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Schwierige Streitkultur

k|atia>fox


Nurarihyon

Es tut zwar nichts zur Sache gerade, aber ich habe jedes Mal, wenn du mir hier schreibst das Gefühl, dass mir einer eins mit 'nem Blecheimer über den Schädel zieht. :-D ;-)

Ich versuche meine schlechten Muster durchzubrechen und an ihnen zu arbeiten und sie hier nicht zu rechtfertigen oder zu beschönigen. Ich hoffe, das kommt auch rüber. ;-)

EEhemalige;r NuBtzer? (#498A327)


Ich weiß es nicht. Ich versuche es ja gerade zu erforschen und daran zu arbeiten. Es ist sowas wie ein aussichtsloser Kampf, damit ich nicht in Vergessenheit gerate? Vielleicht wollte ich auch nochmal bekräftrigen, dass er meine Grenze überschritten hat und ich mir nicht anders zu helfen wusste, als ihm das, ja, hilflos unter die Nase zu jubeln, damit sowas in Zukunft nicht mehr vorkommt, weil es mich innerlich fertig macht und ich totale Probleme damit habe, meine Grenzen zu wahren. Mir ist doch bewusst, dass es kein guter Umgang ist...

Ich verstehe ja, dass es doof ist, wenn irgendwas für einen Beteiligten ungeklärt bleibt. Das bohrt und bohrt und bricht sich irgendwann Bahn, meist im ungünstigsten Augenblick. Das kennt jeder. Langfristig hilft es da nur, sich mit Menschen zu umgeben, die zumindest eine ähnliche Streitkultur pflegen. Und wenn das nicht geht, weil man seine Familie nicht einfach wechsel kann oder möchte, dann muss man an sich selbst arbeiten.

Käme therapeutische Hilfe für dich in Frage?

E?hemaligeXr Nutz~er (#x498327)


Es tut zwar nichts zur Sache gerade, aber ich habe jedes Mal, wenn du mir hier schreibst das Gefühl, dass mir einer eins mit 'nem Blecheimer über den Schädel zieht. :-D ;-)

Ist gar nicht so gemeint. Ich kenne nur die andere Seite. Die desjenigen, welcher einen Streit oder eine Diskussion auf's Auge gedrückt bekommt. Und ich blocke dann auch (manchmal) ab. Druck erzeugt Gegendruck. Und ja, dann packt mancher (z.B. ich) auch mal die "Hab ich vergessen" oder "Ach, das war doch ganz anders"-Keule aus. Rational ist das nicht, nein. Aber nachvollziehbar, zumindest im Affekt.

[[http://www.zeit.de/zeit-wissen/2011/03/Streiten Diesen Artikel]] finde ich ganz anschaulich. Dort werden 4 verschiedene Arten zu Streiten geschildert. 3 davon sind destruktiv. Vielleicht erkennst du euch beide dort wieder?

Ich selbst bin in Therapie, allerdings wegen etwas anderem. Eine gesündere Streitkultur zu erlernen steht bei allerdings mir auch auf der Liste. Wie man das ohne therapeutische Hilfe schafft, kann ich dir leider nicht verraten.

F\reßsaack


Geklärte Streits kenne ich so gar nicht. Ich kenne es nur so, dass das Gegenüber immer entweder auf überheblich oder aggressive Art seinen Standpunkt durchsetzten will, egal wie falsch er liegt oder nicht. Einsicht habe ich noch nie erlebt, Entschuldigungen auch nicht. Ich kenne nur das Herumdonnern auf der eigenen Meinung und sich dann entziehen.

Von daher: Streit ist nicht gerade mein Hobby. Es ist sehr nervig und ich erkläre mich dazu auch nicht mehr bereit. Ich entziehe mich sofort, da ich ja weiß, dass es eh nur destruktives Geboller ist.

