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Zukunftsängste aufgrund Selbstständigkeit des Partners

Jeasmibn_87


@Comran vielen lieben Dank für deine Worte @:) @:) @:)

C8omrxan


Nüchtern betrachtet lohnt sich die ganze Geschichte nicht wenn am Ende nicht wenigstens 12.000€ im Jahr hängen bleiben nachdem die Versicherungen bezahlt wurden.

Sicherlich nicht. Als Selbständiger hast du keine Sozialversicherung, d.h. er muss auch seine Altersrückstellungen selbst bilden, Rückstellungen für den Krankheitsfall usw.. Das muss in den Ausgaben eingepreist sein, sonst bescheißt man sich selbst. Es geht nicht nur darum, dass man seine Kfz-Haftpflicht bezahlt hat.

Jasmin schreibt, er hätte Schulden bei der AOK. Das klingt so, als wäre er freiwillig in der GKV. Damit zahlt er den Höchstsatz und der ist sehr teuer. Er sollte sich in diesem Fall mal Angebote guter privater Krankenversicherungen machen lassen. Mit 30 Jahren dürfte er da noch einiges sparen. Er muss sie sich aber leisten können ...

N^ordix84


Sicherlich nicht. Als Selbständiger hast du keine Sozialversicherung, d.h. er muss auch seine Altersrückstellungen selbst bilden, Rückstellungen für den Krankheitsfall usw.. Das muss in den Ausgaben eingepreist sein, sonst bescheißt man sich selbst.

Ja so meine ich das ja, wenn von den angenommen 12k€ noch 3-4 für Altersvorsorge, Krankenversicherung, Rücklage usw. abgehen dann reicht das vorne und hinten nicht mehr um ordentlich zu leben. Dann muss man die Selbstständigkeit wirklich als Hobby bzw. Nebenerwerb betreiben aber nicht seine ganze Zeit und Energie da rein stecken bzw. andere Einnahmequellen ablehnen.

S6unfloKwer_$7x3


Irgendwann sollte man sich eingestehen, dass es nicht funktioniert. Und was den großen Auftrag angeht: Wenn er gut ausgebucht wäre mit Aufträgen, könnte er auch nicht sofort springen.

Ich bin auch dafür, einen Partner ggf. zu unterstützen. Gut, ich kenne auch noch das klassische Modell der Nur-Hausfrau mit dem alleinverdienenden Ehemann. Aber hier geht es um zwei Dinge gleichzeitig: Das Ausmaß der Unterstützung Deinerseits (was zum Thema wird, weil Du extrem verzichtest und das nicht nur kurzfristig). Und zum anderen um seine schlichtweg nicht funktionierende Selbständigkeit. Irgendwann muss man sich das eingestehen. Dann Selbständigkeit ist mehr als ausreichend Aufträge für Miete und Essen. Man muss an Krankenkasse denken (zahlt er seine Beiträge überhaupt?). An die Altersabsicherung (4 Jahre ohne Rentenversicherung bzw. private Altersabsicherung) bedeuten, dass man sich auch langfristig ein erhebliches Problem schafft.

Vermutlich kommst Du aus der Unterstützer-Rolle so einfach gar nicht heraus. Ihr wohnt zusammen und wenn er zum Amt geht, seid Ihr eine Bedarfsgemeinschaft, d.h. Dein Einkommen wird angerechnet. Und die Grenzen sind eher niedrig. D.h. Dir bleibt nur Klartext ihm gegenüber, mit allen Konsequenzen für die Beziehung. Selbst wenn Du es total liebevoll anpackst, wird er erstmal sauer sein. Was auch immer ihn zur Selbständigkeit getrieben hat und dazu führt, das Scheitern zu leugnen, wird sich dann bemerkbar machen und ihn sehr gekränkt reagieren lassen. Dann ist es an Dir, liebevoll aber hart zu bleiben.

Vielleicht kann die Tatsache helfen, dass man es immer nochmal versuchen kann. Oder er lässt isch kurzfristig und als letzten Anlauf wirklich professionell beraten. Zu seiner Selbständgkeit schreibst du leider wenig. "Bodenschleifer", da ist eher einfaches Handwekr. Viele Firmen bieten Rundum-Service an. Und leider nehmen viele Auftraggeber für solche "simpleren" Aufgaben nun mal auch billigere Kräfte. Völlig wertfrei: Ich sehe sehr viele polnische Bauhandwerker... Macht er Werbung, hat er eine Website, hat er Referenzen, ist er qualifiziert, welche Preise verlangt er? Passt das alles und die Konkurrenz ist zu groß, oder hakt es bei den genannten Punkten schon?

Jedenfalls kann es nicht sein, dass Du über Jahre eine Illusion seinerseits finanzierst; Dir/Euch nichts bleibt - und das System auch ziemlich wackelig ist, sollte bei Dir mal etwas sein. Unterstützung in der Partnerschaft ist das Eine; das Aufrechterhalten von etwas, was nicht funktioniert, das Andere.

Sounfhlxower/_x73


Jasmin schreibt, er hätte Schulden bei der AOK. Das klingt so, als wäre er freiwillig in der GKV. Damit zahlt er den Höchstsatz und der ist sehr teuer. Er sollte sich in diesem Fall mal Angebote guter privater Krankenversicherungen machen lassen. Mit 30 Jahren dürfte er da noch einiges sparen. Er muss sie sich aber leisten können ...

Bloß nicht!

Zum einen kann man auf Antrag als Selbständiger in der GKV auch weniger zahlen. "Den" Höchtsatz gibt es nicht; der Beitrag ist hier aus nochmals einkommensabhängig.

Links hierzu:

1. [[https://www.tk.de/tk/versichert-als-selbststaendige/beitraege-selbststaendige/beitragssaetze-und-beitraege-selbststaendige/816202]]

2. [[https://www.tk.de/tk/beitraege-selbststaendige/beitraege-reduzieren/geringe-einnahmen/461824]]

Man muss sich halt kümmern und das Gespräch suchen, statt weiter in die Schuldenfalle zu rennen. Offene Beiträge bei der Krankenkasse als Handwerker können fatal sein, wenn etwas passiert!

C ompran


Zum einen kann man auf Antrag als Selbständiger in der GKV auch weniger zahlen. "Den" Höchtsatz gibt es nicht; der Beitrag ist hier aus nochmals einkommensabhängig.

Ah, das wusste ich nicht.

Aber dennoch gibt es den Mindestsatz und er muss den Arbeitgeberanteil mittragen. Somit kommt er auf mindestens ~ 350 Euro Krankenversicherungsbeitrag bei freiwilliger Mitgliedschaft in der GKV. Und hat entsprechende Zuzahlungen zu leisten, weil die Leistungen eben schwach sind.

Es wäre zumindest zu prüfen, ob er in seinem Alter nicht eine vergleichbar teure PKV findet, die zumindest mehr leistet, so dass er bei einer Zahnkrone nicht direkt pleite ist.

Das Beitragsrisiko hat er in jedem Fall. Das ist in meinen Augen auch die größte Falle bei der mickrigen Selbständigkeit. Bevor ich meine Gesundheitskosten riskiere, hab ich lieber einen Chef über mir. Entweder er reißt die Einnahmen in einen deutlich 5-stelligen Bereich pro Jahr, oder er lebt bezüglich Sozialversicherung so prekär wie jeder Penner unter der Brücke.

Jasmin, was ich noch nicht gefragt habe: stockt er auf, oder liegt er im Monat wenigstens über HartzIV-Niveau?

c/la}irxet


Mit einer privaten Krankenversicherung verschiebt er das Risiko möglicherweise aber nur auf später. Die Beiträge dafür bleiben auch nicht ewig günstig und irgendwann gibt es keinen Weg zurück. Das mag jetzt noch in weiter Ferne liegen, aber ich würde eher die Selbständigkeit grundsätzlich in Frage stellen als die momentane Situation irgendwie noch mit einem Kassenwechsel versuchen zu retten.

