle zu seiner - die bereits vorgegeben war - gewählt. Die Entscheidung meine Heimat zu verlassen (er ist an seine näher rangezogen) hat sich aus einem Prozess heraus entwickelt, der ca. ein Jahr dauerte.

Und wie fand er diesen Kompromiss? War das ok oder fand er es richtig blöd? Gab es für ihn Alternativen, die du abgelehnt hast?

h*intEermCmond


die Serafina: Tagsüber bin ich recht gut beschäftigt, obwohl die langen Autofahrten zwischen den Terminen immer zu viel Zeit zum Grübeln lassen. Das Schlimmste ist das Nachhausekommen. Ich habe Angst davor, alleine in der Wohnung zu sein, dort bin ich nur rastlos und am Rumheulen.

Ansonsten versuche ich tatsächlich, diesen Ansatz zu verfolgen.

@ gato:

ich befürchte auch, dass wenn jeder für sich versucht, den Wust an momentanen Herausforderungen zu bewältigen, wir am Ende nicht mehr zueinanderfinden. Obwohl ich immer noch anders hoffe.

Er hat meine Arbeitssuche hier unterstützt, zumindest habe ich das so empfunden. Unsere grundsätzliche Einstellung war aber auch, dass jeder für sich eine gute Möglichkeit der beruflichen Weiterentwicklung finden muss, da man den zeitlichen Hauptanteil nun mal in der Arbeit verbringt. Ich habe zuerst in einem noch größeren Umkreis gesucht (100km - Wochenendbeziehung) und war schlussendlich sehr froh, die Stelle hier so nahe dran gefunden zu haben. Sie hat für mich auch alle positiven Eigenschaften der zuvor angesehenen Stellen vereint. Trotzdem war der Einstieg, wie bereits erwähnt, sehr holprig. Ich habe begonnen an meiner Berufswahl zu zweifeln. Und ich denke, dass das meinen Freund sehr getroffen hat. Es fehlte bestimmt in den letzten Wochen auch an tiefgreifender Kommunikation. Die gemeinsame Zeit war begrenzt, wir haben uns echt wenig in wachem Zustand erlebt.

h!int0ermmoxnd


die Serafina: Tagsüber bin ich recht gut beschäftigt, obwohl die langen Autofahrten zwischen den Terminen immer zu viel Zeit zum Grübeln lassen. Das Schlimmste ist das Nachhausekommen. Ich habe Angst davor, alleine in der Wohnung zu sein, dort bin ich nur rastlos und am Rumheulen.

Ansonsten versuche ich tatsächlich, diesen Ansatz zu verfolgen.

@ gato:

ich befürchte auch, dass wenn jeder für sich versucht, den Wust an momentanen Herausforderungen zu bewältigen, wir am Ende nicht mehr zueinanderfinden. Obwohl ich immer noch anders hoffe.

Er hat meine Arbeitssuche hier unterstützt, zumindest habe ich das so empfunden. Unsere grundsätzliche Einstellung war aber auch, dass jeder für sich eine gute Möglichkeit der beruflichen Weiterentwicklung finden muss, da man den zeitlichen Hauptanteil nun mal in der Arbeit verbringt. Ich habe zuerst in einem noch größeren Umkreis gesucht (100km - Wochenendbeziehung) und war schlussendlich sehr froh, die Stelle hier so nahe dran gefunden zu haben. Sie hat für mich auch alle positiven Eigenschaften der zuvor angesehenen Stellen vereint. Trotzdem war der Einstieg, wie bereits erwähnt, sehr holprig. Ich habe begonnen an meiner Berufswahl zu zweifeln. Und ich denke, dass das meinen Freund sehr getroffen hat. Es fehlte bestimmt in den letzten Wochen auch an tiefgreifender Kommunikation. Die gemeinsame Zeit war begrenzt, wir haben uns echt wenig in wachem Zustand erlebt.

O0ld}iey49


Ich gehe mal auf das Folgende ein, weil das in den Antworten noch nicht weiter berücksichtigt wurde:

Leider habe ich mich nun hier in der Anfangszeit sehr unglücklich gezeigt und er hat damit die ganze Verantwortung für sein, und vor allem mein, Wohlbefinden auf sich lasten gesehen. Nun geht es bei mir endlich aufwärts, ich sehe berufliche Lichtblicke...doch offensichtlich zu spät für unsere Beziehung.

