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emotionale Abhängigkeit von meinem Partner

E6la196x8 hat die Diskussion gestartet


Hallo ihr Lieben, bin schon seit längerer Zeit in einem emotinalen Gefängnis.

Mein Partner und ich sind seit 2,5 Jahren zusammen, er ist 10 Jahre jünger als ich,Alkoholiker und bis ich ihn kennenlernte auch drogenabhängig gewesen.Er ist jetzt auf Substitution mit Subtex.

Die erste Zeit war sehr schön,ich fühlte mich geliebt wie noch nie.Jetzt lässt er oft Kritik ab..ich versuche ihm alles rechtzumachen und mich zu hübsch wie möglich zu machen...aber er scheint es nicht zu bemerken.

Er lässt seine schlechte Laune an mir aus,bestimmt meistens selber das Fernsehprogramm. Aber er hat auch seine guten Seiten, die ich an ihm liebe....wenn er keine schlechte Laune hat,dann ist er fürsorglich und liebevoll.

Das Problem ist, ich bin in mein Kindheitsverhalten zurückgefallen. Ich brauche seine Liebe, und wenn ich die nicht bekomme, dann sind das Seelenqualen für mich,ich fühle mich dann total verloren und wie das Kind was ich damals war.Ich bin auch traumatisiert durch meine Kindheit, schwöre mir jeden Tag das ich mich ändere, aber schaffe es nicht.

Wenn mein Partner mal abweisend ist oder unter Alkohol fies zu mir ist, bin ich wie gelähmt.

Manchmal würde ich ganz weit weg sein von allem...wir haben auch sexelle Probleme,er hat keine Lust mehr auf mich...er sitzt lieber jede freie Minute vor demFernseher....und überhaupt, früher hatten wir nur solche Phasen, wo ich ich nicht glücklich war, seit kurzem bin ich nicht mehr so glücklich, weisss mir aber auch keinen Rat...ich klammere mich an ihm, und habe das Gefühl, ohne ihn nicht mehr leben zu können.

Deswegen bitte ich mich um Rat...an einen realistischen,denn verlassen kann ich ihn nicht.Ich möchte einfach nur liebevoll behandelt werden

Ganz lieben Dank fürs mitlesen!

Antworten
TkhaliMna


Hallo,

Das zu lesen ist echt hart, denn es sind eins zu eins meine Gefühle aus einer langjährigen Beziehung. Mich hat dann nur"gerettet" dass er Schluss machte.

Ich würde mir aus heutiger Sicht ganz ernst gemeint einen Psychologen suchen.

Dass jemand einen "einfach nur netter" behandelt wenn er einen wahrscheinlich nicht mehr liebt und wenn er auch noch alkoholisiert ist.... halte ich für illusorisch.

Klar, im Kopf weißt Du das...

Im Übrigen kann ich Dir nur sagen: Als er Schluss machte war ich natürlich erstmal am Boden. Aber es war gut, ich habe dann lange an meinen Narben zu knabbern gehabt, und erst nachher gemerkt wie heftig es war und wie schlecht für mich.

Du bist nicht mehr das kleine Mädchen. Du bist erwachsen. Und das Leben geht tatsächlich doch weiter.Ich habe danach noch eine gute Beziehung gehabt, die viel geheilt hat, mir geholfen hat aufzuarbeiten.

Ich wünsche Dir alles Gute :-)

Thalina

mhinixmia


denn verlassen kann ich ihn nicht.Ich möchte einfach nur liebevoll behandelt werden

Wenn du liebevoll behandelt werden möchtest, dann musst du ihn verlassen. Einen anderen "realistischen" Rat wirst du hier kaum bekommen. Denn wie willst du jemanden dazu zwingen, etwas zu tun, was er selbst nicht will?

Ich bin auch der Meinung, dass du dir unbedingt einen Psychologen suchen solltest. @:)

L$in4ea


Jetzt lässt er oft Kritik ab..ich versuche ihm alles rechtzumachen und mich zu hübsch wie möglich zu machen...aber er scheint es nicht zu bemerken.

Hör auf damit! Damit gerätst Du immer weiter in die Rolle der Unterlegenen! Lass ihn seinen Scheiß selber machen und mach, wozu Du Lust hast! Er merkt doch, dass er Dich mit seinen Launen in der Hand hat. Nimm ihm den Wind aus den Segeln, indem Du Dich schwungvoll verabschiedest, wenn er mal wieder schlechte Laune hat, um draußen etwas Schönes zu machen. Soll er sich doch selber anmeckern.

