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Nur zweite Wahl in der Beziehung

KMrabbelmkäferlxe


Ich stimme Comran zu. Das ist was ich meinte, dass dein Freund auch zu lernen hat, sein Leben selbst zu bestimmen. Das würde auch mit der Firma machbar sein. Nur ist die einzige die hier bestimmt seine Mutter und bei jeder Entscheidung die ihr versucht zu treffen, werdet ihr bzw dein Freund die Mutter automatisch im Hinterkopf haben oder aber sie wird, wie bei eurem Urlaub, im Nachgang ihr Zepter schwingen.

nicht mal da konnte ich was konkretes benennen

Was denkst du wieso das so ist?

Weil du sämtliche Situationen durchgespielt hast. Du kannst ihm nichts benennen von dem du jetzt schon weißt, dass es für ihn umsetzbar ist.

Es geht doch nur um die eine große Entscheidung, ob er sich Zeit für euch nehmen kann. Das ist doch das einzige was dich hier halten würde. Denn die Firma ist da, die Mutter ist da, die Umgebung ist wie sie ist. Nur er hält dich dort und er springt nunmal nach der Mutter und deren Interessen.

Er bräuchte eine Frau die mit Begeisterung im Unternehmen mitwirkt, die gerne ein Kind will und dieses zum Großteil alleine großzieht. In Frau der es vielleicht mehr um Geld, Sicherheit und versorgt werden geht, als um das gemeinsame Leben.

Es geht hier nicht um einen Flugschein oder sonstiges. Das sind aus meiner Sicht Nebenschauplätze, die besänftigen vielleicht kurz, wenn er sich da eventuell anpasst. Aber die eine große Sache bleibt:

Du stellst dir dein Leben doch grundsätzlich anders vor. Zeit gemeinsam mit dem Partner, Unternehmungen, gemeinsame Reisen, ein Zuhause an einem Ort der euch beiden gefällt. Und mit Sicherheit ist ein Kind dann auch deutlich realistischer für dich, wenn da Rückhalt ist.

Aus meiner Sicht weißt du, dass du das alles nicht willst und es macht dich jetzt schon nicht glücklich.

Nun stell dir vor wie die aktuelle "Diskussion" weiterverläuft. Sagen wir du bleibst. Ich denke, er rechnet fest damit , dass du deine Entscheidung nun gefällt hast und alles ist paletti. Er wiegt sich sozusagen in Sicherheit, dass von jetzt auf gleich mit vollem Herzen dabei bist. Bei allem. Denkst du er wird auf lange Sicht immer um gemeinsame Zeit kämpfen können und sich Luft schaffen? Wenn er es nicht mal jetzt schafft?

Oder ist es wahrscheinlicher, dass er mit der Zeit denkt, dass du nun ja "fest" da bist und bei deiner Entscheidung gewusst hast, dass er selten Zeit hat, Urlaub usw knapp sind?

Ich denke, mit einer Entscheidung für ein Leben mit der Firma muss dir klar sein, dass sich alle darauf einstellen, dass dir die Konsequenzen absolut klar waren und weitere Zweifel oder Gedanken deinerseits irgendwann zu Unmut bei deinem Freund führen wird. Er steht zwischen den Stühlen und kann nicht ständig zwischen "ich machs meiner Mutter recht" und "ich muss es aber meiner Freundin auch recht machen" leben. Das ist ebenso anstrengend wie ein Leben zu führen, dass man sich so ziemlich genau umgekehrt vorgestellt hat.

Vielleicht solltet ihr euch eingestehen, dass eure beider Lebensvorstellungen in so ziemlich keinem Punkt zusammen passen. Er macht dir das Leben schwer und du ihm genauso.