Dein Partner hat also Schuldgefühle entwickelt. Und du hast das vermutlich weitgehend zugelassen. Es wäre sinnvoll, diesen Bereich noch mal genauer anzuschauen, um das alles besser verstehen zu können. Ich weiß nicht, ob ihr noch ein Paar seid oder wieder eins werdet. Ich schließe es aber nicht aus. Sollte das aber nicht der Fall sein – was ja wahrscheinlicher ist – dann ist es für dich auf jeden Fall sehr hilfreich, sein Handeln besser VERSTEHEN zu können. Nur wer versteht, kann abschließen. Was nicht bedeutet, dass du auch Verständnis dafür aufbringen müsstest, einfach nur VERSTEHEN, warum er zu diesem überraschenden Schnellschuss gekommen ist, eine Beziehung zu beenden, der so vieles untergeordnet wurde.

Es scheint also, dass dieser Beziehung ZU VIELES unter geordnet wurde und dass deine Opfer größer waren als seine. Dieses Ungleichgewicht hat sich auf ihn ausgewirkt, es hat latente Schuldgefühle erzeugt, denen er zu wenig entgegen setzen konnte. Du erwähnst es zwar nicht, ich kann aber vermuten, dass du diese Schuldgefühle bei ihm akzeptiert oder zumindest nichts dagegen unternommen hast. Denn es war ja tatsächlich so, dass du "ihm zu Liebe" (im wahrsten Sinne des Wortes) Opfer gebracht hast, die bei ihm genau anders herum gewirkt haben, als es für diese Liebe gut gewesen wäre.

Er zweifelt hier nun auch alles an. Will die Aktion mit Arbeit evtl auch ganz abbrechen. Es tat mir sehr weh, ihn so am Boden zu sehen. Auch mir redet er ein, dass ich hier nicht glücklich werde und ich die Trennung nutzen soll, im abzuhauen.

Das unterstreicht meine Vermutung noch. Denn wenn er nun wegen seiner Schuldgefühle die Beziehung beendet, damit du frei bist und nicht seinetwegen etwas tust, was du selber nicht wolltest, dann ist diese Trennung unsinnig und wirkungslos, wenn du hier wohnen bleibst. Also rät er dir, alles abzubrechen – und damit du nicht das Gefühl haben musst, schwächer und unglücklicher zu sein als er, kündigt er dasselbe an und betont, wie unglücklich er selber dabei ist. Auf diese Weise stellt er virtuell wieder ein Gleichgewicht her. Er stellt deinem Opfer (Umzug etc.) ein eigenes Opfer entgegen (dich aufzugeben und notfalls alles hinzuwerfen) und übersieht dabei leider, dass er genau damit für dich alles noch erheblich schwieriger macht, alles ad absurdum führt. Das lässt darauf schließen, dass es ihm "seelisch grenzwertig geht", zumindest, dass er dir das damit klar machen möchte.

Ich habe durchaus das Gefühl, dass bei euch im Gespräch noch einiges zu erreichen wäre. Denn da scheint eine ganze Menge Ungesagtes herum zu liegen, das Schaden angerichtet hat und durch diese Kurzschlusshandlung nicht bewältigt wurde, im Gegenteil. Ich finde sowieso, dass es nach einer so langen Beziehung mehrere Trennungsgespräche geben sollte und ich rate dir darum auch dazu, das zu forcieren. Wenn es dir zu schwierig erscheint, gleich in den Dialog zu gehen, könntest du ihm vielleicht in Form eines "schriftlichen Monologes" deine Einsichten zu diesem Thema mitteilen. Er hat dann die Freiheit darüber nachzudenken oder nicht. Deine Erwartungen an diese Initiative sollten also nicht sehr hoch sein. Sondern du solltest es dann tun, wenn es dir das Gefühl gibt, etwas Sinnvolles zu tun, anstatt einfach nur zu akzeptieren und zu trauern.

