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Partner "droht" mit Suizid - wie damit umgehen?

ELx. hat die Diskussion gestartet


War schon mal jemand in der gleichen Situation? Mein langjähriger Partner, den ich wirklich sehr geliebt habe, droht mehr oder weniger direkt damit, sich etwas an zu tun, sollte ich ihn je verlassen. Es kriselt schon länger und lange Zeit war ich nur unglücklich - hatte aber noch Gefühle für ihn. Jetzt hält mich eigentlich nur noch die Verantwortung.

Ich weiß, er ist erwachsen und ich bin nicht Schuld, wenn er sich das Leben nimmt, aber der Auslöser wäre ich letztlich schon. Wie damit umgehen, wenn er Ernst macht? Wissen kann man es vorher nicht. Deshalb will ich mich mit dem Szenario konkret auseinandersetzen und nicht darauf spekulieren, dass er es schon nicht tun wird.

Meine Frage ist einfach: Was, wenn doch?

Antworten
CzonanDer{Zerst7är?exr


Zeig ihm auf, dass das Leben auch ohne dich Perspektiven hat, auch wenn das für ihn erstmal eine bodenloses emotionales Loch ist. Er sollte das erwachsen sehen und nicht so infantil.

Außerdem wirst du ihm mitteilen müssen, dass es eine erbärmliche Frechheit ist, dich zu veruchen in dieser emotionalen Abhängigkeit zu halten.

Zieh eine professionelle Stelle hinzu, Beratungsstelle, Psychatrie, Polizei. Wenn er einen solchen Spruch loslässt, dann ist er im Zweifel einzuweisen. Dort wird er behandelt und kommt notfalls unter Beobachtung oder in die Gummizelle.

Natürlich kannst du je nach Belieben und Vermögen begrenzt oder unbegrenzt Verantwortung übernehmen und mit ihm sehr lange darüber sprechen.

EyxZ.


Zieh eine professionelle Stelle hinzu, Beratungsstelle, Psychatrie, Polizei. Wenn er einen solchen Spruch loslässt, dann ist er im Zweifel einzuweisen. Dort wird er behandelt und kommt notfalls unter Beobachtung oder in die Gummizelle.

Na ja, so leicht ist das in der Praxis nicht. Da muss schon mehr passieren, als nur einen solchen "Spruch" mir gegenüber loszulassen. Wenn er nicht eingewiesen werden will, wird er es so schnell auch nicht. Er ist da schon vorsichtig und würde es auf Nachfrage sicher nicht bestätigen, weil er "fest entschlossen" ist, wie er sagt.

Meine Frage ist einfach: Welche bzw. wie viel Verantwortung trage ich, wenn er es wirklich durchzieht? Denn ich bin mir inzwischen ziemlich sicher, dass er es tut, wenn ich mich trenne und dass ich ihn nicht davon abhalten können werde. Und auch wenn ich nicht Schuld im eigentlich Sinne bin, so doch zumindest der Auslöser.

Ein furchtbares Gefühl.

XQiaraixn


Ich würde mir an deiner Stelle selbst psychologische Hilfe suchen.

Das ist einfach zu viel um damit allein fertig zu werden.

Im Grunde ist es so: Du verlässt ihn jetzt, er könnte sich umbringen, ja, und du würdest dich schuldig fühlen, was ganz normal ist.

Du kannst auch versuchen ihn erst in einer Therapie unter zu bringen, warten bis er stabil ist...und ihm dann den Boden unter den Füßen wegziehen...dann würdest du dich genauso schuldig fühlen.

Deswegen finde ich es wichtig, dass du dich zuallererst um dich selbst kümmerst! Darum kümmerst, dass du ein Netz aus Sicherheit hast, einen Therapeuten, der mit dir alle möglichen Szenarien durchgeht und dich im Falle eines Falles unterstützt.

Wenn er es wirklich will, kannst du ihn kaum davon abhalten, außer du hast schriftliche Beweise für sein Vorhaben. Dann könntest du ihn versuchen einweisen zu lassen.

Ihm wird aber irgendwo schon bewusst sein, dass man so eigentlich keine vernünftige Beziehung aufrecht erhalten kann. Er will es nur nicht wahrhaben.

Es ist Erpressung, du stehst massiv unter psychischem Druck, bitte such dir Hilfe, damit kann man allein kaum klar kommen

CconTanmDerZcers3}rxer


Doch gpräzise so einfach ist es. [[http://www.telefonseelsorge.de/]]

Zieh professionelle Hilfe hinzu, egal wie.

Du sagst hier du bist überzeugt er wird es tun. Das ist eine eindeutige Faktenlage, dass dem Mann geholfen werden muss.

Mir hat schonmal ein alter Freund einen Suizid angekündigt und ich hab versucht es ihm auszureden. Später hat er ihn mir nochmal angekündigt, ich habe an diesem Punkt nichts unternommen. Er hat auch woanders gelebt, und wir hatten uns auch auseinandergelebt, aber das ist nicht der Punkt. Ein paar Monate später war er tot.

Ich vermisse ihn manchmal etwas, heute würde ich gerne immer mal etwas mit ihm unternehmen.

Mach definitiv was, wenn du sagst er macht es gehört er in die Klapse. Und zwar ohne den kleinsten Zweifel.

XWir2axin


Ich bin mir wirklich nicht sicher, ob man dann zwingend eingewiesen wird...wenn wird man doch 24h dabehalten, wenn man dann sagt "Ne ist nicht so", dann müssen sie einen wieder gehen lassen ":/

Dann steht die TE wieder vor dem gleichen Problem.

CjonanDeHrZe3rstäRrer


Sie muss die Verantwortung loswerden!

Sie muss sagen, sie ist davon überzeugt, er wird sich töten, dann sollen die Polizei/Pschatrie/Gericht eine profesionelle Abwägung machen.

Wenn die ihn gehen lassen, und er tötet sich, dann ist es nicht die Verantwortung von ihr.

Wenn sie niemandem bescheid sagt, dann ist es eigentlich auch nicht ihre Verantwortung, aber dann wird sie sich die Frage ggfs. noch lange stellen, und das ist das unschöne.

T|okoxn


Soweit, dass er sich umbringt, wollen wir es gar nicht erst kommen lassen.

Da wir euch nicht kennen, können wir das Ganze schlecht beurteilen. Generell sollte man eine Suiziddrohung nicht auf die leichte Schulter nehmen.

Möglicherweise braucht dein Partner einen Psychologen.

XLiraixn


Deswegen schlug ich vor sich selbst Hilfe zu holen um ein Netz aus Sicherheit um sich zu bauen.

Ich glaube gedanklich, wird man dann die Verantwortung für den Tod kaum selbst verarbeiten können :S

Aber ja ich stimme dir zu!

Gibt es noch Kontakt zu Eltern des Freundes? Vielleicht kann man sie mit ins Boot holen?

EDxx.


Deswegen finde ich es wichtig, dass du dich zuallererst um dich selbst kümmerst! Darum kümmerst, dass du ein Netz aus Sicherheit hast, einen Therapeuten, der mit dir alle möglichen Szenarien durchgeht und dich im Falle eines Falles unterstützt.

Wahrscheinlich ist das wirklich das Einzige, was ich in der Situation tun kann :-/

Doch gpräzise so einfach ist es.

Worauf stützt du deine Aussage, wenn ich fragen darf? Ich weiß halt leider aus eigener Erfahrung, dass es nicht so ist, weil wir so einen Fall schon in der Familie hatten. Anderer Hintergrund, aber da wurde eine Suizidabsicht auch geäußert und tun konnte man nichts, solange der Betroffene gegenüber hinzugezogenen Autoritäten das nicht bestätigt hat. Wäre ja auch noch schöner, wenn jeder einfach von jedem behaupten könnte, er sei suizidgefährdet und schwupps, landet derjenige in der "Gummizelle", wie du es so schön ausgedrückt hast. So funktioniert das (leider oder zum Glück, je nach dem...) definitiv nicht.

Du sagst hier du bist überzeugt er wird es tun. Das ist eine eindeutige Faktenlage, dass dem Mann geholfen werden muss.

Ja, das schon, aber das weiß eben nur ich und er wird einen Teufel tun, das irgendwem gegenüber zu bestätigen.

P.la'netenwi~nxd


Sie muss die Verantwortung loswerden!

Ja, sehe ich genauso. Tun was man kann in der Situation: zuständige Personen informieren. Wie es dann weiter geht, liegt nicht mehr bei ihr. Und sie braucht kein schlechtes Gewissen zu haben, wenn doch etwas passiert.

Und Ex., es ist auch eindeutig eine Art Erpressung, die er da betreibt. Behalte das im Hinterkopf.

Epx.


Sie muss sagen, sie ist davon überzeugt, er wird sich töten, dann sollen die Polizei/Pschatrie/Gericht eine profesionelle Abwägung machen.

Wenn die ihn gehen lassen, und er tötet sich, dann ist es nicht die Verantwortung von ihr.

Ok, verstehe, das ist der Ansatz. Hm. Muss ich mal drüber nachdenken, ob es so "leicht" ist, aber danke.

So hatte ich es noch nicht gesehen...

Gibt es noch Kontakt zu Eltern des Freundes? Vielleicht kann man sie mit ins Boot holen?

