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Freund will studieren, ich will Zukunft planen...

Niul7lachPtfuenfxzehn


So war es geplant, aber laut Berater nicht möglich.

Was ist nicht möglich? Dass er nebenbei arbeitet oder dass er dann Betreuer fürs Kind ist? Da hat die Uni im Zweifelsfalle ja beides nicht zu interessieren, wenn ers zeitlich hinbekommt ":/ Aufs nebenbei Arbeiten würde ich mich aber auch nicht versteifen, gerade wenn der Studiengang so anspruchsvoll ist, wird er alle Zeit fürs Lernen brauchen...

J1essS'lythTerixn


Sry wegen dem Doppelpost. Falscher Button.

Und jetzt hängt euch nicht so an Mathe auf. Mein Lernmaterial fürs Semester waren 21 Skripte (unschuldige, dünne weiße Bücher XD), davon 8 nur Mathe. Uargh. Dazu ist mein Abi auch weit weit weg, und Mathe hab ich nur irgendwie mit viel Nachhilfe auf ne 4 gekriegt. Ok, also Mathe ignoriert (XD) und auf die anderen Fächer gestürzt. Verdammt, noch mehr Mathe. Wer hätt's gedacht :-D Also habe ich alles bis auf Mathe gelernt. Und dann 5 Wochen vor der Klausur in einer Woche komplett Algebra und Analysis gelernt. Von binomischen Formeln, Polynomdivision, Skalarprodukt, Integral, Simplex Algorithmus, L'Hospital und Lagrange. Wie hier schon irgendwer schrieb, Mathe ist lernbar. Wenn ich weiß WIE ist auf- oder ableite, ist Integralrechnung easy. Wenn ich verstehe, was ein Vektor ist, dann kann ich damit auch rechnen. Aber Mathe ist ja nur ein Teil des Studiums. Ist ja auch möglich, dass er Mathe besteht, und beim Rest durchfällt ]:D

Xirain, was für ein Typ ist denn dein Freund? Ist das evt nur mal eine spontane Idee von ihm, die nächste Woche wieder langweilig ist? Oder zieht er auch durch, was er sich in den Kopf gesetzt hat?

B[lacJk xGun


viele glauben, hochschulmathematik wäre "etwas komplizierteres rechnen als beim abi". in wahrheit hat echte hochschulmathematik aber nahezu nichts mit "ausrechnen" zu tun. es geht fast nur noch um beweise und herleitungen von struktureigenschaften. hier mal ein screenshot eines übungsblatts, das mir im zweiten semester untergekommen ist:

[[http://i.imgur.com/hIF65qM.jpg]]

es gibt aber genauso auch stärker aufs rechnen fokussierte mathekurse, die zb häufig von ingenieuren gehört werden. dort wird dann mehr gerechnet und weniger bewiesen. an FHs geht die tendenz vermutlich auch stärker in diese richtung. unterm strich ist einfach die bandweite des anspruchsniveaus der matheveranstaltungen zwischen verschiedenen kursen und zwischen verschiedenen unis gewaltig. vorlesungen für mathe-hauptfachstudenten in bonn (mit die anspruchsvollste mathe-uni in deutschland) und ein kurs "mathematik I für lehramtsstudenten" an der FH hintertupfing sind so galaxienweit voneinander entfernt dass man kaum noch vom selben fach sprechen kann.

daher ist es, denke ich, relativ mühsig und überflüssig, hier darüber zu spekulieren, ob eine person, die wir nicht kennen, fachlich den mathekursen gewachsen wäre, die wohl keiner von uns je besucht hat. auch die TE selbst wird mit einiger sicherheit nicht in der lage sein, das korrekt einzuschätzen.


ich persönlich würde es so planen, dass der freund sein studium beginnt und mal die ersten zwei oder drei semester schaut, ob er es packt und wie es ihm taugt. nach diesen erfahrungsgemäß besonders harten, stressigen ersten semestern dürfte er etwas besser im rythmus sein und man könnte mit der familienplanung loslegen. dann käme das kind, während er in der mitte des studiums ist.

l`o9ve=able<x3


Jetzt mal angenommen er zieht das Studium wirklich komplett durch und muss auch kein Semester wiederholen, könntest du doch die Verhütung so 10-12 Monate vor Ende seines Studiums sein lassen. Klar kann es auch mit dem ersten Eisprung klappen - aber auch erst mit dem 6 oder 12 oder nie. Das weiß man nicht - kann man auch nicht planen ;-) . So wenn du dann schwanger bist hast du ja auch mal 9 Monate Zeit - bzw. er. Wenn alles nach "Plan" verläuft, ist er mit dem Studium fertig, wenn das Kind auf die Welt kommt. Hier wurde geschrieben, dass dieses Studium in der Regelstudienzeit bei 5 Jahren angesetzt ist, da wärst du dann quasi mit 31 Jahren Mutter. Ich kann dich schon verstehen, dass du dir Gedanken machst, dass du wegen deiner UF nicht so schnell schwanger werden kannst. Genau deshalb sage ich ja - 1 Jahr vor Studienende anfangen sich auszutoben ;-)