DHieDvosi-smBachtidasGxift


Je länger ich in Deinen Threads mitlese glaube ich, dass Dein großer Kummer und die spezielle Abneigung gegen den heutigen Wohnort/Firmensitz sich daraus entwickelt hat, dass Du eurer unbeschwerten Zeit der Paaranfänge hinterher trauerst. Du hast Deinen Freund zu einer Zeit kennen gelernt als er noch unbelasteter leben und entscheiden konnte. Diesen Zeitraum verbindest Du mit dem alten Wohn- und Studienort, der eure Liebe weit entfernt von Problemen und Verantwortung für Dich unvergesslich werden ließ. Deshalb diese tiefen romantischen Gefühle, die alte Wohnung nicht los lassen zu können, den Ort eurer damals glücklichen Liebe, und der Freiheit der Entscheidung für euer Leben.

Ihr zwei konntet leben, reisen und machen was ihr wolltet. Firma und Schwiegermutter in Spe waren weit weg, und eure Liebe frei. Völlig anders als heute. In Dir lebt offenbar die Sehnsucht weiter diese Zeit zurück haben zu wollen. Ich vermute, dass es einen Großteil Deiner eigenen Unzufriedenheit und der inneren Abwehr gegen alles was auf euch aktuell zu kommt ausmacht.

Dein Partner ist in dem Wissen aufgewachsen, dass er eines Tages in die Fußstapfen der Familie treten wird als späterer Firmen-Junior. Hatte somit viel länger Zeit als Du sich mit den Anforderungen und der für ihn anstehenden Verantwortung für ein Leben mit Firma zu beschäftigen/auseinander zu setzen. Es ist zu seiner zweiten Identität geworden, in die er bereits als Kind zweier beruflich selbstständig tätiger Eltern rein gewachsen ist. Ich gehe davon aus, dass in dieser Prägephase die Anfänge seines Charakters/Anpassungsfähigkeit/Wesensart gelegt wurden. Ihm fällt es deshalb leichter persönliche Belange zurück zu stellen, wenn es um die Firmeninteressen geht.

Ich kenne die Branche der Firma nicht, weiß nicht wie bedroht diese von außen über Markt- und Produktkonkurrenz ist. Weiß aber durch den privaten Umgang mit Firmenbesitzern/Führungskräften wie schwer es sein kann, sich den Anforderungen und der Verantwortung im beruflichen Alltag zu fügen. Seine Eltern und Großeltern die maßgeblich zum Firmenaufbau beigetragen haben, lebten Deinem Freund vor wie dieses Leben "funktioniert". Deshalb ist es bei ihm in "Fleisch und Blut" übergegangen, das es häufig nur ein Entweder - Oder der Entscheidungen gibt. Das ist seine momentane "Überlegenheit" Dir gegenüber, was sich in genau diesen Reaktionen von Dir nach außen zeigt.

Er fragte mich gestern auch, was denn meine genauen Wünsche und Vorstellungen wären, damit er konkret sagen kann, was da machbar ist. Aber hey... nicht mal da konnte ich was konkretes benennen.

Das ist ein wesentlicher Konflikt, der mit seiner Mutter im Hintergrund nur partiell zu tun hat. Du lebst noch in der Wehmut eurer Paarvergangenheit, in der es all diese entweder-oder Entscheidungen noch nicht gab. Dein Freund lebt durch den beruflichen Alltag im Jetzt, und versucht in den Gesprächen mit Dir den Konsens zu finden. Das ist aber in konkreten Situationen schwer, wenn einer von beiden weder durch Argumente noch klare Vorstellungen zu einer gemeinsamen Lösung beitragen kann. Wenn Dir 3 Wochen Urlaub im Oktober persönlich wichtig sind, könnte ein Kompromiss darin liegen, dass ihr zwei Wochen gemeinsam verbringt und Du eine Woche für Dich Familie und Freunde besuchst und ihnen Zeit/Aufmerksamkeit widmest. Für Dich ist Urlaub und freie gemeinsame Zeit mit Deinem Freund eher die Flucht, und das Hintersich lassen von Firmenarbeit, Druckgefühl und Alltagssproblemen. Jeder Zugewinn an "Weg vom Ort der Abneigung" und deshalb auch die Vehemenz mit der Du diese Zeit einforderst und verteidigst. Deinem Freund geht es nicht so nach Deinen Beschreibungen und deshalb fällt es ihm schwerer den Konflikt in Dir zu verstehen.