F?reRßsaxck


@ katiafox

Die ganzen Ungeklärtheiten, die nach einem Streit bei dir im Kopf bleiben, mußt du für dich allein lösen. Im Nachhinhein nochmal hingehen und vom Streitpartner etwas verlangen, wie z.B. Zugeständnisse und Einsichten, damit du dann besser klar kommst, wird auf die Dauer für dich ein echtes Problem werden und lästig für die Streitpartner. Daher empfehle ich dringend, dass du dich unabhängig von dem Verhalten der Streitpartner machst. @:) :)*

C|o-teSaiuvage


Es gab eine lange Liste an Themen, bei denen ich wusste, dass es da mit meinen Vater nur Krach geben kann. Also habe ich mit ihm darüber auch nicht mehr diskutiert, aber trotzdem im Respekt reflektiert, dass ich akzeptiere, dass er so denkt.

Ich muss überhaupt nichts in "Respekt" reflektieren, was ich störend, verletzend oder dämlich finde. Genausowenig wie ich jemandem was verzeihen muss um es abhaken zu können. Ihr denkt da viel zu sehr an das Gegenüber und zu wenig an euch selbst.

Die Sache mit dem Honig war unverständlich, und die TE hat dann halt einen hilflosen und nicht zielführenden Versuch gemacht diesen banalen Einzelfall zu klären anstatt zu reflektieren was so ein Verhalten des Partners für die Beziehung bedeutet.

EJhemaligXer Nutzxer (#568697)


Ich weiß es nicht. Ich versuche es ja gerade zu erforschen und daran zu arbeiten. Es ist sowas wie ein aussichtsloser Kampf, damit ich nicht in Vergessenheit gerate? Vielleicht wollte ich auch nochmal bekräftrigen, dass er meine Grenze überschritten hat und ich mir nicht anders zu helfen wusste, als ihm das, ja, hilflos unter die Nase zu jubeln, damit sowas in Zukunft nicht mehr vorkommt, weil es mich innerlich fertig macht und ich totale Probleme damit habe, meine Grenzen zu wahren. Mir ist doch bewusst, dass es kein guter Umgang ist...

Lass Dir da von Nurarihyon jetzt nicht einreden, dass es nervig wäre, wenn Du Grenzen setzt. Es gibt Männer - wie vermutlich auch Dein Vater (ich hab auch so einen ;-) ) - die es überhaupt nicht leiden können, wenn speziell Frauen Grenzen setzen und besonders dann nicht, wenn diese Grenzen ausdrücken, dass diese Frau nicht so fühlt, wie der Mann es gerne hätte. Vielleicht war Dein Vater (wie meiner auch) ebenfalls von der Bauart. Das ist dann häufig auch die Sorte Mensch, die Dir einreden wollen, dass Deine Gefühle falsch sind und dass sie besser wissen was gut für Dich ist als Du selbst. Das ist aber so pauschal völliger Blödsinn. Deine Gefühle sind zunächst mal nur eins: Ein Schutzsystem für Deine Person, dass eben auch mit der Vergangenheit zusammenhängt und alle haben ihre Berechtigung.

Kurz gesagt (wie Du auch selbst sagst): Nicht die Gefühle sind falsch, sondern Dein Umgang damit kann noch anders werden und besser Deine eigenen Bedürfnisse schützen. Das dauert einfach den Umgang zu ändern und es gibt immer wieder Rückfälle in alte Verhaltenmuster. Ging mir auch so. Und ich habe auch ein paar Jahre gebraucht um nicht in "extreme" zu fallen ( entweder gar nichts sagen oder verbal ausrasten). Gerade wenn Du lange Jahre eher der "gar nichts sagen und anpassen" Typ warst können die "Ausraster" für Dich selbst auch schlimmer sein als sie eigentlich tatsächlich sind.

Ich fände es z.B. in der Tee Situation schon angebracht "auszuticken". In meiner Übergangsphase hätte ich ihm wohl die Teetasse entrissen und mit einem schwungvollen "sag mal hast Du sie noch alle? Hörst Du überhaupt zu?" in den Ausguss gekippt. Heute würde ich - wenns nur einmal vorkommt vermutlich einen Spass über sein Kurzzeitgedächtnis machen und den Tee wegkippen und wenns mehrfach vorkommt fragen warum er meint über meine Bedürfnisse entscheiden zu müssen. Wenn er darauf nicht eingehen würde, oder so wie Nurarihyon reagiert wäre das ein Grund die Beziehung zu überdenken, weil hier ein Mangel an Empathie vorherrscht, den ich in meinen Beziehungen nicht haben will.

