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Streitpunkt: "Kinder kriegen" (Zeitpunkt, Reife?)

K3rabbel2käferxle


Er hat ja geschrieben, dass sie seine Gründe gar nicht hören und erst recht nicht akzeptieren will. Wenn man einen starken Kinderwunsch hat, spielt das auch eine untergeordnete Rolle. Kann mir schon vorstellen, dass sie gar nicht bereit ist, darauf einzugehen.

Wahrscheinlich hilft da nur ein klares Statement, denn wenn er nicht will, will er nicht. Und das muss sie dann "schlucken". Aber herumeiern geht dann nicht und dazu muss der TE den Mut haben.

Ja stimmt, wenn sie nicht zuhört, dann ist das einfach Mist.

Vielleicht hilft es, wenn du das Gespräch damit beginnst, dass deine Wünsche auch berücksichtigt werden sollen und nur so eine Partnerschaft funktionieren kann. Erst mal ins Gewissen reden, was sie sich eigentlich dabei denkt, wenn sie so mit dir umspringt und wie es ihr andersherum gehen würde, wenn sie auf deinem Stuhl sitzen täte.

wkinte3rMsonne x01


@ minuchin

erstmal Glückwunsch @:)

Schlussendlich haben wir uns (s)eine Beförderung und eine große Reise als Marker gesetzt.

Mein Partner arbeitet nun in einer besseren Position, wir waren auf Reisen und ich bin schwanger.

na, da hast du aber Glück gehabt, dass dein Partner befördert wurde ;-) , also darauf hätte ich nicht warten wollen, ist ja meist ein sehr unbestimmtes Ziel und nicht immer persönlich beeinflussbar.

f.uWsse?l8x8


Den Kopf schütteln musste ich darüber, dass hier zur Trennung geraten wird oder die Hochzeit abzublasen....

Okay, wenn die beiden es nicht schaffen, vernünftig, sachlich und lösungsorientiert (= Kompromiss finden) miteinander zu reden, dann wäre das vielleicht tatsächlich besser - aber nicht wegen dem KiWu, sondern weil sie dann ein massives Kommunikationsproblem in ihrer Beziehung haben, das sicherlich sehr viel schwerwiegender als die Kinderfrage ist.

Okay, jetzt erzähl mir mal bitte, wie sich selbst mit bester klarer Kommunikation so ein Konflikt lösen lässt.

Ein "bisschen schwanger"? Alle paar Wochen ein Kind? Jeden zweiten Sonntag Eltern sein?

Entweder beide wollen zum gleichen Zeitpunkt Eltern werden oder nicht. Entweder sie lässt sich weiterhin vertrösten und wird unzufrieden in der Beziehung, oder er lenkt ein und fühlt sich genötigt schnell ein Kind zu machen.

Da kann man reden so viel mal will. Was ändert es?

SYtatusQuooVadxis


Entweder beide wollen zum gleichen Zeitpunkt Eltern werden oder nicht.

Und dann trennt man sich gleich, nur weil der Zeitpunkt nicht zusammen passt, anstatt einen Kompromiss zu finden?

Okay, jetzt erzähl mir mal bitte, wie sich selbst mit bester klarer Kommunikation so ein Konflikt lösen lässt.

Zum Beispiel so wie von minuchin oder Hatschepsut beschrieben. Es geht also tatsächlich, wenn der Wille und die entsprechende Kommunikationsfähigkeit gegeben ist.

LyolaHX5


Entweder beide wollen zum gleichen Zeitpunkt Eltern werden oder nicht.

Wenn man sich einig ist, dass man miteinander Nachwuchs will, sollte es doch möglich sein, einen Zeitpunkt zu finden, zu dem es sich für beide richtig anfühlt. Ich finde es übertrieben, zu erwarten, dass man auch über das Timing sofort einer Meinung ist.

f|us#sel 88


Es hängt ja ab, wie weit die gewünschten Zeitpunkte auseinander sind.

Die Freundin des TE will sofort oder zumindest nach der Hochzeit loslegen.

Und der TE ??? Ja, keine Ahnung. "Irgendwann mal..."

S5tatusQ1uoVadxis


Er sagt in 2-3 Jahren. Das ist schon relativ konkret und nicht "irgendwann mal".

Vielleicht könnten Sie sich auf ein Jahr einigen. Oder darauf, gewisse Sachen vorher zu erledigen und dann los zu legen.

