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Warum wird jemand zum Pausenclown?

Cwiennamonn4


Und: Ich finde deine Gedanken nicht wirr sondern sehr interessant. Wenn du aber trotzdem nicht mehr drüber nachdenken willst, ist das natürlich okay.

JweHnKnsch


Meinst du mit "jetzt" heute?

Ja jetzt ist heute. Kennen tue ich ihn ja auch nicht wirklich. War halt Zufall, dass wir uns getroffen haben.

Hm... ja... vielleicht ziehen mich deshalb andere Pausenclowns auch so an. Ich bin selbst ein sehr kindlicher Mensch und suche immer das Kind in anderen Menschen, zu denen ich Kontakt will. Und wenn es mir dann so auf dem Silbertablett serviert wird, finde ich das schon entzückend ;-D !

Ich finde es wirklich toll, wenn man jung geblieben ist und so eine kindliche Leichtigkeit an sich hat. Das steckt an und macht gute Laune. Aber man muss auch wissen, wann es angebracht ist, seine Kommentare für sich zu behalten. Sonst wird es, wie schon gesagt, auch mal nervig. Oder ernsthafte Gespräche werden ins lächerliche gezogen. Bei würdest du lange suchen. Das Kind in mir kennen wirklich nur ganz wenige (vielleicht drei) Leute. Ich komme doch eher ernst rüber, obwohl ich durch sehr trockenen Humor auch mal den ein oder anderen Lacher kassiere. Aber Pausenclown wäre nichts für mich. Da Sitz ich doch lieber im Publikum ;-)

L`eni[KruTegxer


Ich weiß nicht, wie definiert man denn so einen Pausenclown? Alles was ich dazu im Internet finden konnte, war dass Mario Basler vielleicht einer ist. Vielleicht bin ich einer?

Jedenfalls war ich in der Schule immer jemand, der gerne, meist sehr trocken humoristische, Kommentare abgegeben hat, die alle zum Lachen bringen konnten. Und jemand, dessen Aufsätze und Erzählungen humoristisch bis zum Äußersten ausgefeilt waren. Und auch heute noch verwende ich bei der Arbeit, wo immer möglich, witzige Formulierungen, lustige Hintergrundgeschichten, usw. über die ich mich meist beim Lesen jedes Mal kaputtlachen könnte. Ich glaube ich bin die Person in der Firma mit den häufigsten Lachanfällen, die aber auch für viele, womöglich für die meisten, Lacher sorgt.

Mir ist es da aber nicht besonders wichtig Aufmerksamkeit zu erhaschen. Klar, freut es mich auch, wenn andere meine Kommentare zum Lachen bringen, aber hauptsächlich erfreue ich mich daran, dass mein Gehirn so tolle Sachen ausspuckt, die die Stimmung auflockern können.

Warum ich so geworden bin? Ich weiß nicht. Habe ich zu wenig Aufmerksamkeit bekommen? Möglich, aber um die geht's mir, meiner Ansicht nach, eher zweitrangig. Möchte ich meine Schüchternheit überspielen? Nein, ich bin nicht oder nur sehr selten schüchtern. Und wenn, dann bin ich auch am wenigsten zu Scherzen aufgelegt.

Vielleicht liegt es auch an der Familie? Der Erziehung? Gar den Genen? Mein Vater zumindest ist auch ein ziemlich lustiger Typ und meine Brüder noch viel mehr. Vor allem der eine, der ist dann schon der Typ, dem nichts peinlich zu sein scheint, der jeden witzigen und noch so absurden Gedanken sofort in die Tat umsetzt, in der Apotheke nach dem "Kondom danach" fragt, sich in Begrüßungen fremder Menschen einbringt, als würde er dazugehören oder zum U-Bahnfahrer in die Kabine steigen will, weil der sagt "einsteigen bitte". Liste schier endlos fortsetzbar. Trotzdem kann man, erstaunlicherweise, auch sehr ernsthafte Gespräche mit ihm führen.

Weil es schon so viele unlustige Dinge im Leben gibt und ich versuche den Rest so lustig wie möglich zu machen? Gut möglich.

Vielleicht bin ich gar kein Pausenclown, letztlich geht es wohl voranging darum wie mich andere sehen.

