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Streitpunkt: "Kinder kriegen" (Zeitpunkt, Reife?)

S-chojkoladqenHsüchtxige


Nein, das meine ich auch nicht. Ich finde, der TE und seine Verlobte sollten vernünftig miteinander sprechen und schauen, ob ein Kompromiss möglich ist, wie von Dir beschrieben z.B.

Aber der TE sollte ehrlich, auch sich selbst ggü. sein, wie ernst es ihm mit einem Kind ist. Denn ggf. ist die Trennung doch die bessere Lösung für beide. Bei diesem wichtigen Thema muß man einen gemeinsamen Nenner/Kompromiss finden, ansonsten ist die Beziehung ehim Eimer. Das ist zumindest meine ganz persönliche Meinung.

b]elSlaxgia


Die Freundin des TE will ja gar nicht sofort.

Sie möchte nach der Hochzeit die Verhütung absetzen.

Ich kann hier danae zustimmen, sie würde sicher ruhiger reagieren, wenn seine Ansagen klarer wären. Also konkrete Vorstellungen, was man noch erleben möchte zuvor.

Ich selbst bin auch eine Frau, die einen sehr langen und harten Weg hinter sich hat, um ein Kind zu bekommen.

Ich hatte den Vorteil, dass ich zu Anfang gar keinen übermäßigen Wunsch hatte.

Als mein Mann sich endlich entschieden hat (aus freien Stücken) war ich bereits 38 und unsere Beziehung 4 Jahre alt.

Nach einem Jahr wurden wir in Behandlung überwiesen, ich sah es noch immer locker, wenn nicht, dann eben nicht. Wir versuchen es mal.

Nachdem ich dann gleich beim ersten Versuch schwanger wurde (und das Kind verlor) wurde das anders. Da war der Wunsch dann plötzlich viel größer als vorher. Bei uns beiden war das so. Wir hatten uns so sehr gefreut.

Hätte man mir mit 38 Jahren gesagt was mir bevorsteht, ich hätte dankend abgelehnt und auf Kinder verzichtet.

Immerhin weiß man nicht, ob es klappen wird oder nicht, das Ergebnis ist immer offen. Die sogenannte "Baby take home Rate" bei assistierter Befruchtung liegt bei ca. 30% (zumindest vor 10 Jahren war das so). Mir wurden zu Anfang 8-12% Chance zugestanden.

Im Rückblick ist das Ganze nur zu verkraften, weil es am Ende noch gut ausging.

Ich könnte keiner Freundin guten Gewissens raten, sich auf diesen Weg zu begeben, wenn der Kinderwunsch nicht sehr, sehr dringend ist.

Sich in jungen Jahren darauf zu verlassen, dass man ja mit 40 noch die assistierte Befruchtung in Anspruch nehmen kann, wenn der Kinderwunsch gleichzeitig schon riesengroß ist, das ist aus meiner Erfahrung heraus ein großer Fehler.

Der medizinische Weg ist kein Notnagel für unentschlossene, sondern ein letzter Ausweg aus der Kinderlosigkeit.

Man sollte sich nicht auf diese Möglichkeit verlassen.

TtheBl'ackWidxow


Klar ist es manchen Frauen nicht möglich, ihren dringenden Kinderwunsch abzustellen. Aber der Partner sollte einem schon so wichtig sein, daß man ihn und seine Wünsche gleichsetzt.

Kmrab^belskäfe2rle


Andererseits macht das aus ihrer Sicht auch keinen Sinn, wenn er tatsächlich sagt in 2-3 Jahren, dann legen wir sicher los.

Bis dahin legt sie mit einem neuen Partner vermutlich auch noch nicht los, falls sie sofort wieder einen findet.

Der medizinische Weg ist kein Notnagel für unentschlossene, sondern ein letzter Ausweg aus der Kinderlosigkeit.

Und für mich käme dieser Weg zB generell nicht in Frage. Wenns nicht natürlich klappt, dann solls halt nicht sein. Damit könnte ich mich vermutlich besser arrangieren als mit zig versuchen der künstlichen Befruchtung. Nachher klappts am Ende doch nicht...die Enttäuschung wäre bei mir noch größer. So wie du auch meintest: Zum Glück hats am Ende geklappt, sonst wärs schwer zu verkraften gewesen.

Der TE hat noch etwas Zeit bis zur Hochzeit und möglicherweise ist ja ein Kompromiss auf "ab 2018 gehts los" möglich. Das sind immerhin noch fast 1,5 Jahre.

bOellvlagxia


Und für mich käme dieser Weg zB generell nicht in Frage.

