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Kontaktabbruch zu den Eltern.

M%onKika6x5


Es sieht nicht danach aus, als ob deine Mutter ein guter Umgang für dein Kind wäre. Also von der Seite her würde ich bedenkenlos für einen Kontaktabbruch stimmen. Klingt aber manchmal einfacher als es ist, du wirst dazu viel Entschlosseheit brauchen.

E2hemaNli~ger N4utzeIr (#55x2283)


Ich bin keinesfalls der Meinung, dass du deiner Tochter etwas vorenhältst, wenn du einen Kontaktabbruch durchziehst. Ganz im Gegenteil. Ich finde den Gedanken ganz schrecklich, dass deine Tochter miterleben muss, wie ihre Mutter schäbig und respektlos behandelt wird. DAS halte ich für eine wesentlich größere emotionale Belastung, als ohne Großmutter aufzuwachsen!

Ich gebe Monika Recht, für einen Kontaktabbruch solltest du dich innerlich wirklich wappnen. Und dafür brauchst du meiner Ansicht nach vor allem die felsenfeste Überzeugung, dass es gut und richtig ist und dir dieser Schritt absolut zusteht! Das wünsche ich dir!

C<oteSnauv{agxe


Nachdem ich gelesen habe was du über deine Kindheit geschrieben hast, finde ich, dass du geradezu verpflichtet bist, deine Tochter von diesem Monster (deiner Mutter) fernzuhalten.

P_lüs\cUhbi*est


Ich muss gestehen, das was du hier geschrieben hast, treibt mir das Wasser in die Augen.

Kein Kind sollte so aufwachsen, deine Mutter hat dich offensichtlich dafür verantwortlich gemacht

dass sie ihr Leben mit einem Säufer verbringen musste.

Ich rate dir, wandere aus, weit weg, ganz, ganz weit weg und nimm dein Kind mit.

F8ix jund Ftoxie


Ich dachte schon, meine Mutter ist schlimm. Sie hat bei mir auch einiges kaputt gemacht. Aber das, was du durchgemacht hast, ist ja die Hölle! :°_ :°_ :°_ :°_ So bin ich nie behandelt worden von meiner Mutter. Das hat mir gerade die Tränen in die Augen getrieben! Brich den Kontakt so schnell wie möglich ab, auch im Interesse deiner Tochter - sie versucht ja auch schon sie zu "erziehen" (bzw. eher zu diktatieren). :-X Das tut deiner Tochter auch nicht gut. Und zieh möglichst so weit weg wie möglich von ihr!

FSix uQnd Foxxie


Dagegen habe ich im Paradies gelebt. Ich hatte aber auch einen Vater, der mich geliebt hat u. für mich da war.

Nein, bei dir gibt es da gar nichts groß zu überlegen. Von so einem Menschen sollte man sich fernhalten. Sicher wird dir das trotzdem nicht so leicht fallen. Kontaktabbruch ist ja leichter gesagt als getan. Ich habe es auch nicht geschafft, den Kontakt abzubrechen (aber auf ein Minimum eingeschränkt) u. jetzt ist es zu spät. Aber so wie dir ist es mir auch nicht ergangen. :°_ :°_ :°_

w)inter#son&nxe 01


Vor ein paar Monaten musste ich die Polizei rufen, weil sie sich weigerten, mein Kind herauszuschicken, als ich sie abholen wollte.

Wie bitte? :-o Das geht ja wohl gar nicht. Ich persönlich hätte dann das Kind gar nicht mehr hingebracht , auch nicht mit mir zusammen...jedenfalls eine lange ZEIT NICHT!

Was haben sie denn gesagt dazu? Habt ihr darüber geredet?

L8ittle FLampUlight


Guten Abend!

Ich danke euch allen sehr, dass ihr mir weiterhin eure Einschätzung mitteilt. Ich muss sagen, dass ich, bevor ich den Thread begann, nicht damit gerechnet hatte, wie hilfreich das sein würde.