Wenn er andere Gründe hatte für die Trennung – also eine andere Frau oder Dinge, die ich nicht einschätzen kann – dann hilft diese Initiative natürlich nicht, aber sie schadet auch nicht. Zumindest dann nicht, wenn du nicht zu hohe Erwartungen daran knüpfst, sondern die zu gewinnenden Erkenntnisse vor allem für dein Abschließen nutzen willst.

Gibt es das? Die Option, dass man doch wieder Gefühle entwickelt, sobald der Stress nachlässt und man mit sich selbst wieder ein bisschen klar kommt? Oder haben Beziehungen, nach so einer "Pause" ohnehin auf ewig einen Knacks weg?

Da ich mich sehr viel mit Paaren in Trennungssituationen beschäftige, weiß ich, dass es das sehr wohl gibt. Und es geht auch nicht darum, dass sich "Gefühle neu entwickeln", sondern eher darum, dass Gefühle verdrängt oder missverstanden wurden, die aber noch vorhanden sind und beim genaueren Betrachten auch wieder stark und wirksam werden können. Und das kann vor allem durch gegenseitiges Verstehen erreicht werden.

Eure Situation im Zusammenhang mit Berufseinstieg und Umzug ist extrem kompliziert und um das aufzufangen und die Liebe davon nicht berühren zu lassen, muss schon ein sehr intensiver Dialog geführt werden, in dem dann auch beide sehr ehrlich sein dürfen. Vor allem aber haben dabei Schuldgefühle nichts zu suchen und die sind meiner Meinung nach bei deinem Partner nicht zu übersehen.

Ich hoffe, da ist noch einiges, an das ihr anknüpfen könnt. Und wenn nicht, dann ist es anschließend auch nicht schlimmer als jetzt. Im Gegenteil. Ihr könnt einander besser verstehen und dann auch besser miteinander abschließen. Dazu kommt dann das gute Gefühl nicht zu schnell aufgegeben zu haben und alles in den Kräften Stehende getan zu haben. Das ist ein gutes Gefühl, das wiederum auch beim Abschließen hilfreich ist.

Rialphx_HH


Ich habe zwei Freunde wo sowas in der Art passiert ist und ich durfte es selber schon erleben: In manchen Phasen des Lebens steht ein Umzug an, der mit der Partnerschaft nicht vereinbar ist. Da ist guter Rat teuer... In jungen Jahren, kurz nach der Uni ist die Beziehung keine Jahrzehnte alt, es sind keine Kinder da, die Bindung ist nicht so stark, dass man ALLES dafür tut, um sie zu erhalten. Der Wunsch nach beruflicher Entfaltung dagegen ist unendlich stark. Und so stellt man dann mal die Karriere an die erste Stelle und opfert die Beziehung. Die Beziehung scheitert in diesen Phasen oft an der Entfernung, wenn einer der Partner weg zieht, oft auch an der Zeit, wenn Berufseinsteiger 14 Stunden Tage schieben. Meist sucht man sich dann, wenn das alles etwas abgekühlt ist einen neuen Partner am Ort, der mit den Umständen besser zu vereinbaren ist. Schön ist das nicht, keiner von denen die ich kenne war damit glücklich. Aber niemand hätte kurz nach der uni auf den Job verzichten wollen, "nur" damit die Beziehung Bestand hat.

Ihr habt die Quadratur des Kreises versucht und seid gescheitert. Das braucht keine Vorwürfe.

Aonnahlenax13


Ich glaube der ist einfach mega durcheinander zur Zeit und projiziert das auf dich. Ich glaube, der denkt nochmal nach und kommt zurück.

jQusOt__me_9x2


Ich versteh ebenfalls nicht, wie man eine Beziehung anscheinend von heute auf morgen beenden kann.

Ich schließe mich manchen Vorrednern an, das mag seine kurzzeitige Überforderung mit allem (neuer Job, neue Wohnung, neue Umgebung, etc.) sein. Es klingt schon sehr nach einer Kurzschlussreaktion. ":/

Vielleicht wurde ihm alles zu viel und zusätzlich dachte er noch, er muss sich für deine Situation verantwortlich fühlen?