Aber was du, Cinnamon4, zu komplizierten Typen schreibst, kann ich gut nachvollziehen. Irgendwie sammle ich die. Und irgendwie klappt's meistens, Pausenclown oder nicht.

Warum sich jetzt den Kopf zerbrechen über etwas, das womöglich nie zum Problem wird?

J|enknsdch


LeniKrueger

Ich denke, dich würde ich eher als humorvoll beschreiben. Deinen einen Bruder dann doch eher als Pausenclown.

Gibt es ne allgemeingültige Definition für Pausenclown? Im Duden oder so? ":/

b2ladex19


Ich war schon in der Schule ein Pausenclown und bin es immer noch auf der Arbeit. Ich mache das aber nicht um Aufmerksamkeit zu bekommen, sondern eher aus dem Gegenteil heraus, weil ich so niemanden zeigen muss, wer ich wirklich bin. Tiefenpsychologisch steckt hier der Clown drin, als ein anderes gespieltes ICH und auch eine Verkleidung (zum Clown hin). Ich denke, dass das bei mir der Grund ist, ich kann so bequem eine Rolle spielen ohne viel investieren zu müssen und falle gleichzeitig nicht aus dem Rahmen.

CZinnakmonx4


@ Jennsch

Meinst du mit "jetzt" heute?

Ja jetzt ist heute. Kennen tue ich ihn ja auch nicht wirklich. War halt Zufall, dass wir uns getroffen haben.

Ah, achso :-) .

Ich finde es wirklich toll, wenn man jung geblieben ist und so eine kindliche Leichtigkeit an sich hat. Das steckt an und macht gute Laune. Aber man muss auch wissen, wann es angebracht ist, seine Kommentare für sich zu behalten. Sonst wird es, wie schon gesagt, auch mal nervig. Oder ernsthafte Gespräche werden ins lächerliche gezogen.

Genau, das stimmt :)z .

Bei würdest du lange suchen. Das Kind in mir kennen wirklich nur ganz wenige (vielleicht drei) Leute. Ich komme doch eher ernst rüber, obwohl ich durch sehr trockenen Humor auch mal den ein oder anderen Lacher kassiere. Aber Pausenclown wäre nichts für mich. Da Sitz ich doch lieber im Publikum ;-)

Trockener Humor ist doch auch ne feine Sache :)z . Ich packe ja auch nicht nur den Holzhammer aus, sondern bringe teilweise auch richtig schwarzen Humor ^^. Findet nur leider nicht jeder lustig :-X .

Ich denke, dich würde ich eher als humorvoll beschreiben. Deinen einen Bruder dann doch eher als Pausenclown.

Gibt es ne allgemeingültige Definition für Pausenclown? Im Duden oder so? ":/

Ja:

sich (im Rahmen einer Veranstaltung, eines Programms o. Ä.) um Aufmerksamkeit bemühender Mensch, der nur als Belustigung wahrgenommen und nicht weiter ernst genommen wird

Der Duden meint auch, das würde abwertend gebraucht werden. Ich zumindest benutze das Wort nicht abwertend. Für mich ist ein Pausenclown einfach ein Spinner, jemand, über den man den Kopf schüttelt, aber trotzdem dabei schmunzeln muss. Jemand, der sich verhält, wie ein kleiner Junge/kleines Mädchen.

@ LeniKrueger

Ich weiß nicht, wie definiert man denn so einen Pausenclown? Alles was ich dazu im Internet finden konnte, war dass Mario Basler vielleicht einer ist. Vielleicht bin ich einer?

Ja, das habe ich auch gelesen ;-D . Meine persönliche Definition und die im Duden habe ich ja soeben aufgeschrieben.

Jedenfalls war ich in der Schule immer jemand, der gerne, meist sehr trocken humoristische, Kommentare abgegeben hat, die alle zum Lachen bringen konnten. Und jemand, dessen Aufsätze und Erzählungen humoristisch bis zum Äußersten ausgefeilt waren. Und auch heute noch verwende ich bei der Arbeit, wo immer möglich, witzige Formulierungen, lustige Hintergrundgeschichten, usw. über die ich mich meist beim Lesen jedes Mal kaputtlachen könnte. Ich glaube ich bin die Person in der Firma mit den häufigsten Lachanfällen, die aber auch für viele, womöglich für die meisten, Lacher sorgt.

