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Freund will studieren, ich will Zukunft planen...

Coom1raxn


Achtung, das hier ist jetzt ein typischer Berater-Beitrag (Berater = man verdient Geld damit, anderen Menschen zu sagen, was sie tun sollen, ohne es selbst tun zu müssen ;-) ). Ich habe nämlich keine Kinder und sag das jetzt mal von einem ganz theoretischen Standpunkt von fast 50 Jahren Lebenserfahrung aus (ich hoffe, das ist erlaubt)..

Kinder krempeln immer das Leben um und kosten eine gewisse Zeit Geld und Zeit.

Aus heutiger Sicht finde ich es gut, Kinder früh zu bekommen. Du sagst selbst, dass du einen gut bezahlten Job hast und auch problemlos Arbeitszeiten reduzieren kannst. Damit hast du vielen Eltern schon etwas voraus. Ich würde mir da wegen der Kombination Studium+Kind keine Gedanken machen - das wuppen viele andere auch.

Aus dieser Sicht sollte euch das nicht abschrecken. Ihr seid es noch nicht gewöhnt, Riesensprünge zu machen und wollt noch zusammenziehen. Wenn ihr mit Mitte 30 im Beruf etabliert seid, wird es euch noch schwerer fallen, nochmal Rückschritte in Zeit und Geld in Kauf zu nehmen als heute. Ich sehe heute viele Mütter in meinem Alter, die ihre Kinder früh bekommen haben. Die sind jetzt Mitte 40 und die Kinder quasi erwachsen. Das ist viel besser, als wenn man in einem Alter, wo man sich nach manchem Komfort sehnt und nicht mehr alle Dinge so easy gehen, noch einen stressigen Teenie zuhause hat.

Daher kann ich nur sagen: wenn ihr Kinder wollt, schaut nach guten Rahmenbedingungen, was Betreuung und Zeiten angeht. Aber nicht nach dem Geld. Lieber früh investieren und dann sich im Leben mehr erarbeiten, als sich an hohe Einkommen und Komfort zu gewöhnen und dann bis zur Lebensmitte nochmal spürbare Einschnitte in Kauf nehmen. :)^

Ob das Studium für deinen Partner geeignet ist, ist ein anderes Thema.

c)riecharxlie


1. Wenn er nicht studiert, da sein Herzblut so daran hängt, wird er sich das nie verzeihen. Er muss allerdings - in seinem Alter, mit Verantwortung für Dich und evtl. Kind -auch dann einsehen, wenn es nicht klappt, spätestens nach dem 3. Semester muss er gut dabei sein, sonst wird das die neverending-story.

2. Arbeit, Studium + Kind schafft er nicht.

3. Du gehst arbeiten und er studiert und managet den Alltag mit Kind.

4. Ich habe drei meiner kids während des Studiums bekommen und bin nun wiss. Mitarbeiter an einer Uni.

5. Deshalb: Rat Nr. 2 und 3.

Germanistik konnten manche 15 Semester studieren, weil es noch der alte Abschluss, Magister, war.

Heutzutage studier man z.B. E-Technik meist im Bachelor und da fällt bei spätestens 10 Semestern das Fallbeil,

WOBEI er sich, falls ihr dann ein Kind habt, vom Studium beurlauben lassen kann. Er kann normal studieren und Prüfungen schreiben, aber die Semesterzahl zählt dann nicht mehr. Das Kind muss halt ab einem Jahr in die Krippe der Uni, vorher darf man sie an den meisten Hochschulen/Unis mit in die Vorlesung etc.. nehmen

Oder Tagesmutter.

Es gibt Möglichkeiten, aber wie gesagt:

Arbeit + Kind + Studium - {:( {:(

Leeselotxte


Und die 8 Wochen sind dann schon Elternzeit oder Krankschreibung o.O"

Elternzeit, und in diesem Zeitraum wird das Mutterschaftsgeld und der Arbeitgeberzuschuss zwingend mit dem Elterngeld verrechnet. Dein Elterngeldanspruch gilt in dieser Zeit insoweit als verbraucht.