Ich sehe das nicht weder als Egoismus noch als Ignoranz, sondern nur im Wesen einer anderen Denkart und inneren Einstellung zu diesen Themen.

Im Gegensatz zu anderen Forenschreibern teile ich nicht die Meinung, dass Dein Partner von außen beeinflusst und dominiert wird. Er sagt klar was für ihn kompromissfähig ist und an welcher Stelle nicht. Hier liegt es an Dir für Dich heraus zu finden, wie Deine lang/kurzfristigen persönlichen Pläne/Vorstellungen aussehen und dies klar an ihn zu kommunizieren.

Würde er sich Deinen momentan häufig ambivalenten Gefühlen anpassen, sei es Wohnsitz, Zukunftsvorstellungen, Familienwunsch, Lebensmittelpunkt usw., wäre eure Paarsituation noch komplizierter und unberechenbarer als aktuell der Fall.

Neben dem Ansatz, dass Du für Dich den roten Faden Deines/euen Leben abklärst, sehe ich einen Lösungsansatz darin, dass zukunftsfähige Führungskräfte innerhalb der Firma aufgebaut werden, die es ermöglichen Deinem Freund größere persönliche Freiräume wahrzunehmen.

Seine Mutter lebt nicht ewig, und hätte die Möglichkeit sich zunehmend aus der Tagespolitik der Firma raus zu ziehen, wenn Dein Freund als Chef für sie erkennbar zeigt, dass er sowohl Eigenverantwortung übernimmt und wichtige Aufgaben an fähige Mitarbeiter verteilt, ohne dabei selbst die Kontrolle zu verlieren.

CooteSauXvagxe


sehe ich einen Lösungsansatz darin, dass zukunftsfähige Führungskräfte innerhalb der Firma aufgebaut werden, die es ermöglichen Deinem Freund größere persönliche Freiräume wahrzunehmen.

Sehr vernünftige Idee, aber auf das, was die Mutter und der Sohn mit der Firma machen, hat die TE nicht den geringsten Einfluss.

glaube ich, dass Dein großer Kummer und die spezielle Abneigung gegen den heutigen Wohnort/Firmensitz sich daraus entwickelt hat, dass Du eurer unbeschwerten Zeit der Paaranfänge hinterher trauerst. Du hast Deinen Freund zu einer Zeit kennen gelernt als er noch unbelasteter leben und entscheiden konnte.

(...)

Du lebst noch in der Wehmut eurer Paarvergangenheit, in der es all diese entweder-oder Entscheidungen noch nicht gab. Dein Freund lebt durch den beruflichen Alltag im Jetzt

Das klingt so als müsste sich die TE nur mal von doofen Träumereien lösen und endlich mal in der Realität ankommen. Das ist aber nicht der Punkt, der Punkt ist, dass die Vorstellungen der TE und ihres Freundes in keinem wesentlichen Punkt zusammenpassen.

Theresia, du weißt im Grunde ganz genau, was du willst und was du nicht willst. Aber du traust dich nicht, dir das einzugestehen. Das ist auch sehr schwierig, und wie ich schon öfter schrieb, nützt es nichts, sich selber diesbezüglich unter Druck zu setzen. Und es ist auch nicht nötig, denn das Fass wird irgendwann von selber überlaufen. Du solltest vorher nur keine unverrückbaren Entscheidungen treffen wie insbes. einen Firmenerben in die Welt zu setzen. Ansonsten lass es ruhig laufen und schau was passiert. Was anderes wirst du eh nicht schaffen.

K]rabgbelk_äferxle


Klar sehnt sich die TE nach den unbeschwerteren Zeiten zurück. Aber das ist eben das was sie will und auch wenn der Arbeitsalltag eine Beziehung natürlich verändert, ist das was sie mittragen muss nicht die Regel und sie könnte ziemlich wahrscheinlich einen Partner haben mit dem die Vorstellungen besser passen.

Kann sein, dass sie oder beide es sich nie vorstellen konnten wie es dann ist, wenn er wirklich in der Firma ist. Und jetzt wo alles am laufen ist, ist die romantische "zusammen schaffen wir das schon"-Vorstellung gar nicht mehr so romantisch.