Ich habe einige Freundinnen, die das so entschieden haben und jetzt eben kinderlos sind.

Ich möchte auch nicht zu schwarz malen, es gibt durchaus Paare, bei denen es recht schnell klappt.

Am Ende sind wir heute glückliche Eltern eines glücklichen Kindes.

Und hätte man mir mit 38 gesagt, dass es zwar so schwer wird, aber am Ende gut ausgeht... dann hätte ich es wohl gemacht, einfach weil ich diesen kleinen Menschen so sehr liebe.

Nur kann einem das vorher ja niemand sagen... :)*

MArs_ Darcxy


Ich kenne einige Paare, die Schwierigkeiten hatten, ein Kind zu bekommen, es lag dabei aber nicht am Alter (sie waren alle Mitte/ Ende 20), sondern es gab diverse andere Ursachen. Die meisten aber wurden recht schnell schwanger, innerhalb eines halben Jahres. Wir hatten Glück, ich war mit 29 bzw. 31 beides Mal direkt beim ersten Versuch schwanger (haben vorher aber nicht hormonell verhütet), bei meiner Schwester hat es 4 Monate nach Absetzen der Pille gedauert, bis sie schwanger wurde. Das wäre also ein (hier schon mehrfach erwähnter) Tipp: Macht einen Zeitpunkt fest, und solltet ihr hormonell verhüten, dann hört mindestens ein halbes Jahr vorher damit auf und verhütet weiter mit Kondomen. Dazu noch mal die Impfungen checken lassen, denn nach Impfungen mit Lebendimpfstoff (MMR - der Röteln-Titer sollte stimmen) sollte man erstmal 3 Monate nicht schwanger werden.

HcannaxhWe


Auch nicht zurückstellen? Muss es dann sofort und gleich sein?

Meine betroffene Freundin erklärte es wie folgt: Es ist ein bisschen wie Hunger/Durst. Manche Frauen denken mit 25: Och, so ein Baby ist schon süß, könnte man eigentlich mal bald kriegen. Das ist dann ein Zeitraum in dem man verhandeln kann, und in dem man den Kinderwunsch durchaus zurückstellen kann. So wie leichten Hunger oder Durst. Dann mit 27 denken sie: Jetzt kann es los gehen, ich will ein Baby.

Das wäre dann schon ordentlich Hunger bzw. Durst.

Und so manche Frau kommt an den Punkt, ob sie nun 23 oder 38 ist, an dem sie dann denkt: Baby. JETZT.

Und wenn du dann einen zögernden Mann an deiner Seite hast kann es ungemütlich werden. Das ist dann so als wärst du gerade einen Marathon gelaufen und jemand würde dir eine Flasche Wasser vor die Nase halten aber du darfst nichts trinken.

Ich kann mir durchaus vorstellen das das auch biologisch bedingt ist, diese Dringlichkeit, bzw. das, was viele Frauen als "ihre biologische Uhr ticken hören" bezeichnen. Irgendwann müssen Frauen nunmal Kinder kriegen, sonst sterben wir aus.

Oder es passiert genau das, was bereits jetzt passiert: Die meisten Kinder werden in solche Familien hinein geboren, in denen sich einfach nicht zu viele Gedanken um dieses und jenes und alles gemacht wird. Da sind die Rahmenbedingungen alles andere als ideal, aber es wird einfach gemacht. Ob das nun gut ist sei mal dahin gestellt.

dVanaex87


Das mit de ZUrückstellen ist halt auch leichter wenn man konkret weiß bis wann und nicht auf ein tüdelü, in zwei oder drei Jahren, wenn ich mich dann reifer fühle, vertröstet wird.

Man kann ja auch mit dem gleichen Recht fragen: Wieso nicht die Reisewünsche zeitlich zurückstellen? Verreisen kann man auch in fünf Jahren entspannt, wenn der Nachwuchs Großeltern-Urlaub macht. Je nach räumlicher Nähe und Anzahl der Kinder auch früher.

Es ist in meinen Augen ein wenig bizarr. Jeder versteht weshalb man in Punkto Karriere und Urlaub nicht warten will, wird ja nicht leichter mit dem Job wenn man älter ist und so, aber bei Kindern finden alle das Warten total in Ordnung ist. Dabei ist es ab einem gewissen Alter unmöglich noch Kinder zu bekommen, einfach aufgrund biologischer Fakten auf die niemand einen Einfluß hat, während Karriere nur deshalb schwerer ist, weil die Arbeitgeber es einem dann schwerer machen und es ist und bleibt schicht schwerer, nicht unmöglich. Und in Bezug auf den Urlaub ist es völlig albern.