So aber nun kann ja auch passieren, dass er es nach 2 Semestern hinschmeißt, dann wäre der ganze Faden hier nicht nötig gewesen ;-D oder oder oder...es kann so viel passieren. Und die meisten Kinder - wenn wir jetzt mal ehrlich sind - entstehen eh eher ungeplant als geplant, jedenfalls bekomme ich es eher so mit.

Ich wünsche dir/euch jedenfalls alles gute für die Zukunft @:)

L!olQaX5


So wenn du dann schwanger bist hast du ja auch mal 9 Monate Zeit - bzw. er. Wenn alles nach "Plan" verläuft, ist er mit dem Studium fertig, wenn das Kind auf die Welt kommt.

Also ich finde nicht, dass das ein guter Plan wäre. :|N Wenn er nach dem Studium den berufliche (Wieder-)Einstieg finden muss, ist m.E. ein denkbar schlechter Zeitpunkt, um (geplant) Vater zu werden. Ich finde, es würde während dem Studium viel besser passen und ist sicher leichter zu organisieren.

Lxilja54evxer


Ich persönlich glaube auch ein Kind ist nicht am Anfang teuer, vieles bekommt man geschenkt und dann bisschen esen und Windeln halt. Das teuere kommt später in der teenie Zeit wo man auch Urlaube voll mitbezahlt und viel Taschengeld und am meisten dann später in Ausbildung und Studium. Also ist Kind während dem Studium doch gar nicht so verkehrt

loovetablex<3


Es geht ja nicht darum was wir finden, sondern das der Freund erst nach dem Studium ein Kind will. Das wäre eben ein Kompromiss. Ob es jetzt gut oder schlecht wird oder werden würde, muss jeder für sich entscheiden.

B/lack7 Gun


Also ich finde nicht, dass das ein guter Plan wäre. :|N Wenn er nach dem Studium den berufliche (Wieder-)Einstieg finden muss, ist m.E. ein denkbar schlechter Zeitpunkt, um (geplant) Vater zu werden. Ich finde, es würde während dem Studium viel besser passen und ist sicher leichter zu organisieren.

denke ich auch. das kind während des zweiten oder dritten studienjahres zu bekommen fände ich das ideale timing. dann sind die besonders harten ersten 6-12 monaten rum, bevor es an die abschlussprüfungen und die abschlussarbeit geht und bis man dann beim berufseinstieg ist, sollte das kind schon in den meisten nächten durchschlafen. es ist dann auch nicht mehr allzu lange hin bis man es in den kindergarten geben kann (falls gewünscht).

cQr]iechaxrlie


Ich glaube, Abschlussprüfungen gibt es nicht mehr.

B;lacUk EGuxn


kommt aufs fach und die uni an.

cmrie<c=harlxie


naja, vereinzelt gibt es noch Diplom-Studiengänge. Aber Bachelor u. Master haben keine Abschlussprüfung. Staatsexamen, ja, aber die modulierten auch nicht mehr, nur die alten LPOs. Und E-Ing. hatte noch nie Staatsexamen... also welche Uni hat im Bachelor E-Tech noch eine Prüfung?

ciri/ec\harlOixe


...und ich glaube, er will auf eine FH studieren, da kein Abi.

B-la{ck3 Gun


es gibt durchaus master-studiengänge, bei denen man bei der mündlichen prüfung zur masterarbeit nicht nur zur arbeit an sich sondern auch zu anderen themen fragen beantworten muss. das hat dann schon den charakter einer abgespeckten abschlussprüfung.

Fxe.


Wer Elektrotechnik studieren will, muss Mathematik können. Also würde ich doch mal vorschlagen, dass ihr jemanden engagiert, der ihm die Mathematik beibringt. Derjenige sollte es selber können und einigermaßen einschätzen können, was man für ein Elektrotechnik-Studium braucht. Ein Physiker zum Beispiel. Ein Elektrotechniker oder Chemiker tuts auch, wenn derjenige wirklich fit in Mathematik ist. Mathematiker mit Nebenfach Physik geht auch, dann weiß er auch, was in der Physik gebraucht wird und dass er nicht auf den Beweisen rumreiten sollte.

