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Ein Leben zu Viert oder zu Dritt?

dranaue87


Ich könnte mir vorstellen, dass er gerade zum ersten Mal realisiert wie ernst es dir ist. Bisher war es für ihn ja nicht so greifbar. Du hast zwar gesagt, dass du nicht mehr kannst, aber es hatte keine Konsequenzen für ihn. Es hab weiter ein sauberes zu Hause, zu Essen und Sex.

Nun aber wird es für ihn zum ersten Mal seh und spürbar und es gibt Leute die erst dann aufwachen und etwas Ernst nehmen. Was bräuchte es denn, damit die Ehe noch zu retten ist? Wenn du dir alles wünschen dürftest, wie würdet ihr nun an der Beziehung arbeiten?

1Fa+j1a=2xaa


Sheilagh und Auf der Arbeit haben wahre Worte gesprochen und die Lage super und zusammengefaßt auf den Punkt gebracht. Mit dem Typen, das wird nichts mehr. Allein der Gedanke mit dem Hund zeigt nochmals endgültig, dass der Typ rein gar nichts begriffen hat.

S]heiUlagxh


Ob es einfach ein Versuch ist, dass sinkende Schiff zu retten, keine Ahnung.

Er sieht seine Felle davon schwimmen - mehr nicht.

Kann mich da beim besten Willen keinem Optimismus von Vorschreiberinnen anschließen. :|N

Er wird jetzt ein paar Tage/Wochen etwas hilfsbereiter und kooperativer sein, bis er denkt die Gefahr dass Du ihn verlässt ist gebannt, das Weibchen ist wieder "auf Spur"...

Dann, wenn er sich sicher ist, dass er Dich wieder eingewickelt hat und Du bleibst, wird alles ganz genauso unerträglich wie zuvor.

Darauf gebe ich Dir Brief und Siegel!

Lass Dich nicht blos nicht einlullen Holli!

Aus einem Mann mit den von Dir beschriebenen Charakterzügen und Verhaltensweisen kann niemals (!) noch ein liebevoller, unterstützender, respektvoller Ehemann und guter Vater werden.

Wie schon x-mal gesagt: Du und Deine Kinder habt Liebe, echte Partnerschaft und einen guten, liebenden Mann und Vater verdient!

Bitte bleib weiterhin bei Deinen Plänen, und geh' bitte nicht in die nächste "Runde".

:)* :)* :)* :)*

dIanaxe87


Na, da bin ich aber beruhigt, dass du einen Mann so gut einschätzen kannst den du noch nie gesprochen hast, geschweigedenn erlebt. %:| %:|

Es spricht doch nichts dagegen sich zu überlegen was es bräuchte, damit so eine Ehe bestehen kann, ob es da noch was gibt. Vielleicht wäre eine Paartherapie tatsächlich ein Weg, immerhin ist auch Holli mit ihrer Geschichte in einer besonderen Situation und selbst wenn man sich am Ende doch trennt, weil es einfach nicht passt, kann man doch aus dem konstruktiven Auseinandersetzen etwas mitnehmen. Und wenn es doch klappt, auch schön.

Und das eine tun schließt ja nicht ein das andere zu lassen. Man kann sich ja dennoch informieren, alles zusammen sammeln, Unterstützung organsieren die einem zu steht und das dann bei einer eventuellen Trennung schon alles parat haben. Dann kennt Sohn die Pflegekräfte schon und soweiter. Der braucht ja immer extra Zeit, also wieso nicht nutzen? Und wenn man es dann nicht umbauen muss, auf alleinerziehend, umso besser.

LMou*isixana


Ich sehe es so wie Sheilagh. Menschen können sich nur begrenzt ändern. Hier müssten sich grundsätzliche Dinge ändern. Das ist aber nicht wirklich möglich bei einer bestimmten Konstellation, Dynamik und Vorgeschichte. So wie die TE nicht aus ihrer Haut kann, so kann ihr Mann das auch nicht.

S[heilzagh


Na, da bin ich aber beruhigt, dass du einen Mann so gut einschätzen kannst den du noch nie gesprochen hast, geschweigedenn erlebt.

Spar Dir Deine Spitzen.

Was Holi hier seit langem über ihren "Ehemann" schreibt reicht mir tatsächlich, um in diesem speziellen Fall keinerlei Hoffnung mehr zu haben oder machen zu wollen, durchaus.

