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Mit Ü30 wieder bei Eltern einziehen - merkwürdig???

L$alGinax_86 hat die Diskussion gestartet


Hallo!

Ich habe momentan ein Problem, wo ich hin- und hergerissen bin. Ich ziehe demnächst wieder in meine Heimat (ca. 850 km von meinem akt. Wohnort entfernt) und war jetzt natürlich schon fleißig auf Wohnungssuche. Obwohl ja Mietwohnungen sehr rar und - wenn welche verfügbar sind - unglaublich teuer sind (teilweise für 60 qm rund 900 € oder sogar mehr warm :-o ) habe ich eine akzeptable Wohnung gefunden. War halt ein Glücksgriff. Bis Mittwoch will der Vermieter nun eine verbindliche Rückmeldung von mir haben...

Meine Eltern haben mir nun den Vorschlag gemacht bei ihnen wieder einzuziehen. 1. weil sie im Eigenheim genug Platz haben und 2. weil ich so monatl. viel Geld sparen kann um mir eine ETW zu kaufen (mein Traum! :)* ). Auch Angebote für ETW sind rar - kann sein dass ich schnell eins finde, kann aber auch sein, dass es 2 Jahre dauert :-( Aber erst Mietwohnung, neu einrichten (derzeitige Möbel waren eh günstig und überlegen einen weiteren Umzug nicht) und dann anch ein paar Monaten wieder ausziehen weil ich eine ETW gekauft habe, wäre halt nicht so toll.

Da ich mich eh fast komplett wieder neu einrichten müsste, bin ich jetzt natürlich am überlegen ob ich das vielleicht machen sollte und bei meinen Eltern einziehe... Klar, ist es auch einfach bequem wieder zu Hause einzuziehen - alles wird von Mama & Papa gemacht, man wird bewirtet, muss nichts aufräumen/putzen usw. Ich habe aber schon gesagt, dass - falls ich das machen sollte - für meine Zimmer selbst verantwortlich sein will und ihnen auch eine Art "Miete" und ab und an den Familieneinkauf zahlen möchte. Ansonsten hätte ich ein echt schlechtes Gewissen und ich finde, dass wenn man erwachsen ist, normal verdient und auch schon 8 Jahre alleine gelebt hat, man sich nicht einfach so "aushalten" lassen sollte.

Jetzt sind meine Bedenken halt

a) wirkt es grundsätzlich irgendwie "komisch" wenn man mit Ü30 wieder bei den Eltern einzieht? Zwar vorübergehend, aber halt doch erst einmal auf unbestimmte Zeit. Es ist keine Einliegerwohnung, aber ich hätte 2-3 Zimmer und ein Bad für mich alleine zur Verfügung (also Bad, Schlafzimmer und eine Art Wohnzimmer). Nur die Küche wäre halt zur "Gemeinschaftsnutzung". Man könnte es eine Art WG nennen ;-)

b) wie wirkt es speziell auf Männer, wenn eine Frau kennengelernt wird, die noch bei den Eltern wohnt? Auch wenn es zum Geld sparen für eine ETW ist und sie einige Jahre bereits alleine gewohnt hat - könnte man nicht denken, dass sie einfach "bequem" und unselbständig ist?

Was das Thema "Privatsphäre/Sex" angeht, mache ich mir keine Sorgen. Ich würde niemals einfach so mit einem Mann Sex haben - irgendwie war und bin ich auf dem Gebiet altmodisch ;-) Wenn ich jemanden besser kenne, haben wir natürlich schon Sex, aber das ist dann auch etwas anderes. Und meine Eltern hoffen ja auch, dass ich ihnen irgendwann mal Enkel schenke - ich denke, wenn ich einen festen Partner mitbringen würde, wäre das kein Problem.

Was meint ihr denn? Ich bin irgendwie hin- und hergerissen.

