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Freund will studieren, ich will Zukunft planen...

CLi{nna_monx4


Danke für den Hinweis, Hyperion, aber ich glaube, Branko ging es nicht in erster Linie um die Risiken in der Schwangerschaft sondern darum, dass SD-Erkrankungen vererbt werden können und man deshalb als Erkrankter keine Kinder in die Welt setzen sollte. Das ist einfach diskriminierend und hat obendrein nichts mit der Realität der Erkrankten zu tun - Schilddrüsenerkrankungen sind so häufig wie Rückenschmerzen und außerdem sehr gut behandelbar.

D ieK?ruxemi


30.08.16 21:51

Äh branko geht's noch ? Ich habe auch eine Schilddrüsenunterfunktion und ja ich lebe auch gerne ? Was ist denn das für ne Einstellung? Und wenn jemand ne Brille trägt sollte jemand auch keine Kinder kriegen ? Oder oh gott ich könnte meinen spliss vererben... und ja Menschen die die private Krankenversicherung nicht aufnehmen haben natürlich keinen lebensberechtigungsschein. ... ich hoffe du hattest noch nie einen Pickel den du an deine Kinder vererben könntest

ja, die Ansicht von branko ist sehr überspitzt.

Aber ein Fünkchen Wahrheit ist -wie immer- auch an den provokantesten Äußerungen dran. Kinder mit Down Syndrom leben in der Regel auch gerne und sind überwiegend freundlich und fröhlich--dennoch entschließen sich viele Mütter trotz Kinderwunsch dagegen. Ich kenne eine Frau mit MS, die Natur hatte für sie keine Schwangerschaft vorgesehen, nach jahrelanger künstlicher Befruchtung wurde sie es dann doch--mit der Aussicht, ihr Kind ggf nicht selbst längerfristig versorgen zu können, je nach Verlauf der Krankheit. Wenn beide Partner stark allergisch sind, kann sich das beim Nachwuchs bis hin zu stark lebenseinschränkenden Allergien potenzieren. Wo zieht man da die Grenze? Ist der Wunsch nach Elternschaft über alles zu setzen--auch wenn die selben Eltern dann nach Prenataldianostik je nach Stärke des "Schadens" die SS abbrechen? Ist ein Kind auf der Welt, wird es ggf wegen Magen-Darm-Grippe nicht in den Kindergarten geschickt, aber bei der Zeugung nimmt man lebenslange Erkrankungen in Kauf.

Mein persönlicher Standpunkt: wenn eine Frau mit einer vererbbaren oder für sie selbst unter Umständen stark lebenbeinschränkenden oder lebensverkürzenden Krankheit von Natur aus nicht schwanger werden kann, sollte dies akzeptiert werden und nicht künstlich nachgeholfen werden. Gibt die Natur ein Kind, dann ist es so. Und lehnt man ein Kind mit einem "Schaden" ab und wird danach nicht mehr schwanger, sollte man das auch als Los und Schicksal annehmen. Leben ist zu kostbar, um damit zu "experimentieren". Aber das ist nur mein ganz persönlicher Standpunkt, entwickelt in 10 Jahren Frauenklinik, in der es auch vorkam, dass Frauen einen Abbruch wollten, weil das Kind an jeder Hand 6 Finger hatte oder "Mehrlingsreduktion" --was unsererseits abgelehnt wurde.......

Unsere Gesellschaft ist etwas zu sehr zu einer "ich will das aber-Generation" geworden.

Klar, wenn ich Krebs habe, lasse ich ihn auch behandeln, wieso keine Kinderlosigkeit behandeln? Weil es bei ersterem nur um ein Leben geht, beim zweiterem um zwei unabhängige Leben, denn unsere Kinder gehören uns nicht. Und ein Kind mit Krebs oder einer anderen tötlichen Krankheit ( oder einer Brille oder Spliss) zu vergleichen, wäre ohnehin absurd.

L>olaxX5


Aber ein Fünkchen Wahrheit ist -wie immer- auch an den provokantesten Äußerungen dran.