Die beiden haben kein Kommunikationsproblem, Nähe-Distanz Problem o.ä. welche man evtl. mit guter Begleitung in einer längeren Paartherapie bearbeiten und verändern könnte.

Nein - dieser Mann hat sich durch so unmenschliches, ignorantes, liebloses Verhalten völlig und nachhaltig als Mann und Vater selbst disqualifiziert.

Von den sexuellen Bedrängnissen und dem Machtungleichgewicht mal ganz zu schweigen!

Es spricht doch nichts dagegen sich zu überlegen was es bräuchte, damit so eine Ehe bestehen kann, ob es da noch was gibt.

Doch, da spricht in der Tat etwas dagegen!

Solche Aussagen können dazu führen, dass Holi es tatsächlich nicht schafft aus der Spirale von Enttäuschung-Überforderung-Verzweiflung-Aussprache-Hoffnung-Enttäuschung etc. zu entkommen.

Hoffnung ist ein zweischneidiges Schwert und stirbt bekanntlich zuletzt.

Holi muss endlich aufhören (dürfen!) hier noch auf Besserung zu hoffen - sonst wird sie den Rest ihres Lebens unglücklich und verzweifelt an der Seite dieses Mannes sein. Von dem Schaden den dies für die Kinder bedeuten würde, fange ich an dieser Stelle gar nicht erst an. Aber es gehört nicht viel psychologisches Wissen und Vorstellungskraft dazu, um zu ergreifen welche Auswirkungen ein Aufwachsen unter diesen Umständen zur Folge haben kann.

Vielleicht wäre eine Paartherapie tatsächlich ein Weg, immerhin ist auch Holli mit ihrer Geschichte in einer besonderen Situation und [..]

Holis schlimme Vorgeschichte und das deshalb geschädigte Selbstwertgefühl ist in meinen Augen der Hauptgrund, warum sie so extrem leidensfähig ist, keine Grenzen setzt, und trotz allem noch mit ihren Kindern an der Seite dieses Mannes bleibt. :-(

Ich finde es geradezu als für Holi "giftigen" Ratschlag, hier noch eine Paartherapie vorzuschlagen und Hoffnung zu wecken. :|N

Eine gute und langfristig angesetzte Einzeltherapie nach einem für Holi passenden Ansatz, wäre allerdings sehr wichtig, überfällig und geradezu elementar.

Und das eine tun schließt ja nicht ein das andere zu lassen. Man kann sich ja dennoch informieren, alles zusammen sammeln, Unterstützung organsieren die einem zu steht und das dann bei einer eventuellen Trennung schon alles parat haben.

Doch das tut es. Man kann nicht gleichzeitig in zwei Richtungen gehen. So funktioniert das nicht.

Danae, die Einstellung und Haltung welche Du in Deinem Beitrag vertrittst und rätst, ist in meinen Augen genau das, was unzählige Frauen darin gefangen hält nie den Mut und die Kraft zu finden abusive/vernachlässigende/sexuell übergriffige/ignorante/respektlose/lieblose/egoistische (usw. usw.) Partner zu verlassen sondern in der "Spirale der falschen Hoffnungen" auf ewig zu verharren.

Eine Beziehung oder Ehe bei der die Basis, der Grundrespekt und die Liebe stimmen, in der Probleme auftauchen (oder sich gar manifestieren), ist es mit Sicherheit wert gemeinsam in einer Paartherapie zu arbeiten.

Aber Holis "Ehe" und Lebenssituation spielt in einer ganz anderen Liga.

Hoffnung wird hier zum ganz falschen, gefährlichen Freund der die Aussicht auf ein besseres Leben blockiert.

d'ana|e87


[...]

Natürlich spricht nichts gegen die Überlegung, denn so eine Überlegung kann durchaus zu dem Schluß führen, dass es nichts mehr gibt, was diese Ehe noch retten könnte, weil er ein anderer Mann und man selbst eine andere Frau sein müsste damit es klappen kann. Und natürlich kann man in zwei Richtungen gehen. Nicht jeder vielleicht, ich aber hab das durchaus schon getan und es klappte ganz hervorragend.

(...) [Holi] ist schon groß und man darf ihr schon zutrauen sich ihr Leben anzusehen und für sich die richtigen Schritte zu gehen.

T<hualinxa


Ich glaube es hilft Holli gar nicht wenn hier über ihren Mann diskutiert wird.

