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Organspendeausweis Partner - aufgewühlt

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Ich hab einen seit ich 18 bin. Für mich war das eine Selbstverständlichkeit über die nicht nachdenken musste, ebenso wie die Knochenmarkspende. Ich gehe damit auch offen um und aus meiner Familie weiß es jeder. Von meiner Tante kam dann so ein Blödsinn, dass man Organspender im Krankenhaus schneller sterben lässt als ihnen zu helfen, aber... nun ja. %-|

Bisher hat meine Offenheit leider nicht dazu geführt, dass jemand sich auch so einen Ausweis geholt hat, aber vielleicht kommt das ja noch. Ich fänds schön, wenn alle sowas hätten und auch zu Knochenmarkspendern würden.

Dass dich das so aufwühlt kann ich gar nicht nachvollziehen. Ich hab mir wirklich Mühe gegeben, aber ich kriegs nicht hin. @:) Ich meine, wenn wir tot sind, merken wir eh nichts mehr und es kann einem doch egal sein ob und welche Organe einem entnommen werden. Allein der Gedanke, dass man nach seinem Tod einem anderen Menschen, der ja vermutlich auch Familie hat, das Leben retten kann, würde bei mir die letzten Bedenken wegwischen, wenn ich welche hätte.

DDieN SVedherin


ich kann marie insofern verstehen, als dass für mich all die themen rund ums sterben und den tod, organspenden und beerdigung usw. für mein gefühl eben keine alleinigen mehr sind, sobald es menschen um mich herum gibt, die mich lieben und die ich liebe.

mir persönlich ist es sowas von egal, was mit mir passiert, wenn ich gestorben bin (bzw. für hirntot erklärt werde), weil ich nicht in irgendeiner form gläubig bin, wo die unversehrtheit meines körpers eine rolle spielt. d.h. eigentlich sollen "die" mit meinem körper machen, was sie wollen - also alle organe entnehmen, die brauchbar sind.

und eigentlich wollte ich immer eingeäschert werden und meine asche sollte irgendwo verstreut werden.

aber: gerade weil es mir vollkommen wurscht ist (weil ich es ja eh nicht mehr mitbekomme), möchte ich den hinterbliebenen die wahl überlassen, wie sie es erträglicher finden. ist es ein angenehmer gedanke, dass irgendein organ von mir noch zu etwas gut war? brauchen sie einen ort, an dem sie ihre trauer besser bewältigen können? ist für sie eine große beerdigung wichtig für den abschied? usw.

deswegen bespreche ich diese dinge durchaus mit meinem mann und den kindern - einzig der wunsch nach einäscherung ist bei mir unumstößlich!

(ps: ganz davon abgesehen ist es ganz sinnvoll über den organspendeausweis bescheid zu wissen, weil der spender den ja im notfall nicht immer bei sich hat und entscheidungen ja meist recht schnell getroffen werden müssen)

A:nbkxa101


Ausser bei den Nieren können die Spenderorgane nur einem Lebenden entnommen werden. Ansonsten

wären sie unbrauchbar. Der Begriff "Hirntod" ist nur eine Definition. Zudem ist es ziemlich aufwendig,

den Hirntod zu 100 % nachzuweisen. Und dieser Aufwand wird in den Kliniken kaum angewendet.

Tatsache ist, dass der "Hirntote" noch Schmerzen empfinden kann. Nachgewiesen !!!!

Und er bräuchte eigentlich eine Narkose bei der Entnahme der Organe. Dies wird jedoch nur selten gemacht,

weil die Ärzte damit ein ethisches Problem haben. Denn eine Narkose braucht eben nur ein Lebender.

Also, wenn man sich etwas genauer mit dem Thema beschäftigt, wird man doch etwas vorsichtig.

Zudem ist ein Mensch eben kein Ersatzteillager. Ich persönlich würde auf ein Spenderorgan verzichten.

Und das sage ich nicht jetzt, wo bei mir noch alles funktioniert. Ich bin einer der wenigen Menschen,

die sich intensiv mit dem Tod beschäftigt haben und ihn nicht ignorieren.

EOhema0liger NJutzerS (#51~56/10x)


Tatsache ist, dass der "Hirntote" noch Schmerzen empfinden kann. Nachgewiesen !!!!

