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Ehemann verlassen für eine neue Liebe?

s,porXtxxx


... da hilft auch so ein Quatsch wie eine Paartherapie nix.

Da hat ja mal wieder einer voll die Ahnung, wozu Paartherapie dient.

:)= :)= :)= :)= :)= :)= :)= :)= :)= :)= :)=

Alias 727889


Alias** - lass das alles sacken, nimm dir zeit, fühl dich vielleicht nicht so verpflichtet, hier auf alles einzugehen. die entscheidung scheint doch getroffen zu sein - warum also immer wieder von vorne begründen und rechtfertige? :)_

Wie wahr. Ich lasse mich immer wieder dazu hinreißen allen zu antworten. Wenn ich das demnächst im echten Leben tun muss, sobald die Entscheidung offiziell bekannt ist, muss ich wohl Urlaub einreichen um mit dem rechtfertigen hinterher zu kommen. :-/

s>pordtxxx


Hier kann es noch so tolle Meinungen und Ansichten geben - rechtfertigen muss du dein Handeln nur dir gegenüber. Du machst ja nicht illegales und die Zeiten der gesellschaftlichen Verfolgung von geschiedenen Frauen sind bei uns glücklicherweise vorbei.

Du musst nur zusehen, dass du glücklich wirst.

D|ie :SehXerin


sobald die Entscheidung offiziell bekannt ist, muss ich wohl Urlaub einreichen um mit dem rechtfertigen hinterher zu kommen.

nö, dann solltest du urlaub nehmen um allen rechtfertigungseinforderern aus dem weg zu gehen ;-)

g2ladi?atoxraz


Was wäre denn, wenn dein Mann sich ändern und um dich kämpfen würde?

Wenn er auf einmal Kinder mit dir haben will, weil ihm auffällt, dass er die ganze Zeit weggesehen hat und sich das alles - was du wolltest - jetzt vorstellen kann?

J'ulybIujg


Mich interessiert, wie würde die Community hier reagieren, wenn der neue Mann diesen Faden erstellt hätte? Also das Ganze mal aus einem anderen Blickwinkel betrachtet.

"Hallo,

ich bin XYZ, fast 50 Jahre alt, geschieden, habe 2 große Kinder und habe mich kürzlich von meiner langjährigen Lebensgefährtin getrennt. Es passierte dann, dass ich mich in eine fast 20 Jahre jüngere Kollegin verliebte und sie ihren Mann mit mir ein halbes Jahr lang heimlich betrogen hat. Nun überlegt sie sich von ihm zu trennen. Wir planen bereits, zusammen eine Familie zu gründen.

Da ich die Situation nicht ausgehalten habe, musste ich meinen Job kündigen. Ich habe mich nun selbstständig gemacht und blicke einer ungewissen Zukunft entgegen. Was würdet ihr mir raten?"

Ich will gar nicht wissen, was für ein Gewitter sich über dem Armen ergießen würde.

Cqot}eiSauhvagxe


Was wäre denn, wenn dein Mann sich ändern und um dich kämpfen würde?

Wenn er auf einmal Kinder mit dir haben will, weil ihm auffällt, dass er die ganze Zeit weggesehen hat und sich das alles - was du wolltest - jetzt vorstellen kann?

Na ist doch klar, dann würde Alias nen Schalter umlegen und alles wär in Butter :-D

DsieDosiusmacahtxdasGift


Julybug

Möglich, dass die Meinungsbilder in diesem Fall noch etwas kritischer oder im Details in Richtung Midlifecrisis bewertet worden wären. Ich denke allerdings, dass es ziemlich normal ist, dass man Menschen in unterschiedlichen Lebensphasen stehend, kaum einen 1 zu 1 Ratschlag geben kann bzw. würde. Es ergeben sich dann andere Standpunkte in Bezug auf das eigene Leben.

Aus Sicht des Mannes der bereits zwei ältere Teenager hat, der sich vor kurzem in Richtung Selbstständigkeit verändert hat, sehen die Perspektiven zunächst erst einmal völlig anders aus. Schon deshalb wird das Meinungsspektrum sich kritischer gestalten als bei Alias.