Die Frage ist eigentlich, was sie will. Ob sie ernsthaft glaubt dass er sich ändert.

Daran hängt doch alles.

Meine Lebenserfahrung sagt mir das Änderung verfestigten Verhaltensweisen ausgesprochen schwer ist und sehr stark von demjenigen gewollt sein muss, der sich selbst ändern will. Liebe Holli, sieht es für Dich so aus als wenn er sich wirklich sehr, sehr stark anstrengendem um sich und seine gesamte Haltung Dir gegenüber zu ändern? Wenn ja, dann: Paartherapie etc. Wenn Nein: Geh so schnell Du kannst.

S^heilaxgh


[...]

Natürlich spricht nichts gegen die Überlegung, denn so eine Überlegung kann durchaus zu dem Schluß führen, dass es nichts mehr gibt, was diese Ehe noch retten könnte, weil er ein anderer Mann und man selbst eine andere Frau sein müsste damit es klappen kann.

Dies kann so nüchtern und m.E. nur dann betrachtet werden, wenn a) noch eine echte Kommunikationsbasis besteht, und b) beide Partner sich selbst genug bewusst sind, dass sie glücklich sein dürfen bzw. eigene Ansprüche nachhaltig gegenüber sich selbst und anderen geltend machen können.

Außerdem muss auch noch genug in beiden Waagschalen (Waagschale 1: Bleiben, Waagschale 2: Gehen) sein, um noch abwägen zu können/müssen.

Und natürlich kann man in zwei Richtungen gehen. Nicht jeder vielleicht, ich aber hab das durchaus schon getan und es klappte ganz hervorragend.

Für mich war klar, dass es hier nicht um bloßes, zweigleisiges "Denken" geht, sondern um zwei gegenläufige - sich quasi widersprechende -Handlungsstränge und Vorbereitungen, welche in zwei völlig verschiedene Richtungen führen. Und das geht so nicht.

Denn für jede der beiden Richtungen braucht es einen klaren Entschluss, eine klare "Einnordung" bzw. innere Haltung um entscheidungsfähig zu sein, und kein wankendes "Schau' mer mal..."

[...]

Jeder trägt von Natur aus die Verantwortung für sein Gesagtes (hier: Geschriebenes), da braucht es kein zuschustern. Würde man als Grundannahme nehmen, dass die eigenen Ansichten/Ratschläge andere nicht beeinflussen können, bräuchte es kein Forum.

Meine Worte waren primär an Holi gerichtet, und haben sich nur deshalb an Deinem vorigen Beitrag ausgerichtet, um diesen zu kontrastieren, da ich ihn für grundfalsch halte.

[...]

[Holi] ist schon groß und man darf ihr schon zutrauen sich ihr Leben anzusehen und für sich die richtigen Schritte zu gehen.

Natürlich. Aber ich denke, sie hat genug Fakten, Genie Realitäten - und vor allem genug Leid - gesammelt, um vom Ansehen zum Handeln zu kommen.

Und diese Handlung muss in eine Richtung gehen, sonst kommt man nie an.

Danae, ich habe keinerlei Interesse an einem Schlagabtausch. Wenn Du mit meinen Ansichten nicht übereinstimmst, habe ich keinerlei Problem damit.

Aber es ist der Ernsthaftigkeit des Themas hier nun wirklich nicht angemessen, so ausfallend zu werden.

S5h.eAilagh


Natürlich. Aber ich denke, sie hat genug Fakten, genug Realitäten - und vor allem genug Leid - gesammelt, um vom Ansehen zum Handeln zu kommen.

A|u fDerhArbexit


Die Frage ist ganz sicher auch, was du (Holli) noch kannst.

In der Theorie hört es sich vernünftig an... zum einem am Plan zu arbeiten, wie man aus dieser belastenden Beziehung sauber herauskommt, ohne das die Kinder darunter mehr leiden müssen als nötig. Mit der großen Bürde der Verantwortung für diese Kinder. Zum anderen die Möglichkeiten ausloten, ob und wie man die Beziehung doch noch retten kann.

Aber mein Eindruck ist, das du bereits heute mit der Belastung der Krankheit deines Sohnes am Ende deiner Kräfte bist und ich fürchte das du nicht an einem Plan zur Beendigung der zusätzlichen Belastung Mann und gleichzeitig an der Rettung der Beziehung zu diesem Mann arbeiten kannst. Meine Befürchtung ist, das du dich dabei wieder verlieren wirst und in deiner aktuellen Situation verharrst, weil dir die Kraft ausgeht.