Ändert aber nichts an ihrer grundsätzlichen Lebensvorstellung.

Ich rate dir das gleiche wie CouteSauvage...du kannst es einfach laufen lassen, mach deine Erfahrungen, grundsätzlich läuft dir nix davon, aber tu keine Dinge hinter denen du nicht 100% stehst und die dann nicht mehr rückgängig zu machen sind.

KEletRterpQflarnzex80


Das klingt so als müsste sich die TE nur mal von doofen Träumereien lösen und endlich mal in der Realität ankommen. Das ist aber nicht der Punkt, der Punkt ist, dass die Vorstellungen der TE und ihres Freundes in keinem wesentlichen Punkt zusammenpassen.

Das sehe ich anders, aber komme trotzdem zum gleichen Ergebnis wie du. Sie müsste sich von den Träumereien lösen, dass sie zu ihrem jetzigen Freund passt und es mal wieder so wird wie früher. Aber das wird es einfach nicht, es gibt ihn nicht ohne Firma und Mutter. Jetzt mag sie es noch auf die Mutter und die Firma projezieren, aber im Endeffekt ist er das Problem nicht Firma oder Mutter. Ich gehe davon aus, dass sich nichts ändern würde, wenn die Mutter nicht mehr da wäre. Er ist einfach so gepolt. Und vor ein paar Jahrzenten wäre das auch noch vollkommen normal gewesen, Kinder haben zu wollen ohne sich wirklich um sie zu kümmern bzw. kümmern zu wollen. Da hat der Mann eben nicht selten gearbeitet und Abends die Kinder mal kurz gesehen, da geht es nicht so sehr darum mit den Kindern wirklich was zu machen, sondern lediglich welche zu haben, mein Haus, mein Auto, meine Frau, meine Kinder...

Der Punkt ist einfach, es liegt an ihm, wie sich das Ganze gestaltet, man kann auch eine Firma haben und trotzdem mehr Kompromisse eingehen und mehr auf die Partnerin eingehen. Daran hat er aber schlicht kein Interesse und anscheinend auch keinerlei Fähigkeit sich in seine Partnerin hineinzufühlen. Also angeblich merkt er ja das es ihr schlecht geht, aber ernsthaft ich sehe hier kein Stück wie er versucht auf sie einzugehen. Nicht die Firma an sich ist nämlich das problem, sondern der Stellenwert und wie er mit ihr umgeht. Wenn er jetzt noch nicht verstanden hat, dass es ihr wichtig ist auch mal vorzugehen und das nicht umsetzen kann, wird das auch nichts mehr schätze ich.

D<ieDWosisYmachtda?sGixft


Auch, wenn einige den jungen Mann und Freund als den Problempunkt sehen, der sich nicht biegt und nicht beugt, um die seiner Partnerin der Mann zu sein den sie in ihm sehen möchte - icn bin bei der Sichtweise, die Krabbelkäferle hier geäußert hat.

Der Freund und Partner ist ein Gesamptpaket, deshalb nutzt es nichts sich die für Theresia wünschenswerten und passenden Eigenschaften heraus zu filtern, um genug Motivation zu behalten bei ihm zu bleiben.

Im Alter von 26 Jahren das familiäres Erbe einer Firma anzutreten ist keine Kleinigkeit. Ebenso wenig wie mit der Verantwortung leben zu müssen, für Menschen die in Lohn und Brot stehen (darauf vertrauen wollen/müssen), dass die "da oben" wissen was sie tun damit es bleibt wie es ist.

Er hätte diesen Weg komplett ausschlagen können, wollte es aber nicht. Dein Freund hat die Entscheidung getroffen, mit gehangen - mit "gefangen". Das kannst Du gut finden, musst es aber nicht.

Theressia, Du bist kein Sonderfall Mensch, wenn Du Dich nach etwas zurück sehnst was einmal schön und für euch beide passend gelebt wurde. In dieser Wunsch-Welt leben viele andere Paare auch, die nach Jahren bemerken die Anfänge gingen verloren und mit dem Heute haben beide ihre Nöte.