Wie gesagt, Vertrauen kann ich nur, wenn mein Partner fest Aussagen macht. Wenn er sagt er fühlt sich noch nicht reif genug, dann kann in 2-3 Jahren immer nur ein "vielleicht" sein, weil er genausowenig wie ich wissen kann, wie er sich dann fühlen wird. Und wenn man sich auf so ein Vielleicht einlässt, dann darf der Kinderwunsch nicht allzu drängend sein.

Analog gilt das ja auch für Männer mit Frauen ohne klaren Kinderwunsch. Gibt es ja auch.

SRtatuFsQuzoVadi6s


Und so manche Frau kommt an den Punkt, ob sie nun 23 oder 38 ist, an dem sie dann denkt: Baby. JETZT.

So wie Du das beschreibst klingt das ein wenig, als ob eine derart vom Kinderwunsch befallene Frau ein sklavisches Opfer ihres Körpers wäre und nicht anders könnte. Ich kann mir schon vorstellen, dass es sowas wie einen körperlich stark empfundenen Wunsch gibt, aber in meinen Augen ist alles, was ins Obsessive reingeht eine stellvertretende Kompensation für irgendeinen anderen Mangel, den man persönlich empfindet.

Es ist in meinen Augen ein wenig bizarr. Jeder versteht weshalb man in Punkto Karriere und Urlaub nicht warten will, wird ja nicht leichter mit dem Job wenn man älter ist und so, aber bei Kindern finden alle das Warten total in Ordnung ist.

Ich glaube, das hängt mit dieser extremen Verantwortung zusammen, die man in dem Moment auf sich bürdet, in dem man zu 100% für ein total hilfloses, kleines Wesen zuständig ist. Der Mensch neigt dann eher dazu, erstmal die (ausschließlich) angenehmen Sachen erleben zu wollen, bevor es dann an's Eingemachte geht...

MGonik7a6^5


Es ist in meinen Augen ein wenig bizarr. Jeder versteht weshalb man in Punkto Karriere und Urlaub nicht warten will, wird ja nicht leichter mit dem Job wenn man älter ist und so, aber bei Kindern finden alle das Warten total in Ordnung ist.

Finde ich gar nicht bizarr, weil im Gegensatz zu fast allen anderen Entscheidungen im Leben ein Kind nicht mehr rückgängig gemacht werden kann. Außerdem hat man nicht den geringsten Einfluss darauf, wie das Kind dann "ist", das man hat. Es kann unkompliziert sein oder schwierig, gesund oder krank etc. pp. und der Einfluss, den ein Kind auf das eigene Leben hat, kann man vorher kann nicht absehen. Ich würde jedem Paar raten, bestimmte Wünsche wie Reisen, Zeit zu zweit, etc. vorher erstmal zu sättigen.

EpmoEtionaxle


Hallo hugolm,

als ich Deinen Eingangsbeitrag (habe nicht alles andere gelesen) anfing zu lesen, habe ich als Erstes gedacht: Mein Gott, Mann, fass dir ein Herz! Dann habe ich weitergelesen und (obwohl ich grundsätzlich der Meinung bin, dass man einen Kinderwunsch dringend ernst nehmen muss, schon weil eine Frau rein instinktiv das beste Gefühl für den eigenen Körper und dessen Fruchtbarkeit hat) habe mich gefragt, ob es bei Euch wirklich eine gute Idee ist.

Du schreibst, Du fühlst Dich nicht ernst genommen und dass es ein Problem darstellt, mit Deiner Partnerin konstruktiv und miteinander über die Sache zu sprechen. Da lese ich heraus, dass es sich für Dich so darstellt, dass es für Deine Partnerin nur gibt "ich will, ich will" und sie alles andere nicht interessiert. Ist das so und vor allem, betrifft das nur das Thema Kinder oder ist sie bei anderen Dingen auch so?

Wenn ja, halte ich das für eine schlechte Basis in der Kommunikation innerhalb einer Beziehung und erst recht für die gemeinsame Erziehung eines Kindes. Jeder sollte sich einbringen können und ernst genommen fühlen, auch Du. Auch wenn man gelegentlich einfach auch über seinen Schatten springen muss. :-)

Vielleicht wäre eine Paarberatung eine Möglichkeit für Euch... mit einem einseitigen "ich will, will, will aber" meines Partners würde ich mich nicht zufriedengeben.

Gruß

fPuss8el88


Mein Bruder war 6 Jahre mit einer Frau zusammen, sie war zu Beginn 23, er 27. Sie hat ihm von Beginn anklar gemacht, dass sie Kinder will. Am besten das ganze Programm und für ihn war das Ok.