Mit meinem jetzigen Partner kenne ich solche Situationen überhaupt nicht und so sollte es meiner Meinung nach sein. Wenn jemand eine verbale Entscheidung über die eigenen Bedürfnisse trifft ( Dein Tee - nicht seiner! Du entscheidest wie Du ihn trinkst - nicht er)und der andere geht in vollem Bewusstsein darüber hinweg, obwohl Du Dein Bedürfnis kommuniziert hast und er keinerlei Nachteil dadurch erleidet, dass er Deinen Bedürfnissen folgt( er trinkt den Tee ja nicht) und er dann auch noch nachdem er sieht, dass Dich das ärgert, keinerlei Bereitschaft zeigt, sich zu entschuldigen, weil er gegen Deine ausdrücklichen Wünsche gehandelt hat, respektiert er Dich schlicht und erschütternd nicht. Da gehen bei mir - gerade weil ich das von meinem Vater eben auch kenne - alle Alarmglocken an und so jemanden brauche ich heute in meinem engsten Freundes und Familienkreis nicht mehr!

Es wäre anders wenn er dadurch, dass er Dein Bedürfnis erfüllt gegen sein eigenes handeln müsste. Das geht natürlich nicht. Dann müsstet ihr drüber reden und einen Kompromis finden. Dazu müsste er aber die Klappe dann auch aufkriegen und sagen was Sache ist. Wenn er Dich beispielsweise zu klapperdürr findet, schon Angst um Deine Gesundheit hat und Dir deshalb Zucker füttern will, müsste er das in der Situation ausdrücken. Vielleicht isst Du dann in der Situation lieber ein Stück Torte zum ungesüssten Tee ;-).

Was durch das Achtsamkeitstraining mit der Zeit besser wird ist wirklich zu erkennen was ist meins, was ist seins, was ist unseres. Das ist aber eben ein längerer Prozess. Dafür viel Geduld!

Irgendwann kannst Du seins dann bei ihm lassen und Deins bei Dir und dann wird es leichter Deine Bedürfnisse ruhig, aber mit Nachdruck zu verteten: Ich sag dir gerade dass ich keinen Honig in den Tee will. Warum tust Du welchen rein, obwohl ich Dir gesagt habe ich will keinen? Welchen Sinn hat das?

k{atilafox


Danke erstmal für eure Antworten! @:)

Hierüber habe ich nochmal nachgedacht:

Du manipulierst ihn dazu zu sagen, dass er ein Depp ist. Dass du das ganze in einem "Wir sind..." verpackst, ändert daran gar nichts.

Bin ich wirklich manipulativ? Ich finde manipulative Menschen ganz fürchterlich, deswegen will ich das auf gar keinen Fall sein. Es war jedenfalls kein bewusst manipulatives Verhalten, das ihn dazu bringen sollte, das zu sagen, was ich hören will. Es war eher ein Abchecken der gemeinsamen Wirklichkeit, ob er diesen Streit im Nachhinein genauso affig und unnötig findet wie ich. Hat er wohl nicht oder konnte es nicht zugeben. Und ja, da verstehe ich CoteSauvages Einwand schon, dass ich an dieser Stelle dann eher darüber nachdenken sollte, ob es für eine Beziehung passt, wenn wir Situationen nicht gleich bewerten. Jedenfalls so weiter machen und jedes Mal wieder gegen eine Wand laufen, weil sich solche Vorfälle häufen, ist bestimmt nicht der richtige Weg. Aber wir sind ja auch nicht mehr zusammen!

wie z.B. Zugeständnisse und Einsichten, damit du dann besser klar kommst, wird auf die Dauer für dich ein echtes Problem werden und lästig für die Streitpartner. Daher empfehle ich dringend, dass du dich unabhängig von dem Verhalten der Streitpartner machst. @:) :)*

Ja, das stimmt. An diesem "sich unabhängig machen" arbeite ich gerade sehr stark. @:)

Vielleicht war Dein Vater (wie meiner auch) ebenfalls von der Bauart. Das ist dann häufig auch die Sorte Mensch, die Dir einreden wollen, dass Deine Gefühle falsch sind und dass sie besser wissen was gut für Dich ist als Du selbst.

