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Affäre aufgrund unbefriedigender Sexualität

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Es geht hier doch letztlich nur darum, dass er kein schlechtes Gewissen haben möchte. Damit kommt er nicht klar. Und darum, wie er das mit den Heimlichkeiten am besten regeln kann.

Er möchte einerseits natürlich seine Partnerin nicht verletzen, aber besonders nicht deswegen, weil er Angst hat, mit ihren negativen Gefühlen ihm gegenüber konfrontiert zu werden. Denn ihr Vetrauen wird nicht mehr vorhanden sein. Er will sich letztlich nur sich selbst schonen unter dem Deckmantel, Rücksicht auf sie zu nehmen.

Es gibt da in seinem Sinne keine Lösung.

An den zwei höchsten Prinzipien sollte er sich orientieren: an Liebe und an Wahrheit. Diese müssen gegeben sein, wenn man es mal rational betrachtet.

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Das ist aber eine sehr weit hergeholte Beschreibung von Dominanz

Die aus Wikipedia? Interessant. Ich finde sie eigentlich ganz klar und breitenwirksam wird sie wohl so auch verstanden?

Dominanz hat natürlich viel mit dem Selbstbild zu tun und auch mit dem Selbstbewusstsein. Das Angewiesensein auf Huldigung ist mehr ein Zeichen für verborgene Schwäche.

Aha. Und das widerspricht meine Beschreibung wo? Ich habe ja darauf hingewiesen, dass Menschen mit Deinem Mindset Probleme im Bereich Selbstwert haben?

Was Du als Dominanz beschreibst, ist eigentlich klassischer Narzissmus.

Das hängt damit zusammen, dass ich Deine "Dominanz" beschreibe, die keine ist. Sie ist nur Manipulation. Das hier:

Wirklich dominanten und damit selbstsicheren Menschen ist es ziemlich egal, ob andere auf ihre Bedürfnisse eingehen, es geschieht von selbst.

passiert bei Dir ja offensichtlich nicht? Sonst würdest Du nicht schreiben:

Die wenigsten Menschen können mit einem dominanten Mann umgehen. Dominanz wird eher noch bekämpft, warum auch immer.

Ganz offensichtlich ist das Deine Erfahrung. Die widerspricht völlig Deiner eigenen Definition von Dominanz. Spannend oder?

Deine "Fragestellung" wiederum zeigt deutlich diese Diskrepanz zwischen "ich halte mich selbst für dominant" und "ich bin nach meiner eigenen Defintion dominant". Es ist ganz klar, dass Du letzteres nicht bist sonst hättest Du Heimlichkeiten ja nicht nötig. Die nerven so, weil sie Dir vor Augen führen, dass das was Du nach Deiner eigenenen Dominanzdefinition meinst zu sein nicht bist. Wärst Du's würde Deine Freundin - nach Deiner Definition - freudestrahlend: klar Schatz - geh ruhig - viel Spass! sagen.

Um nach deiner Definition dominant zu sein müsstest Du Dich Dir selbst stellen und ne ganze Menge innerer Aufräumarbeit leisten. Das schaffst Du nicht - also konstruierst Du Dir eine Realität die Du so interpretierst, als ob Du Dein Ziel schon erreicht hättest. Traurig. Du weisst dass Du nicht dominant bist. Also brauchst Du andere die so tun als wärst Du's. Dafür brauchst Du die Affäre, die Du geheim halten musst und die Dich nicht im Alltag erleben darf um nicht erkennen zu können, dass Du es nicht bist.

Aus dir spricht sehr viel Ablehnung, Du scheinst sogar die Frauen vor dominanten Männern retten zu wollen.

Ich lehne Dein Mindset ab, ja, weil es unauthentisch ist und selbstüberschätzend. Du verlagerst innerliche Probleme nach aussen und bist Dir dessen nicht einmal bewusst. Das hat mittelfristig negative Auswirkungen nicht nur für Dich, sondern auch für Dein Umfeld. Und ich kann Zusammenhänge benennen. Ich finde es sehr wichtig über diese Art von Mindset aufzuklären. Wer sich darauf einlassen möchte sollte das offenen Auges tun. Es gibt Möglichkeiten konstruktive Führungspersönlichkeiten von manipulierenden Narzissten zu unterschieden und über die sollte breitenwirksam aufgeklärt werden.

Dein Faden kann insofern zur Aufklärung beitragen. Und das finde ich gut :)^

L0ojlaXq5


@ Seherin

Doch, ich finde schon, dass es weitgehend um normalen Sex geht. Er sagt doch selbst, dass er kein Dom ist und spricht nur von einer Neigung, die er ab und zu auslebt. Das klingt nun nicht gerade nach Hardcore BDSMler.

Explizit genannt hat er:

Bondage, A*verkehr, Deept*t, harten Umgang, eine devote Frau.

