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Würdet ihr da reagieren?

Kso7omiVna


Ich schreib keine rätselhaften NachrichteN, sondern nur eine Nachricht aus Eine an der Gruppe, dass mir die Freude an der Gruppe abhanden gekommen ist.

Niemand muss sich *dauernd* rechtfertigen, dass er keine Zeit hat. Ein ehrliches " lege heut lieber die Füße hoch" ist mir lieber als ein euphorisches "Super!freuen uns schon!" mit Absage am nächsten Tag.

Wieso zusagen, wenn ich weiß, mir steht gerade eh nicht so der Sinn nach einem Treffen?

Würde mir das so gehen, würde ich das offen kommunizieren.

Ktobo'minia


Ein offenes Wort verhindert da zumindest, dass sich jemand unnütz einen Tag freihält, den er anderweitig vergeben könnte.

Kein Mensch muss sich aus Höflichkeit zu einem Treffen zwingen, er kann nur einfach so frei sein, von vornherein zu sagen, dass er zur Zeit zu viel um die Ohren hat.

hpa^ts"chixpu


Da hast du allerdings recht. Wie lauteten die Gründe der Absagen?

m&inixmia


@ Koomina

Ich kann nachvollziehen, dass du enttäuscht bist. Gerade, wenn du diese Gruppe toll fandest und gern beibehalten hättest.

ABER:

Und die Absagen wurden immer häufiger, teilweise recht absurd.

Mal angenommen, dass es sich wirklich so verhält, zeigt sich hier bereits, dass die echte Bereitschaft für diese Gruppe schon im Bröckeln begriffen war, und es doch sehr gewagt war, dieses Gebaren erneut in Kauf nehmen zu wollen.

Irgendwann hat mich auch eine von der Gruppe angesprochen, sie habe Sorge, die Gruppe fiele auseinander, da zu viele Absagen.

Warum hat sie denn nicht alle zusammen getrommelt? Und abgesagt haben muss sie ja dann auch.

Ich traf mich auch ab und zu mit einzelnen der Gruppe und es war immer eine nette Zeit.

Das mag daran liegen, dass diese Personen mit dir allein gern Zeit verbringen wollten, jedoch die Gruppe in sich nicht mehr reizvoll war. Hinzu kommt, dass die Hemmschwelle, einen Termin in einer Gruppe abzusagen, weit geringer ist, da oft erst mal davon ausgegangen wird, dass ja "alle anderen kommen und es ja nicht auffällt, wenn man nicht da ist".

Innerhalb von drei Tagen mit eineinhalb Wochen Vorlaufzeit sagten alle ab, die letzte am selben Tag.

Das ist schon derb. Bestätigt aber nur die bereits mit dieser Gruppe gemachten Erfahrungen.

Wohlweislich hatte ich noch nicht gebacken und meiner Tochter nicht Bescheid gesagt, dass Besuch kommen würde, sie wäre sonst sicher enttäuscht gewesen.

Hier zeigt sich schon, dass du nicht überzeugt warst, dass das wirklich klappt und hast entsprechende Vorkehrungen getroffen. Die etwaige Enttäuschung deiner Tochter würde ich als Argument heraus nehmen. Zum einen ist das nicht eingetreten, zum anderen ist fraglich, ob die Anderen deswegen tatsächlich ein schlechtes Gewissen entwickeln würden, oder, nur um die Enttäuschung deiner Tochter zu verhindern, auf jeden Fall zu dem Treffen gekommen wären.

Abgesehen davon, dass alle abgesagt hatten, gab es in den Folgetagen auch keinen einzigen Kommentar, dass das Schade sei, dass wir das bald wieder angehen würden usw... über 24h Schweigen im Walde, was bei dieser Whatsapp-Gruppe doch eher ungewöhnlich ist.

Das würde voraussetzen, dass alle tatsächlich von allen Absagen gewusst haben und sich ein Kollektiv-Schuldgefühl entwickelt hat. Und dass ein echtes Interesse besteht, einen erneuten Anlauf zu versuchen.

