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Nur zweite Wahl in der Beziehung

C=oteESauvaWge


Also sorry, aber das mit dem Kinderding finde ich so richtig schräg. Du hast doch geschrieben, dass du KEINE Kinder willst und er mehrere, daher hast du dich von ihm auf eins runterhandeln lassen. Sowas finde ich absurd, aber dieses Verhandeln prägt deine ganze Beziehung zu diesem Mann. Das kann mE nichts werden.

Und in einer Beziehung kann noch viel passieren, gerade wenn so viel im Argen liegt wie in deiner. Eine Trennung ist immer drin, bei jeder Beziehung, auch wenn erst mal alles super läuft, und dann musst du dir für ein dann vorhandenes Kind auch was einfallen lassen.

Myehnxo


Liebe Theresia,

jetzt will ich mich auch mal wieder zu Wort melden, nach dem ich mich ja lange zurück gehalten habe ;-D .

Aus meiner Sicht sieht es so aus, als wenn Du einen schönen Traum hast: Du möchtest mit Deinem Traummann an Deinem Heimatort zusammenleben und alt werden. Aus Deinen Ausführung entnehme ich, dass Du weißt, dass es in der jetztigen Konstellation ein unerfüllbarer Traum bleibt. Aber Deine Gefühle kreisen darum und wollen/können das nicht akzeptieren. Du willst zweigleisig fahren (ich glaube, die Metapher passt ganz gut) und versuchst mit aller Kraft einen Kompromiss zu finden, wo es keinen gibt. Aus eigener Erfahrung sage ich: das wird nicht gutgehen. Irgendwann fühlst Du Dich fremd in Deiner alten Heimat und noch nicht angekommen in Deiner neuen Heimat. Das macht Dich dann erst recht sehr unglücklich.

Meiner Meinung nach solltest Du eine Entscheidung treffen, wo und wie Du leben möchtest. Und dann stelle Dich der Situationen, die sich daraus ergeben. Lege alle Kraft darin, dort glücklich zu werden. Und verschwende keinen Gedanken an das "was wäre wenn" und "hätte ich doch mal". Denn diese Gedanken behindern Dich, wirklich loszulassen und etwas neues anzunehmen und glücklich zu werden.

Leider gibt es bei der Entscheidung kein richtig oder falsch. Es gibt nur A oder B - alles andere reibt Dich auf.

Wenn Du Dich für ein Leben mit Deinem Freund entscheidest dann trenne Dich von der Wohnung in der alten Heimat. Ich halte sie für emotionalen Ballast, der Dich daran hindert, den gewählten Weg anzunehmen.

Es ist nur meine Meinung - aber ich hoffe sie enthält ein paar gute Anregungen für Dich :)_

s\ensikbehlmbaBnn9x9


Mit einem anderen Wohnort könnte man sich meines Erachtens eher arrangieren, als auf einen geliebten Menschen zu verzichten- man kann an jedem Wohnort schöne Seiten entdecken, neue Menschen, neue Freunde findet man überall. Das schreibe ich mit der Erfahrung viermaligen Wohnortwechsels mit durchschnittlich 10 jähriger Wohndauer. Den Heimatort hat man sich ja auch nicht ausgesucht- da hat man sich nur dran gewöhnt und ist reingeboren worden.

Wenn man so an seinem Wohnort klebt, sollte man seine Partnerwahl nie auf andere Orte ausdehnen- das sollte man sich vorher überlegen und nicht hinterher.

Mach' dich doch mal locker ...

Wie genau soll das aussehen?

Lasse dich einfach mal auf Änderungen in deinem Leben ein, gehe auf Entdeckung des Neuen- der neuen Umgebung, der neuen Menschen, ...

s6ennscibelRm#annx99


... und lasse das alte hinter Dir- aber richtig und nicht nur halb.