Was dein Freund können sollte, ist das Abiturwissen Mathematik, davon aber vor allem der Teil Analysis (Differential- und Integralrechnung). Bisschen Vektorrechnung wäre gut, aber nicht dramatisch wichtig. Stochastik (Wahrscheinlichkeitsrechnung) aber komplett weglassen, braucht er nicht, um das E-Technik-Studium zu beginnen.

Hier wurde so oft die Integralrechnung erwähnt... meine Güte, Spezialitäten wie partielle Integration und Substitution kann er noch im Studium lernen, er sollte nur ein einfaches Polynom integrieren können. Das ist in höchstens 2 Stunden gelernt, wenn man die Differentialrechnung drauf hat. Ist also kein Thema. Drauf haben muss er die Differentialrechnung, das ist wichtig. Die Bestandteile der Kurvendiskussin halt. Produkt- und Kettenregel wären schön, aber notfalls lernt er es im Studium.

Nun also hurtig... Jeden Abend vier Stunden pauken, am WE 8 Stunden täglich, Übungsaufgaben kann er alleine machen, aber so zwei Stunden täglich sollte jemand da sein, der es ihm beibringt - und in einer Woche abschätzen kann, ob dein Freund mathematisch hinreichend begabt ist, um das Studium durchzustehen. (Also nicht die Schwester, die selbst noch nicht studiert hat und keine Ahnung hat, was da auf einen zukommt!)

Fällt die Antwort negativ aus (also Freund leider zu unbegabt), dann kann er das Studium besser gleich vergessen.

Fällt die Antwort aber positiv aus, dann fragt die FH, bis wann er sich noch einschreiben kann (eigentlich ist es bisschen spät, aber wenn es genug Studienplätze gibt, dürfte die Einschreibung noch möglich sein, kostet nur eine Verspätungsgebühr). Redet mit dem Arbeitgeber, was der wegen plötzlicher Kündigung haben will (eigentlich kann er ja auf Kündigungsfrist bestehen). Vielleicht ist der kulant, insbesondere wenn man neben dem Studium noch was für ihn tut. Und dann ran: Jetzt studieren, nicht nächstes Jahr. Mit Glück ist er dann in 4 Jahren fertig, dann bist du 30, ok, eigentlich wolltest du das Kind vor 30 haben, aber an ein paar Monaten hängt das doch wohl nicht, oder?

Langer Rede kurzer Sinn: Wenn das ganze schon so zeitkritisch ist, dann macht mal! Nicht nächstes Jahr, nicht nächste Woche, sondern heute! Damit, wenns geht, das Studium noch dieses Jahr (also in ca. 2 Wochen) beginnen kann.

Wenns nicht klappt mit diesem Jahr, naja, trotzdem wäre es gut, jetzt (und nicht erst in 2 Wochen) Mathematik zu lernen und von dem, der es deinem Freund beibringt, dann schnell eine Einschätzung zu hören, ob er das ETechnik-Studium mathematisch gebacken kriegen kann.

Dann seht ihr, ob das Studium überhaupt eine realistische Option ist.

Denn der Knackpunkt bei dem Studium sind sicher die mathematischen Fähigkeiten bzw. die mathematische Begabung deines Freundes. Am eigentlichen ETechnik-Teil wirds nicht scheitern, da ist dein Freund ja hervorragend vorgebildet. Und ob es an der Physik scheitert oder nicht, das hängt auch im wesentlichen von seinen mathematischen Fähigkeiten ab.

Doark NAvengexr


Wieso wird sich hier immer auf Mathematik versteift?

Ich habe Elektrotechnik studiert und hatte auch Mathe LK. Bei mir im Studium gab es im 1. Semester die Vorlesung Grundlagen Mathematik. Hier wurde einem, natürlich in einem schnelleren Tempo, als in der Schule, die Grundlagen beigebracht um ein einheitliches Niveau bei den Studenten zu bekommen. Da ich an einer FH studiert habe, waren die Voraussetzungen bei den einzelnen Kommilitonen unterschiedlich. Ich kam vom Gymnasium mit Mathe LK, andere hatten nur Fachabi mit Ausbildung und wussten nicht was Integrale sind.

Fast alle haben aber damals ihr Diplom bekommen.

Ein wichtiger Unterschied zur Uni ist, dass eine FH bei Elektrotechnik praxisorientierter ist. Dieses spiegelt sich auch in der Mathematik wieder. Es wird nicht soviel bewiesen wie an der TH oder Uni. Bei mir waren die Aufgaben auf die Praxis bezogen und man musste nicht irgendwelche komplizierten Integrale usw. zur Berechnung hinzuziehen. Wichtig war und ist es die Schaltungen zu verstehen bzw. wie auch die einzelnen Komponenten funktionieren.

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