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Offene Beziehung - Wunsch persönlich nehmen?

TNhaliina


Ich weiß keine passende Bezeichnung dafür, aber was ich erwarte geht über simple Wertschätzung deutlich hinaus...

L3olakX5


Ich weiß keine passende Bezeichnung dafür, aber was ich erwarte geht über simple Wertschätzung deutlich hinaus...

Ist vielleicht eine Definitionsfrage. ;-) Ich finde echte Wertschätzung nicht simpel. Nach meiner Beobachtung ist sie selten und in sehr vielen Beziehungen Mangelware. Gibt viele, die sich (vermeintlich oder tatsächlich) lieben und sich trotzdem (nach meinen Maßstäben) nicht wertschätzend behandeln.

sBpoWrtxxx


Geht es hier wirklich um Monogamie versus offene Partnerschaft?

Oder sollte die Frage nicht umformuliert werden: Was sind die wertschätzenden Elemente in einer guten Beziehung?

Leiten sich aus dieser Frage dann nicht alle gemeinsamen Lebensformen ab?

C>inn#a]m#onx4


Hi @:)

ich habe Alles gelesen (hatte heute noch Zeit, ich komme halbwegs voran ^^) und möchte auf die ein oder anderen Punkte noch eingehen, wo ich denke, dass ich etwas dazu sagen könnte:

Ich stell mir vor dass (auch wenn so abgemacht und mit Regeln) der Partner evtl verletzt wird, sich schlecht fühlt, auch wenn ers möglicherweise nicht zugibt oder sagt. Es könnte ja sein. Und das möchte ich ja auf keinen Fall. Ich verstehe dass es Menschen gibt, die sexuell nur mit mehrere Personen zufrieden sind. ABER wenn ich meinen Partner liebe und er darunter leidet, dann kommt das doch nicht in Frage?

Natürlich möchte ich nicht, dass mein Partner leidet. Wenn jetzt aber (rein hypothetisch) der Punkt kommen sollte, an dem ein Partner völlig andere Vorstellungen vom Zusammenleben hat als ich, erwarte ich, dass man das offen kommuniziert und ggf. die Konsequenzen zieht (Trennung). Ich erwarte von meinem Partner, dass er sich selbst am wichtigsten ist - so halte ich das auch. Denn mal angenommen, mein Bedürfnis nach einer offenen Beziehung wäre so groß, dass ich leide - hätte mein Partner dann das Recht, mir diese Offenheit vorzuenthalten? Man kann das halt auch umdrehen und deswegen denke ich, dass die einzige logische Konsequenz ist: Wenn einer der beiden Partner zu sehr leidet - sei es jetzt durch beschlossene Monogamie oder Offenheit - und man keinen Kompromisse finden kann, mit dem beide gut leben können, sollte man sich trennen. Alles andere ist Vergeudung der eigenen Lebenszeit.

Ich nehme es durchaus nicht persönlich, bzw. bringe es nicht mit meiner eigenen Person in Verbindung, wenn ein Mensch so eingestellt ist, dass er "Liebe" und "Sexualität" trennt.

Hm... ich glaube nicht, dass ich das tue. Liebe ist für mich ein Gefühl, was ich vielen Lebewesen entgegen bringen kann und ich liebe auch sehr schnell. Ich meine damit wirklich nicht Verliebtheit, sondern ein tiefes Gefühl der Zusammengehörigkeit. Ich unterscheide da aber zwischen "allgemeiner Liebe" und "besonderer Liebe". Das ist schwer zu erklären. Ich kann vielen Menschen eine enorme Zuneigung entgegenbringen, ohne mein Leben mit ihnen verbringen zu wollen. Vielleicht ist so gesehen "Freundschaft" einfach der wichtigere Wert als "Liebe" - Freunde lasse ich nicht so leicht an mich ran bzw. dauert es sehr lang, bis ich jemanden als guten Freund betrachte.