Immerhin habt ihr ja das anstrengende Studium (nehme an, Med? ;-) ) schon gemeinsam überstanden und das finde ich wirklich sehr bewundernswert. @:) Ich bin froh, dass mein Freund ganz anderes macht und mich dann immer runter bringt von dem starken Druck. ;-D

Und dann sollte es am Einstieg ins Arbeitsleben nicht scheitern..

Ist das euer erstes "Aus" in eurer Beziehung?

Ich würde das gleiche machen wie du. Erstmal hoffen und ein wenig abwarten.

Und falls es sich aber anders entwickelt -> sieh es als neue Chance, ganz neu anzufangen. Man wird Leute mit der Zeit treffen,nette Arbeitskollegen finden und sich neu eingewöhnen..

h4inte2rmmoxnd


Wir haben davor selbst oft thematisiert, dass so viele Paare den Berufseinstieg nicht überstehen. Ich war so naiv zu glauben, dass es bei uns anders sein würde.

Er beziffert die Zeit des Nachdenkens ja mit drei Wochen. Ich weiß nicht,ob man das noch als Kurzschlussreaktion bezeichnen kann. Obwohl die Tage hier rennen wie nichts. Ich habe gar kein Gefühl mehr für Zeit.

Wir waren noch nie getrennt im Beziehungssinne.

Bislang habe ich es nur als Vorteil gesehen, dass wir in der gleichen Branche arbeiten. Auswärtigen fehlt oft das Verständnis für die Arbeitszeiten und die Verantwortung, die der Job mit sich bringt (bzw. schon das Studium brachte).

hiint+ermmxond


Das gestrigen Gespräch tat mir sehr gut, auch wenn ich jetzt wieder heulend vor Sehnsucht und Einsamkeit in meinem Bett liege. Er muss mit sich selbst klar kommen und will in seinen Entscheidungen von niemandem abhängig sein. Derzeit stellt er an sein gesamtes Umfeld und sich selbst derart hohe Ansprüche, dass diese gar nicht erfüllt werden können. Von niemandem.

Ich habe seit Tagen nichts gegessen bzw. kann einfach nichts in mir behalten. Ich dachte gestern Abend, ich wäre nun etwas entspannter, jetzt ist mir aber wieder so übel, dass ich nichts runterbekomme. Dazu kommt diese lähmende Erschöpftheit durch Schlafmangel. Irgendwelche Tipps dagegen?

iendivi^duelleDMeinxung


Das gestrigen Gespräch tat mir sehr gut, auch wenn ich jetzt wieder heulend vor Sehnsucht und Einsamkeit in meinem Bett liege.

Ja, es tut erst einmal gut, überhaupt wieder Kontakt zu haben, und wenigstens in einer Form im Gespräch zu sein. Dich überfordert die Situation genau wie ihn momentan. Bei vielen Männer, ist in so einer Situation der Rückzug die erste Möglichkeit die Hohheit über den eigenen Kopf und Willen wieder zu erlangen. Wobei es auch Frauen gibt, die erst mal für sich selbst versuchen einen Weg aus dem Kopf-Chaos zu bekommen. Ist in meinen Augen abhängig von der Persönlichkeit, ob man sich alles von der Seele reden und gemeinsam Lösungen sucht oder die "einsame Wolfstrategie" wählt.

Im Moment wirst Du ihn einfach lassen müssen, obwohl das wehtut und schwer fällt.

Er muss mit sich selbst klar kommen und will in seinen Entscheidungen von niemandem abhängig sein. Derzeit stellt er an sein gesamtes Umfeld und sich selbst derart hohe Ansprüche, dass diese gar nicht erfüllt werden können. Von niemandem.

Es ist wichtig, wenn man einen neuen Lebensabschnitt beginnt, dass man erlernt mit seinen Wünschen/Vorstellungen und Absichten einen Realitätscheck durchlebt. Eigene Belastungsgrenzen erfährt, sein eigenes Konzept erkennt und wie Bewältigungsstrategien aussehen können. Nach einem Studium mischen sich die Karten völlig neu. Vorher war vieles graue Theorie, direkt im Arbeitsalltag angekommen, sehen viele Vorstellungen von jetzt auf gleich anders aus.