Er hat mindestens zwei längere Alltagsbeziehungen gelebt, eine davon mit Kindern. Kann also anders als Alias die Einschränkungen und Veränderungen bis rein ins Berufsleben deutlich realer einschätzen. Weiß aus seiner eigenen Ehe, wie/was sich das/im reale(n) Leben mit zwei Kindern als Paar verändert.

Wenn er sich nun 'trotz' dieses Wissens konkret und für belastbar genug hält diese Verantwortung noch einmal einzugehen, ist er was das Vorwissen angeht realistischer unterwegs. Für Alias ist das alles noch absolutes Neuland, ebenso wie sich auf einen neuen Partner mit einer anderem Background einzustellen.

So wirklich anschaulich wird sich die Paarbeziehung ohnehin erst entwickeln können, wenn sie offen in alle Richtung ausgelebt werden kann. Sprich eigene Freunde, Ex-Beziehungen, seine erstgeborenen Kinder, ggf. Eltern und engere Arbeitskollegen wissen von der Paarbeziehung und ihre Wertungen/Sichtweisen/Sympathien/Antipathien fließen in die reale Lebenswelt mit ein.

Das werden die beiden jedoch erst wissen und für sich einschätzen lernen, wenn dieser IST-Zustand vollständig eingetreten ist. Sich vorher über ein wenn, aber oder kann Gedanken zu machen wird ein Stück weit eine offene Entwicklung be(in)halten, weil die Dynamik dieser im Heute nicht vollständig einschätzbar ist.

Fakt ist, dass es Mut und Behaarlichkeit erfordert, wenn man sein Leben stark verändern will. Je gravierender diese Lebensveränderung sein wird/soll - desto wichtiger ist es sich mit der eigenen Motivation für diese Entscheidung auseinander zu setzen, um sie für sich belastbar und tragfähig zu machen.

Soll heißen, wenn der Kopf und der Bauch zusammen beschließen, so soll es sein, werden Pläne ganz anders verfolgt und umgesetzt, als wenn das alles halbherzig oder nur dem Partner zuliebe durchgezogen werden soll.

Gerade die letzte Phase werden Alias und ihr Wunschpartner für sich die nächsten Monate deutlicher durchleben, neben ihrer Liebe heraus finden lernen, sind wir beide dazu fähig unsere Wünsche und Träume mit einem neuen Leben zu bereichern. Vor dieser Entscheidung stehen unabhängig vom Alter alle potentiellen Eltern, deswegen würde ich bei Alias und ihrem künftigen Lebenspartner nichts anders/kritischer bewerten wollen als bei anderen Leuten, die Eltern werden wollen.

Da gibt es in meinen Augen noch viel belastbare Situationen, z.B. wenn einer der künftigen Elter bekannte Erbkrankheiten hat oder beide, oder eine ernste Grunderkrankung die das Leben von Kind und Mutter oder nur einem drastisch gefährden würde/n. Kriegs- und Krisengebiete uvm. Von all diesen Dingen habe hier nichts gelesen. Wozu sich also zuviel Probleme in etwas hinein denken?

Ohne Risiken und Nebenwirkungen funktioniert ein ganzes Menschenleben nicht. Deswegen ist das mit dem genauen planen so eine Sache.

Wir haben nicht auf alles einen Einfluss und so sollten wir auch leben lernen. Manches erfordert Flexibilität anderes wiederum Stabilität. Die beiden werden für sich heraus finden, an welcher Stelle das eine oder andere überwiegen muss.

Wichtig ist vordergründig, dass beide voll hinter ihren Entscheidungen stehen und dabei glücklich/zufrieden bleiben. Für beides wünsche ich viel gemeinsame Liebe und Erfolg. @:) :)*

KZleixo


Alias 727889

Wie wahr. Ich lasse mich immer wieder dazu hinreißen allen zu antworten. Wenn ich das demnächst im echten Leben tun muss, sobald die Entscheidung offiziell bekannt ist, muss ich wohl Urlaub einreichen um mit dem rechtfertigen hinterher zu kommen. :-/

Oder Du lernst (die Gelgenheit ist ja gerade da ;-D ) es, Dich besser abzugrenzen. ;-)

Alias 727889


Ihr Lieben,

hier kommt der aktuelle Stand der Dinge:

Gestern Nachmittag habe ich den Brief an meinen Mann geschrieben in dem ich ihm auf seinen Brief von Sonntag geantwortet habe. Schon dabei flossen viele Tränen.