Für jeden Menschen ist es denke ich wichtig, dass man geliebt wird, dass man weiß es gib jemand für den ich wichtig bin, nein, für den ich die wichtigste Person überhaupt bin. In dem Sinne, wünscht sich schon jeder eine gewisse Exklusivität. Ich fände es traurig, wenn diese Exklusivität nur im Sex liegen würde. Mit dem Menschen, dem man liebt, teilt man Emotionen, Freude, Leid, Probleme, Gespräche, Urlaube, Ausflüge, und und und. Da sollte es (theoretisch) möglich sein die Exklusivität zu bewahren und andere Sexpartner zu haben. Ich befürchte aber, dass das in der Praxis überhaupt nicht so einfach ist.

Das sehe ich auch so, Oluf :)^ !

Comma (ja, weit hergeholt, aber ich wollte gerne deine Sammlung erweitern ]:D ): Ich finde es interessant, wie du und deine Frau das gelöst habt. Sollte ich jemals eine offene Beziehung wagen, würde ich mich da auch langsam rantasten wollen und schauen, wie es beiden Partnern dabei geht. Da hat Fizzlypuzzly auch nicht ganz Unrecht, dass es sonst ein Spiel mit dem Feuer werden könnte.

CXinnamPon4


Geht es hier wirklich um Monogamie versus offene Partnerschaft?

Oder sollte die Frage nicht umformuliert werden: Was sind die wertschätzenden Elemente in einer guten Beziehung?

Leiten sich aus dieser Frage dann nicht alle gemeinsamen Lebensformen ab?

Ja, sportxxx, eigentlich geht es mir schon um genau das oben genannte Thema. Alles andere würde zu weit führen, finde ich.

@ Die Seherin

für mich (ich selber habe in einem anderen faden ungefähr das gepostet, was du zusammengefasst hast)

:=o

ist das eine frage des selbst-vertrauens, weil mein mann und ich eine offene beziehung u.a. deswegen für uns ausgeschlossen haben, weil für uns sex keine reine triebbefriedigung ist, sondern insgesamt viel mehr ist - da spielen nähe, innigkeit, gegenseitiges vertrauen, vertrautheit, loslassen und fallenlassen können usw. mit rein.

und nachdem ich sex nicht losgelöst von gefühlen haben kann/will und auch mein mann das von sich behauptet, wäre eine fremdvögelei eben keine rein sexuelle geschichte... schwer zu erklären...

Doch, das verstehe ich, wobei ich - wie gerade geschrieben - Fremdvögelei schon auch mit anderen Gefühlen verbinde. Mit einer Verbundenheit mit der Welt und den Menschen im Allgemeinen, schätze ich. Das mag ich sehr, den Gedanken. Wie die Realität wäre - keine Ahnung.

@ LolaX5

Was ich nicht so leicht nachvollziehen kann ist das mit dem Selbstvertrauen -

Mein Erklärungsansatz wäre, dass es eben bedeutet, dass man dem Partner keinen Verzicht wert ist.

Hm... ich würde halt nicht wollen, dass mein Partner auf soetwas Elementares verzichten muss. Da fände ich eine Trennung besser als sich gegenseitig nur zu enttäuschen.

Manche finden, Verzicht so schlimm, dass sie keinesfalls der Grund dafür sein wollen. Ich empfinde das anderes. Jede Entscheidung bedeutet auf die eine oder andere Art auch einen Verzicht.

Schon. Und wenn der Verzicht - ich würde es eher Kompromiss nennen - nur einen kleinen Stich verursacht - geschenkt. Wenn der Verzicht aber zur Entbehrung wird - dann wird es stressig.

Ich würde auch nie von einem Partner verlangen, auch seinen Kinderwunsch zu verzichten, weil ich keine Kinder will. Dann passt es halt leider einfach nicht (mehr) und man kann sich hoffentlich im Guten und in Freundschaft trennen.

Ich möchte (m)einem Partner den Verzicht auf andere Möglichkeiten/Frauen wert sein. Wenn er irgendwann doch eine andere Frau will, steht ihm das selbstverständlich frei. Aber er kann dann nicht einfach mich weiterhin haben. Mir ist Exklusivität in einer Beziehung extrem wichtig und wenn die nicht mehr gewünscht sein sollte, ziehe ich die Trennung vor.

