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Ablebensversicherung (in Partnerschaft + Kind

NFordni84


Seine Argumentation, sein künftiges Kind nicht absichern zu wollen, um der Mutter seines Kindes keinen finanziellen Vorteil zu verschaffen, den sie dann mit einem Anderen "durchbringt" ist eine ziemliche Farce und zeigt, wie er denkt.

Das wäre für mich auch das schlimmste, man sieht einfach das ihn die Zukunft seines Nachwuchses (und seiner Partnerin) nen scheiss interessiert. Statt in so ner Extremsituation möglichst viele Probleme vorher schon aus der Welt schaffen zu wollen will er seiner Partnerin noch den Stress mit Banken, Wohnungssuche usw. usf. aufhalsen ? Arschloch

Wenn es nur darum ginge das Geld zu sparen könnte man sich ja beraten lassen und ne Kapitallebensversicherung abschließen die einem mit 65 das eingezahlte Geld wieder auszahlt und gleichzeitig gegen den Tod absichert, aber das so konsequent zu verweigern ? Das ist nicht nur unvernünftig sondern zeugt echt von nem ganz ganz schwachen Charakter.

LMolzaX5


Ich finde nicht, dass man gleich einen "ganz, ganz schlechten Charakter hat", nur weil man so eine Versicherung nicht will. :-o

Wenn sie ihm so kommt, wird er sich auch fragen, warum ihr die finanzielle Absicherung wichtiger ist als seine Gefühle (= die starke Abneigung gegen so ein Finanz-/Versicherungsprodukt). :-/

b,lucaQparxt


Ähm. Und seine "Gefühle" sind in diesem konkreten Fall wichtiger, weil... ???

NgordFi84


Weil es so ist ? Weil man damit ausschließen kann das Frau und Kinder auf der Straße sitzen bzw. während sie die Beerdigung organisieren gleichzeitig das Haus verkaufen, ne Mietwohnung finden und nen Umzug organisieren müssen.

Es tut halt echt nicht weh und niemand will sich am Tod bereichern, es geht einfach nur darum das man das Aufgebaute für seine Familie erhalten kann.

DDer*FausxM


Ich sehe das so dass ich (in diesem Fall der Hauptverdiener) eine gewisse Verantwortung für meine Familie (oder eben Partnerin/Kinder) habe.

So hatte ich für den Kreditrahmen immer eine Risikolebensversicherung die die Restschuld abdeckte und zusätzlich eine (alte) Kapitallebensversicherung die bei meinem Ableben ein gewisses finanzielles Polster für die Familie schafft.

Für mich normal und alles Andere eine Ausrede.

S2chmHidxti70


Starke Abneigung gegen Finanzmarktprodukte ??? :-o

Ich würde an der Stelle hinterfragen, warum mein Partner mich heiraten will...Er baut mit ihr ein Haus, verschuldet sich mit ihr zusammen, setzt ein Kind in die Welt, will sie heiraten....Da sollte die gegenseitige (!) finanzielle Absicherung eine Selbstverständlichkeit sein!

Alles schon erlebt im Bekanntenkreis: 41jähriger an Darmkrebs verstorben, der Andere bei einem unverschuldeten Verkehrsunfall, ein 49jähriger an einer unentdeckten Herzkrankheit...In allen Fällen minderjährige Kinder vorhanden...Das ist unabhängig vom Finanziellen so dermaßen schrecklich und dann noch finanzielle Sorgen/Unsicherheiten?

Für mich gehört auch die Frau abgesichert, Gehaltsverhältnisse können sich ändern, vielleicht ist er nicht mehr in der Lage, in der gleichen Art und Weise weiterzuarbeiten, wenn ihr was passiert...

Da sind Vorwürfe wie "Du willst Dich an meinem Tod bereichern" echt lächerlich.

S[old6anellxe


Also mein Mann und ich haben auch jeweils eine "Er- und Ablebensversicherung" abgeschlossen. Sollte alles gut gehen, bekommt so jeder mit 65 entweder die komplette Summe ausbezahlt oder monatlich als Zusatzpension. Finde ich in Zeiten wie diesen wichtig und wir sind erst Ende 20 und Anfang 30.

ABER: Sollte einem von uns etwas zustoßen (kann man ja wirklich niemals ausschließen), dann haben wir den jeweils anderen als Begünstigten eintragen lassen. Wir wollten nämlich nicht, dass dann zur Trauer um den Tod des Partners auch noch finanzielle Belastungen hinzukommen. Die Kosten für die Beerdigung wären somit auf jeden Fall kein Problem und wir könnten auch noch alleine eine Weile in unserer teuren Wohnung wohnen bleiben. Stelle ich mir nämlich schrecklich vor, wenn mein Mann sich in seiner Trauer auch noch schnell um eine neue Bleibe kümmern müsste, möglicherweise auch noch mit Kindern (die wir aber noch nicht haben).