Hier möchte ich noch kurz etwas ergänzen: du hattest gefragt, wie lange man nach der Geburt arbeitsunfähig ist. In Deutschland gelten nach der Geburt 8 Wochen (bzw. in Ausnahmen 12 Wochen) Mutterschutz. Das hatte WalkingGhost ja schon geschrieben.

Allerdings gilt dies als Mutterschutzzeit und zählt noch nicht (direkt) als Elternzeit. Rein theoretisch kannst du nach 8 Wochen wieder arbeiten gehen ohne Elternzeit zu nehmen. Wird nur selten gemacht, möglich ist es aber. Wenn du länger zu Hause bleiben willst, kannst du Elternzeit beantragen. Für bis zu maximal drei Jahre. Über die Dauer der Elternzeit entscheidest du in Absprache mit deinem Partner (und ggf. dem Arbeitgeber) selbst.

Beantragst du Elternzeit beginnt sie dann allerdings direkt ab Geburt und die Zeit des Mutterschutzes wird auf die Elternzeit angerechnet. Ebenso das Mutterschutzgeld auf das Elterngeld. Faktisch ist es dann so, dass man letztendlich nur 10 Monate Elterngeld bekommt, da man in den ersten beiden Monaten (8 Wochen) nach Geburt noch die Gehaltsersatzleistungen erhält, die in der Regel höher als das Elterngeld sind. Aber man erhält 12 Monate lang Geldleistungen (in unterschiedlicher Höhe mit unterschiedlichen Bezeichnungen). (Dies bezieht sich auf ein Jahr Elternzeit und ein Jahr Elterngeld.)

Elterngeld gibt es maximal ein Jahr lang, auch wenn man länger Elternzeit beantragt. Es besteht aber auch die Möglichkeit, sich bei z.B. 2 Jahren Elternzeit das Elterngeld auf zwei Jahre auszahlen zu lassen. Dann erhält man zwei Jahre lang (monatlich) jeweils die Hälfte des errechneten Betrages. (also statt 12 Monate 1000 Euro, 24 Monate 500 Euro... vereinfacht ausgedrückt... durch Mutterschutz und Co ist die Berechnung etwas anders).

Alternativ gibt es mittlerweile auch Elterngeld plus... da bin ich aber nicht ganz im Thema... Grundsätzlich kann man während der Elternzeit zusätzlich arbeiten bis zu einer max. Stundenanzahl. Beim neuen Elterngeld plus wirkt sich das auch irgendwie aufs Elterngeld aus. Aber wie gesagt, da kenne ich die Details nicht. Könnte aber für euer Planung interessant sein.

L}ese/lo1tte


Und noch was zum Thema "Schilddrüse". Meiner Meinung nach, machst du dir da unnötig selber Druck. Selbst mit einer Schilddrüsenunterfunktion oder wenn sich doch noch heraus stellt, dass du Hashi hast , ist es in der Regel kein Problem schwanger zu werden und eine unproblematische Schwangerschaft zu haben. Wichtig ist nur, dass es erkannt ist, du gut eingestellt und in regelmäßiger Kontrolle bei einem guten Arzt bist, der sich damit auskennt.

Die Frauen, die aufgrund Schilddrüse /Hashimoto Probleme beim Schwanger-Werden und/oder mit Fehlgeburten haben, sind in der Regel diejeinigen, bei denen es nicht bekannt ist und dementsprechend nicht behandelt werden. Da bist du schon mal einen riesengroßen Schritt weiter und kannst entsprechend handlen. Bei den unerkannten Fällen geht in der Regel so viel Zeit für die Ursachen-Forschung drauf, bis überhaupt erkannt wird, dass die Schilddrüse ihren Einfluss ausgeübt hat. Nur eine schlecht oder gar nicht eingestellte Schilddrüse übt einen negativen Einfluss aus. Eine gut eingestellte (erkrankte) Schilddrüse stellt aus meiner Sicht auch kein größeres Risiko für eine problematische/unproblematische Schwangerschaft dar als eine gesunde Schilddrüse. Der Aufwand ist nur höher (regelmäßige Kontrolle/regelmäßige Tabletteneinnahme).

MRed,ihwrxa


Provozierende Beiträge, die nicht zum Thema gehören gelöscht.

