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Die reale Angst, verlassen zu werden.

DTé.&liée


Ja, ganz oft sind es Therapeuten. Gerade die in der Klinik, die war einfach super. Nur etwas älter als ich, viele Gemeinsamkeiten was Hobbys und Interessen anging. Und da geht das halt ganz klar nicht.

Ich würde gerne wieder zurück in die Klinik gehen, weil sie da ist. Ich hänge mich nämlich immer sehr intensiv an jemanden, wenn ich mal hänge und das passiert mir ziemlich oft. Mir haben die Gespräche mit ihr unheimlich geholfen, ich habe mich sicher und verstanden und geborgen und angenommen gefühlt, weil sie in ihrer Art auch so menschlich und nah an einem dran war.

Und im Internet schreibe ich nicht einfach Leute, die ich gerne lese, an ;-) .

D9é.PliSée


Anscheinend konntest du die einige Freundschaften oder Bekanntschaften über all die Jahre erhalten. Könntest du die nicht irgendwie aufleben lassen, intensivieren oder so? Oder ist das dann irgendwie etwas anderes, ohne es näher definieren zu können?

Die meisten meiner engen Freunde wohnen weiter weg...

Klar, ich habe hier auch noch Freunde, aber die sind für mich eigen und ersetzen halt niemanden. So wie niemand sie ersetzen kann.

D~é.lixée


Anscheinend konntest du die einige Freundschaften oder Bekanntschaften über all die Jahre erhalten. Könntest du die nicht irgendwie aufleben lassen, intensivieren oder so? Oder ist das dann irgendwie etwas anderes, ohne es näher definieren zu können?

Die meisten meiner engen Freunde wohnen weiter weg...

Klar, ich habe hier auch noch Freunde, aber die sind für mich eigen und ersetzen halt niemanden. So wie niemand sie ersetzen kann.

EphemKaliger1 Nutzer A(#49Z8x327)


Klingt nach einer ganz blöden Angewohnheit. ":/ Schmerz auf Raten.

So richtig etwas hilfreiches habe ich dazu wohl nicht beizutragen. Ich hoffe, dass du da einen möglichst wenig schmerzhaften Weg für dich findest. @:)

D(é.liZée


Extrem blöde Angewohnheit. Ich habe ja versucht in der Therapie herauszufinden, woher das kommt. Schweres Thema, ich mache das rückblickend schon sehr sehr viele Jahre in verschiedenen Ausmaßen. Manchmal ist mir das schon richtig peinlich. Meistens.

Das kann sich halt so extrem hochschaukeln, dass ich mein Leben von bestimmten Personen abhängig mache und ganz tief falle, wenn die mich dann "verlassen" (Drogen, Suizidgedanken, etc.). Selbstverständlicherweise, weil das anstrengend sein muss; wobei ich da auch viel mit mir selbst ausmache und versuche, dass die das gar nicht spüren. In der Klinik war es laut Therapeuten wenig spürbar und wurde nur so groß Thema, weil ich es ausgesprochen habe, wie ich mich fühle. Also nach außen hin merkt man es wohl erst so wirklich, wenn man drauf achtet.

Ich fühle mich, als hätte ich nur die Wahl zwischen vertrauen und das Risiko eingehen, dass ich zu 80% anfange zu klammern oder schweigen. Das wäge ich bei jedem Therapeuten ab und in bisher jeder Einrichtung gab es eine Person, die es dann getroffen hat.

Bei "Privatpersonen" wurde es aber schon viel besser mit der Angst verlassen zu werden. Sie ist noch da und ich habe ständig Angst, dass mir wichtigen Menschen was passiert, aber ich gehe meistens nicht mehr grundsätzlich davon aus, dass sie ganz ganz sicher gehen werden und mich alleine lassen. Das ist viel wert.