Der Punkt ist, dass ihr zwei unterschiedliche Persönlichkeitstypen seid, die versuchen ihre Vorstellungen in Einklang zueinander zu bringen. Je weniger gemeinsame Schnittmengen vorhanden sind, desto höher die Fähigkeit Toleranzbereitschaft und Kompromissfindung aneinander zu zeigen.

Der wunde Punkt daran "diese Bastelei" hat potentiell ihre Grenzen. Zum einen in Deinem Alter (bezüglich der Familienplanung), aber auch was die Lebensvorstellungen allgemein angeht. Wenn jede partnerschaftliche Entscheidung künftig zum Machtkampf ausartet, wer an welcher Stelle mehr Zugeständnisse machen muss, wird es nur noch anstrengend. Auch deshalb wäre es nur fair, wenn ihr euch beide ohne Sicherheitsleine und Gesichtswahrung verlässlich auf das machbare Maß verständigt.

Dein Freund muss sich darauf verlassen können, eine Partnerin an seiner Seite zu haben die seine Werte und Lebensvorstellungen teilt ohne das um jeden einzelnen Punkt stetig eine Diskussion ausbricht. Ebenso hast Du Theresia die Möglichkeit zu entscheiden, wie weit Deine Fähigkeit der Zugeständnisse reicht. Sobald ihr zwei euch zu sehr verbiegen müsst, um den anderen im eigenen Leben (er)halten zu können wird es als Opfergabe an die Liebe gesehen, der mit jedem zusammen verbrachten Jahr als Preis der eigenen Unzufriedenheit höher wird. Ist es das wert?

Das ist die Frage, die ihr zwei euch ehrlich beantworten solltet. Eure Beziehung macht langfristig nur Sinn, wenn ihr euch auf das Wichtige für eure beiden Leben ohne zuviel Rechtfertigungspotential und schmerzhafte Zugeständnisse einigen könnt.

C3oteSdauvagxe


In welcher Wunschwelt soll die TE denn gelebt haben? Schon in ihrem 1. Beitrag schreibt sie:

Seit ich meinen Freund kenne und mit ihm zusammen bin, steht fest, dass er nach seinem Studium zurück in seine Heimatstadt gehen und dort in den Familienbetrieb einsteigen und diesen später übernehmen wird.

Kfrabbel#khäferxle


Klar stand das fest, aber etwas nur zu Wissen und die Realität dann zu erleben ist was anderes.

Und während dem Studium war die Beziehung sicherlich anders und mehr nach beider Vorstellungen.

DzieaDosjismacqhtdastGift


Das Dilemma ist, dass auch wenn dieses Wissen schon irgendwo bei uns beiden schlummerte, wir das immer verdrängt haben und nun wurde es ausgesprochen, hart und brutal wahr eben.

Es gab eine vielleicht ungefähre Vorstellung davon, was von ihrem vorherigen Leben in Theresia's Heimat und insbesondere nach der Auszeit in Australien als Paar weiter gelebt werden kann. Aber es hat sich schnell gezeigt, dass dem nicht so sein wird. Aber Theresia versucht (was ich für sie legitim finde) für sich und beide Freiräume zu finden oder zu erarbeiten. Kollidieren tut es allerdings an der realen Alltagswelt, die sie jetzt jeden Tag zu leben haben.

In meiner Wahrnehmung hat ihr Freund das bereits vor dieser ganzen Diskussion was richtig oder falsch gelebt wird, gut zusammen gefasst.

Vorgestern sprach er mich dann drauf an, dass er sich Sorgen macht weil er merkt, wie schwer mir das fällt und dann eben die Schlüsselsituation für mich: "Ich glaube, Du hast Dir den falschen Mann ausgesucht. Dir würde es besser gehen mit einem Mann, der vielleicht nicht so viel Geld verdienen wird aber dafür auch keine Verpflichtung in der Selbstständigkeit hat, der Urlaub nehmen kann wann er will, die Abende unter der Woche und am Wochenende daheim ist und Dich glücklich macht".

