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Auf der Suche nach einer langfristigen, dauerhaften Beziehung...

f.locOki82 hat die Diskussion gestartet


Hallo liebes Forum,

nun bin ich wieder mal an einem Punkt angelangt, wo ich mir ernsthaft die Frage stelle, warum es bei mir nicht klappt, jemanden kennen zu lernen, wo es dauerhaft funktioniert. Man sagt doch so schön - jeder Topf findet irgendwann seinen passenden Deckel...

Was stimmt nicht bei mir?

Mein Problem:

Mittlerweile bin ich 34 Jahre alt und hatte noch nie eine langfristige Beziehung. Es fiel mir schon früher schwer, auf Mädchen zuzugehen und sie anzusprechen. Das empfand ich aber nie als schlimm oder ungewöhnlich. Es gibt eben solche und solche Menschen, ich würde mich vom Naturell her eher als introvertiert und schüchtern bezeichnen. Ich dachte nach dem Studium und nachdem ich erstmal im Beruf Fuß gefasst hätte, würde ich irgendwann auf "die Richtige" treffen.

Das passierte dann auch, als ich 24 war, leider hat die Beziehung nur 3 Monate gehalten und es hat mich schwer getroffen, als sie auseinander ging.

Ich habe bei diesen "Schlussmach-Gesprächen" schon sooft dieselben Gründe gehört: es passt alles, Du bist warmherzig, zuvorkommend, nett, verständnisvoll...aber meine Gefühle reichen einfach nicht aus...

Ich könnte kotzen, wenn ich diesen Satz oder einen Satz in ähnlicher Form höre...

Es brauchte dann wirklich lange, bis ich mich von diesem Schlag erholt hatte und wieder bereit für etwas Neues war...

Wie gesagt, ich bin nicht der Typ, der auf irgendwelche Single- oder Ü30-Partys geht, sich die Nächte um die Ohren schlägt und wildfremde Leute anspricht. Im Beruf lerne ich leider auch keine neuen Leute kennen, da ich Informatiker bin. Und da sind bekanntlich 95% Männer unterwegs.

Und ich glaube nicht wirklich daran, dass ich am Regal im Supermarkt wirklich ernsthaft jemanden kennenlerne.

Da ich mich auch bei anderen "gesellschaftlichen Hobbies" wie z.B. Tanz- oder Kochkurse fehl am Platz und einfach unwohl fühle, habe ich es nun längere Zeit mit Internet-Dating versucht. Da lernt man schon recht viele Frauen kennen und trifft sich. Aber das ist wie die Nadel im Heuhaufen zu suchen. Wenn ich die letzten 5 Jahre passieren lasse, sind vielleicht 5-6 ernstere Beziehungen entstanden, wo ich mir meinerseits mehr vorstellen konnte. Aber fast immer ging es bereits nach kurzer Zeit mit oben genannten Satz auseinander, ohne dass ich wirklich einen Grund erkennen und was für die Zukunft verändern könnte...

Von meiner Selbsteinschätzung her bin ich zumindest tageslichttauglich, sonst würde es von vorneherein ja nicht zu mehrmaligen Dates kommen. Klar, bin ich kein Adonis-Typ der jeden Fitness-Trend mitmacht. Aber kommt es wirklich darauf an?

Ganz blöde kann ich auch nicht sein...ohne arrogant wirken zu wollen...ein abgeschlossenes Studium und ein sicherer Job sollte doch reichen...

Im Allgemeinen komme ich mit Mitmenschen gut zurecht, ich leite zum Beispiel eine Blaskapelle, was man ja auch nicht könnte, wenn man ein totaler Ar*** wäre.

Ich bin echt verzweifelt und stelle mir die Frage, ob ich wirklich so ein hoffnungsloser Fall bin und eine Partnervermittlung á la "RTL2 - Traumfrau gesucht" kontaktieren muss...

Habe ich ein Brett vorm Kopf und hat jemand eine Idee, was ich falsch mache?

Psychotherapeutische Hilfe nehme ich schon in Anspruch, allerdings meint meine Therapeutin, dass alles "ok" mit mir ist...ich soll mich einfach nicht so unter Druck setzen und meinen Emotionen und Gefühlen mehr Freiraum geben, mehr Kontakt mit Menschen suchen.

Danke schonmal für eure Hilfe...ich denke es war schon gut für mich alles mal von der Seele zu schreiben...

Antworten
h?ag-gtPysjxa


[[http://www.med1.de/Forum/Beziehungen/729546/ du bist nicht allein]]

;-)

DUieDoUsi&smach(td<asGi$ft


hag-tysja

:)^ :)= Hatte nach dem Lesen des Beitrags genau die gleiche Idee als Lösungsansatz zum Problem. ;-D

sIugfahrloive


Naja Partys sind ja auch nicht der richtige Ort um ne wirkliche Beziehung anzufangen. Klar lernt man da Leute kennen, aber irgendwie wollen alle die ich da kennenlern sowieso nur das eine...

Irgendwie wirkt es für mich, als würden die meisten nur noch schnelle Nummern, ja nichts wirklich Festes suchen. Ein bisschen Spaß haben ja, aber wirklich fest binden? Lieber nicht ;-)

Ich bleib hier mal in dem Threat, vielleicht kommen ja tolle Vorschläge wo man Menschen trifft die anständig sind xD

L6ouishixanxa


ich soll mich einfach nicht so unter Druck setzen und meinen Emotionen und Gefühlen mehr Freiraum geben, mehr Kontakt mit Menschen suchen.

Klingt für mich nach einer guten Idee. Verzweifelte Partnersuche kann abschreckend wirken.

Und was die Dating-Platformen angeht, von dem, was man hört und liest von Leuten, die sich dort angemeldet haben, glaube ich, dass man dort noch viel weniger fündig wird als im normalen Leben, weil sich dort vor allem Leute treffen, die irgendwie problembehaftet sind und es daher im "normalen Leben" nicht gebacken kriegen.

es passt alles, Du bist warmherzig, zuvorkommend, nett, verständnisvoll...aber meine Gefühle reichen einfach nicht aus...

Kann es zufällig sein, dass Du überangepasst bist, einer Partnerin jeden Gefallen tust und Dich selbst mit Deinen Ecken und Kanten (hast Du überhaupt welche?) nicht wirklich mit einbringst? Ich will nicht unken, aber diese Aufzählung könnten Frauen als eierlos betrachten....

s^ugarl>ove


Ich glaube dass diese aussage

"es passt alles, Du bist warmherzig, zuvorkommend, nett, verständnisvoll...aber meine Gefühle reichen einfach nicht aus..."

Nicht zutrifft. Das is sowas, sowas sagt man, wenn man die wahren Gründe nicht nenen will, weil man den anderen nicht verletzten will. Aber dass es einfach nicht gepasst hat, ist wohl die echte korrekte Aussage.

y"esse4sneexe


Ich habe auch mal eine kurze Zeit in Partnerbörsen gewildert... ]:D

Aber es war nix dabei. Also die Ladies waren schon nett und es war auch recht lustig. Aber ich war wohl zu sehr suchend. Aber das ist ja die Krux. Schließlich ist man ja dort WEIL man sucht.

Dann habe ich mal was total langweiliges gemacht. Eine Zeitungsanzeige. Es war ein Mittelding zwischen abschrecken und sagen was ich will. Prompt kamen Antworten. Als ich dann links auf meine Lieblingsmusik und Filme in einer Mail hatte, blieb nur eine übrig ;-D. Nach einem sehr lustigen netten und auch Gespräch erfülltem echten Blinddate klickte es bei uns beiden.

Und mit ihr wohne ich jetzt zusammen. Und alles passt.

hVaven't_=waxited


Auch der sogenannte ewige Kumpeltyp findet sein passendes Deckelchen, im Bekanntenkreis ein paarmal mitbekommen...

Vielleicht musst du von deinen eigenen Vorstellungen ein wenig mehr abrücken, als du es bisher gemacht hast?

fAlock\i82


Oh...schön...da kommt ja direkt einiges an Input! :)^

@ hag-tysja & DieDosismachtdasGift:

Habe mir den Beitrag [[http://www.med1.de/Forum/Beziehungen/729546/ du bist nicht allein]] aufmerksam durchgelesen...

Ich denke so ein strenges "Raster" wie es No risk - no fear an den Tag legt habe ich nicht. Es kommt wirklich so rüber dass ihr Leben perfekt durchorganisiert ist, der potentielle Partner dann nur noch das i-Tüpfelchen darstellen soll.

Nehmen wir das Beispiel Wohnung: sie schreibt, dass sie lange darum kämpfen musste, die passende Wohnung zu finden und sie deswegen niemals aufgeben würde (so in diesem Sinn habe ich es verstanden).

Das verstehe ich z.B. gar nicht...wenn halt sich die Lebensumstände ändern, dann sollte man schon so flexibel sein zusammen mit dem Partner nach einer Lösung zu suchen...

@ Louisiana

Und was die Dating-Platformen angeht, von dem, was man hört und liest von Leuten, die sich dort angemeldet haben, glaube ich, dass man dort noch viel weniger fündig wird als im normalen Leben, weil sich dort vor allem Leute treffen, die irgendwie problembehaftet sind und es daher im "normalen Leben" nicht gebacken kriegen.

Das Problem ist halt, dass die Letue im richtigen Leben nicht auf die Stirn tätowiert haben, dass sie auch Single sind und nach einem Partner suchen... ;-)

Und deswegen treffen sich so "problembehaftete Leute" wie ich auf diesen Datingplatformen, die das "normale Leben nicht gebacken kriegen"... ;-)

Kann es zufällig sein, dass Du überangepasst bist, einer Partnerin jeden Gefallen tust und Dich selbst mit Deinen Ecken und Kanten (hast Du überhaupt welche?) nicht wirklich mit einbringst? Ich will nicht unken, aber diese Aufzählung könnten Frauen als eierlos betrachten....

Mmmhhh...überangepasst oder flexibel, ich glaube da ist der Grat schmal, den man beschreitet. Ich bin sicherlich nicht das männliche Alpha-Tier, der auf den Tisch klopft und sagt: "dass wird jetzt so gemacht, aus...basta".

Muss mal nachgucken, ob ich eierlos bin... ;-) Jedenfalls finde ich es normal, sich Mühe in einer Beziehung zu geben...

Ich sehe es eher wie sugarlove, dass es einfach eine Schutzbehauptung ist, wenn man eine Beziehung beenden will, weil man sich aus irgendeinem Grund unwohl fühlt, aber den anderen nicht verletzten will...

@ yessesneee:

Schön...das klingt gut. Freut mich, dass es für Dich auf diese "altmodische Art" geklappt hat...

DOieDos>isEmachAtd[asGixft


flocki82 hat geantwortet

30.09.16 12:15

Es ging in diesem Fall eher weniger darum, dass ihr eventuell Gefallen aneinander finden könntet. Sondern vordergründig darum aufzuzeigen, dass es im Forum auch andere User gibt mit einer ähnlichen Problematik, wie Du sie im realen Leben bei der Partnersuche erlebst.

Die TE aus dem verlinkten Beitrag sucht in einem anderen Alterssegment als Du bist, und ich denke auch mit einem anderen Blickwinkel. Wie gesagt es ging darum zu verdeutlichen DU bist nicht allein mit Deinem Problem.

Du wirkst vom schreiben her, sehr reflektiert und aufgeräumt, empathisch und mit klaren Vorstellungen, wie es nicht laufen sollte. Das bringt Dich schon ein ganzes Stück weiter. Zudem wirkst Du offen und der Begegnung im öffentlichen Raum zu gewandt. Das sind deutlich bessere Voraussetzungen, als sie derzeit die erwähnte TE aufweist.

Einfach positiv bleiben und Chancen herstellen, Begegnungen ermöglichen und nicht zu krampfig das Ziel - "ich will eine Beziehung" raus hängen lassen. Manchmal schreckt das wirklich sehr ab, obwohl es im Grunde erklärtes Ziel der meisten Singles ist in einer Beziehung anzukommen. Nur, dass Du dazu als Mensch offen stehst. :)^ :)=

fSlocIkJi82


@ DieDosismachtdasGift

Dankeschön! :)^

L%.vaxnPelxt


Es ist einfach verdammt schwer, jemand passenden zu finden. Andererseits sind wir ja alle auch nur Menschen mit ziemlich ähnlichen Bedürfnissen und daher sollte es doch eigentlich ganz einfach sein.. ":/

Wie jemand in dem anderen Thread bereits schrieb: es braucht auch einfach eine Portion Glück dazu. Sämtliche Maßnahmen, die zur gewünschten Beziehung führen sollen, würde ich demnach auch immer eher als "seinem Glück auf die Sprünge helfen" betrachten. Das nimmt dem ganzen schon ne Menge Druck und Krampfigkeit. Also nicht das Ziel "Beziehung" verfolgen, sondern seine Möglichkeiten auf eine Beziehung erhöhen/erweitern. Und darüber hinaus für ein zufriedenes Single-Leben sorgen.

