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Zusammenziehen - Ängste, Zweifel beseitigen. Nur wie?

tNhe recal noxki


Alias

Mir geht der Satz nicht mehr aus dem Kopf, als er gesagt hat, dass er keine Zeit mehr zu verlieren hat und nicht in ein paar Jahren aufwachen will und seine Zeit mit mir verschwendet hat

Das ist doch im Prinzip vergleichbar mit Frauen mit Kinderwunsch, wo der Partner den Zeitpunkt immer weiter aufschieben will oder das als Ausrede nimmt und eigentlich überhaupt keine Kinder will. Da wird den Frauen dann (z. B. hier im Forum) geraten, ihn zu einer klaren Aussage zu bewegen, damit man sich notfalls trennen kann und Zeit hat, einen neuen Partner zu finden und dann trotzdem noch genug Zeit zum Kinder kriegen ist.

Ich kann schon verstehen, dass das für ihn auf Dauer ein Zusammenwohnen zur Beziehung dazu gehört und wenn du dir das überhaupt nicht vorstellen kannst, dann solltest du ihm das sagen, dann kann er seine Schlüsse daraus ziehen.

Wenn du dir das grundsätzlich vorstellen kannst, dann solltet ihr darüber reden, wer welche "Bedingungen" hat und Kompromisse finden. Er macht es sich da schon ziemlich einfach mit "gucken wir mal, wies dann läuft". Das finde ich auch nicht in Ordnung. Denn wenn es dann doch nicht mit euch klappt, ziehst du wieder aus und für ihn ist alles wie vorher. Du aber hast den ganzen Aufriss mit wieder Wohnung einrichten etc. Es muss klar sein, dass auch wenn es materiell sein Haus ist, es "emotional" EUER Haus ist und ihr auch gemeinsam Entscheidungen trefft (z. B. mit den Brüdern, die alle Nase lang mal einziehen).

Snunflowter_7x3


Mir fallen folgende Punkte auf:

1. Man sollte Dinge VORHER besprechen. So albern es klingt, aber bis ins kleinste Detail.

2. Wie ist DEINE Kompromissbereitschaft? Zusammenwohnen bedeutet IMMER Kompromiss. Umstellung. Anpassung. Fordern und Zurückstecken. Bist Du dazu bereit? Bei Dir klingt es ein wenig so, als ob Deine Wohnung DEIN Reich sei (darf es auch!), was aber ÜBER ALLEM steht.

Wenn Dir dieses Reich, wo alles Deins ist und Du bestimmst, so wichtig ist, dann ist auch das okay. Aber dann solltest Du es klar kommunizieren.

Ich bin nach mehreren Jahren WG und 15 Jahren Alleinleben (in 2 verschiedenen Wohnungen, alles nur nach meinem Geschmack) sehr schnell mit meinem Partner zusammengezogen. Erst vorübergehend in seine Mini-Wohnung, dann in eine gemeinsame. Wir beide mussten zurückstecken und klar gibt es kleine Streitpunkte. Da wohnt nun mal ein anderer Mensch, der mal Kram liegenlässt, der einem nicht passt. Aber: Genauso geht es ihm mit mir und meinem Kram. Ich konnte meinen Freund auch nicht überzeugen, sich von seinem hässlichen TV-Sessel (so ein Stressless-Verschnitt) zu trennen. Ich HASSE dieses Ding, welches unter Wohnzimmer verschandelt. Aber... ihn nerven meine unendlichen Stapel an Fachliteratur und Ordnern. Und so müssen beide Kompromisse eingehen. Wir finden eine Lösung, da wir letztlich in sehr vielen Bereichen übereinstimmen und es auch Bereich gibt, wo es meinem Freund deutlich egaler ist als mir, wie was aussihet/dekoriert wird/etc. pp.

Aber: Man ist nicht mehr allein, man bestimmt nicht 100% über alles. Das war eine Umstellung. Und bei mir manchmal halt doch Modell Einzelkind und Dauersingle haben zwei Dinge geholen: Z.T. klare Trennungen in "meins" und "deins" (CD-/Bücherregal: Ich hasse es, wenn man meine Reihenfolge durcheinander bringt. Schreibtischcontainer: Jeder hat einen und kann da horten, was er will. Ja, dann gibt es 2 Packungen Briefmschläge. So what?). Aber durch diese Trennung sparen wir uns blödsinnige Konflikte.

Und der zweite Aspekt: Ich halte mir letztlich immer vor Augen, dass man notfalls auch ausziehen kann. Was ich manchmal in der schwierigen Umstellungszeit auch ernsthaft überlegt habe. Bis mir bewusst wurde, dass mir dieser Mensch wichtig ist und ich die Anwesenheit seiner Macken/Dinge lieber aushalte als seine Abwesenheit.

