» »

Neuer Freund arbeitet mit seiner Exfreundin zusammen

M^ietzekawtz88x8 hat die Diskussion gestartet


Nachdem ich hier längere Zeit nicht mehr aktiv war, ist im Moment guter Rat teuer und ich hoffe, dass ich hier ein paar gute Denkanstöße bekomme.

Nachdem ich seit Längerem single bin, was damit zu tun hat, dass ich meinen Exfreund nie so recht vergessen konnte und seitdem keinen gefunden habe, der mich ebenso wie er mitgerissen hat, habe ich vor knapp 2,5 Monaten einen tollen Mann kennengelernt. Eher durch Zufall, aber bei uns beiden hat es eingeschlagen. Es passt so viel bei uns - und das Wichtigste ja sowieso, wie fühlen uns sehr wohl in der Gegenwart des Anderen, können über so viel reden, haben den gleichen Humor, erschreckend ähnliche Weltansichten und und und.

Nun, vor knapp 3 Wochen kamen wir mal auf das Thema Ex zu sprechen. Nicht groß ausschweifend, aber er fragte, weshalb ich so lange niemanden hatte. Ich habe die damalige Beziehung kurz angerissen und gemeint, dass er damals der Mann schlechthin war und ich es lange nicht überwinden konnte. Fand'er nicht schlimm, jeder hat eine Vorgeschichte. Er ja auch. Er hatte vor 2-3 Jahren eine ähnliche Geschichte, wurde auch verlassen, nach einem Jahr, und hat sehr sehr lange, eigentlich bis jetzt, daran zu knabbern gehabt. Er sagte jedoch auch selbst, dass es damals perfekt für ihn passte, er aber an dem Punkt ist, wo er einsieht, dass es damals eine schöne Zeit war, sich die Zeiten aber geändert haben und er bereit für etwas Neues ist.

Klingt vernünftig.

Klingt so weit vernünftig, bis an dem Punkt vor ein paar Tagen, an dem er mir, aus Respekt und Fairness, mitteilte, dass besagte Frau seit 3 Monaten seine Arbeitskollegin ist. Sie kommen beide aus einer Kleinstadt, sind im selben Berufszweig. Er hat vor 3 Monaten dort angefangen, weil seine vorherige Arbeitsstelle miserabel war und ein Freund von ihm, welcher stellvertretender Chef ist, wenn ich es so nennen kann, ihn "abgeworben" hat. Dass seine Exfreundin dort auch zugegen ist (sind nur 5 Angestellte insgesamt), wusste er - da die neue Arbeit aber zugegebenermaßen wirklich ein Jackpot ist, ist er es dennoch eingegangen. Er hatte anfangs selbst etwas Angst davor, wie es wird, wenn sie sich dort wieder begegnen. Sie pflegen nun einen professionellen Umgang miteinander - nicht mehr und nicht weniger. Da wir uns nun erst so kurz kennen und ich nicht die eifersüchtige Furie sein möchte, habe ich mich nicht groß dazu geäußert. Was nun dennoch zwischen uns steht, ist, dass ich seit dem abblocke, was er auch merken dürfte. Ich habe seitdem eine innere Blockade in mir und das Gefühl, dass er kurz vorm Absprung steht. Ganz eklig.

Ich habe nicht das Recht, ihm Vorwürfe zu machen (warum auch?!), noch, ihn um eine Erklärung zu bitten, das weiß ich. Und dennoch wurmt es mich. Die Vorstellung mit meiner damals großen Liebe zu arbeiten, puuuuhh. Immer mit dem Mann, den ich so vergötterte?! Ich weiß nicht. Vielleicht bräuchte man aber auch gerade das um auch negative Seiten zu sehen, um denjenigen zu "entzaubern"? Ich weiß es nicht. Ich weiß nicht, wie ich damit umgehen soll. Traurigerweise habe ich schon mit einigen Freundinnen darüber gesprochen und selbst die Toleranteste sieht es sehr kritisch.

Kennt hier jemand eine ähnliche Situation? Oder kann mir gedanklich etwas auf die Sprünge helfen, mir Tips geben, wie ich das händeln sollte?

Beste Grüße,

Mietzekatz

Antworten
a9n_r!e


Persönlich habe ich keine Erfahrung damit. Allerdings war dies bei 2 meiner Kollegen der Fall und beide male gab es keine Probleme. Also, nimm es easy.

