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Beziehung mit einem alkoholkranken Mann

Tuhew,ixdow hat die Diskussion gestartet


Ich brauche einfach mal ein paar Meinungen! Nach dem nicht natürlichen frühen Tod meines Mannes habe ich über mein Hobby einen Mann kennengelernt und es hat wumm gemacht. Es stimmen so viele Dinge überein, das es mir schon fast Angst macht. Ich weiß, dass es ihm nicht anders geht. Er hat eine gute Arbeit und ein schönes Zuhause. So weit, so gut, aber er hat mir eingestanden das er alkoholkrank ist. Nüchtern ist er ein einfach toller Mann, aber wenn er getrunken hat ist das eher grenzwertig. Er hat auch schon mehr als einen Entzug hinter sich, aber es gibt Rückfälle. Über Wochen geht alles gut und dann wieder mal ist der Alkohol stärker. Das dauert nicht lange an, aber es passiert. Irgendwie habe ich das Gefühl, das er mich beherrschen will, dann aber auch mal wieder kurz auf Distanz geht. Wenn es nicht die vielen netten und lieben Dinge geben würde, die er echt überzeugend rüberbringt, hätte ich sicher schon abgebrochen. Aber da gibt es immer zwei Seiten: einmal der Verstand und dagegen das Herz. Wie gehe ich damit um? Gehe ich auf Distanz, wird er ganz schön eifersüchtig, obwohl es dafür keinen Grund gibt. Ich habe auch Klartext versucht: Beziehung gut und schön - aber nicht um jeden Preis! Wer hat da Erfahrungen? Ich würde mich über Rückmeldungen echt freuen!

Antworten
S6imoanBlxn03


Hallo Thewidow,

wenn du meine ehrliche Meinung hören möchtest, dann würde ich dir abraten von einer Beziehung mit dem Mann. Vor allem, weil du schreibst, du hast das Gefühl er möchte dich beherrschen, wenn es auch nur zwitweilig ist. Das klingt nicht gut und du solltest da auf dein Gefühl achten und nicht blind vor Liebe sein.

Ich kenne keine Beziehung, bei der ein Partner Alkoholiker ist, die glücklich oder ohne größere Probleme ist.

Und wenn er jetzt schon eifersüchtig wird, obwohl ihr noch gar keine feste Beziehung führt, dann wird das sicher in einer Beziehung nicht besser.

Natürlich kann jeder deinen Wunsch nach einer Beziehung verstehen, aber da geht der Selbstschutz vor. Schließlich soll es ja eine glückliche Beziehung werden und mit Alkohol geht das nicht.

Cfomsran


Er hat auch schon mehr als einen Entzug hinter sich

Dann lass es!

Du wirst niemals stärker als der Alkohol sein, wenn er schon mehrmals rückfällig wurde.

EYhem|ali9ger NutzerU (#o54542x1)


Solange er nicht dauerhaft zufrieden abstitent sein kann oder will .... solltest Du die Finger davon lassen, gegen den Alkohol kannst Du nicht gewinnen, das kann nur er.

Natürlich kann jeder deinen Wunsch nach einer Beziehung verstehen, aber da geht der Selbstschutz vor. Schließlich soll es ja eine glückliche Beziehung werden und mit Alkohol geht das nicht.

Dem ist nichts hinzuzufügen.

SLpri0ngchxild


Hallo thewidow,

es ist jetzt schon ein paar Jahre her, aber ich hatte eine drei Jahre währende Beziehung mit einem alkoholkranken Mann. Wie lange seid ihr denn schon zusammen? Wohnt ihr zusammen?

Meine Erfahrung war leider alles andere als rosig, natürlich hofft man bei jedem Entzug, dass es endlich besser wird und hält. Das Gegenteil war der Fall; es wurde immer schlimmer. Bei jedem Rückfall hat er mehr gesoffen. Am Ende war der Alkohol stärker als unsere große Liebe. Obwohl ich ihn wirklich sehr geliebt habe, musste ich das Handtuch werfen. Der einzige Fehler daran war, dass ich es nicht schon viel früher getan habe.

Alkoholismus ist eine furchtbare Krankheit, die ich keinem wünsche. Positive Erfahrungen dazu habe ich persönlich nicht gefunden, ich war in mehr als einem Angehörigen-Seminar.

Es tut mir leid, dass ich Dir keine Hoffnung machen kann.

TeheGwbisdow


Wir sind erst seit 3 Monaten zusammen und jeder hat seine eigene Wohnung.

Scprinegchixld


Dann besser ein Ende mit Schrecken als Schrecken ohne Ende, wenn ich mal abgedroschene Floskeln in den Raum werfen darf. Er kann sich ja wieder melden, wenn er dauerhaft trocken ist. Vielleicht gibt ihm das ja den nötigen Anstoß...

C[oteISauva0gxe


Ich hätte Angst vor ihm, und ich ekle mich vor Menschen die saufen => wäre keine Beziehung für mich.

->perse"ph%one1-


Ich finds traurig, dass viele generell von einer Beziehung zu einem Suchtkranken Menschen absehen würden. Letztendlich ist das eine psych. Erkrankungen und dass er bereits mehrere Entzüge hinter sich hat, spricht doch eigentlich für ihn.

Mein Freund ist auch Suchtkrank , hat dazu ein paranoide schizophrenie diagnostiziert. Es ist nicht immer einfach und manchmal hat er auch Rückfälle aber solange man(also er) sich nicht selber aufgibt und immer weiterkämpft, unterstütze ich ihn gerne bei diesem Kampf.

Aber wenn man die sucht jetzt mal ausklammert, klingt das was du schreibst nicht so positiv. Und wenn du dich eingeengt und fremdbestimmt fühlst, würde ich das Gespräch zu ihm suchen um genau darüber zu sprechen. In der Hoffnung dass man das noch retten kann.Aber nur weil er süchtig ist (und das wird er sein Leben lang mit sich rum tragen) ) würde ich keine Beziehung in frage stellen.

CXote}Sauva.ge


Letztendlich ist das eine psych. Erkrankungen und dass er bereits mehrere Entzüge hinter sich hat, spricht doch eigentlich für ihn.

Hier betraf die Frage "Alkoholsucht", und warum soll ich mir das geben, wenn ich mich vor Säufern ekle und auch einen Mann haben kann, der keiner ist, oder ich auch gut alleine sein kann? Und dass jemand mehrere erfolglose Entzüge hinter sich hat, spricht nicht für ihn, sondern dafür dass diese Entzüge nichts bringen und die Lage so bleiben wird wie sie ist oder - wahrscheinlicher - sich verschlimmern wird.

p]arMazebllnuvsxs


@ Thewidow

Ja Mist. Schade, wenn Menschen trinken müssen. Aber das ist dann halt so. Er wird erst aufhören zu trinken, wenn er wirklich 'ganz unten' angekommen ist. Es ist kein schöner Weg für einen Angehörigen. Wenn du an der Beziehung festhalten willst, dann melde dich doch mal bei 'Al-Anon' in deiner Gegend. Das ist meist Freitagabend. Da sind nur Angehörige von alkoholkranken Menschen, die Hilfe suchen. Da kannst du dich umfassend informieren. Und dein Partner sollte zu AA, als 'Anonyme Alkoholiker' gehen, wenn ihm etwas an dir liegt. So könntet ihr aus dieser teuflischen Spirale heraus finden.

Vuagdaburndxin


Liebe TE,

im Grunde weißt Du doch ganz genau was zu tun ist.

Erhoffst Du Dir hier Meinungen, wie z. B. "alles gar nicht so schlimm ist"?

Du bist hoffentlich nicht so naiv zu glauben, dass er für Dich mit der Sauferei aufhört.

Allein die Tatsache, dass Du einen Faden hier eröffnest und Dir scheinbar Meinungen erhoffst, damit Du es wider besseren Wissens rechtfertigen kannst, bei ihm zu bleiben, zeigt doch, dass Du da ziemlich naiv und romantisch-verklärt bist. Insofern werden alle guten Ratschläge nicht fruchten.

Wie ist es um Dein Selbstwertgefühl bestellt? Hältst Du Dich für so minderwertig, dass Du mit einem Säufer zusammensein magst?

Bist Du so verzweifelt auf Beziehungssuche, dass Du lieber "den" als keinen nimmst?

Und ja, ich ekele mich auch vor Säufern. Wie kann man mit einem Menschen ins Bett gehen oder ihn auch nur küssen, wenn er massiv nach Alkohol stinkt? Wie kann man das Gelalle ertragen, ohne Mordgedanken zu bekommen? Und wie kann man einen Mann erotisch anziehend finden, der labil ist und in seinen Launen zwischen weinerlichem, kleinen Jungen und egoistischem Arschloch hin und her pendelt?

Aber das willst Du bestimmt gar nicht lesen. Du willst hören, dass der Bruder der Cousine einer Nachbarin der Omma der Arbeitskollegin mit dem Saufen aufhörte, da er die Frau seines Lebens kennenlernte.

Du suchst Absolution für eine Beziehung, die Dich garantiert unglücklich, abhängig und letztlich krank machen wird. Das ist selbstzerstörerisch und sollte mal von einem Profi beleuchtet werden...

Wenn Du so händeringend einen Mann suchst und dabei scheinbar so verzweifelt bist, Dir wissentlich einen Alkoholiker anzutun, dann schreib mir eine PN. Mir fallen spontan 3, 4 Männer ein, die Single sind und nicht saufen.

Aber wie so oft wird hier Hopfen und Malz bereits verloren sein und jedes geschriebene Wort und jeder gemachte Gedanke ist verschwendete Zeit.

In diesem Sinne wünsche ich Dir bereits jetzt schon einen angenehmen Aufenthalt in der Co-Abhängigkeit.

Vvagabu}nditn


Parazellnuss

Wenn man in einer langjährigen Beziehung lebt, finde ich es sehr sinnvoll, sich an Beratungsstellen zu wenden aber nach drei Monaten? Das ist Kennenlernzeit und sollte wie in der Probezeit behandelt werden: Sofortige Beendigung ohne Angabe von Gründen.

Drei Monate sind nichts; da sollte noch soviel Verstand vorhanden sein, die Beine in die Hand zu nehmen. Es sei denn, es ist der einzige Mann im Einzugsbereich von 400 km.

pVaraHz;ellnxuss


Naja. Ich kenne einige Leute, die mit dem Trinken aufgehört haben und seit Jahren trocken sind. Ich bin zwar kein Alkoholiker, aber ich trinke aus Prinzip keinen Alkohol, da ich schon viele Menschen an die Sucht und an den Tod verloren habe. Aber wie gesagt, es geschehen immer wieder mal gute Dinge in dieser Welt. Selten, aber sie geschehen...

C+oteuSauvAage


Es sei denn, es ist der einzige Mann im Einzugsbereich von 400 km.

Nee, nicht mal dann! Es sei denn wir beiden wären die beiden einzigen Menschen auf einer Insel und zwangsläufig aufeinander angewiesen.

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