Diesen Schlüsselmoment hat sie vor ca. 1 Jahr erlebt, und man kann es drehen und wenden wie man will, im Grunde ist alles so geblieben wie er es für sich selbst festgestellt hat.

Von Anfang an stand somit auch für mich fest, dann mit ihm zurück zu ziehen. Nun wusste ich damals natürlich noch nicht, was sich da familiär und betrieblich alles so entwickelt

Das ist auch das was Krabbelkäferle in ihren Beiträgen vermitteln wollte, dass sich zwischen der Vorstellung wie etwas sein kann und dem was tatsächlich gelebt wird, Welten liegen können. Ginge es nur um die kleinen Kompromisse, die das Alltagsleben eines Paares erfordert wäre Theresia nicht so oft unglücklich und zwischen den Welten von Heimat und dem Hier und Jetzt zerrissen.

Dauernd kommen mir Probleme in den Sinn, die mit seiner Mutter und der Firma aufkommen könnten und ob ich das für mich schaffe und zugleich, ob ich ihn diesbezüglich auch immer unterstützen kann und wie das alles werden soll.

Viele dieser Ängste sind geblieben und haben sich zum Teil verstärkt bis in die Gegenwart. Das wird nur aufhören, wenn beide den Mut finden Klartext zu reden, mit allen positiven und negativen Folgen die dazu gehören. Dem ist Theresia bisher ausgewichen, weil in ihr unterschwellig die Angst sitzt, dass die Aussage ihres Freundes vor einem Jahr näher an der Wahrheit liegen könnte als sie sich eingestehen will.

Aber momentan ist diese "zweite Wahl"-Empfindung und seine Aussage für mich nun mal doppelt schlimm, da ich der Zukunft eben nicht freudig entgegen blicke. Ich hoffe, das ist nachvollziehbar. Schwierig, da sich auf irgendwas zu stützen denn bisher habe ich mich auf die enge Beziehung gestützt und darauf vertraut, dass schon alles gut gehen wird.

Letzteres war meine Überlegung, dass dies langfristig allein nicht ausreichen wird als Beziehungsgrundlage.

Es ist nicht nur eine Art Pflichtgefühl, es ist auch sein sehnlichster Wunsch, die Firma zu übernehmen, die Firma seines Vaters einzugliedern und sich mit 1000 Ideen selbst zu verwirklichen.

Darin erkenne ich das Herzblut das in Deinem Freund steckt was den Job und das Familienerbe angeht. Es ist und bleibt Deine Entscheidung, ob Du mit dieser seiner Einstellung d'accord gehen kannst oder nicht.

D:ie} SeHherixn


Seit ich meinen Freund kenne und mit ihm zusammen bin, steht fest, dass er nach seinem Studium zurück in seine Heimatstadt gehen und dort in den Familienbetrieb einsteigen und diesen später übernehmen wird.

und genau das ist für mich der punkt, an dem ich dann manchmal am liebsten einen seelischen arschtritt verteieln möchte! und ich möchte ungeduldig mit den zähnen knirschen und sagen:

zefix theresia, das hast du alles gewusst, du hattest auch früh schon deine ahnungen, was die mutter angeht... also hast du jetzt die drei möglichkeiten entweder das beste drauß zu machen und dich mit allem optimismus dessen du fähig bist, auf das alles einzulassen (dann aber bitteschön so richtig!), noch jahrelang weiter zu jammern und zu verharren, oder eben einen schlussstrich zu ziehen, zefix!

C_oKmrxan


Theresia, mir ist eben aufgefallen, dass sich dein Faden nächste Woche zum ersten Mal jährt. In diesem Jahr hat sich viel getan, aber auch viele Probleme sind geblieben. Konntest du für dich schon einen Entschluss fassen, es weiter zu "versuchen", d.h. schwankend mit einigen Unsicherheiten und Sorgen den Weg zu gehen, der euch als Paar am wenigsten Arbeit abverlangt, oder siehst du irgendwo ein Licht am Horizont, dass du dich für eine Entweder-Oder-Lösung entscheiden kannst?