TKoomxobi


Klingt so weit vernünftig, bis an dem Punkt vor ein paar Tagen, an dem er mir, aus Respekt und Fairness, mitteilte, dass besagte Frau seit 3 Monaten seine Arbeitskollegin ist. Sie kommen beide aus einer Kleinstadt, sind im selben Berufszweig. Er hat vor 3 Monaten dort angefangen, weil seine vorherige Arbeitsstelle miserabel war und ein Freund von ihm, welcher stellvertretender Chef ist, wenn ich es so nennen kann, ihn "abgeworben" hat. Dass seine Exfreundin dort auch zugegen ist (sind nur 5 Angestellte insgesamt), wusste er - da die neue Arbeit aber zugegebenermaßen wirklich ein Jackpot ist, ist er es dennoch eingegangen. Er hatte anfangs selbst etwas Angst davor, wie es wird, wenn sie sich dort wieder begegnen. Sie pflegen nun einen professionellen Umgang miteinander - nicht mehr und nicht weniger.

Wenn ich die Relativierungen mal wegstreiche, dann besteht faktisch diese Situation:

Ihr kennt euch seit 2,5 Monaten und seit 3 Monaten arbeitet er mit seiner Exfreundin zusammen, die ihm einmal sehr viel bedeutet hat. Der stellvertretende Chef dort ist ein Freund von ihm. Das Team ist sehr klein und man arbeitet viel miteinander.

Also mir erscheint das ansich komisch, völlig egal, wie er das erklärt. Egal, ob gleicher Berufszweig, Abwerbung durch guten Freund oder miserable alte Arbeitsstelle. Egal, ob sie jetzt einen professionellen Umgang miteinander pflegen. Er hätte ja auch anderweitig nach einer neuen Stelle schauen können. Er hätte bewusst sagen können:" Okay, das Angebot ist zwar super, aber da dort eine Exfreundin arbeitet, die mir einmal unheimlich viel bedeutet hat und über die ich eigentlich auch noch nicht so ganz hinweg bin, wird das vermutlich sozial keine so gute Sache für mich. Zumal wir viel Kontakt haben werden und uns schwer aus dem Weg gehen können."

Ich wäre mir nicht so sicher, ob die Freundschaft zum Stellvertreter und die finanzielle Verbesserung wirklich die einzigen Motivationen gewesen sind, um den Job anzunehmen. Und die Relativierungen machen es für mich umso komischer. Kommen die von dir oder hat er dir jeden einzelnen Aspekt versucht derart zu entkräftigen!?

Ich könnte mir halt eher vorstellen, dass er in dem Jobwechel schon auch die Chance gesehen hat, besagter Ex näher zu kommen. Dann wird sich innerhalb der ersten paar Tage herauskristallisiert haben, dass sie absolut null Interesse an ihm hat (weil sie vermutlich vergeben ist oder weil sie es von ihm total strange findet, dass er sich hat einstellen lassen) und dann hat er sich keine zwei Wochen später auch die nächste "Traumfrau" geangelt, damit er nicht wie ein Idiot dasteht.

Du kannst ja jetzt auch versuchen, das "professionell" über die Bühne zu bringen. Du brauchst ja nicht ausrasten oder ihm Vorwürfe zu machen. Das alles heißt ja nicht, dass er dich nicht liebt oder nicht bei dir sein will. Aber einen merkwürdigen Beigeschmack hat es schon und es würde mich auch total stutzig machen. Vielleicht ist er doch ein bisschen irre oder sowas... wart's halt mal ab.

j7uliejulxy


Meiner besten Freundin erging es wie dir, auch die Ex-Freundin ihres Partners hatte einen Job in der selben Firma wie ihr Freund. Die Zusammenarbeit mit der Ex funktionierte problemlos. Meine Freundin hatte anfangs ihre Bedenken, diese legten sich aber mit der Zeit. Würd ich nicht allzu eng sehen. Auch wenn ich dein ungutes Gefühl nachvollziehen kann.

C0oxmrxan


Ich glaube nicht, dass er sich auf dich eingelassen hätte, wenn er noch irgendwie an der Exfreundin hängen würde. Schließlich arbeitete er schon mit ihr zusammen, bevor ihr euch kennengelernt habt.