@ Jasmin_87

Ich finde du warst lange genug geduldig. Natürlich hat Selbständigkeit eine gewisse Anlaufphase, aber wenn es nach 4 Jahren nicht funktioniert, dann wird es auch nicht mehr. Es ist überhaupt nicht egoistisch, wenn du dir um die finanzielle Zukunft Sorgen machst und mit deinem Geld lieber Urlaub machen würdest statt seine gescheiterte Idee zu finanzieren.

Dass er nicht mal einen Nebenjob machen will ist schon ziemlich doof bzw. dreist. Was Nordi schreibt:

Das wiederspricht übrigens auch seinem Argument warum er sich keinen Nebenjob suchen will. Kein Mensch wird anrufen und sagen "in einer Stunde bist du hier und schleifst den Boden, sonst entgeht dir der 10.000€ Job", sowas dauert. Was passieren kann ist das jemand auf die Schnelle irgendwas Zuhause geschliffen haben will und daafür 100€ brutto bezahlt, dafür nen Neben- oder Teilzeitjob saussen zu lassen ist aber dämlich.

Lass dich nicht von ihm emotional unter Druck setzen! Es ist schon ziemlich mies von ihm dich als Buhmann hinzustellen.

JOasmi~n_.87


@ Comran er stockt nicht auf,

zum Amt geht er also nicht. Seine Einnahmen sind deutlich unter Hartz 4 Nivau.. Ich würde mir mittlerweile wünschen wenn er Hartzler wäre,..

Naja aber vielen Dank an Alle für die Hilfe :)* ich schau mal was ich daraus machen kann.. :-|

_RPa]rvatix_


@ Jasmin

Selbst, wenn er zum Amt gehen würde, er würde wahrscheinlich nichts bekommen, da ihr eine Bedarfsgemeinschaft seid und du ihm finanziell unterstützen musst.

J}asmVin_x87


@ _Parvati_ ich weiß,

was mir auch wieder vermittelt, dass ich das eben in einer Partnerschaft machen muss bzw verpflichtet bin und das zu einer Partnerschaft dazugehört.. deswegen auch mein schlechtes Gewissen dass mich bisher das hat weitermachen lassen

a[n_hre


Selbst, wenn er zum Amt gehen würde, er würde wahrscheinlich nichts bekommen, da ihr eine Bedarfsgemeinschaft seid und du ihm finanziell unterstützen musst.

Soviel ich weiss erst nach einer gewissen Zeit des Zusammenlebens. Ich denke ab 7?

E$hemalJiger Nutjzer y(#515610x)


Ganz generell habe ich nichts dagegen, wenn in einer Beziehung gemeinsam beschlossen wird, dass eine Zeit lang oder auch für immer nur einer der Partner arbeitet. Oder einer mehr arbeitet und der andere weniger. Wichtig ist es aber, meiner Meinung nach, dass die Entscheidung gemeinsam getroffen wurde. Und selbst dann kann man diese Vereinbarung wieder kündigen oder gemeinsam neue Spielregeln aufstellen.

Würde mein Partner mich und meine Bedürfnisse da nicht ernst nehmen und mich nur immer und immer wieder vertrösten, hätte ich schon recht bald kein Mitgefühl mehr, sondern wäre zunehmend erbost. Es ist ja in eurer Situation jetzt wirklich nicht so, als ob er sich keine andere Arbeit oder einen Nebenjob suchen könnte. Er will das nicht und Punkt. Du musst das schlucken und er kommt dir nicht entgegen. Wo bleibt denn da das füreinander da sein und die Rücksichtnahme? Ist doch keine Einbahnstraße ;-D

was mir auch wieder vermittelt, dass ich das eben in einer Partnerschaft machen muss bzw verpflichtet bin und das zu einer Partnerschaft dazugehört.. deswegen auch mein schlechtes Gewissen dass mich bisher das hat weitermachen lassen

Das gilt, soweit ich weiß, auch nur dann, wenn man zusammen lebt. Dinge, die man notfalls bei absolutem Unwillen und Egozentrismus eines Partners auch (vorübergehend) wieder ändern kann.

Ich selbst bin auch quasi selbständig und habe ein schwankendes Einkommen. Aber man muss das eben vernünftig angehen, Rücklagen bilden, Pläne aufstellen etc.

Im Bekanntenkreis kenne ich es auch von Selbständigen so, dass bei Auftragstiefs eben wahlweise eigene Rücklagen angezapft werden oder ein vorübergehender Nebenjob gesucht wird. Die Lebensfixkosten zahlen sich nun mal nicht komplett von selbst. Und ich gehe davon aus, dass das auch jedem erwachsenen Menschen im Vollbesitz seiner geistigen Kräfte bewusst ist.

Du bist nicht verpflichtet immer nur zu geben, während er immer nur nimmt. Das ist in Ordnung, wenn beide das so wollen, wenn einer nicht mehr will, muss der andere eben etwas ändern.

Ich an deiner Stelle würde dem Partner eine Frist von einem halben Jahr setzen. In einem halben Jahr sollte es möglich sein sich (wie auch immer - sein Problem!) so zu sortieren, dass man finanziell irgendwie über die Runden kommt.

Nyor<di84


Das schlechte Gewissen ist hier aber völlig fehl am Platz, du "zwingst" ihn ja nicht nach vier Wochen zum aufgeben sondern du willst das er nach vier erfolglosen Jahren endlich mal was zu eurer Beziehung und Zukunft beiträgt. Und lass dich nicht mit diesem ominösen Auftrag abspeißen, selbst wenn er den bekommen würde würde euch das nicht retten, dafür kommt da einfach zu wenig rum.

_sP&arv;atix_


an_re

Soviel ich weiss erst nach einer gewissen Zeit des Zusammenlebens. Ich denke ab 7?

Wenn ein Paar ein Jahr zusammen lebt gilt es als Bedarfsgemeinschaft. Da die TE bereits 7 Jahre mit ihrem Freund zusammen ist, gehe ich auch mal davon aus, dass sie zusammen wohnen. Oder liege ich falsch, Jasmin_87?

X6iraVin


Vielleicht hilft es dir mal einen gemeinsamen Kassensturz zu machen.

Bitte ihn seien Unterlagen in ordnung zu bringen. Seine Schulden aufzuschreiben. Seine monatlich laufenden Kosten (krankenkasse, Steuern usw.)

Dann schreib deine monatlichen Einnahmen auf und verpacke die gemeinsamen Kosten in ROT und deine in schwarz.

Dann kannst du ihm zeigen welchen Teil er eigentlich beitragen sollte.

Vermutlich wird ihm auch auffallen, dass er seine Schulden in 20 Jahren noch nicht abbezahlt hat...dann keinerlei Rücklagen hat fürs Alter etc.

Es ist eine Sache dem Partner zu helfen...aber du hilfst ihm nicht, wenn dein Gram immer weiter ansteigt, er hockt dann in der Selbstständigkeit und vielleicht verlässt du ihn irgendwann, weil du dich so ärgerst.

Mein Freund will zBsp bald studieren...mit fast 30.

Sein Einkommen wird dann eher gering sein, und trotzdem wollen wir zusammen ziehen. Ich plane jetzt schon eine Übersicht zu machen.

Ich will weder mich verschulden, noch dass er sich verschuldet, weil unsre Mietwohnung dann zu teuer ist. Aber ich finde er sollte sich schon an den gemeinsamen Kosten beteiligen. Dafür muss er halt bei seinen Hobbies zurückrudern. (Paintball und sowas...schon eher teures Hobby)

Er hat jetzt sehr viele Jahre als Angestellter gearbeitet und ich verstehe, dass er studieren will. Aber wir sind nunmal keine 18 mehr...ein gewisses Maß an Verantwortung MUSS man entwickeln.

Wir planen das vorher und darum bin ich froh...so weiß ich was mich die nächsten Jahre erwartet.

Du hast aber gerade keinerlei Aussicht darauf, dass diese Situation endet...und mich würde das sehr stark belasten...

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