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Private Samenspende

Alias 727820 hat die Diskussion gestartet


Liebes Forum, wegen der Brisanz des Themas möchte ich als Alias schreiben.

Ich komme ohne Umschweife auf den Punkt. Mein Mann ist von einer guten Freundin, die in einer lesbischen Beziehung lebt, gefragt worden, ob er bereit wäre seinen Samen zu spenden. Der Kinderwunsch ist groß. Über eine Samenbank hatten die beiden bereits zweimal gefrorenen Samen "bestellt" (was für ein Ausdruck). Doch leider hat es nicht geklappt. Die Chancen auf Erfolg bei gefrorenem Sperma, zumindest wenn man es selbst einführt, sind wohl nicht so hoch. Deshalb nun die Frage an meinem Mann.

Meine Frage an euch: Gibt es hier Erfahrungen mit dem Thema? Ob nun selbst betroffen, oder auch nur im Sinne von "mal was darüber gehört".

Ich selbst bin noch unschlüssig, ob wir das emotional gut hinbekommen. Wie es überhaupt rechtlich aussieht, davon habe ich ebenfalls noch keine Ahnung.

Ach, es ist schwierig ....

Antworten
w]heatatyragedxy


Rechtlich ist es relativ einfach: Er müsste zahlen, völlig egal was im versprochen, oder vertraglich zugesichert wird.

SCheixlagh


Willst Du ernsthaft in Erwägung ziehen, dass DEIN Mann mit einer anderen Frau ein Kind hat?

Ich bitte Dich - irgendwo hat Freundschaft sich Grenzen.

Macht Euch nicht unglücklich!

*:)

L.olagX5


Ich würde dem Paar raten, dass sie sich mit einem homosexuellen Paar zusammentun sollten, das ebenfalls einen Kinderwunsch hat, und sie das Projekt zu viert angehen sollten.

Dass sie derzeit "nur" einen Samenspender suchen, klingt so als würden sie dem Kind tendentiell den Vater vorenthalten wollen. Das finde ich nicht gut und dazu würde ich keine Behilfe leisten. :|N

(Mal ganz abgesehen von alle den rechtlichen Verpflichtungen, die die Sache mit sich bringen würde.)

K:lei8neHex\e21


Er wäre der Vater. Mit ALLEN Konsequenzen.

Das Kind könnte ihm sehr ähnlich sehen.

Bedenkt das alles, es sind keine fremden, ihr werdet das Kind oft sehen.

Alias 727820


Danke, euch beiden schon einmal!

Ein Privatvertrag hat also keinen Bestand. O.k.

@ Sheilagh

Ich sehe es nicht so, dass er ein Kind mit ihr hat. Er wäre Erzeuger, nicht Vater. Zum Vatersein braucht es noch mehr.

Dennoch, etwas Sorge habe ich natürlich vor der emotionalen Seite an dieser Sache.

E3lavfRdemich08C15


Ich würde da sehr entschieden dagegen sein!! Aus mehreren Gründen:

1. Egal ob durch normalen Sex oder "Samenspende", dein Mann wäre im Falle einer erfolgreichen Befruchtung/Schwangerschaft ganz einfach der Vater. Ich könnte das nicht! Zusehen wie das Kind der guten Freundin aufwächst, im Wissen das ich der Vater bin. Weiß ich wie ich in ca. 10 Jahren reagieren würde wenn das Kind anfängt selbstständig zu werden (Hey, sollen wir zwei was tolles unternehmen?) und nicht nur passiv und stumm in der Wiege liegt.

2. Völlig egal wie die sexuelle Orientierung und das freundschaftliche Verhältnis auch sein möge, am Ende wäre die Gefahr viel zu groß das die gute Freundin plötzlich Unterhalt verlangt oder ähnliches. Ein Vaterschaftstest würde ja die Vaterschaft eindeutig aufdecken.

3. Wenn die beiden unbedingt ein Kind haben wollen, nicht durch Adoption sondern ein leibliches, dann bitte durch einen anonymen Samenspender. So was kann auch unter ärztlicher Aufsicht passieren und muss nicht am heimischen Küchentisch gebraut werden. Wenn das nicht in Frage kommt, ist der Leidensdruck nicht groß genug.