OV und AV dürfte es mit seiner Partnerin ohnehin geben. Und eine etwas wildere Gangart ist ja auch in ihrem Repertoire.

Und sorry, Bondage und Deepthroat, kann ich jetzt nicht sooo unverzichtbar finden. Davon kann doch niemandes Lebensglück abhängen.

E(hebmaliger Nu#tWzer (#5!68-697)


@ beetlejuice21

also haben für dich alle BDSM Liebhaber einen an der Waffel und sind narzistisch oder schlimmeres?

Es wär schön simpel wenns so wäre ;-). Ist es aber natürlich nicht.

Analogie:

Es sind ja auch nicht alle Besucher eines Spielcasinos spielsüchtig? In einem Spielcasino findest Du Leute, die das einfach mal lustig und mal schön finden. Es gibt ihnen einen einmaligen Kick. Danach gehen sie nach Hause und denken nicht weiter dran. Vielleicht gehn sie ein Jahr später mal wieder. Sie definieren sich nicht über den Gewinn den sie gemacht haben, versteigen sich nicht in die Fantasie sie hätten das Roulette im Griff und das todsichere System entdeckt. Sie setzen nicht ihre Beziehungen, die ihnen wichtig sind auf Spiel damit sie spielen können. Sie belügen ihr Umfeld nicht über ihre Besuche im Spielcasino. Haben sie alles nicht nötig. Das Spiel bestimmt ja nicht ihr Leben?!

Ein Spielsüchtiger braucht all das und noch mehr. ER braucht es zu glauben er hätte das Spiel im Griff. Er braucht es durch die Tür zu gehen und zu glauben "ich habs im griff". Weil das Spiel so toll ist? Nein. Er setzt seine materielle Existenz aufs Spiel. Dahinter stecken größere psychische Probleme die mit Realitätflucht und Selbstbetrug zusammenhängen. Deshalb brauchen Suchtkranke ja Behandlung im psychologischen Bereich - ihnen fehlt ein für sie selbst nicht schädigender Umgang mit dem Suchtmittel. Sie schätzen ihren Selbstwert so niedrig ein, dass der Wert des Spiels höher ist, selbst wenn sie ständig die Erfahrung machen zu verlieren.

Im BDSM Bereich gibt es luststeigernde Techniken, die zunächst mal genau das sind: Techniken! Wenn jemand die mit ner Menge Einfühlungsvermögen fürs Gegenüber individuell extrem gut einsetzen kann ist das ohne Zweifel eine Bereicherung fürs Sexleben. Wenn derjenige aus deren Anwednung aber psychisch seinen Selbstwert zieht und von einer einzelnen Fähigkeit (Technik sexuell einfühlsam einsetzen zu können) auf den Größenwahn "ich bin dominant" allgemein schliesst geht was gewaltig schief. Das Leben wird ihm im Alltag ständig das Gegenteil aufzeigen ( siehe unser Teilnehmer hier mit der Aussage das er seine Dominanz halt nicht ausleben kann weil die keiner versteht). Daraus kann eben die Sucht werden sich die Bestätigung ständig wieder über den Sex abzuholen. Mit der Zeit reichen die Techniken die er drauf hat dann nicht mehr und es muss sich steigern, oder es braucht ein neues "Objekt" (sprich eine neue Frau). Realitätsflucht nennt sich sowas.

Es gibt im BDSM Bereich sehr viele Abstufungen. Mit Dominanz im genannten definierten Wortsinn hat das nicht zwangsläufig immer viel zu tun. Und natürlich werden Narzissten und auch Perversionsveranlagte von dieser Szene angezogen, weil sie Kontrolle verspricht. Das bedeutet aber nicht, dass alle die dort sind Narzissten und schlimmer sind. Der Umkehrschluss funktioniert nie. Genausowenig wie Du in ein Spielcasino gehen kannst und alle darin für spielsüchtig erklären kannst. Wäre Realitätsfern.

F,ionxa85


OV und AV dürfte es mit seiner Partnerin ohnehin geben.

Das setzt du einfach voraus? Also ich denke nicht, dass AV in jeder Beziehung zu finden ist ":/

Und ich finde auch nicht, dass es sich mit den o.g. Praktiken um normalen Sex handelt. Kann voll und ganz verstehen, dass das nichts für die Freundin des TE ist.

F}iona|85


Mit o.g. meine ich Bondage etc.

Efhemalifger Nuntzer k(#5686x97)


Er sagt doch selbst, dass er kein Dom ist und spricht nur von einer Neigung, die er ab und zu auslebt.

Er bezeichnet sich selbst als dominant.

Dass ich ein dominanter Mensch bin, weiß meine Lebensgefährtin. Im Alltag bin ich jedoch etwas verbindlicher und jovialer, gezwungenermaßen.

[[http://www.med1.de/Forum/Beziehungen/726713/?p=2#p22447344 Quelle]]

Lgol"aX)5


Das setzt du einfach voraus?