Und ich es wagte, zu schreiben: "Weißt zumindest dass ich noch leb *grins* Mir ist die Freude an der Gruppe abhanden gekommen."

Angenommen, diese Schreiberin wusste/weiß wirklich nicht, dass alle anderen auch abgesagt haben, dann ergibt ihr "?" einen Sinn. Und selbst wenn sie es wusste, muss sie nicht auf deine Bockigkeit eingehen, denn es ist nicht ihre Aufgabe, das aufzufangen. Das ist etwas, was du mit dir ausmachen musst. Also, zu entscheiden, wie du mit der Situation umgehst. Kein "jetzt habt gefälligst ein schlechtes Gewissen und kümmert euch mal um mich". ;-)

Soll ich darauf nun reagieren?

Würde ich nicht machen. Wenn du noch mal reagieren möchtest, dann für alle lesbar, "dass du es schade fandest, dass alle abgesagt haben". Dann möge jeder dieser Damen ihre eigenen Rückschlüsse ziehen oder auch nicht. Und dann entscheidest du für dich, ob du zumindest per whatsapp Teil dieser Gruppe bleiben möchtest.

Ein offenes Wort verhindert da zumindest, dass sich jemand unnütz einen Tag freihält, den er anderweitig vergeben könnte.

Dieses offene Wort nützt dir nur leider nichts, wenn zuerst sowas wie Vorfreude da war, aber am Tag x oder kurz davor, sich die Umstände ändern.

Sagen wir mal so: Ja, du hast dir den Tag freigehalten, aber eben vorrangig aus Eigennutz. Weil du dieses Gruppentreffen unbedingt am Leben erhalten wolltest. Du wusstest, dass du auf Risiko gehst. Und das ist grundsätzlich immer so, sobald man sich mit jemandem verabredet, und noch viel höher, wenn man versucht, eine zerbröselnde Gruppe zu reanimieren, deren Mitglieder seit geraumer Zeit keine Anstalten machen, Eigeninitiative zu zeigen.

Du unterstellst, dass alle aus Pipifax-Gründen abgesagt haben, also dein Engagement nicht zu würdigen wissen, sich aus schlechtem Gewissen nicht bei whatsapp rühren, das eine Mitglied quasi "auf doof" macht, und fühlst dich zusätzlich von denen emotional nicht abgeholt und somit abgewertet. Das sind aber deine Gedanken und deine Gefühle, die du dir leider selber kreiert hast.

Siehe es so: Du hast sehenden Auges Schiffbruch erlitten. Aufstehen, Krönchen richten, Lektion gelernt, abhaken! :)z

Troomoxbi


Ich füge dem sehr guten Beitrag von minimia noch ein Zitat hinzu:

Wir wissen nicht, was andere Menschen denken oder fühlen. Wir interpretieren ihr Verhalten und sind dann wegen unserer eigenen Gedanken beleidigt. (Unbekannt)

_(Surf}erin


Die Frage bleibt: soll ich mich auf das "?" der einzelnen Person erklären, es sein lassen, wie ausführlich soll ich denn darstellen, wie es mir damit geht, dass auf das ausgefallene Treffen keiner reagiert hat außer mit Schweigen?

Koomina

Die Person hat den Humor anscheinend mit Schaumlöffeln gefressen und hatte deinen Satz: "Dann weiß du wenigstens, dass ich noch lebe" irgendwie nicht kapiert und wörtlich genommen.

Ich würde dazu einfach auch nur ein "?" antworten und das wars. @:)

p&ara0zelxlnuss


Ich würde dazu einfach auch nur ein "?" antworten und das wars.

Ich würde kein Fragezeichen zurück schicken. Dieses Verhalten hat nämlich nichts mit Kommunikation zu tun, sondern wirft erneute Fragen auf. Fürderhin würde ich empfehlen, sich ein gutes Buch über 'Miteinander reden' von Friedemann Schulz zu zulegen. Oder Paul Watzlawick 'Menschliche Kommunikation: Formen, Störungen, Paradoxien' auch sehr lehrreich.