Ich bitte ganz neugierig um eine Quelle für diesen Nachweis.

E3hemalig5er Nutzerq (#515x610)


Tatsache ist, dass der "Hirntote" noch Schmerzen empfinden kann. Nachgewiesen !!!!

Ich bitte ganz neugierig um eine Quelle, die das belegt.

haavhen'Wt_w.aited


Zumindest dem Buddhismus nach befindet sich ein Hirntoter noch mitten im Sterbeprozess. Wer also Organe spenden will, sollte sich am besten also nicht nur sehr sicher sein, sondern auch voller Liebe für den Mitmenschen handeln.

L?iverrpooxl


@ alle,

für die es keine große Sache ist:

Ihr schreibt, dass ihr das so nebenbei mal ausgefüllt habt. War das eine Kurzschlussaktion oder habt ihr Euch vorher ausführlich informiert? Es hat ja nicht nur gute Aspekte, wenn man mal so sagen will. Vielleicht mache ich dazu einen eigenen Faden auf, es beschäftigt mich nun alles sehr.

Für mich war immer klar, dass meine Organe gespendet werden. Ebenso wie ich Blut spende und bei der DKMS registriert bin.

Das war für mich kein "Pro- und Contra" Abwägen oder gar ein Entscheidungsprozess. Dieser Entschluss stand fest seit ich zum ersten Mal darüber nachgedacht habe.

Für mich ist der Tod allerdings auch kein Schreckgespenst, dass ich möglichst weit von mir wegschiebe sondern Teil meines Alltags. Ich habe mittlerweile zu viel gesehen und erlebt um vor diesem Thema noch die Augen zu verschließen. Ich gehe an diese Thema sehr rational ran und wenig emotional.

Ich sehe da auch kein Diskussionsbedarf mit meinen Angehörigen. Meine Eltern wissen, dass ich Medizinerin mit Leib und Seele bin und ebenso wissen sie, dass ich meine Organe definitiv nicht mit ins Grab nehmen möchte wenn ein anderer Mensch noch eine Nutzen davon haben könnte. Und sie akzeptieren meine Meinung und würde immer in meinem Sinne entscheiden. Das gilt auch für meine Schwester. Umgekehrt würde ich akzeptieren wenn sie ihre Organe nicht spenden wollen obwohl ich absoluter Befürworter der Organspende bin.

a$.fisxh


@ Anka101

Jeder Mensch kann sich seine eigene Meinung zum Thema Organspende bilden, aber warum verbreitest Du Lügen weiter, um Deine zu untermauern?

Der Begriff "Hirntod" ist nur eine Definition.

Was soll das aussagen? "Tot" ist auch "nur" eine Definition. Lebend ist eine Definition - wir definieren die Welt und die Zustände um uns herum, ja. Der Hirntod ist ein sehr eindeutig definierter Zustand, er bezeichnet das irreversible Ende aller Hirnfunktionen. Würde der Kreislauf nicht künstlich aufrecht erhalten, würde der Mensch anfangen zu verwesen. Das ist tot genug für mich, Du magst das anders sehen. Lebendig wird ein Mensch, nachdem er diesen Zustand erreicht hat, jedenfalls nicht mehr.

Zudem ist es ziemlich aufwendig,

den Hirntod zu 100 % nachzuweisen. Und dieser Aufwand wird in den Kliniken kaum angewendet.

Das wäre ein ziemlicher Skandal, ich bin mir sicher, für einen solchen Vorwurf hast Du verlässliche Quellen?

Tatsache ist, dass der "Hirntote" noch Schmerzen empfinden kann. Nachgewiesen !!!!

Und er bräuchte eigentlich eine Narkose bei der Entnahme der Organe. Dies wird jedoch nur selten gemacht,

weil die Ärzte damit ein ethisches Problem haben. Denn eine Narkose braucht eben nur ein Lebender.

Hirntote Organspender bekommen keine Schmerzmittel, aber muskelentspannende Mittel gespritzt, weil es zu vom Rückenmark gesteuerten Reflexen kommen kann. Eine Schmerzreaktion würde im Gehirn Aktivitäten verursachen, aber einen hirntoten Menschen macht ja nun genau der völlige Funktionsausfall des Gehirn zu einem hirntoten Menschen.