Da stimmte ich dir allerdings zu - niemand sollte sich verbiegen müssen und die Trennung ist dann definitiv besser. Ich sehe nur das mit dem Verzicht anders: Wie Isabell es auch schrieb und ich es auch meinte: Zwei von Natur aus monogame Menschen werden prima harmonieren (in diesem Punkt zumindest ;-D ) und zwei von Natur aus polygame Menschen auch. Verzichten sollte niemand müssen.

Vielleicht ändert sich das irgendwann, aber davon gehe ich eher nicht aus. Wenn, dann leuchet mir allerdings fast nur das polyamore Modell ein. Sexuelle Offenheit bei gleichzeitigem "Emotionsverbot" ist für mich nicht schlüssig. Wenn ich jemandem Sex mit einer anderen gönnen würde, dann auch die Gefühle für diese Person.

Ich unterscheide da ein bisschen. Sex ganz ohne Gefühle - das geht nicht, glaube ich. Aber ich hätte wohl Probleme damit, wenn da gleichzeitig eine innige Freundschaft oder gar Partnerschaft bestehen würde. Ich weiß es nicht. Das sind ja alles nur Gedanken und wenn eine Situation eintritt, fühlt man sich meistens eh ganz anders.

ich hoffe und gehe davon aus, dass ich die schönste Frau auf dem Planten für meinen Partner bin. Ich weiß aber ganz genau, dass er auch noch andere Frauen schön findet, auch wenn sie irgendwo weeeit abgeschlagen hinter mir auf Platz 2,3,4,5.... kommen.

Das wiederum finde ich schwierig nachzuvollziehen. ;-D Ich würde NIE, NIE, NIEMALS davon ausgehen, dass mich irgendwer für die schönste Frau auf dem Planeten hält. ;-D

Oh, das ist aber traurig. Bist du nicht schön? Ich finde prinzipiell alle Menschen irgendwie schön (wenn sie nicht gerade total verwahrlost sind) und manche davon auch richtig, richtig doll schön. Ich denke, dass es anderen bei mir genauso gehen wird. Warum auch nicht? Und Liebe zu jemanden lässt denjenigen eh gleich nochmal in viel hellerem Licht erstrahlen, was die eh vorhandene Attraktivität nochmals steigert - so ist es zumindest bei mir.

Vielleicht ist das auch der Knackpunkt - ich finde mich selbst so schön, dass ich keine Konkurrenz in anderen Frauen sehe. Das soll jetzt nicht eingebildet klingen. Ich hoffe, dass es das nicht tut |-o .

Ich mag, wie ich aussehe, und werde schon dem einen oder anderen gefallen, aber optisch schönere Frauen gibt es sicher zahlreiche. :)z Ganz zu schweigen von den Super-Beautys, die dank Schönheitsops, Stylisten und Photoshop die mediale Öffentlichkeit prägen. ;-D

Pffft... so schön sind die jetzt auch wieder nicht. Aber ich finde auch oft nicht unbedingt schön, was die Masse (angeblich) schön findet.

Ich finde es völlig ausreichend, wenn "im Gesamtpaket" nicht so schnell eine andere "mehr zu bieten hat". :)z

Naja... es wird immer andere geben, die mehr zu bieten haben als man selbst - viel mehr. Aber die Liebe ist es ja am Ende, diese "Magie", die den anderen so aufwertet.

Irgendwie kann ich es nicht verstehen, wie man davon ausgehen kann, dass einem ein Sexualpartner langfristig reichen muss.

Ich muss nicht reichen. Aber wenn ich es nicht mehr tue, dann "reicht er mir auch nicht mehr". :=o

Hm... in meinem Weltbild würde das einen häufigen Partnerwechsel bedeuten. Und wie ich beim Schreiben gerade merke, ist dieser Aspekt der Partnerschaft wohl der wichtigste, noch vor Liebe, Sex, Leidenschaft und Treue im Sinne von Exklusivität.

C~innamoxn4


wohl der wichtigste Aspekt für mich

S`üntxje


ich glaube, ich wäre irgendwie enttäuscht weil ich mich anscheinend in der Wahl meines Partners vertan hätte, wenn dieser plötzlich eine offene Bezuehung wollte.

Also wäre es schon irgendwie persönlich, aber nur weil ich persönlich dann den falschen Mann hätte ;-D

Oh Mist, es ist anscheinend zu spät und ich kann mich nicht mehr klar äußern.