H*imYmelgxrün


Mit einem anderen Wohnort könnte man sich meines Erachtens eher arrangieren, als auf einen geliebten Menschen zu verzichten-

Na, das mag bei dir so sein, sensibelmann99, bei mir aber z.B. überhaupt nicht. Ich bin dermassen verwurzelt in meiner Region, keine Liebe kommt dagegen an. Und das schreibe ich mit der Erfahrung dreimaligen "Liebewechselns" mit durchschnittlich 12 jähriger Beziehungsdauer (um mal frech deine Formulierung abzuwandeln). Einen Menschen, den ich lieben kann, kann ich auch anderswo finden, aber Zuhause bin ich nur hier.

Dabei habe ich keine Familie hier, und Freundschaften kann ich gut über grosse Distanzen pflegen. Es geht mir um den Blick aus dem Fenster auf die Rheinebene, es geht um die Laubbäume, so wie sie hier sind, es geht ums Wetter und die Wolken. Das hier ist Heimat, durch und durch, für mich für immer. x:)

gOusta#v_klixmt


Theresia, was mich an der ganzen Geschichte stört, ist dass ich Kompromisse nur auf deiner Seite sehe. Dein Mann hat recht genaue Vorstellungen (Wohnort, Nähe zu seiner Familie, Firma, Kinder), die er durchzieht, und du gibst für ihn anscheinend immer wieder auch Dinge auf, an denen dir viel liegt. Im Unterschied zu vielen anderen Mitscheibern hier verstehe ich deine Argumentation mit dem Kinderkriegen und dass für dich die Entscheidung abhängig vom Wohnort ist. Und da sehe ich für dich die nächste Möglichkeit, dich zu verbiegen, obwohl dein Gefühl dagegen spricht.

Ich finde, du solltest dir überlegen, was dich glücklich macht, unabhängig von deinem Freund, und dich mehr darauf konzentrieren. Damit meine ich nicht die sofortige Trennung. Andererseits wenn dein Freund dich dermaßen zu den Dingen drängt, die dich langfristig unglücklich machen - und er das weiß und in Kauf nimmt, solange er seine Lebensplanung durchziehen kann - kann es nicht der richtige Mann für dich sein. Da reißt es der oberflächlich liebevolle Umgang auch nicht mehr raus.

M[orwexna


Theresia, was mich an der ganzen Geschichte stört, ist dass ich Kompromisse nur auf deiner Seite sehe. Dein Mann hat recht genaue Vorstellungen (Wohnort, Nähe zu seiner Familie, Firma, Kinder), die er durchzieht, und du gibst für ihn anscheinend immer wieder auch Dinge auf, an denen dir viel liegt. Im Unterschied zu vielen anderen Mitscheibern hier verstehe ich deine Argumentation mit dem Kinderkriegen und dass für dich die Entscheidung abhängig vom Wohnort ist. Und da sehe ich für dich die nächste Möglichkeit, dich zu verbiegen, obwohl dein Gefühl dagegen spricht.

:)z :)^

Seien wir doch mal ehrlich: So wichtig, wie dem Freund die Firma ist - und so wichtig auch er dafür ist - ist es doch ganz klar, dass es nicht derjenige mit dem Kinderwunsch sein dürfte, der dann bei einem Baby daheim bleibt. :=o Das darf dann bestimmt Theresia machen und wenn man bedenkt, wie der Freund schon eingespannt ist, dann wird der auch Nachts bestimmt nicht so oft aufstehen, sondern auch das alles ihr schön überlassen.

Tja, und die Mutter steht bei einem Enkelkind vielleicht auch ganz schön oft auf der Matte, wer weiß das schon?

Wenn man jetzt auch noch liest, wie Theresia leidet und sich im Grunde nach ihrem Zuhause - ihrer alten Wohnung - sehnt, dann fällt es schwer, etwas anderes zu raten, als zurückzuziehen. :-/

Ich selbst bin übrigens vor fast zehn Jahren aus meiner Heimatstadt weggezogen und wünsche mir nichts mehr, als zurückziehen zu können, was nur leider nicht funktionieren wird. Dafür könnte ich mir total gut vorstellen, stattdessen in die Stadt zu ziehen, für die sich mittlerweile meine Eltern entschieden haben, wenns nicht so teuer wäre. Bei mir war immer ganz schnell klar, wo ich mich "zu Hause" fühlen kann und wo nicht und das hat sich dann auch nach Jahren nicht geändert.