Aber wenn man an den Punkt nicht kommt, muss man auch ehrlich sein. Eine Freundin von mir heiratet 2017; ist mit diesem Partner seit Jahren zusammen. Aber sie werden nicht zusammenziehen, auch nicht nach der Hochzeit. Sehr ungewöhnlich. aber beide stehen dazu und es funktioniert.

L:olkaXx5


Ich habe mir immer gewünscht, mit meinem Partner zusammen etwas aufzubauen. Leider ist das in unserem Fall nicht mehr möglich, da er unser Nest schon erschaffen hat, wie er immer so schön sagt

Selbstverständlich wäre es möglich, sich gemeinsam was Neues zu suchen! Müsste man nur wollen und machen. Aber anscheinend ist für ihn vorallem wichtig, dass ER sich räumlich nicht verändern muss. Er will SEIN Nest nicht aufgeben. Lieber will er eine andere Frau als mit DIR ein neues Haus. :-/ Gibt dir das nicht zu denken, welchen Stellenwert du bei ihm hast? Nach Liebe klingt das für mich nicht.

wVin:teMrsoPnnex 01


Nur wenn du es ausprobierst, wirst du wissen, ob es funktioniert.

Ich kann deinen Partner gut verstehen, dass er nicht ewig warten will.Er sucht eine Partnerin, die mit ihm zusammen sein will und zwar auch gemeinsam wohnen , immer...vielleicht auch Familie, Kinder, Heirat ":/ Es wäre fair von dir, wenn du dir klar wirst, was du von dieser Beziehung willst und was nicht.

Wenn du dich nur immer mal mit ihm treffen willst und ansonsten dein Singledasen nicht aufgeben willst, bist du fü ihn nicht die Richtige.

Aber was hindert dich , dich ins neue Abenteuer zu stürzen und in deine Eigentumswohnung kannst du doch immer noch zurück.

Kzrab3beflkäferlxe


Gibt dir das nicht zu denken, welchen Stellenwert du bei ihm hast? Nach Liebe klingt das für mich nicht.

Es gibt auch andere Ansichten. Ich fände es völlig übertrieben zu verlangen, dass ein Haus aufgegeben wird, nur weil ich irgendwelche (für mich übertriebenen) Vorstellungen vom gemeinsamen "Nestbau" oder sonst was hab.

Man muss Kompromisse schließen können und ich denke, wenn man wirklich mit dem Partner zusammenwohnen will und das Haus keine unmögliche Bruchbude ist, dann müsste das eigentlich kein großes Problem sein ":/

Da stellt sich die Frage genauso: Geht es um das gemeinsame Wohnen oder ist die Bude in der man wohnt am Ende letztlich doch wichtiger? Welcher Stellenwert hat dann der Partner?

K<rabbeljkäferxle


Aber was hindert dich , dich ins neue Abenteuer zu stürzen und in deine Eigentumswohnung kannst du doch immer noch zurück.

So seh ich das auch. Ich finde nicht, dass das eine Situation ist, die extrem umständlich und lebensverändernd wäre. Die TE hat eine Eigentumswohnung in die man dann auch wieder zurückkönnte.

Das Wagnis finde ich nicht besonders groß und würde da eher mit gespannter Vorfreude hinsehen statt mir um jedes Detail Gedanken zu machen.

Ich glaube nicht, dass das zusammenwohnen nur funktioniert, wenn man alles bis ins Detail besprochen hat. Man macht sich unnötige Sorgen und reibt sich vorher schon aneinander auf, an Problemen, die vielleicht gar keine wären, wenn man einfach mal machen würde.

Manche Dinge wären möglicherweise ungesagt geblieben, wenn man nicht ständige Gespräche übers zusammenziehen führen würde :=o Dass das beim Partner vielleicht Ängste weckt die vorher gar nicht da waren, muss man auch in Betracht ziehen. Es verunsichert doch, wenn die Partnerin alles detailiert abklären will und sich hier und da und dort nicht sicher ist.

V4aGnnxyyy


Das Wagnis finde ich nicht besonders groß und würde da eher mit gespannter Vorfreude hinsehen statt mir um jedes Detail Gedanken zu machen.

Je mehr Verunsicherung und "durchdiskutierte" Ängste, desto größer wird das Risiko der sich selbst erfüllenden Prophezeiung. :=o

M6onik7a65


Ich käme mit diesem Zögern und den Zweifeln auch nicht klar. Schon gar nicht, dass man es als Druck empfindet. Für mich wäre in dem Augenblick klar, dass die Lebensvorstellungen zu unterschiedlich sind. Und solche Zweifel, dass man dann miteinander zurecht kommt, müssen ja irgendwo eine Grundlage haben. Wenn man wirklich gut zusammenpasst hat man die Zweifel in so einem Ausmaß oder man ist sich einig, dass man nicht gemeinsam wohnen will. Ist ja auch ok.

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