Für mich käme eine offene Beziehung nicht in Frage und wenn mein Partner das anders sehen würde, dann wären wir in einem sehr wichtigen Punkt derart unterschiedlicher Ansicht, dass das nicht funktionieren würde. Sex ist wichtig, sehr wichtig und wenn eine derart wichtige Säule nicht passen würde in der Beziehung, dann hätte ich den falschen Partner gewählt.

L1olaXx5


Hm... ich würde halt nicht wollen, dass mein Partner auf soetwas Elementares verzichten muss. Da fände ich eine Trennung besser als sich gegenseitig nur zu enttäuschen.

Wenn es für jemanden elementar ist, mehrere Frauen zu haben, wird er nicht mein Partner. ;-) Um Frauenhelden mache ich einen großen Bogen. Und wenn (m)ein Partner Sex mit einer (oder mehreren) anderen plötzlich elemtenar finden sollte, dann passt es eben nicht mehr.

Schon. Und wenn der Verzicht - ich würde es eher Kompromiss nennen - nur einen kleinen Stich verursacht - geschenkt. Wenn der Verzicht aber zur Entbehrung wird - dann wird es stressig.

Zustimmung. Würde ich auch nicht wollen, dass es eine Entbehrung ist, mit mir zusammen zu sein. :-o :-o :|N

Da stimmte ich dir allerdings zu - niemand sollte sich verbiegen müssen und die Trennung ist dann definitiv besser. Ich sehe nur das mit dem Verzicht anders: Wie Isabell es auch schrieb und ich es auch meinte: Zwei von Natur aus monogame Menschen werden prima harmonieren (in diesem Punkt zumindest ;-D ) und zwei von Natur aus polygame Menschen auch. Verzichten sollte niemand müssen.

Ich glaube nicht, dass es nur von Natur aus poly- und monogame Menschen gibt. Da gibt es auch viele Abstufungen dazwischen.

Wenn wir im strengen Sinn monogam wären, dann gäbe es im Leben genau eine Beziehung und wenn die scheitert nichts mehr. So ist es aber nicht. Das heißt, dass auch die so genannten mongamen eben in aller Regel "nur" seriell monogam sind. Zu jedem passt mehr als ein Mensch. Und wenn man mehrere Jahrzehnte zusammen ist/sein will, dann würde ich persönlich einkallkulieren, dass man auch mal einen anderen trifft, der auch passen würde (und wo sich ggf. dann auch eine entsprechende Verknalltheit einstellt). Die Frage ist, wie man sich dann verhält. DA kommt dann ggf. der Verzicht ins Spiel. Beispielsweise indem man gar nicht anfängt, mit dieser Person zu flirten, wenn man in einer Beziehung ist und das auch bleiben will. Da trennt sich für mich die Spreu vom Weizen in Sache Treue. Wer nur treu ist, wenn alles bestens läuft und niemand in Sichtweite ist, der dem Partner das Wasser reichen könnte, ist es leicht zu sagen "ich bin treu". Wirklich treu ist für mich aber nur jemand, der auch im Angesicht der Versuchung treu bleibt.

Ich würde NIE, NIE, NIEMALS davon ausgehen, dass mich irgendwer für die schönste Frau auf dem Planeten hält. ;-D

Oh, das ist aber traurig.

;-D Wieso sollte das traurig sein, ein realistisches Selbstbild zu haben und Aussehen nicht allzu wichtig zu nehmen?! Ich finde es nicht traurig. Nur weil Frauenzeitschriften das vielleicht meinen, muss ich noch lange nicht meinen Lebenssinn darin sehen, möglichst schön sein zu wollen (oder mit allen möglichen Tricks und Mittelchen möglichst viel Fake-Schönheit zu erzeugen. :=o ). 8-)

Bist du nicht schön?

Manche würden mich vielleicht als schön bezeichnen, andere nicht. Ich bin tageslicht tauglich und mag wie ich aussehe. Das reicht völlig.

Ich finde prinzipiell alle Menschen irgendwie schön (wenn sie nicht gerade total verwahrlost sind) und manche davon auch richtig, richtig doll schön.