Cromrxan


Eigentlich tickt gar nichts aber ich würde es ihm zuliebe machen und hier daheim hätt ich auch gar nicht so den Stress damit weil wir sind ja da, wo ich mich wohl fühle und sein will.

"Ihm zuliebe" ist ein ziemlich schwacher Grund, sich mit allen Konsequenzen für die kommenden Jahre schwängern zu lassen. Mit der Unabhängigkeit ist es dann jedenfalls erst mal vorbei - er wird als Firmenerbe wohl kaum die Elternzeit übernehmen.

Bei dem "nie heimisch fühlen" muss ich dir widersprechen. Man kann überall zuhause ankommen, wenn man sich ein wenig Zeit gibt und es sich auch als Heimat einrichtet, anstatt immer Vergangenem nachzutrauern.

Wenn ich jetzt an Kompromisse denke, hast du schon sehr viel für ihn getan. Entscheide dich, ob du dich jetzt klar für die Zukunft dort bekennen willst, oder ob du einen Schlussstrich ziehst. Und wenn du dich für die Zukunft dort entscheidest, mach ihm erst klar, dass du ihm nicht garantieren kannst, dass du wirklich das eine Kind willst, und wenn er das akzeptieren kann löse die alte Wohnung auf.

THhkere\si2a99x9


Hallo Mehno *:) ,

schön, wieder von Dir zu lesen. Hoffentlich hat es Dich nicht zu viel Kaft gekostet, Dich so lange zurück zu halten ;-D :)_

Aus meiner Sicht sieht es so aus, als wenn Du einen schönen Traum hast: Du möchtest mit Deinem Traummann an Deinem Heimatort zusammenleben und alt werden. Aus Deinen Ausführung entnehme ich, dass Du weißt, dass es in der jetztigen Konstellation ein unerfüllbarer Traum bleibt. Aber Deine Gefühle kreisen darum und wollen/können das nicht akzeptieren. Du willst zweigleisig fahren (ich glaube, die Metapher passt ganz gut) und versuchst mit aller Kraft einen Kompromiss zu finden, wo es keinen gibt. Aus eigener Erfahrung sage ich: das wird nicht gutgehen. Irgendwann fühlst Du Dich fremd in Deiner alten Heimat und noch nicht angekommen in Deiner neuen Heimat. Das macht Dich dann erst recht sehr unglücklich.

Das trifft es wohl ziemlich auf den Punkt :-( Diese blöde Firma, echt..

Meiner Meinung nach solltest Du eine Entscheidung treffen, wo und wie Du leben möchtest. Und dann stelle Dich der Situationen, die sich daraus ergeben. Lege alle Kraft darin, dort glücklich zu werden. Und verschwende keinen Gedanken an das "was wäre wenn" und "hätte ich doch mal". Denn diese Gedanken behindern Dich, wirklich loszulassen und etwas neues anzunehmen und glücklich zu werden.

Ja, das stimmt. Aber ich bin einfach nicht in der Lage, mich zu entscheiden, denn: was ist wichtiger? Ich kann es nicht sagen und bin am dauernden Hadern mit mir selbst. Es gibt Phasen, da bin ich überzeugt, dass ich das hinbekommen werde in der neuen Heimat. Dann wieder Phasen, wo sich alles zusammenzieht wenn ich nur dran denke, für immer da bleiben und dieses zuünftige Leben führen zu müssen.

Wenn Du Dich für ein Leben mit Deinem Freund entscheidest dann trenne Dich von der Wohnung in der alten Heimat. Ich halte sie für emotionalen Ballast, der Dich daran hindert, den gewählten Weg anzunehmen.

Das wäre an der Sache noch das einfachste aber ich hab hier ja Familie und meine Freunde, bin hier wahnsinnig stark verwurzelt.