Ja, mein Vater ist schon so. Allerdings ist er dabei kein bisschen dominant. Er schleicht sich eher manipulativ von hinten in mein Bewusstsein, immer so getarnt als wäre es ja gut gemeint.

Das äußert sich z.B. darin, dass er mir auf die Idee, ich könnte beruflich den oder den Weg ja noch einschlagen, so antwortet, dass er sagt: "Ja, also, aber ich ganz persönlich bin der Meinung, dass das du da nicht richtig aufgehoben bist. Für so etwas braucht man bestimmte Qualitäten und ich glaube, die hast du nicht unbedingt. Das und das, ja, das könnte ich mir für dich vorstellen, aber was dir da so vorschwebt, nee, glaube ich nicht. Aber es ist ja nur meine Meinung!" Joa, und dann sitzt man erstmal so :-o ":/ da.

Oder aber er packt mir eine Packung Baldrian ganz hinten in die Ecke meines mit der Post gesendeten Geburtstagspakets. Auf Nachfrage, ob das für mich gewesen sei, kam dann die Antwort, ich sei ja so dünnhäutig. Ekelhaft. ;-D {:(

k*atiaxfox


NotMichaelCaine

Was durch das Achtsamkeitstraining mit der Zeit besser wird ist wirklich zu erkennen was ist meins, was ist seins, was ist unseres. Das ist aber eben ein längerer Prozess. Dafür viel Geduld!

Irgendwann kannst Du seins dann bei ihm lassen und Deins bei Dir und dann wird es leichter Deine Bedürfnisse ruhig, aber mit Nachdruck zu verteten: Ich sag dir gerade dass ich keinen Honig in den Tee will. Warum tust Du welchen rein, obwohl ich Dir gesagt habe ich will keinen? Welchen Sinn hat das?

Danke! Geduld ist nicht so meine Stärke. Aber ich merke, dass sich auch die durch das Achtsamkeits-Training ausbaut.

E`hemalyiger Niutzer' (%#498327)


@ katiafox

Bin ich wirklich manipulativ? Ich finde manipulative Menschen ganz fürchterlich, deswegen will ich das auf gar keinen Fall sein. Es war jedenfalls kein bewusst manipulatives Verhalten, das ihn dazu bringen sollte, das zu sagen, was ich hören will.

Sagen, bei mir könnte es so ankommen. Ich will dir keinesfalls einen Vorsatz unterstellen. Aber vielleicht erklärt es, warum er so irrational reagiert. Vielleicht hast du aber auch recht und es steckt kein tieferer Sinn dahinter und er ist wirklich einfach nur ein Depp. ;-D

Das äußert sich z.B. darin, dass er mir auf die Idee, ich könnte beruflich den oder den Weg ja noch einschlagen, so antwortet, dass er sagt: "Ja, also, aber ich ganz persönlich bin der Meinung, dass das du da nicht richtig aufgehoben bist. Für so etwas braucht man bestimmte Qualitäten und ich glaube, die hast du nicht unbedingt. Das und das, ja, das könnte ich mir für dich vorstellen, aber was dir da so vorschwebt, nee, glaube ich nicht. Aber es ist ja nur meine Meinung!" Joa, und dann sitzt man erstmal so :-o ":/ da.

Das klingt wirklich unangenehm. Als nett gemeinter Ratschlag gemeinte Kritik unter der Gürtellinie. Schrecklich. Da wäre ich auch richtig angefressen.

