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Karma aufgeladen?

pIar5azelln6u|sxs


Böse Menschen leben ihre Aggressionen aus, und das ist für Körper und Seele gut. Man wird Negatives los.

Ok, man kann seine Aggressionen auch auf unschädliche weise los werden, aber viele tun es in Form von Mobbing, anderen schaden usw...

Danach geht es ihnen dann gut.

Darüber sollten einige nachdenken. Also nicht nur darüber schwafeln, sondern auch danach leben, gell.

Licht und Liebe euch allen...

Skpringcghilxd


Wenn ich also ständig negativ denke, passiert mir auch negatives! Es ist mir bei dieser Sichtweise nicht möglich, einen positiven Gedanken zuzulassen.

Und da liegt laut der Autorin der Fehler. Die Denkweise entsprechend zu verändern ist aber nicht so leicht, wie es sich anhört.

:)z Ja so in etwa. Ich nehme da gerne das Beispiel von Glückspilzen und Pechvögeln. Beide bewerten zum Beispiel einen Autounfall unterschiedlich. Während der Pechvogel sagt "so ein Pech, Auto kaputt" sagt der Glückspilz "zum Glück ist mir nichts passiert". Dazu kommt noch, dass positive Ereignisse vom Glückspilz eher bemerkt werden, während der Pechvogel seinen Fokus auf negative Ereignisse setzt. Eine Psychologin von mir hat das mal so formuliert: "Alles Erleben ist ein Ergebnis von Aufmerksamkeitsfokussierung". Psychotherapie ist zum großen Teil, den Fokus zu verschieben, zum Beispiel vom Negativen zum Positiven, oder besser gesagt, hin zu Dingen, die einem gut tun und zur geistigen Gesundheit beitragen.

Das eigene Erleben ist also schon komplex genug - noch schwieriger wird es, wenn man das Erleben anderer beurteilen will. Noch dazu mit dem Filter "bösen Menschen passiert immer Gutes, guten Menschen Schlechtes". Was sind überhaupt gute und schlechte Menschen? Das ist schon wieder eine Beurteilung, die so oder so eingefärbt ist.

S2ee<lenAbeben?20x16


Ja so in etwa. Ich nehme da gerne das Beispiel von Glückspilzen und Pechvögeln. Beide bewerten zum Beispiel einen Autounfall unterschiedlich. Während der Pechvogel sagt "so ein Pech, Auto kaputt" sagt der Glückspilz "zum Glück ist mir nichts passiert". Dazu kommt noch, dass positive Ereignisse vom Glückspilz eher bemerkt werden, während der Pechvogel seinen Fokus auf negative Ereignisse setzt.

:)^ Richtig!

Jetzt haben wir trotzdem noch ein Problem! Und zwar:

Wie schafft man es, sein Denken ins Positive zu ändern und zwar dauerhaft? Und vor allem dann, wenn ständig negatives passiert?

@:)

T%his Twil-ight +Gardexn


Wie schafft man es, sein Denken ins Positive zu ändern und zwar dauerhaft?

Wenn man das will, muss man sich im denken quasi umprogrammieren.

Mit Achtsamkeitsübungen oder etwas greifbarem, beispiel: Jammerarmband [[http://www.zeitzuleben.de/wenn-schon-jammern-dann-bitte-bewusst/ hier]].

T|his Twiuli_ght Gxarden


Ich finde es gut sich mal etwas zu beobachten:

wo reagiere ich cholerisch um Dampf abzulassen etc? DAS kann man lernen zu kontrollieren. Von zuviel kontrolle halte ich aber nicht.

Ich finde es strebenswerter zu versuchen authentisch zu werden. Das ist nämlich ganz schön schwer. Und wenn ich im innersten nunmal ein Arsch*** bin, bitte. Ist mein gutes Recht.


Mir widerstrebt dieses: ich muss lieb und freundlich sein Getue sehr. Ich hatte mal ne Freundin, die sich überall in ihrer Wohnung Zettel hinklebte auf denen so Sachen standen wie: immer lächeln und ähnliches...


