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Mein Freund will einen Vaterschaftstest. Trennung?

LlolazX5


Ich sehe es auch so, dass es viele Abstufungen des Vertrauens und der Vertrautheit gibt. :)z

Und blindes Vertrauen finde ich persönlich z.B. nie erstrebenswert.

Es ist einfach Fakt, dass Vertrauen von manchen Menschen ausgenutzt wird. Dann vertraut man zwar, aber man lebt auch eine Illusion. Das würde ich nicht wollen. Daher ist Vertrauen kein Ersatz für die eigentlich wichtigen Dinge. (Was auch immer man selbst jeweils als wichtig definiert.)

ELhemaliger iNutzer (Q#56869x7)


Das passt aber nicht mit dem zusammen, dass er bei einer Trennung keinen Vaterschaftstest will.

Ich denke auch, da stimmt was größeres nicht. Das ist einfach zu unlogisch alles. Was auch immer es sein mag. Da gibts ja zahlreiche Möglichkeiten.

s.ing&ende


Ich denke nicht, dass es dem Freund der TE um Vertrauen geht, er hat andere Beweggründe.

Er sagt doch selbst, er vertraut ihr. Das sagt er auch in der Familie und bei den Freunden.

Also: entweder ich vertraue oder ich vertraue nicht.

Evhemaaliger N]utzmer 0(#x15)


Ich habe das Thema mal ein paar Tage sacken lassen, nur mitgelesen.

Also wenn ein Mann sachlich/nüchtern, ohne großes Gedöns, sozusagen um für sich das "Bild abzurunden", völlig unabhängig von meiner Person, einen solchen Test möchte und die Beziehung an sich wirklich sonst stimmig ist....Ich denke schon, dass ich damit könnte.

Ich kann mir vorstellen, dass hier von Einigen kommt: "Wie kann man das von der Person trennen?" ;-). Doch, ich finde das geht. Es kommt einfach auf den Typ Mensch an (und noch ein paar andere Faktoren). Es gibt einfach Menschen, die brauchen per se eine gewisse Basis (Sicherheit) um sich voll und ganz auf Etwas einlassen zu können, auch emotional. Das würde ich nicht zwangsläufig auf meine Person beziehen (ist allerdings die Frage, ob ich generell eine Beziehung mit so einem Menschen führen würde - aber das ist eine andere Baustelle ;-)).

Doch wie es hier beschrieben wird, sein Umgang damit, sein Verhalten - nein. Würde für mich auch einen so tiefen Riss geben, der kaum zu kitten ist.

Und weil es hier öfter erwähnt wird:

Dass die TE "so schnell", innerhalb weniger Stunden/Tage sich zu einer Trennung entschlossen hat - das muß doch gar nicht so sein. Sehr oft schreiben hier Menschen, die im Grunde schon längst eine Richtung eingeschlagen haben, diese aber durch das Schreiben, die Reflexion durch Andere nur noch verstärkt wird.

EmhemalEige%r Nu3tzer \(#1x5)


Ach so und das mit seinen Beweggründen:

Wenn ich nach dem gehe was wir hier beschrieben bekommen (100% geht das ja sowieso nicht), ja, dann denke ich auch, dass da was Anderes dahintersteckt.

E(hemalyiger >Nutzer w(#56U86x97)


Ich denke nicht, dass es dem Freund der TE um Vertrauen geht, er hat andere Beweggründe.

Denke ich auch. Gings tatsächlich um sein Vertrauen seiner Freundin gegenüber würde er damit auch nicht hausieren gehen, sprich seine Zweifel nicht überall rumerzählen. Das ist völlig unsinning. Wenn er hinterher mit ihr zusammenbleibt hat er sich doch selbst geschadet -- auch den anderen gegenüber. Da stimmt was nicht.

Ceom7r.an


Ich denke nicht, dass es dem Freund der TE um Vertrauen geht, er hat andere Beweggründe.

Und der TE geht es vielleicht gar nicht um die Frage als solches, sondern um die Art und Weise, wie er seinen Wunsch verkauft (und das auch noch gegenüber der halben Welt, was sie ja nicht gerade in gutes Licht rückt).