Oder aber er packt mir eine Packung Baldrian ganz hinten in die Ecke meines mit der Post gesendeten Geburtstagspakets. Auf Nachfrage, ob das für mich gewesen sei, kam dann die Antwort, ich sei ja so dünnhäutig. Ekelhaft. ;-D {:(

Haha, da hätte ich aber lachen müssen. Das ist schon fast zu doof, um sich darüber zu ärgern. ;-D

E:hemalige%r Nu|tzer (+#5686x97)


Das äußert sich z.B. darin, dass er mir auf die Idee, ich könnte beruflich den oder den Weg ja noch einschlagen, so antwortet, dass er sagt: "Ja, also, aber ich ganz persönlich bin der Meinung, dass das du da nicht richtig aufgehoben bist. Für so etwas braucht man bestimmte Qualitäten und ich glaube, die hast du nicht unbedingt. Das und das, ja, das könnte ich mir für dich vorstellen, aber was dir da so vorschwebt, nee, glaube ich nicht. Aber es ist ja nur meine Meinung!" Joa, und dann sitzt man erstmal so :-o ":/ da.

Oder aber er packt mir eine Packung Baldrian ganz hinten in die Ecke meines mit der Post gesendeten Geburtstagspakets. Auf Nachfrage, ob das für mich gewesen sei, kam dann die Antwort, ich sei ja so dünnhäutig. Ekelhaft. ;-D {:(

Ja - das diese Art hat meiner auch drauf ;-). Er kann aber auch direkt verbal agressiv, wenn es nicht nach seinem Gusto geht. Das indirekte ist schwerer loszuwerden, weil es nicht so offensichtlich ist. Aber gerade bei Kritik hilft Achtsamkeitstraining mit der Zeit den Sachwert von der emotionalen Botschaft zu trennen. Dein Beispiel enthält ja 0 hinweis was genau er Dir dabei nicht zutraut und warum. Sprich keine Sachinformation, sondern nur die Aussage: Du bist zu doof. Das kann man dann irgendwann tatsächlich beim anderen lassen und muss das nicht mehr "übernehmen" wenn das auseinander sortieren sehr routiniert klappt. Ich fand [[http://thework.com/sites/thework/deutsch/ The Work]] für mich zeitweise hilfreich. Ist aber nur ein Tool und liegt nicht jedem.

DMie4Kruxemi


Oder aber er packt mir eine Packung Baldrian ganz hinten in die Ecke meines mit der Post gesendeten Geburtstagspakets. Auf Nachfrage, ob das für mich gewesen sei,

ging das Paket an mehrere Adressaten?

k]at=iafox


Haha, da hätte ich aber lachen müssen. Das ist schon fast zu doof, um sich darüber zu ärgern. ;-D

Ja, ist es. ;-) Aber es ist auch verletzend, weil er eben oft unterschwellig fies ist und die Bedürfnisse seiner Mitmenschen so gar nicht sehen kann und sich da halt mein HB-Männchen unangenehm bemerkbar macht und ich dann als viel spätere Antwort ein Baldrian-Fläschchen (zum Geburstag!) bekomme.

Not MichaelCaine

Ja - das diese Art hat meiner auch drauf ;-). Er kann aber auch direkt verbal agressiv, wenn es nicht nach seinem Gusto geht.

Ach, mein Vater kann das aber auch, fällt mir gerade ein. Bei mir macht er das nicht so sehr, aber bei seiner Partnerin und ganz früher bei meiner Mutter auch. Wir sitzen z.B. beim Essen und ich unterhalte mich über irgendeine belanglose Sache mit seiner Freundin, sie spricht und auf einmal fährt er zwischenrein, guckt sie streng an und sagt zu mir: "Weißt du, was dich heute abend vielleicht noch interessieren könnte, wäre dies und das (ganz anderes Thema)". Einfach nur, weil ihn das Thema nicht interessiert oder er nicht mitreden kann. Da meldet sich mein irrer Affe in mir aber sowas von, dass es mir echt schwer fällt ruhig zu bleiben. Das ist einfach so respektlos!