M6onbikax65


In meinem Leben hat sich nicht eine einzige Gruppe gehalten, Nachbarschaftskaffee, Geburtstagsfrühstück, Mutterkindgruppe, diverse Frauentreffs, alle, ausnahmslose alle sind auseinander gefallen. Das ist einfach so. Menschen ändern sich, ihr Leben ändert sich und ihre Interessen. Ich an deiner Stelle würde das akzeptieren und nicht weiter versuchen, diese Gruppe zu erhalten. Das hat was Zwanghaftes und wird nicht funktionieren. Vielleicht kannst du zu einzelnen noch Kontakt halten, ansonsten mach deinen Frieden damit.

_pSurf*erixn


Ich würde kein Fragezeichen zurück schicken. Dieses Verhalten hat nämlich nichts mit Kommunikation zu tun, sondern wirft erneute Fragen auf. Fürderhin würde ich empfehlen, sich ein gutes Buch über 'Miteinander reden' von Friedemann Schulz zu zulegen. Oder Paul Watzlawick 'Menschliche Kommunikation: Formen, Störungen, Paradoxien' auch sehr lehrreich.

parazellnuss

Das ist ja nun maßlos übertrieben...wegen einem Fragezeichen....

Ich finde es schlagfertig und angemessen auf dieses Fragezeichen einfach nur ein Fragezeichen zurückzuschicken.

Sie schickt ein ? und fragt somit: HÄ?

Und die Empfängerin versteht das HÄ nicht und fragt daraufhin: HÄ ??? ]:D

MEoni\ka6x5


Ein Fragezeichen auf ein Fragezeichen? Es ist doch deutlich geworden, dass diese Person nicht genauso empfindet wie die TE, was die Gruppe anbelangt, ich würde darauf gar nicht mehr eingehen, sondern die Gegebenheiten akzeptieren. Mag vielleicht enttäuschend sein, aber so ist es nun mal. Ich würde vermuten, dass sie auf ein weiteres Fragezeichen keine Antwort erhält, mir wäre das jedenfalls zu blöd, darauf zu antworten.

p~araze:llnuxss


Ich finde es schlagfertig und angemessen auf dieses Fragezeichen einfach nur ein Fragezeichen zurückzuschicken.

Sie schickt ein ? und fragt somit: HÄ?

Und die Empfängerin versteht das HÄ nicht und fragt daraufhin: HÄ ??? ]:D

Siehst du? Es wird schon langsam. Du hast das langsam mit dem '?' und 'HÄ' kapiert. Oder? Falls nicht, dann würde ich dir die oben genannten Bücher (Paul Watzlawick, Friedemann Schulz) empfehlen. Schau doch da mal rein. Diese Literatur birgt eine Vielfalt von Kommunikationsmöglichkeiten.

KOoo4mixna


Danke für eure Antworten,es war viel hilfreiches dabei!

Ich habe neben der Gruppe auch andere Freunde und Kontakte, nur ist unter diesen nur eine Freundin mit einem Kind im gleichen Alter. Auf dem Spielplatz bin ich oft und treffe dort die Kinder und Eltern aus der Kita.

Aber leider viel zu selten...

Zu den Frauen in der Gruppe habe ich einfach mehr Bezug, weil wir uns seit über drei Jahren begleiten, es stimmt, das ist schon eine wichtige Konstante in meinem Leben und auch in dem meines Kindes geworden, die immer mehr zerbröckelt.

Und mich scheint das mehr zu stören als die andern, was ich schade finde, sich aber nicht ändern lässt.

Minimia:

"Eigenutz" kann man das nennen, muss man aber nicht. Sonst könnte man ja jedes Treffen mit Freunden und Bekannten unter "Eigennutz" verbuchen. Natürlich wünsche ich mir, wenn du den Terminus verwenden willst, wenn andere von einem Treffen mit mir ebenfalls "profitieren" (Ablenkung, Freude, neue Infos erhalten/weitergeben, Aussprache, Ansprache, was weiß ich...). Im besten Fall hat jeder was vom Kontakt. Ich hätte keine Lust, mich mit jemand zu treffen, dem ein Treffen mit mir nichts erfüllendes bringt.