Ich finde das schon pausenclownig, aber auf eine sehr angenehme Art, die mich auch nicht einschüchtern würde.

Mir ist es da aber nicht besonders wichtig Aufmerksamkeit zu erhaschen. Klar, freut es mich auch, wenn andere meine Kommentare zum Lachen bringen, aber hauptsächlich erfreue ich mich daran, dass mein Gehirn so tolle Sachen ausspuckt, die die Stimmung auflockern können.

Klar, das kann da auch dahinter stecken. Ich bin auch immer wieder überrascht, was für Assoziationen man so bildet und was dann dabei raus kommt ^^. Aber ich habe auch echt gern die Lacher auf meiner Seite ;-D !

Vielleicht liegt es auch an der Familie? Der Erziehung? Gar den Genen? Mein Vater zumindest ist auch ein ziemlich lustiger Typ und meine Brüder noch viel mehr. Vor allem der eine, der ist dann schon der Typ, dem nichts peinlich zu sein scheint, der jeden witzigen und noch so absurden Gedanken sofort in die Tat umsetzt, in der Apotheke nach dem "Kondom danach" fragt, sich in Begrüßungen fremder Menschen einbringt, als würde er dazugehören oder zum U-Bahnfahrer in die Kabine steigen will, weil der sagt "einsteigen bitte". Liste schier endlos fortsetzbar. Trotzdem kann man, erstaunlicherweise, auch sehr ernsthafte Gespräche mit ihm führen.

Die Beschreibung von deinem Bruder ist ja der Hammer :-D ! Aber ich glaube, er würde mich einschüchtern, weil das so unberechenbar und supermutig wirkt.

Weil es schon so viele unlustige Dinge im Leben gibt und ich versuche den Rest so lustig wie möglich zu machen? Gut möglich.

Ja, das ist wahr! Bei Freunden und Bekannten geht es mir in erster Linie auch um den Spaß und ich vermeide ernste Inhalte eher.

Vielleicht bin ich gar kein Pausenclown, letztlich geht es wohl voranging darum wie mich andere sehen.

Ich finde immer, es kommt darauf an, wie man sich selbst sieht. Wenn die anderen einen doof oder sonstwas finden, sind es dann eben nicht die richtigen Leute.

Aber was du, Cinnamon4, zu komplizierten Typen schreibst, kann ich gut nachvollziehen. Irgendwie sammle ich die. Und irgendwie klappt's meistens, Pausenclown oder nicht.

Warum sich jetzt den Kopf zerbrechen über etwas, das womöglich nie zum Problem wird?

Ja, das stimmt. Ich glaube, bei mir liegt das wirklich an diesem "Süßigkeit im obersten Regal"-Ding. Vielleicht muss ich mir einfach immer wieder sagen, dass ich die Süßigkeit bin, die noch weiter oben liegt, sprich: Einen Menschen "haben" zu wollen sollte nicht wichtiger sein als mein Wohlbefinden. Und wenn ich so eingeschüchtert bin, fühle ich mich ja nicht wohl.

@ blade19

Ich war schon in der Schule ein Pausenclown und bin es immer noch auf der Arbeit. Ich mache das aber nicht um Aufmerksamkeit zu bekommen, sondern eher aus dem Gegenteil heraus, weil ich so niemanden zeigen muss, wer ich wirklich bin. Tiefenpsychologisch steckt hier der Clown drin, als ein anderes gespieltes ICH und auch eine Verkleidung (zum Clown hin). Ich denke, dass das bei mir der Grund ist, ich kann so bequem eine Rolle spielen ohne viel investieren zu müssen und falle gleichzeitig nicht aus dem Rahmen.

Das ist interessant. Bei mir ist es ja genau umgekehrt. Den Clown zu spielen empfinde ich als anstrengend. Zwar gehört dieser Teil zu meiner Persönlichkeit und das ist auch gut so, aber ich habe ja noch viel mehr Anteile. Und die möchte ich eben auch gerne zeigen.

LG *:)

FFeri


Da wird aus meiner Meinung ein tiefer Schmerz und/oder Trauer überspielt.