DEiea Scehexrin


dein blödes gefühl dabei kann ich zwar gut verstehen, nicht aber, warum du das nicht bei ihm thematisierst!

ich würde wohl ganz offen zu ihm sagen, dass es sich irgendwie komisch anfühlt zu wissen, dass er seine ex jeden tag in der arbeit trifft. weil du da von dir selber ausgehst - und für dich wäre es ganz grässlich, wenn du deinem exfreund ständig über den weg laufen würdest.

und dann kannst du ja mal schauen, wie er darauf reagiert!?

Mkejhnxo


Ich weiß nicht, wie ich damit umgehen soll. Traurigerweise habe ich schon mit einigen Freundinnen darüber gesprochen und selbst die Toleranteste sieht es sehr kritisch.

Warum seht Ihr es kritisch? Ich persönlich kann verstehen, wenn die Betroffenen selbst Schwierigkeiten sehen.

Ich habe seitdem eine innere Blockade in mir und das Gefühl, dass er kurz vorm Absprung steht. Ganz eklig.

Du siehst in der Ex eine Bedrohung für Deine frische Beziehung. Oder Du vertraust ihm nicht.

Die Vorstellung mit meiner damals großen Liebe zu arbeiten, puuuuhh

Das klingt so, als hättest Du noch nicht mit Deiner großen Liebe abgeschlossen und projizierst Deine Gefühle auf Deinen Freund.

persönlich glaube ich, dass Du ganz viel Gelassenheit, Selbstbewusstsein und Vertrauen aufbringen musst, um die Situation zu meistern.

M|ieStzelkatzq88x8


Danke für eure bisherigen Antworten.

Um die Situation etws aufzuklären. Sie ist nur indirekt seine Kollegin. Sie promoviert, arbeitet also im selben Labor, wie er. Sie dürften aber nicht im direkten Umgang miteinander sein.

Dass er wegen ihr dort hin wollte - das kann ich nicht einschätzen. Vermutlich würde er es auch nicht zugeben.

Der Freund, der ihn abeworben hat, ist allerdings einer seiner besten Freunde, spielen auch gemeinsam in einer Band - also, es wäre jetzt nicht mega abwägig, dass er tatsächlich dorthin wechselte, weil es einfach lukrativ schien.

Ich weiß es aber nicht. Ich habe ihn, als er es mir sagte, auch gefragt, ob das nicht eigenartig ist und dass mir das etwas komisch vor kommt. Er meinte, dass er es anfangs auch komisch fand, es aber erstaunlich gut klappt. Er hatte dann schon fast ein schlechtes Gewissen, weil er gemerkt hat, dass meine Stimmung danach etwas geknickt war. Er meinte dann etwas später, als wir eigentlich schon bei einem ganz anderen Thema waren, dass er es mir bewusst sagen wollte, weil er der Meinung ist, dass das mein gutes Recht ist und er es mir nicht verschweigen wollte.

Ich möchte ihn aber eigentlich nur ungern noch mal darauf ansprechen, da ich nicht gleich am Anfang schon mit solchen "Problemgesprächen" kommen mag.

Daie6 S#eh*erin


es wäre doch aber viel problematischer, wenn du etwas, was dich so "einbremst" nicht ansprichst! du sollst ja nicht gleich eine filmreife eifersuchtsszene hinlegen, sondern einfach nur ehrlich sagen, dass das ein saublödes gefühl für dich ist!

im großen und ganzen kann er doch eh nur versuchen, dir deine innere schieflage gerade zu rücken - kündigen kommt doch wegen sowas nicht in frage!!!

MrarFier2x7


Blöde Situation für Dich :°_

Ich finde aber dass es für ihn und ein reines Gewissen spricht, daß er es Dir direkt gesagt hat. Finde ich toll :-)

Das ist offen, ehrlich, fair und zeigt, dass er Dich schätzt. So seh ich das zumindest.

Sorgen würde ich mir viel eher machen wenn das irgendwann mal durch Zifall rausgekommen wäre...