Genau das scheint aber der Fall zu sein.

Die "?"-Schreiberin wusste freilich, dass alle abgesagt hatten, weil alle Absagen über den Gruppenchat kamen.

In einem hast du jedenfalls recht: es ist das gute Recht der "?"-Schreiberin, mein Problem bei mir zu lassen. Mein beleidigtes "...ich lebe noch...keine Freude an der Gruppe mehr" war eine Aufforderung an sie, mich zu betüddeln, das sehe ich jetzt auch so. Wozu sollte sie das tun? SIE hat ja kein Problem, sondern ich.

Wahrscheinlich haben einfach alle mehr Sozialkontakte für sich und ihre Kinder als ich.

Und es ist meine Aufgabe, das zu ändern, nicht die der Gruppe, meine Lücken zu stopfen.

Die Freundin (oder Bekannte), die mir gegenüber sagte, sie fände es auch schade, dass sich nicht mehr so oft ein Treffen ergibt, hat auch abgesagt, das ist richtig.

Vor meinem von mir vorgeschlagenen Treffen gab es seit dieser Ansage bereits zwei wieder gut frequentierte Treffen bei ihr und der "?"-Schreiberin.

Das hat mir ja Mut gemacht, es auch wieder zu versuchen.

Aber du hast recht, ich hatte meine Zweifel, ob wirklich alle kommen oder nur, sagen wir zwei.

Dass aber alle abgesagt hatten, fand ich sehr enttäuschend.

War wohl einfach die Gruppendynamik.

Kam schon öfter vor im letzten Jahr, dass wir "nur" zu dritt waren, aber gar keiner? Puh!

Dass es mal wieder ausfällt, wäre noch zu verkraften gewesen, was ich allerdings hart fand, war, dass kein einziger geschrieben hat: "Schade, das nächste Mal klappt es aber!" oder "Gut, dass du noch keinen Kuchen gebacken hattest, das ist echt blöd gelaufen!" oder irgendwas anderes, egal.

Klar hatte ich auch zu dreien in der Gruppe mehr Bezug als zu anderen (durch wechselseitige Besuche außerhalb der Gruppentreffen), ich würde sie nicht gleich "beste Freundinnen" nennen, aber zumindest "sehr gute Bekannte" mit Aussicht zu einer guten Freundschaft.

Und dass nicht mal von denen ein Kommentar kam, hat mich enttäuscht. Das war für mich ein Zeichen, dass "mit Aussicht zu einer guten Freundschaft" gestrichen werden kann. Umgekehrt hätte ich das nämlich mit Sicherheit kommentiert, vielleicht sogar angerufen. Macht man so, finde ich, wenn man jemand mag und davon ausgehen kann, dass der jetzt echt enttäuscht ist. Mich hätte sowas gedauert, aber gut, ich bin nicht jedermann...

Zu den Kommunikationsbüchern folgendes: ich nehm den Lesetipp nicht zu ernst ;-) , ohnehin kenne ich die Bücher, glaube aber, dass es in der zwischenmenschlichen Kommunikation noch Metaebenen und andere Aspekte gibt, die in dieser Literatur nicht berücksichtigt sind. Nirgendwo z.B. wird dort abgehandelt wie ein: "Diese Woche passt es mir nicht, aber gerne ein andermal!" zu interpretieren ist. Das kann wörtlich gemeint sein, aber auch völlig anders: "Wahrscheinlch nicht"/ "Halte ich mir mal offen"/"Die Aktion gern, aber nicht mit dir!"... das weiß man erst, wenn man die Person näher kennt oder ein paarmal ergebnislos gefragt hat.

Nun, zumindest weiß ich nun Bescheid, dass mir mehr an der Gruppe lag als den anderen - über drei Jahre ist nun wirklich nicht wenig, ich glaube, die meisten Gruppen machen wesentlich früher schlapp. Wenn aber nach über drei Jahren sich aus keinem der Kontakte eine Freundschaft entwickelt hat, keiner das Bedürfnis hat, mal nachzuhaken, warum ich mich zurückgezogen habe, dann sehe ich auch keinen Grund mehr, weiter in der Gruppe zu verbleiben.