Ich selbst habe auch wenig vertrauen, das dein Mann sich um 180° drehen wird in seinem Verhalten. Und sicher nicht durch ein paar halbhertzige Sitzungen beim Therapeuten. Es ist offensichtlich dass er die Probleme in der Beziehung heute gar nicht sieht und nur deshalb auch dich zugeht, weil du eben die Trennung einläutest. In ihm jetzt überhaupt ein Problembewusstsein für das Problem (=sein Verhalten in der Beziehung) und nicht deine Reaktion (=Trennung) zu schaffen wird eine Menge Kraft kosten - zu Lasten von Dir und deinen Kindern.

Du warst in der Beratung und ich würde mich eher auf die Ratschläge stützen die dir dort gegeben wurden. Aus meiner Sicht wäre es erstmal sinnvoller, den Weg in ein Leben ohne deinen Mann einzuschlagen. Um wieder zur Ruhe zu kommen. Um wieder Kraft zu sammeln. Um dich wieder mehr auf dein krankes Kind als auf deinen nörgelnden Mann zu konzentrieren. Diese Trennung muss ja nicht für immer sein, er kann die Zeit gut nutzen um an SEINEM Problem zu arbeiten. An seinen Vorstellungen einer "glücklichen" Ehe. Und dann kann man irgendwann herausfinden, ob eure Vorstellungen überhaupt (noch) kompatibel sind oder es je wahren.

:)*

aSn_rxe


Ich bin ganz der Meinung von Sheilagh. Eine Besserung wird nur kurze Zeit halten. Natürlich kann die TE selber entscheiden.

Ksleine_Hexje21


Ich glaube, dass es manchmal einfach sehr lange braucht, bis manche Menschen den Ernst der Lage erkennen. Ich würde auch in beide Richtungen arbeiten.

Zum Einen alles vorbereiten, falls es zu einer Trennung kommen sollte. Das macht auch dem Mann weiter klar, dass die Trennung mit puren Zugeständnissen nicht abgewendet ist, sondern dass da wirklich Handlungen folgen müssen.

Zum Anderen würde ich die Angebote des Mannes annehmen. Nur so hat er auch die Chance selber zu erkennen, wie anstrengend der Alltag mit den zwei Jungs alleine wirklich ist. Und er verbringt zwangsweise mehr Zeit mit den Kindern. So kann er vielleicht auch selber beobachten, dass der Große Defizite hat.

Er ist der Vater, ich glaube, dass es nur fair ist, ihm diese Möglichkeit zu geben.

Das Eine schließt das Andere ja nicht aus!

SXheilbagh


Aber mein Eindruck ist, das du bereits heute mit der Belastung der Krankheit deines Sohnes am Ende deiner Kräfte bist und ich fürchte das du nicht an einem Plan zur Beendigung der zusätzlichen Belastung Mann und gleichzeitig an der Rettung der Beziehung zu diesem Mann arbeiten kannst.

Das ist auch in meinen Augen ein ganz, ganz wichtiger und entscheidender Punkt - woher hier noch die Kraft und die Zeit nehmen um "zweigleisig" zu fahren?

Was mich auch wundert, wie sollte das überhaupt praktisch gehen? ":/

Mir fallen da spontan direkt ein paar Punkte ein:

• Man kann doch keine Wohnung suchen/finden und anmieten und dann wieder doch nicht?

• Einen neuen Hausstand (Möbel/Waschmaschine und co.) organisieren und dann wieder verkaufen?

• Konten trennen/beibehalten oder doch nicht?

• Kinderbetreuung/Unterstützung organisieren, Leute anheuern, Verbindlichkeiten schaffen und dann wieder absagen?

...

Bei solchen praktischen Überlegungen wird mir einmal mehr klar: es geht nur Hü oder Hott!

f+lowe{rlxi


Nur so hat er auch die Chance selber zu erkennen, wie anstrengend der Alltag mit den zwei Jungs alleine wirklich ist. Und er verbringt zwangsweise mehr Zeit mit den Kindern. So kann er vielleicht auch selber beobachten, dass der Große Defizite hat.

Den Kleinen soll sie mitnehmen und ich denke für den Großen würde er sich dann viel Hilfe aus der Verwandtschaft holen. Für ihn ist Hilfe ja OK, hat Holli mal geschrieben.

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