Einfach leben, möglichst bewußt. Bereit sein zu lernen und man selbst sein. Ich denke, damit wird man zufrieden und gesund.

SNpri`nggchiJld


Jetzt haben wir trotzdem noch ein Problem! Und zwar:

Wie schafft man es, sein Denken ins Positive zu ändern und zwar dauerhaft? Und vor allem dann, wenn ständig negatives passiert?

Jahrelanges Training, liebe Seelenbeben... den negativen Dingen weniger Raum geben, und den positiven mehr. Zum Beispiel kann man mit einer "Positiv-Liste" anfangen, und sich jeden Abend mindestens fünf Dinge notieren, die gut waren. Das war meine Anfangsübung.

Aber blinder Optimismus und alles positiv zu sehen ist meiner Ansicht nach nicht das Ziel. Auch Wut oder Trauer über negative Ereignisse sollte man zulassen zu können. Und beurteilen zu können, was noch gesund ist und wo man das Spinnen anfängt bzw. sich an etwas Ungesundem festbeißt. "Die Gefühle müssen fließen", hat ein super Psychotherapeut mal zu mir gesagt.

Swemven}.of.xNine


Mir geht es jetzt speziell um sie.

Warum?

Ist doch IHR Karma?

Eohema7lig;er N?utzere (#568x697)


Den Ar*löchern **scheint es ständig gut zu gehen und man wartet vergebens darauf, dass diese Leute Karma abarbeiten müssen und liebe Menschen bekommen es oft knüppeldicke.

Das Problem am Karma ist, dass es als Konzept an sich natürlich nicht die Wertung für Dich übernimmt. Das musst Du machen.

Daraus ergeben sich dann ganz merkwürdige Dinge.

Kleines Beispiel: ich erinnere mich an einen Mitstudenten im Grundstudium, der mir grundsätzlich immer bei jeder Diskussion in der ich wagte etwas zu sagen so richtig eins auf die Mütze gab. Egal wie ich ein Argument aufbaute er fand grundsätzlich immer einen sehr cleveren Weg mich - nach meinem Gefühl - wie ein naives Dummchen aussehen zu lassen. Er bekam dafür auch den einen oder anderen Lacher von anderen. Ich fühlte mich von ihm gedissed und war stolz darauf es ihm nicht mit gleicher Münze "heimzuzahlen". Da stand ich doch drüber oder? Nein - eigentlich nicht. Eigentlich schluckte ich damals etwas was ich nicht schlucken wollte um nach meinem eigenen Wertungssystem "besser" zu sein als er. Aus buddhistischer Sicht ist das eine Intention die wieder auf mich zurückfällt. Wenn ich versuche auf Kosten anderer "besser" zu sein, werden andere auf meine Kosten "besser" sein.

Karma wurzelt in der eigenen Intention. Wenn die eigene Intention z.B. Vermeidung ist: ich vermeide eine bestimmte Erfahrung zu machen ( für viele ist es z.b. auch die Vermeidung der eigenen Agression) führt dazu dass ich sie wieder mache bis ich sie durchlaufen habe und zwar mit einer Strategie, die sich für mich positiv anfühlt. Vermeidung führt immer zu wiederholung. Durchlaufen der Erfahrung führt nicht zwangsläufig zu einem "guten" Verlauf. Nur solange ich den - nach meiner Wertung - "guten Verlauf" nicht gefunden haben kommt die "Lernaufgabe" zurück.

Was ich später rausfand war, dass es für ihn völlig in Ordnung war Menschen so anzugreifen wie er es tat, weil er regelrecht Spass daran hatte, wenn Menschen umgekehrt mit ihm so umgingen. Seine Intention so aufzutreten war also eigentlich einen Sparringpartner zu finden der mit ihm in Rethorik Kämpfe einsteigt und genausoviel Spass daran hat wie er. Ich sah das bei einer Diskussion, die er später in einem größeren Forum mit jemandem hatte wo er "Prügel einsteckte" und sichtlich Spass daran hatte. Ob das für ihn auf Dauer gesund ist oder war - wer weiss.