Oder: was, wenn ein Elternteil krank wird? Oder was passiert? Dann sitze ich da oben fest und kann nichts machen. Ich hab leider starke Verlustängste, was natürlich überhaupt nicht förderlich ist in der ganzen Angelegenheit.

@ sensibelmann

Mit einem anderen Wohnort könnte man sich meines Erachtens eher arrangieren, als auf einen geliebten Menschen zu verzichten- man kann an jedem Wohnort schöne Seiten entdecken, neue Menschen, neue Freunde findet man überall. Das schreibe ich mit der Erfahrung viermaligen Wohnortwechsels mit durchschnittlich 10 jähriger Wohndauer. Den Heimatort hat man sich ja auch nicht ausgesucht- da hat man sich nur dran gewöhnt und ist reingeboren worden.

Es stimmt, dass man an allen Orten schöne Seiten entdecken kann. Ich gebe mir auch redlich Mühe und habe mich ja auch schon gut integriert und habe sogar ein paar Lieblingsecken. Aber trotzdem, langjährige tiefverwurzelte Freundschaften knüpfen sich doch im Alter im schwerer und diese Freundschaften habe ich eben daheim.

Was den Wohnort angeht - ich bin sehr sehr sehr dankbar, dass ich genau dort reingeboren wurde und wusste das zum Glück auch immer zum schätzen x:) Übrigens sagt so gut wie jeder in der neuen Heimat "Boah, das muss wahre Liebe sein. Als ich wäre nicht hier her gekommen! Wenn ich in Rente gehe, zieh ich nämlich dahin wo Du her kommst". Ist natürlich sehr förderlich :(v

Wenn man so an seinem Wohnort klebt, sollte man seine Partnerwahl nie auf andere Orte ausdehnen- das sollte man sich vorher überlegen und nicht hinterher.

Naja, ich war echt naiv und dachte, wir würden das schon hin bekommen. 5 Jahre sind ewig, dachte ich.. wr weiss, was da passiert. Hernach sind wir da wieder getrennt.. Ich wusste nicht, WIE sehr ich daran hänge. Als es nach unserem Auslandsaufenthalt ernst wurde, wurde mir schon mulmig aber jetzt erst recht.

... und lasse das alte hinter Dir- aber richtig und nicht nur halb.

Und das kann ich nicht. Ich habe Bauchscherzen wenn ich dran denke, dass ich die nächsten 20 - 25 Jahre so wenig Zeit mit meinen Eltern oder Freunden verbringen kann und Sorge, dass ich das später total bereuen werde.

TIher0esi.a99x9


@ Gustav_Klimt

Theresia, was mich an der ganzen Geschichte stört, ist dass ich Kompromisse nur auf deiner Seite sehe. Dein Mann hat recht genaue Vorstellungen (Wohnort, Nähe zu seiner Familie, Firma, Kinder), die er durchzieht, und du gibst für ihn anscheinend immer wieder auch Dinge auf, an denen dir viel liegt.

Ja, dass gefühlt nur ich Kompromisse eingehe hat mich auch gestört aber mittlerweile habe ich erkannt, dass er gar keine Wahl hat. Die Firma ist sein ein und alles, daran wird alles ausgerichtet und bei allem, was damit zu tun hat, kann man keine Kompromisse machen. Nachdem das mit Bundesland, Wohnort und Zukunft verknüft ist, bleibt nicht viel Raum, wo er mir noch entgegen kommen könnte. Und wenn ein Mensch einen Kinderwunsch hat (einen sehr starken), dann gib es auch da keine Kompromisse. Er lässt mir jede Freiheit, ich kann so oft nach Hause, wie ich das möchte. Er startet im Herbst den Flugschein und will mich dann auch jederzeit heim fliegen (ich hab aber Flugangst ]:D ) aber das reicht für mich alles nicht.

Im Unterschied zu vielen anderen Mitscheibern hier verstehe ich deine Argumentation mit dem Kinderkriegen und dass für dich die Entscheidung abhängig vom Wohnort ist. Und da sehe ich für dich die nächste Möglichkeit, dich zu verbiegen, obwohl dein Gefühl dagegen spricht.