_/SurMf1erixn


Deswegen bitte ich mich um Rat...an einen realistischen,denn verlassen kann ich ihn nicht.Ich möchte einfach nur liebevoll behandelt werden

Der einzig realistische Rat, IST aber das Verlassen. Und du weiß genau, dass das geht, dass du nicht dran stirbst. Und die schlechten Gefühle muß man halt aushalten.

Du willst von dem Typen liebevoll behandelt werden...wirst du nicht schaffen, im Gegenteil, der merkt doch, dass er dich in der Hand hat. Dieser Typ ist so ziemlich der Letzte, der dich gut behandeln wird.

T>halRinxa


Es ihm recht machen wirst Du nicht können und Dich deshalb nur noch mieser fühlen.

Tu was für Dich. Mach was, was Du immer schon machen wolltest und Dich nicht getraut hast.

Vielleicht mal alleine ausgehen, Dich für Dich chic machen, flirten (!) - tanzen. Nicht für ihn, für Dich.

Ich schreibe Dir noch eine pn

P#Oschtbiest


Dass er keine Lust mehr auf Sex hat, wird an seinem Alkoholkonsum liegen.

Alkoholmissbrauch sorgt bei dem Einen oder Anderen gerne mal für Impotenz.

.

Mach dich unabhängig von ihm und richte nicht dein Leben nach ihm aus.

Er lebt sein eigenes Leben, also lebe du auch dein eigenes.

Vielleicht ist gerade dieses sich nach ihm richten etwas, was er nicht mag?

Warum lässt du zu, dass er das Fernsehprogramm bestimmt?

Hol dir einen eigenen Fernseher. Eine alte Röhre kriegst du bei eBay Kleinanzeigen umsonst

Ich rate dir dasselbe wie minimia, such dir einen Psychologen

C_onacnDerCZerYstärexr


Wenn du deine Beziehung als ein emotionales Gefängnis beschreibst, dann ist das starker Tobak.

Was glaubst du denn was man dazu noch sagen soll?

Alkoholiker, Opiat- und fernsehabhängig ist aber auch ein Wort... Ein so massiv Mehrfachabhängiger ist auch alles andere als eine gereifte Persönlichkeit. Dass du so einen Freund hast, sagt auch etwas darüber aus, dass du meiner Meinung nach selber auch Probleme hast... Ich finde das auch nicht schlimm, ich habe selber massive Persönlichkeitsprobleme und war auch langjährig mehrfachabhängig.

Aber es kann jedenfalls sein, dass du an dir arbeiten solltest... Was er macht muss er selber wissen. Alkoholiker zu sein hat jedenfalls noch keinem viel geholfen. Das macht man auch normal nicht ewig mit.

Wichtig ist dir ein Gesamtild der Situation zu machen, also ganz klar inklusive der guten Seiten in eurer Beziehung. Aber es muss ein realitätsnahes Gesamtbild sein.

Und dann überleg dir, was du tun solltest und auch ob und in welcher Form und wozu du auch mit ihm über die Situation sprichst.

EQla1(968


Vielen Dank für eure zahlreichen Meinungen und ihr habt echt alle recht.....ich bin selber psychisch krank und in Behandlung...nur hat meine Psychaterin höchstens alle paar Monate nur 10 Minuten Zeit für mich.

Ich habe eine posttraumatische Belastungssörungen, habe grosse Verlustängste usw.

Mit den negativen Gefühlen bei einer Trennung, das hatte ich so extrem früher nicht.Mein Freund und ich hatten uns schon mal für einen Tag getrennt, und diese negativen Gefühle waren so schlimm, dass ich Selbstmordgedanken hatte.

Im Falle einer Trennung komme ich alleine nicht klar, ich müsste glaube ich in die Psychatrie. Ich möchte so gerne stark sein,aber es klappt nicht, ich hasse mich dafür selber.Ich weiss es ist ein mühsamer Weg, sich zu ändern und es muss sich was ändern.Ich muss die Kraft aufbringen etwas zu ändern...und als ersten Schritt sehe ich darin, einmal in der Woche zum Sport zu

gehen.

E%la0196x8


Ich meine,etwas für mich tun

CNonanDeKrZersR>rexr


Ich finde du lebst mit eine großen Druck. "Jeden Tag schwörst du dir, dich zu ändern, aber dann schaffst du des nicht".

Es ist auf jeden Fall schwer sich zu ändern, ich glaube sogar es funktioniert nur in Grenzen. Bestimmte Sachen kann man nur akzeptieren, evtl. muss man sich und seine Situation auch realistischer einschätzen, als bisher.

Es ist auch menschlich, dass man von einem Partner emotional abhängig ist. Nach zweieinhalb Jahren Beziehung. Du scheinst jetzt noch besonders bindungswillig und anhänglich. Das finde ich nicht schlecht, im Gegenteil. Dadurch fühlt man sich dann bedürftig, aber so ist es dann wohl einfach.