Hat sich mit deiner Wohnung noch was ergeben?

Tsheresixa999


Hallo zusammen,

kurzes Update - auf Eure einzelnen Beiträge möchte ich aber auch noch eingehen wenns zeitlich passt.

Soviel für den Moment:

Comran, es wird zumindest immer offensichtlicher, dass eine Trennung besser wäre - zumindest was Herz- und Seelenheil angeht. Gestern habe ich eeeewig it meinem besten Freund gesprochen, der war auch nicht auf dem neuesten Stand und er sagte am Ende, dass ich eigentlich nichts positives gesagt habe und er mich wieder in der Abhängigkeitsschiene sieht wie damals bei meinem Exfreund. Sprich: man weiss, eine Trennung wöre besser, man ist im Kern unglücklich, blendet das aber aus, weil man sich sonst einfach unglaublich gut versteht und harmoniert. Nur ist das leider echt dünnes Eis :-(

ZUDEM - und das schockt mich jetzt schon ziemlich, gerade weil ich ja (vA im Moment) so sehr an meinem Freund hänge - schwirrt mir nun plötzlich ein anderer im Kopf rum. Es ist einfach nur v e r r ü c k t!! Ich kenn den eigentlich nicht, habe zwei Sätze mit ihm gewechselt und plötzlich liegt meine ganze Konzentration und meine Gedanken bei diesem Menschen. Das extraheikle an der Geschichte - es ist der neue Mitarbeiter in der Firma meines Freundes :-X %:| :-X %:|

Muss schleunigst meine Gedanken ordnen.

Mit der Wohnung ist noch nichts weiter passiert, da wir bisher keine weitere ""Vorgehensweise" besprochen haben. Ich würde mir eine Ansage (egal in welche Richtung) von meinem Freund wünschen weil ich mir slebst so schwer tue aber bisher kam nix. War aber auch keine Zeit.

:(v :(v :(v

LG Theresia

TCheresi7a999


Ah, was man bei der ganzen Sache auch nicht vergessen darf ist mein massives Vertrauensproblem. Auch da bin ich soweit, dass ich das gar nicht mehr aufbauen KANN, das Kind ist da irgendwie in den Brunnen gefallen. Er ist sich dessen bewusst, weiss aber auch nicht, was er tun soll.

Muss nun los, arbeiten...

K@lett7erpfl<anzxe80


. Ich würde mir eine Ansage (egal in welche Richtung) von meinem Freund wünschen weil ich mir slebst so schwer tue aber bisher kam nix.

Klar, aber er spielt eben auf zeit, die ja auch für ihn läuft. Dadurch das er nicht entscheidest tust du auch nichts und bleibst in dem Ganzen,w as er ja auch möchte. Aber da führt kerin Weg dran vorbei, dir wird keiner die Last abnehmen, wenn du da raus willst musst du das selber entscheiden und die Verantwortung tragen.

ZUDEM - und das schockt mich jetzt schon ziemlich, gerade weil ich ja (vA im Moment) so sehr an meinem Freund hänge - schwirrt mir nun plötzlich ein anderer im Kopf rum. Es ist einfach nur v e r r ü c k t!! Ich kenn den eigentlich nicht, habe zwei Sätze mit ihm gewechselt und plötzlich liegt meine ganze Konzentration und meine Gedanken bei diesem Menschen

Tu das ja nicht einen Absprung an den oder einen anderen zu binden. Beende die Beziehung, weil sie dir nicht gut tut und keine Zukunft hat, nicht weil scheinbar jemand besseres aufgetaucht ist. Wäre ne ganz dumme Idee (selbst wenn es nicht der neue Mitarbeiter wäre)

K]le]tte@rpfwlaXnze80


Er ist sich dessen bewusst, weiss aber auch nicht, was er tun soll.

Er weiß hoffentlich nicht, was er tun soll, sondern was er faktisch aufgrund seiner von ihm gesetzten Axiome tun kann oder? Wenn er jetzt immernoch nicht gecheckt hat, was du willst, dann bist du entweder unfassbar schlecht im Kommunizieren oder er vollkommen vernagelt.

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