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Streitpunkt: "Kinder kriegen" (Zeitpunkt, Reife?)

csri4echagrlie


Bei und war klar:

der, der weniger verdient, bleibt zu Hause. Muss aber nicht die Frau sein, aber wenn sie dann doch zu Hause bleibt, WIRD sie tendenziell irgendwann schlechter verdienen.

SBhojxo


Wenn beide aber im Job gleich loslegen und etwa gleich viel verdienen besteht kein Grund, warum dann sie zu Hause bleiben sollte.

Höchstens dann, wenn man so irre exotische Möglichkeiten in Betracht ziehen will, dass das Kind gestillt werden soll oder so.

mminlucxhin


der, der weniger verdient, bleibt zu Hause.

Das halte ich nicht immer für umsetzbar. Bei uns hat beispielsweise der mit dem höheren Gehalt die Brüste zum Stillen und den weiteren Anfahrtsweg zur Arbeit.

MrrsI_Da5rcy


Wenn beide aber im Job gleich loslegen und etwa gleich viel verdienen besteht kein Grund, warum dann sie zu Hause bleiben sollte.

Höchstens dann, wenn man so irre exotische Möglichkeiten in Betracht ziehen will, dass das Kind gestillt werden soll oder so.

Im Freundeskreis wurde es so gelöst, dass erst sie ein halbes Jahr zu Hause blieb, danach er ein halbes Jahr. So konnte sie das Kind stillen, man begann zeitig mit der Beikost, damit das Kind dann eben in der Zeit, wenn die Mutter außer Haus ist, nicht gestillt werden muss. Klappt natürlich nur, wenn man ein Kind hat, das Brei/ Beikost isst. Es gibt ja auch so kleine Brustfetischisten, die außer Muttermilch aus Mamis Brust nichts wollen, keine Flasche, keine Beikost.

hugolm, wir waren genauso alt wie ihr, als bei mir der Kinderwunsch aufkam. Wir waren 26(ich)/27(er), knapp 3 Jahre zusammen, wohnten zusammen, und waren 1,5-2 Jahre am Arbeiten (davor Studium). Wir wollten beide Kinder, das war für uns beide klar, aber mein Mann wollte zu dem Zeitpunkt eben noch keine, sondern noch 2-3 Jahre warten, sein Geld und seine Unabhängigkeit noch ein wenig genießen und sich ein finanzielles Polster aufbauen. Er fühlte sich auch noch nicht "bereit" für ein Kind und die Verantwortung. War für mich natürlich blöd, weil ich gerne sofort wollte, aber für mich war auch klar - wir müssen beide wollen. Also haben wir beschlossen, dass wir die Verhütung spätestens weglassen wenn ich 29 bin. Und dass wir davor noch jedes Jahr noch einmal darüber reden. Als ich 28 war, bauten wir recht spontan ein Haus, da wollte ich dann erstmal nicht schwanger werden. Mit 29/30 sind wir dann eingezogen und haben kurz darauf nicht mehr verhütet. Mittlerweile sind wir Anfang/ Mitte 30, haben zwei kleine Kinder und sind beide sicher, dass es richtig war, noch etwas zu warten, der gewählte Zeitpunkt fühlte und fühlt sich richtig an.

Setzt euch zusammen und redet. Ein fester Zeitpunkt, wann die Verhütung auf jeden Fall abgesetzt wird, war für mich hilfreich und hat mich beruhigt und mein Mann hatte noch die Zeit, die er für sich brauchte.

cerie[chaxrlie


Ich meinte ja nicht dauerhaft...

die erste Zeit + Vollstillzeit ist klar, dass die Mutter ran muss...

aber die wenigsten stillen über 6 Monate voll...

KYrabbjelNkäferxle


Das halte ich nicht immer für umsetzbar. Bei uns hat beispielsweise der mit dem höheren Gehalt die Brüste zum Stillen und den weiteren Anfahrtsweg zur Arbeit.

Bei uns eben so und ich will kein Kind bekommen, um es dann in die Krippe stecken zu müssen. Mein Partner kann zb nicht daheim bleiben, durch die Selbstständigkeit im bzw mit dem elterlichen Betrieb.

Ich denke es ist wichtig viel zu reden.

Der Partner hat andere Gedankengänge, kann manche Bedenken vielleicht ausschalten durch Argumente, die einem selbst gar nicht in den Sinn kamen und einen die Sache aus einem anderen Licht betrachten lassen. Oder derjenige, der Kinder will erkennt, dass es aus den Gründen die der Partner nennt, doch besser wäre noch etwas u warten.

Damit meine ich nicht, dass der eine den anderen überreden und unter Druck setzt, sondern man einfach drüber spricht und manchmal da ändert sich halt die Sichtweise.