4. Was passiert wenn die Freunschaft/Bekanntschaft die nächsten 20 Jahre bestehen bleibt und der Nachwuchs eines Tages herausfindet wer sein leiblicher Vater ist?

5. Sind sich die beiden (als das Frauen-Paar) wirklich ernsthaft bewusst was sie wollen/tun? Denn das klingt so als hätten sie auch mal in einer Bierlaune ein wenig Sperma bestellt bei Amazon...

6. Ob man als Kind nicht besser in einer klassischen Familie mit Mutter und Vater aufwachsen sollte als in solch neumodischen und ahc so modernen Beziehungsformen lasse ich mal dahin gestellt sein, obwohl ich hier durchaus eine Meinung habe.

Alias 727820


Sie würden offen dem Kind gegenüber damit umgehen, wenn es älter ist. Mein Mann hatte schon überlegt im Sinne eines Patenonkel präsent zu sein.

Aber die Möglichkeit, dass es ihm ähnlich sieht ist natürlich da...

w4hatiatNrag"edxy


Danke, euch beiden schon einmal!

Ein Privatvertrag hat also keinen Bestand. O.k.

Was man sich immer klarmachen muss: Die rechtlichen und monetären Verpflichtungen bestehen dem Kind gegenüber. Das kann das lesbische Pärchen nicht per Vertrag anders entscheiden.

L4olxaX5


Ich sehe es nicht so, dass er ein Kind mit ihr hat. Er wäre Erzeuger, nicht Vater. Zum Vatersein braucht es noch mehr.

Dennoch, etwas Sorge habe ich natürlich vor der emotionalen Seite an dieser Sache.

Ich könnte keinen Respekt vor einem Mann haben, der ein Kind "erzeugt" ohne danach dem Kind auch ein Vater zu sein. :|N

WENN ihr euch darauf einlasst, ist er m.E. auf JEDEN FALL in der Pflicht, dem Kind auch ein Vater zu sein! So sehe ich das zumindest.

S_heilaxgh


Er wäre Erzeuger, nicht Vater. Zum Vatersein braucht es noch mehr.

Nein, er wäre Vater.

Und das Kind wird das höchstwahrscheinlich auch irgendwann - ganz natürlich - einfordern und wollen.

Und auch Dein Mann müsste ein kalter Fisch sein, wenn da keine Vatergefühle aufkommen.

Ihr stellt Euch das zu einfach planbar, technisch und emotionslos vor.

Ihr habt keine Kinder oder? ;-)

Alias 727820


Er möchte sich ja auch nicht entziehen, sondern hat ganz klar gesagt, wenn dann möchte Pate sein.

Das Kind hätte Eltern. Eben zwei Frauen.

F.izz2lypuNzhzlxy


Wie schon gesagt, zahlen müsste er immer. Außerdem wird das Kind immer ein Kind deines Mannes sein. Wenn z.B. die Beziehung auseinander geht oder diese Frau das Kind nicht mehr versorgen kann oder will, könnten alle Verpflichtungen auf deinen Mann übergehen. Oder dein Mann entwickelt eine emotionale Beziehung zu dem Kind, was dann? Ich würde es lassen. Wenn der Kinderwunsch des Paares so groß ist, wäre eine Adoption auch eine Alternative. Vorausgesetzt die Behörden spielen mit.

Mal ganz davon abgesehen, mich würde dieses Ansinnen mächtig wütend machen. Warum? Na weil nach deinen Worten nur dein Mann darauf angesprochen wurde. Überlege dir gut was Du willst oder bereit bist zu tragen in deiner Ehe.

Alias 727820


@ Sheilagh

Doch, sogar zwei.

@ Elaf (ich Kürze dich mal ab)

Bierlaune ist es sicher nicht. Unter ärztlicher Aufsicht wird das in Deutschland nicht gemacht, meine ich. Jedenfalls nicht bei homosexuellen Paaren. Über diese Beziehungsform möchte ich jedoch nicht diskutieren.

Emi4nMannx65


Alias, schreib mir ne PN. Leider kann ich dir keine senden

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