Zu lesen, wie ihr meine Situation beurteilt, hat mir vieles klar gemacht - und mich sehr aufgewühlt. Es hat definitiv etwas in Gang gesetzt. Was Oldie49 auf Grundlage der geringfügigen Infos in meinem Startbeitrag schrieb, ist alles wahr (ist das Hellseherei?). Ich muss jetzt etwas aufräumen, in meinem Kopf und in meinem Leben.

Heute rief meine Mutter an und weil ich noch nicht so weit war und nicht wusste, was ich tun soll, habe ich den Anruf weggedrückt und die WhatsApp-Nachrichten, die darauf folgten, ignoriert. Obwohl auch das auf eine merkwürdige Art geschmerzt hat, war es wahrscheinlich erstmal gut. Für heute. Minischritte eben.

Den ganzen Tag schon denke ich nach, erinnere mich und versuche, damit umzugehen und alles zu hinterfragen. Jetzt fühlt sich mein Gehirn an wie geschmolzener Käse und ich versuche mal, wieder fit zu werden. Für meine Tochter, die morgen vom Vater zurückkommt. Und die ihre Oma nicht mehr wiedersehen muss.

Morgen will ich mit ihr reden. Das wird gut laufen, das weiß ich. Wenn ich auf eines stolz bin, dann auf meine Tochter, die ein sehr verständnisvoller und großherziger, toleranter Mensch ist. Ich weiß, dass sie mich verstehen und zu mir stehen wird. Aber ich hoffe, es überfordert sie nicht - nur gar nichts zu sagen, hilft ja auch nicht.

Ich überlege, was genau ich ihr sage. Vermutlich hat sie eh schon genug mitbekommen.

Ich danke euch und wünsche euch eine gute Nacht!

L[ittle yLamplighxt


@ wintersonne 01

Was haben sie denn gesagt dazu? Habt ihr darüber geredet?

Sie hat mich im Flur beschimpft, dass ich meine Tochter nicht erziehe und das nie hinbekommen würde, weil ich ein verdammter Schwachkopf wäre, der es ohne sie nie zu etwas gebracht hätte.

Sie hält es auch nach dem Eingriff der Polizei für ihr Recht, betrachtet mein Kind als ihren Verdienst (zumindest verhält sie sich so). Sie dreht sich die Welt, wie es gerade passt und inzwischen denke ich, da ist Hopfen und Malz verloren.

Seitdem ignoriert sie ihren Eingriff und tut so, als wäre sie die liebe Oma - vermutlich so lange, wie ich mein Kind wieder bei ihr allein lasse.

Nun. Das wird nicht passieren.

w3interso`nne $01


Das würde ich auch so machen und dem Kind eben ganz ehrlich sagen, dass du nicht mehr möchtest , dass sie zur Oma geht, da ja neulich die Polizei kommen musste und sowas ganz schlimm ist. (Polizei = daist was passiert wird sie ja verstehen, wie alt ist sie , habe jetzt nicht nachgelesen)

Warum Polizei etc. , Verhalten der Oma würde ich nicht thematisieren. Da würde ich sagen, dass besprechen wir, wenn du größer bist.

Oaldigew4x9


Guten Tag liebe "Little Lamplight",

es ist gut, dass du schon durch so wenige Denkanstöße zu einem Entschluss gekommen bist. Nimm dir bitte nicht zu viel auf einmal vor, denn wenn das zum Scheitern führt, fühlt es sich so an, als könne das ganze Projekt nicht gelingen. Es kann aber sehr wohl gelingen, wenn du klug und in machbaren Schritten vorgehst. Und dazu gehört dann auch, deine eigene Reaktion auf das Geschehen zu überprüfen.

Danke vor allem für die "Offenlegung deines Martyriums". Die absehbare Folge war, dass dein ganzes Leiden für dich nun wieder nah und greifbar geworden ist. Das wird jetzt sehr schwer für dich sein. Und das tut mir sehr leid.

Es gibt keine Patentlösungen für solche Problematiken, denn jedes Martyrium ist individuell. Manche Betroffene können sich schon früh lösen oder erleben Rückfälle. Du hast im Zusammenwirken mit deinen Eltern dein Leiden auf tragische Weise so unendlich verlängert, dass man das Lesen kaum ertragen kann.

Umso mehr hoffe ich für dich, dass der daraus entstandene Leidensdruck nun ausreichen kann, um nachhaltig Änderungen herbei zu führen. Die Betonung liegt auf "nachhaltig", denn jeder Rückschlag tut doppelt weh, ist aber trotzdem zu bewältigen.

Zu lesen, wie ihr meine Situation beurteilt, hat mir vieles klar gemacht - und mich sehr aufgewühlt. Es hat definitiv etwas in Gang gesetzt.

Ja natürlich. Ich hoffe nur, dass dich das, was da in Gang gesetzt wurde, nicht erschlägt.

Was Oldie49 auf Grundlage der geringfügigen Infos in meinem Startbeitrag schrieb, ist alles wahr (ist das Hellseherei?).

Nein, Erfahrung.

Ich muss jetzt etwas aufräumen, in meinem Kopf und in meinem Leben.

Du fängst gerade damit an und vielleicht ist es ja der ideale Zeitpunkt.

Heute rief meine Mutter an und weil ich noch nicht so weit war und nicht wusste, was ich tun soll, habe ich den Anruf weggedrückt und die WhatsApp-Nachrichten, die darauf folgten, ignoriert. Obwohl auch das auf eine merkwürdige Art geschmerzt hat, war es wahrscheinlich erstmal gut. Für heute. Minischritte eben.

Aber immens wichtige Schritte. Und in deiner aktuellen Situation hat jeder Minischritt gewaltige Auswirkungen.

Deine Anrufverweigerung und dein Nichtantworten hat ja sofort Folgen. Sowohl bei den Eltern als auch bei dir. Du versuchst dir vorzustellen, was sie jetzt denken und tun. Und da du sie sehr gut kennst, wird das sogar großenteils zutreffen.

Distanz geht allerdings anders. Die setzt dann ein, wenn du aufhörst dir vorzustellen, was sie denken und tun. Das kann dauern, ist aber ein erstes Ziel. Um dieses Ziel nicht wieder aufzugeben, wirst du gewisse Schmerzen ertragen müssen. Denn dein Ziel war ja Jahrzehntelang, die Eltern zu versöhnen, sie milde zu stimmen, es ihnen Recht zu machen. Nun beginnst du, genau das Gegenteil von dem zu tun, was bisher – bewusst oder unbewusst – wichtig war. Das signalisiert deinem Unbewussten "Unrechtes zu tun und Strafe zu provozieren". Zeitgleich wird eine alte Angst aktiv: Die Angst vor der Strafe.

Um die abzumildern kannst du dir so etwas wie ein worst-case-Szenario durchspielen. Was können deine Eltern schlimmstenfalls tun, um dich für deine Ignoranz zu strafen? Erfahrungsgemäß fällt dieses Gedankenspiel erstaunlich undramatisch aus. Denn sie haben ja schon lange keine wirkliche Macht mehr über dich, sondern nur noch die Macht, die du ihnen unbewusst gegeben hast. Das meinte ich auch mit dem "Zusammenwirken".

Eines deiner wichtigsten Ziele in naher Zukunft sollte es sein, mit dieser unbestimmten Angst so umzugehen, dass sie dich nicht mehr beherrscht. Wie man das im einzelnen macht, sage ich dir dann gern.

Den ganzen Tag schon denke ich nach, erinnere mich und versuche, damit umzugehen und alles zu hinterfragen. Jetzt fühlt sich mein Gehirn an wie geschmolzener Käse und ich versuche mal, wieder fit zu werden.

Bei diesem "Alles-Hinterfragen" kann es sinnvoll sein, schon Hilfe zu haben. Denn da gibt es Sackgassen, die nicht mehr verfolgt werden müssen. Und es gibt Ziele, die erreicht werden können. Es gibt Ängste, die alt und überflüssig geworden sind und es gibt Kräfte, die du mobilisieren kannst, um das, was deinen Eltern noch an Straf-Instrumenten zur Verfügung steht, abzuwehren..

Für meine Tochter, die morgen vom Vater zurückkommt. Und die ihre Oma nicht mehr wiedersehen muss. Morgen will ich mit ihr reden. Das wird gut laufen, das weiß ich.