Leider nicht, er hat keine Familie mehr. Wir reden hier übrigens von einem Mann von Mitte 50. Er hat außer mir niemanden. Das war definitiv ein Fehler, es überhaupt so weit kommen zu lassen, aber es verdeutlicht vielleicht, weshalb für ihn tatsächlich eine Welt zusammenbrechen würde, wenn ich ihn verlasse. Ich bin nämlich seine Welt, sein Ein und Alles. Und es tut mir so leid, dass ich keine Zukunft mehr sehe. Ich hab das auch nie gewollt :°(

EDx.


Und Ex., es ist auch eindeutig eine Art Erpressung, die er da betreibt. Behalte das im Hinterkopf.

Ja, ist es. Aus Verzweiflung. Nicht aus Böswilligkeit. Aber klar, es geht (auch) auf meine Kosten. Das sieht er aber nicht (mehr). Er hat einfach nur noch Angst, alles zu verlieren. Auch irgendwie verständlich.

C*onan7DeriZerstär1exr


Es sagt mir der normale Menschenverstand, dass wenn ich fest davon überzeugt bin, jemd wird Selbstmord begehen, dass das keine Situation ist die ich selber meistern kann.

Hier muss ich die entsprechenden Schritte einleiten, dass derjeneige vom Amtsarzt oder was weiss ich (ich weiß den Ablauf im Detailk nicht) notfalls wider seinen Willen gecheckt wird.

Es ist nach meinem Kenntnisstand üblich einen Suizidgefährdeten in die Psychatrie zur Einschätzung oder Beobachtung einweisen zu lassen.

Deine Argumentation, dass ihr sowas schonmal in der Familie hattet, ist gegenstandslos. Du nimmst vorweg, dass dein Partner vor dem Arzt nicht eingesteht, dass er suizidal ist. Während du sagst du bist davon überzeugt. Du kannst es nicht wissen, und du bist nicht qulifiziert hier eine Einschätzung abzugeben, dass eine eventulle Zwangseinweisung nicht helfen wird, dafür haben wir Fachleute.

Selbst wenn es ganz genau so kommt wie du es einschätzt, dann steht es dir mMn nicht zu, bei deinem jetzigen Wissenstand nichts dazu zu tun, dass deinem Partner professionelle Hilfe angetragen wird.

Anders herum gesagt, warum fragst du hier?

Wenn du gar nichts tun willst, dann tu doch einfach gar nichts.

Exx.


Selbst wenn es ganz genau so kommt wie du es einschätzt, dann steht es dir mMn nicht zu, bei deinem jetzigen Wissenstand nichts dazu zu tun, dass deinem Partner professionelle Hilfe angetragen wird.

Anders herum gesagt, warum fragst du hier?

Wenn du gar nichts tun willst, dann tu doch einfach gar nichts.

Ich will in erster Linie nichts FALSCHES tun. Darum geht es mir. Ich will doch auch, dass ihm geholfen wird, aber ich weiß, dass einem nur geholfen werden kann, wenn man es zulässt. Und im Zweifelsfall habe ich nur einen Versuch. Wenn der nach hinten losgeht, dann muss ich am Ende mit der "Schuld" leben.

Solange ich bei ihm bin und bleibe, passiert ja erstmal nichts. Wenn ich jetzt aber sowas anleiere, mit Polizei etc., versetze ich ihn evtl. in einen emotionalen Ausnahmezustand, der fatale Folgen haben kann. Natürlich kann ich nicht 100%ig vorhersehen, wie er reagiert. Ich weiß nur, dass er unter keinen Umständen in die Psychiatrie möchte. Ich habe ja schon allerhand versucht im "Guten" in den letzten Jahren. Vorschlag Einzeltherapie, Paartherapie, etc. Nichts zu machen. Ich kenne seine Einstellung zu alldem.

Klar, wenn ich es nicht mehr aushalte und wirklich gehe, dann werde ich im Zweifelsfall entsprechende Schritte einleiten. Also zumindest dafür sorgen, dass ihm Hilfe angeboten wird. Aber wenn er sie nicht annehmen möchte und entsprechend vorgeht, dann ist es alles andere als leicht, ihn gegen seinen Willen einweisen zu lassen.

Es ist nach meinem Kenntnisstand üblich einen Suizidgefährdeten in die Psychatrie zur Einschätzung oder Beobachtung einweisen zu lassen.

Das schon, nur gehört dazu eben mehr, als nur eine "Ex", die behauptet, er sei gefährdet. Und selbst wenn, dann wird er eben 24h beobachtet. Kann er dann glaubhaft machen, dass er nicht vorhat, sich das Leben zu nehmen, dann darf er wieder gehen. Und dann hält ihn niemand mehr auf.

Daher meine Frage, in erster Linie: Was, wenn er es tut. Wie kann ich damit leben.

Muss mal überlegen, ob ich es mir so einfach machen kann, indem ich sage: Fachleute haben's beurteilt, dann bin ich raus. Emotional bin ich's nämlich nicht, denn ich habe schließlich schon entschieden zu alldem beigetragen.

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