Ich war in der 5.+6. Klasse Klassenclown. Auffälliges Verhalten.

War eine Situation aus dem Elternhaus.

C'inn*amxon4


@ Feri

Das kann natürlich auch sein. So soll es angeblich auch bei Jim Carrey sein, den ich ja sehr liebe ^^.

Tut mir auf jeden Fall leid, dass du es so schwer hattest!

mWonEd+ster2ne


Liebe Cinnamon4,

vielen Dank für diese Diskussion. Du hast mich damit sehr inspiriert. Ich kann unmöglich alle Gedanken aufschreiben, die ich mir dazu gemacht habe, weil es viel zu viele sind. Ich war jedenfalls früher auch ein Pausenclown. Jedenfalls würde ich es so von mir sagen. Du würdest es eventuell anders nennen, weil Du andere Vorstellungen von einem Pausenclown hast. Also, ich war ein Pausenclown der Sorte Mond+Sterne, Du der Marke Cinnamon.
        und vielleicht wird die Forumsoftware ja irgendwann mal wieder so geändert, dass mein Nick darunter steht.

KxanteFnmecChanikxer


Ich war jedenfalls früher auch ein Pausenclown.

Ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass du das immer noch bist =-).

C~inn`amoxn4


Hi mond+sterne *:) !

Ja, interessant, dass es dir auch so ging ^^. Auch wenn du uns an deinen Erfahrungen jetzt nicht im Detail hast teilhaben lassen, freue ich mich doch, dich inspiriert zu haben :-) .

LG Ja, schön wäre es. Aber bis dahin habe ich mir einfach angewöhnt, die Nicknames gar nicht mehr beim ersten Anlauf zu lesen.

SF. Owal~lisii


hab/hatte auch sone Ader, ist aber ziemlich verkümmert, hier merkt man es ab und an wohl noch ein wenig, im RL so gut wie gar nicht mehr. Teilweise wird's einem ja auch ausgetrieben, in der Schule z.B., ist aber wohl nicht der größte Grund.

Find ich schade, obwohl die Entstehung solchen Verhaltens vermutlich (ich weiß nicht, bei mir sicher, bei anderen vage ich da keine Prognose, möglicherweise gibt es das auch als natürlichers Naturell) generell eher abgründiger Art ist, ist das bloße Nichtmehrausleben natürlich keine gesunde Lösung.

S7.` wEall[isixi


Hab nur Vermutungen warum es aufkam (und leider, das wär aufschlussreich, absolut keine Ahnung wann es anfing), eine davon ist das es ne sozusagen explosive Gegenreaktion gegen mein von Geburt an unnatürlich stilles Verhalten ist, bin ich nämlich nicht durchgehend, bzw hätte das Bedürfnis eben nicht still/zurückhalten/ernst/gehemmt zu sein (manchmal ist es schon authentisch, oft genug aber eben nicht), verhalte mich aber so (jedenfalls im RL^^). Wäre für mich meine Hauptvermutung. Aber einige der schon genannten Gründe bieten sich ebenfalls als Vermutungen an. Sehr sehr wahrscheinlich ist das ganze zumindest bei mir mehrfaktorig und befriedigt auf mehrerer Ebene Bedürfnisse auf "gute und schlechte" Weise.

Wie du darüber schreibst klingt irgendwie recht gesund. Es gibt Anteile am gängigen Erwachsenwerden da tötet man diese Dinge, das positive und das negative daran wird einfach abgewürgt, keiner tut sich damit einen Gefallen. Eventuelle destruktive Anteile anzusehn und vielleicht bessere Umgänge damit finden ist natürlich gut und was positiv ist sollte ja eh nicht abgewürgt werden. Scheint so als wäre diese Gefahr für dich gering.

Ich kenne einen der ist quasi beruflich Clown und natürlich Spezialist für Alberheiten auch im Alltag^^ find ich schon bißchen schwierig^^ aber das ist an sich natürlich auch schon interessant und sagt deutlich mehr über mich aus als über ihn. Rein rational betrachtet finde ich es nett, unsere broternste Gesellschaft kann da nämlich schon mal bißchen Gegengift vertragen.

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