Damit will ich in keinster Weise irgendeine Form von "bullying" rechtfertigen! Karma übernimmt für niemanden die Arbeit Zusammenhänge selbst zu bewerten. Es ist nur ein Konzept - keine Wertung. Buddhismus als Religion oder Lebensphilosophie gibt natürlich auch Wertungen ab, nur Karma ist keine davon. Karma ist - wie jemand schon geschrieben hat - Situationslogik.

Nochmal: Ich weise nur darauf hin dass das Konzept Karma bei aller Universalität ein individuelles ist und deshalb nicht dafür geeignet ist die eigene Wertung einer Situation auf einen anderen Menschen 1:1 zu übertragen. Intention wurzelt in der eigenen Bewertungswelt und die weicht immer unterschiedlich von der Universellen ab.

Einen nicht kleiner Teil des buddhistischen Weges speziell für "Profis" (Mönche) ist Selbsterkundung der eigenen Intentionen in einem Ausmaß das mit dem was "normale" Alltagsbuddhisten sicher kaum leisten können.

Ich beobachtet im Durchschnitt also genau das Gegenteil: je mieser man ist, um so besser geht es einem auf Dauer.

Hast Du eine universelle Definition von "mies" oder ist "mies" einfach nur alles was Du von moment zu moment als mies empfindest?

EUhemalXiger eNuTtzer }(#56869x7)


Jetzt haben wir trotzdem noch ein Problem! Und zwar:

Wie schafft man es, sein Denken ins Positive zu ändern und zwar dauerhaft? Und vor allem dann, wenn ständig negatives passiert?

Je nachdem wie stabil Du bist könntest Du eventuell mit den worksheets von [[http://thework.com/sites/thework/deutsch/ The Work]] was anfangen. Erwarte davon nicht, dass sich Dein Leben sofort ändert und das die die Bewertung für Dich übernehmen ;-). The Work ist eine Methode um quasi nicht im negativen stecken zu bleiben sondern mit anderen Perspektiven spielerisch umgehen zu lernen und aufgrund dessen dann andere Reaktionsentscheidungen treffen zu können. Da gehts eben um genaues Anschauen der eigenen Haltung (Intention ;-) ) und das verstehen, dass man die Wahl hat alten Mustern zu folgen oder neue zu implementieren.

Das ist wirklich nur ein Tool. Wenn Du dazu keinen Zugang findest - weg damit. Es liegt nicht jedem.

EPhemal{iger N$utzer (#5x68697)


[[https://www.youtube.com/watch?v=GM4jtnR6pww hier]] wäre ein Beispiel bei dem Du deutsche Untertitel dazu schalten kannst.

SDeel)enbeb_en20Z16


@ springchild @:)

@ NotMichaelCaine @:)

Ich danke Euch für Eure hilfreichen Tipps. Ich werde mich näher damit beschäftigen! :)*

S'. Wwa llixsii


Böse Menschen leben ihre Aggressionen aus, und das ist für Körper und Seele gut. Man wird Negatives los. [...] Ein guter Mensch verkneift sich sowas alles als verbotene Dinge, frisst alles in sich hinein und wird krank.

Ein Arsch reagiert sich an anderen ab, ich bezweifle aber dass das auf lange Sicht soo gut ist/tut. Meist sind das ja eh Aggressionsabladungen sehr kompensiver Natur, und das eigentlich Dynamit bleibt unbearbeitet liegen, die scheinbare Linderung ist also nur illusorisch. Nur ein Beispiel, da wär aber vermutlich noch mehr denkbar warum die sich auch keinen Gefallen tun.