Gut, wenn du eigentlich fast alle Mensche schön findest, dann verstehst du unter dem Begriff etwas anderes als ich. Schönheit ist für mich schon etwas hervorstechendes. Durchschnittlich Hübsch sind viele. "Schön" ist aber schon mehr, finde ich.

Ich denke, dass es anderen bei mir genauso gehen wird. Warum auch nicht? Und Liebe zu jemanden lässt denjenigen eh gleich nochmal in viel hellerem Licht erstrahlen, was die eh vorhandene Attraktivität nochmals steigert - so ist es zumindest bei mir.

Ich bin für dieses "Liebe macht schön" irgendwie nicht so anfällig, schätze ich. ":/ Selbst wenn ich mich für extrem schön halten würde, würde ich es absurd finden, wenn mein Partner mich für die schönste Frau auf den Planeten erklären würde. :-o So eine Aussage kommt mir absolut unsinnig vor. Schon allein, weil es ganz unterschiedliche Aussehenstypen gibt, die neben einander schön sind, ohne dass man sagen könnte, wer schöner ist. Man kann lediglich sagen, wer einem persönlich (etwas) besser gefällt.

Vielleicht ist das auch der Knackpunkt - ich finde mich selbst so schön, dass ich keine Konkurrenz in anderen Frauen sehe. Das soll jetzt nicht eingebildet klingen. Ich hoffe, dass es das nicht tut |-o .

Doch tut es. ;-D Aber wenn du ohnehin fast alle schön findest, sagst du damit ja nicht viel mehr als, dass du dich normal aussehend findest. ;-) Was allerdings dann wieder nicht so ganz dazu passt, dass du dich aussehenstechnisch anderen Frauen überlegen fühlst. ":/

Ich finde es völlig ausreichend, wenn "im Gesamtpaket" nicht so schnell eine andere "mehr zu bieten hat". :)z

Naja... es wird immer andere geben, die mehr zu bieten haben als man selbst - viel mehr.

Das ist jetzt interessant, dass du beim Gesamtpaket so selbstverständlich findest, dass andere mehr zu bieten haben. :-o Das ist der Punkt, wo bei mir sozusagen die "Selbsteingenommenheit" einsetzt. Ich finde nicht, dass es allzuviele Frauen gibt, die im Gesamtpaket mehr zu bieten haben als ich. o:) Natürlich würde ich zu vielen Männern nicht passen und sie nicht zu mir, aber WENN es passt, dann wird er nicht so leicht eine andere finde, die "besser" und "angenehmer" ist. Und wenn er doch meint so eine getroffen zu haben, dann kann er mich ja verlassen... :-) (Selbstverständlich mit dem vollen Risiko, dass sich die andere als Luftnummer herausstellt...)

Aber die Liebe ist es ja am Ende, diese "Magie", die den anderen so aufwertet.

Hmm, ich weiß nicht. ":/ Ich mag - auch in Gefühlsdingen - Realismus lieber. Ich will einen Partner, den ich ohne Liebe schon toll finde. Einen der nicht erst durch die Liebe "aufgewertet" werden muss sozusagen. :-)

Hm... in meinem Weltbild würde das einen häufigen Partnerwechsel bedeuten.

Nein, das muss nicht sein. Wenn man sorgfältig auswählt, mit wem man überhaupt "einen Versuch wagt", kann und wird die Zahl der Partner gering bleiben.

Und wie ich beim Schreiben gerade merke, ist dieser Aspekt der Partnerschaft wohl der wichtigste, noch vor Liebe, Sex, Leidenschaft und Treue im Sinne von Exklusivität.

Welchen Aspekt meinst du?

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Ob ich den Wunsch nach einer offenen Beziehung als mein Selbstbewusstsein verletzend ansehe oder nicht, hängt nur von meinen Gefühlen ab. Wenn ich jemanden liebe, will ich, dass er mich auch liebt, sonst ist mein Selbstbewusstsein natürlich etwas angeknackst. Ich frage mich dann nämlich, was ich falsch mache, dass er mich nicht liebt oder dass er nicht nur mich liebt bzw. ich glaube ihm nicht, dass er mich liebt. Eine offene Beziehung bei echter Liebe gibts für mich nicht, sowas geht nur ohne Gefühle, bei einer guten Freundschaft vielleicht.