Ja, die Sorgen habe ich auch :-(

Ich finde, du solltest dir überlegen, was dich glücklich macht, unabhängig von deinem Freund, und dich mehr darauf konzentrieren. Damit meine ich nicht die sofortige Trennung.

Glücklich machen mich meine Heimat, das Lebensgefühl hier und alle Menschen, die damit zusammenhängen. Glücklich machen mich Freiheit und die Möglicheit, jederzeit ein Sabbatical anmelden und auf Reisen gehen zu können.

Das ist leider alles nicht oder nur bedingt möglich am neuen Ort und mit meinem Freund. Andererseits macht er mich in unserer Beziehung (losgelöst von den Umständen) auch sehr glücklich. Verdammt, ich will nicht in meiner Haut stecken ;-)

Andererseits wenn dein Freund dich dermaßen zu den Dingen drängt, die dich langfristig unglücklich machen - und er das weiß und in Kauf nimmt, solange er seine Lebensplanung durchziehen kann - kann es nicht der richtige Mann für dich sein. Da reißt es der oberflächlich liebevolle Umgang auch nicht mehr raus.

Naja, er drängt mich nicht, Gustav. Das sind nur seine Vorstellungen und bisher habe ich ja mitgezogen. Drängend wird es nur für mich bzgl. des gesundheitlichen Aspekts wenn das Thema Kind nun wirklich aktuell würde. Er hat Zeit, ist um einiges jünger als ich aber bei mir muss man halt langsam aufpassen.

@ Morwena

Seien wir doch mal ehrlich: So wichtig, wie dem Freund die Firma ist - und so wichtig auch er dafür ist - ist es doch ganz klar, dass es nicht derjenige mit dem Kinderwunsch sein dürfte, der dann bei einem Baby daheim bleibt. :=o Das darf dann bestimmt Theresia machen und wenn man bedenkt, wie der Freund schon eingespannt ist, dann wird der auch Nachts bestimmt nicht so oft aufstehen, sondern auch das alles ihr schön überlassen.

Das stimmt. Das Thema hatten wir auch schon oft. Aber er sagt, ich könne dann in der Firma arbeiten und das Kind mitnehmen. So wars bei ihm früher auch. Aber will ich das?!

Tja, und die Mutter steht bei einem Enkelkind vielleicht auch ganz schön oft auf der Matte, wer weiß das schon?

Genau, sehr egoistische Denweise aber ich habe ein Problem damit, wenn grade diese Frau, mit der ich so viele Scherereien hatte, mehr Zeit mit dem Kind verbringt als dann meine Eltern. Die hätten sicherlich auch nichts gegen ein Enkelkind und würden auch den Kürzeren ziehen. Abgesehen davon kann man bei der Schwiegermutter keine Schwäche zeigen.. also mal fix & fertig sein, Trost suchen... Fehlanzeige, das geht nur bei meiner Mum und die ist dann ewig weit weg.

Wenn man jetzt auch noch liest, wie Theresia leidet und sich im Grunde nach ihrem Zuhause - ihrer alten Wohnung - sehnt, dann fällt es schwer, etwas anderes zu raten, als zurückzuziehen. :-/

Die Wohnung steht vertretend eigenlich für alles hier. Riesiger wilder Garten, zweite Seereihe, Bergblick.. und sie ist meine erste eigene, mein Rückzugsort inmitten meiner Heimat, umgeben von Freunden & Familie. Also wollt damit nur klar machen, dass ich nicht (nur) die Wohnung als dieses vermisse.

Ich selbst bin übrigens vor fast zehn Jahren aus meiner Heimatstadt weggezogen und wünsche mir nichts mehr, als zurückziehen zu können, was nur leider nicht funktionieren wird. Dafür könnte ich mir total gut vorstellen, stattdessen in die Stadt zu ziehen, für die sich mittlerweile meine Eltern entschieden haben, wenns nicht so teuer wäre. Bei mir war immer ganz schnell klar, wo ich mich "zu Hause" fühlen kann und wo nicht und das hat sich dann auch nach Jahren nicht geändert.