Danach bin ich nach Hause und habe ihm den Brief übergeben. Während er ihn laß habe ich neue Klamotten für eine weitere Woche bei meiner Freundin eingepackt.

Danach hatten wir ein langes Gespräch, ich würde es als Trennungsgespräch bezeichnen. Ich habe viel geweint und mein Mann war sichtlich traurig. Ich habe ihm gesagt das ich keine Kraft mehr habe, um diese Ehe zu kämpfen. Habe mich nochmal entschuldigt dafür, dass ich ihn angelogen hatte.

Es gab keine bösen Worte, keine Anschuldigungen mehr, keine Versuche, einander umzustimmen. Wir haben gemeinsam in die Vergangenheit geguckt und unsere Fehler eingeräumt.

Ich habe ihm angeboten, noch eine Weile meinen Anteil an der Miete zu zahlen, die sehr hoch ist. Gleichzeitig suche ich mir in möbliertes Zimmer/Pension.

Mein Mann möchte unsere Wohnung behalten, er will meinen Anteil an der Miete nicht, sondern lieber, dass ich mir eine ordentliche Bleibe suche. Er macht sich Sorgen um mich, und ich mache mir welche um ihn. Wir sind vor vielen Jahren zusammen in diese neue Stadt gezogen, in der wir niemanden kannten und auch heute noch keinen riesigen Freundeskreis haben.

Wir haben vereinbart, unseren Familien erstmal nichts zu sagen, und es bei uns sacken zu lassen.

Ich bin unendlich traurig. Ich habe so viele Jahre mit meinem Mann verbracht aber mich wohl in den letzten Jahren zunehmend von ihm entfernt. Ich trauere um diesen Mann aber auch um die Zukunft die ich mir mit ihm ausgemalt hatte.

S>al4dxo


Dann alles Gute. :)*

Alias 727889


Ihr Lieben,

für alle die es interessiert, hier ein Update:

Mittlerweile sind eineinhalb Monate vergangen. Ich habe viele Tränen vergossen, noch immer weine ich oft um meine Ehe, aber es geht mir jeden Tag ein Stück besser.

Ich habe seit einem Monat eine kleine möblierte Wohnung, habe aber erst 3 Nächte darin verbracht. Im Grunde wohne ich bereits mit meinem Kollegen zusammen.

Zwischen uns läuft es sehr gut, wir genießen die Nähe und das wir uns endlich "haben". Meine Trauerprozess und die Verarbeitung meiner Ehe stört das ganze natürlich schon, ich will es nicht beschönigen. Es gibt gute und weniger gute Tage.

Mein Kollege ist glücklich, während ich meine Gefühlslage weiterhin als "Chaos" bezeichnen würde. Ich habe Momente die ich genieße, aber zum glücklich sein fehlt mir noch die Ordnung in meinem/unserem Leben. Das wird die Zeit bringen, das weiß ich.

Mittlerweile wissen einige in der Familie von meiner Trennung und sind sehr traurig. Mit meiner Schwiegermutter darüber zu reden war das traurigste überhaupt. Sie hatte sich so sehr gewünscht das wir es schaffen, sie hatte sich auf Enkelkinder gefreut. Ich mag sie sehr und hoffe, trotzdem mit ihr in Kontakt zu bleiben.

Mit meinem Mann kommuniziere ich aktuell wenig, meist per Handy Nachrichten. Persönliche Treffen gab es noch ein paar, waren für mich aber so traurig und schmerzhaft das ich versuche sie zu vermeiden. Ein paar Mal hatte ich noch kurz Hoffnung, er könnte doch nur "zögerlich" sein und durch die Trennung merken, was er gerade verliert.