Ich denke aber trotzdem, dass das Problem was ich dann habe im Grunde bei mir allein liegt, bei meinen Gefühlen. Es würde mit nur eben auch ans Selbstbewusstsein gehen, wenn ich meine Gefühle dann künstlich unterdrücken würde. Soweit lasse ich da überhaupt niemanden ran, da verzichte ich dann lieber ganz auf den Mann und suche mir jemand anderen für eine offene Beziehung, für den ich eh nicht so viel fühle oder jemanden, der mich wirklich liebt.

Betrogen werden an sich tut meinem Selbstbewusstsein gar nichts, dem Kerl das aber durchgehen lassen schon und daher lasse ich sowas nur Leuten durchgehen, bei denen es mir eh egal ist.

A/nnaG_198x6


Eine offene Beziehung bei echter Liebe gibts für mich nicht, sowas geht nur ohne Gefühle, bei einer guten Freundschaft vielleicht.

:)^

C1oteESauHvaxge


Auf mein Selbstbewusstsein würde sich ein Wunsch nach offener Beziehung genausowenig auswirken wie wenn der Mann fremdgehen oder sich trennen würde. Mein Selbstbewusstsein ist nicht von dem Verhalten einzelner Anderer abhängig.

Allerdings gäbe es keine offene Beziehung mit mir. Ich kanns verstehen wenn jemand nicht Jahrzehnte mit demselben Partner zusammen sein will, aber für mich passt das Modell der seriellen Monogamie da deutlich besser.

COom_r0an


Cinnamon4

Vielleicht ist das auch der Knackpunkt - ich finde mich selbst so schön, dass ich keine Konkurrenz in anderen Frauen sehe. Das soll jetzt nicht eingebildet klingen. Ich hoffe, dass es das nicht tut |-o .

Schick mal ein Foto, dann werden wir darüber abstimmen ;-D

Ich finde auch, dass Liebe jemanden in der subjektiven Wahrnehmung "strahlen" lässt, wie du so schön geschrieben hast. Daher werde ich meine Frau auch immer mit anderen Augen sehen als andere Frauen, die ich als sehr attraktiv erachte. Aber dennoch sehe ich es auch so wie LolaX5: man selbst ist nie der schönste Mensch auf dem Planeten und wird es - nach reinen Äußerlichkeiten - auch nie sein. Zumindest nicht für immer (und bei einer dauerhaften Beziehung unterstelle ich mal das "für immer" im Sinne der restlichen Lebensdauer). Wer ist so vermessen und glaubt, dass er mit Mitte 60 noch alle 30er in die Tasche stecken kann? Geht nicht. Je länger man in einer Beziehung verweilt, umso schöner wird das relative Umfeld. Aber für mich sind dies rein ästhetische Punkte - und Ästhetik ist längst nicht alles. Ich werde auch mit Mitte 60 meine Frau mit anderen Augen betrachten, mir aber gleichzeitig eingestehen, dass es noch viele hübsche und reizende Damen nebendran gibt.

LolaX5

Das heißt, dass auch die so genannten mongamen eben in aller Regel "nur" seriell monogam sind.

Wenn du Monogamie aus dem sexuellen Standpunkt betrachtest und dann sämtliche Affären/Fremdgehen/Puffbesuche berücksichtigst, dann wäre sogar ein spürbar großer Anteil der Bevölkerung polygam. Auf emotionaler Gefühlsebene sicherlich weniger (obwohl es auch Trottel gibt, die sich in eine Professionelle verknallen). Was eigentlich nur bedeutet, dass es statistisch leichter ist, Sex neben den Gefühlen zuzulassen, als polyamorös zu fühlen.

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Comran, was ist mit glücklichen Paaren im Alter von 50, 60, 70 Jahren, die sich aber gegenseitig als "am schönsten" ansehen? Würdest du sagen, die lügen? Ich könnte mir persönlich auf jeden Fall vorstellen, dass mein Freund für mich auch noch mit Mitte 60 der schönste Mann ist - einfach, weil mich Andere nicht interessieren, ich blind für sie bin. Das ist natürlich alles rein subjektiv, aber nur darum gehts mir.