Maon&ika/65


Ich verstehe das gut. Wir haben das erste Kind zu früh bekommen, wir hätten noch Zeit für uns gebraucht. 2-3 Jahre später wäre besser gewesen.

bMeljlagwia


Hallo, ich kann erst mal deine Bedenken verstehen und finde es auch gut, dass du sie so klar äußerst und nicht einfach mal jaja sagst, um dann nach der Hochzeit mit den Bedenken raus zu kommen.

Die Bedenken deiner Freundin sind sicherlich die, dass sie dann schon über 30 ist wenn ihr loslegt und dass es dann nicht gleich funktioniert. Für den Fall dass ihr mehrere Kinder wollt, wäre es dann schon eher knapp fürs zweite oder dritte.

Dazu kommt die unterschwellige Angst, dass du dir vielleicht niemals sicher sein könntest. Da wärst du nicht der erste.

Und die Frau steht dann mit 40 allein da, ohne Kind, ohne Mann......

Davon seid ihr noch weit entfernt :)*

Ich selbst habe meinen Partner spät kennengelernt und war 38 als er sich bereit fühlte. Schwanger war ich dann mit 43.

Und ja, das ist selbst heute spät.

Wir sind glücklich wie es ist, aber wären wir früher gewesen, hätte es möglicherweise ein Geschwisterkind geben können.

In meinem Bekanntenkreis gibt es recht viele Frauen, die über 35 noch schwanger werden wollten.

Etwa bei der Hälfte klappte es entweder mit ärztlicher Hilfe oder es klappte gar nicht mehr. Nicht jeder ist bereit solche Hilfe in Anspruch zu nehmen. Auch über dieses Thema solltet ihr sprechen. Was, wenn es auf natürlichem Wege nicht klappt? Immerhin betrifft das etwa 25% aller Paare.

Gegen Angst vorm Unbekannten hilft in der Regel Realität.

Wie wäre es, wenn du dich mit dem Nachwuchs im Verwandten/ Bekanntenkreis mal näher befassen würdest?

Es stimmt, es würde sich alles ändern, das ganze Leben, die Freizeit, die Berufstätigkeit, die Partnerschaft.

Die Frage ist, welche dieser Veränderungen empfindest du ans positiv, welche als negativ.

Ich würde das Thema auf jeden Fall vor der Hochzeit klären.

H3annaxhWe


Ich würde das Thema auf jeden Fall vor der Hochzeit klären.

Ja, bitte kläre das unbedingt VOR der Hochzeit. Sonst geht deine Frau davon aus, dass ihr direkt nach der Hochzeit loslegt und dann kommt die dicke Krise, wenn du dann nach der Hochzeit aus irgendwelchen Gründen doch noch nicht bereit dazu bist.

Wichtig wäre für dich, zu ergründen, warum du dich noch nicht bereit fühlst, und das klar zu kommunizieren, damit es eben nicht nach hinhalten, aufschieben, vertrösten klingt. Damit sie weiß, das SIE die Frau ist mit der du Kinder kriegen möchtest, nur eben jetzt noch nicht.

Für einige Frauen klingt ein wiederholtes: "Später" in Sachen Kindern nämlich nach "Mit DIR gar nicht". Selbst wenn das bei dir gar nicht der Fall ist, wovon ich ausgehe, kann sie, sollte sie auf diesem Ohr empfindlich sein, irgendwann daraus schlussfolgern, dass du mit ihr keine Kinder möchtest aber sie hinhältst, damit sie dich nicht verlässt.

Dann entfernt sie sich emotional von dir, trennt sich oder es läuft ihr irgendwann ein Mann über den Weg, der sich aus ganzem Herzen und baldmöglichst Kinder von ihr wünscht. Und dann ist sie weg. Hat eine Freundin von mir gerade durch, war eine harte Zeit für sie. Und für ihren Mann, der laut eigenem Bekunden immer noch Kinder mit ihr möchte. Nur eben nicht jetzt, sondern irgendwann später.

Die Frage ist, welche dieser Veränderungen empfindest du ans positiv, welche als negativ.

Es gibt 1000 Gründe, keine Kinder zu kriegen. Sie kosten Geld, Zeit, Nerven, machen Sorgen, werden krank usw. Es gibt nur einen Grund, ein Kind zu kriegen:

Weil man es wirklich möchte. Weil man die Vorteile und die Freude am Leben mit Kindern empfindet und wahrnimmt.

Wenn man vorher das Gefühl hat, dass Kinder kriegen eben irgendwie zum Leben dazu gehört, es einem aber nichts gibt, dann sollte man sich gut überlegen, ob man es tut. Denn die Gründe, keine Kinder zu kriegen, können ziemlich laut werden, wenn man die Vorteile nicht "fühlt".

Ich habe selbst noch keine Kinder aber einen Vater der eigentlich keine Kinder wollte.

