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Partner von Borderliner*innen im Forum

E.xgrenmzgängexr hat die Diskussion gestartet


Hallo,

in diesem Forum sind ja beizeiten auch Partnerinnen und Partner von Borderlinerinnen und Borderlinern zu lesen – meistens sind es ja diese, die hier schreiben, nicht die Borderliner an sich.

Mich interessiert, wie viele Betroffene hier sind und würde hiermit gerne einen Faden starten, um sich auszutauschen. Meiner Meinung nach kommt das insgesamt zu kurz.

Ich bin selbst vor knapp zwei Jahren aus einer sechs Jahre dauernden, sehr stürmischen Beziehung mit einer Borderlinerin "entkommen" (Betroffene wissen, wovon ich schreibe).

Beste Grüße

Antworten
CCyutexx


Vielleicht - wie erkennt man eine "Borderlinerin"? Meine Exfreundin war sehr enthusiastisch (fast zu schön, um wahr zu sein), und nach einer gewissen Weile ist es gekippt ins Gegenteil: Es kamen ganz aggressive Beschimpfungen und verletzende Vorwürfe und Beleidigungen, für einen Abend oder einen Tag. Und dann kamen die guten Zeiten wieder, etc.

E/hemaligewr NurtRzer (#59x2547)


Vielleicht - wie erkennt man eine "Borderlinerin"? Meine Exfreundin war sehr enthusiastisch (fast zu schön, um wahr zu sein), und nach einer gewissen Weile ist es gekippt ins Gegenteil: Es kamen ganz aggressive Beschimpfungen und verletzende Vorwürfe und Beleidigungen, für einen Abend oder einen Tag. Und dann kamen die guten Zeiten wieder, etc.

Du selbst kannst nichts bei irgendwem diagnostizieren. Man kann dir höchstens Anhaltspunkte geben, wie sich so jemand verhalten KÖNNTE, der unter Störung X leidet. Aber nur, weil du irgendwen nicht magst, irgendwer sich deiner Meinung nach nicht richtig verhält oder dich irgendwer nervt oder du mit jemandem nicht zurechtkommst oder [füge beliebige Wirkung von unangenehmem Verhalten ein], ist er oder sie noch lange kein Borderliner, Psychopath, Schizophrener oder sonst wie psychisch Kranker. Diese Laiendiagnosen an anderen, nur, weil man mit jemandem aus welchen Gründen auch immer nicht klarkommt oder weil es eben Menschen gibt, die etwas schwieriger sind, gehen mir persönlich auf den Senkel.

Ich bin in meinem Leben zu mehreren Psychologen gerannt, weil ich solche Angst hatte, psychisch krank zu sein, weil genau solche Leute, denen ich einfach aus irgendwelchen Gründen halt unsympathisch war, mir irgendwelche psychischen Krankheiten angedichtet haben, weil sie mich "komisch" fanden oder weil sie sonst wie selbst irgendwelche Probleme hatten oder weil man einfach mal nicht mit allen zurechtkam. Tja, eine leichte Depression hatte ich schließlich, das wars. Ich hatte aber keine schwere Persönlichkeitsstörung oder sonst etwas Komisches.

Außerdem werden mit solchen Laiendiagnosen dann auch noch die Leute diffamiert, die wirklich unter einer solchen Störung leiden. Nur, weil du jemanden nicht magst oder mit jemandem nicht klarkommst / klargekommen bist, ist er oder sie noch lange kein psychisch Gestörter. Das macht mich wirklich ein bisschen sauer.

Das ist nicht nur an dich gerichtet. Man liest in Foren nur regelmäßig irgendwelche Laiendiagnosen an Partner, Arbeitskollegen, Chefs, Kindern von Freunde, den eigenen Kindern, etc.

Ich möchte das mal allgemein in die Runde werfen - es ärgert mich immer wieder.

EZhemaligjer Nut6zer p(#592e54x7)


Nachtrag: Wenn jeder Depp psychische Störungen diagnostizieren könnte, weil man sie so einfach erkennt wie einen gebrochenen Arm im glasklaren Röntgenbild, bräuchte es keine umfassende Diagnostikausbildung. Just saying.

PBowe(rPufxfi


Ich hatte aber keine schwere Persönlichkeitsstörung oder sonst etwas Komisches.

Aha. Eine Depression ist also normal, aber eine Persönlichkeitsstörung ist etwas Komisches?

Darf ich dich fragen, woher du dir das Recht herausnimmst, darüber zu werten? Das ist ganz schön beleidigend. Du bist mit einer Depression genauso psychisch auffällig wie Menschen mit anderen "komischen" Erkrankungen auch.

Das macht dich weder besser, noch schlecher.

Übrigens sind die Übergänge oftmals fließend. Bei dem einen Arzt bist du Borderliner, bei dem anderen Arzt hast du PTBS und bei dem anderen eine Depression. "Die" Diagnose gibt es sowieso nicht! ;-)

C;ytJex


@ scarface1988

Mach Deinen eigenen Faden auf für Dein Problem.