DRieKxruemi


ein erwachsener Mann kündigt doch keinen Job und fängt einen neuen an, nur um zu sehen, ob er bei seiner Ex nochmal landen kann--das finde ich extrem abwegig. Da müßte Mann schon ziemlich blöde sein, zu riskieren, dass es eine derart unschöne Situatipon gibt, das ein Weiterarbeiten in der Firma schwierig sein könnte. Also neee, das sind Teenie-Gedanken--oder Stalker-Manieren. Aber würde er seine Ex bestalken wollen, wäre er nicht mit der TE zusammengekommen.

ich würde es auch erstmal nicht mehr thematisieren. Denn was soll der partner mit der Info "ich fühle mich nicht wohl dabei" oder ähnlichem anfangen? Den Job kündigen? wohl kaum. beteuern, dass er für die Ex keinerlei Gefühle hat? Das wird er doch in jedem Fall tun, ob Wahrheit oder gelogen. Sich denken "hätte ich bloß nichts gesagt" oder "herrje, nach so kurzer Zeit schon Eifersuchtsdramen" -- jip, wenn man das erreichen will mit einem Gespräch, dann mal los!!

@ Mietzekatz

würdest du mit deinem Ex zusammenarbeiten, würdest du wieder schwach werden? Wenn ja, teile diese Eventualität deinem Freund mit, damit er weiß, wo er bei dir steht.....

mxinTuc$hixn


Als allererstes finde ich es gut von deinem Freund, dass er dir direkt gesagt hat, dass er mit seiner Ex zusammenarbeitet und es nicht verschweigt. Das spricht für ihn :-)

Ich kann deine Gefühle gut nachvollziehen. Ich würde mich aber dagegen entscheiden, es bei ihm abzusprechen. Denn, was soll er sagen, außer "die Zusammenarbeit klappt gut"?

So doof die Situation ist, aber ich denke, du wirst es einfach hinnehmen müssen. Mit der Zeit wird sich das Vertrauen untereinander noch mehr aufbauen und deine Unsicherheit vergehen @:)

WRalksingGKhoUs=t


@ Mietzekatz888

Treue ist typabhängig, nicht situationsabhängig. Letztendlich findet man nur über Kommunikation heraus, ob jemand eine wirklich konsistente Auffassung von Treue hat oder einfach nur so tut. Auch dann hat man keine Garantie, aber es schränkt das Risiko beträchtlich ein, weil sich viele in ihren Aussagen verstricken.

Ich würde das Thema an deiner Stelle als ganz allgemein und ohne Bezug auf den Arbeitsplatz anschneiden.

Ganz allgemein würde ich aber auch sagen, dass du deine eigene Haltung auf deinen Freund projizierst und das sprichwörtliche Haar in der Suppe suchst. Genau davon ist aber dringend abzuraten, wenn du nicht über kurz oder lang mit leeren Händen dastehen willst.

NIullacqhtfuen]fdzehxn


Sie dürften aber nicht im direkten Umgang miteinander sein.

Dann versteh ich das Problem nicht so wirklich... Und wie so oft: Warum redet man nicht mit seinem Partner? Das erleichtert so vieles ;-)

F_a,SoxLa


Ich weiß es aber nicht. Ich habe ihn, als er es mir sagte, auch gefragt, ob das nicht eigenartig ist und dass mir das etwas komisch vor kommt. Er meinte, dass er es anfangs auch komisch fand, es aber erstaunlich gut klappt. Er hatte dann schon fast ein schlechtes Gewissen, weil er gemerkt hat, dass meine Stimmung danach etwas geknickt war. Er meinte dann etwas später, als wir eigentlich schon bei einem ganz anderen Thema waren, dass er es mir bewusst sagen wollte, weil er der Meinung ist, dass das mein gutes Recht ist und er es mir nicht verschweigen wollte.

Ich finde seine Erläuterung schlüssig und dass er mit offenen Karten spielt, finde ich sehr positiv. Und ich kann mir vorstellen, dass die Möglichkeit mit einem seiner besten Freunde zusammenzuarbeiten ziemlich überzeugend war und er den Job nicht wegen, sondern trotz seiner Ex angenommen hat. Große Liebe hin oder her, letztlich waren sie nur ein Jahr zusammen und er ist ein Vielfaches davon getrennt. Ich würde davon ausgehen, dass er mit dem Thema abgeschlossen hat und sie sich wirklich nur noch auf kollegialer Ebene verstehen.

Wie auch schon einige Vorschreiber sagten, finde ich auch, dass du deine Sorgen thematisieren kannst. Zwischen eifersüchtiger Furie und Schweigen gibt es ja durchaus noch Nuancen ;-) Und gerade am Anfang einer Beziehung halte ich Unsicherheit auch für normal. Offen seine Sorgen und Ängste zu benennen, kann auch zusammenschweißen.

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Beziehungen oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

Psychologie · Erziehung · Sexualität · Homo, Hetero, Bi


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH