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Beziehung mit einem alkoholkranken Mann

p{arazNellnuwss


Also ich würde das auch nicht mehr mitmachen. Bei aller Liebe...

M^oritzx271


Über Wochen geht alles gut und dann wieder mal ist der Alkohol stärker. Das dauert nicht lange an, aber es passiert.

Wie muss ich das verstehen? Ist er das, was man einen Quartalssäufer nennt, also der sich alle 10 Wochen mal die Kante gibt, ansonsten aber Alkohol meidet? Wie ist er dann? Erträglich oder ein besoffenes Schwein?

Ist das ein Dauerzustand? Oder werden die Pausen ohne Alkohol immer kürzer?

Irgendwie habe ich das Gefühl, das er mich beherrschen will, dann aber auch mal wieder kurz auf Distanz geht.

Das ist für mich negativer als einer, der alle 10 Wochen (wenn es dabei bleibt, du kennst ihn ja nicht so lange) den Kick braucht.

Begründet er das "auf Distanz gehen" denn? Siehst du in der Hinsicht den Willen und die Tendenz, es zu ändern?

Sonst ab mit Schaden

r_edpcepp$er284


Schwierig.

Mit einem suchtkranken Partner ist es nicht immer einfach - abgesehen vom Stigma, welches da auf einem lastet, man ist ja immer auch irgendwie Co-abhängig und gesellschaftlich ist sowas oft ein Eiertanz.

Ich hatte 2 Jahre eine Beziehung zu einem Alkoholiker, welcher aber anfangs nicht mit offenen Karten gespielt hat. Er hat anfangs seine Sucht gut "versteckt", hatte sich im Griff und erste nach ca. einem halben Jahr war für mich erst ersichtlich "er ist alkoholabhängig".

Anfangs hat er längere Abstinenzzeiten gehabt, unter der Woche nicht getrunken, nur am WE, das wurde dann immer mehr, die Anzahl der Feierabendbiere wurde höher und später fing er an seinen Alkohol vor mir zu verstecken.

So eine Beziehung ist anstrengend und psychisch oft eine Gratwanderung.

Ich habe meinem Partner damals nach einem großen Streit bei dem er es zugab schon länger Probleme zu haben unterstützt, er war in einer Suchtklinik, zunächst stationär, dann in ambulanter Behandlung und auch Paartherapie. Hinzu kam auch eine weitere F-Diagnose.

Ich habe am Ende aufgegeben, weil mir mein Nervenkostüm, meine psychische Gesundheit und auch mein berufliches Fortkommen wichtiger waren. Eine gute Entscheidung, auch wenn es mir manchmal leid tat.

Das ist nun einige Jahre her und ich habe die Trennung nicht bereut.

Er ist heute immer noch süchtig bzw wieder rückfällig geworden und das hätte ich mit Sicherheit nicht

verhindern können, der Suchtkranke muss selbst den Drive haben sich aus dieser Situation wieder heraus zu manövrieren.

Mein Fazit ist also: Da es erst drei Monate sind... sei dir selbst am nächsten und nimm die Beine in die Hand.

-Vperose.phonGe1-


Wie ist es um Dein Selbstwertgefühl bestellt? Hältst Du Dich für so minderwertig, dass Du mit einem Säufer zusammensein magst?Bist Du so verzweifelt auf Beziehungssuche, dass Du lieber "den" als keinen nimmst?

Und nur weil er suchtkrank ist und trinkt ist er nun ein Mensch 2.Klasse für dich? Du tust mir leid :(

Ich kann ja nur für mich sprechen (u.ich bin mir bewusst dass es bei vielen Süchtigen wohl anders ist, aber auch nur weil sie das Gefühl haben vermutlich eh nicht verstanden zu werden) ich hatte noch nie eine solch offene, , ehrliche und energetische Beziehung wie zu diesem Menschen mit dem ich aktuell eine Beziehung habe, der ebenfalls darunter leidet.

Man muß sich bewusst sein was das bedeutet und ob man diesen schweren Weg mit ihm gehen will.

An die Te: es gibt andere Foren die für diese Fragestellungen wohl besser geeignet sind als dieses hier. .Das "suchtmittel"forum hat mir sehr geholfen mich in diese Problematik etwas einzuarbeiten.

Es ist ein schwerer Weg aber wenn er es wirklich will und nicht nur so tut , dann gibt es genug Stellen zurHilfe @:)

STpqrinYgchxild


Joah so hab ich auch lange geredet.

C haSnceV007


Und nur weil er suchtkrank ist und trinkt ist er nun ein Mensch 2.Klasse für dich?

Das kann ich daraus nirgendwo ableiten.

Es ist das eine, einen Menschen als Mensch zu beurteilen bzw. zu akzeptieren. Aber etwas ganz anderes, diesem Menschen in einer Beziehung zu begegnen und sich wissentlich auf etwas einzulassen, bei dem man von vornherein die Garantie hat, dass es einem selbst nicht gut tut.

Wer dies verhindern kann, weil er emotional noch nicht zu sehr verstrickt ist, der möge es tun, wenn er sich selbst auch nur ein kleines bisschen mag.

K4rabbYelkäfxerle


Und nur weil er suchtkrank ist und trinkt ist er nun ein Mensch 2.Klasse für dich? Du tust mir leid :(

In gewissen Dingen muss man sich einfach selbst schützen.

Nnullacrht}fuenTfzehn


Ich kann ja nur für mich sprechen (u.ich bin mir bewusst dass es bei vielen Süchtigen wohl anders ist, aber auch nur weil sie das Gefühl haben vermutlich eh nicht verstanden zu werden) ich hatte noch nie eine solch offene, , ehrliche und energetische Beziehung wie zu diesem Menschen mit dem ich aktuell eine Beziehung habe, der ebenfalls darunter leidet.

Das klingt für mich schon etwas Richtung Co-Abhängigkeit...

aPyaVsha


Natürlich ist ein Mensch mit einem Suchtproblem kein Mensch zweiter Klasse. Er ist nur - leider - nicht beziehungsfähig, weil die Sucht immer an erster Stelle stehen wird. Die Bedürfnisse und Pläne mit dem Partner, die Familie, die finanziellen Verpflichtungen, all dies wird niemals an erster Stelle stehen, sondern immer (im besten Fall nicht ständig, aber immer wieder) hinter die Sucht zurück treten müssen. Auf einen suchtkranken Mensch kann man sich nicht verlassen. Egal was gerade los ist, egal welche Pläne man gemeinsam hatte, egal ob die Partnerin oder die Kinder krank sind, in einer Situation besondere Unterstützung bräuchten oder was auch immer - die Sucht ist stärker als alle Verpflichtungen. Zudem bedeutet Alkohol- oder Drogenmissbrauch eine massive Gesundheitsgefährdung, deren Folgen die Partnerin *selbstverständlich* unter Zurückstellung aller eigenen Wünsche und Bedürfnisse mittragen muss. Mal ganz abgesehen davon, dass viele Alkoholiker im Rausch auch noch verbal ausfallend, asozial oder sogar gewalttätig werden.

Klar gbt es Hilfe. Aber die Rückfallquote ist auch im besten Fall (stationäre Langzeittherapie) immer noch über 50%. Wenn Therapiemaßnahmen bereits mehrfach gescheitert sind, sieht die Statistik noch viel schlechter aus.

Ich würde einem Menschen, auf den ich mich nicht verlassen kann und bei dem die Sucht an erster Stelle steht, niemals mein "Herz" anvertrauen und so tief in mein Leben lassen, wie es eine Beziehung mit sich bringt. Das ist purer Selbstschutz.

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