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Angst, dass Freund mich nicht treffen will und lieber allein ist

MZarSie2x7


Hallo Konfusionen,

das ist echt eine richtig bescheuerte Situation für Dich :°_ Momentan bist du ja sich dermaßen "verängstigt", dass Du gar nicht mehr rational denken kannst, bzw. den Kopf frei hast - so kommt es bei mir an.

Finde den Beitrag von der Dosis sehr hilfreich für Dich. :)*

VcaUgabunbdin


Ich kann Deinen Freund sehr gut verstehen und finde nicht, dass er deshalb mal zum Arzt gehen sollte. Es gibt eben Menschen, die erholen sich am besten ganz allein. Die sind sich selbst genug und können gut allein sein.

Wenn er einen stressigen Job mit viel Menschenkontakt hat, dann ist es umso verständlicher, dass er am Wochenende nicht auch noch permanent Gesellschaft möchte.

Meine letzte "richtige Beziehung" war eine Fernbeziehung. Wir haben uns jedes Wochenende getroffen; im Wechsel bei ihm (wenn er Bereitschaftsdienst hatte) oder bei mir. Wenn er bei mir war, brauchte er permanente Aufmerksamkeit. Wenn ich mal Kopfschmerzen hatte oder müde war und mich tagsüber eine Stunde hinlegen wollte, war er schon beleidigt. Selbst wenn er sich dann selbst beschäftigt hat und allein in die Stadt gefahren ist, war das für mich echt anstrengend, da ich wusste, dass er ja bald wieder auf der Matte steht und ich "anwesend" sein muss.

Ich habe diesen Mann wirklich geliebt und habe ihn gern oft um mich gehabt. Allerdings hätte ich mir gewünscht, dass man sich nur ein halbes Wochenende sieht, damit ich ausreichend Zeit dafür gehabt hätte, meinen Hobbies nachzugehen oder einfach mal nichts zu machen. Ich kann am besten entspannen wenn ich absout allein bin.

Wenn ich irgendwann evtl. mal wieder eine Beziehung möchte, dann achte ich ganz genau darauf, dass dieser Mann ein ausgefülltes Leben hat, bzw. sehr gut mit sich selbst allein sein kann und sich nicht auf den Partner fokussiert.

Ich wollte damit nur aufzeigen, dass die Lebensweise Deines Freundes nicht so selten und ungewöhnlich ist. Aber es passt dann leider gar nicht, wenn der andere die Beziehung zum Mittelpunkt seines Lebens macht.

Zuneigung oder Liebe allein reicht nicht. In erster Linie müssen auch die Lebensmodelle zusammen passen. Kompromisse sind für beide Seiten unbefriedigend. Warum muss etwas unbedingt passend gemacht werden, was so gar nicht passt?

Und ich finde es auch befremdlich, dass Du stets bis zum Sonntag bleibst, obwohl Du doch genau weißt, dass er das gar nicht möchte. Du drängst Dich ihm auf, weil Du ihn sehen willst, wissend, dass er das nicht in diesem Umfang möchte.

Ich kann nicht nachvollziehen, warum man so einen Krampf am Laufen hält

D_ie[Dosi{smachtdlasGxift


Vagabundin

Ich kann Deinen Freund sehr gut verstehen und finde nicht, dass er deshalb mal zum Arzt gehen sollte. Es gibt eben Menschen, die erholen sich am besten ganz allein. Die sind sich selbst genug und können gut allein sein.

Meine Bemerkung mit dem Gang zum Arzt bezog sich nur auf einen Zustand ( auf eine gesundheitlich chronische Erschöpfung), unter der er (vielleicht) selbst leidet, weil er wenig aktiv sein kann und deshalb ein hohes Level an Stress empfindet, wenn er nicht genug Ruhephasen hat.

Sollte der Freund mit sich absolut im Reinen leben, auch das schrieb ich, dann bringt es nichts ihn verbiegen zu wollen und ihm Dinge abzuverlangen, die er nicht geben kann. Nur müssten die beiden über das Thema ganz offen und ehrlich ins Gespräch kommen. Zusammen schauen wo die gemeinsame Schnittmenge ist in Bezug auf die angestrebten Lebensmodelle.

Wenn er momentan nicht mehr geben kann (für die Zukunft weiß das noch keiner), dann ist das eben so. Dafür muss er sich nicht entschuldigen. Menschen sind individuell und dementsprechend auch ihre Nähe- und Distanzbedürfnisse.

Hier divergieren zwei Bedürfnislagen sehr, und deshalb ist es sinnvoll zu hinterfragen, ob man weiter in eine Zukunft investieren möchte.

Wenn wir zusammenwohnen würden, dann würden wir wohl jeder ein Schlafzimmer für uns haben, so wäre das geplant. Jedoch hätte ich dann Angst, dass wir uns fast nur noch jeweils in unserem Zimmer aufhalten und nebeneinanderherleben oder dass ich ihn störe, wenn wir uns doch mal länger zusammen in einem Zimmer aufhalten.

Wenn die TE bereits im Vorfeld von diesen Vorstellungen weiß, diese für sich jedoch ablehnt, weil sie deutlich mehr Nähe und Kommunikation für sich sucht, kann es sein, dass diese beiden Menschen jeder für sich als Persönlichkeit richtig ist, (weil sich wohlfühlend mit den eigenen Ansprüchen), aber nicht die Richtigen für eine enge Paarbeziehung sind.

Eine Paarebene macht langfristig in meinen Augen eher Sinn, wenn sich niemand für den anderen zuerst verbiegen und über seine Bedürfnisse gehend für den anderen anpassen muss.

Ich glaube es war die Ehe der Userin von Melpomene, in der beide Partner sehr verständnisvoll und behutsam miteinander umgehen können, dass die Bedürfnisse nach großer Zweisamkeit nicht so ausgeprägt vorhanden sind und jeder mit dem Eigenarten des Partners sehr gut umgehen kann. Das funktioniert aber nur so harmonisch, wenn niemand etwas essentiell für sich auf Dauer vermisst.

So wie hier beschrieben von der TE sehe ich große Schwierigkeiten beider in ihren individuellen Vorstellungen einer geführten Beziehung. Deshalb regte ich ein Gespräch an, in dem Tacheles geredet wird, damit Entscheidungen fallen können.

Entweder in Sachen Kompromisse für Detailsituationen oder eben in der Erkenntnis, wir mögen und lieben als Partner zwischenmenschlich. Aber unsere gegenseitigen Ansprüche an ein Zusammenleben sind dennoch zu konträr, sodass es Sinn macht über eine Trennung nachzudenken.

Aber um so einen Schritt vollziehen zu können bedarf es keiner Angst, die sich bei der TE vermutlich auf den Verlust der Beziehung zu diesem Mann bezieht, sondern einer offenen Sachebene, die man trennen sollte von den Gefühlen, was sich immens schwer darstellt, wenn man sehr verliebt ist.

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