Sehe ich nicht so! In meinen Augen ist es einfach nur ganz, ganz großer Unsinn, eine simple Schilddrüsenunterfunktion als Grund anzusehen, warum jemand doch bitte nie, nie niemals Kinder bekommen sollte.

Kinder mit Down Syndrom leben in der Regel auch gerne und sind überwiegend freundlich und fröhlich--dennoch entschließen sich viele Mütter trotz Kinderwunsch dagegen

Das machen sie aber, um SICH SELBST etwas zu ersparen, nicht um dem Kind etwas zu ersparen.

Klar, wenn ich Krebs habe, lasse ich ihn auch behandeln, wieso keine Kinderlosigkeit behandeln? Weil es bei ersterem nur um ein Leben geht, beim zweiterem um zwei unabhängige Leben, denn unsere Kinder gehören uns nicht.

Ich finde eine solche biologistische Sichtweise falsch. Es gibt ganz, ganz katastrophale Eltern. Bei denen soll es gut sein, dass sie Eltern wurden nur weil es biologisch geklappt hat?! Sehe ich nicht so. Und umgekehrt gibt es gut geeignete Paare, die eben nur mit medizinischer Hilfe Nachwuchs bekommen können. Deren Kinder wird es sicher besser ergehen. Das ist für mich der viel entscheidendere Faktor als die Biologie.

d6anaex87


Schwere Krankheit hin oder her. Mit einer Schilddrüsenunterfunktion muss man lebenslang Medikamente nehmen. Möchtest du ein Kind in die Welt setzen, dass dies machen muss und vielleicht ewig mit den Nebenwirkungen kämpft?

Eine Schilddrüsenunterfunktion kann durchaus die Lebensqualität stark einschränken und auch eine mögliche Verbeamtung oder private Krankenversicherung unmöglich machen.

Weiß ich, ich habe eine. ;-D ;-D Und jeder Mensch hat irgendwelche Einschränkungen im Leben. Der eine ist zu groß um Pilot zu werden, der andere zu klein für die Modellkarriere und das obwohl vielleicht beide gleich groß sind. Man kann im Leben nicht alles haben und das finde ich nicht sonderlich dramatisch.

DieKruemi

Nun, bei einer Unterfunktion nimmt man ja eh Medikamente und am besten so, dass es einem gut geht. Bedeutet man unternimmt nichts extra nur für den Kinderwunsch und niemand bei Verstand setzt die Tabletten ab um zu gucken ob die Natur einem auch dann noch ein Kind schenkt, dafür geht es einem dann zu schlecht. MS ist in meinen Augen nochmal ein anderes Thema, aber eine einfach SD Unterfunktion die man eh behandeln lässt damit zu vergleichen ist irgendwie daneben.

Menschen die ein Kind nicht wollen nur weil es 6 Finger hat sollte gar keine Kinder haben, egal ob die ansonsten genetisch gesund sind oder nicht. Mental ist da, meiner Meinung nach, eh ein Schräubchen locker. Und das selbe gilt für Mehrlingsreduktionen.

DJieKrKuemi


ich habe dem für mich deutlich zu radikalem Standpunkt von branko ja nicht recht gegeben, sondern nur "das Fünkchen Wahrheit" für mich rausgearbeitet. Wird eine Frau mit gut eingestellter "banaler" UF schwanger-- herzlichen Glückwunsch!! Ist eine Fehlfunktion jedoch so dramatisch, dass es Hormonbehandlungen, künstlichen Befruchtungen etc bedarf, sollte man ggf mal einen Schritt zurück gehen und fragen, wieso die Natur hier eine SS verhindert. Und ob man sie um jeden Preis für die Erfüllung der eigenen Bedürfnisse überlisten muss.

Das machen sie aber, um SICH SELBST etwas zu ersparen, nicht um dem Kind etwas zu ersparen.

ist das nicht noch fragwürdiger? Man will dringend ein Kind, aber bitte ein intaktes, damit die eigene Belastung nicht zu hoch ist? Ich kann zwar die Entscheidung der betroffenen Eltern nachvollziehen, aber vermutlich würde ich dann von einer weiteren SS absehen und es als mein "Los" annehmen.

