» »

Was tun? - er steht nicht (mehr) zu mir?

itndividduelleUMeinuxng


Die Probleme liegen viel tiefer- wer mit Selbstmord droht, agiert stark emotional manipulativ. Aus Erfahrung innerhalb meiner Verwandtschaft würde ich da nicht zu einer Beziehung raten.

Es geht mir nicht darum, die Handlung und Meinung des Freundes der TE zu relativieren oder "schön" zu schreiben. Aber, dass was hier bisher an Fakten benannt wurde, rechtfertigt noch nicht, den Mann/werdenden Vater zum manipulierenden Monster zu machen.

Es fehlen mir z.B. wichtige Informationen zur bisherigen Paarbeziehung, wie z.B. die Beziehungsdauer, Beziehungsintensität, wie regelmäßig man Zeit miteinander geteilt hat und wie diese sich gestaltet hat, bevor sie ungeplant schwanger geworden ist. Wie sahen frühere Absprachen der beiden aus etc.

Hier z.B. liest sich die Einschätzung der TE noch völlig anders:

ich habe letzte Woche per Teststreifen herausgefunden dass ich ungeplant schwanger bin, was aber nicht sooo schlimm ist, denn die Beziehung zum Vater des Kindes ist super, es gibt eine sehr große Familie und gute Betreeungsmölgihckeiten und allgemein ist es nicht der schlechteste Zeitpunkt.

Inhaltlich klingt es an dieser Stelle noch sehr nach partnerschaftlicher Gemeinsamkeit, über das Wie und Was nach der Geburt eines Kindes um Zeitpunkt X der Zukunft. Im Thread vom 27.07.2016 scheint es noch kein Zerwürfnis darüber gegeben zu haben, was die beiden mit Eintritt einer Schwangerschaft leben wollten.

so dachte ich zumindest und der Vater des Kindes hat sich auch gefreut!

so habe ich zumindest gedacht bis heute morgen:

Heute morgen war ich beim Frauenarzt um die Schwangerschaft offiziell feststellen zu lassen, alleine und musste 1,5 Stunden warten, unfairerweise wurden andere vorgelassen, die später kamen.... im Verlauf dieser Wartezeit habe ich wieder solche Beklemmungen und Traurigkeitsgefühle bekommen und war danach so fertig, dass ich erstmal nach Hause statt zur arbeit gehen musste. Dort habe ich geweint, so lange geweint und heute fühle ich mich den ganzen Tag einfach schlecht.

Wie die Gespräche zwischen der TE und dem Freund in dieser aktuten Phase von Ängsten, panischen Emotionen verlaufen sind wissen wir nicht. Es zeigt allerdings, dass auch auf Seiten der Mutter massive Zweifel und unkontrollierte Gefühle aufgekommen sind, die mit dem früheren Verlauf der 1. Schwangerschaft einschließlich erfolgter Spätabtreibung als Trauma entstanden sind.

das schlimmste ist, ich kann keine Vorfreude oder sonstiges verspüren und fühle mich eher der Situation eher nicht gewachsen... das ganze wirft mich grade in diese frühere Zeit zurück, ich habe das einfach noch nicht verarbeitet...

Wenn ihr als Mutter so emotionale Durchhänger und tiefe Zweifel gekommen sind, was ich für mich absolut verständlich/nachvollziehbar empfinde. Warum darf es einem werdenden Vater, der von einer ungeplanten Schwangerschaft erfährt, (die Situation nicht vorweg durchdenken und planen konnte) die Nerven ebenso weghauen, und er überreagieren? Zumal er vermutlich um die Vorgeschichte der ersten Schwangerschaft weiß!??

Es geht in einigen Beiträgen manchmal nur um ein Tagesgeschehen oder Wochenereignis. Dazu gehörende emotionale Auf und Ab's deren Entstehungsgeschichte hier nur im Kurzabriß einseitig, wenn überhaupt dargestellt wird. Deshalb halte ich es ohne zusätzliche Informationen für zu verfrüht schon langfrisitge Trends für dieses Paar und künftige Familie einzig daraus abzuleiten.

Aus Erfahrung innerhalb meiner Verwandtschaft würde ich da nicht zu einer Beziehung raten.__

Das ist für mich kein schlüssiges Argument, um für diese individuelle Situation schon den wissenden Rückschluss zu ziehen, wie das Ganze weiter ablaufen wird. Menschen handeln weder ständig berechenbar noch immer einer Logik folgend.

am Anfang der Beziehung habe ich immer herbe Zugeständnisse gemacht was seine Familie anging, obwohl mir die gemeinsamen Urlaube etc. nicht behagten- jetzt bin ich schwanger und gefangen... was kann ich tun? er scheint dieses ganze Familiäre mehr zu brauchen als ich dachte

Hier stellt sich mir nach wie vor die Frage, wie verliefen frühere Paargespräche, wenn die TE sehr oft eingelenkt hat und der Freund von den Zweifeln bzgl. des Wohnortes nichts konkretes gewusst hat? Wurde zwischen euch zweifelsfrei klar genug kommuniziert, dass ein späterer Zusammenzug gen Bayern nicht mehr in Frage kommt?

In dieser Passage klingt es noch etwas anders:

Er hat schon so Sachen gesagt wie in seinem Dorf helfen die Älteren den Neuen Müttern immer mit den Säuglingen etc... mir ist das alles zuviel, mir würde es reichen, nur mit ihm alleine zu sein, aber selbst wenn wir im Ort eine eigene Wohnung hätten, befürchte ich, dass er sich ganz dort integriert...ich kann es mir aufgrund der Mentalitätsunterschiede halt nicht vorstellen und mit den Jobchancen nach 3 Jahren Kinderbetreeung zuhause, auf die wir uns geeinigt haben - sieht es dort auch eher mau aus...zumindest nicht in dem Bereich, wo ich studiert habe...

Hier klingt es noch danach, dass es vor Eintritt der ungeplanten Schwangerschaft durchaus Absprachen für das spätere Familienleben in Bayern gab. Es zwar "leise" eigene Zweifel/Befürchtungen auf Seiten der TE gab. Frage mich jedoch, kannte diese der Partner ganz konkret, weil sie klar und offen ihm gegenüber direkt geäußert wurden?

Für mich würde es zwischen den beiden einen deutlichen Unterschied machen, ob sich die Gedanken und Zweifel nur im Kopf der TE befunden haben oder diese deutlich als Gesprächsinhalt im Paargespräch stattgefunden hat. Das ist bisher noch nicht so deutlich im Beitrag rüber gekommen.

Falls dies nicht der Fall ist, könnte dies zum Teil die sehr heftige Überreaktion des potentiellen Vaters erklären. Unreif wirkend ja, aber deshalb völlig unverständlich, wenn sich plötzlich Entscheidungen ins Gegenteil umkehren und abgesprochene Pläne komplett verändern?

Es wäre für Ratschläge und Hilfestellungen einfacher eure Situation noch ergänzend zu erläutern. Ich möchte mich zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht einseitig auf die einseitige Beurteilung einlassen. Dazu ist die Informationslage noch zu knapp gehalten.

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Beziehungen oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

Psychologie · Erziehung · Sexualität · Homo, Hetero, Bi


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH