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freund hat mich im streit geschlagen...hab ich schuld?

CIleo Edgward:s v. D[avonpoort


Wobei hier der gesellschaftliche Grundsatz klar wird, wieso Männer keine Frauen schlagen sollten:

Ein Schlag aus Wut von einem Mann auf Frauenhaut... wumms.

Andersrum finden zwar viele auch nicht in Ordnung, der Schaden ist aber tendenziell kleiner.

EOhema_liger !Nutz{er (#59x0071)


Ich nehme mal diese Aussage stellvertretend für andere, ähnliche Aussagen hier:

Wenn er körperlich dazu tendiert andere zu schlagen in schwierigen Situationen und du ihm seine deeskalierende Haltung nimmst den Rückzug anzutreten, dann... selbst schuld.

Wie praktisch ... Man braucht nur vorher mal mitgeteilt zu haben, dass man gewalttätig reagiert wenn ein andere [Aktion Z] macht und schon bekommt man einen Freifahrtschein zum Schlagen, sobald der andere etwas macht, das sich als [Aktion Z] interpretieren lässt.

Für seinen Schlag trägt er die Verantwortung. Auch wenn man verbal beschimpft wird - mal als Beispiel - darf man den anderen nicht schlagen. Und die Verletzungen zeugen auch davon, dass der Schlag alles andere als zimperlich war. Finde da gehört schon mehr zu seinem Partner gleich mit der Fuast derart ins Gesicht zu schlagen. Aber eure ganze Beziehung scheint ja ziemlich "speziell" zu sein, wenn ihr zwar ein gemeinsames Kind habt, er aber praktisch die meiste Zeit nicht da ist ("zwei Wochen weg" etc.).

raosix777


Ich war im krankenhaus. Alles wurde dokumentiert.

der streit an dem tag ging von ihm aus...wie schon oft vorher. Aber das tut nichts zur sache.

Ich bin aelter als er und sorge fuer die kleine. Mehr oder weniger alleine. Wir wohnen nicht zusammen. Das hat verschiedene gruende...ich bin in elternzeit und bin akademikerin. Er hat probleme, von seiner selbstaendigen taetigkeit zu leben. Vieles ist in seinem leben chaotisch. Das meinte ich damit, dass ich mich oft als etwas reifer empfinde. Auch wenn ich probleme mit meinem streitverhalten habe. Mich belastet das sehr. Weswegen ich ja auch hilfe suche...

NNaillouga


Für seinen Schlag trägt er die Verantwortung. Auch wenn man verbal beschimpft wird - mal als Beispiel - darf man den anderen nicht schlagen.

Ich fass mir gerade auch nur an den Kopf. Ja, Tür abschließen wollen war wahrscheinlich eine blöde Aktion, die vielleicht das grobe Wegschubsen rechtfertigt (ne, eigentlich auch nicht. Nach vergeblicher verbaler Aufforderung, die Tür zu öffnen vielleicht), aber doch auf gar keinen niemals Fall danach nochmal mit der Faust ins Gesicht. Das ist ganz allein seine Verantwortung, dass er sich nicht unter Kontrolle hat.

Und von wegen hier den armen, impulsiven Mann verteidigen - die TE hat vermutlich auch eher impulsiv gehandelt, als sie die Tür abschließen wollte. Weil der Mensch immer abhaut und sich dann tagelang (nicht in 1-2Stunden) nicht mehr meldet und ungeklärte Dinge zurück lässt. Der Unterschied ist, dass sie dem Mann die Tür nicht auf die Nase gehauen hat.

Und der Gedanke, ob man jemandem sein Kind anvertraut, der auch Vater und Kindsmutter schlägt würde sich mir auch aufdrängen.

X>irHain


Es ist kein Freifahrtsschein, aber einem Menschen, dem bewusst ist, dass er so reagieren könnte, die Fluchtmöglichkeit zu nehmen, ist nicht gut.

Warum fliehen solche Menschen? Es wird ihnen bewusst, sie könnten die Kontrolle verlieren.

Das Stresslevel ist so hoch, dass sie den Rückzug antreten um nicht die andre Person oder sich selbst zu verletzen.

Kann ich mich nicht zurück ziehen, schlag ich entweder selbst den Kopf gegen eine Wand oder werde wirklich emotional erpresserisch vorwurfsvoll. Ich habe in solchen Momenten Aggressionen in mir, die darauf aus sind zu verletzen. Mich selbst oder emotional den anderen, denn schlagen würde ich nicht.