Es gibt ganz, ganz katastrophale Eltern. Bei denen soll es gut sein, dass sie Eltern wurden nur weil es biologisch geklappt hat?!

das habe ich nicht gesagt. Natürlich bekommen Menschen Kinder, die es besser bleiben lassen sollten. Obgleich das evolutionär ja sogar Sinn macht. Denn diejenigen, die die Indistralisierung vorangetrieben haben, die den Lebensraum für alle Lebewesen dezimieren, die Stoffe und Produkte erfinden, die die Umwelt und Menschen vergiften, die Waffen herstellen, den langfristigen Bestand der Erde als Lebensraum gefährden etc sind sicherlich nicht mehrheitlich die, die in einfachen Verhältnissen mit schlechter Schulbildung aufgewachsen sind.

dOaniL899


Menschen die ein Kind nicht wollen nur weil es 6 Finger hat sollte gar keine Kinder haben, egal ob die ansonsten genetisch gesund sind oder nicht. Mental ist da, meiner Meinung nach, eh ein Schräubchen locker. Und das selbe gilt für Mehrlingsreduktionen.

Aus Kindern werden Erwachsene, die dann einen Partner suchen. MIt sechs Fingern werden sie natürlich sehr begehrt sein...

[...] Man tut solchen Kindern absolut kein gefallen. Jeder weiß wie oberflächlich die Partnersuche abläuft.

dlanaWe87


Das werde ich an dieser Stelle hier sicher nicht diskutieren, es hat nämlich nichts, aber auch gar nichts, mit den Fragen der Te zu tun.

LNolaXx5


Es ist jedefalls erschreckend, wie sich manche Leute so ganz nebenbei als "Fortpflanzungspolizei" aufspielen und meinen Regeln aufstellen zu dürfen, wann jemand ein Kind in die Welt setzen darf. :-o

Die Unterscheidung von lebenswertem und nichtlebenswerten Leben (das für manche zu allem Übel anscheinend sogar schon bei minimalsten Schilddrüsenproblemen oder einem 6. Finger beginnt) aus der Nazizeit scheint in manchen Köpfen noch höchst aktuell zu sein. %:|

Drie:Kruexmi


Aus Kindern werden Erwachsene, die dann einen Partner suchen. MIt sechs Fingern werden sie natürlich sehr begehrt sein...

das ist ein relativ einfacher chirurgischer Eingriff im Kleinkindalter.

Jeder weiß wie oberflächlich die Partnersuche abläuft.

ach, die Partnersuche ist also der Schlüssel zur Glückseeligkeit und zu einem erfüllten Dasein?

Es ist jedefalls erschreckend, wie sich manche Leute so ganz nebenbei als "Fortpflanzungspolizei" aufspielen und meinen Regeln aufstellen zu dürfen, wann jemand ein Kind in die Welt setzen darf.

Dramatisier doch nicht so..... niemand spielt sich hier als Polizei auf und niemand ist in der Position, anderen etwas zu verbieten. Eine individuelle Meinung ist weder ein Ver- noch Gebot. Sonst wärst du doch hier die Moralpolizei in Punkto Vertrauen, Handykontrolle etc ;-)

d#anlae87


[(...) Bezugnahme auf gelöschte Inhalte]

Also, Xirain, hattet ihr inzwischen Gelegenheit vernünftig miteinander zu sprechen?

E$hemalige=r Nu{tzerS (&#O15)


Einige Beiträge und Bezüge darauf gelöscht.

XZiraixn


Bisher nicht...ich möchte das so gern besprechen, wenn wir zusammen in einem Raum sitzen, anstatt ihm eine lange Nachricht zu schreiben.

Ich möchte gerne sehen, wie er emotional damit umgeht, was ich tun werde...

Denn ich hab für mich entschieden, dass es jetzt an der Zeit ist, eines dieser ekligen Gespräche zu führen, die alles zerstören können, oder einen zusammenschweißen.