Ich frage mich, ob sie auch an ein Ende der Beziehung denken würde, wenn er seinen Wunsch wirklich als dringenden seelischen Druck für seine innere Sicherheit dargelegt hätte, dies ruhig und vor allem ausschließlich unter 4 Augen? Nicht als Vorwurf des rein theoretischen Betrugs formuliert, sondern als Anerkennen seiner eigenen Schwäche und Ängste. Wieviel Verständnis hätte man dann aufbringen können? Wäre es nicht leicht gewesen, diesen Wunsch verwundert, aber schulterzuckend hinzunehmen, den Test zu machen, und einfach eine ansonsten gute Beziehung weiterzuleben? Ich erinnere an meinen Vergleich mit dem damaligen HIV-Test, der in meiner Beziehung in keinster Weise als Vorwurf missgedeutet wurde.

Das schwingt sicherlich bei der Beurteilung mit, dass wir durch sie die Wut erfahren, die sie durch seinen Umgang hier als Stille Post den Lesern vermittelt. Es ist nicht einfach die Frage nach diesem Test. Es ist dieser wahnsinnig ungeschickte und schlussendlich eskalierende Umgang mit dieser Frage. Vielleicht wurde auch einfach der Absprung in dieser Diskussion verpasst und es hätte tatsächlich noch den Zeitpunkt gegeben, aus der Mücke keinen Elefanten zu machen.

Aber gönnen wir Solina genügend Zeit, für sich selbst mit etwas Abstand die ganze Geschichte zu bewerten.

pdar}a2zellxnuss


Worst Case: Die Beteiligten vertragen sich wieder. Das Kind kommt auf die Welt. Keine Komplikationen. Dann wird das Baby in der Klinik vertauscht. So wie in Australien geschehen. Dann der Vaterschaftstest, der dann dementspechend ausfällt....

C/omraaxn


ja, dann denke ich auch, dass da was Anderes dahintersteckt.

Irgendein Puzzleteil fehlt, da bin ich mir auch sicher. :)z

gkauloGisxe


Das wird kein kleines Puzzleteilchen sein. Die ganze Geschichte ist einfach bekloppt. Von großer Liebe, Mr. Right, Trauer und Wut zur Trennung in nicht mal 48 Stunden? Respekt! :)= Das macht mal mal eben so, ja?

E>hemaNligehr Nutzer ^(#x15)


Comran

Ich frage mich, ob sie auch an ein Ende der Beziehung denken würde, wenn er seinen Wunsch wirklich als dringenden seelischen Druck für seine innere Sicherheit dargelegt hätte, dies ruhig und vor allem ausschließlich unter 4 Augen? Nicht als Vorwurf des rein theoretischen Betrugs formuliert, sondern als Anerkennen seiner eigenen Schwäche und Ängste.

:)z - Genau sowas meine ich z.B. wenn ich von "unabhängig von der Person" spreche.

Ich erinnere an meinen Vergleich mit dem damaligen HIV-Test, der in meiner Beziehung in keinster Weise als Vorwurf missgedeutet wurde.

Du meinst das mit dem Bezug darauf, dass man "damals" HIV noch bestimmten Gruppen zugeordnet hat? Ja, ist insofern relativ vergleichbar.

Nicht: "Ich will einen Test, weil es Jeden treffen kann und ich mich so einfach mehr fallenlassen kann" - sondern "Ich will einen Test, weil es könnte ja sein, dass Du.....".

Wobei es ja schon so ist, dass generell bei einem Vaterschaftstest (oder der Begründung bei einem HIV-Test auf dieser Ebene auch heute noch) ein Vorwurf oder Mißtrauen zwangsläufig enthalten ist.

Nur, und da sind wir uns ja einig: Es kommt auf das "Wie" und auch auf den Typ Mensch an, wenn ein solcher Wunsch ausgesprochen wird. Inwieweit man es auf sich selbst bezieht oder eben auch nicht, wie die Beziehungsstruktur aussieht und was für ein Typ man selber ist.