Da strecke ich meine Fühler besser anderweitig aus.

K`oom3ixna


Da hast du allerdings recht. Wie lauteten die Gründe der Absagen?

@ Hatschipu:

Das ist der nächste Punkt. Man kann natürlich die Absagegründe unter die Lupe nehmen und befinden, dass diese jeweils schlüssig sind, ich halte es aber für recht unwahrscheinlich, rein statistisch. Zumal die meisten noch vage waren, ich also ein wenig das Gefühl hatte, man hält sich alles offen, um zu schauen, wer wirklich kommt, um dann doch wieder zuzusagen.

Die erste ("Karina") meinte, sie bekomme das Auto nicht (normal sprechen sie und ihr Mann sich ab). Wegen eines Säuglings leidet sie momentan sicher unter Schlafmangel, auch weiß ich, dass sie viel Besuch bekommt und ein Typ ist, der schlecht Nein sagen kann. Sie würde es nicht fertigbringen, zu schreiben: "Leute, ich weiß, ich hab zugesagt, aber ich kann gerade nicht mehr, ich brauch eine Mütze Schlaf." Oder "Schwiegermutter hat sich angemeldet, habe keinen Nerv für Diskussionen mit der, also wartet nicht auf mich." Wobei ich da am ehesten milde gestimmt bin, weil ich die Pappenheimerin kenne und sie nur aus Not so absagt und weil sie einfach nicht anders kann.

Kandidatin zwei ("Heidi") schreibt eine halbe Stunde später, ihr Kind habe am Vorabend gespuckt, sie wisse nicht, ob sie übermorgen dabei sei (es ging zu dieser Zeit eine Ein-Tages-Grippe um). Diese hatte das Kleine von "Karina" noch nicht gesehen und in der Vorwoche geschrieben, sie freue sich total auf das Kleine. Nachdem die Absage eine halbe Stunde später kam, nehme ich an, für sie lohnte dann "der Aufwand" nicht, zum Treffen zu kommen, was sie derzeit ohnehin selten tat. Sie schrieb auch bis zuletzt nicht, wie es ihrem Kind ging, ich denke, sie hat abgewartet, ob sie noch Lust bekommt oder wieviel noch absagen.

Kandidatin drei ("Ilse") schreibt am späten Vorabend des Treffens, ihr Mann müsse zwei Verwandte vom Bahnhof abholen, wisse aber noch nicht, wann er von der Arbeit rauskäme. Dann müsse sie das vielleicht erledigen und könne nicht kommen. (Ihr Mann kommt eh erst am Abend von der Arbeit heim und wenn er tatsächlich schon am Nachmittag die Verwandten hätte abholen wollen und früher Schluss machen, hätte er das sicher schon vorher gewusst, wenn es nicht klappt). Ich denke, sie war sich nicht sicher, ob die letzte Kandidatin kurz vor knapp auch noch eine "Ausrede" erfindet, was öfter vorkommt und sie dann alleine mit mir dasitzt, was sie offenbar nicht wollte.

Kandidatin vier ("Wendi"): ich schreibe am Vormittag, dem Tag des Treffs, "ich hoffe, deine Kinder sind nicht krank - sieht so aus, als seien wir zu zweit - bin auch flexibel und fahre zu dir". Sie antwortet im Gruppenchat: Wahrscheinlich brauche sie länger bei der Arbeit, wegen Urlaub stünde Großputz an und da würde sie vielleicht auch gefragt.

Ja, das weiß man doch schon vorher und nicht kurz vor dem Treffen? Zumal es mitten in der Woche war.

Frau zwei ("Heidi") und vier ("Wendi") waren diejenigen, die am seltensten bei Treffen dabei sind, eine fünfte ("Silke") erscheint momentan alle halbe Jahr mal, die hat gleich von vornherein abgesagt, sie habe zuviel zu tun (das war wenigstens straight, wobei diese wahrscheinlich schon vor einem Jahr beschlossen hat, dass sie nur noch am Chat teilnimmt und an Treffen nur zu besonderen Anlässen).