Oder ich GEHE einfach, komme runter, baue den Stresslevel ab, senke die Aggression und komme zurück und sage "Das hat mich verletzt" Dann kann man wieder ganz normal mit mir reden.

Es ist ja meist auch keine Impulsive Reaktion, die aus dem Nichts kommt.

Man sieht Anzeichen in der Person, angespannter Kiefer, nesteln an den Fingern...

Ihr jede Schuld wegzunehmen, halte ich für falsch, denn sie hat eine bedingte Mitschuld an der Situation.

Dass er so reagiert hat ist, aber auch echt scheiße

Cjonan9DerZNerswtärexr


Ich hab meine Freundin mal provoziert und sie hat mir eine Backpfeife gegeben, was ihr sehr leid getan hat. Meine Provokation werte ich im Nachhinein als viel schlimmer.

Jemanden als normales Mittel der alltäglichen menschlichen Kommunikation zu schlagen und ihm den Körper zu verletzen ist eine Straftat, das sollte man auch nicht schönreden.

Was ich bezeichnend finde an deinem Beitrag, ist dass du schreibst "auch wenn mich verbalk beschimpft wird, dann darf man niemanden schlagen". Das gefährliche daran finde ich, dass du die verbale Beschimpfung indirekt gutsprichst. Du stigmatisiert die körperliche Gewalt und verharmlost die psychische Gewalt hier gefühlt für mich eindeutig als gesellschaftlich und überhaupt standardmäßig, normal, akzeptabel.

Auch wenn man sich schlecht fühlt, deine Tage hat, oder man steht in einem menschlichen Interessenkonflikt, man hat nicht das Recht andere verbal zu beschimpfen.

Das ist eine Straftat wie das Schlagen und aus gutem Grund.

Meiner Meinung nach haben die meisten aber gelernt, Beschimpfungen und andere psachische Gewalt standardmäßig im zwischenmenschlichen Zusammenleben als taktisches Mittel einzusetzen.

Aber sie wenden keine körperliche Gewalt an. Über isolierte Einzelfälle von körperliche Gewalt wird dann herumgezetert, während psychische Gewalt allgegenwärtig ist!

Pfaul_Rexvere


Ich hab das denke ich hinreichend differenziert. Und ja, körperliche Gewaltanwendung ist immer ein Ausdruck von Inkompetenz, sofern keine Gegenmaßnahme gegen andere körperliche Gewaltanwendung.

Eben. Deswegen lässt sich kaum sagen, dass es immer inakzeptabel ist. Meistens? Ja, definitiv.

Warum die Betonung auf Frauen? Wahrscheinlich kennst gerade du dich bestens damit aus, dass im Aufwand/Nutzen-Verhältnis beim Kraftaufbau zwischen Frauen und Männern "geringfügige" Unterschiede bestehen. Das hat bis auf wenige Einzelfälle nichts mit Waffengleichheit zu tun, weshalb so eine Auseinandersetzung auch von vornherein armselig ist. Ein Echo muss natürlich jeder vertragen können, aber auch das nur im Rahmen der Verhältnismäßigkeit.

Sorry, aber ich habe weder Verständnis dafür, wenn ein 80kg Mann eine 60kg Frau schlägt, noch wenn ein 100kg Mann einen 50-60kg "Mann" verprügelt. Letzteres hat nämlich ebenfalls nichts mit Waffengleichheit zu tun. Einzelfall? Möglicherweise. Das lässt sich aber gerne auf zig weitere Fälle, die nicht ganz so extrem sind ausweiten.

Frauen stehen da mit ihrer Chancenlosigkeit nicht unbedingt alleine da.

r_osbi77x7


Ich muss sagen dass er mir im streit schon oft heftige dinge gesagt hat. Wir haben uns da nix gegeben. diese erfahrung fuer mich nun neuland. Ich hab nachts z.t. panikattacken und wirklich probleme alles zu verarbeiten. Daher suche ich mir auch hilfe....das ist meine persoenliche erfahrung zu psychischer vs. Physischer gewalt.

rdosi 77x7


Er hat sich nicht gemeldet. In keinster form. Entweder aus scham oder weil er eben mir die ganze schuld gibt...

Ich weiss dass es ein fehler war, ihn zurueckzuhalten. Wenn ich ihn wie so oft haette ziehen lassen waere wohl nichts passiert. Wir haetten uns paar tage angeschwiegen und dann haette ich - wie immer- den kontakt wieder hergestellt...