Für Viele ist schon ein 100%iges Vertrauen von Anfang an "Pflicht" ("wenn ich mit Jemandem zusammen bin, hat das so zu sein") - für Andere muß das Vertrauen erst wachsen etc....sieht man ja hier im Faden sehr gut.

E\hemalIiger Nu\tz\er A(#15x)


gauloise

Wie gesagt, ich sehe das etwas differenzierter. Ich lese schon im Eingangsbeitrag zwischen den Zeilen viel "Trennungsrichtung" raus. Sie beschreibt das "Glückliche und Tolle" ja bezogen auf vor dieser Sache. Dass dieser Wunsch von ihm sie ja gerade deswegen so sehr aus allen Wolken hat fallen lassen...

Lreanxah


Das wird kein kleines Puzzleteilchen sein. Die ganze Geschichte ist einfach bekloppt. Von großer Liebe, Mr. Right, Trauer und Wut zur Trennung in nicht mal 48 Stunden? Respekt! :)= Das macht mal mal eben so, ja?

Ich könnte mir vorstellen, dass es schon länger in der TE gebrodelt hat und sie im Grunde schon vor (oder bei) der Erstellung des Fadens hier (unterbewusst) ihre Entscheidung getroffen hatte und durch das Aufschreiben alles nochmal/wieder hoch kam oder sie ihre Gedanken ordnen konnte. Für uns mag das jetzt alles überhastet rüber kommen. Aber die TE ist ja schon eine gewisse Zeit in dieser Situation.

s\inxge!nde


Tragen wir es doch noch mal zusammen:

Die Beiden waren im Urlaub, dort wurde das Kind gezeugt..nach gemeinsamer Planung und Tests, wann die fruchtbaren Tage der TE sind. An einem Tag hat die TE eine Gruppenwanderung mitgemacht, zu der ihr Freund keine Lust hatte.

Nun, da sie im 4. Monat schwanger ist, trägt der Freund den Wunsch nach einem Vaterschaftstest vor. Die TE reagiert irritiert und fragt nach seinen Beweggründen. Er versichert ihr, er vertraut ihr. Allerdings hat er einen Artikel gelesen, in dem ein Gesetzentwurf zur verpflichtenden Offenlegung der Sexualpartner bei unklarer Vaterschaft beschrieben wird. Durch diesen Artikel kam er auf seinen Wunsch.

Die TE kann diese Begründung nicht nachvollziehen und lässt den Zeugungstermin durch ihren FA bestimmen. Dieser liegt im Urlaub, das erfährt der Freund selbst durch den FA.

Der Freund der TE beharrt weiter auf den gelesenen Artikel und vereinbart weitere Termine beim FA, in denen es ausschließlich um die Darlegung der Möglichkeiten eines Vaterschaftstests geht. Die TE nimmt diese Termine mit wahr, obwohl sie über das Verhalten ihres Freundes irritiert ist und sich sehr unwohl dabei gefühlt hat ( "...wie eine Schlampe...).

Sie sucht weiterhin das Gespräch mit ihm und der Tenor ist der Gleiche: Er vertraut ihr, möchte aber nach der Geburt den Vaterschaftstest. Inzwischen erklärt der Freund zudem seinen Wunsch den beiden Familien und dem Freundeskreis.

Da der Freund so vorging und auch weiterhin keine für die TE nachvollziehbaren Gründe vorträgt, kommt es zum Streit zwischen den Beiden und sie sagt, dass sie sich trennen will, wenn er auf den Test besteht. Der Freund nimmt die Trennung hin und verkündet, dass er nach einer Trennung keinen Vaterschaftstest mehr möchte.

Meine Meinung dazu habe ich mehrfach niedergeschrieben: Er wollte die Trennung provozieren. Die Trennung sollte von der TE ausgehen, damit er nicht als der Böse dasteht. Nach der erreichten Trennung besteht er nicht mehr auf den Vaterschaftstest.

M}ari)e27


Jetzt mal abwarten, was Solina noch schreibt und welche Fragen dann beantwortet werden. Gibt ja auch viel zum Nachlesen :=o :-)

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