Ein vermeintlich Guter frisst in sich rein, aber doch echt nicht weil er gut sein will, das ist höchstens vorgeschoben, i.d.R. wohl eher aus Unfähigkeit/Unwillen den eigenen Aggressionen Raum zu geben. Man könnte das aber auch auf Weisen tun die die moralischen Grenzen nicht derbe oder gar nicht überschreiten, nur braucht es dazu leider Übung derer man sich aber natürlich verweigert und schluckt und schluckt bis man so explosiv ist dass jede Aggressionsrauslassung dermaßen unverhältnismäßig ausfallen würde - und aus Ahnung dass dem so wäre oder gemachter Erfahrung lässt man es nur noch umsomehr, uswusw...

Sich diesem Kreislauf, dieser Falle hinzugeben, und dann auch noch zu meinen das wäre märtyrermäßig das "Richtige", ist totale Verantwortungsabschiebung und Opferdenken. Nicht böse gemeint, ich versteh das nur zu gut und der Weg aus der Falle ist nicht leicht - ich versuch da selber rauszukommen und kann nur raten sich nicht hinter Moral zu verstecken. Ich liebe Moralität aber sie wird ja regelrecht entwertet wenn sie als Ausrede herhalten muss. Dann lieber mal einen Fehler machen, wissen dass es einer war und überlegen wie es besser geht. Man muss ja kein Arsch werden (auch nicht zu sich selbst).

Eigentlich schluckte ich damals etwas was ich nicht schlucken wollte um nach meinem eigenen Wertungssystem "besser" zu sein als er.

Ich find das klingt eher nach ner hinterherkonstruierten Wertung um sich mit der Vermeidung besser zu fühlen, nicht?

Aber so oder so ein schönes Beispiel dafür wieviel die eigenen Intensionen ausmachen. (für mich ist das zwar alles nur Psychologie, aber von irgendwelchen magischen Ausgleichen abgesehn ist mir Karma zumindest eine sympathische Denkart)

E7hemaligeBrT Nutzer #(#53686x97)


Ich find das klingt eher nach ner hinterherkonstruierten Wertung um sich mit der Vermeidung besser zu fühlen, nicht?

Aber so oder so ein schönes Beispiel dafür wieviel die eigenen Intensionen ausmachen. (für mich ist das zwar alles nur Psychologie, aber von irgendwelchen magischen Ausgleichen abgesehn ist mir Karma zumindest eine sympathische Denkart)

Klar Du kannst es auch mit psychologischen "Mitteln" betrachten - dann ist es die Erklärung die Rationalisierung der Vermeidung ja. In jedem Fall ist es illusionär und deshalb kommt so eine Lektion aus buddhistisch Karmischer Sicht wieder. Das sind einfach nur verschiedene Beschreibungen derselben Sache.

Aus psychologischer Sicht könntest Du jetzt sagen dass ich durch meine Vermeidung damals emotionale Bedürnfisse verdrängt habe ( nämlich dem typ ordentlich eins auf die Mütze zu geben - verbal ;-) ) was sich z.B. in Körpersprache oder auch in der Intonierung durch die Stimme äußern könnte was wiederum beim Gegenüber auslösen könnte sich irritiert zu fühlen und das vorhandene Verhalten spiegeln - möglicherweise sogar bei der nächste Begegnung wieder, wenn es entsprechend offensichtlich war.

Im Grunde genommen gibt es einige Parallelen zwischen buddhistischen Konzepten und therapeutischen der westlichen Psychologie. Aber das ist ja bekannt - siehe C.G. Jung.

M/anxn042


@ NotMichaelCaine,

danke für deine lange Ausführung vom 30.07.16 23:39. Ich bezeichne mich auch als einen spirituellen Menschen. Ich komme aber weniger aus der Richtung des Buddhismus, sondern bin ein Anhänger von "Gespräche mit Gott". Ich würde das mal ganz grob als eine Mischung von neuem Testament und Buddhismus bezeichnen.