Und bei meiner Mutter hat er sich wohl ganz früher, als ich noch nicht mal auf der Welt war, ins Nebenzimmer mit Stift und Papier gesetzt, während sie mit meinen älteren Geschwistern gebacken hat, und hat alles notiert, was sie "falsch" gesagt und "schlecht gemacht" hat und ihr das dann hinterher hämisch unter die Nase gehalten. Krank, oder? {:(

Ich muss aber auch dazu sagen, dass der Kontakt zu meinem Vater nie wirklich gut war, meine Eltern sind schon geschieden seit ich 3 bin und er ist danach irgendwann psychisch richtig abgestürzt depressiv, suizidal, psychotisch, Stimmen hören Er hat dann eine Therapie gemacht und irgendwann ging es ihm wieder besser, aber auf der Höhe ist er heute definitiv auch nicht. Ich fand ihn auch immer schon ziemlich doof eigentlich, wurde aber durch Psychoterror und emotionaler Erpressung, gegen die ich mich nicht so richtig wehren konnte als Kind und Jugendliche, dazu gebracht, sporadisch Kontakt zu halten. Als ich dann so 21/22 war habe ich mich versucht mich ihm nochmal anzunähern, weil es ihm ja wieder besser ging und seit 3 Jahren gibt's Kontakt nur noch 3 Mal im Jahr oder so. Das hat ihm natürlich auch nicht geschmeckt und er hat versucht einige Register zu ziehen. Aber ich kann ihn einfach nicht öfter ertragen. Ich habe übrigens wirklich Bedenken hier erkannt zu werden, wenn er das liest oder jemand, der "uns" da heraus liest. Aber mit dem Risiko lebt man hier wohl

Danke für den Link, ich gucke mir das beizeiten auf jeden Fall mal an. @:)

ging das Paket an mehrere Adressaten?

Nein, nur an mich. Es war von mir eher so ein ungläubiges Nachfragen, so nach dem Motto: War das wirklich Absicht oder ist das Ding da versehentlich reingefallen?!

kYatdiaxfox


Ich habe mir gerade mal den Link zur Streitkultur durchgelesen. Hier steht:

Gute Nachrichten gibt es auch für alle, die im Streit gerne laut werden: Eine Grundregel der Psychologie besagt, dass Kommunikation stimmig sein muss. Wer sich ärgert, sollte das auch zeigen, laut werden ist also erlaubt. Aber wie laut? Das ist von der Situation abhängig. »Im Beruf muss man Ärger vorsichtig dosieren, sollte ihn aber zeigen«, sagt Maud Winkler, Paartherapeutin und Coach für Führungskräfte. »Wenn man wütend ist, weil der Kollege die gemeinsame Idee in der Konferenz als seine präsentiert hat, kann man nicht vollkommen ruhig bleiben. Sonst wird er nicht verstehen, wie schlimm der Vorfall für einen ist.«

In der Beziehung laut zu werden, kann man dagegen riskieren – schädlich ist hier eher eine respektlose Haltung, weniger die Lautstärke.

[[http://www.zeit.de/zeit-wissen/2011/03/Streiten/seite-2]]

Nurarihyon, das würde doch aber eigentlich meine Art zu streiten bestätigen (obwohl ich mich so unbeherrscht ja eigentlich gar nicht mag und das abstellen will).

Ich glaube, der nächste Schritt ist einfach mal meine Wut, die ich in letzter Zeit vermehrt habe, anzunehmen und sie nicht runterzuschlucken und sich auch nicht schlecht dafür zu fühlen, dass überhaupt Wut vorhanden ist. Ich glaube, das ist gerade mein eigentliches Problem, dass irgendetwas in mir diese Wut unterdrücken will, weil ich denke, sie stehe mir gar nicht zu. :-/

E|he}maligner NuPtzer& (#4l9832x7)


Wenn es nicht ins Destruktive ausufert, stimmt das bestimmt. Aber du fühlst dich selbst ja auch nicht wohl damit.

Wut ist per se nicht gut oder schlecht, sondern eine Emotion wie jede andere auch. Gut oder schlecht ist das, was wir mit ihr anstellen.

Ich zum Beispiel richte meine angestaute Wut gegen mich selbst. Das ist definitiv schlecht. Meine Therapeutin versucht mit mir Ventile zu erarbeiten, um diese kontrolliert entweichen zu lassen.

Hast du irgendwelche Ventile? Hobbys? Machst du Sport? Würde es dir helfen, dich körperlich mal richtig auszupowern?

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