Ich bin in meinem Leben zu mehreren Psychologen gerannt, weil ich solche Angst hatte, psychisch krank zu sein

NAor2dix84


Meine Exfreundin war sehr enthusiastisch (fast zu schön, um wahr zu sein), und nach einer gewissen Weile ist es gekippt ins Gegenteil: Es kamen ganz aggressive Beschimpfungen und verletzende Vorwürfe und Beleidigungen, für einen Abend oder einen Tag. Und dann kamen die guten Zeiten wieder, etc.

Sowas kann natürlich ein Anzeichen sein, muss aber nicht. Rein aus meinen persönlichen, laienhaften Erfahrungen würde ich in solchen Fällen schon massiv Abstand von der entsprechenden Person nehmen, die Gefahr das da wirklich sowas dahinter steckt ist ziemlich hoch.

Für mich persönlich kommt eine Beziehung oder auch nur eine Freundschaft zu Borderlinern die nichts von ihrer Krankheit wissen und/oder nicht in Behandlung sind absolut nicht mehr in Frage. Sowas hatte ich in jüngeren Jahren und wenn man selbst nicht um diese Krankheit weiß und auf sich aufpasst dann reibt man sich im Kontakt mit diesen Menschen auf.

EYhemalMiger Nuhtzxer (x#15)


Nordi

"Für mich persönlich kommt eine Beziehung oder auch nur eine Freundschaft zu Borderlinern die nichts von ihrer Krankheit wissen und/oder nicht in Behandlung sind absolut nicht mehr in Frage."

Wenn sie nichts von ihrer Krankheit wissen, woher weißt Du dann, dass sie krank sind?

Ich sehe den Beitrag von Scarface auch teilweise etwas zu heftig, subjektiv geprägt, im Kern stimme ich ihr aber in vielen Teilen zu.

Die Beschreibung von cytex:

"Meine Exfreundin war sehr enthusiastisch (fast zu schön, um wahr zu sein), und nach einer gewissen Weile ist es gekippt ins Gegenteil: Es kamen ganz aggressive Beschimpfungen und verletzende Vorwürfe und Beleidigungen, für einen Abend oder einen Tag. Und dann kamen die guten Zeiten wieder, etc."

Kann auch ganz einfach auf einen Menschen hinweisen, der sehr lange Dinge die ihn stören schluckt, hinnimmt, nichts sagt (oder nicht gehört wird, nicht ernst genommen wird) und bei dem dann das Ventil platzt.

Ich will Dir damit nichts unterstellen oder analysieren, Cytex, ich will nur sagen, dass es eben (vor allem bei einer so kurzen Beschreibung) Gründe geben kann die weit weg von einer psychischen Erkrankung sind. Die mehr "einfach" mit dem Charakter/Persönlichkeit einer Person, und/oder auch dem Partner, der Beziehungsstruktur zu tun haben können. Da gibt es viel, was da reinspielt.

"Sowas hatte ich in jüngeren Jahren und wenn man selbst nicht um diese Krankheit weiß und auf sich aufpasst dann reibt man sich im Kontakt mit diesen Menschen auf."

Man kann sich auch an Menschen die schlicht und einfach nicht zu einem passen selbst aufreiben. Das obliegt der eigenen Verantwortung und nicht irgendwelchen (vor allem selbstdiagnostizierten) Krankheiten.

Ich glaube, darauf wollte auch Scarface letztendlich hinaus.

Emhemalicger Nut5zer _(#15x)


PowerPuffi

Scarface schreibt:

"Ich hatte aber keine schwere Persönlichkeitsstörung oder sonst etwas Komisches."

Deine Antwort

"Aha. Eine Depression ist also normal, aber eine Persönlichkeitsstörung ist etwas Komisches?"

Ich glaube das meinte sie nicht. Sondern, dass ihr wohl diverse, schwerwiegende, Krankheiten "eingeredet" wurden, die sie eben letztendlich gar nicht hatte. Sondern "nur" eine leichte Depression.

Werten wollte sie damit sicher nicht, zumindest lese ich es im Zusammenhang ihres Beitrages nicht so.

C6yNtex


Kann auch ganz einfach auf einen Menschen hinweisen, der sehr lange Dinge die ihn stören schluckt, hinnimmt, nichts sagt (oder nicht gehört wird, nicht ernst genommen wird) und bei dem dann das Ventil platzt.

Ja, so würde ich das beschreiben. Sie ist nicht erreichbar, und fährt ein eigenes, stereotypes Programm - ist von aussen nicht mehr zugänglich, ausser man steigt in die genau gleiche Welt ein. Und das will ich nicht. Wie man das jetzt nennt, ist nebensächlich, der Fadenstarter hat diesen Begriff gebraucht, ich habe es nur in Anführungsstrichen gesetzt.

Laucix32


Ich war kurz mit einer Borderliner zusammen. Bin aber Psychologin und habe die "Symptomen" recht früh erkannt.