Er hatte mir paar tage zuvor noch beteuert, wie sehr er mich liebt. Er wollte es auch immer von mir hoeren. Und er sprach oft von heirat. Ich wollte jedoch nicht. Nicht weil ich keine gefuehle fuer ihn habe sondern weil auch viele aeussere faktoren (wohnsituation etc) noch nicht wirklich gut geloest sind.

C\onanD\erZRer.s-tärexr


Du sagts, er habe dich übel beschimpft, und ihr habt euch an dem Punkt nichts genommen. Damit hast du ja sehr viel gesagt.

Dazu kommt, dass du deinen Partner eingesperrt hast, auch wenn du jetzt auf einmal behauptest, es war nicht so (Wahrschenlich weil dir jemnad eröffnet hat dass das hier bei uns eine Straftat ist). Bei diesen Umgangsformen ist Schlagen aus meiner Sicht nicht mehr so ein großer Schritt, sondrn in meinen Augen nur noch ein klitzekleines Schrittchen! Es reiht sich gut ein, finde ich, ergibt für mich ein harmonisches Gesamtbild. :-p

Grundsätzlich nochmal zur Gewalt: Nach meiner Beobachtung und Einschätzung sind die Schäden und das Leiden die in unserer Gesellschaft durch psychische Gewaltanwendung verursacht werden von der Größenordnung vielleicht geschätzt 1000 x höher, als die Schäden die durch physische Gewaltanwendung verursacht werden. Deswegen ist für mich psychische Gewalt eine riesige diskussionswürdige gesamtgesellschaftliche Überschrift. Physische Gewalt schein mir eher ein Problem einer kleinen Gruppe von Menschen zu sein. Nämlich von Randgruppen und einer Minderheit in der bürgerlichen Gesellschaft.

Auf jeden Fall auch ein diskussionswürdiges Thema, aber nach meiner Meinung wird hier ungleich mehr diskutiert. Trotz (meine Beobachtung) weniger große gesamtgesellschaftlich Reichweite und Schadwirkung.

Cbona>nDer7Zer@stäxrer


Physische ist sicher ein viel dankbarerer Konversationsgegenstand als psychische Gewalt.

Weil es nur "die anderen" machen.

K*antenmecDhaHnikexr


Habt ihr denn gemeinsames Sorgerecht für eure Tochter?

rKo[siJ7x77


Ich habe das sorgerecht. Wie gesagt wohnen wir nicht zusammen. Wir wohnen ca. 40 min. Voneinander entfernt. Es schien so am praktischsten. Geplant war, dass ich zu ihm ziehe und wir das sorgerecht dann teilen.

Also ich kann nur wiederholen dass ich ihn nicht einschloss, weil der schluessel nicht passte. Meine kleine spielt immer mit den tuerschluesseln und hatte da wohl was vertauscht.

Aber selbst wenn ich ihn eingeschlossen haette, waere es fuer ihn mehr als leicht gewesen, die tuer aufzubrechen. Ich wusste das auch. Es war eher eine verzweiflungstat von mir. Er ist der staerkste mann, den ich kenne.

Cnleo Ed[wards v.) DaUvo"npoort


Wie praktisch ... Man braucht nur vorher mal mitgeteilt zu haben, dass man gewalttätig reagiert wenn ein andere [Aktion Z] macht und schon bekommt man einen Freifahrtschein zum Schlagen, sobald der andere etwas macht, das sich als [Aktion Z] interpretieren lässt

":/ Jetzt interpretierst du aber... und zwar ziemlich fantasievoll.

Anfangs schrieb sie dass sie ihn eingesperrt habe, wurde zwar dann abgeändert, aber jemanden seiner Freiheit berauben, jemand der eben gerade NICHT gewalttätig reagieren möchte und sich um eine deeskalierende Haltung bemüht, der ist nicht unschuldig an dem Desaster.

":/

Klar ist der Typ wohl nicht toll (und ihr eine runterhauen hätte er auch nicht gedurft), erwähnt rosi doch in jedem Beitrag, aber sie ist schon nicht unschuldig dran. Zumindest, wenn sie ihn eingesperrt hätte.

Cvleo Eodwarfds vP. Dalvonpyo~orxt


Eine Trennung wäre besser, ich glaube nicht dass ihr zusammenziehen solltet, geht ja vielleicht alles kaputt. Türen, Beziehung, Kind...Und Sorgerecht würde ich auch nicht abgeben. Wenn er sowieso ein unreifes Verhalten an den Tag legt wird das bestimmt nicht lustig.

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