Dass du bei einer Trennung extrem leidest, ist nunmal so. Ich finde es sehr klug, dass du schon erkannt hast, dass ein Psychatrieaufenthalt dir bei einer Trennung helfen würde. Genauso schätze ich das auch mit hoher Sicherheit ein.

Und sich zu ändern dauert nach meiner Meinung Jahre. Eilige Entscheidungen in emotionalen Krisen (wie Selbstmord) sind zu kurzsichtig, ich denke im Leben kommen meist noch Sachen, die man gar nicht so schlecht oder sogar recht akzeptabel/gut finden würde.

Ich möchte aber hinzufügen, dass ich es so erlebe, dass man teilweise vom Leben in die Lage versetzt wird, etwas zu ändern. Das ist nicht immer etwas was man mit Disziplin(die wir eh nicht immer in der Form haben) erzwingt, oder sich ständig ein schlechtes Gewissen macht, sich Druck macht, oder sich Druck machen lässt, von welcher Norm oder welchem Menschen auch immer.

Das Leben liefert manchmal den Anstoss, die Situation und auch den Willen und die Kraft frei haus, zu einer persönlichen Weiterentwicklung / Reifung, und dann ist der Zeitpunkt sich zu entscheiden und eine lang erhoffte Chance wahrzumachen.

Diese ganze Druckschiene... muß mich ändern, bin so schlecht, aber es geht einfach nicht... Darin sehe ich etwas schädliches, womit man es sich noch mehr Probleme macht als man schön hat. Also eine nicht optimale Grundhaltung/Einstellung, die auch nicht faktenbasiert ist, nicht nützlich.

Ich würde auch nicht unbedingt versuchen die Bezieung zu beenden. Kannst ja deinem Partner offen sagen dass du ihn sehr brauchst, aber auch was du für Bedürfnisse hast. Und du kannst von einem Partner nur erwarten, dass er dem teilweise entegen kommt. Wenn er das überhaupt nicht kann weil er nicht will oder in der Lage ist, egal warum, dann funktioniert das wohl nicht. Wenn jemand anders nicht so sorgen kann für dich, wie du es dir vielleicht in einer Partnerschaft wünschst, und wie es vielleicht sogar real sein könnte, dann solltest du selber erlernen, irgendwie mit einer Krücke dir das selber zu geben, oder irgendwo anders zu holen (Beratung, Kumpels, Leidensgenossen).

Also man "muss" nicht nur sich ändern (wenn man denn überhaupt kann), sondern man muss auch darauf hoffen und einwirken, dass die Umstände sich ändern.

Wahrscheinlich ist es auch nötig sich besser selber zu verstehn, um sich selbst besser beizustehen.

A(n!kaO101


Mach eine richtige Psychotherapie oder Psychoanalyse. Sie wird Dir helfen, Deinen Freund zu verlassen.

Alle paar Monate beim Psychiater bringt nichts.

E`l5a1S968


Vielen Dank für Eure Antworten.

Wir sind immer noch zusammen, aber alles hat sich noch mehr zugespitzt.Soweit,dass ich mich frage, ob ich ihn noch liebe.Jeden Tag steiten wir und bei mir hat sich soviel angestaut,dass ich ihn anschreie.

Ich denke so oft an Trennung, aber entweder bin ich zu feige oder. habe Angst vorm Alleinsein

Aber jedes Mal wenn wir Sex haben, fühle ich mich so glücklich und ich denke,also liebe ich ihn doch.

Bin total verwirrt und ratlos.

Wenn wir uns srteiten,geht es um alles mögliche, er ist sehr stur und weiss alles besser, und das bringt mich in Rage.Ich dagegen bin sehr empfindlich, leider, ich will gar nicht so sein,naja,wie gesagt,weiss ich selber nicht, was ich machen soll, aber irgendwas muss sich ändern, denn bin mit der ganzen Situation unzufrieden.

Auf der anderen Seite aber kann ich mir ein Leben ohne ihn nicht vorstellen

mvsx92


Ich würde dir zu einem stationärem Aufenthalt in einer psychosomatischen Einrichtung raten, währendessen du dann überlegst, ob du dich trennen möchtest. Dann bist du im Fall der Fälle aufgehoben.

K}leio


Ela1968

Auf der anderen Seite aber kann ich mir ein Leben ohne ihn nicht vorstellen

Was hast Du in den letzten 4 Monaten unternommen, geändert und getan? Mehr Therapiestunden? Klinik? Sonst etwas für Dein Selbstbewusstsein?

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