Sehr übersichtliche Infos, auch ein genauer Ablaufplan und weiteres zum Drumherum der Organspende, findet man z.B. [[https://www.organspende-info.de/organ-und-gewebespende/verlauf/hirntod hier]].

Laoui3sianxa


Seit ich gelesen habe, dass in der Schweiz bei Organentnahme von Hirntoten anästhesiert wird und in Deutschland nicht, weil man damit ja bestätigen könnte, dass möglicherweise noch ein Schmerzempfinden vorhanden ist, bin ich da ziemlich abgeschreckt. Meine Mutter hat einen Ausweis und sieht alles sehr pragmatisch, ich bin da eher anders aufgestellt. Ich bewundere jeden, der das mit sich klarbekommt. Ich gehöre nicht dazu.

a4.fixsh


Wo hast Du das gelesen?

LEou?isiaxna


Ich glaube hier im Forum, es war ein ähnlicher Beitrag und dazu gab es dann diverse Links, u.a. auch zu einer Webseite, wo betroffene Angehörige ihre Erfahrungen gepostet haben, wie das Ganze abgelaufen ist und dass sie es bereuten, ihr Einverständnis gegeben zu haben.

a9.fi3sh


Dass Angehörige den Ablauf nicht gut fanden oder sich überrumpelt gefühlt haben, habe ich auch schon häufiger gelesen. Das wäre etwas, was man zurecht kritisieren und bedenken kann. Umso wichtiger, mit Hilfe eines Ausweises klare Verhältnisse zu schaffen - eine Situation, in der ein Angehöriger als Organspender in Frage kommt, wird wohl kaum jemals eine entspannte, angenehme Situation sein, das muss man eben auch so hinnehmen, denke ich.

Man kann völlig berechtigt sagen, dass man das seinen Angehörigen nicht zumuten möchte. Aber Halbwahrheiten über das Verfahren verbreiten oder so zu tun, als gäbe es da berechtigte Zweifel (abseits von Glauben und Spiritualität, wo man ja nunmal glauben kann, was man mag) das finde ich furchtbar. Da wird Angst geschürt und ein Verfahren dämonisiert, das vielen Menschen das Leben retten könnte.

b&eetNlejuicex21


Habe auch einen seit ich 18 bin. Hab ich glaube ich auch keinem erzählt, doch irgendwann mal meiner Mutter weil ich ihren zufällig gesehen hab.

Mir ist eh klar, dass die Chance so helfen zu können im 0,0x% Bereich liegt, aber wäre doch echt schön so noch nebenbei was für einen anderen tun zu können. Ich muss nicht komplett unter die Erde oder ins Krematorium.

Für mich ist das aber auch keine große Sache weil für mich mit dem Tod und auch dem Hirntod alles vorbei ist.... keine religiöse Idee dahinter was noch kommt oder so.

Aber ich kenne auch die Fakten und wenn ich hier was von Schmerzempfinden und von nicht wirklich Hirntod etc lese muss ich echt stutzen wie sich solche Gerüchte halten.

Btw in einem beinahe hirntoten Zustand möchte ich auch nicht vegetieren, wegen mir könnten sie die Teile gerne schon eher haben. Solche Menschen versorge ich nämlich täglich, da ist nicht mehr viel lebenswertes bei teilweise.

L;iverpxool


Btw in einem beinahe hirntoten Zustand möchte ich auch nicht vegetieren, wegen mir könnten sie die Teile gerne schon eher haben. Solche Menschen versorge ich nämlich täglich, da ist nicht mehr viel lebenswertes bei teilweis

wusste eben nicht wie ich es formulieren soll und habe es deshalb gelassen aber das ist genau meine Meinung!

b{eemtleju8icex21


Ich glaube diese Meinung haben fast alle meine Kollegen.... man denkt zwangsläufig viel darüber nach wenn man das täglich sieht. Und die die ich sehe sind alles Kinder und Jugendliche, das ist oft in meinen Augen falsch verstandene Fürsorge gepaart mit viel Egoismus. Aber ich schweife ab das hat mit Organspende wenig zu tun, dafür gibts Patientenverfügungen. Aber für mich ein genauso intimes Thema über das ich nur alleine entscheide und meinem Partner meine Entscheidung nur mitteile.

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