Ich kann ihn schon ganz gut verstehen. So eine Hochzeit ist ja auch ein großes Projekt, was man oft ein Jahr oder länger im Voraus akribisch plant. Dass er dann einfach mal danach etwas Ruhe möchte, die Zeit zu Zweit noch genießen, und eben nicht direkt ins nächste Großprojekt starten. Und 1 Jahr geht schnell um.

mKittevlgr`obröh}rixg


Ich verstehe auch, wieso man noch Zeit für sich möchte, auch mit dreißig noch - wieso muss das unbedingt eine Ausrede für "eigentlich will ich gar nicht" sein? Mir fallen genügend (natürlich egoistische, aber das ist ein Kind ebenfalls) Gründe ein, noch konkret Zeit für sich und das eigene Leben haben zu wollen, weil die Dinge, die man noch machen möchte, mit Kind in der Form nicht gehen ((Ich beispielsweise habe erst jetzt und damit sehr spät in einem meiner Hobbies ein bestimmtes Stadium erreicht, in dem ich mir jetzt die nächsten Jahre noch intensiv etwas aufbauen könnte und möchte, bin aber blöderweise mittlerweile einunddreißig - mit Kind wäre ich zumindest mal ein Jahr fix weg vom Fenster und könnte danach nur unter optimalsten Bedingungen irgendwie weitermachen. Und nach einem bis zwei Kindern wär ich dann schon relativ alt für diesen Bereich).). Auch mit Unreife hat das dann nicht zwangsläufig etwas zu tun.

H!inaAta


Ich verstehe auch, wieso man noch Zeit für sich möchte, auch mit dreißig noch - wieso muss das unbedingt eine Ausrede für "eigentlich will ich gar nicht" sein? Mir fallen genügend (natürlich egoistische, aber das ist ein Kind ebenfalls) Gründe ein, noch konkret Zeit für sich und das eigene Leben haben zu wollen, weil die Dinge, die man noch machen möchte, mit Kind in der Form nicht gehen. Auch mit Unreife hat das dann nicht zwangsläufig etwas zu tun.

Dito.

Bin nun 27, seit knapp 3 Jahren erst im Beruf, und an sich "im besten Alter" um Kinder in die Welt zu setzen.

Aber: Mir hängen noch Bafögschulden im Nacken, noch ein Kredit von einer ungeplanten Beerdigung.

Auch wenn man sagt "ach finanziell klappt das schon irgendwie" - ich verstehe warum man erst mal ein paar Jahre arbeiten will, sich ein paar Dinge leisten will.

Von Azubi bzw Student und dann Berufsanfänger, wo man eh nich so viel verdient... dann gleich wieder in die verzichten-müssen Ecke gehen zu müssen für Jahre... da würde ich auch noch herauszögern und mir das sehr gut überlegen.

C0ote'Sau5vagxe


Genauso falsch finde ich es, ihm direkt zu unterstellen, er wolle eigentlich tatsächlich keine Kinder, nur, weil er sich JETZT noch nicht bereit fühlt. Meint Ihr nicht, dass kann der TE selbst schon am besten beurteilen, wie das bei ihm ist? Es wird ihm damit ja unterstellt, er würde (sich selbst und seine Verlobte) (be)lügen.

Das kenne ich aus eigener Erfahrung. Ich wollte nie Kinder. Anfangs konnte ich mit Kindern nichts anfangen, dann wurden die Gründe rationaler. Ich hatte dann einen Partner, der unbedingt Kinder wollte. Ich wollte mit diesem Partner zusammenbleiben, daher habe ich ihm und mir gesagt: Naja, jetzt will ich keine Kinder; aber im Torschlusspanikalter bin ich ja noch nicht, und wer weiß, vielleicht sehe ich das dann anders, hellsehen kann man ja nicht, vielen Leuten gehts so; usw. Und rückblickend finde ich, das hatte durchaus was mit sich selbst/ ihn belügen zu tun. Wenn ich ganz genau in mich hineingehorcht hätte und mir meine Gründe genau angeschaut hätte, dann war das nichts Temporäres. Ich habe mich dann u.a. wegen diesem Kinderthema (was auch was mit Lebensplan oder nicht zu tun hat) nach elendlangen und -vielen Diskussionen von ihm getrennt, habe noch heute keine Kinder, ein Kinderwunsch kam auch später nie auf.

Tlapxs


Diese Diskussionen über das "Kinder jetzt - ja oder nein", die ja in manchen Partnerschaften richtiggehend zum Eklat führen, sind natürlich schon auch der an sich löblichen Tatsache zu verdanken, dass es Verhütung gibt.

Also wenn ich einige Beiträge hier so lese, da bin ich schon geneigt, sie als "Fluch" für eine Beziehung zu sehen. Einer Beziehung tut ein verbissenes Herangehen an so ein essentielles Thema nie gut. Gottseidank waren mein Mann und ich uns von Anfang an einig.

Unsere ersten beiden Kinder waren zwar (durch das Studium) auch geplant, aber ob und wann ein drittes kommt, haben wir ganz dem Zufall überlassen. So ein Lockerlassen kann echt befreiend sein.

Seit nicht mal 4 Jahren zusammen und unbedingt Kinder wollen, ohwei.

In was für einer verrückten Zeit leben wir eigentlich? Mir scheinen 4 Jahre ziemlich lang. Wenn meine Ausbildung nicht dagegengestanden hätte, wären wir schon 1-2 Jahre nach dem Kennenlernen bereit für ein Kind gewesen.

H\ats*ch>eps.ut_


Ich finde vier in Zeiten von Studium, Weiterbildung, befristeten Stellen oder Pendeln jetzt nicht als überraschend, ganz zu schweigen von verrückt.

Wie oben geschrieben: Für den einen sind es Rahmenbedingungen, die trotzdem passen, für andere nicht.