Ich habe zuerst Grenzen gesetzt. Sie wurden immer wieder überschritten (Beleidungungen, Erniedrigungen, Abwertung, kindisches Verhalten - also die negativen Eigenschaften). Krankheitseinsicht war nicht vorhanden.

Habe daher die Beziehung schnell beendet. Borderliner können faszinierend sein, zeigen starke Liebe aber ... oft spiegeln sie deiner (positive, soziales) Verhalten, um reinzupassen, da wenig Selbstidentität da ist. Emotional sind sie etwa wie 3-jährige.

Gefährlichen Spiel falls der Partner ebenfalls etwas psychisch labil ist. Kommt schnell zu eine sehr destruktiven Beziehung, wo beide Partner nur schwer rauskommen. Wie gesagt Borderliner haben eine starke Anziehungskraft. Können sehr intensiv verliebt sein - diese Momente sind natürlich sehr schön.

Njordxi84


Wenn sie nichts von ihrer Krankheit wissen, woher weißt Du dann, dass sie krank sind?

Eine Diagnose spielt in dem Fall keine Rolle, mir reicht auch schon ein Verhalten wie von Cytex beschrieben. Ja, das kann auch andere Ursachen haben, es kann aber auch eine Borderline Störung sein.

Man kann sich auch an Menschen die schlicht und einfach nicht zu einem passen selbst aufreiben.

Aber längst nicht in dem Maße wie bei diesen Störungen oder "speziellen" Charaktereigenschaften. Wenn jetzt einfach jemand nicht zu mir passt dann ist das was völlig anderes als irgendwelche bewussten oder unbewussten manipulativen Spielchen und extremen Stimmungswechseln.

E1xFgrenz{gängexr


Guten Morgen,

um die Diskussion wieder ein wenig zu kanalisieren: Ich spreche von PartnerInnen oder Ex-PartnerInnen von wirklichen Borderlinern oder verwandten PS (narzisstisch, histrionisch).

P]ower PufHfi


Also ich habe eine diagnostizierte Borderlinepersönlichkeitsstörung. Meine Krankheit war nie Thema in meiner Beziehung.

Ich denke nicht, dass man alle Borderliner über einen Kamm scheren kann.

E#h=emaliIger NwutGzer <(#1x5)


Cytex

"Wie man das jetzt nennt, ist nebensächlich, der Fadenstarter hat diesen Begriff gebraucht, ich habe es nur in Anführungsstrichen gesetzt."

Das nennt man in den meisten Fällen schlicht "individueller Charakter" ;-) - darauf wollte ich hinaus.

Nordi

"Ja, das kann auch andere Ursachen haben, es kann aber auch eine Borderline Störung sein."

Genau. Aber ist es denn nicht letztendlich völlig egal wie man es benennt oder ob es überhaupt einen Namen hat? Es passt einfach nicht, dieser Mensch tut Einem nicht gut.

Was bringt es Einem selbst dem Ganzen einen Namen (Krankheit) zu geben? Inwiefern bringt diese (oftmals eigen erstellte) Erkenntnis Einen weiter?

"Wenn jetzt einfach jemand nicht zu mir passt dann ist das was völlig anderes als irgendwelche bewussten oder unbewussten manipulativen Spielchen und extremen Stimmungswechseln."

Wieso ist das was völlig Anderes? Also für Dich selbst? Für Deine Entscheidung mit ihm zusammen zu bleiben oder nicht?

Es kommt doch letztendlich ausschließlich auf das Verhalten des Partners an. Und auf die Dynamik zwischen Beiden.

Ich meine:

Wenn da ein Mensch ist, der offensichtlich starke emotionale Probleme hat - auch dann kommt es wieder darauf an wie er damit umgeht. Will er was ändern? Tut er es auch merkbar? Egal ob über Therapie oder gute Gespräche mit dem Partner etc.? Oder sagt er immer nur er will was ändern, es passiert aber nichts (Stichwort: Einsicht, Einsichtsfähigkeit)?

Auch hier ist es doch irrelevant unterm Strich unter welcher psychischen Krankheit/Störung er letztendlich leiden mag - wie er damit umgeht ist der Punkt.

Und darauf will ich hinaus, das ist das, worüber ich in solchen Diskussionen immer stolpere:

Bekommt "man" als Partner also die Diagnose Borderline (oder sonstiges) bestätigt, dann dann lehnt man sich zurück, dann ist alles besser, anders...oder was genau passiert dann? Bleibt man dann doch mit der Person zusammen weil "sie kann ja nichts dafür" oder trennt man sich sofort weil "Nee...Borderline geht ja gar nicht"?

Dann steht und fällt doch Alles weiterhin mit dem Verhalten der betreffenden Person, sie verliert dadurch doch nicht an Individualität? Borderliner ist nicht gleich Borderliner, sowie auch z.B. Alkoholiker nicht gleich Alkoholiker ist.

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