Ich habe eben versucht die Stelle in dem Buch zu finden, an der Gott etwas über's Karma sagt. Leider finde ich sie im Moment nicht.

Für mich gibt es diesen direkten Zusammenhang zwischen der Tat A (als schlecht bewertet), die ich begehe und einer Tat B (ebenfalls als schelcht bewertet) als folge von Tat A und zwar solange bis ich versteh', dass ich Tat A nicht mehr begehen soll.

Sondern das "Konzept" von GmG sieht so aus. Jede Seele will einfach alle Erfahrungen machen. Sowohl die schlechten, bzw. die die wir Menschen als schlechte Erfahrungen bezeichnen, als auch die guten. D.h. jede Seele erfährt auf diese Weise auch beide Seiten der Medaille. Aber eben nicht in der Weise, dass jeweils ein direkter Zusammenhang zwischen den Taten besteht. Oder, dass meine Seele schlechtes Karma ansammelt und ich deshalb in einem Leben z.B. behindert bin.

Gemeinsam ist jedoch beiden Konzepten, dass die Seele immer reifer wird und letzten Endes erkennt, dass sie Teil Gottes, Teil des Ganzen ist. Ob das nun nach der buddhisdischen Vorstellung geschieht oder nach der GmG-Vorstellung?

Vielleicht ist beides richtig. In dem Buch kommt es häufig vor, dass Neal Donald Walsch Gott nach etwas fragt, bei dem es zwei Möglichkeiten gibt. Oft bekommt er dann die Antwort, dass beides richtig ist. Gott sagt ihm, dass er das oder durch ein und ersetzen soll. Im Prinzip leben wir ja in einem Universum der unbegrenzten Möglichkeiten. Folglich gibt es das "entweder oder" nicht.

Dann noch zu:

Die Angst erfunden hat die Religion allerdings nicht - sie ist Teil unseres Systems.

Ganz sicher haben die Religionen die Angst nicht erfunden. Aber sie spielen ganz gut auf der Klaviatur der Angst.

EBhemaliger tNutzer (|#568697x)


Ich bezeichne mich auch als einen spirituellen Menschen. Ich komme aber weniger aus der Richtung des Buddhismus, sondern bin ein Anhänger von "Gespräche mit Gott". Ich würde das mal ganz grob als eine Mischung von neuem Testament und Buddhismus bezeichnen.

Ich habe eben versucht die Stelle in dem Buch zu finden, an der Gott etwas über's Karma sagt. Leider finde ich sie im Moment nicht.

Ich kenn den Titel- aber nicht den Hintergrund und hab kurz gegoogelt - meinst Du den Abschnitt:

Nein, so etwas wie karmische Schuld gibt es nicht – nicht in dem Sinn, wie du die Frage stellst. Eine Schuld ist etwas, was zurückgezahlt werden muß oder sollte. Du bist nicht dazu verpflichtet, irgend etwas zu tun.

Doch gibt es gewisse Dinge, die du tun möchtest, die zu erfahren du wählst. Und einige dieser Entscheidungen hängen davon ab, was du zuvor erfahren hast.

Noch deutlicher läßt sich mit Worten nicht ausdrücken, was ihr Karma nennt. Wenn Karma der angeborene Wunsch ist, besser zu sein, größer zu sein, sich weiterzuentwickeln und zu wachsen, und wenn hierfür die Ereignisse und Erfahrungen der Vergangenheit als Maßstab genommen werden, dann, ja, existiert Karma.

Aber es fordert nichts ein. Nichts wird je eingefordert. Ihr seid – wart immer – ein Wesen der freien Wahl.

- Gespräche mit Gott 1, Neale Donald Walsch, Seite 303

[[http://www.gespraechemitgott.net/beitrag920.html Quelle]]

Gemeinsam ist jedoch beiden Konzepten, dass die Seele immer reifer wird und letzten Endes erkennt, dass sie Teil Gottes, Teil des Ganzen ist. Ob das nun nach der buddhisdischen Vorstellung geschieht oder nach der GmG-Vorstellung?