Antworten
pNa[ra@zellnuQsxs


Mein Gott. Ich denke du kannst sicherlich noch mehr an Problemen herausholen wenn du dir echt Mühe gibst. Du kannst bei deinen Eltern in eine Einliegerwohnung ziehen? Mein Gott! Die Tragik geht ja schon im Ansatz los. Andere Menschen müssen sich ein teures Wohnloch teilen und du hast dann (wievielZimmer?)...und wirst eventuell auch noch bekocht? Und deine Eltern kümmern sich? Um dich? Wenn ich du wäre, dann würde ich mich still in eine Ecke setzen und nur noch heulen...du armes Ding.

E4heZmaligyer Nut^zer (#42]1703x)


Schlecht geschlafen parazellnuss ?

SLeveon.of.Nixne


man sich nicht einfach so "aushalten" lassen sollte.

Wie kommst Du darauf? Du hast doch vor, daß Du Deine Zimmer selbst in Ordnung halten willst und Dich ansonsten auch finanziell beteiligst.

Dann ist es eine Zweckgemeinschaft und völlig in Ordnung.

X>iRrain


Wenn du und deine Eltern euch dabei wohl fühlt und die grenzeb akzeptiert...warum nicht?

Ich würde es nicht tun weil ich mit 26 jahrelang um meine eigenständigkeit gekämpft hab. Meinen eltern fiel es schwer loszulassen und ich würde das nicht wieder so wollen.

Wenn aber das Verhältnis gut ist znd sich keiner ungefragt einmischt ...warum nicht die Annehmlichkeiten mitnehmen? Und in 1-2 Jahren ziehst dann eh ins eigentum. Da kannste in einem Jahr sicher .10-20tausend als Anzahlung zurücklegen.

S(h%eilhagxh


Hallo Lalina,

Obwohl ja Mietwohnungen sehr rar und - wenn welche verfügbar sind - unglaublich teuer sind (teilweise für 60 qm rund 900 € oder sogar mehr warm :-o ) habe ich eine akzeptable Wohnung gefunden. War halt ein Glücksgriff. Bis Mittwoch will der Vermieter nun eine verbindliche Rückmeldung von mir haben...

Du hast also eine Wohnung gefunden, und - wir gehen jetzt mal davon aus, dass Du den Zuschlag bekommst - müsstest nicht aus Wohnungsnot zurück zu Deinen Eltern, sondern weil es bequemer wäre, Du Dich zu einem guten Teil aushalten lassen wirst, und Du Geld sparen würdest.

Für mich hat das schon einen sehr unangenehmen Beigeschmack... ;-)

Klar, ist es auch einfach bequem wieder zu Hause einzuziehen - alles wird von Mama & Papa gemacht, man wird bewirtet, muss nichts aufräumen/putzen usw. Ich habe aber schon gesagt, dass - falls ich das machen sollte - für meine Zimmer selbst verantwortlich sein will und ihnen auch eine Art "Miete" und ab und an den Familieneinkauf zahlen möchte.

Ja was denn nun?

Also Deine "Miete" wird gering sein? Wieviel willst Du Deinen Eltern für 2 Zimmer/Bad, Wasser + Strom usw. denn monatlich geben?

Und Deine Eltern zahlen meist das Essen/Putzmittel etc. pp. und Du nur ab und an?

Ergo: Deine Eltern finanzieren Dir Deinen Traum von der Eigentumswohnung!

Was meint ihr denn? Ich bin irgendwie hin- und hergerissen.

Also ich finde das für eine erwachsene, selbständige Frau weder passend noch angemessen, sondern irgendwie sogar ziemlich schäbig... :=o

CRhoupe~tte_Fi)nnian


Wäre für mich undenkbar. Meine Eltern haben mir und meinem Partner ein ähnliches Angebot gemacht. Wir bekommen ein Kind und könnten so "viel sparen und in 2 Jahren unser Traumhaus kaufen". Aber lieber spare ich 10 Jahre als meinen Frieden zu opfern.