Wieso kannst Du nicht zurück?

@ Comran

"Ihm zuliebe" ist ein ziemlich schwacher Grund, sich mit allen Konsequenzen für die kommenden Jahre schwängern zu lassen. Mit der Unabhängigkeit ist es dann jedenfalls erst mal vorbei - er wird als Firmenerbe wohl kaum die Elternzeit übernehmen.

Stimmt.

Bei dem "nie heimisch fühlen" muss ich dir widersprechen. Man kann überall zuhause ankommen, wenn man sich ein wenig Zeit gibt und es sich auch als Heimat einrichtet, anstatt immer Vergangenem nachzutrauern.

Ich kenn die Ecke seit fast 5 Jahren und ich bin voll integriert, Comran. Selbst wenn ich einen Cut machen und mich zu 100% für die neue Umgebung entscheiden würde - wie soll das gehen? Ich bin ja dann nach wie vor regemäßig hier, hab es immer wieder vor der Nase. Also ich kann das nicht trennen, schätze ich.

Wenn ich jetzt an Kompromisse denke, hast du schon sehr viel für ihn getan. Entscheide dich, ob du dich jetzt klar für die Zukunft dort bekennen willst, oder ob du einen Schlussstrich ziehst. Und wenn du dich für die Zukunft dort entscheidest, mach ihm erst klar, dass du ihm nicht garantieren kannst, dass du wirklich das eine Kind willst, und wenn er das akzeptieren kann löse die alte Wohnung auf.

Wenn ich sage, dass ich keine Kinder möchte, wird für ihn nur Trennung in Frage kommen.

Cbomirxan


(bin grad daheim bei meinen Eltern)

Schreibst du eigentlich von zuhause, weil dir da immer wieder bewusst wird, dass du nicht loslassen kannst, oder hast du Sorge, dass er deine Forenbeiträge mal versehentlich lesen könnte? ;-)

Kennt er eigentlich deine aktuelle Gedankenwelt? Über das Kind, die Firma an erster Stelle, die Reserve-Wohnung habt ihr ja schon "verhandelt", aber hast du manchmal das Gefühl, dass du zu viele Zusagen gegeben hast und jetzt nicht weißt, wie du deine Ablehnung noch ohne Gesichtsverlust bei ihm anbringen kannst? ":/

Tdher_esia9x99


Comran,

die Info schrieb ich um klar zu machen, wo ich gerade bin und dass ich nicht das Lebensgefühl in der neuen Heimat vermisse. Doof denn eigentlich sollte das allen ja mehr als klar sein ;-)

Tatsächlich schreibe ich am ehesten hier da ich da Ruhe habe. In der Arbeit oder am Abend kann ich nicht ins Netz, bzw. ist mein Freund dann da und der soll hiervon nix mitkriegen. Er weiß, dass ich gern und oft hier bin, interessiert sich aber null für med.

Hm, jein. Wir gehen diesen Themen beide etwas aus dem Weg, wahrscheinlich aus Angst, was sich daraus ergeben könnte. Fatal, ich weiß. Wir müssen reden. Ich glaub er macht die Augen zu und denkt, dass es schon irgendwann besser wird wenn nur genug Zeit vergeht.

C1ommr|an


Ich bin ja dann nach wie vor regemäßig hier, hab es immer wieder vor der Nase. Also ich kann das nicht trennen, schätze ich.

Kannst nicht, oder sträubst dich. Ich fühle mich in meiner Geburtsstadt mittlerweile fremd, obwohl ich alle paar Wochen bei meinem Vater bin. Ich bin schon der Überzeugung, dass man sich in allen Regionen niederlassen kann und sich ein Heimatgefühl aufbauen. Viele Menschen schaffen das, die wenigsten bleiben an ihrem Geburtsort und werden durch Studium, Berufspläne, Partner oder einfache Neugierde irgendwohin getrieben. Qualitative Unterschiede gibt es eigentlich nur noch in der jeweiligen Gegend, wo die eigene Wohnung ist. Das sollte man sich schön aussuchen, aber ich finde, wegen der Region solltest du weniger verzagen und einfach einen Schlussstrich ziehen.