Ja, aufgrund seiner Beschreibung ihrer Eperimentierfreudigkeit gehe ich davon aus. Kann natürlich sein dass er es sich durch mangelnde Einfühlsamkeit versaut hat und sie das jetzt lieber gar nicht mehr will, als zu riskieren, dass er zu brutal wird.

Also ich denke nicht, dass AV in jeder Beziehung zu finden ist ":/

Das denke ich auch nicht. Aber der Wunsch nach AV ist m.E. nicht so ungewöhnlich und noch lange keine Legitimation für heimliches Fremdgehen. Darum ging es mir.

LcolaXx5


Er bezeichnet sich selbst als dominant.

Ja. Aber dass er ein Dom sei, hat er explizit verneint. Ein Hinweis darauf, dass BDSM für ihn wohl kaum soooo zentral sein kann.

Ansonsten finde ich deine Analyse nicht schlecht. Ich finde es auch etwas widersprüchlich zu behaupten, dass sich Menschen freiwillig unterordnen und gleichzeitig einzuräumen, dass das eben (ärgerlicherweise ]:D ) doch nicht so läuft.

E3hemalig1er Nutzoer (2#5686x97)


Aber dass er ein Dom sei, hat er explizit verneint. Ein Hinweis darauf, dass BDSM für ihn wohl kaum soooo zentral sein kann.

Stimmt. Ein weiteres Zeichen, dass die tatsächliche Sexualität dabei eigentlich eine untergeordnete Rolle spielt, sondern nur das Mittel zur narzisstischen Persönlichkeitsbestätigung ist, weil sonst nix geht und er die innerliche Diskrepanz nicht aushält.

R>alph_rHH


Ich habe in Clubs einige Leute kennenlernen dürfen, die diese Dom / Sub Spielchen gelegentlich machen. Es sind zumeist Leute, die eine ganz normale Partnerschaft auf Augenhöhe führen und bei denen das Dom/Sub Thema im Alltag keine Rolle spielt und auch beim Sex beileibe nicht immer. Aber es gibt durchaus auch einige, die das ins extreme treiben und wo sich das durch das gesamte Leben zieht.

Wir haben eine Bekannte, die gelegentlich ihre neu entdeckte Sub Neigung auslebt. Sie lebt eine offene Beziehung, das Sub Thema macht sie mit anderen, nicht mit dem Partner. Der kann das nicht, weil die Beziehung als Gleichberechtigte Partner das nicht hergibt. Trotzdem funktioniert beides, Sub beim Sex mit anderen und selbstbewusste Ehefrau und Mutter zu Hause. Unterschied bei dem Paar: Da gibt es keine Heimlichkeiten.

Mit BDSM - Bondage oder Sado/Maso muss das Thema Dom/Sub nicht unbedingt was zu tun haben. Dominanz und Unterwerfung funktioniert auch ohne Fesseln, ohne Schmerzen. Wenngleich BDSM oft mit einer Dom/Sub Konstellation kombiniert wird.

E-hjemalig_er NuYtze%r H(#5x68697)


Unterschied bei dem Paar: Da gibt es keine Heimlichkeiten.

und keine Uneinigkeit über die offene Beziehung. Man könnte auch sagen: Sie ist in ihrem Subsein sehr dominant ,).

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Du bist ein ehrenloser fremdgänger

Da gibt es keine andere meinung

O\ne~Only


Die bedingungslose Wahrheit ist nicht immer automatisch das Beste. Für mich hat das mitunter einen "melden macht frei"-Touch und das finde ich mind. genauso schlimm, wie Betrug, weil man sich aus der Verantwortung stiehlt. Das Gegenüber muss die Wahrheit auch aushalten können. Wenn ich als Partnerin sowas rausfinden würde, würde ich mich schon fragen, warum er das Gefühl hatte, mit mir nicht offen sein zu können. Wenn sich rausstellen würde, dass er nur zu feige war, würde ich den Respekt verlieren, aber der TE sagt ja, es gibt Gründe, warum er ihr davon nicht erzählt.

LWolaxX5


aber der TE sagt ja, es gibt Gründe, warum er ihr davon nicht erzählt.

Jeder Betrüger hat seine Gründe und wie bei so gut wie allen menschlichen Handlungen sind sie egoistisch: Er weiß ganz genau (bzw. vermutet es sehr stark), dass seine Partnerin sich von ihm trennen würde, wenn sie die Wahrheit wüsste. Also lügt er sie an und benutzt sie (wie einen Gegenstand, bei dem eine anständige Behandlung nicht erforderlich ist.) Er missachtet ihre Grenzen und hat auch noch die Dreistigkeit zu behaupten (oder gar selbst zu glauben), dass er das macht, um ihre Genzen zu beachten. Das ist zwar selbstgerechter Unsinn, aber das scheint ihn leider nicht zu stören.

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