Plowe0rPudffi


Germanistik konnten manche 15 Semester studieren, weil es noch der alte Abschluss, Magister, war.

Das stimmt nicht. Sage ich dir als Bachelorstudent der Goethe-Uni in Frankfurt am Main des Fachs Germanistik im 11. Fachsemester.

Bei uns kann man alles solange studieren, wie man will. Solange das Geld regelmäßig überwiesen wird, haben die ganz bestimmt kein Problem mit dir und würden den Teufel tun, dich rauszuschmeißen, weil du Kapital bist! ]:D

3. Du gehst arbeiten und er studiert und managet den Alltag mit Kind.

Das halte ich auch für die beste Lösung! :)^

Was spricht denn dagegen? Studium, Haushalt und Kind ist eine gängige Kombination und die Realität vieler Frauen. Warum sollte dein Partner das nicht schaffen?

Du könntest dann weiterhin arbeiten, da du gut verdienst, wäre das der beste Kompromiss. So würde ich es auch machen und mich sogar freuen. Da bist du ziemlich fein aus dem Schneider! ;-D

P'owerPOufxfi


Übrigens würde mir an deiner Stelle dieses zwanghafte Planen Bauchschmerzen bereiten. Man kann das Leben nicht planen.

Am Ende kann alles ganz anders kommen und du wirst überhaupt nicht schwanger, weil du zum Beispiel steril bist wegen einer abgelaufenen Chlamydieninfektion oder dein Partner hat nicht ausreichend bewegliche Spermien oder oder oder.

Alles und nichts ist möglich. Wenn du zu genau planst, dann gibt es kein Alternativmodell und es besteht die Gefahr, dass man aus seinen eigenen starren Plänen nicht mehr aussteigen kann und daran zerbricht.

Natürlich kannst du es dir wünschen, aber gehe nie davon aus, dass es zu 100% so funktionieren wird. Alles kann, nichts muss. Man sollte immer die Option im Hinterkopf behalten, dass am Ende alles ganz anders kommt.

BBambiexne


Freund will studieren, ich will Zukunft planen...

... und ich bin der Meinung es geht beides. Vor allem weil du noch jung bist und einen gut bezahlten Beruf hast.

An deiner Stelle würde ich ihn unterstützen, dass er sein Studium so schnell wie möglich durchzieht. Wenn du ihn jetzt zu sehr mit deinen eigenen Familienvorstellungen "ausbremst", könnte das eure Liebe arg belasten. Ihr wohnt noch nicht zusammen, hattet noch wenig Beziehungsalltag. Er will beruflich weiterkommen. Du bist schon "angekommen".

Hattet ihr schon konkrete Pläne für eine gemeinsame Wohnung? .... und Heirat? ... oder war von euch bewußt erst das Kind geplant? So wie ich dich einschätze, wohl kaum. Wie ernst war ihm seine Aussage, dass er noch vor dem 30-ten Geburtstag Vater werden möchte? Will er das wirklich, oder würde er lieber bis nach dem Studium warten wollen? Könntest du damit leben? Wie wichtig ist dir deine Mutterschaft vor deinem 30.ten Geburtstag?

Das sind alles Fragen über die ihr euch beide einig sein solltet. Unanbhängig von Studium oder Lottogewinn. Und dann kommt noch die Klärung deines Gesundheitszustandes.

Ich könnte mir vorstellen, dass ihr euren Kinderwunsch noch ein zwei Jahre hinauszögert. Wenn ihr während seines Studiums heiratet, würde das auch noch eine Menge Geld sparen, weil du dann in eine günstigere Steuerklasse kommst. Mit der "aktiven" Kinder-Planung könnt ihr auch noch während seines Studiums beginnen und das Baby könntet ihr schon in seinem letzten oder vorletzten Studienjahr bekommen . Wenn du gut verdienst, würde dein Elterngeld auch dementsprechend hoch ausfallen. Also könntest du das 12 Monate lang ausschöpfen. Oder du entscheidest dich je nach Situation für ElterngeldPlus.