Den Termin habe ich extra auf Heidi und Wendi abgestimmt.

Nennt mich ruhig korintenkackerisch, aber man hat mit der Zeit schon ein Gefühl dafür, wann es wirklich echte Gründe und wann vorgeschobene sind.

Ein "Ich bin einfach nur müde, sorry Leute!" ist mir am allerliebsten, aber ich komm nicht, weil X nicht kommt oder weil wir dann nur zu zweit sind oder ach, keinen Bock, komm ich halt zum nächsten Treffen, ... das find ich nicht akzeptabel, weil ich das nicht machen würde. Wenn ich zusage, halte ich eine Verabredung ein. Ob Gruppe, ob Freundschaft, ob Bekannte.

Zudem hätte ich Sorge, wenn eine Ausrede allzu durchschaubar klänge, mich derjenige das nächste mal hängen lassen würde oder sich zurückziehen. das scheint ja manchen Leuten reichlich egal zu sein...

Zu der ganzen Chose kam dann natürlich noch der Ärger, ziemlich verkohlt worden zu sein.

Klar, die meisten von euch werden sagen, das sind alles Gründe, die eine Absage rechtfertigen, das muss man doch nicht so hinterfragen... wenn man die Leute allerdings schon eine Weile kennt, dann weiß man mit der Zeit auch, wie man sich die Aussagen übersetzen kann.

N(ullbacht*fuenfxzehn


Also ich kann alle Gründe verstehen, aber ich glaube, du hast dich da so reinversteift, dass du überall eine persönliche Ablehnung witterst...

Ljilcla !Mxy


Hm, so ähnlich habe ich das in den letzten zwei Jahren auch erlebt ;-)

Wir sind eine Baby-Schwimmgruppe, die sich super verstanden hat (im Gegensatz zu allen anderen Gruppen, in denen ich zuvor war). So beschlossen wir, uns nach dem Kurs auch weiterhin zu treffen. Je nach Wetterlage traf man sich im Café oder auch auf dem Spielplatz. Es war toll und entspannend und für die Kinder natürlich klasse. Die Gruppe hatte sowas wie eine ,,Klassensprecherin", sie hat alles organisiert - den Treffenstermin und auch das Tischereservieren im Café. Wir achteten auch auf Termine, an denen jeder konnte.

Im Laufe der Zeit kamen auch immer mehr Absagen. Immer dasselbe Muster: Zunächst sagen alle zu. Dann kommen einzelne Absagen, weil etwas "Dringendes" dazwischen gekommen ist. Letztlich waren von 10 Müttern gerade mal 2 da, wovon eine die Klassensprecherin war. Die Ausreden waren wirklich absurd.

Tja und so ging es weiter, die Treffen fanden schließlich in immer späteren Abständen statt. Mittlerweile finden sie schon seit 6 Monaten nicht mehr statt, weil es sowieso immer frustrierend ausgeht. Die Mütter gehen auch zum größten TEil wieder arbeiten oder gehören jetzt anderen Gruppen an, weil sie in der Zwischenzeit wieder neue Kurse belegt haben. Wiederum andere sind jetzt mehr eine Gemeinschaft mit ihren Kita-Mitmüttern.

Solche Gruppen haben leider wirklich ein Verfallsdatum und selten ist man da wirklich ehrlich zueinander, d.h. niemand sagt, dass er einfach keinen Bock hat ;-) Es lohnt sich finde ich nicht, da allzu viel Aufwand reinzustecken.

....

Zu der Nachricht und ob ich auf "?" reagieren würde.

Also ich denke, es war etwas naja, unglücklich, gleich herauszuhauen, dass du die Freude an der Gruppe verloren hast. Das hätte ich vermieden, zumal die Person sich ja eh vertan hatte und nicht auf ein Schwätzchen aus war. Aber jetzt, da das Kind schon im Brunnen ist:

Ich würde ganz simpel mal nachhaken: "Was heißt denn genau "?" ". Soll sie doch selber sagen, was sie wissen will und was nicht ;-)

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