Beide haben gemeinsam eine Frist gesetzt. Dann war mein Bruder zur Zeit der Frist nicht bereit. Bei der nächsten auch noch nicht. Und heiraten möchte er auch noch nicht, vielleicht später.

Sie hat dann mit 29 Jahren Schluss gemacht. Mein Bruder war mit 33 immer noch nicht so weit. Im Übrigen ist er heute 36 und immer noch unverheiratet und kinderlos. Dabei möchte er "irgendwann mal" Kinder. Sich diese Möglichkeit offen zu halten, kostet ihn sogar ziemlich viel Geld. Durch Hodenkrebs hat er sich seine Spermien einfrieren lassen. Aber er ist heute ebenfalls in einer festen Beziehung und fühlt sich noch nicht so weit. Dabei ist die erste Deadline 6 Jahre her :=o

Seine Exfreundin hat anderthalb Jahre nach der Trennung geheiratet und ist direkt schwanger geworden. Sie wollte nicht mehr vertröstet werden.

Tja, so kanns auch laufen... :=o Die "Geschädigte" war die Exfreundin meines Bruders. Er hat sie hingehalten. Hätte sie vorher gewusst, dass er selbst heute immer noch keine Kinder möchte, hätte sie direkt wieder Schluss gemacht. So war sie noch 5 Jahre mit ihm zusammen :-/

Myo+nikxa65


Waren die 5 Jahre denn eine derartige Vergeudung? ":/

Skolamxie


Ich kann nur unterstreichen, was danae geschrieben hat: eine feste Abmachung in absehbarer Zeit und dazu festgelegt, das und das soll noch vorher geschehen, das finde ich für die Partnerin tragbar. Dieses unbestimmte, "irgendwann später" kann wirklich unglaublich quälend sein für die Partnerin, auch wenn ich prinzipiell verstehen kann, dass es für den Part, der noch nicht mag, auch schwierig sein mag, sich auf so ein festes Datum festzulegen.

Ich kann aus eigener Erfahrung sagen, dass es sehr wichtig ist, miteinander im Gespräch zu bleiben und die Bedürfnisse, Befürchtungen, Ängste des anderen wirklich zu hören.

Was sind Deine Ängste? Verlust von Freiheit...? Ihre werden möglicherweise sein, dass Du irgendwie dann doch nicht magst und sie Jahre umsonst gewartet hat - das passiert ja leider. Ich selbst hatte diese -irrationalen- Ängste auch und fand es ganz furchtbar, besonders auch, da es bei uns ums zweite Kind ging, beim ersten waren wir uns recht einig.

Wichtig finde ich folgende Punkte:

- reden und zuhören

- Gespräche vereinbaren, z.B. nach drei Monaten wieder etc. (leider von mir nicht immer eingehalten, war echt schwierig, das auszuhalten, die lange Pause und dann ein Gespräch, das mich gefühlt nicht weiter gebracht hat)

- gegenseitiger Respekt

- Loslassen ich habe versucht, mich zwischenzeitlich auf was anderes zu konzentrieren, habe wieder angefangen, häufiger Sport zu machen. Mein Loslassen war sehr wichtig für meinen Mann, für mich war es wahnsinnig schwer, aber es hat uns das Verbissene genommen

- Zeitplan auf eine feste zeitliche Vereinbarung hat sich mein Mann erst recht kurzfristig eingelassen (weiß nicht mehr genau, so zwei Monate vorher) - das wäre wirklich gut und hilfreich für mich gewesen, und hätte mir sicher sehr geholfen beim Loslassen

- Zeit nutzen, um Dinge anzugehen, die man vorher noch erledigen/erleben möchte

- der, der noch nicht mag, sollte sich aktiv mit seinen Ängsten, aber auch mit dem Schönen, was einen als Eltern erwartet, außeinandersetzen. Also die Zeit nicht nur verbummeln, sondern sich wirklich damit beschäftigen.

S\olamxie


... ach so, vorher schonmal die Pille abzusetzen, finde ich auch eine gute Idee zur Vorbereitung für Körper und Psyche ;-D NFP ist natürlich auch toll zur Beobachtung, allerdings kann es auch dazu führen, dass man sich noch mehr reinsteigert. Wobei es mir eher geholfen hat, weil ich gesehen habe, mein Körper scheint einwandfrei zu funktionieren, keine Anhaltszeichen für Unfruchtbarkeit - ebenfalls eine irrationale Angst ich bin beim sowohl beim ersten Kind mit 32 als auch beim zweiten Kind mit 35 jeweils im ersten Zyklus schwanger geworden

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