Mein Leben ist so aufgestellt, dass ich unheimlich viele Menschen kennenlerne bzw. mit ihnen in Kontakt komme. Deswegen kam Online-Dating für mich nie wirklich infrage. Das Problem beim Online-Dating sehe ich darin, dass da ne Menge Filter, die im realen Kontakt unbewusst im Hintergrund ablaufen, quasi ausgeschaltet sind. 99 von 100 Männern, die ich im realen Leben wohl nicht mal wahrnehmen und damit aktiv "aussortieren" müsste, müsste ich online wohl tatsächlich "durchklicken". Auf der anderen Seite werden als Filter aber gerne mal die "Hard Facts" heran gezogen - nach diesen wären mein jetziger Partner und ich wohl nie zusammen gekommen bzw. hätten uns online aussortiert. Da wir uns aber im realen Leben begegneten, hat es gefunkt - somit sind die wirklich wichtigen Kriterien wohl die, die man per Online-Filter eben schlecht abdecken kann.

Bei Dir, lieber Flocki, wäre ich wohl bei "Blaskapelle" komplett raus. ;-) Das ist ein Puzzleteil von einem Bild, welches ich niemals als für mich passend empfinden könnte. Gottseidank bin ich ja aber nicht die einzige Frau auf der Welt, daher würde ich es (grundsätzlich) als naheliegend empfinden, im eigenen Umfeld nach der passenden Partnerin zu suchen(?). Wie wäre es denn, in dem Feld Deine sozialen Aktivitäten zu verstärken?

hMaven'td_wai1ted


Schwer ist es eigentlich immer nur in der Vorstellung, in der allerdings extrem.

Wir denken allzu oft: "Wie soll ich unter MIllionen die / den nur finden? Passiert MIR doch niemals!"

Das stimmt insoweit, wie wir in Gedanken auf die Suche gehen.

Dann stecken in einer Million zumindest 999.999 ungeeignete Kandidaten, und darunter finden wir unser Glück tatsächlich kaum. Das Glück kann uns nur begegnen oder wir darauf treffen. Wenn es uns dann in Gestalt des oder der Einen getroffen hat, erscheint es uns genau so schicksalhaft und folgerichtig, ausgerechnet ihn / sie getroffen zu haben, wie wir uns vorher ausgemalt haben, dass das nie passieren KANN.

s)ugavrloLve


Ich glaube nicht, dass es nur einen Partner gibt, der zu einem passt. Ich denke es gibt viele in die man sich verlieben kann und mit denen man am Ende glücklich werden kann. Dieses warten auf den Augenblick in dem es Blitz macht und der für einen geschaffene Partner plötzlich vor einem steht, das halte ich für unrealistisch.

Ich denke eher, beziehungsweise bei mir ist es so, dass sich das Verliebtheitsgefühl nicht von einer auf die andere Minute schlagartig einstellt, sondern es entsteht wenn ich jemanden kennen lerne und wird dann immer stärker. (oder es entsteht nicht, dann ist es nicht der Richtige und man muss weiter suchen)

Dazu muss man sich halt aufeinander einlassen und zwar beide Personen und das scheinen mir immer weniger zu wollen...

DIie;Dosi_sm/achtdasGifst


Dazu muss man sich halt aufeinander einlassen und zwar beide Personen und das scheinen mir immer weniger zu wollen...

Letzteres empfinde ich eigentlich nicht so. Kann aber verschieden empfunden werden im speziellen Altersspektrum. Ich würde es eher so formulieren, dass nicht alle suchenden Singles, besonders bereits beziehungserfahrene, nicht dazu bereit sind irgendeine Beziehung auf Teufel komm raus einzugehen.

Wenn man weiß, dass es nicht irgendein Mensch sein soll, der die Funktion "Beziehungspartner" übernehmen muss, weil das eigene Leben sonst keinen Lebenssinn hat, kann es schwierig werden im Umgang miteinander.

Schon die Kennenlernphase kann unter so einem Handeln und Denken leiden, weil ersichtlich wird, dass es nicht darum geht DEN passenden Partner zu finden, sondern nur einen Mensch, der sich dazu machen lässt.

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