Wenn deine Eltern allerdings bemerkt haben, dass du keine 12 mehr bist, versuche es doch. Ich persönlich kann da dennoch nicht viel mit anfangen, wenn jemand bei Mama und Papa wohnt - auch oder vor allem nicht aus Sparsamkeitsgründen. Wäre mir bei Männern und Frauen gleichermaßen suspekt. Erst recht als potentielle Partner... ":/

_3SuQrfe@rixn


Auf diese Probleme werde ich ehrlich gesagt auch neidisch.

Ich durfte schon ab 16 Jahren nicht mehr kostenlos bei meinen Eltern leben.

Ein Wohnproblem habe ich derzeit auch, ganz massiv, und ich wünschte so sehr, wir könnten tauschen.

Sorry, war off-topic.

Zu deiner Frage kann ich kaum was antworten.

Was Männer sagen, wenn sie hören, dass du vorübergehend wieder daheim wohnst?

Ich lebe auch schon eine ganze Weile, aber sowas habe ich noch nie gehört, dass das bei einer Bekanntschaft ein Problem sein könnte.

Und ob du nun Mietwohnung oder Eltern nimmst? Da du mit deinen Eltern ja anscheinend traumhaft klar kommst, würde ich natürlich an deiner Stelle die Elternwohnung wählen.

bjellaKgia


Also für mich hinge es tatsächlich sehr davon ab, wie da Verhältnis zu deinen Eltern ist.

Und ich würde das Ziel der ETW nicht aus den Augen verlieren.

Deine Eltern sind sicher nicht mehr dir jüngsten, denk auch daran, dass das Ganze einige Verpflichtungen mit sich bringen würde.

Wenn einer mal krank ist mit einkaufen gehen, im Haushalt mithelfen usw. Somit könnten auch die Eltern profitieren.

Für mich wäre das eigenständige sauber halten meiner eigenen Räumlichkeiten eine Selbstverständlichkeit.

Weiterhin würde ich nach Möglichkeit selbst waschen oder zumindest selbst bügeln wollen.

Beim Kochen würde ich mich einbringen wollen, man könnte sich zum Beispiel abwechseln.

Da der Vorschlag von deinen Eltern stammt und Vermögensbildung der Kinder für viele Eltern sehr wichtig ist, würde ich mir an deiner Stelle überlegen, ob es für eine begrenzte Zeit machbar ist.

Was ist so schlecht an einem Mehrgenerationenhaushalt, sofern alles gut abgesprochen ist?

Ich persönlich hätte es übrigens nicht gemacht, weil meine Eltern meine Eigenständigkeit nicht akzeptiert hätten und mir das zu anstrengend gewesen wäre. Ausprobiert habe ich das mal für 2-3 Monate nach einer Trennung.

War aber nichts...

B3amb~ijen=e


Wenn du dich mit deinen Eltern gut verstehst, solltest du ihr Angebot annehmen. Und dich natürlich an den Kosten beteiligen. Die gesparte Miete kannst du beim Kauf einer eigenen Wohnung sehr gut gebrauchen.

Außerdem sparst du dir auch noch das Geld für die Neueinrichtung.

Für mich wäre das eigenständige sauber halten meiner eigenen Räumlichkeiten eine Selbstverständlichkeit.

Weiterhin würde ich nach Möglichkeit selbst waschen oder zumindest selbst bügeln wollen.

Beim Kochen würde ich mich einbringen wollen, man könnte sich zum Beispiel abwechseln.