Ich kenne nämlich so eine Geschichte, dass sich eine junge Frau nach einem Todesfall eine hohe Geldsumme borgen musste, nur um die Begräbniskosten bezahlen zu können.

Und zu seiner Aussage, dass er nicht möchte, dass du dann mit einem neuen Partner im gemeinsamen Haus wohnst: Natürlich ist das kein schöner Gedanke, wer möchte schon seinen geliebten Partner mit einem anderen sehen. Aber wenn ich ehrlich bin, würde ich auch nicht wollen, dass mein Mann sein weiteres Leben alleine verbringen müsste, wenn ich sterbe. Also da auf eine potentielle neue Partnerin eifersüchtig zu sein, käme mir jetzt nicht in den Sinn.

Vielleicht solltest du mit deinem Partner nochmals in einer ruhigen Minute darüber sprechen, dass ihr euch gegenseitig absichern wollt, vor allem, weil ihr ein Kind erwartet. Möglich, dass ihn das Thema einfach nur überrumpelt hat, wer denkt schon gerne an seinen eigenen Tod. Das sieht man ja oft in Krimis: Die Ehefrau möchte eine Lebensversicherung für ihren Gatten abschließen, heuert einen Killer an und lebt dann in Saus und Braus mit ihrem Geliebten weiter. ;-) Behandelt das ganze am besten ohne große Emotionen, es ist in meinen Augen einfach eine Vernunftsache.

SHcRhm7idtix70


Es hat mir im letzten Jahr das Herz zerrissen, als ich die 14jährige am Grab ihres Vaters habe weinend stehen sehen. :°( Und der Ehefrau geht es ein Jahr später noch schlecht.

Keiner denkt gerne über sein vorzeitiges Ende nach, aber man muss sich damit auseinandersetzen, gerade, wenn auch noch Kinder da sind.

Wir haben nach (oder kurz vor?) der Hochzeit auch jeweils eine Risiko-LV zugunsten des jeweils Anderen abgeschlossen. Auch ohne Kredit, aber in dem Wissen, zusammen eine Familie gründen zu wollen. Kostet nicht die Welt, kann aber im Fall des Falles ganz wichtig werden.

Vielleicht setzt Ihr Euch in Ruhe noch mal zusammen. Vielleicht sind wirklich die Emotionen hochgekocht... :)_

CFomraxn


Wenn er mitte 20ig ist, ok. Aber ein älterer Mann mit Bildung!

Wie alt ist er denn genau und wie groß ist euer Altersunterschied? Und wie lange seid ihr zusammen? Vielleicht hat er wirklich Angst, dass er irgendwann "entsorgt" wird und gegen einen jüngeren getauscht ]:D .

Jetzt mal Spass beiseite: wenn man ein Kind in die Welt setzt und auch eine gemeinsame Immobilie kauft, dann sollte man sich in der Beziehung extrem sicher sein. Ich unterstelle mal, dass das bei euch (hoffentlich) der Fall ist.

Du fragst, wie wir das gelöst haben. Wir haben Besitz, der auf unser beider Namen läuft. Im Falle eines Ablebens wäre natürlich da das Erbe mit ausreichend hohen Freibeträgen für den verbliebenen Partner, und da wir schuldenfrei sind und mittlerweile auf die 50 zugehen, müssen wir uns da keine Sorgen mehr machen, dass der Hinterbliebene finanziell sorgenfrei ist.

Aber gebaut haben wir mit Anfang 30. Da wäre der Tod eines Partners eine Katastrophe gewesen, das Haus hätte von einem Hinterbliebenen nicht gehalten werden können. Man erbt ja auch die Schulden - nicht nur das Guthaben. Und die Vorstellung, dass der Hinterbliebene dann nicht nur den geliebten Partner verliert sondern auch noch das eigene ZUHAUSE wäre für uns beide grausam gewesen. Ein eigenes Haus zu verlieren, was man als sein Zuhause bezeichnet, ist emotional extrem belastend. Mit einem Kind finde ich es nochmal schlimmer.