Ich werde ihn fragen, wo er sich und uns sieht. In 1 Jahr, 2 Jahren, 5Jahren und 10Jahren.

Also ein Gespräch, wo nicht nebenbei geplänkelt wird... bisher wurden alle Aussagen nebenbei getätigt...

Ich hab mir das die letzten Tage so überlegt.

Ich weiß jetzt warum mir die Situation so aufgestoßen hat. Er schrieb in einer Nachricht "Ich würde Bafög kriegen und nen 400€ Job machen" und als ich ihn fragte, ob er sich sicher ist, dass ihm das reicht, meinte er er kommt mit wenig Geld aus.

Ich hätte natürlich in dem moment schalten können und mitkriegen können, was mich an der Situation stört...aber ich bin da manchmal etwas langsamer...

Ich glaub ich hab das Gefühl er plant (unbewusst) für sich allein. Er meinte zu mir, er möchte das Studium nicht als Single machen, aber andererseits plant er "für sich". Ich verurteile ihn nicht dafür, denn wir leben nicht zusammen. Andererseits sind es ca. 4 Jahre, wir sind schon 2 zusammen. Also...ich würde ihn schon als "Familie" betrachten, also wie Ehepartner nur ohne Ehe...also sollte man sich anstatt sich gegenseitig solche Aussagen (Kind, Studium) zu machen wohl mal gemeinsam an einen Tisch setzen und schauen, wo wir beide unsere Zukunft sehen.

Ich möchte jetzt eine ehrliche und ernst gemeinte Aussage, ich möchte, dass er sich wirklich Gedanken macht, ob er denkt, er ist in 4 Jahren noch mit mir zusammen und wir leben dann zusammen. Oder ob er denkt, er wird dann immernoch in seiner Wohnung sein und ich in meiner.

Zweitere Option möchte ich nicht und müsste dann meine eigenen Konsequenzen ziehen.

Ich bin der Meinung unserer Beziehung würde ein Schritt in die Zukunft (zusammenziehen zBsp) gut tun.

Auch werde ich je nach seiner Aussage ihn nochmal genauer fragen, wann er gern ein Kind hätte, vielleicht hat er es wirklich nur so daher gesagt mit 30 und das würde ich dann erstmal so akzeptieren, solange er ein Kind nicht komplett ausschließt in den nächsten 7Jahren.

Was ich zu der Diskussion mit der Schilddrüse sagen wollte:

Ich bin die einzige in meiner Familie mit einer SD-UF. Aber mein Vater hat Altersdiabetes und seine Mutter hat seit der 2. Schwangerschaft Diabetes. Klar wünsche ich meinem Kind nicht an Diabetes zu erkränken, und ich werde alles dafür tun, dass mein hypothethisches Kind während der SSW mit allem versorgt ist, was es brauch.

d5anaie'87


Ich drücke dir für das Gespräch fest die Daumen. @:)

Ldittleq-mit-LLottxe


Ich auch :)^

d`ie_tnasewxeise


Ich versteh das ganze Drama nicht. Erstens ist ein Studium doch auch zukunftsorientiert. Zweitens lässt sich Studium und Kind meist gut miteinander vereinen. Teuer werden Kinder wirklich erst später, am Anfang brauchen sie nicht viel Materielles, und das was man braucht kann man meist sehr günstig gebraucht bekommen. Teuer ist ggf. die Kinderbetreuung, aber als Vollzeitstudent ist man zeitlich flexibler als in fast jedem Job. Ich würd es an eurer Stelle einfach drauf ankommen lassen, der Rest wird sich zeigen. Ob das mit der SD Insuffizienz so schlimm ist wird sich noch herausstellen, gebt euch einfach ein bisschen Zeit zum schwanger werden und dann seht weiter.

Mit ein bisschen mehr Gelassenheit, Vertrauen und der Bereitschaft, sich auf das einzulassen, was da ist und zu improvisieren wird das schon gut gehen.

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