Du bist über diesen Punkt schon ein wenig hinweg, siehst für Dich Stück für Stück ein paar Lichtblicke, die den neuen Alltag etwas positiver gestalten. Bei Deinem "Freund in Trennung" ist das offenbar noch anders. Er stellt seine Entscheidungen kritisch in Frage und sucht für sich nach einer Lösung, die er für sich annehmen kann.

Es hat mit Deiner Person glaube ich wenig zu tun, dass er auf die innere Flucht geht. Vieles von dem was Oldie49 angeregt hat in seinen Sichtweisen sehe ich als gegeben. Dein Freund will Dich nicht noch weiter in eine Verantwortung ziehen, wenn er seine Pläne wieder völlig über den Haufen wirft. Dir keine weitere Veränderung aufdrücken, sondern für sich das Machbare finden. Deswegen sah er es als gegeben eure Beziehung zu beenden, um nicht wieder für 2 Personen zu entscheiden.

Möglich, dass er sich die Schuld daran gibt, dass Du mit Deinen gegenwärten Problemen nicht gut klar kommst.

Ich habe seit Tagen nichts gegessen bzw. kann einfach nichts in mir behalten. Ich dachte gestern Abend, ich wäre nun etwas entspannter, jetzt ist mir aber wieder so übel, dass ich nichts runterbekomme.

Du schwebst in einem Zustand von Bangen und Hoffen. Lebst noch in der Vorstellung, es lässt sich zurückdrehen was passiert ist, Dein "Freund" kommt zur Besinnung und ihr rauft euch Zusammen. (verständlich, dass Du noch nicht los lassen möchtest)

Aber das Wichtigste ist, dass Du jetzt auf Dich achtest. Ihm nicht durch einen schlechten Allgemeinzustand noch mehr "Schuldgefühle" gibst, weil es dazu führen könnte, dass er ganz und gar in die Flucht geht, weil er diesen Zustand nicht aushält.

Deswegen mein Rat, unabhängig von dem, was er nun entscheidet, sorge dafür das Du nicht weiter gen "Boden" fällst. Es ist wichtig, dass ihr bei euren nächsten Zusammentreffen, nicht beide in einem "Loch" seid. Dann wird Dein "Freund" noch weniger offen reden, weil er das Gefühl hat Dich damit zu belasten, und somit zu schaden.

Es gibt keine Garantie dafür, dass er seine Gefühle für Dich hinterfragt, noch seine Entscheidungen revidiert. Aber so lange er Dich in diesem mentalen Erschöpfungszustan erlebt, wird er noch mehr Abstand suchen, weil es ihn zu sehr daran erinnert, wie es vor eurem Umzug war.

Dazu kommt diese lähmende Erschöpftheit durch Schlafmangel. Irgendwelche Tipps dagegen?

Versuche Dir die Kräfte über Tag einzuteilen, eine machbare Struktur in Deine Abläufe zu bringen. Es gibt auf You Tube gute Entspannungsmusik und auch Video's, die würde ich versuchen anzuwenden. Du brauchst ein inneres Gleichgewicht, um gute Entscheidungen für Dich zu treffen. Zeig Deinem "Freund", dass er neben der Sorge um seine eigene Zukunft nicht obenauf für Dich weiter Verantwortung sehen muss.

Ich sehe eine gewisse Chance für euch darin, wenn er sieht, dass Du Dich zurück in die Zufriedenheit bringen kannst, dass er diesen Weg auch schafft. Dein Optimismus könnte ihn motivieren. Ich schreibe könnte, nicht DAS es so sein wird. Dafür sind seine Gefühle derzeit zu fragil.

Aber was gar nicht erst versucht wird, bietet auch keine Chancen, oder? :)_

Erkundige Dich über Internetseiten, wo Du in der Umgebung auftanken kannst. Such Dir Entspannungsorte, gönn Dir (wenn es möglich ist) eine gute Thai-Massage u.ä. Lass die Seele mal baumeln. Was bietet das Kulturleben, wenn Du freie Zeit hast? Verkriech Dich nicht, daheim erinnert Dich alles an Trennung und Einsamkeit. Das ist kontraproduktiv.

Pass auf Dich auf, dass ist wichtig. :)* :)*

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