Ja. Wie gesagt - ich sehe das einfach nur als verschiedene Arten dasselbe grundlegende Phänomen zu beschreiben. Die Psychologie versucht das auf ihre Art ja auch - eben mit anderen Mitteln. Ich würde wetten, dass auch der Islam etwas ähnliches kennt. Der Fokus scheint geringfügig anders und die "Geschichten" darum unterscheidet sich natürlich. Religionen werden in Form von "Erzählungen" durch die Generationen gereicht. Dabei geht es darum Erfahrungen zu beschreiben, weil wir Erfahrungen nicht anders weiter geben können als in Beschreibungen. Du kannst sie nicht rechnerisch nachweisen. Und ihre Essenz ist auch schwer verbal zu erfassen. Sie müssen erfahren werden ;-). Darauf beruht ja auch oft ein Streit zwischen religösen /spirituellen Menschen und Atheisten.

Ganz sicher haben die Religionen die Angst nicht erfunden. Aber sie spielen ganz gut auf der Klaviatur der Angst.

Mh. Menschen tun das ,). Eine Religion an sich kann das nicht. Sie ist im weitesten Sinn ja auch ein Konzept was in westlichen Staaten meist wie eine juristische Person organisiert ist. Eine der Standartillusionen der wir heute aufsitzen scheint zu sein, dass Menschen unbewusst davon ausgehen, das juristische Personen denken können ;-). Das passiert nicht. Es sind immer Menschen die denken und Entscheidungen treffen. Menschen haben ein Interesse daran, das alle glauben es wären die juristischen Personen, weil sie so Verantwortung outsourcen können.

Für mich ist ein wesentlicher Unterschied zwischen Religion und Spiritualität das erstere eine organisationslastige Interpretation von zweiterer ist, die häufig das Ziel hat eine große Menge von Menschen zu organisieren. In der Religion geht es häufig gar nicht mehr in erster Linie darum, Menschen die Inhalte so zu vermitteln, dass sie für sie erlebbar werden ( Erfahrungslernen) sondern darum Menschen nach dem "Friss oder Stirb" Motto Regeln zu verpassen, die ein Zusammenleben im Sinne der Religion für größere Organisationseinheiten möglich macht. Auch das ist per se erst mal weder gut noch schlecht. Es kippt in die eine oder andere Richtung durch die Menschen die in der Hierachie weitreichende Entscheidungen treffen. Was wir momentan auf vielen Ebenen zu erleben scheinen ist eine Krise der Hierarichie als Organisationsmodel - egal ob das religiöse, staatliche oder wirtschaftliche Hierachien sind. Wir sehen, dass die hierarchische Ordnung eben nicht zwangsläufig zu stabilen und guten Lösungen für Probleme führt, die der Planet hat, sondern zu merkwürdigen Machtdynamiken, die nur einem sehr kleinen Teil der Weltbevölkerung zu nutzen scheinen ohne das die eigentlichen Probleme, die auch diesen kleinen Teil der Weltbevölkerung bedrohen (!) wirklich gelöst werden.

Was Du andeutest ist ja das die Weltreligionen (eigentlich ausnahmslos?) Ängste dazu verwenden um eine bestimmte Berechenbarkeit ihrer Anhänger zu erreichen. Das macht die Anhänger planbarer und besser für Ziele einsetzbar, die mit der Religion verfolgt werden. Das tun aber nicht nur die Weltreligionen, sondern genauso Staaten, die Weltkonzerne und so weiter. Jeder Organisationsform die viele Menschen organisiert um gesteckt Ziele zu erreichen kann eine Angstkultur aufbauen und sehr viele tun das auch. Auch in kleineren Einheiten wird das ja versucht, da funktioniert es nur immer weniger, vor allem wenn die Menschen Alternativen haben.

Weils insgesamt passt:

[[https://www.youtube.com/watch?v=Sj00vO48MTk]]

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