Daher war es für uns selbstredend, dass wir uns gegenseitig (!) absichern. Das würde ich auch euch empfehlen. Dann sieht es auch nicht so aus, als würde dein Freund das Risiko allein tragen müssen. Schließlich bezahlt man an so einem Haus ja eine Weile, vielleicht wirst du auch nach dem Kind wieder im Beruf sein und dich weiter an der Kredittilgung beteiligen. Daher solltet ihr beide eine Risiko-Lebensversicherung auf den Todesfall mit gegenseitiger Bezugsberechtigung in gleicher Höhe abschließen. Diese Versicherungen sind in vergleichsweise jungen Jahren wirklich nicht teuer (verglichen mit einer kapitalbildenden Lebensversicherung, was natürlich auch eine Alternative wäre, aber aufgrund der Zinslage und Beitragshöhe nicht sonderlich attraktiv). Es ist absolut sinnvoll. :)z

Die Einstellung, dass der hinterbliebene Partner im Todesfall zurückstecken soll, kann ich nicht nachvollziehen. Wenn ich sterben sollte, wünsche ich mir meiner Frau ein gutes Leben. Und ohne finanzielle Sorgen ist es einfacher, sich nach so einem Verlust wieder ins Leben zurückzufinden und dieses auch zu leben. Wohnungssuche, Kinderbetreuung, Verdienstzwang, knappe Kasse usw. würde dich selbstverständlich in allen Belangen zurückwerfen und viel Zeit und Kraft rauben. Genauso würde dein Tod deinen Freund belasten - fehlende Unterstützung im Haushalt, Kinderbetreuung neben Vollzeitjob, Wegfall eines Haushaltseinkommens nach der Elternzeit (wie ja schon in einem anderen Beitrag korrekt angemerkt) ...

Macht beide diese Versicherung und tragt auch wirtschaftliche Verantwortung füreinander. Auch dazu ist eine Beziehung da.

N|orFdi84


Ich hab übrigens gerade mal nen Vergleichsrechner bemüht: Bei mir (32, Bürojob) würde eine 100.000€ Absicherung bis 65 etwa 120€ pro Jahr (in Summe also keine 4000€) kosten. Das sollte es einem doch schon wert sein.

Wenn man dann noch Versicherungssumme und Zeitraum reduziert (z.B. nur 50.000€ über 20 Jahre) dann landet man bei 34€ jährlich bzw. keinen 700€ insgesamt und selbst damit wäre den Hinterbliebenen ne extreme Sorge genommen.

W9iNl"dk]ater


Hallo Maya1711,

Eine Risikolebensversicherung für den Hauptverdiener ist schon sinnvoll. Eine Garantie gibt es im Leben nicht.

Aber wirklich den gesamten Gesundheitszustand ehrlich offenlegen !!!

MfG

DVel>ia8x08


Unfassbar! Ich schließe mich meinen Vorschreiben an. :|N

Mich würde darüber hinaus noch interessieren, ob er in der Vergangenheit auch schon ein derartiges Verhalten an den Tag gelegt hat? Ihm scheint jegliche Empathie zu fehlen...

Da er ja nicht mehr ganz so jung ist, hat er bestimmt Freunde mit Eigentum und kann da mal nachfragen, wie sie das geregelt haben. Das könnte ihm die Augen öffnen.

Wie hier schon jemand schrieb, diesen Mann wollte ich nicht bei einer Scheidung kennenlernen. Und würde mir daher eine Hochzeit gut überlegen.

Wenn du jetzt zu deinen Eltern ziehst, legt er es dir wahrscheinlich noch als Erpressung aus, weil du deinen angeblichen finanziellen Vorteil durchsetzen willst und stellt dich als die Böse dar.

L,olaX=5


Es tut halt echt nicht weh und niemand will sich am Tod bereichern, es geht einfach nur darum das man das Aufgebaute für seine Familie erhalten kann.

Solange der Kredit noch nicht abbezahlt ist, ist es eben noch nicht wirklich "Aufgebaut". ;-)

L`olaxX5


Da sollte die gegenseitige (!) finanzielle Absicherung eine Selbstverständlichkeit sein!

Finde ich nicht! Ich sehe mich für meine eigene finanzielle Absicherung SELBST verantwortlich!!! Ich würde nicht wollen, dass mein Partner sich da irgendwie in der Verantwortung sieht! (Deswegen würde ich mich auch nie auf eine klassische Rollenteilung einlassen.)

Und ich bleibe dabei: Ich würde weder so eine Versicherung wollen, noch würde ich vom

Tod meines Partners finanziell profitieren wollen. (Und genau das würde so eine Versicherung im Fall des Falles bedeuten!)

L6olaxX5


Jetzt mal Spass beiseite: wenn man ein Kind in die Welt setzt und auch eine gemeinsame Immobilie kauft, dann sollte man sich in der Beziehung extrem sicher sein. Ich unterstelle mal, dass das bei euch (hoffentlich) der Fall ist.

Auch dass sehe ich nicht so. M.E. sollten nur beide sicher sein, dass sie gemeinsam Kinder wollen. Bei allem anderen sollte man m.E. mit verschiedenen Szenarien leben können. Nur weil ich heute eine Immobilie kaufe, heißt das nicht, dass ich nicht vielleicht in 5 Jahren woanders leben wollen kann.

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