:)^ :)z

Was irgendein Mann denkt, der dich ja eh noch nicht kennt? Vermutlich, dass du sparsam bist und pragmatisch denkst. ;-D

SpunfllowLer_x73


Ich habe es mal für zwei Monate versucht... Job im Heimatstädtchen, Übernachtung nur von Montag bis Freitag. Es hat nicht funktioniert, gerade wegen der Küchennutzung. Ich hatte zwei Zimmerchen; Bad halt gemeinsam und Küche auch. V.a. mein Vater zog ein Gesicht, wenn ich dann abends gekocht habe. Es kamen doch immer wieder Fragen wie "Wann kommst Du wieder" und und und. Es hat finanziell wehgetan, aber ich habe mir dann ein kleines Appartment als Zweitwohnung gesucht. Die Ruhe nach Feierabend; dieses "Ich kann machen was ich will und muss auch nicht reden wenn ich in der Küche bin": Das war es mir wert.

Für einige Wochen (bspw. weil noch keine Wohnung gefunden): Kein Problem. Auf Dauer: Nein.

L{ian-Jxill


Klar, ist es auch einfach bequem wieder zu Hause einzuziehen - alles wird von Mama & Papa gemacht, man wird bewirtet, muss nichts aufräumen/putzen usw. Ich habe aber schon gesagt, dass - falls ich das machen sollte - für meine Zimmer selbst verantwortlich sein will und ihnen auch eine Art "Miete" und ab und an den Familieneinkauf zahlen möchte.

Na, dann mal zu ;-D ! In Elterns Schoß war es doch früher so bequem, warum nicht wieder dahin zurückkehren?

Wenn deine Eltern sich auf die neue Aufgabe freuen, dir den Haushalt zu machen und dich zu bemuttern, haben sie vermutlich keine anderen Dinge, womit sie sich beschäftigen könnten. Wenn du dann auch noch gerne wieder ins Kindesalter zurückfallen willst, ist das doch eine Win-Win-Situation.

b*eHllkagixa


Es gibt solche Miniküchen.

Eine Spüle mit zwei Herdplatten und Kühlschrank unten drin.

Falls da ein Wasseranschluss liegt, könntest du dir so etwas anbringen.

Kaffeemaschine, Mikrowelle, Hängeschrank drüber und fertig ist die Unabhängigkeit :-)

KLlVe$inKeHe1xe2x1


Klar, ist es auch einfach bequem wieder zu Hause einzuziehen - alles wird von Mama & Papa gemacht, man wird bewirtet, muss nichts aufräumen/putzen usw.

Also DAS finde ich nun doch sehr befremdlich. Sowas kenne ich aus meinem Freundes- und Bekanntenkreis nicht.

Ich musste meine Räumlichkeiten selbstverständlich selbst aufräumen und putzen. Und das ab meinem 10. Lebensjahr.

Ich finde sowas auch selbstverständlich.

Das würde mich ehrlich gesagt auch davon abhalten, wieder bei den Eltern einzuziehen. Wenn deine Eltern deine Räume aufräumen und putzen…

Und selbstverständlich solltest du auch feste Aufgaben Inn eurer WG übernehmen. Zum Beispiel kannst du zuständig für Getränke sein. Oder den Wocheneinkauf übernehmen. Oder die Wäsche bügeln.

Alles andere wirkt doch sehr abschreckend und unselbständig.

M^rsHixde


Ich würde vor allem dieses:

alles wird von Mama & Papa gemacht, man wird bewirtet, muss nichts aufräumen/putzen usw.

..ganz furchtbar finden.

Ich möchte nicht, dass meine Mutter für mich einkauft, dass sie meine Wäsche wäscht, dass sie permanent für mich kocht (und ich dadurch auch gleich wieder eingeschränkt bin, weil ich nicht das essen kann, was ich möchte...) - das wäre mir unangenehm.

Wenn ich also bei meinen Eltern einziehen würde und nein, ich würde das nie nie wieder tun!,, dann nur wenn ich trotzdem meine Eigenständigkeit in jeder Hinsicht behalten könnte.

Wie Männer das sehen? Keine Ahnung. Ich als Frau würde es aber sehr befremdlich finden, wenn ein Mann bei den Eltern wohnt und dort alles "machen lässt".

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