Csinnamoxn4


Vielleicht ist das auch der Knackpunkt - ich finde mich selbst so schön, dass ich keine Konkurrenz in anderen Frauen sehe. Das soll jetzt nicht eingebildet klingen. Ich hoffe, dass es das nicht tut .

Schick mal ein Foto, dann werden wir darüber abstimmen

:-p Ich denke, ihr könnt halt schlecht beurteilen, wie schön ich mich selbst finde, also lasse ich das lieber ;-)!

Ich finde auch, dass Liebe jemanden in der subjektiven Wahrnehmung "strahlen" lässt, wie du so schön geschrieben hast.

Ja, eben :)z ! Wobei bei mir immer irgendeine Grundattraktivität da sein muss, sodass ich überhaupt das Interesse entwickeln kann, das später zu Liebe wird.

Daher werde ich meine Frau auch immer mit anderen Augen sehen als andere Frauen, die ich als sehr attraktiv erachte. Aber dennoch sehe ich es auch so wie LolaX5: man selbst ist nie der schönste Mensch auf dem Planeten und wird es - nach reinen Äußerlichkeiten - auch nie sein.

Die Frage ist hier halt immer – für WEN. Ich bin mal so frei zu behaupten, dass Schönheit nichts objektiv Messbares ist. Wenn ich – um jetzt mal vom medialen Schönheitsideal zu sprechen – 10 Victoria’s Secret Models nebeneinander stelle und alle Menschen der Welt abstimmen lasse, wer die Schönste ist, ist es sehr unwahrscheinlich, dass sich 100 % für eine der Kandidatinnen entscheiden. Ich finde es aber auch unwahrscheinlich, dass ein Mensch von keinem einzigen Menschen auf dem Planeten zum Schönsten gewählt wird. Absolut gesehen ist also jeder Mensch auf der Welt der Schönste wie auch keiner der Schönste ist – eine Frage des Weltbildes. Für mich persönlich sind erstmal alle Menschen schön – wäre ich gläubig, würde ich jetzt sagen: als Gottes Kinder. Ich meine damit irgendwie, dass die Schöpfung (im Sinne von Evolution und Fortpflanzung) etwas so Wunderschönes und Wunderbares ist, dass ich erstmal all diese Geschöpfe schön finde.

Zumindest nicht für immer (und bei einer dauerhaften Beziehung unterstelle ich mal das "für immer" im Sinne der restlichen Lebensdauer). Wer ist so vermessen und glaubt, dass er mit Mitte 60 noch alle 30er in die Tasche stecken kann? Geht nicht.

Hm… ich glaube das schon. Vermessen bin ich deshalb aber nicht.

Je länger man in einer Beziehung verweilt, umso schöner wird das relative Umfeld. Aber für mich sind dies rein ästhetische Punkte - und Ästhetik ist längst nicht alles. Ich werde auch mit Mitte 60 meine Frau mit anderen Augen betrachten, mir aber gleichzeitig eingestehen, dass es noch viele hübsche und reizende Damen nebendran gibt.

Ja, dass es auch noch andere schöne Menschen gibt – klar. Die/Der Schönste für den Menschen, den man liebt, zu bleiben, finde ich aber nicht schwer – zumindest bis jetzt ;-D , aber ich gehe davon aus, dass es so bleiben wird. Wobei der Mensch, den man liebt, falsch klingt: Eigentlich sollte/kann (sollte – für mich – kann – für alle anderen) man zwei Menschen auf dem Planeten am Schönsten finden: Sich selbst und den Partner.

TIheBla0ckWidoxw


Also ich kann mit einer offenen Beziehung auch absolut nichts anfangen. Für mich gehören sehr, sehr starke Gefühle und Sex untrennbar zusammen. Ich könnte mit einem anders denkenden Mann nicht zusammen sein. Wenn ich als Frau einem Mann nicht reiche, dann darf er gerne gehen. Der Gedanke, er käme von einer Anderen, riecht vielleicht nach ihr und meint, bei mir freudestrahlend in den Alltag zurückzukehren, ist für mich absolt abstoßend und widerlich.

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