Kannst du nicht jetzt schon jeden Monat ordentlich was für die Erstausstattung und den Bedarf für's erste/zweite Lebensjahr eures Baby's beiseite legen? Paralell dazu kannst du nach gebrauchtem Kinderwagen, Wickelkommode, Kindersitz, Babykraxen und diversen anderen brauchbaren Sachen Ausschau halten.

Das waren nur so ein paar Gedanken. Ich bin mir sicher, das Studium deines Freundes wird sich später mal lohnen und es ist kein Hinderungsgrund für eure Familienplanung. Wenn ihr an einem Strang zieht, wird es auch klappen!

Alles Gute @:) :)*

T:imTimx5


ich habe auch 11. Semester für den Bachelor in Informatik gebraucht, da ich ab dem 6.Semester arbeiten gehen musste. ":/ Ich dachte immer die Zeitbeschränkungen gäbe es nur an den FHs? Die machen aber auch nur die Hälfte von dem, was an den Unis in Informatik erwartet wird. Alleine für den Schein in Grundlagen der Theroetischen Informatik habe ich einen 4 Monate inesteieren müssen. Also vier Monate nur für diese Prüfung gelernt.

In sechs Semestern Bachelor in Informatik schaffen doch nur die, die seit ihrem zehnten Lebensjahr von Pappi für diesem Weg getrimmt wurden... Natürlich mit Nachhilfen und allem pipapo...

BqambWienxe


Man sollte immer die Option im Hinterkopf behalten, dass am Ende alles ganz anders kommt.

Stimmt auch wieder. Trotzdem halte ich eine gewisse vorausschauende Planung nicht verkehrt. Dass es dann nie zu 100% aufgeht...... :=o ":/

TSiRmT}iAm5


Aber selbst einfache integralfunktionen konnte er bisher nicht lösen, ohne Hilfe...

??? wenn er etwas technisches studieren will, sollte er sich unbedingt die Skripte vorher anschauen! An der Uni werden Integralesätze bewiesen, aber ganz bestimmt keine Integrale mehr berechnet. Das sind triviale Spezialfälle. ;-D

JRessSZlythxerin


An der Uni werden Integralesätze bewiesen, aber ganz bestimmt keine Integrale mehr berechnet.

Verdammt, dann mache ich gerade etwas falsch. In meinem Mathegrundlagenpflichtmodul muß ich nämliche Integrale berechnen. Kam auch in den Klausuren der letzten Semester jedes Mal dran.

So: 'Strom fließt hin, und her, in schwankender Stärke, wieviel ist insgesamt geflossen?'

btt: Es gibt viele Modelle, wer von euch wie wann arbeiten geht. Es gibt keine Universallösung.

1VZ Job+ 1VZ Studium geht, aber Zeit für die Familie bleibt da nicht. Oder, er macht 1VZ Studium und nur 1/2 Job, dann hat er auch noch 1/2 Zeit für die Familie. Mit TZ Job und TZ Studium etc. natürlich äquivalent mehr Zeit für die Familie.

Ihr solltet euch wirklich mal zu zweit hinsetzen, und alles durchkauen. Denn wenn du zB arbeitest, er studietr, und seis nur TZ, wer ist dann beim Baby in der Zeit wo er in der FH ist?

T|immTimx5


Verdammt, dann mache ich gerade etwas falsch. In meinem Mathegrundlagenpflichtmodul muß ich nämliche Integrale berechnen. Kam auch in den Klausuren der letzten Semester jedes Mal dran.

So: 'Strom fließt hin, und her, in schwankender Stärke, wieviel ist insgesamt geflossen?'

was studierst du denn? bwl oder medizin? :-/

JjessgSlythxerin


Wirtschaftsinformatik, aber der Kurs ist studiengangübergreifend. Hab grad extra noch auf Seiten von verschiedenen FHs geguckt, die haben dort ähnliche (Pflicht) Grundkurse in Mathe für Elektrotechnik.

TAimT0ixm5


du studierst an einer FH?

Die Wirtschaftsinformatiker bei uns an der Uni hatten damals im ersten Semester die gleiche Mathematikvorlesung wie wir Informatiker. Und da gab es keine Integrale, sondern hauptsächlich Beweise.

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