EIhemaliger vNutzerV (#49x8327)


Ich fühle mich, als hätte ich nur die Wahl zwischen vertrauen und das Risiko eingehen, dass ich zu 80% anfange zu klammern oder schweigen. Das wäge ich bei jedem Therapeuten ab und in bisher jeder Einrichtung gab es eine Person, die es dann getroffen hat.

Weia, ist es überhaupt möglich, auf dieser Basis erfolgreich Therapiearbeit zu leisten, die dauerhaft zu einer Verbesserung der Gesamtsituation führt? Das ist doch Therapie mit angezogener Handbremse. :-/

DQé.lRiée


Weiß ich nicht, aber habe ich eine Wahl?

Ich vermute mal, genau da muss ich gerade durch. Herausfinden, wieso das so ist und daran arbeiten und irgendwann mal so weit sein, dass ich mich nicht nur in anderen Menschen sicher fühle. Da stecke ich ja mittendrin.

Für den Moment muss ich wahrscheinlich akzeptieren, dass ich erst einmal vor mich hin klammere und irgendwann wirds dann wohl besser.

EEhemaligMer 7NutzerR (L#49)8327)


Weiß ich nicht, aber habe ich eine Wahl?

Keine Ahnung. Ich denke mal, in deinem Fall ist es besser als nichts.

...und irgendwann wirds dann wohl besser.

Ich wünsche es dir auf jeden Fall.

dZanaxe87


Ich glaube es ist möglich, solange es Thema in der Therapie ist, weil es DEIN Thema ist. Du trägst dein Thema so in jede Therapie rein, was nicht sooo schlecht ist, aber nur, wenn es immer offen und transparent als Thema bleibt. Auch und gerade in Bezug auf: Bestehen gerade Ängste etwas zu sagen, oder schweige ich aus Angst vor Ablehnung?

Wichtig ist aber, denke ich, die klare Definition eines Zieles. Ein Bild das man erreichen will, auch wenn es tausend Schritte bis dahin sind. Die Frage also ist, wie genau hättest du Beziehungen gerne?

DIé.lsDe


Da habe ich, glaube ich, in der Klinik halt sehr viel erreicht. Ja, es tut immer noch sehr weh, aber vom Schweigen habe ich irgendwann Briefe an sie geschrieben, offen und ehrlich wie ich mich fühle bzw dass ich klammer. Irgendwann konnte ich mit anderen Therapeuten darüber reden und irgendwann sogar, wenn sie dabei war. Zögerlich, weil es mir so unangenehm ist, aber schon ehrlich.

In der bisherigen Klinik muss ich das nicht mehr thematisieren, die wissen ALLE (also auch die Therapeuten, die ich eigentlich gar nicht habe, weil es in Sitzungen immer wieder mal thematisiert wurde und weil es sogar eine Supervision dazu gab auch für die Therapeutin, weil sie damit ja auch irgendwie umgehen muss. Das tut mir immer so leid, weil ich glaube, dass das wirklich hart und eine große Verantwortung ist, die ich ihr da auferlegt habe als meine gefühlte "Retterin". Mich KANN aber niemand retten..

Du fragst, wie ich Beziehungen gerne hätte... offene, ehrliche Beziehungen, in denen mir die Menschen sehr wichtig sind, aber ohne das Gefühl, dass ich ohne sie nicht mehr leben kann.

dvabnae8x7


Ich finde auch, du hast da mit der Ehrlichkeit wirklich eine Menge erreicht, einfach weil das mal Thema wurde und deshalb nicht mehr so bedeutungsschwer und riesig ist.

offene, ehrliche Beziehungen, in denen mir die Menschen sehr wichtig sind, aber ohne das Gefühl, dass ich ohne sie nicht mehr leben kann.

Udn was fehlt dazu? Was genau geben die Leute, was dir dies Gefühl gibt?

DVé.lexe


Na halt Sicherheit, Geborgenheit, Wärme, das Gefühl, verstanden und ernst genommen zu werden. Sowas halt.

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