Wenn es denn nur das wäre.

Wenn ich sage, dass ich keine Kinder möchte, wird für ihn nur Trennung in Frage kommen.

Theresia, das ist traurig. :°_

Weil das nämlich bedeutet, dass du nicht zweite Wahl bist, sondern dritte Wahl. Der Nachwuchs ist wichtiger als du, wenn er dich deswegen gehen lassen würde.

Der muss wirklich ein Pfundskerl sein, dass du so viel zurücksteckst, um ihn zu halten. Vielleicht hast du aber auch in Beziehungsdingen genausoviel Skrupel vor Veränderungen wie es bei der Heimat der Fall ist. Vielleicht willst du einfach nur den Status Quo wahren. Aber ein bisschen Selbstachtung ... echt, einem Kind zustimmen, obwohl man selbst eigentlich keins will, das ist harter Tobak. Aber aus der Nummer kommst du sicher nicht mehr raus. Genauso wie du aus vielen kleinen Details nicht mehr rauskommst, bei denen du ihm schon zugestimmt hast. Es ist die große und ganze Entscheidung - entweder ziehst du das jetzt durch und lebst das Leben mit ihm und nach seinen Plänen. Dann aber ohne wehmütigen Blick zurück. Oder du siehst, dass du in vielen Dingen keine Wahl mehr hast und längst unter deinen Bedürfnissen lebst.

g}ustav_9kmlimt


Ja, dass gefühlt nur ich Kompromisse eingehe hat mich auch gestört aber mittlerweile habe ich erkannt, dass er gar keine Wahl hat. Die Firma ist sein ein und alles, daran wird alles ausgerichtet und bei allem, was damit zu tun hat, kann man keine Kompromisse machen. Nachdem das mit Bundesland, Wohnort und Zukunft verknüft ist, bleibt nicht viel Raum, wo er mir noch entgegen kommen könnte. Und wenn ein Mensch einen Kinderwunsch hat (einen sehr starken), dann gib es auch da keine Kompromisse. Er lässt mir jede Freiheit, ich kann so oft nach Hause, wie ich das möchte. Er startet im Herbst den Flugschein und will mich dann auch jederzeit heim fliegen (ich hab aber Flugangst ]:D ) aber das reicht für mich alles nicht.

"Er lässt mir jede Freiheit" solange sich diese Freiheit komplett mit den Wünschen deines Freundes deckt - das ist für mich keine Freiheit. Dafür ist die Liste der Ausnahmen in dieser Freiheit einfach zu lang und zu bedeutend. Du hast allerdings selbst die Freiheit, so zu handeln, wie es dir gut tut.

Ob er von seinen Wünschen nicht abrücken kann oder nicht will, ist für mich unwesentlich, da das Ergebnis das gleiche ist. Für mich klingt es so, dass dein Freund dich nur so lange gerne bei sich hat, wie du deine Rolle erfüllst, die er dir zugedacht hat - als die Partnerin, die ihn begleitet und unterstützt und seine Kinder erzieht. Wenn du in irgendeinem der Punkte nicht mitspielst, wirst du gegen eine andere ausgetauscht (zumindest kommt es so rüber, dass das dein Gefühl ist). Du als Mensch kommst in diesen Plänen irgendwie wenig vor.

Mein Eindruck ist, dass dein Freund dich als ein Extra an sein Leben angebaut hat, du aber dein Leben komplett nach seinen Vorstellungen umgebaut hast. Macht dich das glücklich? Ich habe nicht den Eindruck.

Glücklich machen mich meine Heimat, das Lebensgefühl hier und alle Menschen, die damit zusammenhängen. Glücklich machen mich Freiheit und die Möglicheit, jederzeit ein Sabbatical anmelden und auf Reisen gehen zu können.