MIonik7a65


Wichtig wäre für dich, zu ergründen, warum du dich noch nicht bereit fühlst, und das klar zu kommunizieren, damit es eben nicht nach hinhalten, aufschieben, vertrösten klingt. Damit sie weiß, das SIE die Frau ist mit der du Kinder kriegen möchtest, nur eben jetzt noch nicht.

Er hat ja geschrieben, dass sie seine Gründe gar nicht hören und erst recht nicht akzeptieren will. Wenn man einen starken Kinderwunsch hat, spielt das auch eine untergeordnete Rolle. Kann mir schon vorstellen, dass sie gar nicht bereit ist, darauf einzugehen.

Wahrscheinlich hilft da nur ein klares Statement, denn wenn er nicht will, will er nicht. Und das muss sie dann "schlucken". Aber herumeiern geht dann nicht und dazu muss der TE den Mut haben.

HNanUnahxWe


Er hat ja geschrieben, dass sie seine Gründe gar nicht hören und erst recht nicht akzeptieren will. Wenn man einen starken Kinderwunsch hat, spielt das auch eine untergeordnete Rolle. Kann mir schon vorstellen, dass sie gar nicht bereit ist, darauf einzugehen.

Stimmt, das hatte ich überlesen. Dann ist es wohl schon soweit das der Wunsch so stark ist das er nicht mehr unterdrückt werden kann. Bzw. sie dem TE nicht mehr glaubt, dass er wirklich Kinder mit ihr will in 2-3 Jahren.

Wahrscheinlich hilft da nur ein klares Statement, denn wenn er nicht will, will er nicht. Und das muss sie dann "schlucken". Aber herumeiern geht dann nicht und dazu muss der TE den Mut haben.

Ich sehe hier keinen Mittelweg. Soll er seiner Freundin zuliebe ein Kind bekommen obwohl er es noch nicht möchte? Soll er ihr ihren Herzenswunsch verwehren und riskieren das sie entweder in einer Depression versinkt oder sich trennt?

Beides nicht schön. Beides nicht richtig.

Eigentlich kann man den beiden nur wünschen, dass unabhängig von irgendwelchen verkopften Plänen (erst wenn dies und jenes eingetreten ist, erst in 3 Jahren...) sein Kinderwunsch eintritt bevor seine Freundin die Geduld verliert und sich anderweitig orientiert.

Oder dass sie merkt, dass ihr Kinderwunsch doch noch aufschiebbar ist und sie es schafft, sich auf die Vorteile des kinderlosen Lebens zu konzentrieren, die es ja durchaus gibt. Was nicht leicht werden dürfte bei einem solch starken Kinderwunsch.

@:)

D(ie qSehaerin


ich fände es viel interessanter zu wissen, wie die diskussionsdynamik zwischen euch ist? wie lange die gespräche schon laufen, ob sie gleich vehement einsteigt, du gleich genervt reagierst... oder ob ihr einen schritt zurück gehen könnt und bei sachlich und anfang einsteigen könnt?

MWrs,_Darxcy


bevor seine Freundin die Geduld verliert und sich anderweitig orientiert.

Und dann? Sie muss erstmal einen neuen, passenden Partner finden. Also wird sie in diesem Fall auch erst frühestens in 2-3 Jahren ein Kind bekommen, wahrscheinlich sogar eher später. Sollte sie sich überlegen, denn hugolm schreibt ja, das er definitiv Kinder haben möchte, nur nicht jetzt sofort. Ein bißchen Kompromissbereitschaft von ihrer Seite wäre hier durchaus wünschenswert, ansonsten würde ich mich als Mann fragen, wie viel er ihr überhaupt wert ist, wenn sie ihren Kinderwunsch über seine Gefühle und Bedürfnisse stellt, die sie ja anscheinend nicht mal hören will. Kann ein Kinderwunsch wirklich so stark sein, dass eine Frau alles ausblendet? Ich kenne das nicht, ich hatte einen Kinderwunsch, ja, aber habe dabei nicht alles um mich herum ausgeblendet.

-vToVffife7ex-


Kann ein Kinderwunsch wirklich so stark sein, dass eine Frau alles ausblendet? Ich kenne das nicht, ich hatte einen Kinderwunsch, ja, aber habe dabei nicht alles um mich herum ausgeblendet.

Das würde mich auch interessieren. Ob da irgendwelche Sicherungen durchbrennen ???

Man wünscht sich ja immer irgendetwas. Der Wunsch nach einem Partner, Hund, Haus, Geld, Urlaub etc.

Was ist bei einem Kinderwunsch anders? Warum kann man da nicht abwarten?

Einen Partner, Hund, Haus kann man auch nicht erzwingen. Hier kommt es auch auf die Umstände an.

Dvie BSeiherin


Was ist bei einem Kinderwunsch anders?

nun ja... ein kind ist schnell gemacht - die frage ist für mich immer eher, ob der kinderwusch für sich alleine steht, oder ob es der wunsch ist "mit diesem mann möchte ich eine familie gründen"?

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