Doch dann gab er in einem Gespräch zu, unsere Beziehung irgendwie nie für stabil genug gehalten zu haben für ein Kind. Indirekt gibt er zu sich nicht sicher gewesen zu sein, ob ich die richtige Frau für ihn bin. Er hält mich für schwach, weil ich emotional bin. Ich bereue die Jahre mit ihm nicht, nur, dass ich ihn zur Hochzeit gedrängt habe, weil ich es mir so sehr gewünscht habe. Nie wieder werde ich einem Mann meine Wünsche aufdrängen. Das habe ich auf die harte Tour gelernt.

Mein Mann wirkt erleichtert auf mich, der Druck meinerseits zu Dingen, die er nicht möchte, ist endlich weg. Er hat sich ein Schlagzeug gekauft und unternimmt viel mit Freunden.

Wir haben bislang noch nicht über Scheidung oder die Möbel gesprochen, aber ich denke nicht, dass es da Streit geben wird. Er will das es mir gut geht und ich will, dass es ihm gut geht.

Wir haben zum Glück keine Reichtümer, ich werde ihm vorschlagen, dass er die Möbel behalten kann wenn ich das Auto kriege.

Ich versuche alles, damit es mir besser geht, war gerade eine Woche bei meiner Familie in Norddeutschland und besuche Freundinnen.

Ich weiß das ich keine Garantie dafür habe, dass die Sache mit meinem Kollegen und mir funktioniert, aber ich werde hier nicht strategisch vorgehen. Strategisch bin ich leider in meiner Ehe zu lange vorgegangen in der Hoffnung, damit zu bekommen, was ich möchte.

Nun lasse ich mein Leben auf mich zukommen, plane aktuell nie länger als ein paar Wochen im voraus und gucke, was die nächsten Monate und Jahre für mich bringen.

Ich hoffe dass es noch nicht zu spät ist für meinen Kinderwunsch, wenn es mit meinem Kollegen weiterhin so gut läuft dann werden wir das Thema in den nächsten Jahren wohl angehen. Wenn nicht, dann habe ich zumindest jetzt mit 30, statt mit 35 oder noch später, herausgefunden, das mein Mann große Zweifel an unserer Beziehung hatte.

Ich versuche dankbar dafür zu sein in den Momenten in denen ich traurig bin. Wir haben eine zeitlang gut zusammen gepasst, und nun eben nicht mehr. C’est la vie.

Ich werde hier in regelmäßigen Abständen ein Update geben für alle, die meine Entscheidungsfindung verfolgt haben und ein Interesse daran haben zu hören, wie es weitergeht. Danke euch jedenfalls nochmal für die vielen Beiträge.

Cuomraxn


Mein Kollege ist glücklich, während ich meine Gefühlslage weiterhin als "Chaos" bezeichnen würde.

Ist deinem Kollegen bewusst, dass du dich in einer Findungsphase befindest und das, was ihr zusammen habt, alles andere als in trockenen Tüchern ist?

Nie wieder werde ich einem Mann meine Wünsche aufdrängen. Das habe ich auf die harte Tour gelernt.

:)z

Nun lasse ich mein Leben auf mich zukommen, plane aktuell nie länger als ein paar Wochen im voraus

...

Kinderwunsch, wenn es mit meinem Kollegen weiterhin so gut läuft dann werden wir das Thema in den nächsten Jahren wohl angehen

Sehe nur ich da einen kleinen Widerspruch? ;-)

Aber freut mich, wieder von dir gehört zu haben! @:)

_XSurfebrin


Ich finde, du hast richtig gehandelt! :)=

Und ich hoffe, du bekommst aus der Beziehung mit dem Kollegen noch dein Kind.

Denn wenn das wieder nicht hinhaut und du nochmal neu anfangen mußt und dann wieder erstmal Jahre warten willst, ob es klappt, dann ist es zu spät mit dem Kinderbekommen.

SmoldanAellxe


Liebe Alias,

ich kann mir vorstellen, dass die Trennung für dich nicht einfach war und dass die Worte deines Mannes sehr schmerzhaft waren, aber dadurch weißt du jetzt auch, dass deine Entscheidung die richtige war.

Ob die Beziehung zu deinem Kollegen Bestand haben wird, kann nur die Zukunft zeigen, ich wünsche euch jedenfalls alles Gute!

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