Das ist leider alles nicht oder nur bedingt möglich am neuen Ort und mit meinem Freund. Andererseits macht er mich in unserer Beziehung (losgelöst von den Umständen) auch sehr glücklich. Verdammt, ich will nicht in meiner Haut stecken ;-)

Ich denke, dass sehr viele Frauen vom Prinzip her in deiner Haut stecken, früher oder später ;-)

Würde dich nicht auch ein anderer Mann glücklich machen können, der dich auch noch mehr du sein lässt? Das zumindest in Betracht zu ziehen halte ich nicht für verkehrt. Für deinen Freund scheint es zumindest nicht ausgeschlossen zu sein, dass ihn auch eine andere Frau glücklich machen kann.

Naja, er drängt mich nicht, Gustav. Das sind nur seine Vorstellungen und bisher habe ich ja mitgezogen. Drängend wird es nur für mich bzgl. des gesundheitlichen Aspekts wenn das Thema Kind nun wirklich aktuell würde. Er hat Zeit, ist um einiges jünger als ich aber bei mir muss man halt langsam aufpassen.

OK, dann nicht drängen. Er war offen zu dir, das ist wohl ein Pluspunkt. Ob du auf Dauer damit glücklich wirst, seinen Vorstellungen entgegen deiner eigenen zu entsprechen, bezweifle ich aber. Und ich kann aus eigener Erfahrung sagen, mit Kindern wird die ganze Situation mit großer Wahrscheinlichkeit nochmal eine andere Hausnummer. Da hängt für dich dann nochmal eine Ordnung mehr dran.

MFexhno


Danke für Deine Worte, Theresia :-D

Na, die Kraft konnte ich aufbringen, solange ich gelesen hatte, dass es doch ganz gut läuft. Aber gestern nacht platzte es aus mir heraus weil ich mich in Deiner Gefühlswelt so wieder fand (und ohne Rücksicht auf den kurzen Schlaf musste ich schreiben - der Wecker klingelte schon um kurz nach 6 wieder {:( ). Bei mir war es ein Umzug zu Beginn der Ausbildung - ich fühlte mich nicht wohl in der Fremde (auch wenn es nur 200 km waren). Wenn ich jetzt anfange darüber zu schwafeln sprengt es Deinen Faden. Was ich für wichtig halte:

Oder: was, wenn ein Elternteil krank wird? Oder was passiert? Dann sitze ich da oben fest und kann nichts machen. Ich hab leider starke Verlustängste, was natürlich überhaupt nicht förderlich ist in der ganzen Angelegenheit

Wenn etwas passiert oder ein Elternteil krank wird gibt es immer Lösungen - Deine Eltern erwarten nicht, dass Du sofort alles stehen und liegen läßt, um sich um sie zu kümmern. Du möchtest Dich gerne kümmern - deshalb kommen die Gedanken. Die Verlustängste - das ist es, was Dich in Deiner Entscheidung lähmt. Es macht die Sache noch um ein paar Nummern schwerer.

Ich glaube, Comran hat es mit seinem Beitrag um 11:05 ein paar wichtige Punkte angesprochen. Auch die Sache mit dem Flugschein erscheint mir jetzt in einem anderen Licht: er möchte den unbedingt machen, obwohl Du Flugangst hast? Ich halte es für ein Zeit- und Kosten-intensives Hobby. Heißt das, er glaubt mit Dir das Fliegen trainieren zu können? Oder es ist ein Traum, den er ohne Rücksicht auf Verluste leben möchte? Wenn dem so ist bleibt gemeinsame Paar-Zeit dabei auf der Strecke. Das ist nicht schön, wenn Euch schon wenig Paar-Zeit zur Verfügung habt.

So langsam glaube ich, Dein Freund lebt nach der Welten-Strategie: Seine Welt als Kreis und Deine Welt als Kreis - und die sich ergebene Schnittmenge ist dann die Paar-Welt.

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