Das war ja nun schon heute. Ich sehe das ähnlich wie die anderen. Sag ihr nur, was unbedingt nötig ist. Und dann stellen Kinder fragen, auf die man antworten kann. Wenn man zuviel erklären will – und damit ungestellte Fragen beantwortet – kann man Kinder überfordern. Warte also möglichst auf ihre Fragen und geh dann bei den Antworten auf die Erlebnisebene des Kinder, nicht auf deine.

Abschließend noch ein Wort zu deiner unsäglichen persönlichen Geschichte.

Sie ist zutiefst erschütternd und von Angst vor Strafen geprägt. Diese Angst haben deine Eltern instrumentalisiert. Sie haben sich damit "außerhalb unserer gesellschaftlichen Normen" gestellt. Ihr Verhalten ist durch nichts zu entschuldigen. Trotzdem kannst du irgendwann dahin kommen, ihnen dahin gehend zu vergeben, dass du sie nicht hassen musst. Denn hass bindet. Ein mögliches Ziel wäre dann, sie so unwichtig für dich und dein Leben zu machen, dass du dich so wenig wie möglich mit ihnen beschäftigen musst. Die dürfen einfach auf dein aktuelles Leben keinen Einfluss mehr haben, ihnen muss alle Macht über dich in der Gegenwart völlig genommen werden. Ich halte das für möglich, aber natürlich nur im Rahmen einer Therapie.

Ich habe sehr viel Respekt vor dir und vor dem, was du dir vorgenommen hast.

Aumselx2


Hallo Little Lamplight

Vielleicht hilft dir ja wenn ich dir sage, dass ich seit 7 Jahren den Kontakt zu meiner Mutter abgebrochen habe. Übersiedlung, neue Telefonnummer Anrufe in der Arbeit weggedrückt - und mein Leben war nur halb so schlimm wie deines.

Am Anfang war es natürlich eine Zeit voller Zweifel ob es das Richtige ist, und nicht zu wissen wie es ihr geht war auch ganz ungewohnt. Aber heute fühle ich mich gut und auch meiner Tochter geht die Oma nicht ab - sie war damals aber bereits ein Teenie und hat die Gründe verstanden.

Ich würde es wieder tun, denn im Nachhinein gesehen war es die beste Entscheidung.

Ich wünsche dir alles Gute für dein weiteres Leben.

lg

c+risechazr lixe


Wie mussten nach ein paar Jahren den Kontakt zu dem Sohn meines Mannes aus erster Ehe + dessen Kindern, die im Alter meiner sind, abbrechen.

Meine große kann sich gut an den "Neffen" erinnern und hatte auch immer wieder gefragt.

Ich habe ihr aber dann klipp und klar erklärt, warum es nicht geht und auch drastische Beispiele aufgezeigt, für die sie eigentlich noch zu klein war und die ich sonst zum Schuss des "Angreifers" nie aufgezeigt hätte (da Halbbruder),

aber DAS hat sie dann verstanden - bis heute (fast schon selbst erwachsen).

Auf die Art hat sie sich nie mit dem "Verlust" rumgequält, weil wir, ihre eigene Kernfamilie, dann doch wichtiger waren. Harter Schnitt und dann war es gut. Mittlerweile könnte sie ja Kontakt zu den Leuten suchen, steht ihr frei.

Aber wir nicht mehr. Und das wäre für Deine Tochter auch eine Option.

kAatiaufox


Nur mal kurz zum Verständnis, ich stehe hier gerade auf dem Schlauch. Dein Mann hat einen Sohn, der wiederum Kinder im Alter deiner Kinder hat? Ist dein Mann so viel älter als du, oder ist da mit den Begrifflichkeiten etwas durcheinander gekommen? Und wer ist jetzt der Neffe?

cxriechsarlxie


ja, die Kinder, die er mit seiner verstorbenen Frau hat, sind so alt wie ich.

Er ist mit 17 das erste Mal Vater geworden UND ist älter als ich. Also sind unsere gemeinsamen Kinder Onkel/Tante der gleichaltrigen Neffen/Nichten.

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