HFannahxWe


Also wenn ich einige Beiträge hier so lese, da bin ich schon geneigt, sie als "Fluch" für eine Beziehung zu sehen. Einer Beziehung tut ein verbissenes Herangehen an so ein essentielles Thema nie gut.

Absolut. Es wäre schön und wünschenswert wenn die Meinungen hier übereinstimmen. Was aber wenn es nicht so ist? Wie kann man als Frau nicht verbissen an das Thema herangehen, wenn man, wie die Freundin des TE, das Gefühl hat, man wird auf den St. Nimmerleinstag vertröstet?

Ich denke hier geht es auch viel um Vertrauen. Glaube ich dem Mann, dass er "später" meint, oder denke ich, er meint "nie"? Ich wage zu behaupten, das eine Frau das spürt.

Ich glaube nicht, dass hier von Seiten der Frauen absichtlich dramatisiert wird. Viele haben wirklich große seelische Not, wenn sie über Jahre hinweg vertröstet werden.

Weil es eben ab einem gewissen Alter der Frau tatsächlich, wie oben in einigen Beiträgen erläutert wird, ein Lotteriespiel ist, ob es noch klappt oder nicht.

Ein Haus kann man auch mit 50 noch bauen, eine Reise die man sich schon immer gewünscht hat kann man auch mit 50 noch machen. Man kann sogar Fortbildungen machen, nochmal studieren, all das ist theoretisch möglich so lange man möchte.

Aber wenn die Eizellen weg sind bzw. kein geeigneter Mann mehr gefunden wird für das Projekt Kind, dann isses halt einfach zu spät.

Unsere ersten beiden Kinder waren zwar (durch das Studium) auch geplant, aber ob und wann ein drittes kommt, haben wir ganz dem Zufall überlassen. So ein Lockerlassen kann echt befreiend sein.

So lockerlassen kann man aber nur, wenn nicht einer der Partner große Ängste bzw. Vorbehalte gegenüber dem Thema Kinder hat, wie z.B. der TE. Wer Angst hat bzw. eigentlich nicht will, kann nicht locker lassen. Lockerlassen kann man wohl ebensowenig wenn man einen riesigen Kinderwunsch hat der einen täglich quält.

Lockerlassen kann man, wenn man sich Kinder wünscht, aber nicht unbedingt welche braucht, um glücklich zu sein.

Ich finde vier in Zeiten von Studium, Weiterbildung, befristeten Stellen oder Pendeln jetzt nicht als überraschend, ganz zu schweigen von verrückt.

Ja das sind, bis Frau die Uhr ticken hört, auch ganz logische und rationale Gründe, noch zu warten. Ich gehe davon aus, dass einer Frau mit Mitte 30, die sich sehnlichst Kinder wünscht, die oben genannten harten Fakten schnurzpiepe sind.

Ist natürlich schön wenn man nach der Ausbildung/Studium bereits ein paar Jahre gearbeitet hat, eine unbefristete Stelle hat, verheiratet ist, das Haus gebaut ist.

Bei einigen klappt das ja auch so in der Reihenfolge. Aber ich kann verstehen wenn Frauen ab einem bestimmten Alter auf diese Faktoren keine Rücksicht mehr nehmen können und wollen.

Wie oben geschrieben: Für den einen sind es Rahmenbedingungen, die trotzdem passen, für andere nicht.

Solange man das Thema Kinderplanung rein rational angeht wie z. B. einen Hausbau oder einen Stellenwechsel, dann zählen die Rahmenbedingungen.

Ich glaube aber eher, dass Menschen, die ewig die Rahmenbedingungen vorschieben als Grund, noch zu warten, andere, innere Gründe haben, die sie davon abhalten (eigentlich doch keinen Kinderwunsch, Ängste, keine Verantwortung übernehmen wollen,...). CoteSauvage hat das ja sehr schön beschrieben.

SDhoxjo


Ich denke hier geht es auch viel um Vertrauen. Glaube ich dem Mann, dass er "später" meint, oder denke ich, er meint "nie"? Ich wage zu behaupten, das eine Frau das spürt.

Ja, klar. Frauen sind schließlich über spezielle kosmische Supersynapsen mit dem Vollmond verbunden und spürfühlempfinden einfach total alles. :)z

HkannaghWxe


Ja, klar. Frauen sind schließlich über spezielle kosmische Supersynapsen mit dem Vollmond verbunden und spürfühlempfinden einfach total alles. :)z

;-D Schön das wir uns da einig sind. ;-)

Nein mal im Ernst. Frau kennt doch ihren Mann. Sie weiß wie er aussieht wenn er lügt, wie er aussieht wenn er sich insgeheim freut, wenn er ein Geheimnis hat oder wenn er sich vor etwas drückt. Wie er nach Ausflüchen sucht, um etwas nicht tun zu müssen.

Ob seine Argumente dafür, noch zu warten mit dem Thema Kinder, Hand und Fuß haben (Achtung Wortspiel ??? ), oder ob es fadenscheinig wirkt. Immerhin ist das ein Mensch mit dem man im Regelfall bereits einige Jahre Tisch und Bett geteilt hat.

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